155. Jahrgang
Erstes Blatt.
Die heutige Kummer rirntaht 8 Seiten.
Politische Tagesscha
geben worben.
Wladiwostok.
Gchulstrab- 7.
Ndresie für Deveschen: Anzeiger Gießen.
Fernsprechanichluß Nr 51.
Ruhrrevier Hervorrufen. Es tft bererrs an oen y)Tayt:n Bülow das Ersuchen gerichtet worden, den Gesetzentwurf zurückzuziehen und dafür dem Reichstag ein Retchsbe r age s e tz zu unterbreiten. So kurz und bündig kann aber ote preuß. Regierung nicht verfahren, sie wird abwarten müssen, wie die Dinge sich werter gestalten, und ob es nicht gelingt^ das Plenum des Abgeordnetenhauses umzustimmen. Rach der „Tägl. Rundsch." beschäftigte sich heute eine Konferenz unter Vorsitz des Handelsministers Möller mit der Stellungnahme der Regierung gegen die Beschlüsse der Berggesetzkommission, die ebenfalls heute ihre Arbeiten wreder ausnahm. Insbesondere hat Graf Bülow durchs ^vet große Einführungsreden im Abgeordnetenhause so «ehr für die Vorlage sich eingesetzt und die Notwendigkeit emer Bewilligung des berechtigten Teils der Arbeiterwunsche so entschieden betont, daß die Regierung unmöglich eine derartige Verschlechterung des Entwurfs hinnehmen mnn, wie sie von der Kommissionsmehrheit beschlossen wurde, Richt minder ist die gesamte deutsche Industrie daran interessiert, daß diese Beschlüsse rückgängig gemacht werden. Denn ein etwaiger neuer Generalstreik würde ganz enorme wirtschaftliche Nachteile im Gefolge haben. Rur um Palitischer Bedenken willen, wie sie auf Seiten der Rechten obwalten: daß der Entwurf die Organisation der Arbeitet und dadurch die Macht der Sozialdemokratie stärke, darf eine solche Gefahr nicht heraufbeschworen werden. Im äußersten Fall bleibt allerdings nichts weiter übrig, als dem Reichstag die Reform zu überantworten. Dort sind Zentrum und Linke stark genug, den Widerstand der Rechten zu überwinden und außerdem für die erforderliche schleunige Erledigung zu sorgen.
Der Kaiser aus Korsu.
Korfu, 12. April..
Bei der gestrigen Abendtafel brachte der König in deutscher Sprache einen Trinkspruch aus, in dem er zunächst in seinem und in seines Hauses Namen für den freundlichen Besuch dankte, der ihm hohe Freude bereitet habe. Besonders dankte der König auch für die ihm erteilte Ehre eines Admirals L la suite der kaiserlichen Marine, eines Ehrenamtes, dessen er stets bestrebt sein werde würdig zu bleiben. Eine große Ehre und Freude sei der griechischen Marine dadurch zuteil geworden, daß der Kaiser die Stelle eines Ehrenadmirals der griechischen Flotte angenommen habe. Der griechischen Flotte werde dies ein Ansporn sein, stets etwas Tüchtiges zu leisten. Der König schloß mit einigen Worten in griechischer Sprache, welche Glück- und Segenswünsche für den Kaiser enthielten.
Der Kaiser antwortete ebenfalls deutsch. Er sprach seinen herzlichsten und innigsten Dank für den freundlichen und glänzenden Empfang seitens der königlichen Familie und der Bevölkerung des von der Natur so reich gesegneten Eilandes aus. Es bereitete ihm große Freude, die Gelegenheit zu diesem Besuche zu nehmen und namentlich ihn zu einer Zeit ausführen zu können, wo auf althistorischem Boden in der Hauptstadt des Landes eine Zusammenkunft erleuchteter Männer aller Länder stattftndet, die gekommen sind, um aus dem ewig unerschöpflichen Born des klassischen Wissens und Könnens zu schöpfen. (Der Archäologenkongreß tagt zurzeit in Athen. D. Red.) Es gebe keinen deutschen Mann von Bildung, der nicht von jenen großen, am klassischen Altertum genährten Idealen erfüllt sei und sie heilig halte und glücklich sei, deren Geburtsstatte zu schauen. Eine große Freude und Ehre sei es für den Kaiser, einer Flotte anzugehören von so ruhmreicher und glänzender Vergangenheit.
