Ausgabe 
7.7.1905 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

b en

konnte noch nicht festgesiellt werden.

Arnverstjäks-Pachrrchlen

3

B7r

von hat eine und bar» von

mit der das der

. Darmstadt, 6. Juli. Der Armee-Musik­inspizient, Professor Roßberg, besichtigte gestern und heute hier die Kapellen des Jnf.-Regts. Nr. 115, der Dra­goner-Regimenter Nr. 23 und 24, sowie die Spielleute deS Train-Bataillons Nr. 18. Graf Carlo zu Nidda,

^^hervorragend oKSTrar-'' bev/ährt bei

Darmkatarrh, v Diarrhö©,

B rech d u rchfal L etc-

des Max Grünebaum ist erloschen.

Gießen, den 5. Juli 1905. s-'i-^-s"-r'ansichk'S Amtsaericht.

türkischer Streitfall war dadurch herausbeschworen, daß der erste Dragoman der amerikanischen Gesandtschaft, Gargiulo, auf offener Straße in Stambul von Kreaturen Felm Paschahs, dem Chef des Sptonagewesens, verhaftet, während zwei Stunden festgehalten und in Stambul unter polizeilicher Bewachung inS Polizeiministerium geführt wurde. Dort erfolgte endlich die Freilassung. Die Verhaftung Gargiulos erfolgte, weil er aus einer österreichischen Waffen­handlung heraustrat, von der Felin Pascha seit längerer Zeit einen Bakschisch von 200 Pfund verlangte.

Newyork, 6. Juli. Elihn Root ist zum Staats­sekretär ernannt worden. Die Blätter aller Schattierungen erklären die Auswahl für glücklich, selbst dieEoening Post", die hofft, Root werde sich als Korrektiv gegen die etwas unstete Rooseveltsche Politik erweisen, Root gibt seine Rechts­praxis auf, die ihm mehrere hunderttausend Dollars jährlich bringt, um den Posten anzunchmen, zweifellos in der Hoffnung, nunmehr der Nachfolger des Präsidenten zu sein.

der kürzlich dadurch von sich reden machte, daß er in Kassel auf dem Königsplatz an verschiedenen Abenden größere Geldbeträge unter das Publikum warf, ist jetzt vom Amtsgericht Darmstadt entmündigt worden. Dabei wurde festgestellt, daß er ein Vermögen von etwa 250000 Mark besaß, wovon et seit 1901 etwa 50000 Mark ver­geudet hat. Sein Einkommen an Zinsen beträgt aber immerhin noch etwa 7 000 Mark jährlich, die der Graf fortan im Ausland zu verzehren gedenkt. Prof. Kumpa, ein Hauptförderer des Handfertigkeitsunterrichts und der Interessen der Volksbildnngsvereine, ist heute im Alter 82 Jahren hier gestorben. General Nogi einem hiesigen Gastwirt als Antwort auf eine Adresse Ansichtspostkarte übersandt, die eine Anzahl russischer japanischer Ofsiziere nach dem Fall von Port Arthur stellt. Die Karte kam aus der Mandschurei und ist

General Nogi selbst unterzeichnet.

* Kleine Mitteilungen aus Hessen und Nachbarstaaten. Da? lljähriqe Töchterchen des Lotterie« kollekteurs Lipvold in Mainz nahm am Mittwoch abend ein Bad. Als das Kind zu lange im Badezimmer blieb und die Eltern ngchfghen, landen fie das Kind tot in der Badewanne. £b es er­trunken oder von einem Obnmachtsaniatl betroffen worden ist,

üfekes Kinder' fc. mein

die Friedens-Bevollmächtigten eine Ansprache' welche schließt:SBcnn gemäß dem versöhnlichen Geiste unseres Gegners die Feindseligkeiten zu Ende geführt werden könnten, würde nichts erfreulicher sein als ein solcher Ab- schlnß, demgemäß gaben wir der Anregung deS Präsidenten Roosevelt sofort statt. Wir betrauen Sie hierdurch mit der Mission, zu unterhandeln und den Frieden abzuschließen. Sie müssen sich mit aller Hingebung ihrer Aufgabe widmen und alle Anstrengungen machen, daß die Wiederherstellung deS Friedens auf dauernder Grundlage gesichert ist."

Aus Ktsdt und Imth.

Gießen, 7. Juli 1905.

