He Elastizität besitzen sollen, Kl Erg» ist, um die Entwicklung des' Verkehrs zu ennöglichen und die größten Ergebnisse für das Publikum nind für die Dahnen selbst zu zeitigen.
Manila, 15. Mai. Eine amerikanische Truppen- «bteiluna unter persönlicher Führung des Generals Wood, welche zur Verfolgu^ deS eingeborenen Häuptlings Pala ausgesandt war, tötete im Laufe der letzten 14 Tage 300 Moros; der Rest der Moros ist umzingelt. Es heißt, die Behörden von Britisck)-Rordbormeo hätten die Gefangennahme Palas gewünscht, weil er 25 Personen, worunter sich mehrere englische Untertanen befanden, in Labadato-DritischMordbori^eo ermodert HKt.
Z)eut<ch-5,»dwestasriKa.
Ein Telegramm aus Windhuk meldet: An Typhus gestorben: Unteroffizier Max Ziemba, geboren am 11. Mai 1882 zu Namslau, früher Infanterie-Regiment Nr. 51, am 10. Mai in der Krankensarnrnelstelle Narudas und Reiter Hermann Schön Herr, geboren am 6. Dezember 1882 zu Strießen, früher Infanterie-Regiment Nr. 151, am 12. Mai im Lazarett zu Windhuk. Ferner Reiter Arnold Keller, geboren am 20. Juli 1883 zu Mühlheim a. Rhein, früher Infanterie-Regiment Nr. 160 out 11. Mai im Lazarett zu Kubub an Hirnhautentzündung infolge eines Sonnenstichs gestorben. Reiter Wilhelm Dill, geboren atu 1. Januar 1881 zu Cochstedt, früher Fcldartillerie-Negiment Nr. 53 am 11. Mai im Lazarett zu Kalkfontain am Typhus gestorben. Reiter Johann Noe, geboren am 26. Dezember 1881 zu Oberneudorf, früher Feldartillerie-Negiment Nr. 66, eint 11. Mai im Lazarett zu Gibeon an Malaria gestorben.
Berlin, 15. Mai. Dem „Militärwochenblatt" zufolge wurden mit dem 29. Mai in der Schutztruppe für Südwestafrika angestellt: v. Semmern, Oberstleutnant beim Stabe des 4. Lothring. Jnf-Regt. Nr. 136 als Komtnandeur des 2. Feldregimcnts; Friedrich, Major und Bataillons- Kommandeur im Eisenbahn-Regiment Nr. 1 als Kommandeur des Eisenbahnbataillons; ferner wurde Deimling, Oberst in der Schutztruppe für Südwestafrika, von der Stellung als Kommandeur des 2. Fcldregiments enthoben.
Ier Krieg.
Tie baltische Flotte.
Wie aus Tokio gemeldet wird, weiß man nunmehr bestimmt, daß die baltische Flotte, nachdem sie zeitweilig die Honk ohe bucht am 8. Mai verließ, dorthin zurückgekehrt ist und noch dort vor Anker liegt.
Die japanische Regierung verbot die Ausfuhr von Kohle nach Saigon. Dieses Verbot soll so lange andauern, als sich die russischen Schiffe in den indochinesischen Gewäffern befinden.
Aus Shanghai wird gemeldet, daß viele Datnpfer in den letzten Tagen von dort angeblich nach südchinesischen Häfen abfahren. Die Dampfer führen französische oder deutsche Flagge, man glaubt aber, daß sie im Dienste der Russen stehcn. Es heißt, daß diese anscheinend harmlosen Dampfer die Aufgabe haben, sämtliche Unterseekabel, die den Japanern wichtige Dienste leisten könnten, zu zerschneiden.
Beschlagnahme des englischen Dampfers „Sylvani".