Zu dem gestrigen Diner waren außer den deutschen und griechischen Würdenträgern auch die Admirale und Komman
danten des englischen Geschwaders geladen. Vor dem Palais wurde ein Riesenfeuerwerk abgebrannt.
Heute nahmen der Kronprinz Konstantin und die Kron- vrinzessin Sofia am ersten Frühstück auf der „Hohenzollern"
General-Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen
Der Krieg.
Die feindlichen Flotten.
Schneller, als man erwartet hatte, soll es nach etnett kurz vor Schluß der Redaktion uns ^gegangenen holländischen Drahtnachricht zu einem Zusammenstoß zwischen der japanischen Flotte und dem durch die Malakka-Straße gefahrenen Teil des russischen Geschwaders gekommen sein. Allerdings darf man von dieser Mel-, düng vorläufig nur mit allem Vorbehalt Notiz nehmen, da bei der großen Erregung, die das Erscheinen. Roschdjestwenskis naturgemäß unter der Jnselbevölkerungs Hervorrufen mußte, nur zu leicht ganz unbegründete Gerüchte entstehen können.
Das Amsterdamer „Handelsblad" meldet aus Batavia, daß ein Seegefecht auf der .Höhe der ^pambas- Jnseln begonnen habe. Es sei bis jetzt noch nicht ersichtlich, ob es sich um ein Vorpostengefecht handelt oder ob das gesamte japanische Geschwader die Russen angreifen werde. Sollte es sich nur um ein Vorpostengefecht handeln, so wäre der Plan Roschdjestwenskis, dre Japaner mit einem Teile seiner Flotte aufzuhalten und selber nut dem Gros nach Wladiwostok zu entkommen, geglückt. In russischen Marinekreisen werde erklärt, daA selbst wenn Admiral Enquist mit seinem Geschwader gänzlich vernichtet würde, der Hauptplan der Russen gelungen Ware, da Roschdjestwensi'i in Wladiwostok noch mehrere neue Kriegsschiffe vorfinden würde, durch welche er verstärkt emen Kampf gegen Togo aufnehmen könne.
Die zum niederländischen Besitz gehörige Anamvas- Gruppe liegt nahezu auf der direkten Linie Stngapore-- Hongkong, etwa 150 Seemeilen von ersterem Orte entfernt. Sie besteht aus mehreren kleinen, schön bewaldeten Snfent; die von einigen tausend mohammedanischen Malaien bewohnt sind. Die Rilssen haben hier Station gemacht, we« sich zwischen den Inseln Ankerplätze befinden, tue gegen jeden Wind Schutz gewähren. Außerdem haben die Inseln keine telegraphische Verbindung, durch welche die Anwesenheit der russischen Schiffe sofort nach ihrem Eintreffen dort hätte gemeldet werden können. Run sollen also die japanischen Aufklärungsschiffe schnell genug Fühlung bekommen und sogleich den ersten Angriff angesetzt haben. Der französische Hafen Saigon, den -mfzusuchen für etwa flüchtende russische Schiffe von besonderem Vorteil sein würde, ist etwa 400 Seemeilen von den Anambas-JNseln entfernt, also auch bei nur acht Knoten Fahrt schon utz rund zwei Tagen zu erreichen. „
Heute wird nun durch Reuter „aus guter Quelle <ni5> Batavia gemeldet, daß keine russischen Kriegsschiffe sich bei Muntok-Banko befinden. Demnach scheint die ganze Meldung sehr in Frage gestellt^ Weitere Nachrichten lauten:
Singapore, 12. April. (Lloyds Ageney.) Dierussi.sche Flotte, die eint 8. April hier vorüberkam, bestand ans sieben Scblacbtscbiffen, zwei Panzerkreuzern, fünf ungeschützten Kreuzern, drei Hilfskreuzern, lieben Torpedobootszerstörern, siebzehn Dam-, pfern. und einem Bugsierdampfer. .
