Ausgabe 
10.7.1905 Erstes Blatt
 
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fimmem,

B8/,

Gießen.

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wo das Rezept von dem Provisor mit dem Bemerken ange­fertigt wurde, daß der RepetitionSvermerk nachgeholt werden müsse. Der Arbeiter tat dies jedoch nicht, sondern ging in die ersterwähnte Apotheke zurück, wo er sagte, daß man ihn anderwärts bedient habe. Es erfolgte nunmehr eine Anzeige bei der Medizinalbehörde des Ministeriums und der Besitzer der zweiten Apotheke war im weiteren Verlauf der Angelegen­heit gezwungen, den schuldigen Provisor zu entlaßen.

Schäferhund, gelb und gefundenen Gegenstände uns geltend zu machen.

Korb- und Stahlwarenhandlung.

Lich, den 5. Juli 1905.

Großherroalicbes Amtsgericht.

50 Pfg.-Stück.

Zugelaufen ist: 1 schottischer weiß.

Die Empfangsberechtigten der belieben ihre Ansprüche alsbald bei Gießen, den 8. Juli 1905.

Großh. Polizeiamt Herberg.

vermidcvres.

* Die lilienweiße Unschuld vom Lande. Die junge, hübsche Tochter eines reichen Gutsbesitzers aus der Wette rau war kürzlich bei einer Familie in der Großstadt zur Tafel. Ihr Tischnachbar, ein Leutnant, beginnt eine anregende Unterhaltung". Er sagt:Wirklich fabelhaft, gnädiges Fräulein, bewundere die Zartheit Ihrer berückenden weißen Lilienhände." Die Antwort der Dorfschönen lautet: So bin ich am ganzen Kerper." (Kl. Pr.)

* Kleine T a g e s ch r o n i k. In Berlin an der sehr belebten Ecke der Charlotten- und Behrenstraße versuchte em Individuum, dessen Persönlichkeit noch nicht festgestellt ist, dem Boten einer Bank d-ie Geldtasche mit 6000 Mar kJ n Hal t zu entreißen und damit die Flucht zu, ergreifen. Der Täter wurde jedoch fcstgcnommen. In Leipzig Jmb amtlich mehrere Fälle von Flecktyphus konstatiert Die Krankheit ist durch einen russischen, aus Zürich zugereisten Arbeiter em- aeschleppt Es sind die umfassendsten ALwehrmaßregeln getroffen In Landsberg a. W. wurde bei der Sprengung emes Jochs der Warthebriicke durch Pioniere der Reffende Olck aus Königsberg i. Pr. getötet. In der Nachbarschaft wurden Hun­derte von Fensterscheiben zertrümmert. In Erfürt wurde em zehnjähriges Mädchen von emem schnellfahrenden Auto­mobil überfahren und sofort getötet, ^er Wagen setzte seine Fahrt in der Richtung nach Weimar fort, ohne daß die Personalien seiner Insassen festgestellt werden konnten In Tenked im Szetmarer Komitat stürzte bei emem Orkan eine Scheune ein, in welcher 60 Arbeiter sich befanden. Neun wurden getötet, die übrigen sind .verletzt-Sie Twfmung auf Rettung der Mannschaft des m der Bucht VM Bfferta gesunkenen französischen U n t c r s e e b o o t e s "Tarfadet mußte auf gegeben werden. Es ward nunmehr amtlich zugestanden, daß alle Matrosen des UnterseebootesDar, adel ertrunken sind. Wie es heißt, sind die Angehörigen der Ertrunkenen davon in Kenntnis gesetzt worden. Es ist bisher nicht gelungen, das Boot zu heben. Em Schnellzug fuhr bei Rhaude- Fontaine (Belgien) auf emen Guterzug auf und entgleiste. Sieben Personen, dem Eisenbahnpersonal angehorig, wurden v erlebt. _

Kohlenlrefermng.

Die Lieferung von

200 Zentner Anthracitkohlen und

100 gewaschene Nußkohlen

soll auf dem Wege öffentlicher Verdingung vergeben werden.

Angebote sind versiegelt und mit entsprechender Auf­schrift versehen bis zum

Donnerstag den 13. Juli l. Js., vormittags-10 Uhr, auf unserem Amte, woselbst auch die Lieferungsbedingungen einaesehen werden können, emzureichen.

ließen, den 5. Juli 1905.