Die im Februar erfolgte Beschlagnahme des englischen Dampfers „Sylvani", der sich mit einer Ladung Kohlen auf der Fahrt nach Wladiwostok befand, wurde vom Prisengerichr in Saseho als rechtskräftig bestätigt.
Gesunkene Schiffe.
* Tschifu, 15. Mai. (Reuter.) Ein aus Nitltschwang heute hier eingetroffener Dampfer berichtet, daß ein japanisches Transportschiff durch Ausstößen auf eine Mine im Golf von Petschili gesitnken ist und daß dieser Unfall sich gleichzeitig mit dem Sinken des Transportdampfers „Sheyutsu Maru" ereignete.
20 japanische und chinesische Passagiere des Dampfers „S o b r a l e n j e", der bei Port Arthur auf eine Mine geriet und in die Luft flog, sind umaekommen. Außerdem werden 12 Mann der Besatzung vermißt.
General Linewitsch telegraphiert unter dem 13. Mai: Eine unserer Abteilungen ergriff am 9. Mai die Offensive. Bei Chimiaotse kam es mittags zum Kamvf. Eine andere Abteilung wurde auf dem Marsch von Manch an chentse nach Chimi- a o ft e beim Herauskommen aus einem Engpaß mit Gewehr- feuer vom Feinde emp'angen. Das Gefecht begann gegen mittag. Tie Japaner süyrten 'Artillerie ins Treffen. Unsere Abteilungen zogen sich zurück, nachdem sie die Aufklärungen beendet hatten.
Ein zweites Telegramm von Linewitsch meldet unter dem 14. Mai: Eine russische Abteilung, die nach Erd agou dirigiert war, zog sich, als sie von 700 Mann starken feindlichen Truppen umgangen wurde, gegen Ludagoa zurück, vertrieb aber den Feind aus Erdagou, nachdem sie Verstärkungen erhalten hatte, und zwang ihn, sich in kleinen Abteilungen nach Südsüdwest zurückzuziehen.
Petersburger Meldungen stellen fest, daß die letzten Operationen der Japaner eine überraschende Aehn- lichkeit haben mit den Vorbereitungen vor der Niesenschlacht von Mukden. Die Japaner bemühen sich auch diesmal, die linke russische Flanke zu.rückzudrängen. Im Zentrum herrscht Ruhe. Auf der rechten Flanke haben die Japaner ebenfalls bisher noch nicht versucht, die Stuften zu stören. Die russische Kavallerie stellte bei einer Rekognoszierung nahe der Stadt Tschensiatun eine wohlorganisierte Chun- gusenbande von 8—10 000 Mann fest.
Aus SIM un- Kaaö.
Gießen, 16. Mai 1905.
** Personalien. Se. Kgl. Hoh. der Groß Herzog haben den Gerichtsakzessisten Frhrn. Schenk zu Schweinsberg zum Hofjunker ernannt. — Am 16. März wurde der Lokomotivführer Erle in Darmstadt unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt.
