Gewinne von je 2000 Mk. auf Nr. 7607
Fleischnot.
Deutsches Reich.
92671, 11333
57688
78373
13358 15779
61081 62633
84663 90150
17648 20695 20759 35638
68983 69877 76972 76727
92617 99445 95916. (Ohne
86171
11031
47007
77627
die beiden Parteien gemeinsam Vorgehen für die Stabtverord-
Gewähr.)
" Zur
aus Alt-Wiedermu§, Kr. Büdingen, Lehrerstellen an der Musterschule zu Friedberg; dein SchulamtSaSpiranten Adam Berg au§ Kröckelbach, Kr. Heppenheim, die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hetschbach, Kr. Erbach, mit Wirkung vom 29. Oktober; dem Schulamtsaspiranten Johann Bert aus Wembach, Kr. Dieburg, eine Lehrerstelle an der Gemeinde, schule zu Brensbach und dem Schulamtsaspirantcn Philipp Lederer aus Nordheim, Kreis Bensheim, eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Amöneburg (Gemeinde Kastel).
’* Personalien. Wie unS on§ Darmsta dt tele. graphisch gemeldet wird, hat S. K. H. der Großherzog die Wahl deS Beigeordneten Dr. Göttelmann zum Bürgermeister der Stadt Mainz bestätigt. Der KreiSamtmann vom KrciSamt Bensheim Nikolaus Rein, hart wurde zum Ministerialsekretär in: Ministerium des Innern ernannt. Der Lehrer an der landwirtschaftlichen Winterschulc zu Büdingen Gg. Ludw. Lintz wurde an die landwirtschaftliche Winterschulc in Mainz versetzt.
** Ordenssache. Se. M. der König von Preußen hat folgenden Personen die Erlaubnis zur Anlegung hessischer Orden erteilt, und zwar des KomturkreuzcS 2. Klasse deS Berdienitordens Philipps deS Großmütigen dem Oberstleutnant v. Zastrow, Abteilungschef im Militärkabinett, des Ehren- kreuzeS desselben Ordens dem Major v. Heydcbreck im Militärkabmelt und dem Geheimen expedierenden Sekretär Hofrat Hintze im Kricgsministerium, beschäftigt im Militärkabinett, des Ritterkreuzes 1. Klasse desselben Ordens dem Geheimen expedierenden Sekretär Schütz im Kriegsministerium, beschäftigt im Militärkabinett.
** Erledigte Lehrer st elle. Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerslelle an der Gemeindeichule zu Storndors, Kreis Alsfeld. Mit der Stelle ist Orgaiüstendlenst verbunden.
** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Die morgige Aufführung von „Monna Vanna* dürfte da- durch besonders interessant werden, daß Frl. Maurice sich dem Publikum in der Tielrolle präsentieren wird und Herr । Otto Steinmann aus Mamz, der erste Held des Ensembles, der durch Privatverhältnisse am früheren Eintreffen verhindert war, in der Partie des Guido zum ersten mal vor das Publikum tritt.
" Hessisch-Thüringische StaatS lotterie. In der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse fiel ein Gewinn von 150 000 Mk. auf Nr. 70221 (nach Oldenburg), ein Ge. winn von 100 000 Mk. auf Nr. 83524 (nach Alzey), Ge> winne von je 10 000 Mk. auf Nr. 30141 94699, Gewinne von je 5000 Mk. auf Nr. 10480 19860 21374 46993 72637
Ausland.
Stockholm, 11. Oktober. Heute ist der Befehl erteilt, die wehrpflichtigen Marinemannschaften möglichst schnell, spätestens bis zum 18. Oktober heimzu senden, sowie die nach der West grenze entsandten Truppen zurü ckzuz iehcn.
Madrid, 11. Oktober. Die Thronrede, welche der König bei der Eröffnung der Kammer verlesen wird, bezeichnet die Beziehungen Spaniens zu den fremden Mächten als herzlich und für die Ausarbeitung von Handelsverträgen günstig. Tie Rede kündigt eine Reihe von Gesetzentwürfen an, darunter Gesetze betreffend die Reform d^es Wahlgesetzes, die Schaffung einer neuen Flotte und Beschaffung von Kriegsmaterial. — Der Intendant des Palastes erhielt Befehl, Vorbereitungen für die Abreise deS Königs nach Deutschland, die am 3. November erfolgen soll, zu treffen. Wie es heißt, wird der König vom 6. bis 12. November in Berlin bleiben.
