Ausgabe 
14.2.1905 Erstes Blatt
 
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Dienstag 14. Februar 1905

155. Jahrgang

Erstes Blatt.

3

Giehener Anzeiger

M. General-Anzeiger 87

Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Nr. 38

0r|$elat täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden ,m Wechsel mit dem hesfischen Landwirt die Gießener Zamilien» blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Der» lag der B r ü h l'scheu Unwers.-Buch-u.Stem- bruderet. 9t Lange.

Oiehaftton, Ervedittoa unb Druckerei:

Schul st ratze 7, Adresse für DevescheiU

Anzeiger Gießen. FernsprechanlctilußNr 51.

ve»ng»preisr monatlich 75 Pf., viertel­jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige« 'itt die Tr rSmumner »'s vo-mittags O'Uir.

3c'rernrei§: ok-ul2Ps^ auswärts P'z.

Verantwortl'ch füt den polit und tj ,0^1. Teil: P. Witiko; für .Stadt und Land- und Gerichtssaal*: August Goetz; für den An­zeigenteil-. Hans Beck.

Are yentige Plummer umfaßt 12 Seiten

Aie Bergaröeiterbkwegung

G e l s e n k i r

Andere Schreckensnachrichten

lsnachnchten baffe-n sondern eine praktische Folge haben werden, ist nicht

<ön fast allen fu dl ichen gewiß. Nur, wie es ans dem Walde zurückklingt, das iS e r 5 n o t Die Leiden der Bisher war ans deutscher Seite das Bestreben über-

kommen noch cms Rußland.

traut feinen Augen

Der Verfasser behauptet, sich 25 Jahre in Rußland auf» gehalten, dort ein Jahrzehnt in Kronsdiensten gestanden und dadurch Gelegenheit gehabt zu haben, Land und Leute gründ­lich kennen zu lernen. Er habe nicht allein die sogenannte russische Gesellschaft, sondern auch die Bauern rc. genau studiert. Da auch die durch den Zaren Alexander 1 voll­zogene Verfassungs-Urkunde des russischen Reiches, die während des polnischen Aufstandes 1831 im geheimen Staatsarchiv zu Warschau aufgefunben wurde, in getreuer Uebersetzung wieder­gegeben ist, weist der Verfasser die Möglichkeit nach, den russischen Mißständen ein Ende zu machen. Er beweist, daß das heutige Rußland für eine Konstitution nach westeuropäischem Muster noch in keiner Weife reif ist.

Provinzen herrscht Hungersnot.

armen Bevölkerung in den Städten sowie aus dem flachen Lande sind fürchterlich. Dazu ist in vielen Provinzen, wie derDailv Telegraph" meldet, die Cholera aufgetreten, um die Lage der Bevölkerung zu verschlintmern. Die Cholera wütet hauptsächlich in den Provinzen entlang der Wolga. In anderen ö st l i ch e n Provinzen wütet die sibi­rische P e st. Dje Lage ist trostlos.

Neue Reichsrentenscheine.

Petersburg, 13. Febr. Laut kaiserlichem Ukas werden außer 12 Millionen dreiprozentiger Reichsrentenscheine, welche am 1. Februar alten Stils verfallen, weitere 38 Millionen Rubel Reichsrentenscheine aus anderen gleichwertigen Serien eingelöst und dagegen gleichzeitig zwei Serien, je 25 Mill. Rubel, zu 3,6 Prozent verzinslicher Scheine mit vierjähriger Umlaufszeit ausgegeben.

In Lodz wurden am 13. d. M. auf den Kirchhöfen 144 Personen

bastelt sich eine Broschüre, die soeben im Verlag der Kunst­druckereiUnion". Herzog & Schwinge, DreSden-A., er- schienen ist. Die Schrift schildert die Verhältnisse Rußlands.

wiegend, die Differenzen ruhen zu lassen. Mit einemmale wurde« die schon angeknüpften Fäden wieder zerrrpen durch die Aus­streuung der unsinnigen Behauptung die sogar rn ernsthaften mglischen Fachblättern Glauben fand von der Mobilmachung der deutschen Flotte gegen England! Wir nehmen an, daß der ehrliche Makler Sir Barelav dieser Gespensterfurcht seiner LandA leute ein kräftiges Wort widmen wird.

