Ausgabe 
9.8.1905 Erstes Blatt
 
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Drei französische Missionare wurden von den

b r a n n t.

Ausland.

ixrtm die Angelegenheit nicht zu Gunsten einer Methode, btc nnt mildkühlem Wasser"' die gefährlichsten Krankheiten zu bcilat vorgibt, ausschlachten können. Ihre Kampfesweise richtet sich dadurch von selbst. ,r. r.,

Eine derartige Erklärung von feiten der wis.nichaftlichen Medizin hatten wir längst erwartet. Sie ist leider spät und ans unnötigen Umwegen zu uns gekommen. Ter Herr Oberst wird jetzt wohl eine Gegenerklärung veröffentlicht ivänschen, wir können aber nicht umhin, ihm von vornherein ,u bedeuten, daß wir nach wie vor seine Ucberzeugung durchaus nicht teilen und darum zur Vermeidung einer weiteren Irreführung des Publikums, die er freilich von seinem Standpunkte aus fürAufklärung" hält, den Abdruck einer weiteren Zuschrift von seiner Seite ablehncn müßten.

Aniversttäts-NachriMen.

Dem Direktor des chemischen Instituts der Universität Halle, Geh. Regierungsrat Professor Dr. V o l h a r d ist aus Anlaß seines 50 jährigen DoktorjubiläumS der Kronenorden zweiter Klasse mit der Zahl 50 verliehen worden. Geheimrat Volhard war einer größeren Feier durch plötzliche Abreise nach Oberhof ausgewichen. Rektor und Senat der Universität feierten die Ver­dienste des Jubilars durch einen laleimjch verfaßleL» Aushang am schwarzen Bre0

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Paris, 8. Aug. DerTemps" führt bezüglich der Angelegen­heit I a I u z o t aus, wenn bis jetzt weder vom Standpunkte straf- gesetzlicher Verfolgung, noch vom Standpunkte kaufmännischer Maßnahmen irgend etwas geschehen ist, so hat das seinen Grund darin, daß mau angesichts der voraussichtlich sehr schweren Folgen erst genaue Feststellungen abwarteu wist, ehe man gerichtlich ein- schreuet. Die Vertreter einer Anzahl Kreditanstalten, welche prüfen werden, ob sie demPrintemps" finanzielle Hilfe leisten können, sind zur Zeit versammelt. DerTemps" glaubt zu iviffen, daß die Prüfung der Bücher desPrintemps', welche der provisorische Verwalter Bourgois vorgenomn,en bat, ergebe, daß die Aktiva die Passiva um 56 Millionen Francs übersteigen.

Japans Wirtschaftslage. DemB. B.-E." ist vom javanischen Finanzdcpartement gemeldet morden, daß die gegen­wärtige wirtschaftliche Lage Japans in keiner Weise etwas zu wünschen übrig läßt. Durch den Krieg fei die materielle Ent­wicklung des Landes nur günstig beeinffußt gewesen. Der aus­wärtige Handel Japans habe sehr zugenommen: auch die Waren- einfuhr hat eine wesentliche Zunahme erfahren. Letztere mn 52 Mill. Pen. Der Wert der Ausfuhr der Rohseide betrug 131 Mill. Pen. Plus 22 Mill. Pen. Der Exporthandel mit dem Orient und Amerika machte große Fortschritte; ebenso die Ausfuhr nach Europa.

zusammen 465. Von acht geimpften Personen ist also mir eine gestorben, und

* Konzert des Stockholmer Da men-Qu ar- diesen einen Todesfall benutzt der Herr Oberst a. D. Spohr, eetts Schon vor 14 Tagen hatte diese Künstlergescllschaft nm die gegen Tollwut geübte Jmpfmcthode m den Augen des tert«. 'Schon vor xagen yuuv ' Publikums als unwirksam hinzustcllen. Die anderen nnt Er­en,en Gesangs Abend veranstaltet. -w - ort crcitungcn gHnttffcit Fälle werden nicht erwähnt. Weshalb tatet

