Ausgabe 
10.2.1905 Erstes Blatt
 
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Freitag 10. Februar 1905

155. Jahrgang

Erstes Blatt.

haben die Zechen cmf irgend eine der Anforderungen der Streikenden hin Konzessionen gemacht; die Arbeit muß also zu den ulten Bedingungen ausgenom­men werden.

riet, sich nunmehr zu bescheiden und ihren Frieden mit der An-* dustrie zu machen. v . e .

Als Anwalt der aesckädigten Exportmdnstrie trat nnt warmen Worten Aba. K ä m v f f (fr. in die Schranken Graf Posa- dowsky fegte ihm für morgen eine eingehende Erwiderung zu -7, doch er erntete auf der Rechten nur ironischen Widersvruch. Kem Wunder also, wmn Kampfs sich'veranlaßt iah, den Gegnern ge­hörig an den Wagen zu fahren. Immerhin hat schon der erste Dag der Generaldebatte bewiesen, daß die Annaymeder Ha n- delsverträae a^ä opsleb^r't gatten

ausnahme d er Arbeit. , . . _

Auch in den Versammlungen in Dortmund ging es erregt zu. Von den Führern wurde betont, daß kein Geld mehr da sei. Eine Ansprache des Pfarrers Traubs beruhigte schließlich die Leute etwas. Er hielt ihnen eindringlich vor, daß sie die Ehre und cie .Organisation aufs Spiel setzten. Endlich gab man sich zufrieden. Die dortigen Belegschaften wollen heute ^Frei­tag) gemeinsam zu den Zechen ziehen und wegen der An­fahrt fragen. Sollte etwa ein Betriebssührer jemand maß­regeln, so wollen alle umkehren.

In Bochum erklärte sich eine von ungefähr bUUU Bergleuten besuchte Versammlung des Reviers nach dem Referat des Abg. Sachse und des Vorsitzenden des Gewerk­vereins christlicher Bergarbeiter einstimmig s ü r s 0 s 0 r t r g e Wiederausnahme der Arbeit. Auch in Ruhrort Iund Earnav stimmte man dem Beschluß der Delegierten- > Versammlung zu. In Ob er Hausen sprachen sich aber zwei Versammlungen gegen die Wiederaufnahme der Arbeit aus. .. ,

Die Laae ist also Zt. norfi völlig un aekl art.

VezugSpreiOr monatlich 75 PI., viertel­jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.vienel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme van Anzeige« iit die Tr rsmannrer 's vo-mUtaqs 0 'ckne. Z c "ennreis: okar A* auswärts Ä ä'z.

? e^antwortl'ch süE den poltt und M.,ehx« Teil: P. Witiko; für Stadt und Land" und Gerichtssaal": August Goetz; für den An­zeigenteil: Hans Beck.

ung, den Streik fortzusetzen. In Bottrop besckilosscn indes zwei Versammlungen die Wiederaufnahme der Arbeit, ebenso in Mten-Essen und Bruckhausen. Essen ist für Wieder-

meisten' empfundLen Hstände sorgen LL^di^L'U" S

r dnk alle die Be-1 bs wird der Regierung nicht allzu schwer werden, das

Zentrum für die Verträge zugewinnen". .

- 1 Mit Herrn Bernsteins langer Rede waren seine Parte:-

von freunde nicht recht zufrieden. Er schwächte dre Wirkung semer Kraftworte ab durch lebhafte Reflexionen,^ die den wottischen Widerspruch der Rechten heranswrderten Lvs drecmaftge dröh­nende , Nein!", mit dem er schließlich die Vertrage ablehnte, konnte die Schwächen der Rede nicht toethnod>en.

Ganz anders hatte Graf Vosadowsky dav Obr des Hauses, als er ein anschauliches Bild der bei den Handelsvertragsver- handlunaen geleisteten Riesenarbeit entwarf. Was er dann über die Bedeutung der Landwirtschaft sagte, gefiel den Herren aus der Rechten außerordentlich. Der Satz aber, Tein Konsument dürfe becmsprucheir, daß die L a n d w i r t s Ä a f t seinetwegen mit Verlust arbeite, klang im Munde eines die, Worte sonst fo foralich wählenden Staatsmannes wie Gras Vosadowsky ge- radezu paradox Umsomehr, als sein Nachweis nicht als gegluckt bezeichnet werden kann, daß die Industrie, durch deren Hoch- stond die gute Lebenshaltung zahlreicher Konsumenten bedingt ist ÜÄ übertriebenen Befürchtungen hingibt über die ihr aus kJ. -neuen Verträgen erwachsenden Schädigungen. Wenn auch Me MuKielle» Internaten den Rat des Grafen Pasadawskt befolgen und ihr Urteil über das 5)andelsvertragswm-k Nicht auf einzelne Positionen, sondern auf eine durch die gesamten Ver­träge gezogenen Diagonale aufbauen, 10 werden sie schwerlich rii der Auffasung fick bekehren, daß die Industrie m dem gleichen ^liaße zu ihrem Rechte gekommen sei, wie die Landwirtschaft.

