Ausgabe 
2.10.1905 Zweites Blatt
 
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Erstes Blatt.

155. Jahrgang

Montag 3. Oktober 190®

Are heutige Yummer umfaßt 8 Keilen.

28

,1K

Mk.

Mk.

855

Mk.

c)

Hält man sich diese Zahlen vor Angen, so wird

man

muß von gegebenen Zahlen ausgehen und darf an denselben

.1U .IS.

312

110

1085

83

100

210

Gchulstratze 7.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.

Kernsprechanschluß Nr. 51.

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725 Ntk.

125 Mk.

542 , 84 w

104 .

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Das R esrdenz-Theater nr Frankfurt a. M. brachte am 30. d. M. als Novität den tollen deutsck)-sranzösischen -schwankDer unnatürlicheSoh n" von Fischer und Jarrw welcher beifällig ausgenommen wurde und Stürme von Heiterkeit entfeiselte.

d) Inserate, Programme re. .

e) Notenmaterial.....

f) Podium, Lokalmiete rc. . .

Zusammen kosten also:

3 Kammermusikabende

3 Solistenabende . .

2 Orchesterabende . .

2 Chorabende . . . Summa also

Aus Meiningen wird geschrieben: Während der Lomburgcr Kaisertage hatten mehrere Mitglieder des OTW* eine Einladung erkalten^ vor deut Kas-,

9. Okt, Anfangsknrse. Harpener Bergwerk Lanrahtttte Lombarden E. d- Sordd. Lloyd. Türkenlo«.

schäften. Nur gegenseitige Verschiebungen, die sich etwa ausgleichen, dürfen gewagt werden, um auf der einen Seite1 Preisermäßigungen zu ermöglichen, mit denen wir einem Teil unserer Zuhörer Erleichterungen bieten.

Wir weisen noch auf die heutige Beilage hin und bitten, dringend um allseitige Unterstützung unserer Bestrebungen, nur gute Musik zu pflegen und sie möglichst vielen zugänglich zu machen.

Berliner Handels?«.

Darmstädter Bank . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Konunandit Dresdner Bank Kreditaktien . . Baltimore- und Ohio-

Eisenbahn .

fache, daß ein Ausverkauf nicht nur von den Preisen, son­dern von vielen andern Umständen abhängt; wollten wir bei unfern Raumverhältnisien um jeden Preis ein ausverkauftes Haus erzwingen, so hieße das, mit ständiger Unterbilanz ar­beiten, eine Schleuderwirtschaft führen. So sind der auch von uns angestrebten Preisermäßigung enge Grenzen gesetzt; kein Einsichtiger wird uns da widersprechen. Mögen noch­mals die Zahlen für uns reden. Sehen wir weiter, mit welchen Ausgaben wir zu rechnen haben, die schlechter­dings gedeckt werden müssen.

1900 Mk.

312 Mk.

500

1235 , 96

270 , 290

Zum 115. SottzerljtLhr des Kießeuer Konzert- Vereins.

n

Es standen uns seither pro Abend 371 Sperrsitze und ca. 150 unnummerierte Plätze zur Verfügung; wären alle Plätze durch Vollabonnements belegt worden, so würden wir vereinnahmt haben 371 x 27 = 10017 Mk. und 150 x 18 2700 Mk., zusammen rund 12 700 Mk. An sonstigen Einnahmen kommen ca. 300 Mk. für Programmverkauf und ca. 600 Mk. aus sonstigen Einnahmequellen in Betracht, alles in allem also ca. 13 600 Mk. Wir werden sehen, daß unsere Kosten diesen Betrag schon übersteigen; wir sind also darauf angewiesen, daß wir neben einer Abonnements-Ein­nahme zu den gedachten Preisen auch Tageseinnahmen zu höheren Preisen haben, wenn wir nur auskommen wollen; mir können auch nicht für Kammermusikabende oder Solisten­abende niedrigere Preise ansetzen, da, was diese Abende an Ueberschüssen ergeben, erforderlich ist, um die Orchester- und Choraufführungen geben zu können. Auch könnte den ge­dachten Wünschen auf Preisermäßigung nur eine recht erheb­liche Ermäßigung genug tun, etwa auf 20 bezw. 14 Mk., maS bei der geringen Anzahl Plätze, die überhaupt zur Ver­fügung steht, einem Einnahme aus fall von rund 3500 Mk. gleichkäme. Es kann also nur von sehr vorsichtigen Modifi­kationen die Rede sein.