hierzu waren aber wohl nicht in ausreichendem Ma atze ge ^^t, Herr Oberst a. D., der Sie doch sonst, z. B. in

troffen worden, so daß der Saal recht schwach besucht war. Ihren Ausführungen imRatnrarzt", so großen Wert auf eine 11el errnfdit war aber jedermann über die Güte deS Ge- recht genaue Berichterstattung legen? Wenn Ihnen daS <-cknasal Urbciiasch, nur amt irmrmuuu uar h t,cr anderen von dem tollioütigen .Hunde gebissenen Ver­

botenen, über die ^chvnheiten des ^"uiirnnmatcrialS und nirf)t l>ctnnnt ,-0 wäre cd Ihre Pflicht gewesen, sich die tadellose Intonation. Dir glauben bestimmt, oatz oe, trüber zu unterrichten, ehe Sie Ihr Eingesandt mit den Schluß- 13. August dem wirklich ausgezeichneten Damen-Olnartett l jvlgcrungen d« Orffcntlich^ü übric-aben. AUerdings hätten Sie

Arbeiterbewegung.

L o n g m y, 8. Aug. Mit den Grubenarbeitern und den Baiiken von (Vodbrauze und Hussignn ist eine endgiltige Verständigung er­zielt worden. Man glaubt, daß es zu einer Einigung zwischen den Arbeitern und den Direktoren zweier weiteren Gruben kommt.

Budapest, 8. Aug. Die seit 6 Wochen ausständigen Grubenarbeiter im Kohlenrevier der Donau-Dampfschiffahrt- Gesellschaft beschlossen, bei ihren Forderungen auszuharren und er­klärten die Bedinaungen der Gesellschaft für unannehmbar.

öermifdytes,

Ein Kaiserbesuch als Neklame für ein Bad. Als im Frühjahre bekannt wurde, daß der Kaiser zu den großen militärischen Herbstübungen an den Nhein kommen werde, beschloffen flugs der Gemeinderat und die Bürgerschaft deS Bades Bertrich, ihn zu einem Besuche einzuladen. ES wurde, so berichtet die ,Frkf. ßtg/, deshalb in den Oster- tagen in diesem Sinne an den Kaiser ein umfangreiches Telegramm abgeschickt. Nach der Ueberschrift ^Erhabene Majestät" und einem Hinweise auf die Lage des BadeS heißt eS darin:

Unsere ehrwürdigen Eifelkrater, sie flehen für chr unter feuerspeienden Wehen der kranken Menschheit geborenes Wunderkind, bislang noch ein verschämtes Aschenbrödel, um Ew. Majestät erlauchten Schutz. Zu neuem höheren Da,em flüchtet es vertrauensvoll unter d,e erhabenen Fittiche unseres großmächtiqen Hohenzollernaares und wir, die wir mit ihm vefichwistert, wagen in ehrerbietigstem, untertänigstem Ver­trauen auf Ew. Majestät landesväterliches Wohlwollen und nie versagende Hilfsbereitschaft die ehrstirchtsvollste Bitte um Ew. Majestät huldvollsten Besuch unseres altehrwürdigen Römerbades.

Natürlich lehnte cs der Kaiser ab, sich zur Reklame für das Bad herzugeben. DaS hätten auch die Herren auS Bertrich vorher wissen können, ehe sie so demütig und flehend nm den Kaiserbesuch bettelten.

* Ein Tintenduell. Eine ganz neue Art von journalistischer Mensur haben zwei Redakteure zu Messina, Gaetano San Antonio und Gualticri Baretti, ausgetiftelt. Infolge einer politischen Polemik bewaffnete sich der heilige ntonio mit einer großen Flasche Tinte, ging auf den Korso und goß die Flüssigkeit seinem Gegner über den Kopf. DaS Tintenduell soll nun noch ein Nachspiel haben, in dem ver­mutlich (in Sizilien gilt es für unanständig, Löcher in die Luft zu schießen oder zu stechen), noch eine andere Flüssig­keit Blut fließen wird.

