lassen!
Nr. 116,
Buinski von der Anklage des versuchten Betruges ftergesprocheu; worden. Auf die Revision des Johann Bnmski hob das Reichsgericht wegen eines prozessualen Verstoßes das Urteil auf und verwies die Sache an das Landgericht Schneidemühl zurück. Da-, gegen wurde die Revision des Staatsanwalts in Bezug auf beide Angeklagten verworfen.
vermischtes.
• Selbstmord eines Grafen Eulenburg. Auf einer Eisscholle im Pregel bei Königsberg i. Pr. wurde der Majoratsherr und Herrenhausmitglied Graf Eulen- burg-Gallingen erschossen aufgefunden. Die Tat ist in Geistesstörung verübt worden. Gras Eulenburg hatte nachts mit seiner ganzen Familie an einer Ballfestlichkeit teilgenommen. Am nächsten Morgen begab er sich an den Pregel, kroch auf den Knieen bis an den Rand des Eises und tötete sich durch einen Schuß in den Kopf. Zuhause sand man einen Brief, worin er die Befürchtung äußert, geisteskrank zu werden. Der Selbstmord wurde gerade am 51. Geburtstage
KirÄe und Schule.
— D er Pfarrer von Fameck,an den der Bezirks präsi- dent von Lothringen, Graf Zepvelin, die Antwort auf das Gesuch des Bügerrmeisters, des Gemeinderats und der 500 Bewohner von Farneck, unter denen sich sechs Protest'anten besinden, über die konfessionelle Trennung des Kirchhofes gerichtet hat hat diese Antwort ian den Bezirkspräsidenten zurückgelangen lasten, zwar mit der Bitte, sie an die zuständige Adresse gelangen zu lassen, da er, der Pfarrer, als solcher nicht dazu befugt sei, offizielle Mitteilungen der Zivilbehorden der Gemeinde von Fameck mitzuteilen, zumcrl da der Bürgermeister an erster Stelle seinerzeit das Gesuch unterzeichnet hätte.
Zu einem politischen Theater-Skandal
.am es nach einer Meldung der „Berliner VolkSztg." kürzlich im St. Petersburger Michael-Theater, wo meist französische Stücke gegeben werden und sehr häufig Mitglieder des Hofes als Zuschauer erscheinen. An einem der letzten Abende trat ein sehr beliebtes und schönes werbliches Mitglied der Truppe, mit einem Diamantschmuck beladen, auf, der alle Augen auf sich lenkte. Zugleich aber gewahrte man, daß sich die Blicke der Künstlerin fast unentwegt auf eine Loge richteten, wo der Großfürst Michael Platz genommen, dankbar lächelnde Blicke, die jeder um so leichter begriff, als er, wie jedermann in Petersburg, genau wußte, daß die Schauspielerin die Geliebte des Großfürsten ist. Plötzlich wollte ein Zuschauer bemerkt haben, daß der Großfürst den Gruß der Künstlerin mit einem Kopfneigen erwiderte. Es ertönte der Ruf: „Diese Brillanten sind^ mit dem Gelde gekauft, das für die Marine bestimmt war!!" Gleich darauf rief ein Zweiter: „Die Großfürsten vergeuden das Geld deS Volkes, während unsere Mitbrüder vor Entbehrung sterben!" Ein unbeschreiblicher Tumult entstand. Alles sprang von den Sitzen, schrie durcheinander; drohende Blicke und geballte Fäuste richteten sich auf die Loge, wo der Großfürst blaß vor Erregung saß, um nach wenigen Augenblicken schnell und geräuschlos seinen Platz und das Theater zu verlassen. Erst nach einer Viertelstunde konnte, da auch die schöne Künstlerin einen Weinkrampf be- kommen hatte und von der Bühne fortgesührt werden mußte, die Vorstellung wieder beginnen.
des Unglücklichen verübt.
♦ Posen, 14. Jan. Zwischen dem Rechtsanwalt Krüger und dem Referendar Leutnant Weckwarth ; fand heute früh im Schillingwäldchen ein P i st o l e n d u e l l , wegen einer Spielaffaire statt. Der Zweikampf verlief bei dreimaligem Kugelwechsel unblutig.
