I
W
M
W Ä W
M
N'
L
-'___
.' ■ 1 /; ' ' ; . I Xfo I
WB
MW
MW
■vv-, ^^^^WWWWWWVWWWW
MWWWWWWWWWWW
Neueste Meldunaen.
N V Darmstadt, 14. Febr. (Eigener Drayt- kericht.) ßttt der heutigen Kammersitzung verlas der Präsident zunächst eine Allerhöchste Botschaft, in der die Vermählung Sr. K. & des Gro ß,herz>o g s Mitgeteilt wird. Dann wurden die Kapitel Gendarmerie, Polizei, Polizei-Kassen, Arbeitshaus Dieburg, Kirchen, LandesUnrversität und Technik ch e 5) o ch s ch u l e ohne nennenswerte Debatte bewilligt. Bei Kapitel Gymnasium, Realschulen re. kanr eS Zu einem sehr erregten Mustritt zwischen dem Abg. Dr. David und Ministerialrat Dr. Eisen Hut. Davrd chatte die bekannte Streitsache zwischen dem Direktor 'Geheimrat Dr. Schädel in Gießen und dein Arzt Dr. Klein zur Sprache gebracht und gegen den zuerst Genannter: die schärfsten Arrklagen erhoben und Einzelherten angeführt, die angeblich in Gießen die Spaßen von den Däckern gepfiffen. Ministerialrat Dr. Eisenhut verteidigte das Verhalten und die treue Pflichterfüllung des Direktors in energischster Weise, dabei scharf tadelnd, daß ^avrd ahne jeden Beweis seiner Behauptungen so schwere Beschuldigungen öffentlich gegen einen Beamten schleudere. Auch mehrere andere Redner kritisierten scharf das ungehörige 'Verhalten des' Dr. David. Die Debatte wurde wegen vorgerückter Zeit um 1/12 Uhr abgebrochen und auf morgen '9 Uhr vertagt. . '
München, 14. Febr. Gestern abend 10 Uhr gab .Freiherr von Romann auf seine Gattin fünf Revolverschüsse ab, ohne sie jedoch ernstlich zu verletzen. Hierauf tötete er sich selbst durch mehrere Schüsse in den Kopf. Eheliche Zerwürfnisse sollen das Motiv der
Paris, 14. Febr. Wie „Petit Parisien" meldet, wird
General Stössel nicht n ach Petersburg kommen,.l da man ihm vorwirst, daß er nicht die ganze Wider-, standskraft Port Arthurs ausgenützt habe. Stössel bleibt vorläufig in Feodosia in der Krim und wird erst später vor ein Kriegsgericht gestellt.
. Florenz, 14. Febr. Von den im deutschen Konsulat ab- gehaltenen 'Konferenzen zwischen Justizrat Körner, Lachenal und Rosari wird 'gemeldet: Die BonNe der Prinzessin Monika, Fräulein Muth, hatte den Wunsch geäußert, ihre an den König von SachseN gesandten Mitteilungen und Berichte vor dem Notar zu Protokoll zu geben, damit nicht neue Wirrungen heraufbeschworen würden. Auf die Frage Lachenals, ob die Gräfin dazu ihre Zustimmung geben wolle, bemerkte sie, sie fühle sich durch nichts belastet und so könnten auch diese Berichte ihr, nick-ts anhaben. Darauf erfolgte die Vernehmung des Fräulein Muth über das, was sie in ihrer Stellung im Hause der Gräfin und ihre Verhältnisse bemerkt zu haben glaubte, ^as durch den Notar aufgegebeue Protokoll ergab nun, daß die Bonne einen geradezu fanatischen 5) aß gegen ihre Herrin hegt und bewies, daß die Gerüchte, nach, denen die Bonne nur nach Dresden berichtet habe, um aus der fisolanischen Einsamkeit erlöst zu werden und in den Glanz des, dresdener Hofes zurückzukehren, nickt der Wahrheit entsprechen. Eine Konfrontation des Fräulein Muth mit der Dienerlckast der Villa und ein scharfes Kreuzverhör ergaben die H a l t - losigkeit der schlimmsten Beschuldigungen der Bonne. Die Anwälte legten gegen die Aussagen des Fraulem Muth Verwahrung ein und behielten sich gegen die durch Fraulem Mut erfolgte an Grausamkeit grenzende Ueberwachung der Gräfin ein besonderes Einschreiten vor. .Die Gräfin erklärte, sic sei bereit, das Kind schon am 15. April zu übergeben, einmal im Interesse der Kleinen, dann aber auch, weil sie der ständigen Angriffe müde sei. Solange ihr der König das Recht, ihre Kinder zu sehen, nicht voll,anerkannt habe, werde sie die ihr gestellte Zumutung, auf das sächsische Staatsbürgerrecht zu verzichten und gegen eine Konventionalstrafe von 30000 Mk. Sachten nicht mehr zu betreten, unbeantwortet lassen. _____________
Lemberg, 14. Febr. Wie dem „Nowi Wiek* au8\ Warschau gemeldet wird, wurden auf der dortigen Zitadelle! 40 Personen gehenkt.
