Ausgabe 
17.6.1905 Erstes Blatt
 
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Ende 1. Apr.

beginn

Nüssen

89.50 Minus 4'/^°/.

Japaner 75.

86.12

Der Vorsitzende: Koch.

Der Syndikus: Dr. Knipper.

3235

<£ IC rufe.

3242

4

3

1905

88.10

die von

1904

89 30

76.50

1. Jebr. 1904 97.-

9. Rebr. 1904 94. 64.

Hrö ilcrvewcgung.

Wetzlar, 16. Ium. Wie derW. A." hört, sind nunmehr Berhandlnngrn zwischen den streikenden Maurern und deren Arbeitgebern eingeleitet, van denen zu hoffen ist, daß sie zu einer Verständigung führen.

Ausflug nach Heuchelheim

znvLudwigsburg". -

Bringe meine Lokalitäten in empfehlende Erinnerung.

sy/o vilbeler Ztadt-OWgationen

Bei der heute stattgehabten Verlosung wurden fol­gende Nummer gezogen:

Lit. A. No. 15 mit 1000 Mark

Arbertsvergebuug.

Die für die bauliche Unterhaltung* des Forsthauses auf der Hoch- rvarte erforderlichen

Maurer- und Dnchdeckerarbeiten sollen Samstag, den 24. Juni d. I. vormitttags 11'/, Uhr öffentlich vergeben werden.

Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum ge­nannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschiaasfrist 14 Tage.

Gießen, den 17. Juni 1905. J BI7/e

Städtisches Hochbauamt.

_____________________ G e r b e l.

Kelmmitmachung.

Wegen Vornahme von Kanalisotionsarbeiten wird Stephan st raße zwischen Bismarck- und Gartenstraße heute ab bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt.

Gießen, den 17. Juni 1905.

Großh. Volizciamt Gießen.

Herberg.

Heutig. Seit Kriegs- Kurs

m B. 36 u. 39 je 500

Die Rückzahlung erfolgt vom 1. Oktober d. Js. an entweder bei der Stadtkasse Vilbel,

,, Dresdener Bank in Frankfurt a. M. oder bei dem Bankhause I. Grünewald in Gießen.

Die Verzinsung dieser Obligationen hört vom 1 Okt 1905 auf.

Von den bereits . verlosten Obligationen ist die Obligation Lit- ^cr. 63 über 200 Mark noch nicht erhoben.

den 8. Juni 1905.

Gr. Hess. Bürgermeisterei Vilbel.

Müblschwein.

Aus Stadt uud Land.

Gießen, 17. Juni 1905.

' Das Resultat der letzten juristischen Staatsprüfung wird nunmehr bekannt. Von 18 Examinanden haben 15 die Prüfung bestanden; die übrigen 3 können sich erst bis zum Frühjahr 1906 wieder zu dem betreffenden Examen melden.

Ueberfahren. Gestern nachmittag wollte ein hiesiger Arbeiter am Oswaldsgarten einen fahrenden, mit Kohlen beladenen Wagen besteigen. Er fiel dabei herunter und die Räder gingen über seinen linken Fuß, sodaß der Mann in die Klinik gebracht werden mußte.

. Darmstadt, 17. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Die Stadtverordneten haben in geheimer Sitzung den Betrag von 20000 Mark für die Kunst- und Kunst­gewerbeausstellung 1907, die in Darmstadt statt­finden wird,. bewilligt. S. K. H. der Großherzog hat für den gleichen Zweck 50000 Mk. zur Verfügung ge­stellt. Mit der von den Ständen bewilligten Summe von 60000 Mark stehen also für den erwähnten Zweck 130 000 Mark bereit.

Madriz, 16. Juni. In der hiesigen Mischgasanstalt oer Eisenbahnverwaltung ist gestern nachmittag, anscheinend durch Selbstentzündung, eine Gasexplosion erfolgt, wo­durch eine teilweise Zertrümmerung des Daches und eine Beschädigung von Seitenwänden der betreffenden Gebäude eingetreten ist. Auch verursachte die Explosion einen kleinen Brand, der indessen innerhalb weniger Minuten gelöscht werden konnte. Leicht verletzt wurden bei der Explosion zwei Personen, und außerdem erlitt ein Arbeiter aus Äoden- heim so schwere Verletzungen, daß er in bedenklichem Zu­stande in das Vinzenzspital gebracht werden mußte. (M. Tgbl.)

Wiesbaden, 15. Juni. Zum Biebricher Mord verlautet jetzt, daß wahrscheinlich eine Frau die Hand im iel habe. Möglicherweise liege gar kein Raubmord

Kunst und ZSistenjchast.