Großherzogliches Hauptsteueramt. Weißenbruch.

Bekanntmachung.

In der Zeit vom 1. bis 8. Juli lf. Js. wurden m hiesiger Stadt , ,, . rr,

gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 silberne Zylinderuhr, 2 Spazierstöcke, Geld 1.35 Mk., 1 weißes Taschentuch (Inhalt 20.53 Mk.), 1 Spannkette und 1 Bandmaß:

verloren: 1 schwarzer Ueberzieher, 1 gold. Damenuhr mit silberner Kette, daran em gold. Herzchen, 1 Portemonnaie mit ca. 60 Mk. Inhalt, 1 Zehn­markstück, 1 Brieftasche mit Studentenkarte und Briefsachen, 1 neues Torschloß mit 2 Schlüsseln, 1 schwarzer seidener Regenschirm mit grauer Krücke, 1 Brieftasche mit Monogramm L. E., Inhalt eine Legitimationskarte und Briefsachen, 1 Anhängsel mit silb. Herzchen und neues

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister Abt. A. wurde heute eingetragen: Rr. 17: Firma Wilhelm Kraus, Lich, Inhaber Kaufmann Wilhelm Kraus, Lich. Angegebener Geschäftszweig: Kolonial-,

Mi$tr WöhmMchmis Gießen.

Gartcnstratze 2, Zimmer Rr. 14.

(Geschästsstunden von 81 und von 36 Uhr.)

Es sind zu vermieten:

1 Wohnung von 7 Zinunern, 1 Wohnung von 6 Zimmern, Wohnungen von 5 Zimmern, 1 Wohnung von 4 Zimmern, Wohnung von 3 Zimmern, 3 Wohnungen von 2 Zimmern, Wohnung von 1 Zimmer, 2 unmöbl. und 2 möblierte Zimmer.

Zu mieten gesucht:

30 Wohnungen von 17 Zimmern.

Die Vermieter haben eine Einschreibgebugr zu entrichten und zivar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Mk. einschließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Mk. ein­schließlich 0,50 Mk., und von mehr als 500 Mk. 1,00 Mk.; außer­dem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen.

Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung um entgeltlich. B ff

Sommersprossen

Ich beeile mich, zu benachrichtigen, dass ich mit Ihrer vorzüglichen Ober- meyers Herba-Seife sehr zufrieden bin. Dieselbe kann ich jedermann für Sommer« sprossen, Hautausschläge etc. auf das Wärmste empfenlen. _ ,

Hochachtungsvoll Anna Steinbauer m R3dinz.

Z. h. L a. Apoth., Drog. u. Part. p. St 50 Pfg. u. 1 Mk. Oberweyer & Co., Hanau.

SS17/,

Bekanntmachung.

Aus der Stiftung des Kuvierschmieds Karl Ludwig Kirsch sind die diesjährigen Zinsen mit 97.71 Mk. an 10 bedürftige, iM Witwen- staiide lebende Gießener Bürger oder Burgersfrauen am 20. Sep­tember d. Js. zu verteilen. n,

Meldungen nimmt das städtische Armeiiamt, Neuen Baue 25, Zimmer Nr. 2, bis 1. August d. Js. entgegen.

Gießen, den 6. Juli 1905. , B

Großherzeo, JVrm,*nriwrei Gießen.

' I. V.: Eurschmann.

abgereist. ~ t _ r

Darmstadt, 9. Juli. S. K. H. der Großherzog empfingen am 8. Juli u. a. den Oberst v. Lin den au, Kommandeur des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116.

rmk. Darmstadt, 9. Juli. Heute vormittag wurde hier in der Wittmannstraße der erste Spatenstich zum Bau der Pauluskirche in feierlicher Weise getan. Erschienen waren zu der Feier die Vertreter der staatlichen und städti­schen Behörden, der gesamte Kirchenvorstand und eine große Anzahl der Gemeindcmitglieder. Nach Gesängen dec Gememdc und der Chorschulc hielt Pfarrer Rückert eine Ansprache und nahm den ersten Spatenstich vor. Gebete und Gesang be­schlossen die Feier. - Ein für Apotheker beachtenswertes Vorkommnis, das einem älteren Provisor seine Stellung kostete, wird hier viel besprochen. Kürzlich kam em Ar­beiter in eine hiesige Apotheke und verlangte die Herstellung eines Rezeptes, was der Apotheker jedoch verweigerte, da aus dem Morphium verordnende" Rezept der Nepltltlonsvermerk fehlte. Der Arbeiter ging darauf in eine andere Apotheke,

