Nr. 57
Erstes Blatt.
155. Jahrgang
Mittwoch 8. März 1905
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
Schul st ratze 7.
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Gietzener Anzeiger
° General-Anzeiger
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Z c' 'svvreis: • auswärts Ä Äiz.
Verantwortlich fite den polit und U ;e>cXe Teil: P. Wtttko: für ^Stadt und Land" und „Gerichtssaal": August Goetz; für den An» zeigenteil: Hans Beck.
e*f*ei*t täglich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Kamilien- htätter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Der» lag der Bruhl'schen Nnivers.-Buch-u. Steindruckerei. R. Lange.
Redaktion, Erveditton
. Ire Keuiige Nummer umfaßt 10 Leiten.
"Bekanntmachung.
$etr.; Fe/dbereinigung in der Gemarkung Gießen, rechts der Lahn; hier: den zugezogenen Teil der Gemarkung Heuchelheim.
In der Zeit vom 9. März l. Js. bis einschließlich 22. März l. Js. liegen auf dem Gemeindehaus zu Heuchelheim bei Gießen die Arbeiten des III. Abschnitts von dem zur Feldbereinigung Gießen rechts der Lahn zugezogenen Teil der Gemarkung Heuchelheim, nämlich:
1. die Zuteilungskarten,
2. daß Zuteilungsverzeichnis,
3. die Gütergeschoffe,
4. die Zusammenstellung der Gütergeschosse,
5. das Obstbaumverzeichnis;
ferner die Arbeiten des II. und III. Abschnitts von den infolge Grenzregulierung aus den Gemarkungen Allendorf und Mein-Linden zugezogenen Grundstücken, nämlich
I. Gemarkung Allendorf:
1. das Besitzstandsverzeichnis,
2. die Gütergeschosse,
3. die Zusammenstellung der Gütergeschoffe,
4. das Zuteilungsverzeichnis,
5. die Zuteilungskarte,
6. das Geldausgleichungsverzeichnis;
II. Gemarkung Klein-Linden:
1. das Besitzstandsverzeichnis,
2. die Gütergeschosse,
3. das Zuteilungsverzeichnis,
4. die Zuteilungskarte,
5. das Geldausgleichungsverzeichnis
Lur Einsicht der Beteiligten offen.
Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet statt:
Donnerstag den 23. März l. vormittags von 11 bis 12 Uhr, fin Gemeindehaus zu Heuchelheim bei Gießen, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Einwendungen sind schriftlich abzufasien, zu begründen und auf Papier in Aktengröße (mindestens V3 Bogen) einzureichen.
Fri edberg, den 6. März 1905.
Ter Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: Spam er, Kreisamtmann.
Kckanntmachnng.
Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Utphe; hier die Arbeiten des II. Abschnittes.
In der Zeit vom 10. l. Mts. bis einschließlich £3. l. Mts. liegen auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Utphe die Arbeiten des II. Abschnittes von obiger Feldbereinigung, nämlich:
1. 49 Bonitierungsblätter,
2. 2 Bände Besitzstandverzeichnis,
3. 2 Bände Gütergeschoffe,
4. 1 Band Zusammenstellung der Gütergeschoffe,
5. das Protokollbuch zur Einsicht der Beteiligten offen.
‘ Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet statt: Freitag, den 24. März l. Js., vormittags 91/2 bis 10Vr Uhr, im Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Utphe, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgcschloffen sind. Die Einwendungen sind schriftlich abzu- saffeu, zu begründen und auf Papier in Aktengrößc (mindestens !/2 Bogen) einzureichen.
Friedberg, den 2. März 1905.
Der Großh. Feldberemigungskommiffär.
___________Spamer, Kreisamtmann.______________
Bekanntmachung.
.Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Wagengasse von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt.
Gießen, den 8. März 1905.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen Herberg.
Die Zukunft Wußlands.