Namens der Konservativen sprach Abg. Graf Kanitz, der Aarargelehrte", dessen Neigung es ist, mit statistischen Zahlen °oöXrrn die im Augenblick schwer zu entkräften sind, und die Vorzüge' kurzfristiger Meistbegünstigungsverträge gegenüber langfristigen Tarifverträgen zu verkünden. Im übrigen hat Graf E'ff dickle big .Handelsvertragswerk wirklich durchstiidiert, imT Vimn: ^ ^111^ biefer Kenntnis in der Lage und gerecht uud ^.Ln daß gewissen Wünschen der Industrie nicht ?ntüwochen^ worden fet Ja, Graf Kanitz bedauerte es sogar, weswreußischer Landwirt, Abg. Sieg (nl.), ging noch M-nipn ^rfiritt weiter Er räumte em, » wichtige Zweige der Industrie bind) die Bestimmungen der neuen Vertrage in schwere Bedrängnis geraten können Sieg ist - bezeichnender- m .ja)**-LTt m;. Mit Ar und Halm von den neuen Handelt." Äff« hÄflt, Ä s-in-n Memtoen B-rnssg-noss-n

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Die Ereiqnisse in Rustand.

@me Unterredung mit Trepow.

Ein Korrespondent derFrkf. Ztg." hat im Petersburger Winterpalais eine Unterredung mit dem Generalgouverneur! Trepow. Die Zeit der Unruhen, sagte er, ist vorüber (!! Vergl. unten die Nachrichten aus Sosnowice! D. Red.) und die Bewegung ist jetzt nur eine ökonomische. Hier arbeiten alle Fabriken außer der Waggonfabrik Bastrcm, aber am Samstag wird auch dort der Streik beendigt sein. Das Verlangen nach einer Konstitution ist un­erfüllbar. Der Zar ist Autokrat durch den Willen des ganzen Volkes. Ein Mittelding wie der Senst^ Ssobor, eine Ständevertretung, ist in Krieaszeiten undiskutierbar. Der Krieg, dessen'sind wir gewiß, endet siegreich für uns. Meine Funktionen sind nur vorübergehend und ich hoffe, daß der Zar mich bald entbeben wird.

Die Verhaftung Hochs.

Petersburg, 9. Febr. Von zuständiger Seite wrrv mitaeteilt: Der deutsche Reichsangehörige, Kaufmann F. A. Hoch, wurde am 28. Januar verhaftet, und auf Inter­vention der deutschen Botschaft am folaenden- Tage wieder aus der Haft entlassen, nachdem sich herausgestellt hat, daß eine bedauerliche P er s 0 n en v er we ch s lun g vor- aeleaen habe. Das russische Ministerium des ^nnern hat alsbald Hoch schriftlich sein l eb h aftes Bed auer n über dieses grobe Versehen ausgedrückt und ihm mitgeterlt, daß der betreffende Polizeibeamte, welcher die Verhaftung anlaßt hatte, bestraft worden sei.

Die Lage im Lande.

Sosnowice, 9. Febr. Vor der Katharinenhütte er­folgten abends blutige Zusammenstöße Em Ar- beitertrupp wallte auf den Platz dringen, um Arbeitswillige' am .Hochofenbetrieb zu vertreiben. Das Militär gab acht S a l v e n E ab. 15 Arbeiter wurden verletzt und. 10 a e - tötet. Vormittags fand bei Milowice em ähnlicher Zu-, sammenstoß statt. t

Kattowitz, 9. Febr. Außer auf der Katharinenhutte; bei Sosnowice kam es bei der Niflagrube hinter Modrzeowj zu einem Zusammenstoß zwischen Militär und Streikendem. Man spricht von 150 Toten. Die Gerüchte smd augen­blicklich unkontrollierbar, doch muß die Zahl der Opfers groß sein, da die Salven in eine dichte Menschenmenge gegeben wurden.

