München zurückqesandt, diese wieder ließ sie durch einen Boten dem Antragsteller überbringen, der hierüber dankend qulüeren mußte. So gelangte die bayerische 10 Pfennig- Marke wieder in den Besitz des glücklichen Antragstellers. Was wäre aber aus der 10 Pfennig-Marke geworden, wenn der glückliche Empfänger die Annahme verweigert hätte?
Zlnivelsträts-Dachrichten.
Stuttgart, 10. Mai. Die Kammer nahm bei der Beratung des Kultusctats die Errichtung einer ordentlichen Professur für Hygiene an der Universität Tübingen einstimmig an.
Arbetteröeweguug.
Würzburg, 10. Mai. Seit dein 1. Mai streikten die hiesigen S ch n e i d e r g e h i l f e n, weil sie S t r e i ka r be i t f ü r Gießen anferligen sollten. Heute wurde beschlossen, morgen die Arbeit wieder aufzunehmen, nachdem die Firmen die Zusage gegeben haben, daü organisierte Gehilfen keine Streilarbeit zu machen haben und daß Maßregelungen wegen des Streikes nicht eintreten werden.
fc. Vom Westerwald, 10. Mai. Wegen geringen Lohnes /egten fänitlidj-e Arbeiter der Tongrube bei Girod die Arbeit nieder.
E s s e g, 10. Mai. Der Ausstand dauerte an. Etwa vierhundert Ausständige versammelten sich beute mittag vor der S.adt; sie wurden vom Militär auseinandergetri ben. Ern junger Vur,u)e, der i>ie Gendarmen mit Steuwu w^r,, wurde niederge- schojsen. Unter den Arbeitern herrscht eine sehr erregte Stimmung. — Neuerdings haben die Arbeiterführer eingewilligt, den allgemeinen Aus st and auf zu heben. Den Arbeitern wurde anheimgesrellt, morgen die Arbeit wieder aufzunehmen. Die von der Behörde trotzdem getroffenen Sicherheitsmaßregeln werden aufrechterhalten. .
Flensburg, 10. Mai. Der größte Teil der Arbeiter,der Flensburger Schiffsbaugesellschaft ist seit heute früh ausständig. Die Verhandlungen zwischen der Werftleitung und den Arbeitern dauern fort. Es handelt sich um etwa 2000 Arbeiter. die eine Lohnerhöhung fordern.
Ra t h e n o w, 10. Mai. In Ketzi n wird auf der Mehrzahl der dortigen Ziegeleien wegen Lohndiffercnzen gestreikt. 9/ur in fünf Ziegeleien wird gearbeitet. Wenn die Arbeiter ihre Tätigkeit nicht wieder aufnehmen, wollen die Besitzer auf sämtlichen Ziegeleien die Arbeit ruhen lassen.
-e- Klein-Linden, 8. Mai. Der Bestand an Ge- meindeobstbäumen beträgt zur Zeit 250 Aepfel-, 20 Birn- und 8 Zwetschenbäume. Von diesen wurden in den Jahren 1899 bis 1904 im Durchschnitt 230 Doppelzentner Obst geerntet. Die durchschnittliche Einnahme betrug im setben Zeitraum 153.50 Mk. Bei Obstverkäufen wurden für Kelterobst 6 Mk., für Brechüpfcl 10 bis 12 Mk. bezahlt. Vorwiegend werden an Aepfcln: Goldparmäne, Landsberger Reinette und Allendürfer Rosenapfel und au Birnen: Gute Luise, tzolzfarbige Butterbirne, Liegels- und Dechan^sbutterblrne angepflanzt.
)( Aus d e m O h m l a l, 10. Mai. In überreichem Blütcn- schmucke prangen unsere O b st b ä u m c. Da die Blütenzeit meist unter Sonnenschein verläuft, so sind die Aussichten für eine gute Obsternte die denen. Merkwürdigerweise fehlen die Maikäser in unserer Gegend völlig, auch die übrigen Obst-schädlinge zeigen sich wenig.