(hc.) Abschluß von D r. Theodor Kochs brasi- lian N ch e r F ors ch un g § r e i f c. Wie Dr. Koch demGlo­bus unter dein 4. Mai aus Manaos mitteitt, ist er dorthin von feiner letzten Reise auf weitem Umweoe über den Rio de ^iguio und Rio Japurä zurückgekehrt. Auch diese Reise ist rSf r- verlaufen. Dr. Koch hat damit seine Forschungen ab- peschlosten_ und gedenkt, Ende Juni in Hamburg einzutreffen. Unsere gestrige Rotiz ans G'rünberg, insbesondere von der Ver­lobung des Forschungsreisenden, beruht auf falscher Information unseres Knrr-'snondenten.

Bekanntmachung.

Betreffend: Handelskammerwahlen.

Entsprechend einer Verfügung des Großbzgt. Ministeriums des Innern vom 25. Mab 1905 hat anstelle der verstorbenen Handelskammermitglieder A. Katz und E. Balser aus Gießen gemäß Artikel 19, Abs. 5, des Handelskammergesetzes für den Wahlbezirk Gießen-Stadt eine Ersatzwahl für den Rest der Wahlperioden stattzufinden. Die Wahlperiode des.Herrn Katz endigt am 31. Dezember 1906, diejenige des Herrn E. Balser am 31. Dezember 1908.

Die Ersatzwahlen für die beiden verstorbenen Mitglieder haben unter Zugrundlegung der bei der letzten Ergänzungs­wahl festgestellten Wählerlisten des Wahlbezirks Gießen-Stadt zu erfolgen. Zur Vornahme der Wahlen wird Termin be­stimmt auf Dienstag, den 27. Juni d. Js., nachmittags 2 bis 6 Uhr im Bureau der Handelskammer, Nordanlage 15. Als Wahlkommissar wird Herr C. W. Nowack aus Gießen fungieren.

Die Wahlberechtigten werden zu der Wahl mit dem Anfügen geladen, daß derjenige als für die längste Amts­dauer gewählt gilt, auf den die meisten Stimmen entfallen.

Gießen, den 17. Juni 1905. bit/

Die Großherzogliche Handelskammer.

das europäische Kapital der jüngsten asiatischen Großmacht erteilt Wenn es mit dieserasiatischen Großmacht" nur keine bittere« trrsahnmgen macht.

Märkte.

dlnf heutigem Wochenmack 0-90-1.00 Mk., Hühnereier 1 St. 5-6 Psq.

2 ^'-00-OO Vfg G^^seeier 15OO Pfg., Enteneier 67 Pfg., Näse pr. Stck. 68 Pf Kasematte 2Stck. 56 Pfg. Erbsen pr.Liter 21 Pfg., 32S- Taubenpr.Paar0,80- 0,90 Mk., Hühner pr.St.

^0-1'60 9^., Hahne pr. Stück 0,801,80 Mk., Enten pr Stück 7080 802 ®önfe vr. dsd. 5565 Pfg. Ochsenfleisch pr. Mund

70-80 Pfg Kuw und Rindfleisch pr. Pfund 70-72 Pfg., Schweirw- 8r$km^ Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund

K W 70-74 Pfg., Hammelfleisch vr. Pfmid

'^0^ dfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 7,50-8,00 Mk., Zwiebeln pr Ztr

Liter 20 Pfg., Aeps/ per Zentner 0 bis 0 Mk., m Korben 00-00 Pig., Kirschen pr. Pfd. 30-35 Pfg. 0.00-0.00 Mk. Birnen per Zentner 0 bis 0.00 Mk. Wemkraut 0.10-0.15. Marktzeit 7-1 Uhr.

Handei und Derkelr. DoLüswlNschaft-

Ru ssisch e un d j a pa n isch e Anleih e n. Es bat lange gedauert, bis der Kurs her russ. Anleihen so weit zurückging, daß man von Kriegskursen sprechen konnte, und jetzt ist er schon wieder bis 90 gestiegen. Es notierten:

Zlruversttüls-Ziachrlchten.

Vom 12. bis 15. Juni sand in Koburg der 37. Kongreß der irn Koburger L. C. vereinigten Landsmann­schaften auf deutschen Hochschulen statt. Vertreten waren 29 aktive Landsmannschaften. Vor dem Kongresse, am 11. Juni, hatten. die Vertreter des Alte Herren-Verbandes getagt, der z. Z 5 örtliche Vereinigungen alter LandSmannsel-aster in Deutschland und der Schweiz zählt. Bemerkenswert ist, daß während der Tagung ein freundlicher Depeschenwechsel zwischen den Lands- mannschaftern ui Koburg und denen in Arnstadt, die sich vor acht Jahren vom Koburger L. E. losgelöst hatten, stattfand.

"Ete. Folge hiervon wird ein freundschaftlicher Verkehr beider Verbände sein, und nicht unmöglich erscheint es, daß m absehaarer Zeit wieder ein einziger und einiger starker Ver­band an den deutschen Hochschui n die landsmannschastliwen Prinzipien vertritt. An den deutschen Hock-schul verband wurde vom Koburger L. C. sowohl wie vom STP* Herren-V"rband eine ^-vmpalhiekundgebung gerichtet. Die üblichen Festlichkeiten, (Kommers, Ball, Besuch der Festung, Ausfahrt und Ausflug nach Eallenberg^, an denen sich auch di-' Bürgerschaft Koburas ^evoait^bet^bap^ ^ndlunaen

Dalitischk Tagesschau.

Zur Frage der Tabakstenererhö'hnng erhebt dieDtsche. Tabakztg." ihre Stimme und tadelt die Regierung wegen ihresVersteckspieles", dasunwürdig und schädlich" sei.Viel bester erfahren die betroffenen Kreise schon jetzt ihr Schicksal, als daß man sie eines Tages kurzer­hand überrumpelt."

Die Tabakindustriellen werden, so meint dieDtsch. Fr. Pr.", auf jeden Fall gut tun, wenn sie sich auf das Schlimmste gefaßt machen und sich nicht durch offiziöse Nachrichten, denen zufolge die Tabaksteuer aus dem Reichs­finanzreformplan des Staatssekretärs Freiherrn v. Stengel ausgeschieden sei, in falsche Sicherheit wiegen lassen. Die Augsb. Abendztg." bringt über die Pläne be8 Freiherrn v. Stengel in Bezug auf eine Reform der Reichsfinanzen einen Artikel, der anscheinend auf guten Informationen be­ruht und in dem es heißt:

Hinter die kürzlich durch die Presse gegangene Versicherung, baß von einer Erhöhung der Tabakbesteuerung im Rahmen des nächsten Steuerprogramms endgültig Abstand genommen worden sei, muffe ein Fragezeichen gemacht werden.Der Grundsatz:Der Tabak muß mehr bluten!" gehört noch immer zu den Steuerdogmen unserer Regierungskreise, bei denen jede Erhöhung der Tabaksteuer der besten Aufnahme sicher sein darf. Deshalb will es uns nicht recht eiuleuchten, daß Frhr. v. Stengel, der allerdings mit Recht daraus bedacht ist, daß seine Pläne auch Aussicht haben, im Reichstag eine Mehrheit zu finden, auf höhere Erträge aus der Tabakbesteuerung endgültig verzichtet haben sollte."

Sollte wirklich so wenig den Offiziösen zu trauen sein? Je mehr die Tabakinteressenten trotz aller offiziösen Ab- leugnungen in ihrer Furcht verharren und sie in solcher Weise wie dieDeutsche Tabakztg." zum Ausdruck bringen, desto mehr muß die Negierung zu der Ueberzeugung gelangen, daß mit dem Tabak doch noch etwas zu machen sei. Des­halb wäre eS wohl klüger, den offiziösen Stimmen zu er­widern, wie unmöglich die Erhöhung der Tabaksteuer wäre aus tausend ökonomischen und sozialen Gründen, im übrigen aber zum äußersten Kampfi sich zu bereiten.

Sport.

GießenerBallspielklub. Am Sonntag, den 18 Juni, findet m Siegen zwischen dem FußballklubJahn" 1. Mann- S Hellen und dem Gießener Vallspielklub ein Wettspiel statt. Da sich zwei fast gleiche Kräfte gegenüberftehen, steht ein sehr gespannter Ansaana in ^rw<>rtuna

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. 1O ^oranHsichtliche Witterung in Hesten für Sonntag, den 18. Ium 1905: Zeitweise wolkig und Gewitter, anhaltend sehr schwul. v

Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

Hrkginal-Draßim-sdunffen.

Snnnovcr, 17. Juni. Der Kaiser traf heute früh von Sigmaringen auf dem hiesigen Hauptbahnhofe ein. Er fuhr nach dem Leine-Schloß, von wo der Monarch sich nach der Buhremvalder Haide begab, um dort die Truppen zu besichtigen. Lllsdann fuhr der Kaiser per Automobil nach Ham bürg.

9lltona, 17. Juni. Sidney O'Danne, der frühere Haiiptmann und einstige Erzieher des Kaisers, ist hier im 67. Lebensjahre gestorben. Er wurde zu einem regel­rechten Cchivmdler, der den Gerichten oft zu schaffen machte. Seit Jahren war sein Wohnort das Gefängnis und das Irrenhaus.

Wien, 17. Juni. Es ist Tatsache, daß Wiß, mann sich durch Unvorsichtigkeit selbst erschossen hat. Wißma nn war ausgezeichneter Schütze. Er hatte das Gut Weißenbach vor 5 Jahren gekauft, da ihm eines Nervenleidens wegen der Aufenthalt im Hochgebirge und in Waldluft vorgeschrieben war. Er hatte sich vollständig er­holt und gekräftigt und hätte nach zwei Jahren wieder eine Asrikareise unternehmen können.

Petersburg, 17. Juni. Der durch den Rücktritt des Großfürsten Alexis frei gewordene Posten eines Groß­admirals bleibt vorläufig unbesetzt. Der Empfang der Sem st wo v ertreter unter Führung de§ Grafen Heyden durch den Zaren dürfte als gescheitert zu betrachten sein. Der Zar kennt den Inhalt der zu überreichenden Adresse schon genau und äußerte sich dahin, einige der Deputierten vollkommen privatim empfangen zu wollen. Eine offizielle Ueberreichung der Adresse dürfte somit nicht zustande kommen.

Petersburg, 17. Juni. Gestern nachmittag fand ü der Synagoge eine Versammlung der hiesigen jüdischen Gemeinde statt, an der Juristen, Journalisten, Aerzte, Bankiers, Kaufiente und Handwerker teitnahmen. Den Vorsitz ührte Baron Gins bürg. Nach lebhaften Erörterungen wurde eine Erklärung verfaßt, in der die jüdische Gemeinde Einspruch erhebt gegen die Absicht der Negierung, sechs Millionen russische Untertanen mosaischen Glaubens von der Teilnahme an der Volksvertretung auszuschließen. Dieße Maßregel würde die revolutionäre Bewegung im west­lichen Gebiet zu neuen Flammen emporlodern lassen. Die russische Gesellschaft aller Schichten wird aufgefordert, mit für die gerechte Sache der Juden einzutreten. Die Erklärung wurde dem Ministerrat übersandt. Die Provinz-Zensur hält alle Nachrichten über die Juden-Metzeleien in Brestlitowsk zurück, die besonders grausam waren.

Lieferung von Fnszbodenöl.

Die Lieferung von ca. 1530 kg Fußbodenöl für die städtischen Gebäude soll

SamStag den 24. Juni d. IS. vormittags 11 Uhr öffentlich vergeben werden.

Bedingungen liegen während der Amtsstundcn bei uns Zimmer No. 3 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der bei uns er- haltlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns cinzureichen.

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Gießen, den 17. Juni 1905. ß17/

Städtisches Hochbauamt.

Gerbet.

vor, sondern es handle sich um einen Mord aus Eifersucht. Die Behörden suchen einen Naliener RarnenS Guiseppe Blasucei, der in Griesheim beschäftigt war, aber seit einiger Zeit vermißt wird. Es wird angenommen, daß er möglicherweise mit dem Ermordeten identisch ist.

** kleine Mitteilungen aus Hesfi n und den Nachbarstaaten. Der^ KreiSauSschuß in Alsfeld wäblte den Platz in der Rambach für das demnächst zu erbauende Kreis- krankenbauS. Die elf bürgerlichen Mitglieder des Hanauer Stadtverordneten-Kollegiums haben gegen den sozialdemo­kratischen Stadtverordneten Hoch, den ehemaligen Reichstagsabgeordneten, Strafantrag wegen Beleih i g - u n g gestellt. Die Beleidigung soll darin bestehen, daß Hoch den betr. Stadtverordneten wiederholt vorgeworien habe, sie hätten in einer Sache wider besseres Wissen gehandelt und a b g e st i m m t.______________________________

DermUd^te^

* Wien, 16. Juni. Baron Nathaniel Rothschild wurde heute unter Beteiligung aller Gesellschaftskreise der Residenz auf dem Zentralfriedhof bestattet. Unter den Anwesenden befanden sich der Minister des Acußeren Graf Goluchowsky, der deutsche Botschafter Graf v. Wedel, der französische Botschafter Marquis de Reverseaux de Rouvray und der bayerische Gesandte Frhr. Tücher von Simmelsdorf. Baron Rothschild hat seinen Bruder Albert Rothschild zum Universalerben eingesetzt. Für wohltätige Zwecke hat er mehr als 20 Millionen Kronen vermacht. Sein Palais und seine berühmte Kunstsanunlung vermachte er seinem Neffen Alp ho ns.

* Kleine Tageschronik. In der katholischen Pfamckirche m Schwerin a. d. Warthe schoß während der Messe der Ar­beiter Johann Bausche auf den celedrierenden Dekan Hahnemann. Der Schuß ging fehl. Die Kugel drang m den Millar ein. Der 9(11entcitev wurde verhallet.

- m .-----. 99.75 Plus 25,7

Der Pariser Platz hat die russischen Werte mit aller Energie und in Berlin sind diese Bestrebungen mit vollen Kräften unterstützt worden. Die Japaner brauchten keine Unterstützung, sie ftnd in die Höhe gegangen aus eigener KTast «vauc$ sonst auf den verschiedensten Gebieten geltend madn. Japan hatte im Beginne des Krieges einen effektiven Rentenzmsiuß von mehr als 6 Proz., und jetzt muß es nur noch 41/2 zahlen. Die Kursbesserung seit dem Ausbruch des ^eges betragt, wie wir oben darlegten, über 25 Proz., und bte Zeichner her verschiehenen japanischen Anleihen haben große Gewinne erzielt. Zum ersten Male notierte in ben letzten "Lagen hie spanische Rente höher als hie russische. Japan ist c?0? Kredit betrifft, in die Reihe der modernen Knlturttaaten getreten und in der günstigen Preisgestaltung der lapanischen Renten liegt ein großes Vertrauensvotum, welches

Verdingung.

Das Lösen und Transportieren von 1140 cbm Bodenmaffen sowie die Herstellung von 950 qm Wegebefestigung zur Wegever- leguiig in km 33,63 der Strecke Gießen-Gelnhausen (bei Bahnhof Rchda) soll im Wege des schriftlichen Angebots verdungen werden. Die Zeichnungen und Verdingungsunterlagen liegen irn Bureau der unterzeichneten Betriebsinsvektion und bei der Bahnmeisterei 65 in Huiigen zur Einsicht aus, die letzteren können auch von hier aus gegen 1,00 Mk. in bar bezogen werden. Die Angebote sind postfrei, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Er- offmmgstermine, Samstag, den 1. Inti er., vorm. 11 Nhr hierher emzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. B17/rt

Gießen, den 16. Juni 1905.

_______Grotzherzogliche Eisenbahn-Bctricbs-Jnspektiou 2.

Die Arbeiten und Lieferungen zum Ilm- und Erweiterungs­bau des Empfangsgebäudes auf Bahnhof Stockheim sollen in einem "os vergeben werden.

< ar Angebote sind auf dem vorgeschriebenen Formular mit oer UmschriftAngebot für die Arbeiten und Lieferungen zum Um» und Erweiterungsbau des Empfangsgebäudes auf Bahnhof Stock­heim" poft- und bestellgeldfrei und versiegelt bis zum 1. Juli 1905, vormittags 11 Uhr, an das technische Bureau der Königlichen Eisenbahndirektion Frankfurt a. M., Hedderichstraße 6769, einzu­reichen, die Oeffmmg der einlaufenden Angebote findet Hedderich­straße 61 Zimmer 21, llx/4 Uhr in Gegenwart der erschienenen Bieter statt.

Angebote ohne Proben sind ungültig.

Zuschlagsfrist 14 Taae.

Bedingungen, Anschläge iind Entwurfszcichnungeii liegen in erstgenanntem Gebäude zur Einsichtnahme offen, auch können die Anqevotsforiiiulare samt Bediiigilngen. Preisverzeichnissen und Entwurfszeichniingen zum Preise von'3Mk. gegen poft- und bestell- geldfreie Einsendimg nicht in Briefmarken von unserer Kanzlei, Hedderichstraße 6769, bezogen werden.

Frankfurt a. M., den 15. Juni 1905. B17/,

_________________________Königliche Eiserrbahnbirektion.

ven Leitern großer Bankfirmen erbeten haben zur Stiftung eines Fonds, aus dem her Kaiser Offizieren Zulagen gewahren kann. Die großen Berliner Bankiers aber durften sich, so wie wir sie kennen, höflich geweigert haben, aus ihrem Geldbeutel daZ preußische Offizierkorps zu unterstützen, in dem ihre eigenen Söhne zumeist keine .Aufnahme zn finden pflegen.