Diejenigen ernsten Beobachter der Zeitgeschichte, die sticht an eine bessere Zukunft Rußlands zu glauben ver- tnögen, selbst unter einer freiheitlicheren Regierung, begründen ihre Auffassung durch den .Hinweis auf zwei, immer schärfer hervor tretende Erscheinungen: den Mangel an Patriotismus in der Bevölkerung und den Mangel an Disziplin im Heere. Man könnte vielleicht fragen: Wie soll unter derartigen Zuständen die Vaterlandsliebe gedeihen? Doch wiirde diese Folgerung unrichtig sein. Die äusierste Unzufriedenheit! mit den Inneren Verhältnissen eines Staates schließt fei- nestuegs eine sogar leidenschaftliche Liebe zu.dem Staate aus. Es ist ähnlich wie mit einer Familie, die unter sich gicht einig lebt; versucht ein Fremder, daraus Nutzen ^u ziehen, oder unternimmt er einen Angriff aus ein Mitglied dieser Familie, dann erwacht das Gefühl der Gemeinsamkeit, mid alle stehen zusammen. Man denke
auch an das von Napoleon geknebelte Deutschland und an das Deutschland zur Zeit oer schlimmsten Reaktion.
Die Probe auf den russischen Patriotismus ist schlecht ausgefallen. Das ließ sich ja noch verstehen, daß es hieß: der Krieg ist unpopulär. Aber daß viele Russen so weit gehen, unverhohlen Rußland die empfindlichste Niederlage zu wünschen, aus Groll über die Mißwirtschaft und die Vorenthaltung politischer Rechte, das ist doch — die Dinge von einem höheren Standpunkt aus betrachtet, als von dem der Sympathie mit freiheitlichen Ideen und Forderungen — ein krasser Mangel an Patriotismus, ein Mangel, wie er in, dieser Größe an einer Nation selten zu bemerken gewesen istl Ein Volk mit starkem Selbstvertrauen hätte sich mit dem Krieg, da er nun einmal begonnen ist und mit Ehren durchgefochten werden muß, abgefnnden. Die furchtbaren Verluste hätten den Ruf nach Vergeltung zu einem einmütigen gemacht, viele Tausende hätten freiwillig zu den Waffen gegriffen, statt daß sie sich mit allen Mitteln der Aufforderung entziehen. Gesetzt, Deutschland oder Frankreich oder England würden durch mißliche Umstände in einen großen Krieg hineingezogen, in dem nichts zu gewinnen, tn dem nur die Ehre zu verteidigen wäre. Würde nicht auch in einem solchen, an sich höchst unerwünschten und unpopulären Kriege der Patriotismus sehr bald kräftig sich regen, würden nicht mit ebensoviel Begeisterung Opfer gebracht werden wie in einem allgemein als nottocnbig anerkannten Kriege? In Rußland zeigt sich nicht einmal materielle Opferwilligleit. Wohl steuern die Besitzer großer Vermögen Summen bei oder stellen Verpflegungsmittel zur Verfügung. Das sind gewissermaßen standesgemäße Leistungen, von denen sich diejenigen nicht ausschließen können, die auf gute Beziehung zpr Behörde Wert legen, vielleicht zum Teil auch nach Auszeichnungen trachten. Tas Bürgertum aber hält die Taschen zu. Von Beispielen rührender Hingabe, wie sie aus anderen großen Feldzügen die Geschichte zahlreich überliefert hat, weiß kein Bericht zu erzählen. Unlustig wird das Geforderte gegeben, bedrückt ziehen die Soldaten zum Kriegsschauplatz.
