Ausgabe 
14.6.1905 Zweites Blatt
 
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Mr. 137

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Liehen.

1.

2.

3.

be- ein*

Slu deutscher Hafen in Marokko?

nicht zum ersten Male davon die Nede, daß in den Besitz eines marokkanischen Hafens ge- Der jüngst verstorbene spanische Staatsmann einmal indirekt zu, daß die Ueberlassung eines an Deutschland Gegenstand der Erörterung Kabinetten von Madrid, Paris und London Es wurden damals die an der Westküste ge-

Es ist Deutschland langen soll. Silvela gab HafenplatzeS zwischen den gewesen sei.

geschloffen sind.

Die Einwendungen sind schriftlich abzufaffen, zu gründen und auf Papier in Aktengröße (mindestens Vi) zureichen.

Friedberg, den 6. Juni 1905.

Ter Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: Spam er, Kreisamtmann.

zu lltphe,

22. Juni l. I. bis einschliehlich 28. Juni L. I. aus bein Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei

zu DraiS-Horloss,

29. Juni L IS. bis einschließlich 5. Juli l. IS. auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei

artigen Wettbewerben und seinen Anwendungen nicht ver­traut sind, schlecht beraten, wenn man ihnen sagte, daß man nun den Konkurrenten gegenüber nach Verleihung der Preise nicht dennoch eine Verpflichtung übernommen habe. Denn allein die Aussicht, bei einigermaßen befriedigender Lösung die weitere Planbildung und Bauleitung übertragen zu be­kommen, konnte bei diesem Ausschreiben wo die Preise weniger als die Hälfte des üblichen PreiSsatzeS betrugen die Architekten veranlassen, an dem Wettbewerb teil­zunehmen.

Und nun will die Kommission mit Hülfe der billig er­kauften Ideen von Künstlern ein neues Projekt durch einen Dritten zusanimcnschweißen laffen? Das würde dasselbe sein, wenn man bei der Schillerfeier eine Kon­kurrenz für daS beste Gedicht ausgeschrieben hätte, um her­nach auS den Ideen der eingelaufenen Gedichte von einem Dritten ein neues zusammenstoppeln zu laffen. Wo bliebe da der einheitliche künstlerische Geist?

Durch derartige Eingriffe in daß architektonische Schaffen wird den künstlerischen Ideen der Urheber das Charakteristische genommen und hauptsächlich dadurch sind viele unserer neueren Städte so erschreckend häßlich geworden. EZ wäre ein Unglück für die Stadt Gießen mit ihren alten guten Bauwerken und schönen gärtnerischen Anlagen, wenn derartige Anschauungen in der Bürgerschaft um sich griffen und der Ausführung zu Grunde gelegt würden.

Warum entschließt man sich nicht dazu, die Ausführung einer Persönlichkeit wie Dülfer zu übertragen, die so recht dazu geschaffen ist, ein Theater nach allen Regeln der Kunst zu errichten? Die von i()in geschaffenen Theaterbauten sind ja allgemein bekannt. Wenn man einen solchen Mann zur AnS- führung nicht wollte, hätte man ihn zur Teilnahme an einer mit so niedrigen Preisen bedachten Ausschreibung doch wohl bester nicht aufgefordert.

ES wäre recht bedauerlich, wenn man zugeben müßte, daß eine Universitäts. und Provinzialhauptstadt dem Geiste der neuen Kultur so wenig folgen könnte und vom richtigen Erfassen eines echten Kunstwerkes noch so weit entfernt sei, während unser Landesherr als Führer und Beschützer deS wieder auslebenden Kunstsinnes weit über die Grenzen HestenS hinaus genannt wird!

zu Inheiden.

Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hier- gegen findet statt: Donnerstag, den 6. Juli lf. IS., vormittags von 910 Uhr auf dem Gemeindehaus zu Inheiden, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen auS-

Vollüsche Tagesschau.

Herr v. LutavuS.