Louvertr mit Firma billigst

Vrühl'sche Universitäts-Druckerei.

gemacht. ,

i Hungen, 9. Juli. Gestern und heute fand im Garten des GasthausesZur Traube" die erste Lokal- Geflügel- und Wo gelausstellun g des Geffugel- zuchtvereins für Hungen und Umgegend statt. Die Ausstell­ung wurde gestern durch Bürgermeister Fendt eröffnet. Prinzessin Hermann von Solms-Braunfels, die gegenwärtig im hiesigen Schlosse Wohnung genommen hat, wohnte mit Familie der Eröffnung bei. Die Ausstellung wortreich be­schickt und schön arrangiert. Der Katalog umfaßte rund 150 Nummern. Besonders zahlreich vertreten waren: 9iutz- hühner, Italiener und Wyandottes, sowie Tauben und Brieftauben. Unter den Hühnern und dem Wasserge,lugel waren wahre Prachtexemplare zu sehen. Zahlreiche Ehren­preise standen zur Werfiigung, z. B. von der Stadt Hungen, Bürgermeister Fendt, Aktienbrauerei Gießen, den Gcflugel- znchtvereinen Echzell, Grünberg, Laubach, Lich und Hungen. Besondere Bewunderung fand ein prachtvoller ausgesagter Bogelstander. Das Ergebnis der Prämiierung wurde erst heute abend bekannt. Unter anderen erhielten folgende Aussteller Preise: Poppelbaum-Frankfurt, Ulrich-Wolfers» heim, fürstliche Gutsverwaltung Lich, S4aubach-Hunaen, Heßler-Hungcn, Zimmer-Lauter und Muller-Henriettenhos.

* Ulrichstein, 9. Juli. Die Bemühungen dcö hiesigen Schloßbauvereins und des Zweigvereins vom Vogelsberger Höhenklub zur allmählichen Wieder­errichtung der zerstörten ehemaligen hessischen Ritter­burg auf dem Ulrichsteiner Schloßberg sind jetzt insofern von Erfolg gekrönt worden, als vor einigen Tagen der Grundstein zum Schloßbergturm gelegt wurde Der Turm wird nach Plänen des Bauinspertors Berth aus- gesührt und soll als Aussichtsturm dienen.

Darmstadt, 9. Juli. II. KK. HH. der Großherzog und die Groß Herzogin sind heute abend zum Besuche des Prinzcnpaares Heinrich von Preußen nach Hemmelmark

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen

Gartcustratze 2 (Bürgermeiftereigebäude) Zimmer Nr. U«

Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jealicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln.

An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bis 8 Uhr geöffnet.

Es lönnen eingestellt werden:

1 landwirtschaftlicher Arbeiter, eine große Anzahl Effendreher, Hobler, Fräser und Maschinenarbeiter (auswärts), 2 Spengler, 2 Schlosser, 1 Schmied, Schleifer oder Polierer (auswärts), 2 Wagner, Maler oder Lackierer, Schreiner, 1 Schuhmacher, Weißbinder, 2 Installateure, jüngere Fabrikarbeiterinnen, 1 Taglöhner, 1 längerer Hausbursche, 1 Stallburfche, 5 Dienstmädchen, 8 Lausfrauen oder Mädchen.

Lehrlinge:

2 Schlosser, 1 Spengler, Schleifer oder Polierer (ausivarts), 1 Wagner, 1 Schuhmacher, 1 Installateur, 1 Kellner.

b Es suchen Arbeit: . B8/7

1 Strickerin, 1 Wäscherin, 1 Fabrikarbeiter, 1 Fabrikarbeiterin, 2 Laussrauen, 1 Haus- oder Bureaudiener.

Märkte.

f«. Fraolsurt a. M., 10. Juli. <T°I-gr. Orig.-B-richt des Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- preise. Zunr Verlause standen: 548 Ochsen, 245 aus Oest­reich 64 Bullen, 8 aus Oestreich, 810 Kühe, Fersen, Stiere imd Rinder 0 aus Oestreich, 180 Kälber, 166 Schafe und Hammel, 1180 Schweine, 0 Ziegen, o Ziegen-, 0 Schaslammer. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgewicht' Ochsen 1. Qualität 4176 Mk., 2. Qual 66-68 Mk., 3. Qual. 60-63Mk.; Bullen l.Qual. 63 bis 65 Mk., 2. Qual. 6062 Mk.; Kühe 1. Qual. 6870 Mk., 2. Qual. 6264 Mk., 3. Qual. 4951 4. ^ual. 4244 Mk., 5. Qual.