Gesamt-Sitzung des Hessischen L a n d w i r t s ch a f t s- ta t . Mittwoch, 17. Mai, findet eine Gesamt-Sitzung des Hessischen Landwirlschastsrats in Darmstadt mit folgender Tagesordnung statt: 1. Mitteilungen. 2. Festsetzung des Voranschlags des Hessischen ^andwirtschaflsrats pro 1906. 3. Durchführung der besonderen UnlernehniUiigen des Hessischen Landwirtschasisrctts in 1905 und 1906. 4. Anträge auf Acnderung des Programms der Landwirtschaftlichen
Lander- «nd Jubiläumsausstellung Mainz und entgültige Festsetzung desselben. 5. Voranschlag der Lairdwirtschaftlichen Landes- und JubilänmS-Ausstellung Mainz 1905. 6. Erweiterung der Preis- notierungseinrichtilng des Hessischen Landwirtschaftsrat. 7. Antrag des Direktoriums des Vereins der deutschen Zuckeriiidustrie Berlin, bete. Herabsetzung der Zuckersteuer. 8. Wahl des Ausschusses für die Maschinenprüfungen.
Sport.
Darmstadt, 10. Mai. Die Vorbereitungen der Darmstädter Lawn-Tennis-Vereinigung zu dem unter dem allerhöchsten Protektorat Sr. Kgl. Hoh. des G r o ß h e r z o g s am 9. Juni und den folgenden Tagen stallfindenden zweiten allgemeinen Lawn- Tennis-Turnier sind in vollem Gange. Aus den dieser Tage zur Verschickung gekommenen Ausschreibungen ersehen wir die stattliche Anzahl von acht Nummern, und, zwar bestehen dieselben in: 1. Einzelspiel um die Mcistersck)aft von Darmstadt; 2. Herren-Einzelspiel; 3. Herren-Doppelspiel; 4. Damen-Einzel- spiel; 5. Herren- und Tamen-Doppelspiel; 6. Herren-Einzelspiel mit Vorgabe; 7. Damen-Einzelfpiel mit Vorgabe; 8. Cnnzcl- spiel für ältere Spieler (Herren und Damen über 30 Jahre). Nennungen zu diesen Wettspielen sind nur unter Beifügung des Betrages der Einsätze zu richten an Herrn A. H o l t e, Pfründnerhausstraße 18, wo auch alles Nähere zu erfahren ilt, sowie Anmeldungsformulare zu haben sind.
Der hessische Jagdllub hatte für den 24. und 25. Juni eine Hundeausstellung in Darmstadt geplant. Nachdem aber in M a i n z und in G i e ß e n die Hundesperre angeordnet wurde, hat der Verein es für seine Pflicht gehalten, die Hunde-AussteUung abzufagen. S. K. H. der Großherzog hatte bereite das Protektorat zu übernehmen geruht
München, 10. Mai. Die Vertreter der bayerischen Eiscn- bahnverwaltung bei der letzten Konferenz betr. die Persone n- und Gepäcktarifreform, Regierungsdireltor v. Hauck und und Oberregierungsrat Bölcker, sind nach München zurückgekehrt. Wie die „Augsb. Aodztg." hört, haben die Verhandlungen in allen wesentlichen Punkten zu einer Einigung der Eisenbahnverwaltungen auf Grunb der preußischen Vorschläge geführt, u>>d es ist nur noch die formale Zustimmung der ein- ze.neu R gier..ngai zu erholen. Die preußischen^ Vorschläge bc- lucgien ui der ^auptjau-e in folg>.noer Richtung:
Aushebung der de ü a f a h r t a r t e n und tunlichste Beseitigung ülier Sonderbegünstigungen; Beseitigung des S ch n e l t z u gs z u s ch t a g s und Einführung eines Zoneuzuschlags naaj dem Voroiid der Playkarten in den D-Zügen; etuheitticher für die 1. Klasse 7 Pf. pro Km., für die 2. Klasse 4,5 Pf. pro Km., für die 3. Kl. 3 Pf. pro Km., und für die 4. Kl. 2 Pf. pro Km.