DaS tatsächliche Ergebnis unserer Einnahmen unterstützt diese Betrachtung vollauf. Durchschnittlich waren 255 Sperr­sitze im Abonnement pro Abend besetzt, sowie 65 unnum- merierte Plätze, sodaß uns im Tagesverkauf (von etwa sechs Freiplätzen abgesehen) 110 Sperrsitze und ca. 85 unnum­merierte Plätze zur Verfügung standen. An Tageseinnahmen hätten wir also durchschnittlich pro Konzert erzielen können 385 Mark für Sperrsitze (3.50 für den Platz) und ca. 210 Mk. für unnummerierte Plätze, zusammen 595 Mark. Die wirklichen Einnahmen betrugen ca. 405 Mk. pro Abend im Durchschnitt; dieser Durchschnitt ist ein recht günstiger zu nennen, da er reichlich e/s des Möglichen bedeutet und auf Ausverkauf nur unter außergewöhnlichen Verhältnissen ge­rechnet werden darf. Unsere seitherigen Preise hätten auch bei voll ausverkauften Abenden nur einen Ueberschuß von ca. 800 im Ganzen ergeben, ein Beweis, daß unsere Preise

verstehen, daß wir nur in sehr engen Grenzen an unserem Einnahme-Etat etwas ändern dürfen. Unsere Kalkulation

folgt:

125

430

82

85

Nr. 331

Grsch-t«t täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Gießener Familien- Hatter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brühl'schen Untverf.-Buch-u. Stein- druckerei. R. Lange.

Unsere Konzerte kosten im Durchschnitt, was

1. Kammermusik abende:

a) allgemeine Unkosten .

b) Künstlerhonorare

c) Inserate, Klavier rc. . .......

d) Saalmiete, Podium, Bedienung zusammen also je ca."

2. Solistenabende:

a) allgemeine Unkosten

b) Honorare der Solisten . ' c) Inserate, Programme, Klavier cl) Saalmiete, Podium, Bedienung

zusammen also je ca.'

3. Orchesterkonzerte:

a) allgemeine Unkosten.........

b) Solistenhonorare

c) Orchester mit Verstärkung von auswärts

d) Inserate, Programme re.

Oberwhles. Eisen-Industrie Iti , Hl

Gottbardbahn . - Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . - Prince-Henri-Eisenbahn

Opposition verfällt, zeigt sich auch an dem Auftreten Po-! lonyis, des .Vizepräsidenten der Kossuthpartei, der offen:' gegen das Deutsche Reich den Vorwurf erhob, den Kaiser^ von Oesterreich zum Widerstande in der Kommandosprache, veranlaßt zu haben. Graf Wedel, der deutsche Botschaften! in Wien, hat diese Ausstreuung rasch dementiert. Aber? Polonyis Haltung, seine Treibundfeindschaft und seine Hin-, neigung zum Panslavismus sind sehr charakteristisch fürs die nationale Emanzipation der Magyaren, zumal bisher: die Ungarn als treue 'Anhänger der Goluchowskisch-eft Dreibundpolitik gegolten haben. Freilich scheint auch diese ins Wanken zu geraten. Schon seit längerer Zeit zirkulieren; zum mindesten in Wien Gerüchte, wonach die Stellung Go-i luchowskis erschüttert sei und der österreichische Botschafter: in Berlin sein Nachfolger werden solle. Die Ungarn sehen in ihm den Inspirator der ihnen feindseligen Politük des? Wiener Hofes. Sollte sich Goluchowskki wirklich auf einen Botschafterposten zurückziehen, so ginge er wohl nach Paris.

Die schwedisch-norwegische Konferenz hat in Karlstad das vorläufige Trennungs-Uebereinkommen ab­geschlossen. Norwegen hat die Schleifung aller Grenzfestungen bewilligt. Alle Truppen wurden von der Grenze zurück­gezogen und heimgeschickt. Es wird mit der Zurückziehung des Landsturmes begonnen. Nun handelt es sich darum, ob die beiden Parlamente den Vertrag genehmigen und der König ihm seine Namensunterschrift geben wird. Daß Norwegen, falls die Bernadottesche Familie den Königsthron irr Chrisliania nicht besetzen will, die republikanische Staatsform wähle, ist im Storthing zwar nicht beantragt, aber es dürfte die Folge eines Antrages sein, der eine Befragung der Wähler­schaft ü bcr die künftige Staatsform vorsieht.

