Ausgabe 
13.6.1905 Zweites Blatt
 
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Unter Anwesenheit des

der

. 101.45 \ 3O/o Mexikaner

Oberhessen

Portugieser I

Tendenz: fest.

lein Hoppe sei. Der Pastor hatte einen geladenen Revolver

der wissenschaftlichen Welt katholischer Seite vielfach

. 90.40

. 101.30

. 90.45

. 100.25

. 98.50

. 102.25

. 101.10

. 99.70

4,/a')/o Chinesen . Electric. Schlickert Nordd; Lloyd . . Kreditaktien . .

Diskonto-Komroandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelegeg Oesterr. Staatsbahn Lombarden . . Gotthardbahn « . Laurahiltte . . Bochum . . . Harpener . . .

Staatschatzscheine

mitgenommen. Hatte er sich doch fortreißen lasten, die man sonst in nicht gewohnt ist und selbst auf ernst gerügt wurden.

Hamm i. W., 10. Juni.

Reichsanleihe do.

Konsols . do. . .

Hessen

67.10

67.40

88.35

137.

54.95

Division, bestehend aus den badischen Regimentern Nr. 109, 110, 111 und dem Rheinischen Infanterie-Regiment Nr. 25, sowie eine kombinierte Kavallerie-Division (9. Husaren, 15. Dragoner, 1. und 2. bayerische Ulanen nebst zwei Maschinen­gewehr-Abteilungen) hinzugezogcn. Der Kaiser hat hierbei drei Regimenter, deren Chef er ist, vorzuführen, nämlich das Gießener 116., das 110. Infanterie-Regiment und da§ 1. bayerische Ulanen-Regiment.

* Die Verhaftung eines Pastors. Aus Celle bei Hannover verschwand im November vorigen Jahres der

Kultusministers, der Familie Falk, zahlreicher Justiz- und Kultus-Behörden, sowie 3000 Lehrer wurde das Falk- Denkmal heute mittag eingeweiht. Minister Studt er­klärte, der heutige Tag sei ein wichtiger Markstein für die preußische Lehrerschaft, betonte die treue Pflichterfüllung und den Patriotismus Falks und ermahnte die Lehrer zur Nach­ahmung und zum Ausbau der Bestrebungen Falks.

gekommen sein.

* Kleine Tageschronik. Während eines Gewitters schlug der Blitz in den K i r ch t u r m der St. Nikolaikirche tn Lido bei Venedig ein, verursachte in dem Mauerwerk des Turmes einen breiten Riß und drang daun in die Kirche ein, die ebenfalls

Kirche und Schule.

Der Dominikanerpater Denifle, Subarchivar am vatikanischen Archive in Nom, ist am 10. Juni in München gestorben. Es ist noch lebhaft in aller Erinnerung, welch ein Sturm der Entrüstung auf protestantischer Seite gegen das Buch Denifles unter dem TitelLuther und Luther-

Deutsches Reich.

Berlin. 12. Juni. In Anwesenheit des Kaiser- paares und der Prinzen des kgl. Hauses fand am 10. Juni die feierliche Grundsteinlegung zu dem Neubau der Kaiser Wilhelm-Akademie für das militärische Bil­dungswesen statt.

Die Kaiserjacht ,Lvhenzollern" mit dem Kaiser an Bord verläßt Kiel am 30. d. M. und dampft über Lübeck nach Rügen, wo Saßnitz angelaufen wird. Als nächster Ankerplatz gilt Swinemünde. Üeber die weiteren Fahrten ist nichts Endgiltiges bestimmt: es verlautet, daß dieHohen- zollern" Kreuzfahrten von Vorpommern aus nach den dänischen Inseln und an der Küste von Nordschleswig unternehmen wird. Nach beendeter Ostfeefahrt geht das Schiff ins Dock und rüstÄ aus, angeblich, um den Kron­prinzen und die Kronprinzessin für eine Aus- landreise an Bord zu nehmen.

IM Gewerkschaftshause begann am 10. d. M. unter zahlreicher Beteiligung von Delegierten aus allen Berg­baubezirken des Reiches die 16. Generalversammlung des deutschen Bergarbeiterverbandes. Der Vorsitzende, Reichstagsabg. Sachse, eröffnete die Tagung mit einer längeren Msprache, in der er die Lage der Berg,- arbeiter besprach und die im Landtage angenommene Berg­gesetznovelle einer scharfen Kritik unterzog.