Und nun das Schlimmste: die Disziplin, ehedem gerade vom russischen Heer als eisenfest gerühmt, gerät allenthalben ins Wanken. Desertionen, Selbstverstümmelungen sind trotz drakonischer Strafandrohungen an der Tagesordnung. War doch in einem Tagesbefehl an die Truppen der beschämende Satz enthalten, daß es keine Möglichkeit des Entrinnens gäbe. Derart wird nur der Mut der Verzweiflung angestachelt, der mit der Feigheit nahe verwandt ist. Gewiß/ es wurden auch Heldentaten verrichtet, besonders m Beginn des Krieges — aber im allgemeinen scheint der Geist der Truppen den Befehlshabern nicht viel Vertrauen einzuflößen. Der Wagemut geht mehr und mehr verloren, dem Angriff fehlt die Schnei- digkeit, das „Rette sich, wer kann" des Rückzugs ist zur Gewohnheit geworden.
Mangel an Vaterlandsliebe und Mangel an Disziplin werden Rußland sicherer zersetzen, als es die Umsturzbewegung vermag. Die Intellektuellen, die geistig Hervorragenden in Rußland haben die Scrat der Revolution aus gestreut. Daneben aber ist eine schlimmere Sgat, durch das „Weltbürgertum" vieler GebilLeter, aufgegangen: die Verachtung Rußlands, die Gering Schätzung,sein er Sitten und Gebräuche, die Vernachlässigung seinerSprache, die in feineren Kreisen als roh und plebejisch gilt. Der berühmte russische- Novellist Turgenjeff, der seine Landsleute, besser gekannt-hat und offener beurteilt als irgend ein anderer Autor, wirft einmal die Frage auf, tonrnnt gerade in Rußland soviel Menschen vorkommen, die ihr Vaterland nicht kennen, ihrem Vaterland innerlich eut- ftemdet sind, glänzend französisch sprechen, aber mangelhaft russisch? Turgenjeff beantwortet die Frage nach den Gründen nicht. Aber er läßt, in ahnungsvoller Sorge um die Zukunft, eine seiner dichterischen Gestalten die tiefernsten Worte sprechen, die wie für die Gegenwart geschrieben sind:
„Unser Vaterland kann jeden von uns entbehren, aber keiner von uns kann auf unser Vaterland verzichten! Wehe dem, der vermeint, dazu imstande zu sein; aber zweimal Wehe über den, der wirklich den Glauben und den Gedanken an sein Vaterland aufgibt!"
Rußlands Gegenwart.
Tie gegenwärtige Lage Rußlands weist keine Veränderungen auf. Der Kaiser beauftragte den Staatssekretär S 0 l s k i, bet den Versammlungen des Ministerrates den Vorsitz zu führen, bei denen der Kaiser nicht persönlich den Vorsitz übernimmt. Tas Ministerkomitee erörterte die Laae der nicht orthodoxen Christen Rußlands. Besprochen wurden Abänderungen der Gesetze hinsickMch der Erbauung nichtorthodoxer Kirchen; der Gründung religiös erBrüder schäften, der Klöster, der Ergreifung von Straf maßregeln gegen Geistlrche und der Erteilung des Religionsunterrichts in der Muttersprache der Schüler.
M i n i st e r W i t te reichte beim Zaren sein A b s ch r e d s - gesuch ein, motiviert durch Vertrauensmangel. Wahrscheinlich fühlt er sich durch Solski verdrängt.
Fast in sämtlichen Fabriken Petersburgs ist dre Arbeit abernials eingestellt worden. Auch das Arsenal und die baltische Schiffswerft streiken. Die Administration der Werst kündigt an, daß ihre Fabriken einstweilen geschlossen bleiben, bis eine solidarische Erklärung der Arbeiter erfolgt, daß sie insgesamt die Arbeit wieder aufnehmen wollen. In der Zwischenzeit wird weder Lohn noch Unterstützung gezahlt. Tie Arbeiter der Putilow-Fabriken sind ebenfalls wieder in den Ausstand getreten. Einige Abteilungen wollten arbeiten, wurden aber von anderen Arbeiten daran verhindert. Es kam zu einer großen Schlägerei, wobei verschiedene Arbettec arg zugerichtet wurden. Auch die Fabriken des Schlüsselburger Distriktes streiken, darunter die Newski Schiffswerft.