Kattowitz, 10. Febr Bei dem Zusammenstoß vor der Sosnowicer Katharinenhütte gab es nach den bisherigen Angaben 54Toteund70 Verwundet e. Vom Mili­tär wurde, niemand verwundet. Zur Bewachung der. Eis en bahn brücke von Sosnowice nach Kattowitz wurde heute abend die preußifche G-ndm-merie verstärkt.

Nr. 35

vrfch-ivt tL-lich außer Sonntag-.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfiichen Landwirt die Gießener Familien« Blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. 93er» lag der Brü h l'sehen Un wers.-Buch-u. Stein­druckerei. 9L Lange.

Redaktion. Ervediuon und Druckerei:

Schulstratze 7.

Adresse für Deveschen: Anzeiger Gießen.

FernsprechanlcklußNr 51.

Ansiand.

Nom, 9. Febr. Ein hoher Beamter des Ministeriums des Aenßeren teilte einem hiesigen Berichterstatter mit, der Deutsche Kaiser werde mit dem Kronprinzen und dessen Braut in Livorno zusammentreffen, wo der Monarch mit dem Prinzen Eitel und der kaiserlichen Familie Mitte März ankommen werde.

Wien, 9. Febr. Das Abgeordnetenhaus begann die erste Lesung des Staatsvoranschlags. Abg. Sommer erörterte eingehend das Verhältnis zu Ungarn. Er empfahl einen Anschluß an Deutschland und sprach sich gegen Konzessionen an die Tschechen und Italiener aus. Skene (Mähre) rühmte die österreichischen Kommissare bei den Handelsvertrags-Verhandlungen mit Deutsch­land und bemerkte, daß dabei Deutschland es an Entgegenkommen und Aufrichtigkeit hätte fehlen lassen. Der Sozialist Seiz wendet sich in einer Anfrage ein das Präsidium gegen den Geschäftsordnungs-Entwurf des Herrenhauses und beschwert sich über die Einmischung der Herrenhäusler in Sachen des Abgeordnetenhauses. Dw Sozialisten rufen: .Die Herrenhäusler sind Trottel. Ausbeuter, Lumpe, senile Greise!' Der Präsident erwidert, das Herrenhaus sei in seinen Beschlüssen souverän. Die Sozialisten rufen: .Das Präsidium ist servil, v s u i Vräsidium! "

Per Krieg.

Vom Kriegsschaitplalje.

Tokio, 9. Febr. Vom Hauptquartier der tnandschu- rischen Armee wird gemeldet, daß die Russen in der Nacht vom 7. Februar mit der Beschießung in der Richtung aus den Sch ah0 fortsehen und daß sie sich inetter ut öer Front von Vouliuchenpae und in der Umgebung von Heikaitei verschanzen. r

Tokio, 9. Febr. Man kann geaenwartig -.v l a d 1 wostok von der Seeseite her nur durch oic Tschuschima- uns die Tsugarastraße erreichen, denn die übrigen Mecresstraßen sind fast ganz von Eis bedeckt. Um die Schaurigkeiten des Heran kommens an Wladiwostok zu erhöhen, kündigt me Regierung an, sie werde die Leuchttürme tn der Nahq der Tsugarastraße auslöschen imd sie nur gelegentlich imebet an zünd en. Die Ja p aner bewachen durch Kreuzfahrten svr^ faltig die beiden -i<> " n < iraßen. Ndan glaubt, daß du: Blockade von ^Wladiwostok jetzt durch geführt

Ale veAtige Kummer umfaßt 10 Selten.

Aas Knde des WerffarKeiterKreiKs.