Auch zwischen Preußen und Reuß j. L. ist ein Lotterievertrag abgeschlossen worden. Neuß j. £ war bisher an der Staatslotterie des Königreichs beteiligt, hat aber diesen Vertrag zum Ablauf des Jahres 1906 ge­kündigt. Es wird von 1907 ab unter ähnlichen Bedingungen wie Mecklenburg-Strelitz an der preußischen Staatslotterie teilnehmen.

Potsdam, 12. Juni. Bei schönstem Wetter wurde heute vormittag vor dem Neuen Palais in Anwesenheit des Kaisers und der Kaiserin, der Prinzen und Prinzessinnen, der fremdherrlichen Offiziere u. a. das Stiftungsfest des Lehr-Jnfanterie-Bataillons gefeiert. Nach dem Gottesdienst, den Hof- und Garnisonprediger Keßler abbielt, hielt der Kaiser Parade über das Bataillon ab. Während der sich anschließenden Speisung der Mannschaften machte der Kaiser einen Rundgang an den Tischen und trank auf das Wohl der Armee. Generaladjutant General der Infanterie v. Kessel brachte ein Hoch auf den Kaiser aus.

. . 68. . . 96.55 . . 138.40 . . 123.90 . . 208 90 . . ] 90.00 . . 141.30 . . 155 60 . . 170 25 . . 142.70 . . 18.60

. . 267.- . . 244.90 . . 213 50

. . 100.60

bei sich.

* Ueberschwemmungen in Amerika. Nach einer Depesche desNew-Port Herald" aus Chicago hat das Hochwasser des Missisippi an den Strecken der Chicago-Burlington-Quincy - Bahn, sowie der Chicago- Rock - Island - Pacific - Bahn erheblichen Schaden angerichtet, der auf etwa eine Million Dollars geschätzt wird; ebenso groß wird der den Saaten in der dortigen Gegend zugefügte Schaden geschätzt. Eine Anzahl von Per­sonen wird vermißt, sie dürften in den Fluten um-

ECursbericht.

Frankfurt a. M., 10. Juni Offizielle Schlusskurse.

Kinder des Schmiedemeisters Heinelt-Grvßensee in einer Kiesgrube I verschüttet; beide wurden erstickt aufgefunden. In Pinzgau wurden auf einer Alpe des oberen Sulzbachthales durch eine nieder-1 gehende Lawine 15 Rinder gelötet und viele verletzt, während der Hirt mit knapper Not sein Leben retten konnte. --In S p 1 t t e l (Elsaß) wurde der Jagdpächter Weingärtner im Walde von Wil­derern erschossen aufgefunden. In Z a r a erschoß der ehemalige Finanzbeamte N. von B ö h m, der aus deut Finanz- dienst entlassen wurde, den Stellvertreter des Finanzlandes-Direk­tors, O b e r s i n a n z r a t R 0 s s i n e in dessen Bureau und d a n n sich selbst. InPreßburg hat sich der 20jähnge Rechtshorer Ladislaus vonMielosine erschossen. Es soll sich um em ameri­kanisches Duell handeln.

tum* sich erhob. Der Verfasser wurde vielfach sehr hart manchmal zu Ausdrücken

größtenteils von Behörden eingesandt wurden". Von den 630 Proben mußten 49 gleich 7,77 Prozent beanstandet^ werden, am

Das Mut ist das Jeden.

---v-----. ' ~ Gegen körperliche Schmerzen und Leiden hat die ärztliche

evangelische Pastor Walter Kreusler. Er war der (Lohn Wissenschaft mancherlei Heilmittel gefunden, die dem Kranken Labung eines früheren Hamburger Seniors, erfreute sich allge- und Genesung bringen. Auch jetzt ist es wieder gelungen, eine neue meiner Beliebtheit und war auch in Kollegenkreisen sehr Waffe siiv den Kampf um unser höchstes Gut, die G-bmdlmt z>> r,schmieden. Wer ist nun da drinnen Ui unserem Körper der Waffen geschätzt. In erster Che war er mit einem Fiaulem tvä welcher einzig und allein den Kampf gegen die emdrmgenden v. Schröder, der Tochter eines sehr reichen Fmanzmannes Krankheitserreger (Bakterien) übernimmt? Das Blut! Aui dieser aus Hamburg vermählt. Sie hatte ihm ein beträchtliches Erkenntnis beruht ja auch die wissenschaftliche Blutserumtherapie. Vermögen mitgebracht, starb jedoch. Pastor Kreusler Naticklich kann nur eingut ausgerüstetes>