London, 12. April. „Daily Kail" meldet ans Batavia: Ein Teil der russischen Flotte unter Admiral Enguiest hegt immer noch bei den Anambas-Jmeln vor Anker. Der Korrespondent glaubt zu wissen, daß die Flotte ihren Kurs nach Saigon
die Post Mk.2.— oiertel» jährt, ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeior« ür die Tr rSN'irrmrer 's vormittag- 1HrtC,
Z-, ^enoretS: ..ok'UZZPK» auswärts 29
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Teil: P. Witiko; für „©tobt und ßonir und „ Gerichts aal*: August Goetz; für den Anzeigenteil: HanS Beck,
Wr. 8S
Vrlchetst tü-ttch außer Sonntag-.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt di« Gießener Kamillen« Mtter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Nnwers.-Duch-u. Stein- druckerei. 9L Lang«.
Donnerstag IS.April 19O5P
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M monatlich 7 b Ps^ viertel-
▼ jährlich Mk. 8.20; durch
X 4k vtfikA Abhole- u. Zweigstellen
k /Päälk monatlich 65 Pf.; durch
Herzog ebenfalls dafür eintritt. Die Klippen, an denen der Entwurf scheitern kann, liegen auf einem anderen Eem ei. Die Regierung sah bekanntlich eine Vermehrung der stadttschen Mandate von 10 auf 15 in der Weise vor, daß sie den Städten Mainz, Darmstadt, Offenbach, Worms und Gießen ;e em neues Mandat gewährte; die Zahl der ländlichen Abgeordneten aber ließ sie bei den seitherigen 40. Die zweite Kammer sckmmte der Vermehrutra der Städtevertreter zlvar zu, machte tedoch aus den lädtiswen Mandaten der sog. privilegierten Städte Wagen, 7m eo» berg und Alsfeld durch Hinzufügung einer Anzahl Landorte ländliche Mandate. Dazu bepackte sie den Entwurf noch nut einer Wahlkreiseinteilung, die nicht mit Unrecht von vielen Seiten als nur den Zentrums und den sozialdemokratischen Bor- tell wahrnehmend bezeichnet wird, während die Regierung ganz richtig die Wahlkreiseinteilung einem späteren Gesetz Vorbehalten möchte. Auch die von der Regierung vorgesehene A u f T r t s w * ung der ersten Kammer kam nur teilweise zu stände, indem die Volksvertretung zwar den Eintritt eines Vertreters der Techn. Hochschule Darmstadt genehmigte, es aber ablehnte, dte Berufung dreier Bürgermeister von Städten nut Stadteordnung zu bewilligen. Trotz all dieser Veränderungen der ursprünglichen Vorlage rechnet man allgemein auf das Gelingen des Reformwerks. Wie die Sache aber auch .ausfällt,an der hälftigen Erneuerung der Kammer im Herbst dieses Jahres vermag die Vorlage nichts zu ändern. Es scheiden 2o ländliche Abgeordnete aus, und zwar 10 aus der Provinz Starkenburg, 8 aus Oberhessen rmd 7 aus Rhemhessen. Der Parteistellung nach sind es 8 N a t t o na l liberale, 8 Antisemiten und diesen nahestehenden Bauernburld- l e r, 5 Zentrumsmänner, 2 den Freisinnigen nahestehende „Wilde und 2 Sozialdemokraten. ____________________
Die Belchluffe der preuß. Berggesehkommisfion.
—tt. Berlin, 12. Slhrrl.
Von mehreren Seiten wird heute abend berichtet, daß die Beschlüsse der Kommission zur Abänderung des preutz. Berggesetzes eine tiefgehende Unzufriedenheit rm hrrevier Hervorrufen. Es ist bereits an den
an den Staatssekretär von Richthofen erfolgte Schließlich wird betont, daß in dieser Frage Deutschland von Seit em Frankreichs eine bevorzugte Behandlung er.*) fahren habe. t ,_,,
Die Uebernahme der Geschäftsleitung der deutschen Giüandt* schäft in Tanger durch den Grafen Tattenbach nregt Aufsehen» Man erblickt darin eine a n ti-fr an z ö n s ch e Wemon-h st r a t i o n. __________
Neider überall.
Zu den Staaten, die von Mißgunst gegen D e u tg ch- kand und Mißachtung des Deutschtums erfüllt sind, gehört bekanntermaßen auch Ungarn, unfc es verrat deshalb nicht überraschen, daß gerade jetzt die Magyaren auf der Bildfläche erscheinen, um Für Verdächtigung Deutschlands ihr Teil beiz.utragen. Die „Nationalztg." sorgt durch Abdruck aus den Mitteilungen des Allg. Deutschen S ch ul- Vereins in dankenswerter Weise dafür, daß dieser magyarische Vorstoß von der Tagespresse ausgenommen und nach Gebühr gekennzeichnet werden kann. Em Budapester Matt, der „Hirlap", veröffentlichte unlängst einen an gehässigen Entstellungen reichen Artikel über Deutschlands Stellung in der europäischen und asiatischen Türkei, augenscheinlich zu dem Zweck, bei den im östl. Mittelmeer interessierten Mächten Deutschland in Mißkredit zu setzen. Es soll wohl besonders die Aufmerksamkeit Frankreichs erregt werden, das ja mit der Pforte auf ziemlich gespanntem Fuße lebt und überdies um sein Protektorat über die katholische Christenheit des Orients ängstlich besorgt ist, obwohl in der Republik selbst mit der Kirche und, ihren Dienern von Regierungswegen nicht gerade glimpflich umgegangen wird. Auf eine Spannung zwischen Frankreich und Deutschland auch der östlichen Mittelmeer-Jnteressen wegen hm- zuarbeiten, hält das magyarische Blatt natürlich jetzt für besonders aussichtsvoll, da die Entwickelung der,M a r o k k o- asfäre den Boden empfänglicher für dahinzielende Verdächtigungen macht. Es heißt also in diesem Artikel, von allen europäischen Staaten stehe Deutschland im besten Einvernehmen mit der Türkei. Die deutsche Sprache habe dre französische und italienische in Kleinasien verdrängt. Die wirtschaftliche Okkupation der Halbmond-Länder durch das Deutschtum werde in aller Stille, aber erfolgreich fortgesetzt. Die politische Okkupation reife von selbst heran — wobei zwischen den Zeilen angedeutet wird, daß die Besuchsfahrt KaiserWilhelms in der Levante der Kräftigung auch des politis chen Einflusses Deutschlands dient. Es wäre wirklich ein Wunder, wenn man in Paris diesen Wink mit dem Zaunpfahl übersehen sollte. Tatsächlich erstrebt Deutschland politischen Einfluß in Kleinasien ebensowenig wie in Marokko, aber die Gegner und Neider Deutschlands finden sich in der Unterstellung politischer Absichten wie auf Kommando zusammen, wenn sie in der kulturellen, wirtschaftlichen, industriellen und kaufmännischen Tüchtigkeit nicht mit Deutschland Schritt halten können. Tas ist des Pudels Kern.
Aber der ungarische Deutschenhaß erstreckt sich nicht nur auf das politische Gebiet, sondern auch auf das der Kunst Tas offiziöse Organ der ungarischen Negierung, der „Magyar Nemzet", veranstaltete erst am Mittwoch eine kleine Teutschenhetze, indem es gegen das für die nächsten Tage angekündigte Gastspiel des Berliner Lessing- th'eaters unter der Leitung des Direktors Brahm agitierte und betonte, daß die planmäßigen Wiederholungen der Berliner und deutschen Gastspiele eine Herausforderung bedeuteten, die nicht geduldet werden könne'.!
" Die hessische Wahlrechtssrage.
S. W. K. Darmstadt, 12. April.
Von den demnäckftigen Kammerverhandlungen wird es ab- fiängen, ob die im kommenden Herbst stattyndenden hessgchen Landlagswahlen nach dem seitherigen indirekten oder nach dem direkten Verfahren sich vollziehen. Die zwecke Kammer hat sich mit großer Mehrheit für die direkt e W a h l ausgesprochen und auch die erste Kammer dürfte diesem Wahlsystem die Zustimmung nicht verjagen, da bekanntlich S. K. H. der Groß-
richten wird. Ä ,
Singapore, 12. April. (Reuter.) Dem e n g l. K o h l e
dampf er „Hindoo", der in Tandjongpandan auf Bcklckonl 4200 Tonnen Cardisfkohle an Bord genommen hat, wurde hrev die Ausklarierung nach Saigon verweigert, wenn der Kapitän nicht die Verpflichtung eingehe, daß dte Ausfolgnng! der Ladung in Saigon durch die Vermittlung des brttijchenKvnsuls! erfolge. Es ist eine Abteilung Sikhs als Wache an Bord (je**
wil.
Der Kaiser hörte heute morgen noch mehrere Vorträge. Ein Ausflug, an dem die gesamte königliche Familie teil- nahm, führte zunächst nach Pcleka, dann wurde das Schloß Achilleon besucht, dessen Kunstschätze und Anlagen der König dem Kaiser zeigte. Die königliche Familie geleitete den Kaiser darauf zur Landungsstelle, wo der Kaiser von dem König und den anderen Mitgliedern des königlichen Hauses herzlichen Abschied nahm. Di- deutschen Schiffe gingen heute abend nach Messina in See.
Der Kaiser spendete für die Armen der Stadt
2000 Francs. ____________________
Marokko-Streiflichter.
Der deutsch-m-rot k anisch- S andelsv ertrag ist durch cin^n Nrtcuwechsel zwischen $r. Kublmann m Tanger und der marokk-inii'ch-n Reqiernna in Fez zustande aekommeir Ter x-and P- und Freundschastsver rag schlieft gcw.ße letzt An kerte Rechte in Bezua ans Wst-nschisfahrt, die weiterer 3(uS« bÄ WB E «n. Trotzdem bisher Klagen ans diAcm Kebiete nicht Vorlagen, schien der neue Vertrag notwendig, weil gewisse Monopol-Bestrebungen Frankreichs nach dieser Richtung mwerkennbar waren
Der Vertreter der „Times" IN Langer erfahrt aus angeblich znverlchsiger Quelle, d-r Maghzen beabsichtige, die sranzösische Miision »ur Rückkehr von Fez nach Tanger auszufordcrn, wo dieser dE die -ndgiltige Weigerung des Sultans aus die vorgeschlaaenen Reformen einzugehen, amtlich ^Au? Paris "erhält das „N. Wien. Tagcbl." die Meldung, datz die stirkulardepesche Telcassös über da? englisch -rauzösische Mkommen auch L Mitteilung entha das, gleichzeitig mit
der Bekanntgabe an den Fürsten Rad mgehettde njorma-
Üonen an die französische Botschaft in un behufs V? tteUung
Tokio, 12. April. (Reuter.) Wie verlautet, nehmert die Russen in Wladiwostok mit sechs Unterseeboten/ sämtlich im Auslande gebaut, Hebungen vor; darunter befinden sich Boote von fianzösischem, engltschem und amerikanischem Typ.
Die Lage in der Mandschurei
tft unverändert. Im russ. Generalstab wird sie als befriedigend angesehen. Die japanischen Bewegungen serest unentschlossen. Es fehle den Japanern vollständig a n M u n i t i o n. Nach Reutermeldungen cuts der, Mandschurei fahren die Russen fort, ihre Streitkräfte zu- sammenzn-iehen und ihre Stellungen auf der Lmte Tschangtschun-Kirin zu befestigen. Die Abteilung Madrikows behält beständig Fühlung mit dem japanischem linken Flügel. Häufig finden Scharmützel statt. Es dürfte möglicherweise zu einem größeren Gefecht kommen. Es heißte die Russen hätten die Gefangenen auf Sachalin! bewaffnet und denjenigen Geld und Freiheit versprochen, die tapfer kämpften. Dadurch ist die Garnison auf insgesamt 3000 Mann gebracht worden,, doch wird daran gezweifelt, ob die Russen versuchen werden,, die Insel zu halten. t
Ein Korb.
London, 12. April. (W. B.) Dem „Daily Telegraph" wird aus Kobe telegraphiert: Ter russische Gesandte Lessar verlanngte, einer Pekinger Meldung zufolge, von China die pachtweise U e b e r l a s s u n g eines Hafens. China schlug das Ersuchen entschieden a.b^


