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09/03/1905 Zweites Blatt
 
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Mief sich auf 300400

Stück. Tie Ungunst bcr Witterung

Frau Johannette Strauch

geb. Gauss

was wir Freunden und Bekannten hierdurch tief betrübt mitteilen,

Die trauernden Hinterbliebenen

Giessen (Lonystrasse 20), Darmstadt, den 9. März 1905.

Die Beerdigung findet statt: Samstag den 11. d. Mts., nachmittags 4*/2 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofes aus.

Marie Bruchhäuser, geb. Strauch.

Helnr. Bruchhäuser, Minist-Revisor.

mit einer Verlosung von sechst Arbeitspferden, landwirtschaftlichen! Geräten usw. Ter erste Preis fiel auf Los Nr. 1969, 2. auf 5578, 3. auf 2523, 4. auf 1032, 5. auf 5254, 6. auf 11508, 7. auf 8626, 8. auf 1852, 9. auf 5025, 10. auf 420.

Gestern nachmittag 3 Uhr verschied nach kurzem Kranksein im kaum vollendeten 64. Lebensjahre unsere liebe, gute Mutter, Grossmutter, Schwägerin und Tante

Universitäts-Nachrichten.

In Marburg wurde dieser Tuge der erste weib­ische Doktor promoviert. Frl. Ta da Urata aus Kumamoto in Japan erlangte die Tvktorwürde bei der medizinischen Fa­kultät auf gründ ihres Examens und ihrer Dissertation:Ex­perimentelle Untersuchungen über den Wert des Credeschen Tropfens".

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brachte es mit sich, daß wenig Kauflustige erschienen waren. Tie Preise waren denn auch niedrig. Heute fand her

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>u hosten, daß sich die preußisch-hessischen Orientierungsheste nicht nur auf die landschaftlich bevorzugten Gegenden Deutschlands beschränken, sondern daß auch das platte Land, die Industrie­gebiete nach Möglichkeit berücksichtigt werden. Zum Teil entspringt die neue Einrichtung wohl dem Wunsche, die Konkurrenz zu be­kämpfen. Wie dem auch sei, wir freuen uns der Freigebigkeit des Fiskus. Wenn er aber einmal in der Gebelaune ist, so sorgt er hoffentlich auch dafür, daß die Orientierungshefte wirklich Be­lehrendes bringen, hiermit zur Verbesserung der Heimatkunde bei- tragcn und die Ptdr amn Versande stärken.

sonders von der alten Kundschaft für gute Milchware mancher große Käufer fehlte. Tatsache ist, daß infolgedessen schwere Kübe bei uns nicht mehr gesucht und die preußischen Märkte ausgesucht werden, wo solche zu besseren Preisen abzusetzen find, als hier. Ter Vorrat in Fettvieh war nicht erheblich. Ter Handel darin war weniger gut und litt unter der Flaue des letzten Frank­furter Marktes. Tas Kälbergeschäst ging anfangs lanasam. Gute schwere Ware war sehr gesucht und recht teuer. Mittel- und leichte Ware war weniger teuer, und auch hierin deckten unsere heimischen Metzger ihren Bedarf. Tie wenigen Paare Fahr­vieh, welche gestern ausnahmsweise schon am Markt waren, gingen gut fort und wurden sehr hoch bezahlt, weil es sich um schwere, ausgesucht schöne Tiere handelte. Bezahlt wurden pro Stück: für Kühe, frischmelkend und tragend, 1. Qual.: 400500 Mk., 2. Qual. 330380 Mk., 3. Qual. 280310 Mk. Gehandelt wurde der Zentner Schlachtgewicht: fette Rinder 1. Qual. 66 bis 68 Mk., 2. Qual. 6264 Mk.: fette Kühe 1. Qual. 6062 Mk., 2. Qual. 5759 Mk.: Kälber 1. Qual. 7476 Mk., 2. Qnal. 6670 Mk., 3. Qual. 6064 Mk. Ter Markt wurde fast geräumt.

's Friedberg, 8. März. Aus dem gestrigen Frühjahrs- pferdemarkt herrschte ein geringer Geschäftsgang, obwohl der Austrieb der Pferde recht bedeutend war: die Zahl der Pferde

... . auch niedrig. Heute fand der

Schweine markt statt. Hier herrschte ein bedeutend regerer Geschäftsgang: die Preise waren besonders bei den Ferkeln hoch, das Paar kostete 3648 Mk., Einlegschweine pro Stück 4050 Mark. Ter Krämermarkt war verhältnismäßig stau, was auch durch die Ungunst der Witterung verschuldet wurde. Gleich­zeitig fand eine Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen und zeiGeräte auf der Kaiserstratze statt. Der Markt schloß heute abend

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Märkte.

th. Gießen, 8. März. Zu dem diesmaligen Viehmarkt mußten die aus Preußen vor dem Markt hier eingestellten Tiere in besonderen Ställen untergebracht werden und ebenso auch getrennt davon dos höfi sche Rindvieh. Diese streng' Tr nnnng der Ware hörte jedoch beim Auftrieb zum Markt auf. Tie Marktbesucher, welche Vieh ytm Verkauf brachten, waren von dieser neuen Maß­nahme, welche wegen der Ansteckungsgefahr veranlaßt fein soll, Kirrt sehr erbaut. Abgesehen von einer Mehrarbeit und sonstigen Unbeanemlichkeit'-n entstehen dadurch dem Handel auch mehr Kosten. Ter Vorrat auf dem gestrigen Markt betrug etwa 1000 Stück Kühe und Rinder, einige wenige Paare Ochsen sowie ca. 150 bis 160 Kälber. T>as Geschäft in Milchvieh war leidlich, wenn auch, veranlaßt durch die häufigen Störungen des Marktes, be­

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Nicht früh genug können

junge Mädchen anfgehlärt werden

wie bitter sich im späteren Leben Vernachlässigung der Körperpflege rächt, namentlich in den ^lUwiak^lnns^.fahren, mit denen gleich­zeitig gesteigerte geistige Tätigkeit in den höheren Schulen zu­sammenfällt.

Blutarmut, Bleichsucht, nervöser Schwäche etc. wird durch kein anderes Kräftigungsmittel so wirksam vorgebengt, als durch Hausens Kasseler Hafer-Kakao, der infolge seiner blutbildenden, anregenden u. kräftigenden Eigenschaften von über 10 000 Aerzten ständig ver­ordnet wird. Nur echt in blauen Kartons ä 1 Mark, niemals lose.

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Im Namen der tiefgebeugten Angehörigen:

Allendorf a. Lda., 7. März 1905.

Die Einsegnung der Leiche findet Samstag, den 11. d. Mtsk, nm 12l/4 Uhr statt und in unmittelbarem Anschluss die Ueberführung nach dem hiesigen Bahnhof.

Die trauernden Eltern:

iPastios11 Focken und Frau, geb. Dirksen.

Nach Gottes unerforschlichem Rat ist unser heissgeliebter Sohn, Bruder und Bräutigam, der

prakt. Arzt Dr. med. Reinhard Focken zu Allendorf a. d. Lda.

nach eben vollendetem 27. Lebensjahre mitten aus seiner Arbeit infolge eines Schlaganfalles heimgerufen worden.