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Nr. 86
Erstes Blatt. 15S. Jahrgang
Dienstag LI.April 1905
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Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfifchen Landwirt die Siebener Familien. Hättet viermal in der Woche beigelegt.
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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Die Keutige Hiummer nmtaht 8 Seiten
Wie hessische LandwirtschastsKammer.
Alle Achtung vor den Mitgliedern unserer zweiten Kammer! Sie haben in ihrer kurzen Tagung vor Ostern ein Kunststrick fertig gebracht, das man "faitm hätte für möglich halten sollen, das Kunststück, die hessische Landwirtschaft unter einen Hut zu bringen. Es war schon vielfach in früheren Jahren der Versuch gemacht worden, einen korporativen Zusammenschluß der Landwirte Hessens in die Wege zu leiten und damit der Staatsregierrmg ein Organ als Beirat zur Seite zu stellen, der bei allen landwirtschaftlichen Fragen in Funktion treten sollte. Der Antrag Haas, der im Juli 1902 zwar von der zweiten Kammer in abgeänderter Form mit großer Mehrheit angenommen worden war, fand nicht die Billigung der ersten Kammer, und auch die Regierung nahm bei der Beratung eine zuwartende Stellung ein; das einzige, was sie tat, war die Erklärung, den Antrag und die Diskussion darüber als „Material" entgegennehmen zu wollen. Dies Material hat sich aber schon im Laufe des folgenden Jahres zu einer Regierungsvorlage verdichtet, die im Frühjahr darauf den landwirtschaftlichen Korporationen zur Prüfung und Rückäußerung vorgelegt werden konnte und im allgemeinen auch deren volle Billigung fand. Der so begutachtete Gesetzentwurf wurde dann von der landwirtschaftlichen Mteilung im Ministerium des Innern noch einer gründlichen Revision unterzogen, nach Möglichkeit den Wünschen der Interessenten entsprechend -ausgestaltet und alsdann am 15. Nov. v. I. der zweiten Kammer vorgelegt. Die Regierung konnte dabei ausdrücklich darauf Hinweisen, daß der nun fertiggestellte Gesetzentwurf in seinem wesentlichen Inhalt den Wünschen der Beteiligten entspreche. Man hätte darnach allgemein auf eine glatte 'Annahme des Negierungsentwurfes in der Kummer rechnen sollen, doch es kam anders! Der Sonderausschuß für die Landwirtschaftskammer war erst einmal zur Besprechung der Vorlage beisammen, als in den Mattern die überraschende Nachricht verbreitet wurde, der Ausschutz werde dem Gesetz auf keinen Fall seine Zustimmung geben, es sei schon jetzt als gescheitert zu betrachten, denn es enthalte — horribile dictu! — für die Land- wirtschaftskammer die Einführung des indirekten Wahlrechts. Wir haben, so wurde mit Entrüstung aus- geführt, erst im vorigen Sommer die Vorlage auf Einführung des direkten Wahlrechts für die zweite Kammer glücklich zur 'Annahme gebracht, und nun sollten wir hier wieder auf das indirekte Wahlrecht zurückgreifen? Nimmermehr! Der 'Ausschuß war somit nahe daran, der Vorlage ein Begräbnis erster .Klasse zu bereiten, als sich plötzlich wieder die ganze Situation veränderte. Die Art der Organisation gefällt uns nicht, so hieß es nun mit einem Mal. Wir wollen keine berufliche Zusammenschließung von unten nach oben, sondern eine solche von oben nach unten. Die Regierung hatte mit Recht die Bildung von Berufsverbänden in Vorschlag gebracht, zu welcher die bestehenden Vereinsorganisationen den Anlaß boten. In diesen sollten die Landwirte künftig vereinigt sein. Es kam der Regierung darauf an, auch die im engeren örtlichen Zusammenhang stehenden Berufsangehörigen eines Kreises oder seiner Teile und einer Provinz zu Verbänden mit einer gewissen Selbständigkeit zusammenzuschließen und sie nicht nur in dem großen Landesverb and aufgehen zu lassen. „Denn eine wesentliche Förderung der landwirtschaftlichen Interessen ist —- so heißt es in der Begründung — bisher gerade in diesen kleineren Vereinigungen erreicht worden. Sie gerade sind geeignet, alle, die dazu befähigt erscheinen, zur Mitarbeit heranzuziehen und möglichst jeden Berufsgenossen Anteil nehmen zu lassen an dem, was Förderliches und Nützliches geschaffen wird." Dieser so klare und als zweckmäßig motivierte Ausbau behagte aber nun plötzlich der 'Ausschußmehrheit nicht. Sie muß zugestehen, daß der „Aufbau von unten nach oben" „ja wohl der derzeitigen Gliederung der landwirtschaftlichen Vereine teilweise Rechnung trage", aber das passe nur auf die Verhältnisse in Rheinhessen. Die Schaffung von selbständigen Körperschaften neben und mit dem allgemeinen Landesverband würde nur zu einer Zersplitterung der Kräfte führen und sehr teuer werden, so meinte der Ausschußberichterstatter. 'Angesichts dieser schroff ausgeprägten Gegensätze mußte es einigermaßen merkwürdig berühren, daß trotzdem ein Kompromiß zwischen Regierung und Ausschuß zustande kam in der Form, daß die Regierung sich der „Organisation von oben nach unten" fügte, während der Ausschuß dafür das indirekte Wahlrecht aheptierte.
