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Für daZ Med gebüftrt Jhiren warmer herzlicher Dcmk mtb das umsomehr, als Sie diesen Tag nicht, wie Sie und wir gewünscht hätten, in ungebrochener Gesundheit und Rüstigkeit besteben können, sondern von der Ueberlast der Mühen, Sorgen und Arbeiten gebenstt, Ihrer Amtstätigkeit gegenwärtig entzogen sind. Wir befehlen Sie in den Schutz des treuen Gottes. Er verleihe Ihnen die Kraft, in Geduld auszuharren unter dem, was er Ihnen auferlegt hat, und erfülle unfern innigen Wunsch, dast es Ihnen vergönnt sein möge, bald wieder und noch lange Ihres Amtes unter uns zu toalten.
Auch der Stadtvorstand, der der Patron der 1. Pfarrstelle ist und als solcher seinerzeit Pfarrer Naumann hierher berufen hatte, war durch eine Deputation, bestehend aus den Herren Beigeordneten Georgi, den Stadtv. W. Löb er, L. Petri II. und Wa llenfels vertreten. Herr Dekan Strack gratulierte im Namen der Geistlichen des Dekanats. Aus allen Kreisen der Gemeinde trafen Glück- wunschgrüße mit Blumen und Gaben ein.
— Besitzwechsel. Zu der gestrigen Notiz über den Verkauf des früher Busch'schen Geländes am Seltersweg wird uns mitgeteilt, daß der Verkauf an Drogist Kilbinger noch nicht abgeschlossen sei. Der Abschluß des Verkaufs steht indessen bevor und Kilbinger erhält den größten und wertvollsten Teil nach dem Seltersweg zu.
** Zum Schneider ft reik. Wir lesen in der „F. Ztg.", daß die Schneider in Frankfurt sich mit dem hiesigen Strerk beschäftigt haben. In einer Versammlung von vierhundert Sckmei- dergehilfen teilte Gauleiter Mirus gestern mit, daß in Frankfurt für die Gießener Schneiderfirmen Streilarbeit angefertigt werde. Die Firma Franz in der Kaiserstraße besorge die Vermittlung. In Berlin und Leipzig hatten bie Arbeiter ihre Firmen gezwungen, die Streikarbeit zurückzuziehen. Auch die Frankfurter Schneider mußten dies tun. Es wurde eine Kommission beauftragt, feftzu- ftellen. welche Firmen Streikarbeit anfertigten. Gegen bi eie Firmen sollen weitere Schritte unternommen werden. Die Gießener Kollegen werden aufgesordert, im Kampf gegen das „stivole Arbeitgeber tum" auszuhalten.
** Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse fiel ein Gewinn von 40 000 Mk. auf Nr. 88854 ein Gewinn von 10 000 Mk. auf Nr. 4041, Gewinne von 5000 Mk. auf Nr. 8435 24496 52339 63954 77992. (Ohne Gewähr.)
Frankfurt, 10. April. In der Wohnung des Kommissionärs Isaak Roß, Kaulbachsttaße 36, flam es gestern abend zu einer schrecklichen Szene. Der in den zwanziger Jahren stehende Sohn hatte von dem Vater Geld verlangt und ihn, als er es nicht erhielt und zurechtgewiesen wurde, mit einem Messer bedroht und dann mit entern Revolver. D r e i S ch üs se g a b d e r S o h n au f den Vatern b. Eine Kugel ging in den Kopf, der zweite Schuß streifte die Hand, der dritte ging fehl. Die Mutter, die krank und halbgelähmt ist, konnte den ungeratenen Sohn von weiteren Angriffen abhallen. Der Attentäter bewaffnete sich dann mit einem Tranchiermesser und drohte jedermann, der ihm nahe käme, mit Totftechen. Er schwang sich aufs Fahrrad und entkam. Obgleich die Polizei, die sofort benachrichtigt wurde, rasch bte Verfolgung aufnahm, konnte bie Festnahme bis jetzt nicht erfolgen. Der Vater ist schwer verletzt; er wurde von der Rettungswache ins städtische Krankenhaus verbracht. (F. Z.)