Proßnitz, 11. Oktober. Anläßlich der Briinner Vorfälle fand gestern abend eine Volksversammlung statt. Nach Schluß derselben warfen die untersten Schichten der tschechischen Bevölkerung die Fenster in deutschen und in israelitischen Wohnungen ein. Die Gendarmerie wurde mehrfach mit Steinen beworfen, und die Ruhe wurde erst wieder hergestellt, als Kavallerie gegen die Auftührer vorging. Dabei wurde eine Person schwer, mehrere wurden leicht verletzt.
Salonik, 11. Oktober. Die Dörfer Kurchowitza und Crnicany im Morihowogebirge (Wilajet Monastir) wurden von einer griechischen Bande überfallen und teilweise niedcrgebrannt. Mehrere Personen wurden getötet und eine Anzahl Kinder kam in den Flammen um.
Washington, 11. Okt. Schatzsekretär Shaw befürwortete in einer Rede bei dem hier tagenden Bankierkongreß die Gewährung von Staatsunterstützungen zum Ausbau der Handelsflotte, sodaß die Vereinigten Staaten mit den europäischen Völkern erfolgreich in Wettbewerb treten könnten.
Wir teilten gestern in der - politischen Tagesschau die Antwort mit, welche die Vieh, und I Schlachthofdirektion Gießen auf die Umfrage der Allgemeinen - Fleischerzeitung wegen der Viehnot und Fleischverteuerung i gegeben hat. Heute lassen wir die von der städt. Sch la cht- 1 Hofdirektion in Darmstadt erteilte Auskunft folgen: Es herrscht Mangel an Schlachtvieh, namentlich an Großvieh undSchweinen. Qualität und Gewicht haben abgenommen. DerFleischverbrauch hat abgenommen soweit solcher durch den Ankauf in Metzgerlädcn gedeckt wird.! Die Freguenz auf den Freibänken hat sehr zugenommen. Durch die hohen Viehpreise sind Metzger in ' eine sehr schwierige Geschäftslage versetzt. Betriebseinstellungen sind nicht bekannt geworden, wohl aber Betriebs eins chrän- k u n g c n. Bei Fortdauer der Viehteuerung ist sowohl eine Verschlechterung der Lage der Metzger als auch de§ Publikum? zu erwarten und je länger, desto mehr. Abhilfe kann nur geschaffen werden durch zeitweilige Ocffnung der Grenzen fü Schlachtvieh, um in Zeiten, wie die gegenwärtige, Nachfrage und Angebot in vernünftiger Weise regeln zu können.
Barbarossas Erwachen. Die zur vorläusigeii Besprechung der Frage, ob das zuletzt in Darmstadt aus- geführte patriotische Festspiel „Barbarossas Erwachen', „Deutschlands Erhebung und Einigung« von Werning auch in Gießen zur Darstellung gelangen soll, gestern abend in der Restauration Feidel unter dem Vorsitz deS Stadto. Fabrikant Gabriel tagende Versammlung war von den Vorstand?- I Mitgliedern deS Kriegervereins, des Veteranen- I Vereins, der Kriegerkameradschaft, des Garde-, I Pionier- Marine- und des Artillerie-Vereins recht" zahlreich besucht. Nach angeregter Besprechung einigte man ’ dahm, die geplanten Aufführungen gemein-I schaf lich zu veranstalten und mit den einleitenden schritten dazu einen aus den Vorsitzenden der sieben Vereinen und deren Stellvertretern sowie Landgerichtsrat Wiener nnb tfcirn D'ckorS bestehenden Ausschuß zu bestellen, der zunächk d,e Verhandlungen mit dem Festspielleiter Werning und mi dem Turnverein wegen Uebelassung der Turnhalle, Festsetzung b, ber Sp'eltage usw. führen soll. DeS weiteren wurde beschlossen, emen Ehrenausschuß sowie einen Haupt- und verschiedene Unterausschüsse zu bilden. Der etwa erzielte Ueberschuß soll zu Unterstutzungszwecken Verwendung finden und zwar sollen zunächst die in Südwestafrika kämpfenden Truppen be- Nicksichtigt und die verbleibende Summe den beteiligten Vereinen zu Unterstützungszwecken für Veteranen und Kameraden sonne deren Witwen und Waisen überwiesen We oTsr Ür btC Aufführungen wurde der November
m Aussicht genommen. Nach dem lebhaften Interesse, da?