Um dem Schicksale, während einer Ausfahrt von einer Bombe getötet zu werden, zu entgehen, hat Generalgouvernenr T r e p 0 w eine List ersonnen, die in eingeweihten Kreisen Petersburgs lebhaft
kommentiert wird. Zu seinen Spazierfahrten benutzt er seit einigen Tagen nick-it mehr sein eigenes Gespann, sondern einen Krankenwagen des Roten Kreuzes, während seine Eauipage als Atrappe durch die Straßen fährt, um die Aufmerksamkeit der Paßanten auf sich zu lenken. ,
Aus den Gouvernements Moskau, Kaluga imd Kursk treffen. Nachrichten ein, wonach die Konservativen bei den Bauern Unterschriften sammeln für eine Petition zu gunsten der Fortführung' des Krieges b^s zum letzten Atemzuge und der Beibehaltung der Autokratie.
Wie finnrsche Blätter melden, wurden am Samstag und Sonntag in der Umgegc^d von Helfingsors mehrere Menschen ermordet und ausgeplündert.
In Lodz ist die Fabrik Posnanski geschloffen worden. Mehr als 6000 Arbeiter wurden entlassen. Wegen des Schließens der Fabrik werden antisemitische Unruhen befürchtet. Eine in den Garten der Fabrik von Silberstein geworfene Bombe zerstörte nur die Fensterscheiben. Zwanzig Personen, welche beschuldigt werden, die Schüler aufgewiegelt zu haben, wurden verhaftet.
Die Beamten der Semstwo-Stadtverwaltung von Poltawa beschlossen, sich keine Gehaltsabzüge mehr für das Rote Kreuz gefallen zu lassen. Diesem Beispiel wollen viele Kaufleute und Bürger in der Stadt folgen. Anlaß hierzu gab der Umstand, daß sechs Waggons mit Lebensmil teln, welche s. Zt. für die Soldaten abgesandt wurden, auf dem Wege nach der Mandschurei spurlos b er schwunden sind.
Ter „Standard" meldet aus zuverlässiger Quelle, daß der russische Thronfolger an Luftröhrenentzündungt gefährlich erkrankt sei. Eine Kranken Wärterin aus England sei nach Zarskoie Selo berufen worden.
Die Schlacht bei Wnkden
ist noch immer nicht entschieden. Die Lage zeigt heute in der Hauptsache fast das gleiche Bild wie gestern. Es wird! weiter hartnäckig gekämpft. Die Aussichten für die Russen, scheinen sich zu bessern.
Ein Telegramm des Generaladjutanten Kuropatkins vom 5. März besagt:
Der Feind rückt auf dem rechten Ufer des Hun h 0 auf N u s i n t 0 n g vor, wurde aber zu rück geschlagen. Unsere T r u p p e n nahmen hierauf die Q f f e n s i v e wieder auf und besetzten Nusing toug und mehrere andere Ortschaften. Auch ein feindlicher Angriff auf Clcasia wurde abgewiesen. In der Nähe des Putilowhügel machten wir hundert Gefangene.^ Der Feind griff Kaudolisan au, wurde auch hier z u r ü ck g e s ch l a g en; Oberst Rumschewitsch wurde hierbei verwundert. Der Feind wich in südlicher Richtung von unseren Stellungen beim Kultulinpaß zurück. Unsere. Jäger gingen bis Sebunschusi und S ch a u k h e a s i v 0 r. Es gelang die javanischen Streitkräfte bei Ubenapusazurück- z u s'ch l a g e n. Der Feind ging aus seine früheren Stellungen bei K u d i a s a zurück. Unsere Truppen besetzten dann nach nnem Kampfe die Anhöhe, welche die Umgebung beherrscht.