• Der jüngst in Kopenhagen verstorbene Romanfabrikant Möller, der unter dem Namen Louis de Moulin die „Revue" herausgab, deren Schauerromane zahlreiche Leser in Spannimg und ständiger Aufregung erhielten, war trotz de§ ungeheuren Erfolges seines Blattes,
I daS dem Verleger Jordan eine Jahreseinnahme von 30 000
bis 40 000 Kronen verschaffte, häufig in Geldverlegenheit.
Anfänglich erhielt Möller 35 Kronen wöchentlich, später, als
das Blatt zweimal in der Woche herauSkam, erhielt er entsprechend mehr. Vor einigen Jahren bat Möller um einen Vorschuß von 100 Kronen, den Jordan rundweg abschlug. „Gut", erwiderte er mit finsterer Miene, „in diesem Falle wird Donna Mercedes in nächster Nummer mit Tode abgehen." Donna Mercedes war ein junges Mädchen in einem bet Romane, und Möller wußte wohl, in welch hohem
Jordan an deren Geschick Anteil nahm. — „Was, soll sie sterben?" fragte Jordan erstaunt. — „Ja, das soll sie, warum sollte sie auch am Leben bleiben und glücklich sein während andere sich mit Gläubigern und ständigen Geldsorgen herumplacken wüsten!" — „Lassen Sie sie am Leben und bald den Grafen kriegen, bat Jordan, „da sind 1001 Kronen." — „Gut", erwiderte Möller und steckte das Geld in seine Tasche, „in nächster Woche soll sie den Grafen heiraten." — Und so geschah es zum Trost und zur. Befriedigung unzähliger Leser, die mit dem alten Jordan leichter aufatmeten. Möller starb an einem Kehlkopfleiden un Alter von neunundseszig Jahren. Er war der größte „Massenmörder" der dänischen Literatur, hat er doch wahrend feines Schriststellerlebens über 20 000 Menschen umkommen
Aus Stadl und Land.
Gießen, 16. Januar 1905.
** Personalien. Der bisherige französische Konsul in Düsseldorf, Knecht, ist zum sranzös. Generalkonsul in Frankfurt a. M., dessen Amtsbezirk sich auch auf das Großherzogtum erstreckt, ernannt und ihm namens des deutschen Reichs das Exequatur erteilt worden. — Durch Entschließung des Großh. Ministeriums des Innern wurde der Gerichtsakzessist Dr. Erwin Freiherr von Heyl zu Herrnsheim in Worms
Aufgebote.
Am 29. Dez. 1904. Nathan Buttenwieser, Kaufmann m Heidenheim mit Elffabethe Anna Schmiermund dahier. Am 2. Januar 1905. Wilhelm Klein, Postbote dahier mit Arma Juliane Hem m Unterelsbach. Am 6. Jan. Karl Konrad Rau, Maler und Lockrerer dahrer mit Berta Ida Otto Hierselbst.
Eheschtteßuugeu.
Am 31. Dez. 1904. Hermann Euler, Metzger dahier mtl Katharine Büttner, gen. Fischer, Hierselbst. — Albert Hemrich Bieraii, Dachdecker dahier mit Anna Janßen Hierselbst. s2lm 2. Januar 1905. Wilhelm Kolb, Lehramtsasiessor in Nidda mit Marie Johanna Mathilde Nordmcum dahier. 9(m 4. Jan. Ludwig Schwarz, Gefanqenailfseher in Eberbach mtt Elisa Volpert ut Wiesbaden. Am 5. Jan. Max Hermann Schitzel, Hoboist-Sergeant dahier mit Margarete Druschke Hierselbst.
Geborene.