0000Mk. Kälber: 1. Qual. 8288Pfg., Lebendgewicht 4852 Pf., 9 Qual. 7274 Pfg., Lebendgewicht 4347 Pfg., 3. Qual 0000 Pfg., Schlachtgewicht 64-80 Pfg. Schafe: 1. Qual. 72-74, 2 Qual. 64-66 Pfg., 3. Qual. 00-00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 70-00 Pfg., Lebendqew. 55.05 Pfg., 2. Qual. 68 Mg-/ Lebendgewicht 54.0500' W, 3. Qual. 6365 Pfg., Lebendgewicht 0000 W Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberstand bedeutend, Geschäft bei Schweüien und Schafen gut, Kälber gedrilckt, kem Ueberstand.

^ Dic Somnierhitze^ingt große Gefahr für alle mit Milch er­nährten Säuglinge, und treten Darmkraukheitenund Brechdu^)falle in erschreckender Weise aus. Wer feinen Liebling dieser großen Gefahr nicht aussetzen will, beuge vor und verabfolge dem Kinde eme gleichbleibende, die Verdauung nicht störende Nahrung. Die beste Gewähr bietet hierin das seit 33 Jahren altbewahrte Nestle sch< Kindermehl, weil dasselbe nur mit Wasser zubereitet werden braucht.

der Zollftraße sind 17 Häuser, und zwar 12 an der Südseite und 5 an der Rheinseite abgebrannt

Bonn, 10. Juli. Wie bieDeuffch-rhem. Ztg. mewet, ertranken gestern abend zwischen 6 und 7 Uhr oberhalb Ober­kassel durch Umschlagen eines Bootes 6 P e r s o n e n, unter denen sich drei Kinder befanden. Weitere 6 Personen sind gerettet. Das Umschlagen dies Bootes wurde herbeigeführt durch die von einem vorübcrfahrendcn Dampfer verursachten Wellen. -"ach derKöln. Ztg." ist das verunglückte Boot cm Motorboot, das den Lotälvcrkchr zwischen Oberkassel,und Plittersdorf besorgte. Es wurde überfahren von dem Dampfer ,,Rhein der Dainps- schiffahrts-Gesellschaft Bonn-Königswinter. Der Kapitän wül drei. Glockensignale gegeben haben, da fich das Motorboot vorschrifts­widrig zu nahe heranwagte und vorbeifahren wollte.

Bukarest, 10. Juli. Die Leute vomPotemktn er­zählen, daß sich an Bord schreckliche Szenen SutrugeN, während die Meuterei ausbrach. Eimge Offiziere, darunter zw«r revolutionäre Gesinnte, befanden sich in der Kajüte. Diese horten den Schrei:Töten wir alle". Darauf sprangen sie i n s W a s s e r. Es wurde ihnen n a ch g e s ch o s se n. Em Leut­nant wurde tödlich getroffen. Neben ihm schwamm der Ingenieur Kowalenko, ein Revolutionär. Sofort riefen bie Matrofm:Ko- walcnko, Ihnen geschieht nichts, wer senden ^hnen^em Rettungs­boot." DerPotemkin" soll zweimal .das ^ebstopol- Geschwader getroffen haben, es sei: aber I^csmal dem Kamps a u s g e w i ch en. - In Constanza erklärte der Matrose Ma­tus chen ko, vomPotemkin", der der eigentliche-Lerter der Meuterei gewesen ist, er sei schon vorher als Arbiter bewußter Sozialist gewesen. Als Matroie gehörte er der, so^ab- revolutionären Organisation an. Er hatte auf dem /'^otbmnn eine eifrige Propaganda entwickelt. Da geschah daß derzt^ite Kapitän Giliarowski einen Metro,en, der namens derMmrnschaft über schlechte Beköstigung klagte, erschoß Bor Empörung ergriff Matuschenko sein Gewehr und schoß Giliarowski nieder Dies war das Zeichen für die allgemeine Meuterer. Nachdem der erste Kapitän Golikow gleichfalls^,getötet war, übernahm Matuschenko die Leitung des Schiffes. Sre fuhren nach Odesia. Alle Marm waren eifrig auf ihren Posten. Die Maschinen wurden mrt See­wasser gespeist, wodurch ein Teil der Kessel def^t wurde.