Wir" erhielten gestern kurz nach Fertigstellung unseres Blattes folgendes Telegramm:

Essen n. d. R., 9. Febr. Die seit 9 Mr tagende Revierkonferenz der streikenden Bergarbeiter beschloß gegen 2 Uhr die Annahme einer Resolution, welche die

Indes findet der Beschluß der Führer unter den Berg­leuten mannigfach Opposition und den Delegierten wurde bei ihrem Austritt aus dem Versammlungsraum von der auf der Straße wartenden Menge ,,Verräter"^und ,.ge­stochene" entgegengeschrien. In den für gestern nach-- Wiederaufnahme der Arbeit empfiehlt. Imittag in Essen und Umgegend anberaumten ösfent-

§eute liegen uns folgende Berichte vor: ti ch en Ber g ar b e iter v ers am m ln n g en wurde mit

Essen a. d. Ruhr, 9. Febr. In der geheimen überwiegender Majorität bei ch lochen, oem Beratung der Revier-Konferenz wurde, wie der Vor- Beschluß der Delegierten-Konferenz der Bergarbeiter, die fitzende nach Zulassung der Presse feststellte, der Siebener-Arbeit wieder aufzunehmen, nicht bei zu treten, viel- Kommission ein V e r t r a u e n s v o t u ni ausgestellt. Efiert mehr im A u s st a n d z u v e r h a r r e n. Sachse und andere und Sachse referierten kurz über die Besprechungen und Führer mußten flüchten.. Huv wollte die Bergleute ve- aaben die Gründe an, die für Wiederaufnahme der Arbeit ruhigen, wurde aber tätlich angegrichen. ^5or oem sprachen. Nach langer Geschäftsordnungs-Debatte wurde Lokal wurde ein Wagen mit etwa 250 000 Flugblättern mit überwiegender Mehrheit Schluß der Debatte beschlossen von Bergleuten überfallen, die Flugblätter wurden zerrissen und alsdann folgende Resolution angenommen: Mehrere Versammlungen wurden wegen ^umuirs

In Erwägung, daß 'der Herrenstandpunkt des Vereins für polizeilich au fgelöst. Die zum weiteren Streik neiaen- bie bergbaulichen Interessen durch diesen Kampf in nächster Zeit hen Arbeiter bereiten ein Flugblatt vor Mit per Au,foroer- noch nicht gebrochen werden kann und die Werksbesitzer nach! - wie vor Verhandlungen mit der Siebenerkommission ablehnten, in fernerer Erwämmg, daß durch die Weiterführnng des Kampfes das g e sa m t e W ir t s ch a f t s l e b en einer unermeßlichen Er - s ch ü t t e r u n g ausgesetzt wäre, glauben wir an die Opferwulig- keit der Bergarbeiter wie der Gesamtarbeiterschaft keine höheren Anforderungen stellen zu dürfen. Im Hinblick daraus, daß nahe­zu die gesamte öffentliche Meinung auf feiten der streikenden Arbeiter steht und die Regierung, gedrängt durch die impo­sante Kundgebung der Bergarbeiter, im Reichstag bereits Gesetz-1 entwürfe betreffend Arbeitskammern und die Recht s - fähigkeit der Bernfsvereine angekündigt, sowie die seit einem Jahrzehnt versprochene Reform der Berggesetz- g ebun g auf das bestimmteste zugesagt Jät, in welcher 1. die Schichtzeit gesetzlich geregelt, 2. das Ueberfchichtswesen verboten bezw. eingeschränkt, 3. die Knappschafts käste verbessert, 4. das Wagennullen verboten, 5. die vielen und hohen Strafen beseitigt, 6. die Arbeiterausschüsse allgemein eingeführt werden be­schließt die Konferenz der T-elegierten der vier Verbände, die Arbeit morgen wieder aufzunehmeii. Sollten die Ver­sprechungen, die man den Bergarbeitern während des Kampfes seitens der Staatsregierung gegeben hat, nicht erfüllt, die Beschwerden mibeachtet, die Mißstände im Bergwerksbetriebe in alter Weise fortbestehen bleiben, dann behält sich die Bergarbeiter^ schäft vor, fo einmütig, wie sie diesen Kampf geführt, aufs neue wieder den Kampfplatz zu betreten, urn.die Er­füllung ihrer berechtigten Forderungen zu erzwingen. Tie Berg­arbeiter verpflichten sich, die Stärkung ihrer Organisation energisch ,--------- ------

zu betreiben, um jederzeit für einen neuen Kamps gerüstet KandelSVkrlrage lUt FketHStag.

u«iT Kn"'S&A.««t Ä' mS? Sb5.

Hus und anderer wurde die Siebmer-Kommstsron beauftragt, Tipwinatcnlaqen überfüllt. daZ Parkett Mit besetzt,

weiterhin zu tagen und aus die Ausfiihrung der Versprechen Vundesrat«estrade desgleichen, auf der man heute ertte AU achten und über sie zu wachen. parlamentarische Seltenheit die Vertreter sämtlicher Einzel-

* staaten erblickte. Im Hintergrund der Empore die stattliche Schar

Man geht wohl in der Annahme nicht fehl, daß für der an den Unterhandlungen mit den fremden Maaten beteiligt bm Entschlich der Siebenerkommission, den Arbellern zu em- D^^>^mmiss«e. Bülowfe^lengJj11pI58IIe, pfehlen,. die Arbeit wieder aufznnehmen, von ausschlaggebendei Diskussionsredner, Mg. Bernstein (Soz.), er-

Bedeutung das Telegramm des Reichskanzlers 9^^! schallen ließ, im Saale. Der Kanzler blickte höchst befrüdigt drein wesen ist, in dem er für den Fall, daß der Streik durch so- und begrüßte auf das kordialste den. Swatchekrttar^^ von sortige Wiederaufnahme der Arbeit seitens der Grubenarbeiter I Pichen Minister von Rheinbaben und

beendigt würde, seine persönliche Intervention ankündigte. 011 Zmtrum hatte das erste Wort und entsandte den agrarisch

Der Beschluß, dem Streik im Ruhrrevier durch Wieder- ^^hauchten Abg. Herold ans Rednerpult, getreu seiner Taktck

Aufnahme der Arbeit ein Ziel zu setzen, ist nach Lage ^nächst einige Bemängelungen verlautbaren zu lasten, ^erow

der Dinge der vernünftigste, der gefaßt werden konnte. Mtte seine Bede ebensogut gestern im L^^wirtschastsrat Mit n

Tie Regwruug hat inzwischen wiederholt die Versicherung können. Km übrigenziert stch \

abgegeben, daß sie durch das Bcrg-Notgesch für bie Ab-1 nachdem Wellch-in . 1 *___ V _ i____ .t t*** i ort

stellung der am .......L.------

will. Es ist zwar nicht anzunehmen, daß alle die Be-. stimmungen, deren Aufnahme in das neue ^Gesetz die ~ Siebenerkommission dem Grafen Bülow empfiehlt, Ver-,' wirMchung finoen, immerhin sind die Vorschläge, als voi.

Praktikern ausgehend, für die baldige Fertigstellung der I Vorlage von Wert. Nebrigens ist die hauptsächlich, bean­standete Forderung eines Mindestlohnes in der Eingabe an den Reichskanzler nicht aufgestellt. Nun kommt es I darauf an, wie der preuß. Landtag das Not-Berggefetz behandelt. Wie sich in seiner gestrigen Sitzung der deutsche Landwixtschaftsrat zur Sache äußerte, das ist aller­dings für die Bergarbeiter wenig vertrauen­erweckend. (Vgl. den ArtikelDie agrarische Woche".) Für diese Ofieuherzigteit darf man immerhin dankbar sein. Denn nun wird d'ie preuß. Regierung nicht umhin können, in Erwägnung darüber einzutreten, was im Falle der Ablehnung des Berg-Notgesehes zu geschehen hat. Die Begründung des Beschlusses der Arbeiter Vertreter läßt keinen Zweifel darüber, daß der Kamps mit voller Kraft aufs neue geführt werden soll, wenndie Beschwerden unbeachtet bleiben, die M i ß st än d e im Berg­werksbetriebe in .alter Weise fortbestehen." Eine Wiederholung des Streiks aber beschwört eine wirtschaft­liche Katastrophe herauf, die den Fortschritt von Jahren zu Nichte macht. Tiefer neue Brand würde nur mit der äußersten Schwierigkeit zu'chen fern, nur mrt dem Erlaß eines Reichs-Berggesetzes, daß rm Rmchsta.g eure sichere Mehrheit hat. Daraus ergibt sich, daß Graf Bulow enttveder die Auflösung des preuß. Abgeord­netenhauses »ms Auge fassen oder daß er schon ,etzt Vorbereitungen für die re r chs g es c hlrche Regelung treffen muß, damit jede verhangntsboll wirkende Ver­zögerung nach Scheitern des preußischen Gesetzentwurfs

^Gegenüber' den Zechen ist der Streik völlig er- aebnislns geblieben, weder ist cs dcn OrNauisatiolieu gelungen, ihre Anerkennung als Vcrireter der Gesamtbcleg- schait bet den. Zechei,Verwaltungen. purchWsctzen, noch.