** Drei neue St raßen Projekte werden demnächst die Stadtverordnetenversammlung beschäftigen. Gelegentlich der Zusammenkunft der Stadtverordneten an der Klärbeckenanlage unterbreitete der Oberbürgermeister diesen zur Information einen Plan, welcher die Beseitigung der Niveauübergänge der Frankfurter- und der Liebigstraße über die Schienen gleise der oberhessischen Bahnlinien im Auge hat Zu diesem Zweck ist eine Abzweigung der Liebigstraße aus deren höchstem Punkt zwischen B. hu Hof- und Frantfurterstraße, etwa parallel mit dem alten Liebig-Labo
ratorium gedacht. Kurz, vor den Schienen würde die Straße eine Kurve beschreiben und dann an der Stelle, wo heute die alte Klinik steht, mit allmählicher Steigung parallel der Liebigstraße hinziehen. Kurz vor der Fraukfurterstraße würde die Straße rechts durch eine Ueberbrückuug der Eisenbahn über diese einschwenken, um dann gegenüber der katholischen Kirche in die Frankfurterstraße einzumünden. Tie neue Straßenführimg würde nach dem Plane etwa die Fi om eines großen lateinischen S bilden. Der Teil der Frankfurterstraße von der Wilhelmstraße an bis zum Schnittpunkt der Schienengleise müßte allerdings anfge- schüttet werden, was sich ohne Entschädigung der Anlieger machen ließe, da deren Häuser über dem Niveau der jetzigen und etwa auf der Höhe der zukünftigen Straße liegen. In derselben Weise ist auch der Uebergang der Liebigstraße über die Schienengleise umgangen worden, indem diese vor der Gleiskreuzung in einer Kurve abbiegend über das Grundstück der katholischen Kirchengemeinde zur Frankfurterstraße geführt werden soll, wobei allerdings mit einem Fortfall der Kirche gerechnet wird. Tie Terraiuver- hältnisse sind dem Unternehmen überaus günstig. Die höchste Stelle der Straßenanlage würde am Treffpunkt der Liebigstraße und der neuen Verbindungsstraße mit der Frank- ftirterstraße etwa in gleicher Höhe wie die jetzige Fußgängerbrücke zu liegen kommen. Zwischen der neuen Ver- bindungsstraße und der Liebigstraße bliebe von dem Cie- lände der alten Kliniken in entsprechender Tiefe noch Gelände für Bauzwecke frei. Die Eisenbahn ist bereit, tocmt in dieser Weise die jetzigen Straßenkreuzungen über die oberhessischen Linien beseitigt würden, einen erheblichen Teil der Kosten der neuen Straßenanlage zu übernehmen. Ob der hier vorgeschlagene Weg gangbar ist, wird die Stadtverordnetenversammlung zu prüfen und zu entscheiden haben.
• • Von unserem Regiment. Gestern nachmittag um 2 y4 Uhr zog, wie uns aus Darmstadt berichtet wird, das 116. Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm ans Gießen unter klingendem Spiel durch die Frankfurter Straße in Darmstadt ein. Das Regiment war von Gießen bis Langen durch Extrazüge befördert worden und hatte dann bei betn angenehmen, nicht zu warmen Marschwetter, die Strecke hierher zu Fuß zurückgelegt. Das Regintent zog in strammer Haltung und staubbedeckter Ausrüstung durch die Straßen nach dem Griesheimer Truppenübungsplatz, ivo heute früh die Truppenexerzitien beginnen sollen.
* * Den Prüfungskommissionen für die Prüfung der Aspiranten zum Staatsdienst im Medizinalfach und im Veterinärfach in Darmstadt gehören für das Jahr 1905 an: als Vorsitzender: Ministerialrat Weber, Vorsitzender der Ministerialabteilung für öffentliche Gesundheitspflege; als Mitglieder: a) für die Prüfung im Medizinalfach: die Geheimen Obermedizinalräte Dr. Neid hart und Dr. Hauser, Obermedizinalrat Professor Dr. Heyl, Medizinalrat Dr. Bieberbaeh, Direktor der Landesirrenanstalt bei Heppenheim, und Kreisarzt Dr. Lehr in Darmstadt; b) für die Prüfung im Veterinärfach: Geheimer Obermedizinalrat Dr. Hauser, Obermedizinalrat und Landesgestütsveterinärarzt Dr. Lorenz, Obermedizinalrat Professor Dr. Heyl, Schlachthofdirektor Dr. Garth in Darmstadt und Kreisveterinärarzt Dr. Schneider in Offenbach. (D. Ztg.)