'Die eigene Mutter erschossen. In Hühnerfeld )ci Saarbrücken hat ein Sohn die eigene Mutter er- choffen. Während der Nacht ward der Sohn der Witwe Biller durch ein Geräusch aus dem Schlafe geweckt. Diebe vermutend, schoß er auf eine, daß dunkle Zimmer betretende Person. Es mar seine Mutter, auf die er die Waffe gerichtet atte. Der Schuß ging der 62 jährigen Frau durch die Brust.

Neun Gatten. In LouiSville (Kentucky) trat am Donnerstag Matilda Jane AyreS zum neunten male vor den Traualtar. Sie ist 33 Jahre alt, noch immer sehr schön und reich. Ihre früheren acht Gatten sind alle eines gewaltsamen Todes gestorben und haben ihr ein Vermögen hinterlassen, das zusammengerechnet eine halbe Million Dollar beträgt. Sie heiratete zum ersten male, als sie 16 Jahre alt war, und ehe sie da? 23. Jahr erreicht hatte, stand sie schon trauernd an dem Grabe von sieben Gatten. Nr. 8 blieb länger am Leben; Nr. 9 jedoch ist, wie sie erklärt, ihre erste wahre Liebe. Die verstorbenen acht Gatten sind in dem Familiengrabe MatildenS zur Ruhe gelegt. Ihnen allen ist ein gemeinsamer Grabstein gesetzt, auf dem oben steht:Hier ruhen die geliebten Gatten Matilda Janes." Dann folgen die Namen und zum Schluß heißt eS:Auf frohes Wieder­sehen."

Einsturz eines Warenhauses in Nord- amerika. In Albany stürzte ein neu eröffnetes vier­stöckiges Geschäftshaus ein. Der Einsturz wurde durch mangel» hafte Stützung während Baureparaturen verursacht. Von 300 Angestellten entkamen 175 rechtzeitig, auch der größte Teil der übrigen wurde relativ leicht verletzt auS den Trümmern hervorgeholt. Dreißig Personen wurden g e t ö tet

Dresden, 8. Aug. Im Ortskrankenkassentaglauch nach der materiellen Seite emen vollen Erfolg brmgen gab es heute heftige Auseinandersetzungen über die Verbcffe- wird; trotz der billigen Eintrittspreise wird musikalisch sehr rung der Verhältnisse der Angestellten. Schließlich wurde eine Gutes geboten. r

Einigung dahin erzielt, daß der den Angestellten günstige, ** «n bem Zürn tag beB 9. ff r cifeS (OTxttei- auf der Münchener Tagung angenommene Tarif revidiert rhern) der Deutschen Turnerschaft Lesern Frühiahrm wird da er die Tragfähigkeit mancher Kaffen übersteige. Die j^z^^brücken)schloffen? fernerhin ein Volkstti^ifest näch'te -tnniinn niuct m nueldorr natt. am des Spicherer Schlachtfeldes einzurichten,

_ _ in welchem nur volkstümliche Turnübungen und Turnspiele

1111 & m ipt l gepflegt werden sollen. Zum erstenmal fand dreses Volks-

ZumFall Jat ho" teilt em Amtsbruder des iumen am Sonntag den 6. August statt, an dem 530 Turner

Pfarrers Jatho in derRhein.-Westf. Ztg." mit, daß e§ in bc§ 9 Kreises teilnahmen. Die Hebungen bestanden in Stab-

ciner jüngst abgehaltenen Sitzung des Presbyteriums im Ij4)(^)fpn^^g/ Freiweitsprung, Steinstoßen und Laufen über Beisein Jathos und des Superintendenten v. Umbeck zu einer 200 Meter. Den 1. Preis erhielten Berger-Fran kfurtund offenen Aussprache zwischen den Anhängern und Gegnern Mühl-Mainz, den 2. Konvad-Engwciler und den 3. Gerch- Tatbos aefommen fei in der man den Weg der fried- Kappel. In den Gau Hessen fielen folgeude Preise: Erle- Uch-n »crftänbiUno Hatten unb b«en

