Ausgabe 
12.8.1905 Drittes Blatt
 
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Drittes Blatt

Skr. 188

Samstag 12. August 1905

Gießener Anzeiger

Ettchttrrl »,Nch mit Ausnahme beS Sonntags.

Redaktton, Exvedttton u. Druckerei: Schulstr.I.

Tel. Nr. 5L Telegr^Llür.; Anzeiger Gleben.

155. Jahrgang

RotattonSdruck unb Verlag der 8 b 1 'ichrn UnwerfttätsbrudereL R. Lange. Vtetzen.

Dielebrntt Samllienblätkr*' werden dem ,Anzefger viermal wöchentlich beigelegt. Der »hestilch, Canöölrr erjchemt monatlich einmal

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

der Rückweg

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die wenigstens den zweiten Festtag mitmachen

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einer eingehenden Sachuntersuckung zu oft sind da manchmal die Verträge Amtsgericht hin- und hergewandert, eine solche Nachprüfung des einmal

Alte Herren, wollten, und

865 987 975 Mk.

692 982 177 , 678 571 550

654 393 440 , 639 271 882 ,

534 042 161

nach dem Friedhof Heppenheim, wo die Korpsbruder Werte, Achenbach, Möller, Klietsch, A. Meyer und Stühlinger ihre letzte zum Teil frühe Niihestätte gefunden haben. An sämt­lichen Ruhestätten wurden Kränze niedergelegt. Divisions­pfarrer Buttel leitete die feierliche Ehrung mit einer kurzen Ansprache am Grabe des Ehrenmitglieds Dr. Eduard Werte ein, die Musik gab der Trauerseier mit dem ChoralJesus

meine Zuversicht" stimmungsvollen Abschluß.

Nach der Feier wurde unter Musikklängen

Stettiner Germania (

Karlsruhe (

ach dem halben Mond angetreten.

Dort waren inzwischen noch verschiedene

unterwerfen waren. Wie zwischen Ortsgericht und Dem neuen Rechte ist protokollierten Vertrages der Negierung den Orts-

Mon den h ssischen Hrtsgenchten.

Da den Ortsgerichten mit der Einführung des neuen Grundbuchrechtes ein weites Feld ihrer Tätigkeit entzogen wird, das nicht nur ihre Arbeitslast, sondern auch ihre Einnahmen ver­mindert, so hatte der Landesverband der Hess. Bürgermeister die Negierung ersucht, in beschränktem Maste die Möglichkeit der Protokollierung von Jmmobiliar-Veräusterungsverträgen durch die Ortsgerichtsvorsteher zumlassen. Als Grenze wurde der Wert­gegenstand von 500 Mark vorgeschlagen.

Die Regierung hat eine ausführliche Antwort, mit der sich nunmehr der vierte Ausschuß der zweiten Kammer befaßt hat, gegeben und die Vorstellung abgelehnt.

Die Regierung hält eine Aenderung der jetzigen Bestimm­ungen für verfrüht, weil die Bevölkerung sich bi? jetzt noch nicht oder erst seit kurzer Zeit in die neuen Bestimmungen hat einleben können.

Bei der Umgestaltung der fraglichen Bestimmungen hatte man ja gerade die Absicht, eine Gewähr für die Rechtsbeständig- keit der abgeschlossenen Verträge zu bieten und dazu hielt man die Mitwirkung eines R e ch t s k u n d i g e n für erforderlich. Seither war diese M i t Wirkung dadurch gesichert, dast alle Jmmobiliar- verträge dem zuständigen Richter vorzulegen und von diesem

Das 65jährige Stiftungsfest des Koips Starkenburgia zu Küßen. (Original-Bericht des Giestener Anzeigers.) IL

In der Frühe deS 8. August begab sich ein großer Teil ber Alten Herren unter Vorantritt der Musik in stillem Zuge

diese sechs Anstalten entfiel demnach die gute Hälfte (52,6 Proz.) gesamten Lebensversicherungsbestandes der 46 Gesellschaften. Von diesen betreiben 23 darunter besonders Viktoria und Fried­rich Wilhelm außerdem die kleine (Volks- und Sterbefafie*) Versicherung mit geringen Summen, zumeist ohne ärztliche Unter­suchung und mit wöchentlicher Prämienzahlung; hierin wurden 765 047 Versicherungen über 153 695 028 Mk. neu abgeschlossen, und am Schlüsse des Berichtsjahres bestanden 4 812 770 Versicherungen über 858 536 153 Mk. (durchschnittlich 178 Mk.). Von den 46 Gesell- schasten betreiben sodann 42 auch die Versicherung nur auf den Lebensfall (Alters-, Aussteuer-, Militärdienstversicherung): btenn wurden 37 189 Versicherungen über 66 638 409 Mk. abgeschlossen und Ende 1904 bestanden 560182 Versicherungen über 890 380 976 Mark. Ter Gesamtbestand an Kapitalversicherwigen bezifferte sich soniit bei den 46 deutschen Lebensversicherungsanstalten Ende 1904

beteiligt:

Gotha Stuttgart

Alte Leipziger

Viktoria

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Man bcrlnngc»drücklich MAGGI8 Ech.chmarke,Kreuzern".

handel itrb I'crkelir. ^»oGiswirtfdiatt.

Inter nationalerMittel st andSkongreß. Arn 16., 17. unb 18. August d. I. wird in Lüttich unter dem Vorsitz des Wirklichen Geh. Ober-Regierungsrats Tr. Bödiker-Berlin der er]te Kongreß des Internationalen Verbandes zum Stubium der Ver- hälmisse des Mittelstandes zusammentreten. Ter allgemeine Teil des Kongreßes wird eine Anzahl Denkschriften umfassen, in welchen überben Staub ber Gesetzgebung jebes Landes, soweit sie den Mittel­stand betrifft, referiert wirb. Tie Spezialfragen: a) ber technische unb berufliche Unterricht: b) die Umbildung ber Handwerkszeuges unb speziell die Klein-Maschinen unb Klein-Motoren im Handwerk; c) die Organisation des ländlichen imb städtischen Kredites für den Aüttelstanv; werden den Gegenstand einer mündlichen Diskussion bilden. Jeder Teilnehmer am Kongreß kann einen kurzen Abriß ober eine Denkschrift über eine ober mehrere bieser Fragen ein- reichen. Die beutschen Denkschrifteii über den Stand ber Gesetz­gebung tu bezug auf den Mittelstand sind auf Grund zahlreicher Einzelarbeiten für den städtischen Mittelstand von Geh. Regierungs­rat von Seefeld-Berlin unb für den ländlichen Mittelstand von Thomsen, Beamten der Landwirtschafiskammer ber Provinz Bran­denburg, veifaßt. Zit den Spezialfragen haben u. a. Referate bezw. Thesen geliefert über den technischen unb beruflichen Unterricht: Oberregierungsrat Dr. Wagner-Dar m ft a b t; über bie Um­bildung des Handwerszeiiges unb speziell bie Klein-Maschinen unb Klein-Motoren im Handwerk: Negierungsrat Noack-Darm st a b t; über die Organisation des städtischen Kredites: Anwalt Dr. Erüger- Eharlottenburg; über bie Organifatton des ländlichen Kredites: Beigeordneter der Stabt Essen Dr. Wiebfeldt.

Tie deutsch en Lebensversicherungsgesell-- schaften im Jahre 1904. Von 46 deutschen Gesellschaften wurden im Jahre 1904 insgesamt 152 091 eigentliche Lebensver­sicherungen über 712 977 960 Mk. neu abgeschlossen. In Abgang kamen dagegen 77 877 Versicherungen über 323 079 705 Mk., dar­unter 25 289 über 100 107 872 Mk. durch. den Tod und 6538 über 35 075 967 Mk. durch Zahlbarwerben bei Lebzeiten ber Versicherten. Der Gesamtbestanb eigentlicher Lebensversicherungen am Schluffe des letzten Jahres erhöhte sich um 74 214 Policen unb 389 898 255 Mark Summe auf 1 753 010 Versicherungen über 7 725 074 386 Mk. Hieran waren bie bebeutenbften Anstalten mit folgenben Summen

fremd, darum wäre auch nach Ansicht gerieten eine viel zu große Verantwortlichkeit aufgebürdet, wollte man sie gleich haftbar machen, wie bisher den Richter. Die Zahl unvollständiger bei den Ortsgerichten errichteter Protokolle ist von jeher sehr groß gewesen. Durch das Erfordernis ber Auflassung, zu der ja bie persönliche Anwesenheit ber Par­teien vor bent Grundbuchamt nötig ist, wird ja doch den Be­teiligten das Erscheinen am Gerichtssitze nicht erspart, und die Auslassungserklärungen, die ost recht verwickelte Rechtsfragen um­schließen, möchte die Regierung nickt den meist rechtstmkundigen Ortsgerichtsvvrstchern überlassen. Wenn das neue Neckt länger in Geltung ist, wird sich auch die Bevölkerung mehr daran gewöhnen. Im größten Teil Deutschlands, gelten nunmehr ähn­liche oder gleiche Bestimmungen. Die Negierung weist in ihrer Antwort auch darauf hin, daß bis zum Jahre 1890 alle Kaus- und Tauschbriefe von den Vertragschließenden bei Gericht unter­schrieben werden mußten, sie weist aber ferner auch darauf hin, daß in Nassau dessen Einrichtungen dem Abg. Leim vorsckwebten auch bei den durch die Ortsgerichtsvorsteher protokollierten Notizen die Auflassung nur vor dem Grundbuchamt erklärt werden kann, also der Weg dorthin unvermeidlich ist.