In der zweitägigen Kammerberatung über die Vorlage sind die Hoffnungen einsichtsvoller Landwirte, über die Beweggründe dieses Kompromisses etwas näheres zu erfahren, leider nicht in Erfüllung gegangen. Die Regierung hat mit süßsaurer Miene die umgekehrte Organisation angenommen, und andererseits haben auch die lautesten Rufer nach dem direkten Wahlrecht es diesmal nicht gewagt, mit einem diesbezüglichen 'Antrag hervorzutreten; auch für die Wahrung der Wünsche und Interessen der landwirtschaftlichen Vereine, deren segensreiche Tätigkeit auch von der Regierung dankbarst anerkannt wurde, ist mit einer einzelnen Ausnahme von niemand weiter eine Lanze gebrochen worden. Es herrschte überhaupt eine Gleichgiltigkeit in der Kammer dieser Vorlage gegenüber, wie man sie bei der Wichtigkeit der Sache kaum hätte erwarten sollen. Die Beratung begann in Gegenwart von elf Mitgliedern und He Unaufmerksamkeit war groß. Sowohl bei den Regierungsvertretern, wie bei den Rednern aus dem Hause war keine Befriedigung über den Kompromiß zu verspüren; es war nur das eine Bestreben maßgebend, unter allen Um- stMden etwas zustande zu bringen. Und dieses Kunststück
ist ja auch, glücklich erreicht worden. Mit welchem Erfolg für die hessische Landwirtschaft, wird die Zukunft lehren!
Die Südlaridfaörl des Kaisers
Eine der „Kreuzztg." aus Rom zugehende Zuschrift macht auf den volkswirtschaftlichen Vorteil aufmerksam, den die Südlandfahrt Kaiser Wilhelms für Italien im Gefolge hat. Sizilien sei jetzt geradezu in Mode gekommen und weise überaus ertragreichen internationalen Bestich auf. Das Interessanteste aber ist die Feststellung, daß über die Würdigung der Kaiserreisen von diesem Gesichtspunkte aus in der italienischen Presse sich nicht eine einzige Zeile findet. Ein vergleichender Hinweis auf das Verhalten derselben Presse Frankreich gegenüber, wie ihn die erwähnte Zuschrift gibt, regt zum Nachdenken an. Als seinerzeit Präsident Loubet nach Italien kam, machten die hauptstädtischen Blätter viel Aufhebens von der Steigerung des französischen Fremdenverkehrs, die als nächste Wirkung der neubesieqelten Freundschaft mit der Republik in sichere Aussicht gestellt wurde, tatsächlich aber nicht eintrete. Die Zahl der deutschen Jtalienreisenden war sogar zur' Zeit des Loubet'schen Besuches weit größer als die der französischen Besucher. Die italienische Presse bekundet also hier eine bemerkenswerte Parteilichkeit zu gunsten Frankreichs, und wenn man diesen Zug auf das politische Situationsbild überträgt, so spricht es nicht gerade für eine besondere Beliebtheit des Anschlusses an Deutschland in der öffentlichen Meinung Italiens.
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Messina, 10. April. Die „Hohenzollern", mit dem Kaiser an Bord, ist heute vormittag 11.45 Uhr unter dem Salut der Hafenbatterie und der im Hafen liegenden Kriegsschiffe nach Korfu gegangen. Die „Hohenzollern" ist vom „Friedrich Rad* und „Sleipner" begleitet. Infolge heftigen Sturmes gab die Kaiserin die Absicht auf, auf der „Hohen- zollern" bis Taormina zu fahren, sie ging vielmehr um 11 Uhr vormittags hier an Land, wo sie von dem deutschen Konsul begrüßt wurde, und fuhr dann aufenthaltlos in einem Sonderzuge nach Taormina, nachdem sie dem Konsul für den krank im Hospital liegenden Adjutanten des Herzogs von Sachsen-Koburg-Gotha einen Rosenstrauß übergeben hatte.