* * Grebenhain, 14. Mai. In der heutigen Protest- versammlung gegen den Gesetzentwurf betr. die Förderung der Bodenkultur im oberen Vogelsberg, wozu mehr als 1000 Teilnehmer, darttnter Kreisrat Dr. Wallau, Forstmeister Diefenbach von Schotten und mehrere Landtagsabgeordnete erschienen waren, wurde folgende Resolution gefaßt:
Die heute versammelten Landwirte des Hoheit Vogelsbergs hatten den Generalkulturplan in feiner jetzigen Gestaltung für itn annehmbar und beantragen den Vorsitzenden und heutigen Referenten Vürgerineister Jost von Bermuthshain sich mit den beteiligten Gemeinden in Benehmen zu setzen, um alle Schritte zu nm und die Annahme des Generalkulturplanes bei der II. Kammer der Landstände zu verhindern.
h. Groß-Felda, 16. Mai. (Eigener Drahtbericht.) Ein 14jähriger Knabe ist hier an Genickstarre erkrankt. Sein Zustand ist sehr bedenklich.
vermischter.
* München-Gladbach, 15. Mai. Unter Leitung des Düsseldorfer Regierungspräsidenten finden gegenwärtig Verhandlungen wegen Vereinigung der drei Städte München-Gladbach, Rheydt und Odenkirchen zu einer Großstadt statt, die alsdann 120000 Einwohner zählen würde.
'Bremerhaven, 14. Mai. Tie Seglerftotte der Weser hat wieder den Verlust eines großen Schiffes mit seiner ganzen 2 0 Köpfe starken Besatzung zu beklagen. Am 10. November v. Js. ist die Bremer Bark „Agnes" von Newcastle on Tyne nach Valparaiso in See See gegangen und hat ihren Bestimmungsort noch nicht erreicht. Es ist kein Zweifel mehr, daß das 1891 erbaute Schiff mit Mann und Maus unter gegangen ist.
* Doppelselbstmord in Kassel. In einem Kasseler Hotel hörte man gestern, Montag, morgen gegen 5 Uhr ans einem Zimmer mehrere Schüsse fallen. Als geöffnet wurde, fand man ein dort wohnendes Paar entseelt im Bett liegen. Offenbar hatte der Mann zuerst das Mädchen und dann sich erschossen. Auf dem Tisch lag ein Zettel, auf dem stand: „Wir bitten, sich nicht um uns frit kümmern". Die beiden hatten sich als Hermann Schmidt und Paula Lanz aus Berlin eingetragen. Der Mann war etwa 30 Jahre, das Mädchen etwa 20 Jahre alt. Beide waren am Abend vorher in einem hiesigen Spezialitätentheater gewesen und den Tag vorher in Kassel eingetroffen.
• U c ber die geplante elektrische Schnellbahn Brüssel-Aachen verlautet noch, daß diese Bahn der erste Teil eines großen Planes ist, welcher darin besteht, Belgien den internationalen Durchgangsverkehr zu sichern. Uebngens glaubt man hier, daß auch in Deutschland eine ähnliche Bahn und zwar zwischen Köln-Berlin zur Ausführung kommen werde.
* Eine Tropfsteinhöhle im Teutoburgerwald. Am Sonntagnachmittag wurde im Teutoburgerwald im Egge-Gebirge bei Kohlstädt eine Tropfsteinhöhle entdeckt. Ter Zugang ist etwa 35 Ztm. breit und sechs Meter lang. Der Raum ist fünf Meter lang, drei Meter breit und acht bis zehn Meter hoch. An die erste Höhle schließt sich eine zweite an. Diese ist etwa vier Meter lang und vier Meter breit und zeigt noch schönere Tropfsteingebilde,
als Die erjre. Der Mirre Der sjotjie vejmoeT jraji eure einem Eichenstamm gleichende Säule.
* Eine Feuersbrunst in Wieu. Iw der im Zen- tmnt der Stadt gelegenen Fabrikniederlage von Kornblüt' brach gestern, Montag, mittag Feuer aus. Durch Entzündung von Celluloiddämpfen entstand eine Explosion, durch welche insgesamt 54 Personen verletzt wurden, darunter zahlreiche schwer. Unter den Verletzten befinden sich 13 Feuerwehrleute.