Am 26. Dez. 1904. Tevi Schneider Johannes Find em Sohn, Johannes Heinrich Willy. Am 28. Dez. Dem Schneider Wilhe m Noll ein Sohn, Emil. —Dem Eisendreher Gustav Hemrich Krauscd eine Tochter, Helene Luise. Am 30. Dez. Dem Schuhmacher Theodor Judt eine Tochter, Mathilde. Am 31. Dez. Denr Taglohner Ludwig Pfeiffer eine Tochter. Am l.Jan. 1905. Dem Zigarrmfabrikanten Carl Schneider ein Sohn. — Dem Fuhrmann Hemrich Sewel ein Sohn, Georg Heinrich. Am 3. Jan. Dem Fabrikarbeiter Hemrich Weber eine Tochter, Johanna Ernestine. — Dem Lokomotwhüf^ heizer Johaen Schäfer ein Sohn. Am 4. Jan. Dem Unwerfitatv- buchhändler Alfred Töpelmann eine Tochter. Am 6. ^an. Dem Oberküfer Carl Christian Pfund ein Sohn, Georg Alfred Wilhelm.
Gestorbene.
Am 30. Dez. 1904. Philipp Seid, 62 Jahre alt, Schickrat i.P ! dahier. Am 3. Jan. 1905. Vogel, gen. Rosalie Meyer, 87 Jahre alt, ohne Beruf dahier. - Margarete Bar, geb. Zrtmebaum, 86 Jahre alt, Rentnerin dahier. — Dr. Johann Georg Pflug, 69 Jahr- alt, Professor i. P. dahier. __
zum Regierungsassestor ernannt.
•• Den Tapferen in Südwestafrika. S. K. H. der Großherzog haben nachstehenden Offizieren und Mannschaften | der Schutz truppe für Südwestafrika verliehen: das! Ritterkreuz 2. Klaffe mit Schwertern des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Oberleutnant Frhrn. v o n und zu Eg l off st ein, früher im 1. Großh. Feld-Artillerie- Regiment Nr. 25 (Großherzogliches Artillerie-Korps), den Leutnants Frhrn. von Hirschberg und von Tümpling, beide früher im 2. Großh. Feld-Actillerie-Negiment Nr. 61, dem Leutnant Grafen von Hardenberg, früher tm 1. Großh. Dragoner-Regiment (Garde-Dragoner-Regunent) Nr. 23 und dem Assistenzarzt Dr. Schaaf, früher im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hest.) Nr. 116; das Allgemeine Ehrenzeichen nut der Inschrift für Tapferkeit am Kriegsbande dem Gefreiten Rösch, früher im 1. Großh. Feld.Artillerie.Negimeitt Nr. 25 (Großh. Attillene- KorpS) und dem Gefreiten B e r g h o s s, früher im n s a n - terie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.)
§ Lich, *15. Jan. Alm Samsticrg begab sich der Groß- ‘ Herzog nach viertägigem Aufenthalt im fürstlichen Schloß ' wieder per Sonderzug über Gießen uni)* 1 * * * Frankfurt nach Darmstadt. — Am hiesigen Bahnhof werden umfangreiche Erweiterungen vorgenommen. Der Bahnhofsplatz hat sich während des ^llufenthalts des Großherzogs als zu eng , erwiesen; er wird jetzt bedeutend vergrößert und höhergelegt. Eine bessere Beleuchttmg des Bahnhofs ist ebenfalls beabsichtigt. Der Anbau am Stationsgebäude ist jetzt nahezu vollendet, ebenso das Fürsten zimmer.
f Nidda, 16. Fan. Der bei dem Steuerkommissariat Nidda angestellte Bureauvorsteher Louis Schüler feiert heute sein 50jähriges Dienst.jubiläum.
() Vom Oberwalde, 15. Jan. Hoher Schnee bedeckt jetzt das Gebirg; an manchen Stellen liegt er durchschnittlich' einen halben Meter hoch Die Forstbeamten versehen ihren Dienst mittels Schneeschuhen. In einzelnen. Forstwarteieu. haben die Holzhauer ihre Arbeiten teils ern- gestellt, bis Tauwetter eintritt. Sehr zu leiden hat bei diesem hohen Schnee das Rehwild, das dem Raubzeuge mitunter Hum Opfer fällt. t
w. Wetzlar, 15. Jan. Zu den bedeutungsvollsten Ereignissen der Stadtgeschichte Wetzlars gehört unzweifelhaft die diesmalige Bildung des Stad t Par la m e n t s. Durch die Eingemeindung von Niedergirmes ist Wetzlar in die Reihe der Städte über 10 000 Einwohner eingerückt, und damit hatte auch eine Vermehrung der Stadtvertretung zu erfolgen. Die neu gewählten Herren wurden in diesen Tagen durch Bürgermeister v. Zangen eingeführt und für ihr Amt verpflichtet.