Ein zweites Telegramm Kurovatkins vom 5. Mar„ lautet. Im Zentrum herrscht Ruhe. Auf der rechten Flanke im Westen von Mukden halt der Angriff an. Der Feind bemühte sich, ein Dorf zu besetzen, wurde aber z u r ü ck g e s ch l a g e n. Um 11 Uhr abends wurde der zehnte Angriff abg e w i e s e n. Unsere Artillerie bei Erda unterstützte uns beim Zurückschlagen des Angriffs auf den Putilowhügel. Gestern gegen Mitternacht griff der Feind K a n d 0 l i s a n an, wurde aber nach dreistündigem Kampfe zurückgeschlagen. Vor dem Kutu- linpaß lagen dreißig japanische tote Offiziere und 2000 japanische Soldaten. Einen Teil derselben haben wir beerdigt. — Später griffen die Japaner neuerdings untere Stellungen bei Uzenapusa an. Unsere Abteilung bei To- maguchan wies mehrere Angriffe der Japaner ab. Die Der« l u st e der letzteren sind bedeutend. Eine Abteilung auf bei äußersten Linken besetzte einen Paß zehn Werst östlich von Kudiatse. Eine japanische Eskadron und eine halbe Kompagnie Infanterie wichen in Unordnung zurück.
Aus Tokio meldet Reuter: Die größte Kon» z e n t r a t i 0 n d e r R u s s e n für die Verteidigung von F u s chft n scheint auf der Linie Tita-Machuntan vor sich zu gehen. Kuropatkin verteidigt nach wie vor Fuschun entschlossen. Die russischen Operationen zeigen nicht an, ob Kuropatkin sich zu schlagen oder zu^ückzuzichen beabsichtige. Fuschun muß gehalten werden, um die Armee am Schaho zu schützen.
Andere Privatm etdung en, die freilich vorsichtig auf* zunehmen sind, besagen folgendes:
Petersburg, 7. März. Die letzten Nack,-richten aus Mukden lauten für die Russen günstig. 2i'e Lage im Nordwesten ist gut. Die hartnäckigen Angnffe des Generals Nvgi werden stets abgeschlagen und die Japaner na ch W e st e n zurück- gedrängt. T>er Geist der russischen Mannschaften ist nach den letzten Erfolgen ausgezeichnet. Es herrscht förmlich Feiertagsstimmung. Genial Kaulbars nnt seinem Stabe befindet sich tm Dordertreffen und lenkt persönlich den Kampf des Westftügels. Tie Kämpfe der letzten Tage über steigen an Fürchterlichkeit alles bisher Dagewesene., Die Russen glauben fest an den Sieg in dem augenblickNch Ntenden Entscheüidungskampf. Tie 54. D-'.vffion, die früher Or- lofffcke, überraschte durch Energie und Arrsdauer.
London, 7. März. Nacv Depeschen aus Tokio wird dort berichtet: Tie russischen Verluste betragen schon 40 000 Mann. (!!) Man erwartet in Tokio, daß Kuropatktns Verbindung nacb Norden abgeschnitten und feine Armee vollständig umzingelt werden wird. Nach anderen Berichten sei leine Rückzugslinie bereits abge schn itten. Tie Mhbhe acht Kilometer westlich von Mukden werde jetzt von zahlreichen schweren GffMtzen bombardiert und ihre Eroberung stehe bevor. Enorme Massen von Vorräten wurden erbeutet. TieNng ist stark beftstigt und hat eine Garnison von 40 000 Mann. Tie Besetzung von Mukden wird ungefähr für den 10. bis 12. März! erwartet.
Paris, 7. März. Der Spezialkorresvondent des „Journal" in Mukdeai berichtet unterm 6. d. M.: Der Kampf wütet mit furchtbarer Heftigkeit. Die i a p a n i s cke n Verluste übersteigen heute jedenfalls 40 0 0 0 M a n n. (Siebe oben!!) Im Zentrum hat General Linjer. ' ; - 13 aufeinandee folgende Angriffe siegq reich zurückgeschlagen.
Tokio, 7. . Bal; n f von Painchiatmr >