Sosnowice, 10. Juli.. Auf der Grübe Renard und auf den Mhlowitzer Eisenwerken wird gefeiert. Der Steiger B>e- mel von der Saturn-Grube wurde von einem Arbeiter erschossen. Auf der Glmonastraße wurde der Haushalter Gn- sielski erschossen. Auf der Fiskagrube sttecken die Fuhrleute.

Wladiwostok, 9. Jnli. (Petersb. Telegr -Agi) Am Südende Sachalins wurde gestern ein nnch Osten gehen­des japanisches Geschwader gesichtet Es bestund aus dem KüstenpanzerschiffeFuso", dem ^inienschrsf Tschinjen", einem Kreuzer vom TypJwate, sechs Kreuzern zweiter Klaffe, vier Kanonenbooten, 36 Tvrpedo- bootszerstörern und zwei Transporffchiffen Zwer Tor­pedoboote kreuzen westlich von der Laperoufestra^.

New York, 10. Juli. Der hier werkende lapanrsche Finanzaaent Baron Kaneko besuchte den Präsidenten Roose- velt in Osterbay, um die Kr i eg s ko st en frage zu be­sprechen. Er sprach hierbei die Hofsnung aus, ^a Pan werde PortArtburb e h a l t e n , das ihm genug aekoftet habe.

dem von 12 Uhr ab die auswärtigen Vereine empfangen vorden waren, bewegte sich um Vs3 Uhr ein stattlicher IFestzug durch das Dorf. Voraus fuhr der Radfahrervercrn mit schön geschmückten Rädern, dann folgten die Festjung- fraucn. Auf dem F-estPlatz hielt Ehrenmitglied.Lehrer Kn och er, der ehemalige Dirigent des Vereins, die Fest­rede. Er wies auf die Gründung und Entwickellung des Vereins hin und brachte ein Hoch aus die erhabenen Beschützer des Volksgesanges, den Kaiser und Großherzog, aus. Fräulein Helene Jung übergab namens der Jung­frauen Klein-Lindens eine prachtvolle Fähnenschleife und toastete auf den festgebenden Verein. Festpräsident H. Erb sprach den Dank des Vereins aus. Dann sang der Verein das FestliedGrüße an die Heimat". Bei Gesangsvor­trägen, Konzert und Tanz nahm das Fest einen schönen Verlaus Bei allerlei Volksbelustigung amüsierte man sich aufs beste. Heute findet das F-est seine Fortsetzung. Um 10 Uhr war Frühkonzert, uni< 2 Uhr ist dann Umzug durchs Dorf, darnach Gesang und Tanz auf dem Festplatz.

pro. Mainzlar, 9. Juli. Bei der Wahl eines Bei­geordneten wurde das seitherige Gemeinderatsmitglied Wilhelm Bingel, Land- und Gastwirt hier, mit 26 Stim­men gewählt. Der Gegenkandidat Landwirt Heinrich Rein erhielt 11 Stimmen. Es haben sonach nur 37 von ca. 120 stimmberechtigten Wählern von ihrem Stimmrechte Gebrauch

Sport.

rtn!. Darmstadt, 9. Juli. Das 26. «nd

Schaufechten des Gauverbandes mittelrheiNis w er Fechtklubs, verbunden mit, dem 25iaWrgen Jubiläum der­selben und dem 15 jährigen S!i>tungsfest des^FechtNubs ,,^ranw- nia" Darmstadt unter dnn Protektorate de^, Großherzoas fand gestern und heute hier int Kaffersaal statt. An dem rechten.be­teiligten sich Fechtvcreine von Bürgel, rvranffurt, Mam-, Mann­heim, Rüdcsheim, Worms, Wiesbadm und drei Darmstadter Fechr- klubs. Heute nachmittag fand ein großer H-estakt statt, zu welchem auch S. K. H. der Großherzog nck» Gefolge-er­schienen war. Es fand ein Preissckaufechten, s»wrr Ansichten der Ehrenpreise, sowie der von dem Käufer gestifteten WbaiUe statt. Diese erhielt beim Schläger-Lenioren-Fechten Sauter- Wiesbaden Beim Prcisschaurechtcn wiirde der Großherzogspreis (1 silb. Fruchtschale) vergeben. Ihn erhielt der Darmstadter Fecht- klub. Eine hübsche Sabelübung wurde von den Damen des Darmstädter FechtklubsFrancMia^ ausgesiihrt.