R. Berlin, IS. Juni.

Die .Kreuzztg." ist in der Lage, die Blättermeldung zu dementieren, daß der Chef deS kaiserlichen Zivilkabinetts, Dr. v. LueanuS, zurücktreten werde. Nach unserer Kennt-

legenen Ortschaften Rabat und Casablanca genannt. DaS Projekt hatte freilich zwei Fehler: eS war über den Kops des SultanS hinweg gemacht und trug dem Umstande nicht Rech­nung, daß gerade Deutschland die Souveränität dieses Sultans anerkennt und anerkannt wiffen will. Es läßt sich deshalb wohl denken, daß der Sultan in Würdigung dieses korrekten Verhaltens zu dem Entschluß gelangt ist, aus eigener Macht­vollkommenheit an Deutschland einen Hafenplatz pachtweise abzutreten. Nach einer Pariser Meldung soll eS sich um die südmarokkanische Ortschaft Agadir handeln. Ob daS zu­trifft und ob Deutschland geneigt ist, solchen Vertrag abzu­schließen, bevor es auf einer Marokko-Konferenz mit den be­teiligten Mächten sich verständigt hat, bleibt abzuwarten. Die Verbürgung der Neutralität Tangers würde ein Verlangen noch einem marokkanischen ,Kiautschou" überstüssig machen.

Beschauer deutlich zum Ausdruck, welche Lage der Zu­schauerraum zum Bühnenhaus hat.

Je mehr ich mich in dieses Projekt vertiefte, um so mehr stieg meine Achtung vor dem Künstler, der ein so ein­heitliches großzügiges Bauwerk zu schaffen vermochte.

Diese Vorzüge deS Dülferschen Projekts waren fast sämt­lich und zudem noch viele andere auch im Urteil deS Preisgerichts hervorgehoben. Unerwähnt blieb dagegen die ganz ausgezeichnete Platzgestaltung deS vorerwähnten Ent­wurfes. Man greife nur den schönen freien Platz vor der Anfahrt heraus, geziert durch ein schlichtes, vornehmes Wafferbecken! Wie fällt dagegen das andere Projekt mit seinen zahllosen Anlagegruppen und Sternplätzen, die durch eine Menge zweckloser Wege zerschnitten werden, ab!

Diese Vorzüge resp. Mängel bei den Umgebungsarbeiten hätten vielleicht die Perspektiven, welche bei der Beurteilung außgeschlosten und nicht mit ausgestellt waren ein Um­stand, der auffallend und bei Wettbewerben nicht üblich ist noch deutlicher klar gelegt. Die Perspektiven dienen doch gerade dazu, dem Laien, der sich in die geometrische Ansicht selten richtig hinein denken kann, die Raumvorstellung zu erleichtern!

Ich mußte mir wiederholt die Frage verlegen: wo sind nun eigentlich die Verstöße zu finden, die den Verfassereines solchen Projektes vom 1. Preis ausschlossen? Heißt doch sogar in der UrteilSabsaffung, daß der Verfaster ohne Schwierig- feit die bemängelten Stellen seines Entwurfes einwandfrei gestalten könne! WaS konnte man eigentlich bei einem Wett- bewerb, der nur ein unvollkommenes Programm enthielt und in'dem nur Skizzen gefordert wurden, mehr verlangen? Eine absolute Lösung doch gewiß nicht!

Wie lautete dagegen das Urteil über daS Fellner und Helmersche Projekt?. . . ©S wird demselben unschwer gelingen, viele der gerügten Mängel abzustellen, wenn hier­durch der Entwurf auch an vielen Stellen wesentlich unigearbeitet werden nuife.* Und wahrlich, bei der Zu­sammenstellung der vielen Mängel dieses Projektes muß man sich sagen, daß eine Umarbeitung desselben einem neuen Projekt gleichkommen würde.