Frankfurt a. M., 10. April. Hier tagten am Sonntag unter dem Vorsitz des Rechtsanwalts Dr. Hermann Fischer-Köln Vertreter der im Reichsverbande befindlichen Vereine der nationalliberalen Jugend. Die Beratung betraf lediglich innere, besonders Kassenangelegenheiten, und die Vorbereitung der im September zu Stuttgart ftattfindenden ordentlichen Vertreter-Versammlung. Voraus ging eine Vorstandssitzung, worin Kaufmann Stübler-Stuttgart und Amtsrichter Koch-Mannheim zu stellvertretende Vorsitzenden gewählt wurden.
Kleine Mitteilungen aus Hessen und den N a ch b arstaate n. 'Alus der Gegend von K o b l e n z, laufen Nachrichten über Frostschäden an Blüten und Gewächsen ein. — In der Sandweg-Apotheke an der Schillingstraße in F r a n k f u r t a. M. verübte der Provisor Dr. F l a t h.e aus Posen Selb st mord, indem er sich mit einem Rasiermesser den Hals durchschniit. Flathe hatte eine Apotheke übernommen und machte sich wegen dieser große Sorgen. — Die Volks zahl für den Stadtkreis Frankfurt a. M. unter Berücksichtigung der seit der letzten Volkszählung polizeilich gemeldeten Zu- und Abwanderungen, sowie des entsprechenden Ueberschusses der Geburten über die Sterbefälle am 1. April 1905 ist mit rund 324 500 anzunehmen. Am 1. Januar waren es 320000. — Nach den Mitteilungen des Provinzialdirektors v. Gagern ist in der Nähe von Älzey ein Terrain für die Erbauung einer Lungenheilstätte für Rheinhessen ausersehen. — Der Sergeant Schad o vom 87. Inf.-Regt, in Mainz hat sich in der Kaserne erhängt. Weil er ein starker Trinker war, erklärte ihm am Samstag sein Hauptmann, er könne ihn nicht zum Feldwebel befördern. Darauf erfolgte der Selbstmord. — Die israelitische Gemeinde in Alsfeld begann im vorigen Jahre den Neubau einer Svna- goge. Ter stattliche Neubau ist jetzt im Rohbau vollendet und soll voraussichtlich im Herbst d. I. in Benutzung genommen werden. — In Gau-Algesheim wurde eine gemeinnüt'.iae Baugenossenschaft errichtet.
* Das Erdbeben in Indien bat die Ortschaften Karn- gra, Valambur, Dhawan und alle in der Umgegend dieser Ortschaften liegenden einzelnen Gebäude völlig zerstört. Nicht ein einziges Gebäude ist unversehrt geblieben. Neue Erdstöße sind in Dhurmsala verspürt worden. Die Bevölkerung ist immer noch in großer Aufregung. Nach den offiziellen Ziffern soll die Zahl der Verunglückten 20000 überschritten haben und noch fehlen die Berichte aus vielen Distrikten im Kangratal. Das ganze Gebiet befindet sich noch in fortwährendem, obschon schwachen Vibrieren.
* Die Eröffnungsfeier des Simplontunnels ist auf den 25. oder 28. September angesetzt und dauert vier Tage. Der erste Tag gilt dem Empfang des Königs von Italien in Brieg. Der König fährt nicht weiter. Am zweiten Tage findet ein Fest in Lausanne statt, am dritten ein Fest in Mailand und am vierten eins in Genua. Man rechnet auf 700 Teilnehmer.
* Kleine Tageschronik. In Holzminden starb der Fabrikant Reuter infolge Verwechselung eines Bandwurmnnttels mit Güt durch einen Apothekerlehrling. — Der „Schles. Ztg." zufolge sind im Altvater-Gebirge zwei Touristen durch Lawinensturz tätlich verunglückt. ___________
Ei» mod erner Blaubart vor Gericht.
