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Miß Roosevelt stieg bei der
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Tendenz: Abgeschwächt
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stände in die Kirche geraten und während der Predigt die G loden ge läutet batte.
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IHk t ges aus Bromberg hier angekommen und ist Hotel Kaiserhof abgestiegcn. — Unter den 45 Bewerbern die Stelle eines städtischen Ingenieurs wurde in heutigen Stadtverordnetensitzung ein Tiefbauingenieur Darmstadt gewählt.
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der Freien wirtschaftlichen Vereinigung des Landtag? beitritt. Bei der hierauf durch Stimmzettel erfolgten Wahl wurde Gutsbesitzer Breidenbach aus Dorheim mit 12 Stimmen als Kandidat de? Bundes aufgestellt, während auf Gutsbesitzer Weith, Rieder-Wöllstadt, den Neffen des früheren Landtagsabgeordneten Weith, 6 Stimmen fielen und drei weiße Zettel abgegeben wurden. Gutsbesitzer Breidenbach, welcher der Versammlung beiwohnte, nahm die Kandidatur an.
W Bad-Nauheim, 12. Sept. Am 8. d. Mts. fand hie Besichtigung der staatlichen, östlich von den Sprudeln nach dem Bahnbofe zu errichteten Neubauten zu Bad- Nauheim durch S. K. H. den Groß Herzog statt. Zugezogen bei dieser Besichtigung waren Kreisrat Fey von Friedberg, sowie der Vorstand der Großh. Badedirektion, Baurat Dr. Eser und der Vorstand der Großh. Neubau- bchörde, Bauinspcktor Jost. S. K. H. besichtigte eingehend die im Rohbau fertig gestellten beiden Verwaltungsgebäude, sowie die daran anschließenden Badegebäude und ließ sich von Baurat Dr. Eser und Bauinspektor Jost die nötigen Erläuterungen geben. — Der 25000 Kurgast für diese i^ison ist heute in der Person des Regicrungsrates Rudolf
Arbeiterbewegung.
Longtvh (Frankreichs 12. Sept. Tausend ausständige Arbeiter verunstalteten morgens eine Kundgebung unter Absingen der Internationale. Eine Dragoner-Llbteilung suchte dies zu verhindern. Bei dem sich entwickelnden Handgemenge wurde ein Ausständiaer beGftcker ^"tional'^t a e t öt e f.
w Darmstadt, 12. Sept. Heute nachmittag fand die Eröffnung der von dem Heilstättenverein für das Großherzogtum Hessen an dem Südabhange der Neunkirchner Höhe in der Nähe von Winterkasien errichteten Eleonoren- Heilstätte für weibliche Lungenkranke und lungenkranke Kinder statt. Der Vorsitzende des Heilstättenvereins, Regierungsrat Dr. Dietz-Darmstadt, hielt die Eröffnungsansprache. Nach der Eröffnung fand eine Besichtigung und ein Frühstück in den Räumen der Heilstätte statt.
Darmstadt, 12. Sept. S. K. H. der Großherzog gedenkt am Freitag wieder nach Jagdschloß Wolfsgarten zurückzukehren. I. K. H. die Groß Herzogin hat den Mißfall glücklich überstanden und ist jetzt völlig wiederhergestellt. Von mehreren Seiten wird gemeldet, daß die von der früheren Prinzessin Alice, der jetzigen Zarin bewohnten Zimmer des Großh. Schlosses für den Besuch der Zarin in aller Eile neu hergerichtet werden. Man schließt hieraus, daß das Zarenpaar in Kürze hier eintreffen wird.
Frankfurt, 12. Sept. Gestern abend war auf eine bis jetzt unaufgeklärte Weise in der Gießerei der Maschinenfabrik Mayfarth & Cie., Höchsterstraße No. 1, Feuer ausgebrochen. Bis die Wehr ankam, stand das leicht gebaute Gebäude ia Flammen. Innerhalb zwei Stunden gelang es, den Brand zu lokalisieren. Immerhin wurde ein bedeutender Sachschaden verursacht.
Landwirt sch ast.