3U 2ogc trat, ist ein glanzvoller Verlauf der Aufführungen zu erwarten.
1Qn9 Cn« t r^t.6 Lesehalle. Im September wurden
L^ur 960 Davon kommen auf: Erzählende
Litteratur 960, Zeitschriften 402, Jugendschriften 240, x-flnto- und Völkerkunde 26, Kulturgeschichte 11 VerS- nrnnMpn" «^roturgeschichte 13, Geschichte und Bio- [I Tcc£no[oöi7ß'l ^"""S-sch'chte 6, Naturwissenschaft und “)no(o9ie 64' Heer- und Seewesen 8, Gesundheitslehre 7, roiRcntoüft"- 17' Staats,vissenschait 6, Sprach
tomÄbe8"mbfPtad51i<M » Bände. Nach auswar«
in der Provinz Kown o kommen ähnliche Ausschreitungen vor.
Von privater Seite itrLrb aus Moskau folgendes gemeldet:
Auf den Straßen nimmt jetzt das Unwesen der Rowdies überfyntb. Der Setzerstrcik dürfte noch lange andauern, da die Druckereibesitzer absolut mebt nachgeben wollen. Dagegen kann der Bäckerstreik als mißlungen bezeichnet werden. Obgleich die Bäckermeister keine Konzession machten, haben die Gesellen die Arbeit wieder ausgenommen. Die Arbeiter der Wasserleitung verlangen vom Stadtamt den Achtstundentag, Erhöhung der Löhne, literarische Abendvorlesungen, Bildungskurse und Einrichtuna einer Bibliothek. Die Universität soll morgen geöffnet werden.
Tie aus den russ. Provinzen einfcinfcnben Privat- meldunyen lauten äußerst schlimm. Die Lage der Bevölkerung ist äußerst trmirip; ganze Trupps hungriger unb schlecht gekleid eter Bauern treffen in den Städten ein, wo sie Arbeitsgelegenheit zu finden hoffen. Cie geben grauenhafte Schilderungen der unter der Landbevölkerung herrschenden Rot. Tausende von Bauern sind aus ihren Wohnungen vertrieben worden, da sie die Miete nicht zahlen konnten, sic kommen massenweise infolge der Entbehrungen um. Zu alledem gesellen sich noch Epidemien. Typhus und Pocken sind in verschiedenen Ortschaften ausgebrochen und fordern zahlreiche Opfer. Vielfach fehlt es an ärztlicher Hilfe, da ein großer Teil der Aerzte nach dem Kriegsschauplatz entsandt wurde und von dort noch nickt zurückgckehrt ist. Es steht fest, daß mindestros eine Million Tonnen Getreide notwendig sein werde, um die Bevölkerung derjenigen Distrikte, wo die Ernte ergebnislos geblieben ist, zu unterstützen. Zur Aussaat sind zirka 1/4 Million Tonnen erforderlich.
Ferner liegen noch folaende Nachrichten vor: dotok bei Zawieree (Polen) töteten die Bauern zehn Diebe. Ern Gastnnrt in Blizyn bei Radom (Polen) wurde ge- n öwei bei ihm logierende revolutionäre Agitatoren der Dolizn ansgeliefert hatte.
Dre .Londoner „Morning Post" meldet aus Petersburg, die russische Regierung habe eine weit verzweigte revolutionäre Verschwörung entdeckt, welche den Zweck verfolge, einen Generalstreik in ganz Rußland zu organisieren. Die russische Regierung betrachte drese revolutionäre Bewegung als äußerst gefalwvoll' und zwelfellos wird eine Ausdehnung des Kriegsrechtes dcm- nachstproklannert. Ter höchst unglaubwürdige Berichterstatter der „Morning Post" fügt aus eigener Weisheit WL die innere Lage Rußlands sei in höchsten: Grade kritisch, die Regierung müsse die ganze umstürzlerische Agi-
H durch Entfaltung einer ungeheuren militäri-
kur' CKraniche zogen gestern nachmittag
nackein?n^ bin. Man konwe kurz
nacheinander dm Schwarme in ziemlicher Höhe bemerken.