fache. Man vergleicht die jetzige Lage nur mit einem Jn- fluenzaanfall, der blald vergessen sein würde. Rußland sei so stark, daß es den Anfall bald überwinden werde. Theoretisch am besten wäre jetzt eine Art Diktatur. Es dürfte sich jedo.ch niemand finden, der bei dem Charakter des russischen Volkes dieses Amt annähme, welches die Nation als neben dem Zaren bestehend nicht verstehen dürfte. Zudem würde das zu großem Haß in der großen Masse entfesseln. Die Konstitution würde statt des weißen Schreckens den roten zeitigen, und dessen Folgen wären un­säglich schlimm. Die Reformen des Ministerkomi­tees, dessen bisherige Arbeiten n i ch t ü b e r s ch ä tz t w e r-- den dürften, müßten viel weiter getrieben werden, sonst liege die Gefahr vor, daß ein gewisser Teil der leitenden Kreise die kleinen Anfänge übertreibe, sich beruhige und aus halbem Wege stehen bliebe. Diese Gefahr könne nur durch eine ernste Kritik der Arbeiten des Ministerkomitees paralysiert werden. .

In Moskau fand eine Versammlung der Arbeiter der mechanischen Industrie statt. Gegenstand der Beratung war die von den hiesigen Fabrikanten dem Finanrminister unterbreitete Denkschrift, in der die Fabrikanten ihre Forderungen zur Verbesserung der Lage der Arbeiter sowie die Forderungen nach einer Ver­fassung mitteilten. Am 13. d. M. wurde die Moskauer Semstwoversammlung eröffnet. Sie nahm eine Resolution an, welche besagt, daß es ihr unter den gegen­wärtigen Umwänden unmöglich sei, zu arbeiten.

Attentat ans einen Stadthauptmann.

Zn Mohilew, der Hauptstadt eines Gouvernements, hat sich die Bewegung gegen einen Vertreter der Regier­ungsgewalt, den Stadthauptmann Rodanow, .ge­wendet; von unbekannter Seite ist ein Attentat auf ihn verübt worden, das jedoch erfolglos geblieben ist. Oberst Rodanow fuhr mit seiner Tochter auf einem Schlitten, als ein unbekanntes Individuum drei Schüsse aus seinem Revolver aus ibn abgab. Weder Rodanow noch seine Tochter ist getroffen worden.

VolMlche Tagesschau.

Ein ehrlicher Makler.

R. Berlin, 13. Fevr.

verkehr hat stark gugenommen.

In Berlin haben sich die Bergbauunternehmer au§ ganz Deutschland versammelt, um zu der angekündigten Novelle zum Bergbaugesetz gemeinsam Stellung zu nehmen.

Kardinal Fischer, der Erzbischof von Köln, ließ eine zweite Spende von tausend Mark zugehen mit folgendem Schreiben:

Anbei übersende ich weitere eintausend Mark zur Unterstützung notleidender Bergarbeitersgmilien und füge den Munich bei, daß die Bergleute sämtlich sich dem Beschlüsse der Telegierten-Ver- sammlung vom 9. Februar auschließen und, unbeirrt durch un­überlegte Aufreizereien, überall die Arbeit wieder ausnehmen.

In einer Sonderversammlung der Delegierten der Berg- ärbeitervereinigung von Großbritannien wurde die Bewilligung einer wöchentlichen Unterstützung von 2 000 Pfund Sterling an die ausständigen deutsch en Bergleute gutgeheißen und es wurde mitge­teilt, daß bis jetzt 4000 Pfund zu diesem Zwecke gezahlt worden seien. Da nunmehr der Kamps beendet sei, wurde beschlossen, nur noch einen einmaligen Beitrag von 2000 Pfund zu leisten.

Pe rvaliungsönicht der NürgermnKerei SießtU! für das Wcchtmngsjaür 1903.

IL . . ..

Der Gesamtausschlag der Gernernde steuern! bezifferte sich, aus 7f)J 99.90 Mk. Durch Zugänge cur neuen} Steuerpflichtigen und durch nachträgliche Herauzichung vptz

beerdigt, die bei den letzten Unruhen um gekommen sind. 200Verwnndete liegen in den Krankenhäusern. Die Straßenbahnen sind seit 16 Tagen nicht mehr Jm Betriebe.

x Die Studenten der Moskauer Universität haben an die Professoren des Petersburger Polytechnikums eine Adresse gesandt, in der sie aussprechen, sie hätten mit größter Genugtuung die Annäherung der Professoren zu den Studenten erfahren. Hierdurch sei endlich die Scheidewand vernichtet, welche durch die Bestrebungen des polizeilichen und büreaukratischen Regimes entstanden sei und wodurch alle Hoffnungen aller älteren und jüngeren Gene­rationen gescheitert seien. In der Einigkeit liege die Kraft und sie wollten hoffen, mit dieser Kraft die allgemeinen politischen Bestrebungen zu verwirklichen und die aka­demische Freiheit zu erlangen.