Ems, 9. Juli. Bei der heutigen Kaiserregatta um den Wanderpreis Kaiser Wilhelms I. siegte die Franksur- t e rG e r m a n i a". Der Preis war ursprünglich dem Mamzer Rüderverein zuerkannt worden, gmg aber auf Protest seitens des Franlsurter Vereins aii diesen über. _________ _

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und ' . c ,^Cn Korb -u. cn ,n der Stube . durch vor- ! MWeHen.

bet:. Nachdem die cJc|t- Vernnitlich brauch war, Qe,

~Q§ Förder, 7 drei Männern ' tura sich schwere Ö bat sofort alles dringen und Er. ist unter Führung luhrers, Ingenieur k verbracht. Nach teilweise schwere keine inneren ckten sind alle drei ü, von denen der c Fufforge um die 'er Nichterfüllung unserer Stadt be. bedauern, welcher i ist seit 25 Jahren mn ausgedehnten gekommen.

jeierte Kammer« der Firma Karl nhald der Mauern m Rheinlande, die Sinn hatte ihn be- i gehen. Er selber d Arbeitern eine rf seine Kosten istag Morgen um in der ^nW'- tym. In Er ­suchen Mit- n, die zu einem chi gekommen sind, im ertönte ein Be- und an der Bahn melius und seiner , die Musik an der heim, um mittels fahren. Dott fand sche Huldigung statt, vermittels Sonder- ttagessen, bei dm . Hier hreß Hm [5 willkommen, nut ;cn ein Tag ange- Hoch gelte seinen te und Ansprachen, ihnen. Ernste und alle zeugten von srat Kinzenbach nilte der W sschen Tabalverems ge nan Jahrm um l Emmelius stehe"' >rr Emmelius noch cher Nhr mit Ke te, : guten TM Lbc Mit M K«; K

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Vergebung von Bauarbeiten.

Nachverzeichnete Rohbauarbeiten und Lieferungen für das neu zu errichtende Markuspfarrhaus an der Kirchstraße sollen vergeben werden:

1. Erd-, und Maurerarbeiten.

2. X J^rägerlieferung.

3. Lieferung von Sandsteinarbeiten.

- 4. Zimmerarbeiten und Dachgesimse (getrennt).

5. Dachdeckerarbeiten.

6. Spenglerarbeiten.

7. Schmiedearbeiten. .

Pläne, Kostenanschläge und Bedingungen können bei Herrn Architekt Stein während der Bureaustunden eingesehen werden. Angebote sind dem Unterzeichneten bis zum 19. Juli er. mittags 12 Uhr einzureichen.

Gießen, den 6. Juli 1905. ,

Der Gesamtvorstand der evangel. Kirchengememde.

BYr I. V.: D. Schlosser.

K.richisraal-

München, 8. Juli. Vor etwa M Jahren hat der Mün­chener Rechts anwalt Eskales für !elnenKlwnten,den flüchtigen Weinwirt Glaser, gegen eine gEere Anzahl deutscher Zeitungen, welche die Nachricht brachten, daß Glaser in Amerika wegen Ermordung seiner Frau hingerichtct sei, Klage angedroht, toemt sie mckst freiwillig eine größere, L"" I-w-'l-S-m Der- hältnissen entsprechende Summe zahlen. Eskales wurde deshalb vom Münchener Ehrengericht der Anwaltskammer g e st r i ch e n. Das Reichsgericht in Leidig hat nun diese Entscheidung a u f g e - hoben und Esräles einen Verweis erteilt und ihm eme Geldstrafe von 1000 Mark auferlegt.

"Krijstnal-DmMckdungen.

Bacharach, 10. Juli. Ein um 4 Uhr morgens m der Unterstraße, int südlichen Teil, ausgebrochener Brand war um 8 Uhr auf seinen Herd beschränkt. Zwischen der Krancngaffe und