2 1 437 Einkommensteuerpflichtige sind nach
dnma teilnehmen wollen. Nach amtl. Nachrichten fand erste Zusammenstoß am 6. Oktober auf dem ^trastni- platz statt, wobei ein Gendarmer-.eunteroffizier durch einen tzotem verletzt wurde. Ein Soldat ivurde durch eine Kugel, em Unteroffizier und ein Gendarm durch Steine verletzt, von der Menge wurde niemand verlebt. Am 7. Oktober mnden neue Zusammenstöße nahe bei der Redaktion des „Mosk. Listok statt. Drei Polizisten wurden verletzt, bei dem Nikilskitor einer.. Auf dem Nikilsliboulevard warf die Menge mit Steinen am ernt Eskadron Dragoner, von denen einer schwer verwundet wurde. Auf dem Twerschen-Boulevard wurde Gewehrfeuer abgegeben, eine Zivilperson wurde verletzt, zwei Kviaken schwer: niemand wurde getötet. Der Präsekt ließ den Boulevard zweimal absuchen: keine Leiche wurde gesunden. Zwei Personen erklärten, verwundet zu sein, und entfernten sich nach der Anlegung eims Verbandes. Am 8. Okto b e r wurde m der Nähe eines Privathauses geschossen. Dabei wurden em Kvsar, einPvlizeiagent und ein Kommissar verwundet Mehrere Bäcker wurden durch Steinwürfe verletzt. Am 9. Oktober fanden keine Zusammenstöße statt. Am 10. Oktober fand ein Zu<am- menstotz in der Nähe einer Möbelfabrik statt, wobei cm Kommissar tödlich verletzt und zwei Agenten verwundet wurden. Am 11. Oktober wurden bei einem Zusammenstoß zwei Agenten und ein Kutscher verwundet: getötet tov.rbe Niemand während der ganzen Dauer der Unruhen. Die Stadt isl heute ruhiger und nimmt in den zentralen Vierteln, m denen keine Ansammlung von Ausständigen und Studenten stattfindst ein normales Aussehen an. Die Arbeiterbewegung entwickelt sich hauptsächlich in den Vorstädten, wo lebhafte Meinungsverschiedenheiten zwischen den Ausständigen und der Polizei herrschen. 1000 Arbeiter der Moskau-Brester Eisenbahn sind a n s ständig. Die Erregung greift um sich. Die Arbeiter aller mechanischen Fabriken und die Mechaniker der städtischen Tram bahnen fahren fort, zu feiern. Ein Arbeiterausstand der Gas- sabrik und der Ausstand der Pferdeb^hnschasfner wird als nahe bevorstehend gehalten. In einer Versammlung der Besitzer der vom Ausstande betroffenen Fabriken wurde anerkannt, daß der Ausstand einen weit mehr politischen als wirtschaftlichen Charakter hat. Aus Wolkowyschki wurde gemeldet, daß die staatlichen Branntweinläden geplündert werden. In den Flecken Dembowa und Buda wurden 11 solche Läden geplündert. Auch
Berlin 11. Okt. Das „Dr. J>" meldet: Wie verlautet, wrrd der Kaiser den König von Sachsen am 25. Oktober rn Dresden besuchen.
— Me Meldung, wonach im preußischen Ministe- emm des Innern an einer Neueinteilun a der tags Wahlkreise gearbeitet wird, bestätigt sich. Indessen wird diese Novelle zum Wahlgesetz sich in sehr engen Grenzen bewein. Es soN sich lediglich darum YMtdeln, die unerträglich -gewordenen Verhältnisse in Wahlkreisen zu verbessern. Es werden wahrschemltch dre großen Industriekreise Bochum,Essen ^harlottenburg in je zwei Kreise mit zwei Abgeordneten zerlegt werden, wodurch die Ab ge» ordnetenmandate um8bis 10 vermehrt werben
~ Die Ehefredaktion der „Staatsbürger-Zta" W am DienstagDr. Ernst Wächter, ber frühere Chef- redcckteur der „Weimarischen Zeitung übernommen. Dr.