Ja Bauer, das ist ganz was anders.

In dem seit zehn Monaten tobenden See- unb Landkrieg zwischen einem bislang kaum bekannten asiatischen Inselstaat und der größten Militärmacht Europas, zeigten die Japcmer eine bnn keinem Volke der Welt übertroffene Energie im Angriff und in der Aufopferung. Schon die Klarheit ihres Zieles, die Sicherheit ihrer diplomatischen Unterhandlungen, der Mangel an Illusionen über die russischen Friedensversicherungen und der erhabene Mut, den von ganz Europa gefürchteten Russen den Krieg zu erklären, sind Zeichen ungewöhnlicher geistiger Energie. Man mag über die Rolle der Kriege denken, wie man will, sichrer ist daß sie die höchste Probe auf die Lebenskraft, die Organisa- t onsfähchkeit und im allgemeinen auf die geistigen Eigenschaften der kriegführenden Nation oder Klasse i)t Tie in einer solchen Nolle gezeitigten Eigenschaften dürfen als ein untrüglicher Maß- stab für die Tüchtigkeit oder Untüchtigkeit der Kriegführenden be- trQ^$5 a^^n^iefen Auslassungen bemerkenswert ist? Nur das Hne daß sie sich in einem sozialdemokratischen Blatte, her Kautsk y'sch en Wochenschrift ,,N e u c Zeit" finden. Auch irrt jiu *.r> -_r._ r:Z Berherrlich-

Die Censur des Bundes der Landwirte.

Nur teilweise genügend", so lautet die Zensur, die heute, tfnteC den üblichen dröhnenden Beifallssalven, die Generalver^ sammlung des Bundes her Landwirte den H an - delsv ertrügen und dem Reichskanzler erteilt hat. Aus dem langen Wunschzettel der Redner kann Graf Buloto entnehmen, daß ihm noch sehr viel zu tun übrig bleibt,, bevor er ohne große (sirfdyränfung Lob verdient. Einstweilen iollen die Handelsverträge gewissermaßen angenommen werden. So futbd ein redliches Streben doch immer seinen, wenn auch beicheidenen, Lohn. ' _______________________

Ein Dortrag vor dem Kaiser.

Der Kaiser nahm heute abend an einem Diner bei berrt Minister v. Budde teil, zu dem geladen waren: Der Reichs­kanzler Graf Bülow, die Minister Frhr. von Rheinbaben und Dr, Studt, namhafte Architekten u. a. Nach dem Diner hielt Mmüterial- direktor H i n k e l d e y einen von Lichtbildern begleiteten Vortrag über die Aufgaben der H o ch b a u v e r w a l t u n g des vreußischen Staates. Hierzu war eine Reihe weiterer Einladungen ergangen an höhere Offiziere, Beamte, Vertreter der Kunstlerfchaft^ des Parlamentes und der Finanzwelt, sowie die StaatssekretarL Frhr. von Richthofen und Frhr. von Stengel, Minister Moller rc. Der Vortragende gab eine allgemeine Ueberfidjt über dw -^ahg- feit der Hochbauvermaltung auf den Gebieten der Kirche,-.Ver­waltung, Kunst und Wissenschaft, der Rechtspflege und des Straf­vollzuges, des Unterrichtes an den Universitäten, Hochschulen uns Gmunasien, Seminaren des öffentlichen Verkehrs. Aach dem -oor- trage verweilte der Kaiser noch einige Zeit m dem Streife dev Geladenen. ________