S. u. H. München, 10. April.
Unter gewaltigem Andrange des Publikums begann heute früh 8V2 Uhr vor der ersten Strafkammer des hiesigen Landgerichts I die Verhandlung in dem mit Spannung erwarteten Prozesse gegen den praktischen Arzt Dr. med. Iwan Justin Braunstein aus Wipperfürth bei Köln, der sich wegen Urkundenfälschung und Betruges zu verantworten hat, außerdem aber unter der Anklage steht, Ende November v. I. in Italien seine Gattin auf der Hochzeitsreise vergiftet zu hab"n D"r Tatbestand ist kurz folgender: Während der Hoch- - itsreise starb in Lugano die junge Gattin des Dr. Braunstein, eine geborene Maria Wepe aus Halle a. S. Sie besaß ein Vermögen von etwa 120 000 Mark, das laut Testament frur Hälfte ihrem Manne, zur anderen Hälfte ihrer Stiefschwester zusallen sollte. Kurze Zeit vor ihrem Tod hatte nun ihr Gatte auf einem Schriftstücke, da§ die gefälschte Unterschrift der Frau Dr. Braunstein trug, den Halleschen Bankverein ersucht, das dort in Wertpapieren ,lagernde Vermögen der Ehefrau an die Filiale der Deutschen
Bank tn München zu überweisen. Ein weiteres gefälschtes Schreiben machte den Dr. Braunstem zum alleinigen Erben der Verstorbenen. Schließlich gelaugten auch noch nach dem Tode der Frau Dr. Braunstein Schriftstücke mit if^er gefälschten Unterschrift an die Deutsche Bank tn München. Wie erinnerlich, wurde der Arzt wenige Wochen nach dem Ableben seiner Frau unter dem Verdachte des Mordes, der Urkundenfälschung und des Betruges verhaftet. Die Anklage wegen Mordes ist vorläufig nicht erhoben, da der Leichnam der Frau verbrannt ist, mithin eine Ermordung überaus schwer nachzuweisen sein soll. Dr. Braunstein bestreitet mit großer Entschiedenheit, seine Frau vergiftet oder irgend eine sonstige strafbare Handlung begangen zu haben. Die angebliche Fälschung der Schriftstücke sei in vollem Einverständnis mit seiner Gattin erfolgt. Zur Personalfeststellung gibt er an, am 20. Februar 1858 in Wipperfürth (Regierungsbezirk Kölni geboren und Protestant zu sein. Er war zuletzt in München wohnhaft, wo er im Hause einer Oberstleutnants- Witwe in der Maximilianftraße als Spezialarzt für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten praktizierte. Auch hat er mehrere fachwtsseitschaftliche Werke verfaßt, von denen eins in der medizinischen Welt sogar bedeutendes Aufsehen erregt haben soll. Der An geklagte ist vom Landgericht Bonn wegen Entwendung einiger wissenschaftlicher Werke aus der dortigen Univerfitäts- Bibliothek und einiger Instrumente, die er Kommilitonen stahl, mit einer Gefängnis st rase belegt worden und in ber Folge aus dem Militärverbande, dem er als Artillerieoffizier angehört, ausgeschieden. Er ging dann als Schiffsarzt nach West- inbien und bereifte in gleicher Eigenschaft später von Newyork aus die halbe Welt, 11m sich schließlich in dem kleinen Orte Nebra bei Querfurt in der Provinz Sachsen, niederzulassen. Zwischendurch will er auch längere Zeit in Berlin gewesen sein und hier bei Professor Ehrlich seine künstlerische Ausbildung als Pianist a en offen haben.
Spielplak der verrinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus.