Bei den in der Eingabe angeführten Pfründen war auch bie Stempelfrage angeschnitten worden, aber sie gehört gewiß nickt in den Rahmen der Eingabe, denn es ist doch ohne Einfluß auf sie, wer die Beurkundung vorzunehmen bat. Zudem er­wähnt die Regierung, daß eine Novelle zum Stemvelgesetz mit mannigfachen Ermäßigungen in Aussicht genommen ist. Aus den Einwand, daß besonders der Arbeiterstand durch die neuen Bestimmungen beschwert werde, antwortet die Regierung dahm. daß einmal eine gelegentliche Anwesenheit am Sitze des NotcuÄ oder Gerichtes zur Erledigung der Geschäfte bemitzt, aber auch durch Bevollmächtigung von Familienmitgliedern usw. einer Ein­buße an Arbeitsverdienst vorgebeugt werden kann.

Grund dafür, eine solche ortsgerichtliche Kompetenz auch für Rheinhessen einzuführen, hält die Regierung erst recht nickt für gegeben, denn Rheinhessen würde damit nur eine Neuerung erhalten, gegen die sich die Bevölkerung auflehnen würde.

Der Ausschuß, der die Einheitlichkeit der Bestimmungen für unsere drei Provinzen für unbedingt erforderlich erachtet, erhärt sich mit den Ausführungen der Regierung nicht ein­verstanden: er weist darauf hin, daß die Reise der Beteiligten zum Gericht oder Notar oft mehr beträgt, als die Gebühren des Ortsgerichtsvorstehers betragen haben würden. Auf den 9w= lehnungsgrund, dem neuen Rechte ermangele eine richterliche Nachprüfung, erinnert der Ausschuß daran, daß der Ortsgerichts- vorsteher jetzt auch befugt sei, freiwillige öffentliche Versteiger­ungen von Grundstücken vorzunehmen, wobei eine Nachprüfung durch den Richter stattfinde. Auch ist der Ausschuß der Ansicht, daß was in Nassau Rechtens sei auch in Hessen Rechtens

werden könne. .

Der Ausschuß meint auch, wenn die Regierung mit den Ortsgerichten nicht zufrieden gewesen wäre, so hätte sie auch schon früher eine Aenderung herbeiführen können. Wahrschein­lich hätten sich aber dann, die Ortsgerichte in ähnlicher Weise gewehrt. Der Ausschuß glaubt auch daraus, daß die Orts­gerichtsvorsteher unter Umständen zur Errichtung von Testamenten (sog. Dorftestamente) befugt sind, schließen zu dürfen, daß Die Regierung den Ortsgerichten recht viel Zutrauen schenke, aber er vergißt, daß es sich hier nur um Notfälle handelt unb daß solche Testamente nur eine dreimonatliche Giltigkeit hoben, wenn der Erblasser nicht vor Ablauf von drei Monaten stirbt.

Die Annahme der Regierung, daß vor 1890 alle stäup unb Tauschbriefe hatten vor Gericht unterschrieben werden müssen, halt der Ausschuß für unzutreffend, denn auch damals seren_ jene Verträge durch das Amtsgericht den Ortsgerichten zur Unterschrift übersaiäst worden.

Wenn in der Vorstellung über zu hohe Stempelkosten Klage geführt wird, so teilt der Ausschuß diese Beschwerde bezüglich des Jmmobiliarstempels nicht.

Der Ausschuß beantragt demnach:

Hohe zweite Kammer wolle beschließen:

1) Die Regierung zu ersuchen, nach nassauischem Muster eine Vorlage einzubringen, die die Ortsgerichte ermächtigt, Jmmobiliar-Veräußerungsverträge bis zu 500 Mark Wertgegen­stand rechtsgiltig zu protokollieren, t . o

2) die Vorstellung des Vorsitzenden des Landesverbandes der Bürgermeister im Großherzogtum und den Antrag Leun für erledigt zu erklären." _ , _

Es ist nicht anzunehmen, daß dem ersteren Anträge statt- gegeben wird, denn die Kammer wird wohl, nachdem seinerzeit die Frage so eingehend ventiliert worden ist, bei ihrem früheren Resultate beharren.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt el: :r umr. i?) r Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei.