Die Unterzeichnung des Marokkoabkommens unb die Veröffentlichung des englisch-japanischen Bünd­nisses sind die beiden großen politischen Ereignisse auf dem Gebiete der äußeren Politik. Frankreich hat erreicht, daß die Regelung der algerisch-marokkanischen Grenzpolizei französisch- marokkanischc Spezialangelegenheit wird. Das ist nicht mehv als billig. Das Deutsche Reich hat in der Angelegenheit des Baues der Mole von Tanger das Vorzugsrecht erhalten. Zu begrüßen ist mit Freuden, daß der Zwischenfall als beseitigt zu betrachten und daß mit Frankreich em angenehmeres Verhältnis angebahnt ist. Auch in Tanger hat das deutsch- französische Abkommen einen guten Eindruck gemacht. Die Wahl von Algeciras als Konferenzort wurde dort gut auf-; genomin en; ebenso befriedigte die Nachricht von dem Abschluß einer Anleihe, um so mehr als der Wechseldiskont andauernd? gestiegen ist. Enttäuscht ist dagegen Spanien, das man leer auSgehen ließ.

Als eigenartige? Zusammentreffen muß e§ bezeichnet werden, daß die Abschlußverhandlungen über den marokkanischen Vertrag mit der Anwesenheit Wittes in Paris, Berlin und R o m i n t e n zeitlich zusammengetroffen sind. Der deutsche Kaiser hat dem Minister Witte die Kette zum Großkreuz

Aus Frankfurt a. M-, 1'. Okt., wird uns geschrieben: Unsere Ober hat jetzt gute Zeiten. Die Anstrengungen des Intendanten Paul Jensen haben nach und nach in erhöhtem! Grade die 'Anerkennung des Publikums gefunden, eine Zsirzahl von Neuengagements erwies sich ungemein glücklich und daS Zusammenwirken des Personals ist vollauf befriedigend. Auch der neue Kapellmeister R e i ch e n b e r g e r hat sich rasch 'Sym­pathien erobert. Besondere Anziehungskraft übt immer wieder ^/Der Ring des Nibelungen" aus, der in den letzten Wochen auyer Abonnement bei ausgezeichnetem Besuch in Szene ging und Ende dieses Monats im Wonnement wiederholt werden! sollen. Von den Neueinstudierungen der letzten Zeit ist einett glänzenden szenischen Wiedergabe der -Aida" (im Juli) und wohlgelungeüer Aufführungen desFra Diavolo" mtb der Luci a" zu gedenken, musikalischen LustspielsD

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den Mschein, als ob die Schmollerschen Vorschläge Aus­sicht auf Verwirklichung hätten, es sei denn, daß das Zentrum sich ihrer annehmen würde, eine 'Auffassung, zu der vorläufig kein 'Anlaß vorhanden ist.

Nach dreijähriger Pauje hielt die freisinnige Volkspartei in Wiesbaden ihren Parteitag ab. IN der Frage des Zusammenschlusses aller liberalen Elemente zu einer großen Gesamtpartei beließ es der Parteitag bei der bisherigen Taktik. Das war u. E. ein schwerer Fehler, dem sich zu unterwerfen keineswegs alle Parteimänner und Parteivereine gesonnen sind. Der Darmstädter frei­sinnige Verein hat vielmehr soeben beschlossen, dem § 1 seiner Satzungen folgende Fassung zu geben:

Der Verein bekennt sich zu den Grundsätzen des Freisinns. Er will alle Gruppen des entschiedenen Liberalis­mus in sich vereinigen. Der Anschluß an den Landes- vettband der freisinnigen Partei in Hessen bleibt bestehen.

Als eine Folge dieses Beschlusses ist es zu be­trachten, daß der nationalsoziale Verein in Darmstadt sich aufgelöst hat und die überwiegende Mehrzahl seiner Mitglieder dem frei­sinnigen Verein beigetreten ist. Auch in Bayern und Baden wird man die alten ^Abmachungen zwischen Freisinnigen und Nation äffozialen durchaus nicht ändern, und in Berlin nahm der sozialliberale Verein am Freitag einstimmig eine Resolution an, die ausspricht, daß man an den Bestrebungen der Einigung des entschiedenen Liberalismus unverändert festhalten werde.