7 beider ist, wie bei anderen Wettbewerben auch im Programm eine gewisse Freiheit gewahrt worden, indem sich die Ai Schreiberin nicht für verpflichtet erachtete, einem der Preisgelr: len die Ausführung zu übertragen. Man würde aber diejenigen Mitglieder, der Kommission, welche mit der-

teiligten offen ab zwar in der Zeit vom:

15. Juni l. I. bis einschließlich 21. Juni l. I. auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei

niS hat allerdings Herr v. LucanuS, der so manchen Minister höflichst .geholt* hat, kürzlich den Wunsch zu erkennen ge­geben, seine Stellung niederzulegen. Der Kaiser soll darauf erwidert haben: ,WaS, aus Gesundheitsrücksichten? Da muß ich einmal erst Ihren Arzt fragen.* Es scheint, daß der Ches deS Zivilkabinetts sich hierdurch bestimmen ließ, im Amte zu bleiben.

Zur Kiehener Materfrage.

Wir erhielten auS unserem Leserkreise von einem Fach­mann e folgende Zuschrift, die wir um so lieber der Oeffentlich- keit übergeben, als wir ihren Ausführungen im wesentlichen zu­stimmen.

, Endlich ist nun die Theaterfrage in Gießen gelöst", so hörte ich vor ein paar Tagen sagen.Wenn auch keiner der preisgekrönten Entwürfe wegen der darin fest- gestellten Mängel unmittelbar zur Ausführung kommen kann, die Kommission wird schon auS den Bruchstücken der vorhandenen Projekte einen passenden Plan zusammen­bringen, der allen Anforderungen entspricht."

Ich traute meinen Ohren kaum, denn ich hatte die Worte aus dem Munde eines sonst ganz verständigen ManneS ver­nommen. Kann denn überhaupt ein durch Preisausschreiben erlangtes Projekt ohne Mängel und reif zur Ausführung sein? Ich habe mir die auf der Bürgermeisterei ausgestellten Entwürfe näher angesehen.

Bei einem raschen Ueberblick eS waren nur vier Entwürfe eingeganqen schieden für mich zwei derselben ihres unglücklichen Ausbaues wegen sofort aus und es blieben nur noch die beiden mit dem zweiten Preis bedachten Pro- jekte für eine Untersuchung übrig.

Von diesen wiederum fiel das durch ferne Originalität, monumentale Frontentwicklung, übersichtliche Grundrißbildung und andere in die Augen fallende Vorzüge auf. Merk­würdigerweise fehlt bei dem Fellner und Helmer'schen Projekt die im Preisausschreiben verlangte Seiten­ansicht welche doch bei der Stellung deS Theaters mit der Front nach der Südanlage zu von großer Wichtigkeit ist. ImUrteil des Preisgerichts" ist einfach gesagt, daß man sich aus der Grundrißskizze und der Vorderfront annähernd ein Urteil über die Seitenfront bilden könne. Ich konnte nur zi. dem Schluß kommen, daß bei der Verschiedenartig- feit der Dächer dec Zuschauerraum hat em ganz flacyes, das BühnenhaiiS ein hochhinaufgezogeneS Dach- die Sil­houette eine recht mäßige Wirkung ausüben muß; un üorigen harrt die Seitenansicht noch der Lösung.

Wie schön imd einheitlich ist dagegen bei dem Dülfer- /d.en Projekt diese Seitenansicht gelungen! Charakteristgsbe große Dächer, die in gutem Verhältnis zu einander stehen, lagern über dem Zuschauer- und Bühnenraum. -^ie fein ge­gliederten Wandflächen atmen Ruhe und Vornehmheit. Eine schräg abfallende Gaüerie, welche dieselben belebt» bringt dem

Derrote Prinz".

Heute, am 14. Juni, sind 20 Jahre vergangen seit dem Todestage deS Prinzen Friedrich K'arl von Preu­ße n. Er war derjenige Prinz des Hauses Hobenzollern. von dem eS in besonderem Sinne gift, daß er den militärischen Berus zu seiner Lebensaufgabe gemacht hatte.