Die Einführung der 4. W a g e n kla s s e in B a y e r n ist nicht zur B.dmgung einer Em.gung gemacht worden; Bayern wird in Zukunft sür dll 3. Klaise in den Personenzügen 2 Pf. für das .Kilometer und für die 3. Klasse in Schnellzügen 3 Ps. erheben. Auch über die Revision des Gepacktanfs hat man sicy gi.ei.nigt, wenigstens in allen wesentlichen Punkten. Es soll für Gepäcknu^e em Sendungstaris, abgestust nach Z neu und Gewicht, e.ng. führt werden. Unter „S.noungstarif" Hut man zu verstehen, da^ mcijuce Gepückpucke ais eine Sendung behandelt weroen. lieber den ZeitMillt des Inkrafttretens des neuen Tarises ist twch nichts bestimmt, im. laufen» den Jahre wird es indes keinesfalls mehr möglich sein.
Köln, 10. Mai. Die 5. Zivilkammer des Kgl. Landgerichts Köln wies heute die Klage des Konkursverwalters der Deutsch-Venezolanischen S ch w e f e l g r u be n - A k -- t i e n g e s e l l s ch a s t ist Köln gegen die Gründer und Verwalter auf Herauszahlung des Aktienkapitals kostenpflichtig ab.
Kandel und KerKey*. AolLsrmrlschasl.
Reichsbank. Wechsel auf Seifersdorf bei Sorast (Nieder-Lausitz), welche vom 15. d. M. ab fällig werden, werden von jetzt ab, wie man uns schreibt, von der Reichsbank angekauft; ie sind an die Reichsbanknebenstelle in Sorau (N.-L.) zu girieren.
Der Verband Deutscher Eisenwarenhändler e. V., der seine diesjährige Generalversammlung vom 1. biS 5. Juni in München abhält, verbindet mit dieser wiederum eine Ausstellung von Artikeln der Eisenwaren-, Haus- und Küchengerätebranche, zu der bereits 140 Fabrikanten ihre Beteiligung angemeldet haben. Der jetzt acht Jahre bestehende Verband Deutscher Eisenwarenhändler zählt gegenwärtig über 1800 Mitglieder, darunter die bedeutendsten und angesehensten Eisenwarengeschäfte Deutschlands. Seine Bestrebungen sind in erster Linie darauf gerichtet dem Zwischenhandel in der Eisenwarenbranche seine Stellung zu wahren.
Liv erpool, 10. Mai. Die White Star-, die Dominion- und die American-Line geben bekannt, daß sie von dem auf der nordatlantischen Schiffstonferenz abgeschlossenen Tarifverträge für die erste und zweite Klasse und von beim Abkommen zwischen den britischen, skandinavischen und kontinentalen Geselischasten über die Tarife für Reisende dritter Klasse zurücktreten. Zu diesem Vorgehen haben sich die Gesellschaften entschlossen im Hinblick auf den Rücktritt der Cunard- Gesellschaft von allen kürzlich abgeschlossenen Passagier* tarifabkommen infolge der Weigerung der amerikanischen Regierung, ihre Einwilligung zu geben, daß die American-Line ihren Abiahrlslag für den Newyorker Postdienst verlegt. Die drei ausscheidenden L.n.en haben es für notwendig gehalten, in gleicher Weise bull allen Abkommen befreit zu sein, um sich gegen ein etwaiges Vorgehen der Eunardlinie schützen zu können.