Cs gehört eilt gewisser Mut Mu, daß ein Engländer frort Ansehen es als seine Aufgabe bezeichnet, für die Bei f erung der deutsch-englischen Beziehungen zu wirken. Sn Thomas Barclah ist dieser Mann, der gegen toeit tierbrertete Vorurteile und Verstimmungen ankämpfen will. Er beabsichtigt, am Mittwoch auf dem Bankett des deutschert Handels­tages in einer Rede in deutscher Sprache em offenes Mort in dieser Sache zu sprechen, und er gibt sich der Erwartung! hin, daß er dadurch zur Annäherung der^beiden Ratwnen beittagm kann. In umseren maßgebenden Kreisen scheint man aus t*n Erfolg dieser Bemühungen ebenfalls Hoffnungen zu setzen. Sw Barclay wird vom Kaiser und vom Reichskanzler em- pfana-'U werden. Es entbehrt nicht der Pikanterie, daß der Friedens­vermittler, der sich bekanntlich um die Lerbeiftihrung der Verfton- digi'Ng zwischen England und Frankreich Verdienste erworben hat, früher einmal Korrespondent gernde desienigen Londoner Blattes gewesen ist, das am meisten in Gehässigkeiten gegen ^uchland sich hervortut: derTimes". Es versteht sich von feM bafc Sir Barclay in dieser Beziehung nicht mitgewirkt hat. L. der Gast in Berlin allersests die entgegenkommendste Aufnahme hübet, bedarf kaum der Erwähnung. Daß die Vorschläge, dreier zur Herstellung eines besseren Einvernehmens machen wird, nicht frer^

Ale Kreignisse in Aluhland.

Neformmaßnahmen.

Zn den Sitzungen des ruft. Ministerkonntees vom 11. und 13. d. M'. erörterte man die Frage betr. Organisier­ung von Maßnahtznen im Fabrikwesen, die zur Beruhigung des Jndustriegew-erbes dringend notwendig er­achtet werden. Das Ministerkomitee beriet über die allge­meinen in allen Fabrikrahons anwendbaren Maßnahmen unter gleichzeitiger FeWellung der gegenseitigen Bezieh­ungen zwischen den Fabrikbesitzerm und den Arbeitern Peters­burgs. Prinzipiell wurde festgestellt, daß die Leitung des Jndustriewesens Aufgabe des Finanzministeriums bleiben solle. Das Ministerkotnitee beschloß, den Finanzminister zu beauftragen, unverzüglich folgende Gegenstände zu bear­beiten und dabei die Angaben von Fabrikbesitzern und Ar­beitern in Betracht zu ziehen: 1. Organisationen zur! Erledigung der den gewerblichen Llnstalien aus Mietsver­trägen entstehenden Fragen. 2. Verbesserung ber Existenzbedingungen der Arbeiter. 3. Aender- ung der bestehenden G e s e tz e für S t r e i ks, die ausschließ­lich wirtschaftlichen Charakters und nicht mit Ruhe- törungien verbunden sind. Aerztliehe Hilfe für Arbeiter. 5. Umfang der Rech^be und Obliegenheiten )er Fabrikinspektoren. Die, Bearbeitung dieser Fragen soll eine besondere Kommission unter Vorsitz des Finanzministers aussühren.

Aus gut unterrichteten Kreisen erfährt der Petersburger Korrespondent derFranks. Ztg":

Die Erkennttris, daß die heutige Situation nur dieFrucht des Krieges sei, beginnt an den höchsten Stellen durchzu­dringen. Männer, die stets den Krieg verurteilten und des­halb freiwillig beiseite stehen, bereiten sich vor, den ver­fahrenen Karreil tuet ter zu bringen. Die Lage wird übrigens von diesen nicht als trostlos angesehen, da, was alle Em- sichtigen wollen, die Mi t b et eiligun g der Burger an her Regierung nurvon wenigen MiIItonen gefordert wird, wahrend 120 Millionen glerchglltig finik Die Bauern wünschen nur Lan d b er teiluu g, öte Streikendennur Aufbesserung rh re r £ J* 05;/^ Frage einer Ver! ajjung ist bei berben Kategornen Mbcru

sämtlich an. Im Landkreise Essen arbeiteten die De^eg- schaften der ZechenErvin",Dorstfeld"^und ,,Mmcker Stem vollzählig. Im Kreise Hörde einigten sich sämtliche Beleg­schaften mit ihren Verwaltungen Sre fuhren meistensterls derens am Samstag an. Dasselbe Bild zeigt sich in anderen front Aus­stande betroffenen Kreisen. Die ZaU der am 10. Februar A n ­gefahrenen betrug insgesamt 8 9 122 gegenüber 58 918 am Vortage. Zur Frühschicht am 11. H-ebruar 112 843 also 43 605 mehr an, als zur vvrhergegangenen Frühschicht. Auf verschiedenen Zechen waren bereits am Sanrstag die regelmäßigen Schichten wieder eingerichtet. Da viele Strecken zu B r n ch gingen, kann eine ganze Reihe von Bergleuten frort aufig le tue Beschäftigung finden. Hierauf sind Wohl in der Hauptsa<^ die durch die Tageblätter gegangenen Nachrichten fron angeblich massenhaften Abkehrungen zurückzuführen. Denfenigen, die mit Rücksicht auf die Grubenverhältnisse frorlaufig notwendigettveife iznrückgewiesen werden mußten, wurde Aussicht auf d e m n äch frige Wiederaufnahme gemacht. In Wattenscheid kam es.am 10. Februar zwischen der aufgeregten Menge und der Polizei zu einem Zusammenstöße. Der Polizei gelang es bald, nachdem sie van der Waffe Gebrauch gemacht hatte, wieder Ruhe und Ordmmg herzustellen. Auf der Zeche ^heinpreußen" waren am 10. Februar von 5677 nur noch 792 Mann ausständig.