Im Dause seines Vaters, d-eS Prinzen Karl von Preußen, mit großer Strenge, aber einfach erzogen, wurde er im Alter von zehn Jahren Leutnant im 1. Garderegiment z. F. Qm Alter von 18 Jabren bezog der junge Prinz die Hochschule in Bonn, um den Vissenfchafien obzuliegen. Hier hatte er Gelegenheit, zu zeigen, daß eS ihm an persönlichem Mut und an Entschlossen­heit nickst fehlte, indem er einen Knaben, der bereits dem Er­trinken nahe war. auS den Fluten des Nhems mit eigener Lebens­gefahr rettete. Für diese entschlossene Tat wurde dem Prinzen imfere schönste Auszeichnung, die Rettungsmedaille am Bande, zu teil.

Im Feldzug« gegen Dänemaick im Jahre 1848 erhielt der damals 20 jährige Jüngling die Feuertaufe. Er machte ihn als Hauptmann im 1. Garderegiment mit und entwickelte m allen Gefechten eine so rücksichtslose Tapferkeit, daß seine Umgebung oft für ihn in Sorgen war. Insbesondere zeigte er seinen kaltblütigen Mut in den Gefechten bei Schleswig und bei Düppel. Im folgenden Jahre machte er als Major ä la suite des Garde- HusarenregimentS im Stabe seines Oheims, des Prinzen Wilhelm von Preußen, den Feldzug gegen die badischen imb pfälzischen Aufrührer mit und wurde in dem Gefecht bei Wiesental schwer verwundet. In der darauffolgenden 15 jährigen Friedenszeit er­klomm der Prinz innerhalb des Garde-KorpS die militärische Stufenleiter und zeichnete sich bald durch ganz hervorragende militärische Tüchtigkeit und Tatkraft auS. Diese Eigenschaften gelangten zur vollen (hihctcfiung, alS er im Jahre 1860 zum I ko mm and. General des 8 Armeekorps ernannt wurde, das unter

tfklimhnndniutt.

Vetr.: Feldbereiniqunq in der Gemarkung Inheiden; hier den allgemeinen Meliorationsplan.

In der Zeit vom 22. Juni l. Js. bis einschließlich 8. Juli t. JS. liegt auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei zu Inheiden

der allgemeine MeliorationSplan

nebst ErläntenmgSbericht und

Prüfungsprotokoll zur Einsicht der Beteiligten offen.

Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hier­gegen findet statt:

Donnerstag, den 0. Juli l. IS., vormittags von 9 bis 10 Uhr auf dem Gemeindehaus zu Inheiden, wozu ich die Be­teiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind.

Die Einwendungen sind schriftlich abzufaffen, zu begründen and auf Papier in Aktengröße (mindestens Va Bogen) ein­zureichen.

Friedberg, den 6. Juni 1905.

Ter Großherzogliche FeldbereinigungSkommissär: Spanier, KreiSamtmann.____________

Bekanntmachung.

Seit.: Feldbereinigung in der Gemarkung Feldheim; hier den allgemeinen MeliorationSplan.

Der allgemeine MeliorationSplan nebst Erlauterungs- bericht und Prüfungsprotokoll liegt zur Einsicht der Be-

feiner Führung ein wahres MufterkorvS wurde, zu dem die anderen nacheifernd emporblickten. Er war der erste, welcher die Grund­sätze der netten Kriegführung bei den ihm unterstellten Truppe« zur praktischen Anwendung brachte.