— Die Eintrittspreise zur landwirtschaftlichen Landes- und Jubiläumsausstellung in M a i n a werden, so schreibt uns der Hess. Landwirtschastsrat, am ersten Tage (Donnerstag, den 14. Septembers 1 Mk. 50 Psg., am Freitag und Samstag je 1 Mk., am Sonntag und Montag je 70 Psg. betragen; in den Preisen ist je zweimalige Ueberfahrts- gebühr eingeschlossen. Außerdem können Dauerkarten zu 4 Mk. einschließlich Ueberfahrtsgebllbr gelost werden. Von abends 6 Uhr ab werden 50 Psg. erhoben. Schüler und Militärpersonen erhalten in Gesellschaiten von mindestens 20 Personen und unter Führung ermäßigte Eintrittskarten zu 30 Psg., die jedoch nur bis 1 Uhr nachmittags giltig stnd. Zu den Vorführungen im großen Ring werden besondere Tribünenkarten auSgegeben.
. 97.70 . 105.90 . 68.65 . 68.40 . 90 50 . 140.00
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General Corbin mit den Damen beim deutschen Gesandten. Am Donnerstag findet Audienz im Sommerpalast statt. Die Abreise der Gesellschaft findet voraussichtlich Freitag statt.
Tokio, 13. Sept, lieber die Explosion des Panzerschiffes „Mikasa" wird noch berichtet: Ein Offizier wurde getötet, fünf werden vermißt und; 11 sind verletzt. Von den M atr o ien sind 600 tot oder verletzt. 'Admiral Togo befand sich nicht an Bord des Panzerschiffes. Dos Schiss sollte nach^eincm unbekannten Bestimmungse't abgehen. Es lag vor Sasebo vor Anker. Es wird die Ansicht ausgesprochen, daß die Explosion im Zusammenhang mit dem Unwillen des Volkes über die Friedensbedingungen stehe.
T o ki o , 12. Sept. (Reuter.) In der Richtung auf Sing- ching griffen ungefähr drei Regimenter Russen am 11. September Suchan an, wurden aber sofort von den Japanern zurückgeworfen.
Tokio, 12. Sept. Die Eigentümer der evangelischen und der katholischen Kirche in Hunwe, welche zerstört worden sind, haben den deutschen Vertreter ersucht, um Entschädigung bei der japanischen Regierung einzukommen. Die Eigentümer sollen deutsche Untertanen sein.
New vor k, 12. Sept. Die Mitglieder der russischen Friedensmission sind an Bord des deutschen Schnelldampfers „Kaiser Wilhelm IT/' abgereist. Vorher machten Witte und Baron Rosen den japanischen Kommissaren einen Äbschiedsbesuch. Graf Komura, der, wie gemeldet, krank ist, ließ ihnen durch Takahira ein herzliches Lebewohl sagen. Die russischen Herren hielten sich eine halbe Stunde bei den Japanern auf. Die Menge in den Docks brachte Hochrufe aus. Witte ließ durch Baron Rosen den Vertretern der Dresse danken, indem er sagte, niemals vorher sei ihm so nachdrücklich klar geworden, daß die Feder mächtiger sei als das Schwert.
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Kroditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank Dresdener Bank . . Ber'iner Hundelsgeg Gestern Staatabahn . Lombardei; . . . Gotthard bahn , . . Laurahiltte . , , Bochum . . . .
Eingesandt.
(Für Form unb Inhalt aller unter bi'ier Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Ncdalti • d"m Publikum gegenüber lemerlei Verantwortung.)
Gießen, den 13. September 1905.