Ejeiratete ein zweites Mal, lebte aber öon feiner Gattin ge-

chieden. Kreusler, der erwachsene Kinder besitzt, machte Organe. 2(ii§ den im Verdauungsapparat verarbeiteten Speisen ein großes Haus und übte in solch unbesonnener Weise oft nimmt es die Nährstoffe auf und führt sie bei seinem täglich 4000- mißbrauchte Wohltätigkeit, daß er nicht nur sein Vermögen maliq-m Umlauf im Körper allen Muskeln, Nerven u f. w.^ völlig erschöpft-, sondern auch obendrein Schulden machen ^schw^gkde7n^refl °ab-;° ben.° fta tritt nun bie Kiffern

mußte. Seit Jahren befand er sich, ohne daß es die schgft ein mit ihrem neuesten KraftliährextraktBioson". Dies Oeffentlichkeit wußte, in finanziellen Schwierigkeiten und vereinigt in sich die drei wichtigsten Bau- und Energiestoffe des war auch bei einigen Amtsbrüdern nicht unerhebliche private Körpers: Eiweiß, Eisen und Lecithin, bildet also einen siegessicheren Verpflichtungen eingegangen. Seine Situation war ganz ®re,bü"bcrmüb®ei'w bie gau5frau von dem vielen Herum, unhaltbar. Im Hause Kreuslecs verkehrte damals das wirtschaften aus. Fortwährend wird die Körpersubstanz in über- 21jährige Fräulein Eleonore Hoppe, die Tochter eines mäßiger Weise abgenutzt. Bis jetzt zeigt sich dies nur durch ge- Landwirtes aus Wienhausen. Kreusler, der 55 Jahre zählt, legentliche SchwächeaufäNe, Kopffchmerzeu' Schlallos^ aber empfand Zuneigung zu dem Mächen und wurde wieder fnrnen< e$iex außergewöhnliche Abnutzung erfordert flugs geliebt. Als er einsah, daß er sich nicht langer behaupten I außergewöhnlichen Ersatz durch konzentrierte Nährstoffe ohne den könne, da seine Verbindlichkeiten ihm über den Kopf ge- unverdaulichen Ballast der Nahrungsmittel. Und zwar ist vor vnnrbfoti tnnrpti beschsak er w fliehen und die iunae Dame allem der eigentliche Gewebsbildner nötig, das Eiweiß, von deni wachsen waren, vefchwß er ju Titeln u 0 Die junge W ^bensbausteine (die roten Blutkörperchen) in ihren festen Stoffen zu veranlassen, ihn auf feiner Flucht zu begleiten. 8^ mehr als 90% haben müssen. Im Bioson ist nun das leicht- lein Hoppe willigte ein. Vorher erhob sie bei dem Rechts-1 verdaulichste Eiweiß enthalten. Eine Biosonkur also muß^dre Daus­anwalt Bodenstein ein ihr gehöriges Kapital von 10000 frau gebrauchen, damit Uebermüdung, Kopfschmerzen, Schlauofig- Mark unter dem Vorgeben, sie benötige es zu ihrer Aus- keil schwinden. Wie schon tausend Andern wird auch chr 2w,°n bildung. Mit diesem Reisegeld- ging das Paar am des Lnbes Jungbom bleichsüchtiq wie die Tochter)

5. November vorigen Jahres durch.. Die Affäre erregte Dckün muß das Hämoglobin der roten Blutkörperchen verbessert damals großes Aufsehen. Es wurde ein Steckbrief erlassen, werden durch Zufuhr von Eisen, und zwar von dem einzig wirr- Aber erst jetzt gelang, wie schon kurz gemeldet, die Ver- samen organischen wie es im Bioson enffioltenjlt ®as fli < r, Vj rc:n(> ,'ni Wiener neues gesundes Blut, regt den Appetit an und vermehrt dao norper