Die Zeit der Parlamentseröffnungen ist ge­kommen. Bei uns in Hessen ist allerdings noch über allen Wipfeln Ruh. Von allgemeiner Bedeutung ist es, daß im bayerischen Landtag die liberale Vereinigung wieder einen Initiativantrag über ein Wahlgesetz mit der Prvportionalwahl eingebracht hat. Eventuell wird eine Umarbeitung des fiüheren Regierungsentwurfs beantragt, und zwar soll die Festsetzung der Wahlkreise durch kgl. Verordnung erfolgen, jeder allgemeinen Neuwahl das Ergebnis der letzten Volkszählung zugrunde gelegt wer­den, das Erfordernis des Verfassungseides und die Voraus­setzung der Steuerleistung für die lAusübung des Wahlrechts beseitigt und für die Msübung des Wahlrechts nur eine Staatsangehörigkeit von sechs Monaten erforderlich sein.

In Ungarn hat das Ultimatum Kaiser Franz Josefs an die Führer der Koalition die nationalen Leidenschaften aufs äußerste entfacht. In Budapest zirkulieren jetzt Ge­rüchte, daß der Kaiser Fejervary auf Grund eines neuen Programms neuerdings mit der Kabinettsbildung betraut habe. Vor Politikern äußerte sich Fejervary selber dahin, daß seine Wiederernennung zum Ministerpräsidenten Mitte dieser Woche erfolgen dürfte. Er habe vom König weit­gehende Vollmachten erhalten, die sich auch auf die 'Auflösung des Reichstags erstrecken und gegen fremde Einmischung in Zukunft sichern; auch sein altes Reformprogramm samt dem allgemeinen Wahlrecht sei genehmigt worden Einer der Führer der Opposition, Gabriel Ugron, wurde übrigens wegen fahrlässigen Bankerotts zu einer ansehn- lichen Geldstrafe trenirteift. In welche Bedenklichkeiten die

"SrHc j.?" SU gedenken. Heute fand die erste Aufführung des musikalischen Lustspiels -Die neugierigen Frauen" von Wolf-Ferrari statt und wurde mit lebhaftem Beifall auf- genommen. ^>ehr hübsch waren die Leistungen der Damen Schacko, Kernie und Weber, sowie der Herren Schnei­der, Gentner, Brinkmann und Gar eis. Am 15. Okt. sott die Erstaufführung der OperetteFrühlings- fluten^ von Ernst Reiterer nach Josef Sträusschen Motiven stattsmden. Von Neuaufführungen stehenJlsebill" von Klose,Salome" von R. Strauß,Ritter Olaf" von R. Langer (Freiherrn von Erlanger) in Aussicht. Die Auf­führung vonBeatrice und Benedikt" von Berlioz, die nn Sommer stattfinden sollte, mußte wegen des Ausscheidens der Frmilem Marck verschoben werden und soll nun int November ftötthnoen. Am 20. Oktober gehen zur Erinnerung an den 25. Jahrestag der Eröffnung unseres Opernhauses zum Besten der «ehr bedürftigen PensionskasseDie Meistersinger" in eaene. Der Aufführung geht ein Prolog von Rudolf Presber voran Im dritten Mt (Festwiese) wird das ganze Personal der Jrankpirter Oper mitwirken. Im Januar soll der 150. Geburts- tagMozarts durch einen Zyklus seiner fünf Hauptwerke gefeiert h?CTuTt.

aleine-Corsets.

61 Gesund!

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Politische Wochenschau.

®ie Reichstagswahl in Essen hat mit dem Siege des Zentrumskandidaten, Arbeitersekretärs Giesberts, ihren Mschluß gefunden. Die Sozialdemokratie, die in der Haupt­wahl 6000 Stimmen mehr als bei der Wahl im Jahre 1903 erhalten hatte, vermochte feine genügenden Reserven ins ö-db zu fuhren. Schon der Umstand, daß Bebel nicht zur Wahlagitation nach Essen kam, bewies, daß die Sozialdemo­kratie den Wahlkreis noch vor der Stichwahl.preisgab Für die, Liberalen bietet der Wahlausfall die gleiche Lehre wie alle Wahlen, in dem lAusbau ihrer Organisa­tionen nicht zu erlahmen. Ständige Klein arbeit muß geleistet, fortdauernde Werbetätigkeit entfaltet werden, wenn der Erfolg wieder errungen werden soll. Gegenüber den großen Wahlorganisationssyftemen des Zen­trums, der Sozialdemokratie usw. muß auch die liberale Mittelschicht des Volkes sich eine ähnlich wirksame Wahl- rüstung schaffen. Leider geschieht aber gerade auf diesem Gebiete überall viel zu wenig.