Verantwortung.)

Gießen, 11. August.

Kundige Tbebaner behaupten, die Schnaken seien in diesem Jahre einige Wochen später erschienen. Tatsache ist, daß sie wieder in ungeheuren Massen auftreten und den Aufenthalt irn Freien zur Qual machen. Tie Gärten sind verödet, Ausflügler kehren mit Beulen beloben, zerkratzt unb zerstochen heim, wer es aber riskiert, in den Wald zu gehen, ber wird von ganzen Schwärmen der Plagegeister überfallen, daß er wohl ober übel den Rückzug an­treten muß. Wir wollen ber Schnakenkommission nicht zu nahe treten, aber es unterliegt keinem Zweifel, daß ihre Maßregeln so gilt wie nichts genützt haben. Man kann die Sache von der humoristischen Seite nehmen, wir nehmen sie von der ernsten, so­fern bie Entwickelung ber Stabt, bie uns allen am Herzen siegt, sehr wesentlich davon abhängt, daß die Schnakenplage beseitigt wird. Und da bie angewandten Mittel sich als verfehlt, ober wenigstens als durchaus unzureichend erwiesen haben, so möge man Darauf bedacht sein, wie man bem liebel mit Erfolg entqegen- roirfen kann. Wir wiederholen, die Sache ist von weitgehender BeDeutung, Datier unsere Mahnung: Consales Videant! X.

(Anmerkung Der Redaktion: Wir können uns nut an DieSchnakenkommiision" halten, die mit verdoppelten Kräften ihre Bemühungen fortsetzen sollte. Daß beffere Mittel als bie seither angewandten bekannt sind, glauben wir nicht. Man kann nur immer wieder Bad Nauheim als Beispiel anführen. Im übrigen müssen wir einstweilen noch gute Miene zum bösen Spiel machen unb beileibe Die Beulen nicht aufkratzen! Die armen, kleinen Kinder sind allerdings schlimmer dran als wir Alten.)

m" MAGGI5 mit dem

--- Krenzstern

kommt der Hausfrau an Den heißen Sommertagen

ebenso zahlreiche Damen angelangt, unb in bunter Reihe, Jung und Alt, Damen und Herren, ging es in fröhlichem Zug, die Musik voran, kurz nach 11 Uhr durch die Stadt Heppenheim auf die Starkenburg, wo im Freien in der schön dekorierten Ruine ein Frühschoppen getrunken und dabei ver- chiedene Lieder gesungen wurden.

Um 1/212 Uhr bewegte sich der Zug zurück nach dem halben Mond, wo von sämtlichen Teilnehmern, und zwar ebenfalls wieder gemeinschaftlich von Damen und Herren in bunter Reihe, das Frühstück eingenommen wurde.

Während des Frühstücks brachte der erste Chargierte ein Gedicht, welches der Alte Herr, I. d. C. Pfarrer Ernst- Heinemann-Roßdorf zur Feier des Tages verfaßt hatte, zum Vortrag. Das Gedicht, welches allgemeinen Beifall and, mar gedruckt worden unb würbe an sämtliche Anwesenbe verteilt.

Sodann gedachte der A. H. Ehrenmitglied Justizrat Metz-Gießen in herzlicher unb teilweise humoristischer Weise ber Verdienste des Komitees um das glänzende Arrangement des Festes.