Märkte.
p. Aus dem Kreise Wetzlar, 11. Mai. Tie Schweine» preise flehen bei usts eben hoch. ' Das Paar achtmöchige Ferkel gilt 50—60 Mark. Fette Schweine wurden mit 62 Pfennig ver- pfundet. Weil das Fehlen der Mutterschweine in dem ungünstigen letzlherbsllichen Kartoffelausfall in der hiesigen Gegend begründet liegt, so ivird diesmal der Markt von Großhändlern durch aus- wäriigen Bezug beschickt. Die Pflanzung der Kartoffeln ist im flottsten Betrieb. Saa'kartoffeln sind äußerst begehrt und wird der Zentner nut 4 Mark bezahlt. Sobald die Pflanz- oder Setzzeü vorüber ist, sinkt erfahrungsgemäß der Preis.
p. Darmstädt, 10. Mai. Nachdem in den Stallungen des Landespferdezuchtvereis hier die Maul- un^d Klauenseuche ausgebrochen, ist der für den 15.—17. angesetzt gewesene Pferdemarkt auf den 29.-31. Mai verschoben worden..
Telephonischer Kursbericht.
Frankfurt a. M., 10. Mai. Offizielle Schlusskurse.
3I/e% ReichBanleihe . '. 101.20
3>/0 do. ... 90.25
3'/o/o Konaols . . . 101.25
i»/0 do . . . . 90.40
372°/o Hessen .... 100.10 3ljt% Oberhessen . . . 99.— 4% Oesterr. Goidronte . . 101 96 4‘i6% Oesterr. tiilberrento . 101.40 4% Ungar. Goldrente . . 99.75 4U/ Italien. Rente '. . . 106.50 4% Portugieser I . . . 67.20 3°/ Portugiesen. III . . 67.25 1% Unit. Türken . . . 88.25 L’ürkeniose......134.40
4% Gnech. Monopol.-Anl. 52.20 4%% äussere Argentiner —
Tendenz: schwac
Ko/o Mexikaner .... 34.7b 4i/2% Chinesen . . . . 96.10 Electric, tiohuckert . » . 131 50 Nordd. Lioyd . . . . 122.00
Ereditaktien .... 208.80 Diskonto-Kommandit. . . 186.50 Darmstädter Bank . . » 141.00 Dresdener Bank ...» 154 40 Berliner Handelsges. . . 167.20 Oesterr. Staatsbahn. . . 143.25 Lombarden . . , . . 16.00
Gotthardbahn « • • • • 187.00
Laurahütte . • • « . 267.00
Boohnm . . • • • . 244.20
liarpener . . . , 215 70
gtaatschatzscheine • • » 100.55
aer, Schluss fest.
(?<.
ev
ö
iso
yo
Vö
CO r -
Cf
UD s Co
CD o
st Cf » ra
ts Ä
L CT (Ä> o
C> C*
o 2'
&
c?
O7
vv e er
S <y
S ä’
g S
--A
Cf
» — . r-
o —
er
Ö3
^4- er
s ö
ä &
05 --
<y S
er
5 'S
Z? CT
CD
-ti 2 Cf
cs; c*
T?.
H ^3 O ö) —
BL-
er F
%(S1 « o'
S 2.
o
* %"
CD S
O CP
Cf
(i) Ä
5-*425
55 S Sy =J 2. * er
O D C.
Ä-L -L.
E
- cr^ cz sz ci.
er
2 «
** -Ef*
2
5 et y? ""
rr o- uv C<?
«sr
8 So
O- cz
CT o
cr.S § 5*
«2
§ &
© cf S. 2:c5'cs
73
WZ" 2.^3
er « Cf
lll-
o iw zzr
X "" co —
? O =
Co CO Cf CT SX
*-
-tB e o
L -Z
Cf „ CfS*.
5- <3 c. *c$
rc. 2 CD
Cf --r
X %
ul; s
» Ö ec
- § ~ & S. fo M Ö2 r/
«
o a er-»
= 2.0
■o ZZ CZ CT 5 — ro
O d
D -
c 2 5 2
g ö &■ X ZS S KZ-s
L 3 Sf.Cr? 5
— --t er
55