Taormina, 10. April. Die Kaiserin traf mittags wieder ein und wurde am Bahnhofe von den Prinzen Eitel Fritz, Adalbert und Oskar empfangen. x
Nom, 10. April. Wie von diplomatischer Seite verlautet, haben Kaiser Wilhelm und König Viktor Emanuel bei ihrer Begegnung in Neapel unmittelbar nack dem Galadiner im Königspalast eine herzliche Begrüßungsdepesche an Kaiser Franz Josef gerichtet.
Marokko-Streiflichter.
Von der Einberufung einer internationalen Marokko-Konferenz wollen die französischen Regierungskreise anscheinend nichts wiffen. Das muß einigermaßen befremden. Hieß es doch zurzeit der Verhandlungen zwischen den Kabinetten von Paris, London und Madrid über ein Marokko-Arrangement, daß der handelspolitischen Gleichberechtigung der Nationen in aller Form Rechnung getragen werden solle, nämlich durch Einsetzung eines internationalen Komitees in Tanger mit einem hervorragenden spanischen Politiker als Vorsitzenden. Ist der Gedanke auch bisher nicht in die Tat umgesetzt worden, so beweist er doch, daß die Mittelmeermächte der Notwendigkeit, auf die anderen interessierten Staaten gebührend Rücksicht zu nehmen, sich da- mals nicht verschlossen. Es gewinnt nunmehr den Anschein, als sei in der Aufsaffung der beiden führenden Mittelmeermächte, England und Frankreich, inzwischen ein Umschwung erfolgt, als beabsichtige man, die förmliche Rücksichtnahme auf die anderen Staaten, vor allem auf Deutschland, fallen zu lassen. England hält sich dabei wohlweislich im Hintergründe, und Spanien spielt eine etwas zweifelhafte Rolle. Vor einigen Tagen war zwar zu lesen, König Alfons werde die Einladungen zur Marokko-Konferenz ergehen lassen. In Madrid aber bleibt alles still; auch die spanische Regierungspresse nimmt nicht mit einer Silbe zur Marokkofrage Stellung. Offenbar ist hierbei der englisch- französische Wunsch in Madrid Befehl, denn das Wort Silvelas, in der Marokko-Politik müffe Spanien Hand in Hand mit Frankreich und England gehen, bleibt unvergessen.
Dem römischen Korrespondenten des Pariser „Matin* erklärte der italienische Minister des Auswärtigen, Tittoni, daß man auf dem Wege sei, die zwischen Paris und Berlin bestehende Verstimmung zu beseitigen. Es gelte vor allem, die Umstände, unter denen die Verständigung Deutschlands vom Abschluß des franko-englischen Vertrages erfolgte, genauer festzustellen. Tittoni hofft, daß die sehr bald zu erwartende Aufklärung beide Teile befriedigen wird. Derselbe „Matin^ läßt sich von seinem B erlin er Korrespondenten telegraphieren, ein Freund des deutschen Reichskanzlers habe ihm erklärt, daß Graf Bülow nicht bezweckt habe, einen diplomatischen Sieg über Deleassö in der Marokkofrage zu erringen. Es sei niemals die Absicht der deutschen Regierung gewesen," die Dinge auf die Spitze git treiben. König Viktor Emanuel erklärte'seinen Ministern, daß in einer Unterredung der deiitsche Kaiser sich in Betreff der marokkanischen Frage in für Frankreich sehr günstigem Sinne ausgesprochen habe.
Der Berliner Korrespondent des „Echo de Paris" erhielt vom Prinzen Arenberg, welcher den Reichskanzler Grasen Bülow besprochen hat, die bestimmte Zusicherung, däß bie1 kleine Verzögerung Bei dem Erscheinen Kaiser Wilhelms in Tanger lediglich auf die Vorstellungen deA eine glatte Landung wünschenden technischen Personals erfolgte. Was von lwchpolitijchen Ursachen dieser Verzögerung gefaselt wrude, beruhe auf Pariser Erfindungen. Weiter bemerkte Prin^ 'Arenberg, Deutschland könnte, wenn es durchaus sein müßte, seine Interessen in Marokko auch ohne Frankreich wahren, aber eine rasche Verständigung wäre im Interesse der Fortdauer angenehmer Beziehungen vorzuziehen. Frankreich werde'zugeben, daß es im Ernstfall isoliert wäre. (?) Delcassö könne den Beginn der für Frankreich notwendigen diplomatischen Auseinandersetzungen hinausschieben, vermeiden ließen sie sich nicht mehr.