* Das Vorhandensein der Seeschlange wird auch von Admiral v. Werner, dem nunmehr 80jährigen Verfasser des Buches von der deutschen Flotte, bestätigt. In seinen Lebenserinnerungen erzählt der Admiral folgendes: „Während ich vorn aus der Back stand und den Badenden zuschaute, sahen wir plötzlich in nur wenigen hundert Schritt Entfernung eine gewaltige Schlange im Wasser, die von der Javaküste nach Sumatra hinüberschwamm. . . . Tie Schlange ging in ziemlich schneller Fahrt in kaum 40 Schritt Entfernung quer vor imfcrcm Schiffe vorüber, und es war deshalb auch ohne Fernrohr für uns jeder Zweifel an ihrer Natnr ausgeschlossen. Wir sahen ganz deutlich und klar ihren Kopf, der die Form und Größe eines Seehundskopfes hatte, und an den sich ein längerer dünner Hals schloß, während der Körper nach hinten zu dicker — nach unserer Schätzung einen Fuß Durchmesser — wurde, um gegen den Schwanz" hin wieder dünner zn verlaufen. Die Schlange war 30—10 Fuß lang, keinesfalls weniger, und sie schwamm, indem sie den Kopf stets über Wasser hielt, in eben solchen ringelnden Bewegungen, wie sie Schlangen aus dem Lande zeigen. Wir sahen die Ringeln über dem Wasser und den übrigen Körper unter dem Wasser, und was wir mit bloßem Aage wahrnahmen, bestätigten die Fernrohre." Auf einer späteren Reise ließ Werner auf der Reede von Batavia zahlreiche kleinere Seeschlangen fangen, die er dem Hamburger Museum überließ. Eine derselben von sechs Fuß Länge war noch nicht bekannt. Der Freund des 'Admirals, Dr. Schmidt, Vorsitzender der Hamburger Museumskommission, bestimmte sie und nannte sie nach dem Wmiral: „Thalassophis Werneri". Daß die Berichte über Seesck^angeu, wie im allgemeinen angenommen wird, als ein Produkt der Zeitungsredaktionen in der fogenannten sauren Gurkenzeit, die aber in Wirklichkeit bei modernen Zeitungen gar nicht existiert, angesehen werden, ist auch schon durch die Berichte anderer zuverlässiger Seefahrer neuerer Zeit widerlegt worden. Es dürfte noch in der Erinnerung sein, daß vor etwa Jahresfrist der Kapitän eines französischen Kanonenbootes seinem Schiffsjournal berichtete, daß eine Seeschlange von ungewöhnlicher Größe von ihm und der Besatzung im ostasiatischen Meere beobachtet worden war.
* Kleine Tageschronik. In Radeburg ist eint junge Frau an Genickstarre gestorben. — Aus den Hohen des S eh w a r z w a l d e s fielen am Dritten der fünf Eisheiligen (hier- zulande zahlt man deren fünf, nicht nur drei), am 13. Mai, zahlreiche Schneeflocken. Die Temperatur sank bis zum Nullpunkt.
Kündet »tb KerKciir. WolLswirlschaft.
Berliner Börse vom 15. Mar 1905.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 21/4 Prozent.
Anfangs- u. Schlußkurse.
Oest. Kredit .... 209.25 209.75
Deutsche Bank . . . 236.75 237.50
Darinstädter Bank . . 141.00 141.25
Bochumer Guß . . . 244.50 244.70
Harpen er Bergbau . . 213.50 213.75
Tendenz: fest.
Erz-Kuxe.
F e r n i e. Angebot 3525, Nachfrage 3475. Ausbeuten und Zubußen, 1903: 225; 1904: 300.