Haftung des Paares m Wien. Eine Nachfrage im «nener Beim Genuß von Bioson wird es der Mutter und Tochter

Meldeamte ergab, daß in einer Pension am Alsergrund em x^hen wie jenem an schwerer Bleichsucht erkrankten Fraulem, Dr. phil. Walter Kreusler samt Gattin" seit Dezember welches durch Bioson in 3 Tageii 1V3 kg zunahm, also jeden ^ag vorigen Labres wohne. Polizeiaaenten begaben sich dort- ein ganzes Pfund! (Prof. v. N.).nh

hm und 'fanden tatsächlich den angeblichen Dr Phil. Kreusler Nerv°nich'w°ch°s? durch seinen GehMt LnÄeitö^"Ä-f Ä vor. Sie stellten durch Vergleich mit dem dem Steckbriefe Zigster Bestandteil von Gehirn und Nerven diesen ihre ~(rt>eit§iini beiqegebenen Bilde des flüchtigen Pastors fest, daß der Pen- und Energie verschafft. Der Geschäftsmann mit seinen Morgen, sionär der Verfolgte, und daß seine angebliche Gattin Fräu- der Beamte, der Gelehrte und Lehrer, sie alle, deren Geh n

kommen als inx Bioson. Mit jedem Schluck Biosoii erlangt m neue Nervenkraft und Energie, welche ja heutzutage zum en g- reichen Kampf ums Dasein so überaus notwendig sind. Gege» Tod ist kein Kraut gewachsen, aber gegen die vieleii korpttU ) und geistigen Gebrechen gibt es ein ivirksames Nährmittel: Dasselbe ist fertig zum Gebrauch in den Apotheken, ^^ogu u. s. w. das V, Kilo Mk. 3.- erhältlich; desgleichen die Berichte von Professoren, Aerzten und medizinischen Zeitungen u. f. w. h

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Aröeikeröewequnfl.

\ Hagen i. W., 10. Juni. Nachdem die Einigungsversuch- meisten waren hiervon betroffen Fleisch (von 55 groben 10 gleich beg Regierungspräsidenten von Arnsberg in der gestrigen 18,2 Proz.), Milch (von 44 Proben 6 gleich 13,6 Proz.), Hefe Deputierten-Versammlung der rheinisch-westfälischen Bauarbeiter (von 5 Proben 4 gleich 80 Proz.), Gewürze (von 33 Probe» Unternehmer gescheitert sind, wird die Aussperrung gleich 21,2 Prozent). Im einzelnen ist noch folgendes von sämtlicher V a n n r beiter in Rheinland-Westfalen Interesse: Eine Wnrstprobe enthielt 0,045 Proz. Borsäure, fünf ajnOchsten Dienstag erfolgen.

Proben Hackfleisch enthielten bis zu 0,11 Proz. schweflige Saure, Biidapest, 12'. Juni. In der heutigen Versammlung der 3 Proben Hackfleisch sremde Farbstoffe. Eine Probe Krebskonserven s st ä li d i g e n Eisenarbeiter erklärten die Führer, datz war mit 0,8 Prozent Borsäure haltbar gemacht. Von den vean-1 st? von zahlreichen Fabrikanten aufgefordert worden seien, direkt standeten Proben Butter erwies sich eine als Margarine, zwei m-t ^nen ^cv ^ie Beilegung des Ausstandes zu verhandeln. Tie waren verdorben, und eine mußte wegen zu hohen Wassergehalts Berhandlimgen beginnen'morgen; man hält es für wahrscheinlich, (27,1 Proz.) beanstandet werden. Eine Probe Margarme wurde bnr3 dieselben schon morgen zur Beendiguiig des Ausstandes führen, wegen zu hohen Gehalts an Kochsalz (5,24 Proz.) und zu ge- ' JJS h