Der Verfasser des gestrigen Eingesandtes führt in einer Art unb Weise Beschwerde über die Behandlungsweise der Kriegervereinsmitglieder bei der Kaiserparade, daß jedes Nichtmitglied eines Kriegervereins fich die wunderbarsten Vorstellungen über die Anstände in einem solchen Verein oder dem Landesverband machen muß. Man hat es gewöhnlich im Leben so, daß Leute, die ea. narnichts angebt, in vorderster Linie räsonieren — ich muß wenigsten? annebmen, daß der gestrige Einsender dem Kriegervereinswesen vollständig fernsteht, sonst hätte er m. E. nicht ben öffentlich anonymen Weg der Beschwerdesührung gewählt. Wenn der betreffende £>err — ich nehme an, daß es ein Herr war? — einigermaßen mit dem Kriegervereinswesen vertraut wäre, so hätte er seiner Entrüstung zuerst in seinem Verein Luft gemacht und diesem die weitere Beschwerdeführung überlassen, und nicht die Oeffentlichkeit mit seinem Klagelied belästigt. Grünig.
l'rankinrt M., 13. Scptbr. 1905.
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nennt sich eine von der hiesigen IlVvV- bestbekannten Firma Brüder Schmidt neuerdings in den Handel gebrachte Neuheit, welche uns von größter Bedeutung zu fein scheint.
Wie wohl genugsam bekannt, ist die anstrengendste und zugleich unangenehmste Hausarbeit der Tag des „Waschfestes". Mit Grausen denkt jedes Familienmitglied au diesen Tag des Umsturzes und der Revolution im Hause.
Eine Erfindung, die mm geeignet ist, hierin allgemeine und gründliche Abhilfe zu schaffen und unseren Hausfrauen auch bei dieser mühseligsten Hausarbeit die notwendige maschinelle Hilfe zu bringen, verdient wobl mit Recht den Namen „Weltwunder".
Es ist eine Waschmaschine von größter Leistungsfähigkeit, verbunden mit einer verblüffend einfachen und kinderleichten Handhabung; dabei ist die Maschine unverwüstlich und so billig, daß dieselbe bald in jeder praktischen Familie vertreten sein wird.
Auf das am Samstag, den 16. September von genannter Firn -ransialteie Probewa'chen sei an dieser Stelle nochmals des aufmerksam gemacht. Ö4D
ungen erkrankt. Die Ansteckung ist wahrscheinlich durch Schiffer erfolgt.
Ostende, 12. Sept. Die „Belgien* mit der vom Herzog von Orleans ausgerüsteten und von ihm geleiteten Expedition ist heute nachmittag von der Fahrt in daS Nördliche Eismeer hier eingetroffen.
Stockholm, 12. Sevt Tie „Stockholmer Tidningen* melden aus Helsingfors Einzelheiten über die Strandung des Dampfers bei Jacobs st ad. D anach sei in der Mittwoch-Racht ein unbekannter Tankdampfer bei Kalszkaer, 25 Kilometer von Jacobs stad, anockommen. Während des Sturmes und' Nebels sei der Dampfer auf eine Sandbank vier Kilometer vom Lande entfernt gestoßen und erst am Freitag hätten dann zwei Zollbeamte den Dampfer aufgesucht, um die Ladung zu revidieren. Ns sie bei dem Schift'e anlegten, habe sie die englisch sprechende Besatzung mit Revolvern in der Hand empfangen und ihnen zugerufen, sie könnten Wuhsen in die Luft gesprengt zu werden oder an Land zurückzi'kehren. Die Zollbeamten sind darauf umgekehrt. Zwau'-g T"-i't'n r sei das Schiff in die Luft geflogen nachdem die Besatzung in die Boote gegangen und sortoe'abren war. Die Angelegenheit wurde der zuständiaen Behörde gemeldet, und der Gouverneur ist bald mit 109 Mann rus'i'chen Militärs gekommen. Der Schif'sname war übermalt, sodaß nur das Wort „John" und „Siebe John" zu lesen seien. Nach Lloyds Register scheine der Dampfer ..John Grafton" zu heißen und in London beb-nrn^t zu fmn.
Nom, 13. Sept. Dem „Oüervatore Romano* zufolgö sandte der Papst an die Bischöfe in Kalabrien Geldbeträge zur Verteilung an die Bevölkerung. — Der Ministerpräsident erhielt von dem König ein Telegramm, in welchem er ihm namens der Königin 50000 Lire zur Verfügung stellte, die dazu verwendet werden sollen, um die infolge de§ Erdbebens hilflos zurückgebliebenen Waisen bei Familien oder in Instituten unterzubriugen.