Sohn deS Oberstaatsanwalts am Kammer- 5512^ Srbrll?' /-Staatsbürger-Ztg." mitteilt, an» gelegen sein lassen, die Zeitung zu einem „nationalen Tage- 7^" vown.ehmen Stils" auszubauen, in allen politischen, wirtschaftlichen^ imd ftterarfich-künstlerischen Fwagen die nationalen Geftchtspimkte zu den bestimmenden zu erheben £Ca ^Cn1^ Zeitström-llngen Stellung zu nehmen. Mvt daS ettr» ein Mlenken von der bisherigen Bahn des absolutm Antisemitismus? Dr. W., der sehr tun ft- ^5ier. Bergtheaters, ist wenigstens alS 9b1 hfront biSher noch Nickt hertwrgetreten D Red )
Senate der freien Hansestädte wiesen ihre Vertreter tnt BiindeSrat an, „für die Oeffnuna der Grenzen zur Linderrmg de- Fleiscknot" einzutreten - Zur Dckampgung der Fleischnot bat die königl Eiscnbahnhaupttvrrkstatte in Kar 1hau5 ^Westpr.) See» f1 f e in größeren Mengen kommen und zum Selbst« kostenpreis an die Arbeiter abgeben lassen.
— Zwischen dem nationalliberalen Verein und dem Verein der Fortschrittspartei ist eine Vereinbarung beschlossen worden, wonach künftig bei Stadtverordnetenwahlen Die .Christlichsozialen haben
Aus Stadl und KauS.
Gießen, 12. Oktober 1905.
' Personalien. Se. Kgl. Hoh. der Großherzoq haoen dem Pfarrer Jakob Fischer zu Reichelsheim i. d W dre evangelische Pfarrstelle zu Alten-Buseck und dem Pfarr-' Verwalter Arthur R ö m h e l d zu Wingershausen, Dekanat schotten, die eoang. Pfarrstelle daselbst übertragen; den von dem Grafen Emil Friedrich von Schlitz, genannt von Görtz auf die eoangel. Pfarrstelle zu Queck, Dekanat Lauterbach präsentierten Pfarrverwalter Ludwig Wahl daselbst für diese stelle bestätigt. — Dem israelitischen Religionslehrer David Hausmann zu Dieburg wurden die Rechte eines definitiv angesstllten Volksschullehrers verliehen. — Uebertragen wurden dem Schullehrer Johannes Wirthwein zu Langenhain, Kr. Friedberg, und dem Schulamtsaspiranten Friedrich Wiltheiß
netenwahlen mit der Zentrumspartei ein Kompromiß abgeschlossen.
— Einer weiterenBelastung des Tab ake wird, wie man dem „V. T." aus Dresden schreibt, die sächsische Negierung keinen Widerstand entgegensetzen, obwohl in Sachsen eine sehr bedeutende Tabak- und Zigarettenindustrie besteht. Im vorigen Landtag habe der Finanzminister Dr. Rüger leinen Zweifel darüber gelassen, daß ihm der Tabak als Steuerobjekt außerordentlich sympathisch ist.
Dresden, 11. Okt. In der Sitzung des konserv. Vereins wurde dem Wunsche Ausdruck verliehen, daß auch die konservative Partei sich im Landtage gegen Dchiffahrtsabgaben wenden möge.
Stuttgart, 11. Okt. Im Alter von 65 Jahren is gestern abend einer der hervorragendsten Industriellen Württembergs, Geh. Kommerzienrat Dr. v. Siegle, hier gestorben. Siegle vertrat den ersten württembergischen Reichstagswahlkreis während dreier Wahlperioden und gehörte der nationallb. Fraktion an. Er war einer der Haupt- teilhaber der badschen Anilin- und Sodafabrik in Ludwigshafen.
München, 11. Okt. Der Reichstaasabg. und bayerische Landtagsabg. Dr. Weißenhagen (Ztr.) ist gestorben.