ringen Fettgehalts (79,5 Proz.) beanstandet. Eine Probe Milch ftfidfL

erwies sich als Magermilch, eine andere war verschmutzt, eine s i n (urnfc

gewässert und zwei abgerahmt. In den vier beanstandeten ProbenBei der Eröffnung der Jungviehweide zu «up* Hefe wurden 37,0 bis 65,5 Proz. Kartoffelmehl gefunden. Drei Breitenbach wurden 122 Rmder von Züchtern der Provinz Proben Honig erwiesen sich mit Stärkeshrup, eine mit Roh-1 Starkenburg aufgetrielien. , zucker verfälscht Eine Probe Weißwein warumgeschlagen , Budapest, 12. Iuiu. Ter Stand der Saaten in Nn- ifrei Proben SBeitorin waren cssiqstickia (0,16 Prr«. Säure), garn ist im ganzen nicht schlecht, Ins nuf wemae Gebiete m Sud- eine Probe war gewässert, ebenso auch Bier, zwei Proben Limo- Ungarn, wo die Klagen über den schlechten W-Tenstand andauern, nade waren sauer Eine Probe Gcrstcngraupcn enthielt Milben, da dort der Regen schon verspätet kommt, Weizen steht gut bis zwei Proben Pfeffer wurden wegen zu hohen Schalcngchalts lehr gut, Korn schivach bis mittet, Gerste bebav( drmgend

(23,2 Proz, Rohrfaser) b-zw, wegen zn hohen Aschegehalts (10,25 Regen, Haier ziemlich gut, Ruben und Kartoffeln gut bW sehr gut, Prozents beanstandet. Eine Probe Nelken enthielt nur 3,16 Proz, Der Rübenbau zeigt eine grobe Zunahme, wahrend der Kartoffctbau öthcriscktcs Oel i sie war mit Nelkensticlen vermischt. Eine Probe entsprechend geringer ist. Wem steht sehr schon.

Majoran enthielt 8,05 Proz, Sand, drei Proben Maggi erwiesen Washington, 10. Ium. Nach dem M o n a t s,b e r i ch t sich als stark gewässert, ein- Probe Kaviar war verdorben und d es A ck erb a ub ur ea >,S betrug der ^»rchschmttsstand am eine Probe Konservesalz bestand ans Borsäure." 1. J>m> er. ihr SBintermcucn 85,5 Prozent, sfruh>ahrswe,zen

93,7 Prozent, htr Haier 92,9 Prozent und iiir Gerste 93,7 Prozent. ---- Die Prozentsätze am 1. Juni 1904 stellten sich für Winterweizen

Vermischtes« auf 77,7 Prozent, für Frühjahrsweizen mir 93,4 Prozent, iiir Haier

auf 89,2 Prozent und für Gerste auf 90,5 Prozente Der Durch- DieEhepakten". Unmittelbar nach dem Einzüge schnittszustand des Winterweizens wurde am 1. Mai ds. Jahres

Herzogin Cecilie ist im königlichen Schloß zwischen auf 92,5 Prozent geschätzt. Der Turchschuittsstand von Roggen

ihr und dem Kronprinzen die Vollziehung der sogenannten wurde nicht veröffentlicht. Ehepakten" erfolgt, der außer dem Brautpaar nur dessen. ----

allernächste Verwandte und die Beamten des Hausministeriums beiwohnten. Im allgemeinen beginnen dieseEhepakten" mit einem förmlichenEheversprechen, dem die Bestimmung 0 der Mitgift und die Aufzählung der Kleider und Wäsche, 3V,°/o des Silbers, Schmuckes :c. der Prinzessin folgt. Diese Mit- 3®/n gift wird hypothekarisch sicher gestellt, im weiteren wird genau ausgemacht, wie der Hofstaat der Prinzessin gestaltet oesterr. Goidrento * werden soll. Für alle Fälle wird auch auf die Möglich- 4l/8% Oesterr. Silberrente feiten eingegangen, die sich aus dem Tode eines der beiden 4% Ungar. Goldrcnte . Gatten ergeben würden. Jeder Gemahlin eines pre^6_tf^^cn p^*ieg6erntj ; ' Prinzen wird in den Ehepakten einWittum", das heißt ein Portugiesen, m festes Jahreseinkommen für die Eventualität, daß sie ihren i^ Unif. Türken . . Gatten überleben sollte, und auch eins der königlichen Schlößer Türkentose . . . als Witwensitz zugesichert. In dem letzten ^aragrapt) ^^T^sereTrgeniiner'

lich verpflichten sich der Pr»nz und die Prinzessin, unter' keinen Umständen Schulden zu kontrahieren.

beschädigt wurde. Der Turm wird von der Feuerwehr niedergelegt, gw*» 1,1 Obermeyers

da er einzustürzen droht. - JnTrittau bei Lübeck wurden zwei FUF I^MQSF Herba-Serfe.