Tiflis, 13. Sept. 2000 Personen, Arbeiter und junge Leute beiderlei Geschlechts, begaben sich vor das Rathaus, welches wegen eines religiösen Feiertages geschlossen war. Sie drangen gewaltsam ein und veranstalteten im Sitzungssaalc ein Meeting, bet welchem revolutionäre Reden gehalten wurden. Der Bürgermeister meldete den Vorgang dem Polizeichef. Hierauf wurde der Polizei Befehl erteilt vorzugehen, ober der Polizeichef und seine Mannschaften toiirben von der Menge mit Gewalt zurückgeschlagen. Hierauf ersuchte der Polizeichef um militärische^ Verstärkung, welche bald eintraf. Es kam zu einem großen Handgemenge, bei welchem 3 0 Personen getötet und 70 v erwun det wurden. Von den letzteren erlagen viele ihren Verletzungen.
Peking, 12. Sept. Mit Sonderzug kam hier Alice Roosevelt mit Begleitung an und wurde von dem chine-
Herichtslaal.
(n.) Gießen, 13. Sept. Die Strafkammer hatte sich mit einer sehr umfangreichen D i e b st a h l s a n g e l e g e n h e 11 von Vad-Nau heim zu befassen. Eines Tages beobachtete ein Schußmann, wie zwei bei dem Schlossermeister Knipp tu der Lehre stehende Jungen einen Sack transportierten imd ihn bei seinem Heramiaben unter einer Treppe zu verstecken suchten. Er schövfte Verdacht und ermittelte, daß sich LracHen darin befanden, die aus Knipps Laden stammten. Die Jungen gaben zu, längere Zeit Hindurch ihren Meister bestohlen zu haben: die Sachen schafften sie teilweise in die, Wohnung des Kutschers Iobonn Heinrich M.. bei dem sie Schlafstelle hotten: das übrige wurde an zwei bei Knivv in Arbeit stehende Gesellen abgegeben. Es wurden nun durch die Polizei in den Wohnungen des Kutschers M zu Bad-Nauheim sowohl, als mich bei den Gesellen Karl B. in Ober-Mörlen und Karl St. in Blofeld Haussuchungen vorgenommen, die ganze Warenlager zutage förderten und zur Annahme fiihrten, daß in einer ganzen Reihe von Geschäften zu Bad-Nauheim Einbrücheverübt worden sind. Die Untersuchung ergab, daß die Gesellen mit dm Lehrlingen und dem Kutscher M. die Raubzüge nacksts unternommen hatten. In der Wohnung des B.. beziehungsweise seiner Schwiegermutter, wurden Kleider, Schinne, Stöcke, photoarephisch^ Apparat w't Lubebör. Messer und Gabeln, Scheren, Vrennapvarate. Fieberthermometer usw., 19 Bumsen fiinS'rmchf und fonf'-'qe V-n-hrrnchsgegenstände nrroefunhen. Eine große An'.alil Sacken insbesonder' mehrere .Pak'te Schokolade wurden ans einer Senkgrube gefördert: bie CM'mtrifc eines vhotagravfnschen Anvarche? im Werte von 180 M"rk wurden im Herde v"rgesmiden. Anscheinend waren B. und seine ^cbwie- 0"rmutter, als sie sich entdeckt <nT)cn. entschlossen, die gestohlenen Sachen au? der Welt zu schaffen. Bei St. in Blofeld, der fick um diese Leit verheiratet batte, find man cme große Anzahl Kückenaeräte. die von dm Diebstählen herrührten. yei