Kattowitz, 14. Febr. Die Lage im polnischen In dustrierevier ist so verworren wie möglich. Man macht sich auf eine lange Dauer des Ausstandes gefaßt. Nachdem die Arbeiter ihren Lohn erhalten haben, er*, klären sie, sich vorläufig auf nichts mehr einlassen zu wollen. Das Streikkomitee macht durch Anschlag bekannt, daß Nau f< bolde undDiebe mit Stock schlügen bestraft werden. Das Regiment Kaiser Wilhelm ist heute in Sos-' nowice einmarschiert. Die Zahl des im russischen Grenzrevier versammelten Militärs wird auf 13 000 Mann geschützt.
3V2°/o Reichsanleihe
4% Oesterr. Goldrente
4x!6% Oesterr. Silberrento 100.90
52.00
Tendenz: fest.
100.15
105.40
66.85
66.25
8% Mexikaner , . 4,/o'1/n Chinesen . . Electric. Schlickert . Nordd. Lloyd . , Kreditaktien . . . Diskonto-KommandiL Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelspes. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden • • ♦ Gotthard bahn . , . Laurahütte . . . . Bochum . * , . . Harpener . . . , Staatsschatzscheine .
do.
Konsols .
do. . .
Hessen
Oberhessen
3Vo 3V,o/a 3% W/o
3 V, %
. 34.10*" . 93.60 . 142.50, . 113.70
. 213.20 . 194.20 . 144.40 . 162.00 . 165.50 . 139.70 . 17.00 . 191.50 . 259.00 . 245.90 . 214.60
4% Un^ar. Goldrente . 40/z Italien. Rente , .
41/2-6 Portugiesen » . 3°/ Portugiesen. . . .
196 0. Türken . . . Türkenlose .....
4% Grieoh. Monopol.-Aul. 41/, % äussere Argentiner
102.20
90.65
102.20
90.65
100.30
99.70
101.90
Telephonischer Kursbericht
^'onkfort a. H«, 14. Februar.
Todes-Anzeige.
Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigst geliebte Mutter, Großmutter, Urgroßmutter und- Schwiegermutter
gtn Margarethe Schwalb Wwe.
geb. Schmall
im 88. Lebensjahre nach kurzem Krankenlager in ein besseres Jenseits abzu- rujen. Um stille Teilnahme bitten
Tie trauernden Hinterbliebenen.
Gießen (Katharinengasse 4), Mascoutha (Illinois), Hanau, Kassel, Großen-Linden, den 13. Februar 1905. 0826
Die Beerdigung findet Donnerstag den 16. Februar, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt.
Danksagung.
Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Ableben unserer unvergeßlichen
W. Marg. Erle
sagen wir allen unseren aufrichtigen Dank.
Tie trauernden Hinterbliebenen.
I. d. N.:
Hrch. Räder, Lkyr«.
Climbach, den 13. Februar 1905. 633
i dem
Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Christian
834
Hinscheiden den tiefgesü
1 Grabe unseres teuren Entschlafenen sprechen wir allen Dank aus.
ie vielen wohltuenden Beweise herzlicher
Gießen, den 14. Februar 1905.
Bekanntmachung.
Das Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wonach die Garten- und Feldbesitzer die ihren Grundbesitz an öffentlichen Fahr- oder Fußwegen einfriedigenden Hecken in jebem Frühjahr bis zum 1. März auf 1,25 Meter Höbe und 0,50 Meter Breite zurückzuschneiden haben, wird mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Zuwiderhandlungen auf Grund des Artikel 43 des Feldstrafgesetzes mit Geldstrafe von 1—10 Mark bestraft werden.
Gießen, den 9. Februar 1905. Bu/a
Großherzogliche raermeisterei Gießen.
M e c u m.
Mlanz pro 31.
Aktiva. v4t
1. Kaffenkonto 805.03
2. Warenkonto 4331.26
-3. Debitorenkonto 1291.40
4. Geschäftsutensilien 207.09
6634.78
Dezember 1904.
Passiva. Jl. $
1. Kapitalschulden 1000.—
2. Betriebsrücktage 1200.—
3. Mitgliederguthaben 670.—
4. Reservefond 2665.08
5. Dividenden 1099.70
6634.78
\ Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1903 78
Während 1904 gingen zu . • . 3
< ' 81
Während 1904 schieden aus . ♦ _UL-
/ Daher Stand der Mitglieder Ende 1904 69
Landwirtschaftlicher Konsumverein I. Leihgestern
Eingetr. Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht.
- Balthasar Schäfer, Johannes Textor IV.,
/ Direktor. Rechner.
Johannes Arnold VI, Lagerhalter. 827
Versteigerung.