Dienstag den 11.April*): „Das Glück/ Hierauf: „Alessandro Stradella." ‘ Mittwoch den 12. April geschlossen. Donnerstag den 13. April: „Fidelio" Freitag den 14. Äpril: „Das Veilchemnädel." Samstag den 15. April: „Die lustigen Weiber von Windsor." Sonntag den 16. April, nachmittags halb 4 Uhr: „Das Schwalbennest." Abends 7 Uhr: „Lohengrm".
Schauspielhaus.
Dienstag den 11.April: Zum erstenMale: „Die große Leidenschaft." Vorher: Zum ersten Male: „Das Fest des St. Matern." Mittwoch den 12. April: „Die große Leidenschaft." Vorher: „Das Fest des St. Matern." Donnerstag den 13. April, abends halb 8 Uhr: „Medea." Freitag den 14. April: „Tie große Leidenschaft." Vorher' „Das Fest des St. Matern." Samstag den 15. April: „Die Journalisten." Sonntag den 16. April, nachmittags halb 4 Uhr: „Zaza." Abends 7 Uhr: „Die große Leidenschaft." Vorher: „DaS Fest des St. Matern." Mmtag den 17. April: Zum ersten Male: „Außer Dienst." Vorher: „Zehntausend Fuß hoch."
*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends nm 7 Ubr.
ti>ind)tsiaaL
Stuttgart, 10. April. In dem Prozeß gegen den Redakteur des „Simplizissimus", L'innekogel, vor dem hwsi- gen Schwurgericht wegen Beleidigung des Königs v 0 n Sachsen, welcher durch den Text zu einem bie Gräfin Mon- tignoso vor dem Dresdener Schlosse darstellenden Bilde in ber Spezialnummer des „Simplizisfimus": „Familienfromm'" begangen sein sollte, wurde heute nach brciftünbiger Verhandlung die Schuldfrage durch bie Geschworenen verneint und der Ange- llaate freiaesvrochen.
Vorbei mb Werkelir. Wolkswirischaft.
Der Stadt Gießen ist die Genehmigung zur Ausgabe von 3 Millionen Mark 3i 2 b r 0 fr. Anleihe erteilt worden.
Gewerkschaft Deutschland in Hönninqen a. Rh. In ber in vergangenen Woche in Gießen im Hotel Vietoria stattgehabten Gewerkenversammlung, in welcher 808 Kuxen vertreten waren, wurde beschloßen, eine Ausbeute von M. 10.— pro Kux zu verteilen. Die ausscheidenden Grubenvorstandsmitglieder wurden wieder gewählt. Die geschäftlichen Aussichten für das laufende Jahr wurden als günstige bezeichnet. Der Versand hat sich bisher in 1905 gegen den gleichen Zeitraum des Vorjahres sich um 78000 Kilo gesteigert.
Offenbacher Anleihe. Die Zulassung fr um Berliner Börsenhandel ist beantragt worden für 5 Mill. Mk. 3i/2 Proz. Anleibe der Stadt Offenbach vorn Jahre 1905, Tilgung vorn Jahre 1908 anfangend, Rückzahlung auf Grund verstärkter Auslosung und Gesarntk'"' d'gung ausaefchlossen.
Gießen, 11. April. Marktb eriebt. Auf heutigem Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Vfd. 1.05—1.15 Mk., Hühnereier 1 St. 5—6 Vfg. 2 Stck. 00—00 Vfg., Gänseeier 00—00 Ma., Enteneier 6—7 Pfg., Käse vr. Stck. 6—8 Pß, Käsematte 2 Stck. 5—6 Pfg. Erbsen pr. Liter 21 Pfg., Linsen vr. Liter 32 Pfg., Tauben vr. Paar 0,80-0,90 Alk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Alk., Hähne pr. Stuck 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Gänse or. Md. 55—65 Pfg., Ochsenfleisch pr. Mund
70—80 Pfg., Kuh- und Rindfleisch vr. Pfund 62—68 Pfg., Schweinefleisch vr. Pfund 60—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—74 Pfg., Hammelfleisch vr. Pfund 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6,00—6,50 Mk., Zwiebeln pr. Ztr 8 00—10,00 Alk., Milch per Liter 18 Pfg., Aevfel per Zentner 0 bis 0 Alk., in Körben 00—00 Pfg. Russe 100 St. 00-00 Pfg. Zwetfchen per Zentner 0.00-0.00 Mk. Birnen per Zentner 6 bis 0.00 Mk. Weißkraut 0.10-0.15. Morktreit 8—2 llbr.