" - ---- - - ----- - Ich bin mit der erhaltenen Herba-Scife sehr

Kinder äusserst zuträglich und wirkt ^"d'jJiEriäsn.*Sensbnre.

Z. h. I. a. Apoth.. Drog. u. Pari. p. St. 50 PIS. >l. > -Idermeyer Sr c»., >1- 'U.

Man bittet um Barmittel.

Der Vorstand des Darmstädter Iournalisten- und Schriftstellervereins erläßt im Hinblick auf den dort für Ende Juni anberaumten Delegiertentag der deutschen Schriftsiellervereine einen Aufruf, in dem es heißt:

Indem wir unsere Mitbürger auf diesen hochbedeutsamen Besuch besonders aufmerksam machen, richten wir zugleich die Bitte an diese, uns in unserer schwierigen Aufgabe als Gastgeber mit Rat unb Tat unterstützen zu wollen. Wir möchten nicht ver­hehlen, daß es uns dabei auch um materielle Hilfe­leistung recht sehr zu tun ist. (!) In erster Linie wären es Barmittel, (!) deren Spende zu unserer freien Ver­wendung uns in die Lage setzen würde, unseren Gästen eine an­genehme Stätte zu bereiten. Sehr dankbar würden wir es aber zum Beispiel auch begrüßen, wenn sich Einwohner unserer Stadt erbieten wollten, unsere Gäste als die ihrigen in ihrem eigenen Heim in Freiquartieren aufzunehmen, oder ihnen finanzielle Er­leichterungen zu verschaffen. Etwaige freundliche Geldspenden, die in jedem Betrage dankbar angenommen werden sollen (!) bitten wir:c."

Als Veranstalter des Darmstadter Journalistentages zeichnen ein pensionierter Offizier und ein Oberkonsistorial- buchhalter, die die Journalisten und Schriftsteller Darm­stadts vor der Oeffentlichkeit vertreten! Wir können es nur beklagen, daß die litterarischen Kreise der großh. hessischen Residenzstadt in dieser Weise vor die Oeffentlichkeit getreten sind. Ein solches Vorgehen müßen wir schlechterdings als unwürdig bezeichnen.

Von der Landwirtschaftlichen Versuchsstation in Marburg.

)( Marburg, 12. Juni.

Der Direktor der hiesigen landwirtschaftlichen Versuchsstation, Prof. Dr. Hasel hoff, hat einen in hohem Grade inter­essanten Bericht über dieTätigkeit derAnstalt im Jahre 1904/05 versaßt, dem wir folgendes entnehmen:

Untersucht wurden insgesamt 21157 Proben gegenüber 19 331 Proben im Vorjahr. Von den diesjährigen Proben ent­hielten 3536 auf Düngemittel, 922 auf Futtermittel, 285 au Saatwaren, 13145 auf Milch, 40 auf Erde und Mineralien 692 auf Wasser, 466 auf Nahrungs- und Osenußmittel, 31 au beschädigte Pflanzen, 357 mit Tonbauprodukte und 25 auf Ver­schiedenes. Von den Untersuchungen waren 936 von amtlicher Seite, 1783 von Kontrollsirmen und 18 438 von Privaten lhaupt- sächlich Landwirten) verursacht worden. Betreffs der untersuch­ten Futter-, Dünger- und Saatmittel ist zu erwähnen, daß hier zum großen Nachteil unserer Landwirte noch immer viel wertloses und minderwertiges Zeug für gutes Geld verkauft wird Von den untersuchten 688 Proben Waffer waren 615 als TrmVwasser bezeichnet, nur 50 Prozent waren von guter Beschaffenhett, doch ist in letzter Zeit betreffs der Versorgung der Ortschaften mit gutem Trinkwasser ein Fortschritt zu verzeichnen. Die unter­suchten Nahrungs- und Gennmnittel find ebenso wie das Wasser