Donnerstag, dcrr!6. d.M., nachmittags 2 Ühr wird in dem Hause Bleichstraße 23 I auf Autrag des Erben das zum Nachlasse des Herrn Prof. Dr. Pflug gehörige Mobiliar versteigert. Es kommen zum Ausgebot:
1 Buffet mit weißer Marmor- platte (Nußbaum), 1 ov. Tisch mit Marmorplatte, verschiedene Tische, 2 Sessel in rotbraunem Plüsch, 1 großer zweitüriger Kleidcrschrauk in Kirschbaum, 1 Teppich, 3 Spiegel, Stühle, 1 Lustre, Lamven, Bilder, 2 große Lctgemälde, 4 Büchergestelle,LAktenschrauk, lSchrcib» pult, 2 Oeien, 1 Amerikaner und ein Irischer, 1 Klavier, 1 Herovbon mit 15 Platten, 1 Tafelscrvice für 18 Personen, Glas- und Porzellan, 1 Bowle, Wein- und Eham- pagnerglaser, 1 Waschkommode mit Marmorplatte, 1 Regenfaß, 3 Fahnen, 1 Zimmerklosctt, 1 Flobertgewehr, 1 Brockhaus Konv^Lerikon, 1 Figur (Aes» culap),Kleidungsstücke,darunter 1 schwarzer fast neuer Tuch- mantcl u. v. a.
Die Verstetgernng findet bestimmt statt. — Tie Sachen können am 16. d. M. von 10 Hinab besichtigt werden. 821
Geißler, Gerichtsvollzieher.
Vergebung
vo» Erdarbeiten.
Die für die Herstellung von Baumgruben in der Lieber-- und Grüubergerstraße erforderlichen Erdarbeiten sollen
Montag den 20. d. Mts., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden.
Arbeitsbeschreibung und Be- dingungen liegen während der Dicnststunden auf unserem Bureau Zinnner Nr. 6 zur Einsicht auf. "Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens v:S zum.obengenannten Seitpunft an uns einzureichen. — Zuschlags- frist 2 Wochen.
Gießen, den 11. Februar 1905. Städtisches Tiefbauamt.
Brauba ch. B13/,
Arbritsmrgebung
Die zu verschiedenen Her- stellungen in einem Srallgebäude des Schlachthofes erforderliche Maurer- und Weißbinder- arbeit soll
Dounerstag den 16. d. Mts., vormittags 11'/. Uhr, öffentlich vergeben werden.
Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 8 Tage. B1J/2
Gießen, den 13. Februar 1905.
Städtisches Hochbauamt. Gerbel.
Versteigerung.
Mittwoch den 22. Februar l. Is., nachm. 3 Uhr, foficit im städt. Pfandlokal Seltersweg 11 dahier die wegen rückständigem Real- und Mädcheuschulgeld HL Qrtt., clektr. Stromgeld ProOkt.04, Geometergebühren I. Qrtt. 04, Pachtgeld, Holzgeld, Gebäude-Abschäü-65e- btthren, JustallatiouSgeb. und Land- u. sorstwirtschaftl. Beiträge gepfändeten 6)egenstände wie Schränke, Sofas, Vertikows, 2 Klaviere, Konunoden 11. dergl. mehr versteigert werden. < |838
G c m m c ck e r, Pfaudmeister.
Kratzen
cirlgetroffen.
J. W. Schulhof.
Bilanz am 31. Dezemöer 1904.
2lktiva. Jft £
An Kaffenvorrat 469L6
w Warenvorrat 2940.73
„ Debitoren 204.15
„ Geschästs-
mobilien 124.72
10% Ab
schreibung 12.47 112.25 w Emballage 26.40
Passiva. Jft $
Per Geschäftsguthaben
der Mitglieder 275.—-
„ Creditoren 1679.89,
„ Reservefond 472.06-
v Betriebsrücktage 323.—.
u Reingewinn 1003.54,
3753.49
Dio Zahl der Mitglieder
3753.49^
betrug Ende 1903 57
Während 1904 gingen zu . ♦ ♦ —
57
Während 1904 gingen ab . . . —
Daher Stand der Mitglieder Ende 1904 * 57
Oppenrod, den 24. Januar 1905. 82$
Landwirtschaftlicher Konsumverein
eingetr. Genossenschaft mit unb. Haftpflicht.
Der Direktor: Der Lagerhalter:
H. Balser VH.
H. Sch inidt V. ______
AhsAch-BilW Dom
Aktiva. JC £
Kassevorrat 244.19
Waren lt. Inventur 4968.64
Debitoren 2516.68
Mobilien nach Ab- jchreiben von 10% 94.13
7823.64
31. Zezember 1904.
Passiva.
Mitgliedereinlage 980.—j
Reservefonds 1643.431
Betriebsrücktage 2903.43.
Kapitalschuld 350.—
Reingewinn 1946.78
'7823.64
Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1903 100
In 1904 gingen ab . ♦ ♦ ♦ 3
97
In 1904 gingen gu - 3
Bestand Ende 1905 ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ 100
Staufenberg, den 13. Februar 1905. 839.
Der Vorstand des landw. Konsumvereins Staufenberg
eingetr. Genossenschaft mit unb. Haftpflicht.
Direktor: Rechner: Lagerhalter:
Stephan. Meyer. He iberts hausen.
G^V4885.
Generalversammlung
Donnerstag den 16. Februar, abends 9 llhr, iw BereinStokal.
Tagesordnung: S tiftuugsfest.
Bei der Wichtigkeit und Dringlichkeit vollzähliges Erscheinen v14/,
der Sache bittet um Der Borpaud.