Kirch ticke Nachrichten. Evangelische Gemeinde.
In der Johanneskirchc.
Mittwoch den 12. April, abends 6 Uhr: 6. Passions-Andacht.
_________ Marrer E u l e r.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witteruna in Hessen für Mittwoch den 12. April 1905: Meist trüb, tagsüber etwas kühler, öfters Regen. Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
Originat-DrotrinnlÄnngen.
Kassel,^ 11. April. Die Genickstarre ist hier ausgebrochen. Der Kanonier Apel aus Bochum ist gestorben. Weitere 20 Mann, die erkrankten, wurden in Zelten isoliert.
London, 10. April. (Unterhaus.) Austen Chamberlain führt aus, England dürfe hoffen, daß es sich auf dem Wege einer mäßigen aber beständigen Erh0lung von der Depression der jüngsten Zeit befinde: bisher sei diese Erholung zu gering gewesen, um einen Einfluß auf die Einnahmen des vergangenen Finanzjahres auszuüben. Der Schatzkanzler lenkte die Aufmerksamkeit auf den beständigen Rückgang der Zolleinkünfte für Spirituosen und Bier. Der Rückgang scheine eine Wandlung in den Gewohnheiten des V 0 lk e s anzuzeigen. Die Staatsschuld belief sich am 31. März d. I. auf 797 736 000 Pfund. Die neuen Schatzbonds sollen sofort ausgegeben werden. Der Schatzkanzler bedauert, daß er die Einkommensteuer nicht herabsetzen könne. Einer der Gründe, ^die ihn veranlaßt haben den Tee als Gegenstand der Steuerreduktion zu wählen, sei der Umstand, daß der Teebedarf Englands fast ausschließlich von den britischen Kolonien gedeckt werde. Die Zollherabsetzung solle am 1. Juli 1905 in Kraft treten. Tie Resolution, welche die Regierung Mr Ausgabe neuer Bonds in Höfte von 10 Millionen Pfund Sterl. auf zehn Jahre ermächtigt, gelangte in der von Chamberlain beantragten Form Annahme.
W n rscha u, 11. April. Im Post- und Telegraphenamt; SoSnowiee verletzte ein Beamter feinen Chef durch Messerstiche in schwerster Weise. — In Lodz streiken- 3000 Arbeiter einer Baumwoll-Manufaktur.
Brasst-Sside v. 95 Pf.
— Zollfrei! — Muster an Jedermann! —
Seidenfabrikt. Henneberg, Zürich.
Telephonischer Kursbericht.
F ’nnkfNr? a
3V8°/0 Reichflanleihe . . 101 80
8«A do. ... 90.90
3V,o/o Konflols .... 101.70 30/n do......90.85
SV<,»/n Rpsflen .... 100.40
31/, % Obnrhoflflon . . . 99.00 4 % Oesterr. Goldrento . . 102.40 Vl6% Oesterr. Silberrento 101.60 4% Unirar. Holdrente . . 100.20 4°/ Italien Heni^ . . . —.— 3 % Portn?ies"r . 68.00
1°/ ^rtngieflnn. UI . . 67.90 4% Unif. Türken . . . 89.00 Türkenlose .... 136.20
4% Oriech. Monopol.-Anl. 52.10 41^°/0 äussere Argentiner 45.65
10. April, 2Uhr mittags.
Mexikaner . . . 35.75 4Vr7r, Chinesen .... 96.45 Electric. Sei ackert . . . 140 5(X Nordd Lloyd . . . , 122.50
Kreditektien . . , . 209 80
Diflkonto-Komniandit. . 191.00
Darmstädter Bank . 144.80 Dresdener Bank .... 158 50 Ber1 in er Handelndes . , 170 70 Oesterr. Staatflbahn . . . 141.40 Lombarden.....16.50
Gotthardbahn ..... —.—• Laurahiitte..... 276.00
Boohern . . . . . 251.90
Rarpener . ..... 212 50
Staatsch atzsch eine . . . 100.65
: fest.