Er gedockte dabei an erster Stelle des Vorsitzenden des Fest­komitees, Sanitätsrats Scharienberg, dessen unermüdliche und Dcrbienftvolle Tätigkeit um das Wohlergehen des Korps allen Korpsbrüdern bekannt sei, von niemand aber mehr gewürdigt werden könne, als von ihm, Dem ReDner, der seit beinahe 40 Jahren mit Scharfenberg Durch innige FreunDschast verbunden, wohl am besten beurteilen könne, was Scharfenberg, sein Eon­fuchs, Fuchtsmajor und Chargierter, in langjähriger ununter­brochener Tätigkeit für das Korps geleistet habe. Ter Redner beantragte, dem Vorsitzenden telegraphisch Mitteilung zu machen, wie das von ihm so sorgfältig vorbereitete Fest glänzend gelungen sei, und ihm herzlichen Gruß unb Wunsch baldigster völliger Ge- nesimg zu senden, ein Antrag, der einstimmig angenommen unb ' sofort ausgeführt wurde. Der Redner gedachte Dann weiter des zweiten Vorsitzeliden des Fest-Ausschusses, Oberförster Ebel-Lorsch, der sich ebenfalls um das Gesamtarrangement des Festes und insbesondere um die Dekoration sehr verdient gemacht habe, des Forstakzessisten Erwin Thurn-Lorsch, der sich um den wirtschaftlichen und finanziellen Teil so erfolgreich bemüht habe. Er gedachte weiter aller übrigen Ausschußmitglieder, deren Verdienste er nicht einzeln aufführen könne, da er in die Geheimnisse der Geschäftsverteilung nicht genau genug eingeweiht sei; eines Ausschußmitgliedes aber gedachte er noch besonders, nämlich des Nestors Der Festversamm- lung, Des Jünglings mit weißem Haar, Des Schulrats T o s ch, dessen ^Bemühungen der vortreffliche Festwein zu verdanken sei, der Die so fleißige unD leistungssähige Musikkapelle empfohlen unb vor allem die schöne Festouverture komponiert und mit jugendlichem Feuer Dirigiert habe. Ter Redner schloß mit einem dreifachen Hoch auf den gesamten Festausschuß, in das die Versammlung begeistert einstimmte.

Weiter toastierte Freiherr von Laroche-Starkenfels, Saxo- Borussiae E. M., auf die Spefüchse der Starkenburgia, in­dem er ber Hoffnung Ausdruck verlieh, daß seine beiden Söhne neben dem Bande seines Korps auch dasjenige seines Kartellkorps Starkenburgia tragen würden; während zuin Schluß Divisionspfarrer Büttel ein Hoch auf die Damen, insbesondere die Starkenburger Mütter Frauen Schwestern unb Töchter ausbrachte.

Rach dem Frühstück wurde ein Bild sämtlicher Fest­teilnehmer einschließlich der Damen ausgenommen, und bann schloß ein Gartenfest das Festprogramm. Das Gartenkonzert beflanb aus einem Konzert ber Militärkapelle mit ausge­wähltem Programm, während gleichzeitig nach den Klängen eines Teiles der Kapelle in dem neuen großen Saale des Gasthauseszum halben Mond" ein Tanzvergnügen für die Jugend ftattfanb; Konzert unb Tanz bauerten bis abends 10 Uhr. Der Tanz endigte auch noch nicht, als sich um diese Stunde die Musik unb die größere Zahl ber Festteilnehmer mit ben verschiedenen Zügen entfernte; vielmehr setzte ein Teil ber unermüdlich tanzlustigen Jugend nach Klavierbe­gleitung das Tanzvergnügen bis gegen die mitternächtige Stunde fort, zu welcher Zeit die letzten Familien ben Fest­platz verließen, währenb noch einige jüngere Korpsmitglieder beim Glase Bier verweilten, ohne daß sie bem Berichterstatter anoertraut hätten, rote lange bieses trauliche Zusammensein noch dauerte.

Am Morgen des 9. August fanden sich beim Kaffee noch verschiedene Familien im ©arten des halben Mond zusammen, bis auch diese mit den Vor- und Rachmittags­zügen unsere Stadt verließen.

Wir sind überzeugt, daß alle Festteilnehmer in dem Bewußtsein von hier geschieden sind, zwei herrliche Tage bei uns verlebt zu haben, sodaß wir uns der sicheren Hoffnung hingeben, daß nicht wieder 10 Jahre vergehen, bis roir die uns so lieben und vertrauten roten Mützen wieder bei uns ' sehen, sondern daß spätestens der 7. August 1910 bie alten : unb jungen Starkenburger wieder hier vereinigen soll.

___R£zp»firn, in der Entwicklung oder sGDl war Hülfe beim Lernen zurückbleibende

Kinder, sowie blutarme, sich mattfühlende und nervöse überarbeitete, leicht erregbare Erwachsene jeden Alters gebrauchen als Kräftigungs-Mittel mit grossem Erfolg DfL HOWMElLs Haemafogen.

Der Appetit erwacht, die geistigen und kör­perlichen Kräfte werden rasch gehoben, das Ge­samt-Nervensystem gestärkt.

Man verlange jedoch ausdrücklich das echteDr. Hom- mels Haematogen und lasse sich keine der vielen Nach­ahmungen aufreden.

bat sich Dr. Thompsons Seifen- WKHlvCiJl llö) pnlver mit dem Schwan in tau­senden von Haushaltungen gemacht. Allein echt mit Dem Namen Dr. Thompson und der Schutzmarke Schwan. Ueberall zu haben. ss27o