-Kleine F i n a n z ch r o n i k. Die Werscheir-Weißenfelser Braunkohlen-Aktiengesellschaft in .Halle schlägt 16 Proz. Dividende vor gegen 14 Proz,, i. V. — Im April betrug beim Kohlensyndikat die (summe der vertraglichen Beteiligung am Msatz 5 808 408 T., der Msatz 4 571609 T., sodaß letzterer gegen die Beteiligung um 1 236 799 T. gleich 21,29 Proz. zurückblieb. — Die Dividende der Aktienzuckerfabrik Neuwerk für das am 31. d. M. ablaufende Geschäftsjahr wird auf 12—14 Proz. (i. V. 2 Proz.) geschätzt, je nach der Gestaltung der Verhältnisse in der Landwirtschaft und auf dem Zuckermarkt im Herbst. — Gegenüber der Angabe, wonach bei der Kreditanstalt für Industrie und Handel in Dresden in Ligu. die Ausschüttung einer weiteren Quote bevorstehe, gibt der Liquidator, um eine ungerechtfertigte Aktiensteigerung zu vermeiden, bekannt, daß eine weitere Nate vorläufig nicht zu erwarten sei, -deren Ausschüttung vielmehr von den weiteren Realisationen besonders der Grundstücke, abhängt.
9? eu e Papiere. Anträge auf Zulassung folgender Wert» Papiere an der Berliner Börse sind 'gestellt: Von der Deutschen Bank für 5 Mill. Mk. 4 Proz. Hypothekenpfandbriefe in Serie 10 der .Hannoverschen Bodenkredit-Bank in Hildesheim. Von der Deutschen Bank und der Königsberger Vei'einsbank in Königsberg i. Pr. für 2 250 000 Mk. Aktien der Königsberger Zellstofffabrik Akt.-Ges.
Märkte.
Gießen, 16.Mai. Aiarktbericht. 9(uf heutigem Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 1.05—1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 5—6 Vfg. 2 Sick. 00—00 Psg., Gäuseeier 15—00Pfg., Enteneier 6—7 Pfg., Käfe in*. Stck. 6—8 Pf., Kasematte 2Stck. 5—6 Pfg. Erbsen pr.Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Taubenpr.PaarO,8Ö—0,90Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hahne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., 6>änse vr. Psd. 55—65 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 62—68 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pstwd 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—74 Pfg., Hammelfleisch vr. Pfund 50—76 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6,50—7,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr 8,00—10,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepfel per Zentner 0 bis 0 All., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse. 100 St. 00-00 Psg. Zwetschen per Zentner 0.00—0.00 Mk. Birnen per Zentner 6 bis 0.00 All. Weißkraut 0.10-0.15. Marktzeit 7-1 Uhr.
Kisevbayn-Zeitung.
Unsere 4. Wagen kl ässe. Die „Münch. Post" be». merkt in einem Artikel über Personentarife und Betriebsmittelgemeinschaft, daß mehrere höhere Beamte der bayerischen Eisenbahnverwaltung Norddeutschland in der 4. Wagen- kl ässe bereist hätten, um diese Klasse zu studieren. Die Mitteilung wird von anderer Seite bestätigt. Es wird noch hinzugefügt, daß die Berichte dieser Beamten nicht nur gegen die 4. Wagenklasse ausgefallen sind, sondern daß einer dieser Beamten, der vordem marm für die Einführung der vierten Wagenklasse in Bayern cintrat, ja geschwärmt hat, als ihr entschiedener Gegner zurückgckehrt ist. Er sagte: „Das können und dürfen wir unserem Publikum nicht bieten!" und äußerte sich überhaupt sehr drastisch überdas Wesen dieser Fabrgelegenheit.
Kerichtslaal.
.Hanau, 15. Mai. Vor der Strafkammer stand Heutt der S t a t i o u s v e r w a l t e r Neumann aus Liangeuselbold wegen Gefährdung eines Eisenbahntransportes. Es, handelt sich um den am 11. Februar 1903 auf Station Langem