den Eheleuten M. in Bad-Nauheim förderte man größere Mengen gestohlener Sacken aus Tageslicht, b- teilweise in Betton versteckt waren unb sich auf dem Speicher hef nden. Frau M. bereitete die gestoh'-'nen Sachen als' Tee. Schokadale, Lalm, Ock'senzungen usw zu, die b*nn gemeinschaftlich verehrt wurden. er 17 iahr. Lehrling Georg M. aus Hanau, welcher die L-eele der ganzen Affäre war, und seine jüngeren Kollegen zu den Diebstählen verleitete, wurde zu 2 I a h r e u u n d 4 T a g e n G e f a u g n r, . worauf 2 Monate und 4 Tage her erlittenen llntersuchungshaft aufzurechnen sind, verurteilt. Lehrling Heinrich W. und Richard K. aus Berstadt, die als die Verführten betrachtet wurden, erhielten Gefängnisstrafen von 7 Monaten und 2 Wochen bezw. 4 Monaten i'nd 2 Wochen, worauf die lln^rsuw- nnashaft anrurecknen ist: auch wurde K'. nu5 der ^utersuckiings- Ht entlassen Karl B. aus Ober-Mörlen, bereits m't Jucktbaus vorbestraft, wurde zu 4 Jahren 3 u ck t b a n s u n b f u n f- i ä h r i g e m Ehrverlust verurteilt. Johann Heinrich ~ von B-d-Nauhcim. ebenfells vorbestraft, erhielt 1 ^ahr 3 Monate Gefängnis und sei"e Ehefrau 4M onate. -mir eaen- muttcr des B. Frau R. van Ober-Mörlen, wurde in em durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt rn erachtende G^- fängnis strafe von 2 Monaten genommen. Lchlosseraeseile Kart St v'on Blofeld erhielt 1 Jahr G e f ä ng n,i s und Maurer Philivv M. von Obcr-Morlen. der von B. em Nobertgewehr gekauft hatte und wegen Hehlerei unter Anklage gestellt twir_ wurde mangels Beweises freigesprock^w — Hermann B. aus Weida trieb sich mit der Dwnstmagd Lelma St. .ans st. Nohmm zu Bad-Nauhstm herum, der er bet ihrem "^ucktigen Gewerbe Vorschub leistete: auch stahl er einem Kellner aus fernem an der Wand hängenden Frack einen Hunbertrnarkiche n ten bie St in ihrem Hut verbarg. Da noch keines der Angellagten bestraft ist ließ das Gericht Milde walten. B. wurde menen Kuppelei und Diebstahls zu 5 Monaten Gefängnis und St. wegen Hehlerei zu 2 Mon"ten Gefängnis, sowie wegen gewerbs- mästiaer lln-i'^'t ’u 3 Wo^-n Haft vew'rteilt.
6 11 Mar bu rn , 12. Sept. Der La nbbr.eft rafler Wagner von Gilserberg, der am 7. Februar sein gcladen Teschin einem Schüler zuaängl.ch gemacht batte, indem-er es m den Hausaang stellte, wurde weaen fahrlässiger Tötung seines Kindes zu 3 Tagen Gewnan.S ver.wtellt Der Schule hatto nämlich au? das Kind geschoßen und auch m die Brust get'"ffen Ter erschreckte Vater war der ^'rmmin gewesen, d.e ? c ei entladen. - Freigeipiocl-en wurde daaeaen em alter Jnval m.v Letzersdorf, der an einem Sonntag im angetrunkenen tu»
I'arpener .
96.90 Stnatschatzscheine
Summa: 67 (37) 54 (33) 5 8 (4)
Ann,.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrgchte Kranke kommen.
He5 unb Verkehr. Volkswirtschaft.