ergebnis sei, daß Jatbo wegen feiner theologischen Stellung mrei§ r(3o P.) bezw. 28. Preis (26 P). Außerdem war unangefochten bleibe. DieKöln. Ztg. schreibt ÖQ3u: nod) Butzbach durch fünf weitere Mitglieder, Wetzlar durch Wir bestätigen diese Mitteilung um so lieber, als sie von Mitglied vertreten. Ferner erhielt noch W. Klraben- der orthodoxen Presse wiederum zum Anlaß genommen wird, schuh-Butzbach, zurzeit in Bingen, den 28. Preis. Die höchsten unserem Generalsuperintendenten etwas am Zeuge zu flicken, Punktzahlen wurden erreicht in Stabhoch 47 mal, Freiweit dessen objektives und duldsames Verhalten, wiewohl er selbst 9 mal, Steinstoßen 48 mal und Laufen 151 mal.

der kirchlichen Rechten angehört, die Kölner Gemeinde und ? Schotten, 8. August. Während des gestrigen die evang. Landeskirche bisher vor einer schweren Friedens- Marktes geriet ein junger Mann aus dem benachbarten störuna bewahrt hat." Michelbach mit zwei Handelsleuten in emen Wortw echsei,

------- -------------- ' 1 worauf er von diesen mit Stöcken zu Boden ge-

l^olonialpoft. schlagen und mehrere klaffende Wunden am Kopfe erhielt.

DerKöln. Ztg." wird über den Aufstand der Besinnungslos brachte man den Verletzten aus dem Ge- Eingeborenen in Portugiesisch-Westafrika gemeldet: I tzränge.

In dem Bezirk Caeonde nördlich von Deutsch-Ovamboland, t Burkhardsfelden, 8. Aug. Heute mittag fiel

wo die Pottugiesen vor Jahresfrist eine schwere Niederlage hiesiger Landwirt vom Gerüst seiner Scheuer und zog

erlitten, griffen 6000 KuanjanaS mehrere von portugiesischen innere und äußere Verletzungen zu, so daß er sich in

Ansiedlern bewohnte Dörfer an. Die meisten Semohner är$tlid)C Behandlung begeben mußte.

wurden niedergemetzelt; alle Häuser wurden 0er-1 Mainz, 8. August. Einen wichtigen Fang scheint die " Koblenzer Polizei in einem Menschen gemacht zu haben, der

Räubern weggeschleppt, vermochten jedoch zu entkommen. dort am Hauptbahnhof wegen Beraubung eines

Reisenden verhaftet wurde. Bei näherer Besichtigung

des ungefähr 1920 Jahre alten Diebes stellte es sich ... " der den

z ö s i s ch e n Krieges bespricht. Er erklärt, daß sowohl die französische, mie auch die deutsche Sozialdemokratie mit allen Kräften dahin wirken würde, um einen solchen Krieg

London, 8. Auy. Unterhaus. Im Berl^ ^ heraus," daß die Beschreibung des Menschen, Beratunfl der Upproprrationsbill griff Asqurth flM das y - » b . /brich ausqesührt haben soll, fast

bnä X « b« Berhasteien V ist 'fes.geM. wor- :

tischen Kolonien und das Ausland seien sich klar darüber, den, daß sich der Verhaftete schon längere Zeit am Nhein - daß die Regierung kein Ansehen genieße und keine aufhält und zur Zeit des Mordes m der Gegend von ^bies- ; Macht habe. Balfour erwiderte, die Negierung besitze Haden war. Die nähere Untersuchung wird dazu beitragen, 1 das Vertrauen der Mehrheit des Hauses. Solange sie dieses Klarheit in der Sache zu schaffen.