Kleine Mitteilungen aus Hessen und den «Nachbarstaaten. Auf der Walkmühle in Usingen starb 72jährig die Elisabeth Erbe/ die 55 Jahre lang ununterbrochen daselbst gedient hatte. Ju Altweilnau lebt noch der Zwillingsbruder der Verstorbenen. — JU Mainz legte man bei Erdarbeiten zu einem Neubau aus dem ehemaligen Zimmerplatze des Stadtverordneten Gerster l eine mit reichen Ornamenten gezierte Säule aus der Rvmerzeit frei, während leider das Postament, auf dem die Säule stand, entzwei gegangen ist. Unter Leitung des Museumsdirektors Professor Lindenschmit werden gegenwärtig weitere Forschungen mt der Fundstelle vorgenommen. — Der Stadt Offenbach Einwohnerzahl betrug am 1. Januar 1905 61814Seelen. — Friedbergs Stadtverordneten haben die Errichtung eines Gewerbe- g er ich t es für den Umfang des Stadtbezirks Friedberg beschlossen. — In H a n a u wurde durch E x p l o s i o n einer Petroleumlampe der sechsjährige Knabe der Taglöhnersfamilie Hau derart verbrannt, daß er bmd darauf I seinen Verletzungen erlag. Der Unglücksfall ereignete sich l in Abwesenheit der Eltern. — In Mainz ist im -Anblick auf die Mitte Februar stattfindende Vollversammlung des deutschen Handelstages für den 3. Februar em Hessischer Handelskammer tag in Aussicht genommen.
I — Zwischen den Vertretern des Reichsschatzamts und dem I Bürgermeister von Mainz tmirde der Vertrag über den Verkauf des Geländes der Nardweftfront an die Stad« 1 Mainz abgeschlossen, vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung. Das Terrain betragt bl 000 Quadratmeter Baugelände, während 45000 Q!m. im Besitz des Militärfiskus verbleiben. Es soll ein Arttlleriedepot errichtet werden. Das städtische Gelände ist für Jndustrie- und Villenanlagen vorgesehen.
Erhöhung der preutz. Ministergehalter.
Die preußischen Minister sollen nach, dem treuen Etat 1 14 0 0 0 Mk. mehr erhalten, aber unter dem Titel „Stellen- mlaaen" — freilich für Repräsentationszwecke. J'm Etat st des Staatsministeriums werden 98 000 Mk. neu gefordert, st 1 14 000 Mk. „zu nichtpensionsfähigen Stellenzulagen für dre Staatsminister, welche aus der preußischen Staatskasse rhre Besoldung erhalten." Es sind das,die Mmrster für Justiz- Kultus, Finanzen, Handel, Landwirtschaft, ossentlrche Arbeiten und der Minister des Innern. Diese Mehrforderung wird im Etat wie folgt begründet:
Im Hinblick auf die wesentlich erhöhten Ansprüche, welche unter den gegenwärtigen Lebensverhältnisien an die Reprasen- lation der Minister gestellt werden, erscheint dre Bewahrung em er Stellenzulage nach Art derjenigen, welche den Oberprasidenten! und den Regierungspräsidenten zusteherr,stachlrch gerechtsertrgt Auch. ist eine Berücksichtigung der Minister ut bei: gegebenen R^tupg I um so mehr begründet, als deren Besoldung welche M m c^ahre 1816 12 000 Taler betrug, dann un Jahre 1836 auf 10 000 Taler ermäßigt und im Jahre .1867 wieder aus den betrag von 12 000 Taler gebracht wurde, seitdem unverändert gebtteben ut während die Dienstbezüge der, anderen Beamten durchweg m- itoif&n eine wesentliche Aufbesserung Mahren haben Der Betrag her Repräscntationskosten ist für den rmzelnen Mimst«, den Verhältnissen angemessm auf 14000 in •jotjdjIaB
dur Erläuterung sei bemerkt, bay das Gehalt des preuß. KrieqZMinisters auf den Reichsetat übernommen ist. Mr ibn bleibt cs also bei den 3 600 0 Mk. Tie Staats- ickretäre des Reiches sind im Gehalt verschieden gestellt. Tie d»s Reichspostamts und des Reichsiustrz- amts erhalten 30000 Mk. Der Staatssekretär des -Innern bezieht „einschließlich 14000 Mk. WafentaN tionskosten" ein Gehalt von 50000 W- und der Reichs- lanzler, der ja bekanntlich auch preußischer Mmister- präiident und Minister des Auswärtigen ist, ^„einschließlich 64000 Mk. Repräsentationskosten , 100000 Kart- --- den preußischen Ministern sollen nun also unter der Bezeichnung Stellenzulagen 14 000 Mk. Re- präsentationskosten bewilligt und damit i^ee Gehalter aus den Satz des Staatssekretärs des Jmrern, aus 50000 Mk. erhöht werden. Die bayerischen Mrnrster erhalten ^5200 Mark: nur der Ministerpräsident 36000 SJtT.
Man erinnert sich des Ulrichs ch en MusMuches von den 14 000 Märkelchcn Gehalt der hessischen Minister.
Kosig angehaucht, «rtiFS
Unreinheit unbAflhlbe unerreichten lyrrholinseife.^
Zur Lage in Zeutsch-Südweliasrika
schreibt man «d»er „Na-t.-Ztg.": Wir glauben nicht, daß vor Jahresftist ein geordneter Farmbetrieb in der Kolonie wieder wird p'urchgefirhrt werden können, weil man kaum früher das nötige Arbeiter- und Viehwärtermaterial haben wird und weil im Norden der im Frühjahr beginnende Ovambofeldzug nicht vor Ende des Jahres abgeschlosien sein wird. Je rascher der Bahnbau gefordert wrrd, desto eher wird der Aufstattd beendet sein und desto sicherer wird <ud) künftigen Unruhen vorgebeugt werden können.
Nach emem Telegramm aus Windhuk sind gestorben- Leutnant Karl Frhr. von Lindenfels!, geb. 1877 in Bayreuth, früher kgl bayer. 6 ^hevauxleger- Reaiment, int Lazarett Epukiro an Typhus Vizefeldwebel Bienefeld an Herzschwäche, Reiter Grabowski, an Q^tyxn» entzündung. ___
Volillsche Tagesschau.
Landwirtschaft.
— Zuchtviehmärkte. Dem Vernehmen nach hat, foi schreibt mau uns. die Mttgliedervrrsammlung des Bezirkszuchit-, Vereins Gießen (Vogelsberger) eine Resolutton beschloffen, m der gesagt ist: Die Mttqtted er Versammlung begrüßt die vom Pro- vinzialverein geplante Einrtchttrng von Zuchtvtehmarkten mit Freuden. Sie spricht dabei die Ueberzeugung cms, daß dre Mw richtung eines solchen Marktes in Gießen allein den ^^ntereffen der die Vogelsberger Raffe züchtenden Kreise entspricht und glaubt erwarten zu dürfen, daß dem Provinzialverem mit Rücksicht auf die ein bedeutendes Absatzgebiet eröffnenden benachbarten, preußischen Bezirke gelingen mc^e, die Einrichtuna von Zucht- viebmärkteu spettell für Vogelsberger Vieh in Gießen zn ermöglichen. — Wie bekannt wurde, hat sich rn der Frage der Errichtung von Zuchtviehmärktenper landwirtschaftliche Provmztal- Dereitt mit einer Anfrage auch an den Stadtvofttand in Gietzen gewendet und zwar im Juli 1904. Es ist sehr dankenswert, daß der Stadtvorstand auf eine erneute Anregung hm eme Antwort auf jene Anfrage für das Jahr 1905 in Aussicht gestellt hat.
KericAtssaal.
Leivzig, 13. Jan. DaS NeichSgeviM v'e-vw»rs die Re- wtton der Freifrau o. .Gydow welche vom tzandgencbt Braunfchpvetg am 9 Juni 1904 wegen schwerer M i tzH andlnn a
Tockt7r zu vier Monaten GefaNsMks ntxxixtextt wurde ^ Nom Landaettclft SchneidernÜhl war am 18 Juni der Graf ^oba u Bniuski wegen versuchten ^Betruges mW ^Xusfürbcruitq zum Zweikampf zu drei Monaten 2000 Mark Geldstrafe und einem Monat Festuyg .SSt’Ä WP Ä ber mtrniacfiaote Bolislaus
SpitlploK btt Btttinigtra Frankfurter Stadttheatrr.
Opernhaus.
Dienstag ben 17. Jamrar*): . „Der Barbier von Semll^ Mitüvoch den 18. Januar, nachmittags halb 4 llhr. „Blond- elfchen" Abends 7 Uhr: „Das Veilchenmadel. Donnerstag ben 19. Januar, abends halb 7 Uhr: „Lohengrrn. Frertag d^ 20. Januar qeschlosselr. Samstag den 21. Januar, uochmitta^ ha[5^4 11 hr • Bloudelfchen." Abends 7 Uhr: „Die Äer."^’ ^iewuf : „^ofenma^^cr.<8aUet." Sonntag den 22 Jan., nachmittags halb 4 Uhr: „Blondelfchen." Abends « Uhr. „Rtenzi. Montag den 23. Januar: „Das Schwalbennest, j
Schauspielhaus.
Dienstag den 17. Januar*): „Faust", 2. Teil. Mittwoch ben 18. Januar: „Faust", 2 Teil. Donnerstag ^den 19. Januar, , abends halb 8 Uhr: „Famüientag." Freitag den 20. ^anuar. i Sv an ft" 2. Teil. (2. Abend). Samstag den 21. Januar: Ranft" 2. Teil. Sonntag den 22. Januar, nachmittags bald 4'Uhr: „Die berühmte Frau." Abends 7 Uhr: „oauft t o Teil (2. Abend.l Atontag den 23. Januar: „tfanft , 2. ^.etb Dienstag den 24. Januar: „Faust", 2. Teil. (2. Abend).
*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.
Wochenbericht der Knxenabteilung des Bankhauses H. S. Oppenheimer jr.
Hannover, 12. Jan.
Die feste Grundtendenz auf dem Kali-Kuxenmarkt bat auch im neuen Jahre angehalten, wenngleich das Geschäft sich im allgemeinen in engeren Grenzen bewegt. Aus ichwere Werte wirkte besmtders die Äusbeuteerhöhung von Wtlhelmshall, sonne der glänzende Qucrrtalsbericht von Glückauf Soiwershausen, an-, regend, sodaß dieselben Besserungen von ca. 200 Mk. aufzuweisen, haben In Mittelwerten sanden bei ziemlich unveränderten Pretsew lebhafte Umsätze in Kaiseroda, 2llexandershall, Bürbach und Lohen-- zollern statt. Beienrode konnten in Erwartung einet: Ausbeute- erhöhung um einige 100 Mk. attziehen, während Carlsfund ohne, ersickftlichen Grund billiger angeboten bleiben Heldrimgen fanden infok: von Gerüchten über Antreffen des Kalilagers er-^ I hebliche Käufe statt. Von leickfteu Werten interesfterten besonders ! Hansa-Silb^rberg, Hattorf, Güntershall, Immenrode, Adolfsglück und Emilienhall. Friedrichshall-Aktten gingen wieder in grovm Posten zwischen 1575 Mk. und 1600 Mk. um, wahrend Heldburg- Aktien auf große Verkäufe einen Kursabschlag von 5 Proz erlitten Hermann II. bleiben ivetter von informierter Seite beachtet.
Auf dem Ko hlen-Kur enmarkt fehlte infolge derStreck- bewegung, die größere Ausdchnung anzunehmm ichemt, ftde Nack- I frage. Insbesondere die schweren Kuxe wie Mwnt-Cerns,.Ewald, König Ludwig und Lothringen mußten sich erhebliche Kursembutzen gefallen lassen. Auch Augusta Viktoria, Tremoma, Schurbank I u. Charlottenlmrg und Altendorf sind bei niedrigen Kursen cotr I O^boten. __ ________
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