— (Abgeordnetenhaus.) Ter Ministerpräsident verteidigt die letzte Wohlkreiseinteilung, indem er sagt, die Regierung konnte nicht olle Nachteile beseitigen. sie konnte nur innerhalb der gesetzlich gezogenen Grenzen in einigen Wahlkreisen die Teilung in kleinere Wahlkreise durchführen. Segitz (Soz.) meint, daß sich die Verkehrtheit des jetzigen W a h l s y st e m s bei den letzten W-ahlen deutlich gezeigt habe. Ter sozialdemokrat. Antrag schließe auch das :'-r a u en w a h lr e ch t ein; er beseitige die Vorbedingung ue§ Steuerzahlens. Niemals mehr werde seine Partei dem Gedanken zustimmen, daß die Wahlkreiseinteilung durch eine königl. Ver- ordnung zu regeln sei
Dentsch-Südostafrika.
Die „Düsseld. Ztg." veröffentlicht einen Privatbrief aus Kilwa. Danach sind die Zustände dort gefährlicher, als die „Deutschostafr. Ztg." sie darzustellen sich bemüht. Der Aufstand dehne sich auch auf den nördlichen Teil deS Bezirkes Lindi aus. Die Kilwaleute ziehen henim und zwingen die Eingeborenen zum Aufstand. Im ganzen Lande bilden sich Banden, die die friedlichen Ansiedler beunruhigen. Im ganzen Bezirk Kilwa wurden die Häuser aller Nichteingeborenen eingeäschert und die Baumwollpflanzungen verwüstet. 15 Araber, eine Menge Suahelileute und sonstige Händler in Kilwa wurden er in or bet. Tausende von Eingeborenen wandern nach dem portugiesischen Gebiet aus wegen ihrer unüberwindlichen Ab- neigungen gegen ständiges Arbeiten.
Die Cholera.
Der preuß. „Staatsanz." meldet: Vom 10.—11. Oktober mittags sind im preußischen Staate feine choleraverdächtigen Erkrankungen und kein Todesfall an Cholera, sondern nur ein Bazillenträger auf dem Rittergute ^tolp im Kreise Niederbarnim neu gemeldet worden. Letzterer lt ein ungarischer Feldarbeiter. Die Gesamtzahl der Choleraalle beträgt bis jetzt 274, von denen 9 tötlich verlaufen sind.
Im Gouv. Lomscha wurden vom 9. bis 10. b. Mts. itnr Cbolerafalle gemeldet, von benen zwei tötlich verliefen.
ben/'rt#t,£l 10
e<0 ®f. i ,«« z l-!
b,c L M
Gfliifcrf’örfi)' ' 72232 6736« MN
liAi«0’4;3",
jammen Hy0 339080 U Ui qcfomf im W «erben. * Senoffensämten Händen und zwo Zeiten und 19b ^feifung. 3 ® SaS höchste im jnl ßteuerlormnis verzeichnet (wohl Hessen bezahle, fammenfieuer.
AlSfeld, qiSkirche, bei porter Dr. L- stürle nu§ dem eifrige Forscher i wird die Papiere und ba§ Erqebni cerein unterbreite auf dem Knopi t Johann Lbnstia eine SReparatu
>m Jahre 1785 Offenbai zwei weqen E wollte, kamen । zu befreien, roi einen Revolv aber glücklichen auf ber Brust fi Säler finb ®eorc fifnqel unb Z vormittag verha M ^Kleine 5 «achbarstaate Irrrg, ber in be 3ug fiel, in - Ln ^vvenh ■HtcbboiMa den ifriebbof§De nahm sie fest. - werk der Herren Weder in V Me a(fe in, bet Küche n brühte sieb
5(bmer ffnegeruete lladt miUost - ►ettgin
* Ein M ^at big ygx skßm. tzr hatt deshalb von be pS« eine An sollte sich s, 'hn der g(QQ|. Einstellung be ba§ b?n Zotenie QI,Mertiqfe C
Strafantri ^chmadlkes f StaatSanivalih i’gt sie bereits tz^^Ileine
LdL LZS g^'bere
(nörbt einen me6rere entflleih q"