Vertrauen besäße, könnte man ihr billigerweise nicht vor- Worms, 7. Aug. Von heute an ist auf dem hiesigen werfen, daß cs ihr an genügendem Ansehen fehle, um ochenmarkt die Verkaufszeit von 6 Uhr vormittags die auswärtigen Angelegenheiten und die '^"Setcgenhelten x nachmittags festgesetzt worden. Beginn und daß "Cniite'Hum ins Ämt'komm-,: End- d-s Martt-z wird durch üluszi-h-n b-zw Wcgnahmc

könne, erklärte Balfour, es bestände geradezu eine Furcht einer Fahne bekannt gegeben, und der Verkauf voit Markts in den europäischen Staatskanzleien und in den waren vor Ausziehen und nach Wegnahme der Fahne ist Kolonien bezüglich der Möglichkeit eines Regierungs- bei Strafe verboten. Diese Einrichtung verfolgt im Wesent- Wechsels. Er hoffe, diese Furcht möge sich gegebenenfalls lichen den Zweck, das Aufkäufen der landwirtschaftlichen Er­ols grundlos erweisen, wenn auch eine liberale Verwaltung ^ugnisse vor Beginn des Marktes durch Händler zu ver- möglicherweise nicht zum Ruhm und zur Festigung und dem hiesigen Publikum es zu ermöglichen, direkt der Stellung Englands beitragen werde fcen Landwirten und zu billigeren Preisen einzukaufen.

Haag, 8. Aug. Die Bildung des neuen Kabinetts a (2B 3)

inFrag eaestE, da Prof, van Hamel bekannt macht, - bortt/ 5. August. An stelle des am 1. Ottober Die heutigen Stichwahlen in Zutphen haben den ab gehenden Forstmeisters Zicke ndrath ist Oberförster Sieg der Liberalen gebracyt. Hierdurch ist nunmehr die ur- S chütz aus Daun in der Eifel hierher versetzt worden, sprüngliche Mehrheit der Liberalen und Sozia- § Marburg, 8. August. Hier sind drei Kinder listen von vier Stinimen bestätigt. einer Familie dadurch schwer erkrankt, daß sie beim sog.

Paris, 8. Aug. Entgegen allen Dementis wird dem Seifenblasenmachen stark kalihaltige Seife benutzt Echo de Paris" erneut aus Fez gemeldet, daß der Sul- ^tten t a n tatsächlich die von deutsch en Banken curgebotene / . . ,------ ----

Anleihe von 21 Millionen angenommen habe. DieAUS dem KaturSeillager."

Güter des Mghzcn sollen als Garantie fuc biefc ^^r dieser Ueberschrift findet sich in der August-Nummer ^^ckckalls den D e u?s ck e n Mer" deS von Dr. Reissig in Hamburg heranSgegebenen »Hygien.

tragen. Die Gesandten Frankreichs und Englands Bl." ein Artikel, in dem Bezug genommen ^ndt^des sind wie es heißt, beim Sultan vorstellig geworden und unserer Nr. 152 vom 1. Juli abgedrucktesEingesandt des haben ihm die Mitteilung gemacht, daß diese Konzessionen Oberst a. D. Spohr. Der Herr Oberst hatte dann den den Gegenstand der Beratungen der interirationalcn Ma- beklagenswerten Todesfall des gegen Tollwut in Berlin rokko-Konscrenz bilden werden. geimpften Arztes Dr. Feiber in Holzappel von seinem be-

Jaurüs veröffentlicht in derHumanitä" einen Standpunkte aus behandelt. Jetzt veröffentlicht

Artikel, worin er die Eoentnalttat einesdeutsch -fr an- beissig in seinem Blatte folgendes Schreiben: ff-r rrFGirt haß fnmnM bir I .y.^igl Institut Berlin N. 39,

für Jnsektionskrcinkheiten. den 8. Juli 1905.