Im Jabre 1864 brach der Krieg gegen Dänemark auS. Die Siege von Düppel und Men legten Zeugnis ab von der Tüchtig­keit des jugendlichen kommandierenden Generals und feine» Korps. Sein kühnes Vorgehen in dem Gefecht bei Mifsunde erwarb ihm bei den Soldaten den NamenPrinz ?lllthd--Vörup". Seit dem Verlaufe dieses Krieges waren aller Augen aus beit Prinzen Friedrich Karl, den schneidigen Reitergeneral, gerichtet. Wie hoch auch König Wilhelm die hervorragenden Leistunaen seines Neffen zu schätzen wußte, das beweisen jene Worte, die er vor Ausbruch des Krieges im Jahre 1866 an ihn richtete: Fritz Karl, d« hast schon einen Auftrag gehabt 64, da hast duS gut «macht, jetzt bekommst du eine viel schwerere Aufgabe, ich lege sie voll Vertrauen in deine föanb". Als dann einmal König Wilhelm zu ihm fügte:Deine Armee hat Großes ge­leistet, da antwortete der Prinz:Die Armee wird noch weit mehr- leisten können, alS sie in Mefem Feldzüge geleistet hat."

Im Kriege gegen Frankreich hat der Prinz dann diese kühne Prophezeiung auch zur Wahrheit werden lassen: er bat neue Lorbeern um seine Stirn gewunden. Die Namen Metz, Vionville, Gravelotte, Bearme la Nolande, Orleans und 2e Mans sind unverwelkliche Ruhmesblätter in der deutschen Kriegsgeschichte, sowie in der Ledensyeschichte des Prinzen.

Mit dem Großkreuz des eisernen Kreuzes geschmückt, kehrte der Prinz als Generalfeldmarschall mit seiner Armee aus dem blutigen Kriege heim. An der Spitze der 3. Armeeinspektion und als 6^eneralinspekteur der Kavallerie, feiner liebsten Waffe, hat er bis an fein Lebensende unablässig seine Arbeit der Arm« gewidmet und hat ganz besonders die Entwicklung der Kavallerie in Ausbildung und in Führung großer Reitermassen beeinflußt. Eine besondere Freride wurde ihm noch im Jahre 1878 durch feine Ernennung zum Chef der Zietenhusareu zuteil, deren rote Uni­form der Prinz mit Vorliebe trug, und worauf sich auch noch heute der in der Armee wie im Volksmunde gebräuchliche Titel Roter Prinz" bezieht.

Ganz unerwartet schnell ist er am 16. Juni 1885 im Alter von 57 Jahren nach kurzem Krankenlager zu seinen Vätern vei> sammelt worden.

Waurih.

Pastor Maurih in Bremen hat seit etwa fünf Jahren, die Taufen unter veränderter Taufformel voll­zogen. Der Bremer Senat hat in Ausübung seines Summ- episkopateS diese Taufen, etwa 600 an Zahl, für un giltig erklärt und Wiedertause unter der alten Tausformel ver­langt.

Diese Angelegenheit hat natürlich großes Aufsehen er» regt und wird in der gesamten Presse Iebl>aft erörtert

Betrachtet man zunächst die Aendemmaen, die Maurih vorgenommen Hot, so hat die erste am GotteSkindschaftS- glauben sestgehalten, also an ,/Vater und Sohn", und nitr derheilige Geist" ist ausgeschaltet. Die zweite dagegen soll in ihrem ersten Teile:Ich taufe Dich im Ausblick z« Gott, dem All-Einen, in dem wir leben, weben und finb^ offenbar ein subjektives Vekenntnis znm Monismus sein, hält sich alleroings möglichst in biblischen Worten und sucht damit wohl sich selber als innerhalb der christlichen Sphäre schon dagewesen und mithin als existenzberechtigt in iHv zu erweisen. Der zweite Teil freilich:welchen die christ­liche Kirche als Vater, Sohn und heiligen Geist bekenn^ erklärt durch seine Objektivität, daß Maurih subjektiv mit dieser christlichen Kirche nichts mehr zu tun haben will. Dieser christlichen Kirche rechnet er sich selber nicht zu, tarnt also auch nicht wünschen, den Täuflmg ihr zugerechnet! und zugeführt zu sehen. Das Protestantenblatt, das be­kanntlich in Bremen erscheint, macht in seiner neuesten! Nummer Randbemerkungen. In längerer Begründung

Zweites Blatt. 153. Jahrgang Mitttrroch 14. Juni 1905

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