Inzwischen fängt der marokkanische Antipode des Sultans, Bu Hamara, wieder zu rühren an. Er möchte gern die Spannung der Mächte zu seinen Gunsten benutzen, tor*^ aber von Fran kreich daran gehindert, indem dieses wieder die Sache des Sultans als die ihre in die .Hand nimmt. Dadurch^ wird die Lage noch erheblich komplizierter. W. T.-B. meldet heute aus Paris:
Paris, 10. Avril. Ans Maier wird mehreren Blättern gemeldet: Die Banden des Prätendenten Bu Hemars und des Stammeshäuptling Buamama versuchten gestern Udja an der algerisch-marokkanischen Grenze zu nehmen, indem sie den Ort von drei Seiten tut griffen. Die Lage b er Truppen des Sultans, welche von den Banden Buamamas nach Süden gedrängt worden waren, war sehr kritisch geworden, als der L e u t n a n t M o u g i n , Befehlshaber der Gren^- abteilung der französischen Militärmission in M<v- rokko, auf die Angreifer Geschützfeuer eröffnen ließ, welches sie zwang, sich mit großen Verlusten zuruckzu- ziehen. Der „Temps" bemerk hierzu, daß Leutnant Mougür auf Grund des 1845 abgeschlossenen Vertrages von Salla Marnia sowie der späteren Uebereinkommen mit Marokko zu dieser Jnter- vention bereclU'at gewesen sei.
Teutfrfie^ Reich.
Berlin, 10. April. Für den diesjährigen Besuch deö Kaisers in Elsaß-Lothringen sind vorläufig folgende Dispositionen getroffen: Der Monarch gedenkt am 6. Mai in Straßburg einzutreffen und dort etwa 4 Tage zu verwestem Für den 10. Mai ist ein Besuch in Metz in Aussicht genommen. Im Anschluß hieran erfolgt ein mehrtägiger Aufenthalt in Schloß Urville, wo auch zu gleicher Zeit die Kaiserin mit den jüngsten kaiserlichen Kindern eintreffen wird. Von Urville wird die Weiterreise nach Wiesbaden angetreten zur Teilnahme an den Kaiserfestspielen, die vom 17. bis 20. Mai stattfinden.
— Prinz Heinrich von Preußen ist heute früh auf der Rückreise von Petersburg hier eingetroffen und hat sich ins Schloß begeben.
— Der „Staatsanz." veröffentlicht die Verleihung beSi Roten Adlerordens erster Klaffe an den früheren Präsiden- ten des Oberlandesgerichts in Königsberg und Kanzler im' Königreich Preußen von Holleben; ferner die (Scnen*| nung des Wirk!. Geh. Ober-Regierungsrats v. d. Hagem zum Ministerialdirektor im Ministerium für Handel und" Gewerbe.
— Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Gesetze be-. treffend die Feststellung de§ dritten Nachtrags zum Reichs hau Sh a lts et at für 1904 und betreffend die Feststellung des dritten Nachtrags zum Haushaltsetat für die Schutzgebiete auf 1904.
— Die heute zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt^ 300 Millionen Mark 3prozentige Reichsanleihe' wurde nach vorläufiger Feststellung fünfzehn fach gezeichnet. Auf die Zeichnungen mit Sperrverpflichtung eni#; fallen sehr erhebliche Beträge.
Dresden, 10. April. Der König besuchte heute dis Gebäude der Dresdner Bank, wo er vom Vorsitzendem des Aufsichtsrats, Jencke, und dem Oberbürgermeister Beutler empfangen wurde. Aus diesem Anlaß rief die Bank eine König Friedrich August-Stiftung zu gunsten ihrer: Beamten ins Leben und stiftete als erste Rate 100 000 Mk^ dazu.
München, 10. April. Zum kommandierenden General des dritten bayerischen Zlrmeekorps wurde an Stelle deZ zum Kriegsminister ernannten Generals der Infanterie Graf Horn Generalleutnant von und zu der Tann -Ratsamhausen, bisher Kommandeur der 5. Division (Nürnberg) unter forderung zum General der Infanterie ernannt.____________
AeuislS-Südwestafrika.
Berlin, 10. April. Ein Telegramm aus Windhuk meldet: Im Gefecht bei Aminuis am 25. März sind, gefallen: Oberarzt Mayer, geboren 1875 zu Konstanz,' Unteroffizier Hundertmark, die Gefreiten Brol und Weißel- die Reiter Heidorn und Häufig. Verwundet sind die Ge-. freiten Klöckner und Stöber und die Reiter Zeller und Heinr. Müller, Gefreiter Rudolf Arendt.
Kiel, 9. April. Abends 7 Uhr traf der in Kiel garnisonierende Teil der ersten Staffel des Marine- Expeditionskorps aus Südwestafrika ein. Zum Empfang waren aus dem Bahnhose erschienen die Admiralität, das Offizierkorps, die Spitzen der Behörden, Deputationen^ der Marine mit Musik, Deputationen der Militärvereine mit Fahnen und ein vieltausendköpfiges Publikum. Auf dem Vorplätze des Bahnhofes waren von Seiten der Stadt Flaggen- maste ausgestellt. Auch viele Häuser tragen Flaggenschmuck^