Wie stets hat auch diesmal der Verein für Sozial- poiitik in seiner Mannheimer Tagung, über die wir im einzelnen leider nicht berichten konnten, die aktuellsten wirt- schafts- und sozialpolitischen Probleme der Gegenwart einer wissenschaftlichen Behandlung unterzogen und zur Klärung der Ansichten über die Maßnahmen beizutragen gesucht, die am zweckentsprechendsten ergriffen werden können, um das deutsche Volk vor Krisen und inneren Katastrophen zu be­wahren. Wie unangenehm und störend solche Konflikte sind, zeigt jetzt wieder der Ausbruch des Lohn kämpfe s in der Berliner Elektrizitätsbranche und das Bevorstehen des W eberstreiks in Reust. Bon den Ms- sperrungen, die am Samstag in Berlin eingetretcn sind, werden 65 000, von denen, die in Gera-Greiz drohen, 20 000 Arbeiter betroffen. Da ist es in der Tat angebracht, auf Abhilfe, auf soziale Remedur zu sinnen. Vorträge des Münchener Professors Lujo Brentano und des Berliner Professors Schm oller üoer das Verhältnis der Kartelle zum Staat gipfelten in ganz bestimmten Leitsätzen. Die Brentanoschen fordern einen staatlichen Zwang zum Wschluß von Tarifverträgen. Die Schmollerschen, die sich mit der Kartellfrage beschäftigen, glauben eine Lösung dieses Pro­blems in einer Aendcrung der Aktiengesetzgebung gefunden zu haben. Sie fordern einen Eintritt des Staates in die großen Mtienunternehmungen und Kartelle, die mit einem Kapital von 75 Millionen Mark und mehr arbeiten. Der Staat soll gesetzlich verpflichtet werden, den vierten Teil der Leitung und des Mfsichtsrates zu besetzen. Die schwierigste Frage dabei ist die, woher der Staat die Beamten nehmen soll, die zur Besetzung solcher Posten gualifiziert sind. Des weiteren schlägt Schmoller vor, daß die großen Kartelle und Aktiengesellschaften 10 Proz. ihres Jahresgewinnes an die Reichs- bezw. Staatskasse abgeben müssen. Diesen Vor­schlag wird der Staatssekretär Frhr. v. Stengel mit be­sonderem Interesse entgegennehmen. Es fiat indessen nicht

Kursberichte

teilt von der Bari flr Handel ' ie, Giessen.

fe. 2. Okt., 1.15 M.

Tektriz. L& h [Derer. - 1®,

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Gelsenkirchen Bergwerk . 2-y' Hamburg - Amerik. Paket Kl Harpener Bergwerk. . . 2?

Laurahütte 2"- Nordd. Lloyd .... .12"

Notenmaterial....... . . .

Podium, Saalmiete rc zusammen je ca.'

4. Choraufführungen:

A äk «ezug-pretAr

monatlich 75 Pf., viertel-

Gretzener Anzeiger W

W General-Anzeiger " WW

Ämis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

zeigenteil: HanS Beck.

sehr vorsichtig und nur teilweise noch eine Ermäßigung

erclauben. Wir müssen im günstigsten Fall einen Ueberschuß muö wh ycywcucH uuH vtHj^ucn Hamburger Kais

erzielen können, das ist unsere Versicherung gegen die Tat-1 nicht willkürlich rütteln; das hieße ins Blaue hinein wirt-! Meininger Hoftheaters

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irpncrf Times meldet aus! Sreiien meide hebe?

"nb die Erlaubnis^ Aqrineftation zu er ^Kvnzessioneil an deutscheres ' imier Unterhandlungen ^bn Maaen werden htf- on einer halben Millioi, lel- osun für die JubiläuE V

Monatsgehalt ousgeS

zusammen ca. je 2700

. . 2175 Mk.

. . 2565

. . 3800

. . 5400

ca. 13 900 Mk.

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a) allgemeine Unkosten.........

b) Solistenhonorare

Orchester mit Verstärkung von auswärts