— Zur Einführung von Kuxen an deutschen Börsen. Tie Einführung an den Börsen von Frankfurt a. M. und Hannover findet in der Finanzpresse, wenn überhaupt, so doch nur eine bescheidene Unterstützung. Für ein weiteres Kapitalistenpublikum sind die Kuxe nicht und es ist kaum anzunehmen, daß das Interesse einigermaßen rege wird. Das „B. T." veröffentlicht z. B. zwei Kurenproipekte, die sich von denen, die über Aktien veröffentlicht werden, sehr wesentlich und zwar zum Nachteil unterscheiden. Die Mitteilungen über die einzuführenden Werke Gewerkschaft „Dresdens" imd „Großherzog von Sachsen" stnd so bescheiden, daß man über die Tätigkeit der Gewerkschaften fast gar nichts erfährt. Das einzig Sachliche im Prospekt von Großherzog v. Sachsen ist die Angabe, daß die Gewerkschaft Eigentümerin einer Gerechtsame von 49 Mill. Quadratmeter ist und daß ein noch nicht in Förderung befindlicher Schaden vorhanden ist. Aehnliche Angaben enthalt der Prosvekt der Desdemoua mit solchen Allgemeinheiten wird den Amorder. iinqen, die die Effektenbörse an einen Emissionsprofpekt stellt, in keiner Weise genügt.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 12. Sept. H e u- u n d Stroh- mar k t. Man notierte: Heu Mk. 3.40 bis Mk. 3.70, Stroh Mk. 2.30 bis Mk. 2 40. Alles per 50 Kilo. Tendenz: fest.
UlmaMe l!cbrr$id)t brr ssodrsfalle in liefen.
Monat Juni 1905.
Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 llnkl. 1600 Mann Militär.
Sterblichkeitsziffer: 28,7 nach Abzug van 37 Ortsfremden: 12,8 %v.
Kinder
vom
: 2.-15. Jahr
Kriefluisten der Ukdaliliou.
Wormser Ztg. Wie man uns mitteilt, hoben Sie unlängst, offenbar in der Abstich!, im Kreise Ihrer Leserschaft den „Gieß. Anz." berabzusetzen, ihn wider besseresWissen „ein politisch wrblos gehaltenes Generalanzeigerorgan" genannt. Jetzt begeben Sie die Freundlichkeit, aus unserem Blatte einen längeren Artikel über Hinrichtungen in Hessen abzudrucken, ohne uns als die Quelle onzuaeben. Wie nennt man doch im gewöhnlichen Leben ein solches Mchrthrcn 9
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Vo-ansstchtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 14. September 1905 • Vorwiegend heiter, am Tage mäßig warm. Nachts kühl. <?(nbmicrnb heitere und ruhige Witterung.
Näheres >nrrt bie Gießener Wetterkarte.
(driliinak-Draötmekdnngen.
Koblenz, 12. Sept. Nach dem Diner unternahmen der Kaiser, die Kaiserin und die Fürstlichkeiten eine Dampfschiffahrt enf dem Rbeine bei glänzender Beleuchtung der romantischen User, Drücken und Schiffe, und bei feenhaftem Feuerwerk. Die Musik spielte: Böllerschüsse wurden abgefeuert. Die S-adt war glänzend illuminiert.
Dessau, 13. Sept. Die hiesige Strafkammer verurteilte den sozialistischen NeichstagSabg. PeuS wegen Beleidigung des Akener Stadtmagistrates zu 600 Mar ' Geldstrafe. Peus hatte in einem Artikel dem Magistrat ungesetzliches Verhalten bei Ablehnung der Konzession für eine Konsum-Vereins-Seifensabrik vorgeworfen.
Witten, 13. Sept. In Langendreer wurde die Leiche eines unbekannten Mannes gefunden. Die Anzeichen deuten auf einen Mord hin.
Dresden, 13. Sept. In Dömitz a. d. Elbe ist die Frau eines Wärters an choleraverdächtigen Erschein-
Es starben an: Zusammen:
Erwachsene:
1.2
im ebensjahr
Lebensschiväche
1
—
1
ülltersschwäche
3(1)
3(1)
——
Diphtherie
Tuberkulose der
1
—
—
Lungen
Tuberkulose anderer
6(3)
6(3)
—
Organe Krankheiten der
8(7)
4(4)
Atmungsorgane
Krankheiten der
6(2)
3(1)
1
Kreislaufsorgane
6(4)
6 (4)
—
Gehirnschlag
2
2
—
Nervenkrankheileil
6(2)
4 (2)
1
Darmkatarrh
2
—
2
Krebs
11 (7)
11 (7)
——
Selbstmord
2
2
—
Verunglückung
2 (2)
2 (2)
—
anderen Ursachen
11 (91
11 (9)
—