Herr Dr. Fciber in .Holzappel, Unter-Labnkreis, wurde zu vereiteln. I am 16. April von einem Hund gebissen, welcher tollwütig war,

Budapest, 8. Aug. Nunmehr bestätigen die Blätter, wie hier im Jnstttut fcstgeswllt ist. Ms der Gebissene sich am oatz das Ministerium Fejervarh den Gesetzentwurf betr. 18. April hier vorstcllte, fanden wir drei tief die Haut durch- Einführung des allgemeinen Wahlrechts im Ab- dringende Wunden am rechten Ringfinger Erfabrungsgemal; nenrdnetenbause vorleaen wird die Wunden an bett Händen urtb im Gesicht besonders ge-

georonelen 2112^ _* _l- fährliw und die leider immer noch vvrkommenden Mißerfolge

x der Schutzimpfung betreffen hauptsächlich derartige Verletzungen.

(-Jlllvl llilU I Auch Herr Dr. Feiber gehörte leider zu denen, bei welchen die

Gießen 9 Auaust 1905. Schutzimpfung versagte. Die Impfling war am 5. Mai beendet ; m , zu d « trotzdem bemerkte er am 15. Juni die ersten Zeichen der Krank-

»»Benutzung der Großh. Universitatsbib- welcher er am 24. Juni erlag. Hierbei fällt auf, daß kiothck in Gießen. Vom 1. April 1904 bis 31. Marz vom Auftreten der ersten Symptome bis zum Tode ungefähr 10 1905 wurden 25998 Bünde auf länger als 4 Tage außer- Tage verflossen sind, während nicht geimpfte Personen

d-'b.d-- Wrth MN 26616 im V°rj°h^ Vinnen dr-. ert, = ,en

265d9 im Jahr 1902/3 und 23 iai im ^ahr 1901/-. Ipx? Schutzimpfung zu sehen, welche zwar den Tod hin-

Die Anzahl der innerhalb der Bibliothek benutzten Werke tius zu schieben, ihn laber nidyt abzuwenden vermochte.

läßt sich nicht genau feststellen, da ein Teil der Benutzer Bon den sieben anderen Personen, die vmi demselben Hunde o.HriH m den Nücheriälen bat Es betrua indessen die gebissen waren und welck>e sich alle der ^L>chutzimpfling unter- Zutrttt zu den Bucherfalen hat. ES uetrup[ in Den en 50(lclt/ hatten zwei gefährliche Verletzungen erlitten. Bei der Zahl der im Lcsesaal auf langer als 1 Tag benutzten e^1tnx fand sich eine 4/2 Zentimeter lange Wunde am Unfen Bände abgesehen von den Werken der Handbibliothek Vorderarm, bei der anderen vier oberflächlickte Wunden am und den Nummern der laufenden Zeitschriftenjahrgänge, die linken filcinfingcrMtcnt. Alle diese Heben Personen jedermann ohne weiteres zur Verfügung iWn ftwie b«r «{»« «J» f toä"-

Handschriften und Urkundenim Jahre: 19U1/J: \ renl) schon zwei Monate sett Beendiginrg der Schutzitnpfling

1902/3- 79 303; 1903/4: 47 310; 1904/5: 63999 Stück, verstrichen sind.

»* 9cbrcr und Schülerbestand an den Hess. Erwähnenswert ist noch, daß der Ortsvorsteher es abgelehnt 1 nnj. r,:& ten sott, den wütigen Hund u-nschadlich zu machen, als Herr

Lehrerseminaren von Ostern 1.04 bis Ostern ^en Uusall meldete, und daß dadurch der Hund Ge-

1905. Am Semmar m Friedberg wirkten m der an«I [^n^cit hatte, noch sieben andere Personen zu beißen, gegebenen Zeit zusammen 16 Lehrer, in Bensheim 11 und Mit vonüglichster Hochachtung in Alzey 13. Die Schülcrzahl betrug am Anfang des 3I)r ergebcitfler

neuen Schuljahres nach der Aufnahme: in Friedberg 200, stellvertretender Direktor des'Instituts.

in Bensheim 112, in Alzey 153, also an den 3 Seminaren I Reissig bemerkt in seinem Blatte dazu: