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Raineren und die größeren Betriebe se für sich konkurrieren. Die 1 Anmeldungen haben bis zum 15. Juli beim Hessischen Landwirt- • schaftsrat zu erfolgen. — Der Aussichtsrat der Hessischen Landeshyvothekenbank hat beschlossen, der Ausstellungs- ? lcitung 300 Mk. zu Prämiierungszmecken zur Verfügung zu stellen.
Zur Verstärkung der ausgesetzten Preise für die Gruppe Ziegen üiftete der landwirtschaftliche Provinzialverein für Starkenburg einen Betrag, besten Höbe sich nach der Beschickung der Ausstellung mit Ziegen richtet und bis zu 300 Mk. betragen kann.
Märkte.
ka. F r a n k s u r t a. M., 12. Juli. tOrig.-Telegr. beS „Gieß. Anz.") Viebmarkt. Zum Verkaufe standen 193 Kälber, 00 Schafe u. Hämmel, 819 Schweine. Kälber 1. Qual. 87—90 Pf,. Lebendgewicht 52—54 Pfg., 2. Qual. 80—84 Pfg., Lebendgewicht 49-51 Pfg., Schlachtgewicht 62—66 Pfg. Schafe 1. Qualität Schlachtgewicht 00—00 Pfg., 2. Qualität 00—00 Psg. Schweine 1. Qualität 69—00 Pfg., Lebendgewicht 54.00 Pfg., 2. Qual. 68—00 Pfg., Lebendgewicht 53-00 Pfg., 3. Qualität 62—64 Vfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft bei Schweinen gut, Ueberftand bedeutend, bei Kälbern gut, Ueberstand geräumt.
Briefkasten Ker Rrdaktioll.
lRnoutzme -lufragen bleiben unberücksichtigt.)
L. R. in L- Ihre Mitteilungen sind bereits in dem Sonder- Hestartikel unserer Nr. 159 enthalten.
M. S. in B Frees und Ricker.
I. H. Nach dem von Ihnen mitgeteilten Sachverhalt scheint es sich allerdings um Beleidigungen im Sinne der §§ 185 st. St. G. B. zu handeln. Wenn Sie eine Bestrafung Ihrer Gegner herbeiführen wollen, müssen Sie Privatklage bei dem hiesigen Amtsgericht erheben. Sie können es zu Protokoll des Gerichtsschreibers tun. Zur Vorbereitung der Privatklage ist aber ein Sühne-Termin von der Bürgermeisterei, wozu die Gegner geladen werden muffen, erforderlich. Ihr Recht auf Erhebung der Prwatklage um Stellung von Strafantrag verjährt in 3 Monaten. Wir empfehlen Ihnen übrigens, einen tüchtigen Anwalt mit der Wahrung Ihrer Rechte zu betrauen, da ja doch die Gegner, falls sie verurteilt werden, die Kosten tragen muffen.
Kandel und Kerkeljr. Volkswirtschaft.
DarmstädterundBayerische Bank. Die Aktien der Baverischen Bank haben in den letzten Tagen ebenso wie die der Darmstädter Bank eine bemerkenswerte Kurssteigerung erfahren. Die Besserung wurde aus angebliche Fusionsabsich- f e n zurückgesührt, die jedoch vorläufig keine Bestätigung erfuhren. Genannt wurde die Darmstädter Bank, die durch Aufnahme der Bayerischen Bank sich einen Stützpunkt in Bayern schaffen wolle. Wenn nun auch zur Zeit das Bestehen solcher Fusionsabfichten als unbegründet bezeichnet wird, so ist doch nicht zu verkennen, daß die Lage der Bayerischen Ban? zu ejncr Anlehnung an ein großes Institut hindrängt. Gegründet in der Zeit der Hochkonjunktur des Jahres 1898, sollte die Bayerische Bank besonders dem Kreditbedürfnis der heimischen Industrie dienen. Wer ihre Finanzgeschäfte waren nicht glücklich unternommen, und bereits das Geschäftsjahr 1901/02 brachte einen Verlust, zu dessen Deckung das Aktienkapital von 12 auf 9 Mill. Mark reduziert wurde. Die Dank hat sich 'bis? heute
von dieser nnznreicheuden Sanierung nicht erholen können, und wenn auch das letzte Geschäftsjahr eine kleine Besserung brachte, so ist doch die Verzinsung des im Bankgeschäft arbeitenden Kapitals immer noch sehr bescheiden. Sollte die fortschreitende Besserung der industriellen Konjunktur erhöhte Anforderungen an die Münchener Banken stellen, so ist es wahrscheinlich, daß 'die dortigen alten Jnmtute und die großen Berliner Banken davon in erster Linie Nutzen ziehen werden. Andererseits ist nicht zu übersehen, daß die Bayerische Bank im Laufe der Jahre sich manche wertvolle Beziehungen geschaffen hat, und daß sie in den Brennerwerken, den Werken in Dachau und Schwandorf auch gut rentierende industrielle Unternehmungen hat, sodaß die Bayerische Bank als ein keineswegs ungeeignetes Fusionsobjekt er- sckeinen kann.
Originat-Draküncldungen.
Lütgendortmund, 12. Juli. Gestern abend erreichte eine 20 Mann starke Bergungsmannschaft den Brandherd des „Borussia".Schachtes nach dreistündigen gefahrvollen Bemühungen. Sie stieß sofort auf Leichen. Um 10 Uhr wurden die ersten Leichen zu Tage gefördert. Minister Möller erbat sich telegraphisch Bericht über die Katastrophe.
Christiania, 12. Juli. „Norsk Telegrammbureau" meldet: Da, wie bekannt, das Angebot der norwegischen Staatsbehörden, betreffend die Uebertragung des norwegischen Thrones an einen Prinzen des Hauses Bernadotte vorliegt, sind alle Gerüchte, daß Prinz Karl von Dänemark den Thron Norwegens besteigen werde, unbegründet.
London, 11. Juli. (Oberhaus.) Auf eine Anfrage von Lord Spencer bezüglich Marokkos erwiderte der Staatssekretär Earl of Landsdowne: Wir sind offiziell benachrichtigt worden, daß in den letzten Stunden die deutsche und die französische Regierung zu einer Verständigung gelangt sind, auf deren Grundlage die vom Sultan von Marokko vorgeschlagene Konferenz abgehaltcn werden könne. Die Konferenz wird daher stattfinden. Die englischen Jntereffen sind derart, daß wir es bestimmt für richtig halten werden, an der Konferenz teilzunehmen. Wir werden den Vorschlag, der uns zweifellos gemacht werden wird, der aber noch nicht gemacht worden ist, annehmen und uns unter angemessenen Bedingungen mit den übrigen Mächten an den Beratungen beteiligen, die stattfinden werden. Mehr kann ich für jetzt nicht sagen.
Petersburg, 12. Juli. Aus Odessa wird gemeldet, die Polizei bereite eine Judenhetze vor. Der Gehilfe des Polizeimeisters 'Kisljanowski sagte zu zurückgekehrten Kämpfern aus Port Arthur, die um Unterstützung baten: „Nehmt Euch von den Juden, bei ihnen findet Ihr viel
Gutes.' Auf der Straße hetzten Schutzleute ungeniert das niedere Volk gegen vorübergehende Juden auf. — Entgegen allen anderen Meldungen soll sich der Moskauer Polizeimini st er, der ein persönlicher Freund des Zaren war, erschossen haben. — Der Zar hat den zum Marine- Minister ernannten Admiral Birilew empfangen.
Petersburg, 12. Juli. Die Nachricht von der Ermordung des Moskauer Stadthauptmannes Grafen Schuwalow wirkte hier niederschmetternd, wie seinerzeit die Ermordung des Großfürsten Sergius. Der Zar erlitt, als er die Nachricht empfing, einen derartigen Nervenchok, daß seine Umgebung in die höchste Besorgnis geriet.
Basel, 12. Juli. Der hier am 26. Juni verstorbene Theologie-Professor Overbeck bat ein Testament hinterlassen, in welchem er verfügt, daß der von ihm gesammelte Briefwechsel mit Nietzsche veröffentlicht werden soll. Schriftsteller Albrecht Bernoulli in Berlin soll die Herausgabe veranstalten.
Bukarest, 13. Juli. Alle Matrosen des „Potem- fin" erhielten bereits Arbeitsengagements, so daß alle in R um änien bleiben.
Konstantinopel, 11. Juli. Die Ergänzungsarbeiten an der Befestigung der Bosporus-Einfahrt sind beendigt. Es wurden zwei 35-, drei 32- sowie vier 24 Zentimeter Kruppkanonen und mehrere kleinere Armstronggeschütze in Kawak aufgestellt.
Newport, 12. Juli. Die Hitze hat in den letzten Tagen in Newyork 15 Menschen gefordert. 250 Personen sind infolge leichter Hitzschläge erkrankt. Der Geschäftsverkehr ist unterbrochen.
Bekanntmachung^
Die diesjährige ordeirtlichc Mitgliederversammlung des Hessischen Schutzvereins für entlassene Gefangene findet Donnerstag, den 13. Juli 1905, nachmittags 4 Ubr rm Sitzungssaale des Regierungsgebäudes zu Mainz statt.
Um recht -ahlreicbes Erscheinen wird im Interesse der guten Sache freundlichst gebeten.
D a r m st a d t, den 3. Juli 1905.
Der Vorstand des Vereins.
Dr. Nreetorins, Großh. Oleneralstaatsanwalt, Vorsitzender. Mueller, Grosib. Minist'r^ll'-'kretäi. Schriftführer.
Ist der Magen des Kindes eine Retorte, oder die Kinderstube ein chemisches Laboratorium? So möchte man fragen, wenn man die zahllosen „Kindernährmittel" angepriesen sieht. Schon Henri Nestle erkannte vor 85 Jayren, daß das Gedeihen des Kindes nicht von chemischen Jormcln abbängt, sondern von der rein naturgemäßen Beschaffenheit eines Präparates. Auf diesen Grundsätzen entstand sein Nestle'jches Kindermehl, welches nur beste Alpenmilch, Zwiebackpulver und Rohrzucker enthält. bs6/7
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Bekanntmachung.
In unser Handelsregister, Abt. A wurde heule eingetragen: Nr. 18: Firma Georg Schieferstein, Lich, Inhaber Kaufmann Georg Schieferstein, Lich. Dem Konrad Hermann Schieferstein zu Lich ist Prokura erteilt. Angegebener Geschäftszweig: Handel mit landwirtschaftlichen und industriellen Maschinen.
Lich, den 6. Juli 1905. pu/.
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