Im Waldenburger Steinkohlenbezirk (Schlesien) verliert die Ausstandsbewegung immer mehr an Bedeutung. N eu in den Ausstand trat am 10. Februar dieFuchsgrübe": von 3084 streikten in der Früh- und MittagssckE zusammen 287 Mann. Der Ausstand aus demHAebrandsämcht" der Gottessegengi-ube in Oberschlesien kann als beendigt gelten. Im Bergrevter R a - tibor trat am 11. Februar die gesamte, 440 Mann zahlende Beelgschaft der Kons. 5)oym- und Lauragrube in den Ausstand. Auf den übrigen Gruben des Reviers waren am 11. tfctmiar zur Frühschicht ausständig: AufCharlotte Czernitz" 160o von 1932, aufBeatensglück" bei Nieviadom 93 fron 412, aufEmma be Raidlin 788 von 899, aufJohann Jakob" bei Niedobschütz 564 von 724, und aufReden" bei Berhalbau 221 von 316 Mann.

Die auswärtigen Schutzmannschaften unb Gendarmen .sind aus dem Ruhrrevier wieder abgefahren. Der Güter-

Der .Preuß. Staatsanz.^ schreibt:

Die Belegschaften der in den Stadtkreisen Dortmund und ' ch en gelegenen Zechen fuhren am 11-. Febr)lar an. Im Landkreise Essen arbeiteten die Beleg-

Aer Krieg.

Petersburq, 13. Febr. St'urdpatIi»

meldet: Am 12. F-kmu<rr um 4 Uhr morgens griff lapannch- Kavallerie di- Brück- bei Fknhtsctong <m imbjo- störte die Eisenbahn auf einer Strecke von ungefähr dreitzig Metern^ Rach einiger Zeit wurde der ElwnbalMverkelw wiederhergestellt.^ Am 11. Februar hatte japanische Infanterie ^utsichouantse an- aearisien, wurde aber zurückgeschlagew An demselben Tage beschoffen die Japaner den Putilowhugel unb (Sajbeag! mit Belagerungsgeschützen. Ein Offizier wurde setotet emige ver­wundet Nach Meldungen, deren Richtigkeit letzt festgestellt rfK- machten wir vom 25. bis 29. Januar 221 unverwundete uni* 122 verwundete Gefangene. . _

Tokio, 13. Febr. (Reuter.) Die Russen setzten am Sams­tag die Beschießung des rechterr Flügels und des Zentrum- des Marschalls Oyarna fort. Sie bauen andauernd Verteil d i a u n g s w e r k e auf dem rechten Flügel und errichten m -Veen* tapan Befestig'.mgSwerke für 24 Geschütze. Tie Japaner um-, zinaelten ni der Rübe fron 5?aicnchang eine Abteilung t ut f i * scher Kavallerie. Drei Ruffen wurden getötet unb elf ver<

Petersburg, 13. Febr. Das Kornniando der $tocitetf) russischen Mandschureiarmee hat an Stelle Gripenbergs- General Baron K a u l b a r Z übe rnontnte n. ______

k y'sch en WochenschriftReue Z e i t" finden, in midercn sozialdemokratischen Blättern finden sich Verh unaen Vitt' japanischen Kriegstüchtigkeit. Man traut seinen und Ohren nicht. Sind das die zielbewußten Genossen, die den <uniaen Frieden tfuf ihr Programm geschrieben haben? Die uns während der chinesischen Wirren 1900/01 dieHunnenbriefe" braMm, die unsere Krieger in Teutsch-Südwest-Afrika als Mord- bubm und Mordbrenner brandmarken möchten und die vom Ge- uoral von Trotha sagen, er habe den Krieg gegen die Hereros ^führt, wie ein Metzgerknecht?

Nieder mit dem Absolutismus"