R
Evarrg. Avbeiter-Vevern
geziemend in Kenntnis.
Der Vorstand.
Die Beerdigung findet Mittwoch den 12. d. Mts., nachmittags 3V2‘ Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt.
Wir setzen unsere Mitglieder von dem Ableben unseres treuen Mitgliedes
Sm» Heinrich Laval
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Verluste unseres jüngsten Töchterchens
Anna
sagt innigsten Dank 2008
Fsmilie Rüdiger.
Bilanz pro 1904.
Aktiva. cX A
1. An Kapitalien-Konto 127.85
2. „ Jmmobilien-K. 378972.75
3. „ Mobilien-Konto 300.—
4. „ Kassa-Konto 2406,20
381806.80
Passiva. JL H
1. Per Zinsen-KoMo 10.481
2. „ Geschäftsanteil-
Konto 10764.0L
3. „ Anlehen-Konto 334169.—/
4. „ Spareinlagen-
Konto 5788.39
5. „ Reservefond-K. 2616LL
6. „ Spezial-Reserve-
sond-Konto 4157.79
7. w Betriebs-Rück
lage-Konto 13823.68?
8. , Straßenkosten-
Beitrag-Kortto 339L37^
9. „ Trottoir-Konto 1900.—,
10. „ Kanalisations-K. 3800.—
11. , Gewinn-Saldo 1385.851
381806.80'
Mitglicderstand Ende 1903 . . . 105
Zugang in 1904 .... - . . 6
111
Abgang in 1904 .... ♦ ♦ ♦ 3
Mitgliederstand Ende 1904 . . . 108
Das Mitgliederguthaben beträgt Ende 1904 Mk. 10764.02
Die Haftsumme beträgt Ende 1904 ... „ 22300.—.
Gießen, am 11. April 1905. Du/<
BüMnHWsl -es emgel. Arbeiterverenis
zu Gießen
Eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.
____________Doering. Haas. ,
Aitanz am 31. Dezember 1904.
Aktiva: Jit $
Ausgeliehene Kapitalien:
a) gegen Bürgschaften
und andere Sicherheiten ..... 46531.19
b) gegen gerichtliche Hypotheken . . . 25800.—
c) gegen hinterlegte
Wertpapiere . . 400.—
ä) gegen Kaufschillinge 8121.96
e) in cedierten
Forderungen . . 625.71
f. in laufender Rechnung 5416.03
g) in laufenden Wechsel 2 954.64
Barbestand .... Io86.74
Mobilien ..... 32.-
Ausstehende Kosten . 9.44
Ausstehende Zinsen . 1481.26 j
92958.97 II
Passiva. £
Reservefonds .... 641.—/
Guthaben der Genossen 2500.—i
Nicht erhobene
Dividenden.... 24.— ■
Spar°Einlagen . . . 88093.40•
Einlagen in laufender
Rechnung .... 1184.25-'
Reingewinn .... 516.32
92958.97
Mitgliederstand Ende 1903 ... 50
Abgang in 1904 . . . . . 0
Zugang in 1904 . ___0
Daher Stand der Mitglieder Ende 1904 50
Mainzlar, am 10. April 1905.
Spar- und Vorschußkafse Mainzlar
Eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht.
Bingel, Schlapp, Spaar,
Direktor. Rechner. Kontrolenr.
Die Rechnung liegt von heute an 8 Tage lang ber, Rechner Schlapp zur Einsicht der Beteiligten offen. 199^