" Personalien. Das Ehrenzeichen für Mitglieder frei­williger Feuerwehren wurde verliehen dem Mitglieds der freiwilligen Feuerwehr zu Hechtsheim Kerz. Uebertragen wurde dem Schullehrer Weitzel zu Erzhausen im Kreise Darmstadt, eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Arheilgen in demselben Kreise, dem Schulamtsaspiranten Schüßler auS Glattbach (Bayern) die Lehrerstelle an der Gemeinde­schule zu Kolmbach im Kreise Bensheim. In den Ruhe­stand wurde versetzt die Zeichenlehrerin an der Volksschule zu Darmstadt Bender auf ihr Nachsuchen unter Anerkennung ihrer langjährigen treuen Dienste.

Das hessische GendarmeriekorpS zählt jetz 250 Mann. An der Spitze steht der Korpskommandeur in Darmstadt, der zugleich Distriktskommandeur in Starkenburg ist. In Mainz und Gießen wohnt ebenfalls je ein Bezirks- kommandeur. Ferner gibt es 1 Zahlmeister, 22 Oberwacht- metfter, 84 Wachtmeister und 147 Gendarmen. 32 Ober­wachtmeister, Wachtmeister und Gendarmen sind beritten; 50 stehen Fahrräder zur Verfügung.

** Konzert am Dienstag, den 11. Juli, im Neuen Saalbau. Einen uns zugehenden Bericht des

Bühnenboten", Karlsruhe, teilen wir hierdurch unfern Lesern mit. lieber das Schuh'sche Künstlerquartett, das im August imKolosseums-Theater" in Karlsruhe konzertiert hat, schreibt der dort erscheinendeBühnenbote" u. a. Folgendes: Den Sängern gebt ein ganz vorzügliches Renommse voran. Sind doch die Herren alle Mitglieder desKönigl. Theaters" zu Wiesbaden, welche es sich zur besonderen Aufgabe gestellt haben,das deutsche Volkslied" m möglichst künstlerischer Ausarbeitung und Vollendung zum Vortrage zu bringen. Das Quartett verfügt über eine so brillante Stimmenzusammenstellung, wie man der­gleichen selten finden wird. An erster Stelle ist Hans Schuh, der vortreffliche lyrische Tenor, die Seele des Quartetts zu nennen, dessen äußerst sympathische und weiche, in jeder Lage schön ausgeglichenen Stimmmittel sofort jeden Zuhörer fesseln müssen. Das Konzert dürfte in allen Teilen seines Programms als ein durchaus vornehmes und fein künstlerisches in jeder Beziehung genannt werden. Jede Nummer brachte den Vortragenden stürmischen Beifall des Publikums ein.

Studentenunfug. Gestern abend zwischen 8 und 9 Uhr zechten mehrere Studenten in einer Privatwohnung in der Ludwigstraße, wobei leere Weinflaschen auS den Fenstern des 2. Stocks auf die Straße geschleudert wurden. Denselben Unfug wiederholten drei dieser Herren um 10 Uhr am Neuenweg, während zwei von ihnen um 11V» Uhr an einer Wohnung in der Grünbergerstraße zwei Fensterscheiben entzwei schlugen. Die Strafe wird nicht auSbleiben, da Anzeige erhoben worden ist.

** Betrüger. In den hiesigen Wirtschaften sammelte gestern ein Fremder Inserate für ein internationales Neklamebuch. Da er jedem der Jnseratenaufgeber vor­schwindelte, das betr. Inserat komme direkt unter die Be­schreibung der Stadt Gießen zu stehen, sich dabei aber auch gleich die Hälfte des Preises bezahlen ließ, wurde Anzeige wegen Betrugs gegen ihn erhoben. Der Mann hatte keinerlei Ausweis, das; er vom Herausgeber des Buches beauftragt war, und man nimmt deshalb an, daß das ganze Unternehmen auf Schwindel beruht.

** Diebstahl. Einem Bewohner der Marburger­straße, der bei offenem Fenster in seiner im ersten Stock gelegenen Schlafstube schlief, wurden in der Nacht vom 3. auf 4. d. Mts. zwei Anzüge und die Taschenuhr ge­stohlen. Gestohlen wurde ferner gestern abend in der Schulstraße ein Fahrrad, das der Besitzer eine Weile hin- gestellt batte, um auf der Post eine Besorgung zu machen.

* Eine Fahrt nach dem Niederwald unter­nehmen morgen, SamStag, den 8. d. MtS. die Beamten und Arbeiter der Fabriken des Kommerzienrats EmmelinS, welcher hierfür sämtliche Kosten für Transport und Ver­pflegung übernommen hat. Es reisen etwa 250 Personen. Die Abfahrt nach Nüdesheim erfolgt morgens um 6 Uhr, die Rückkunft abends 8 Uhr.

Ettingshausen, 6. Juli. Der Landwirt Heinrich Stein II. von hier hatte zwei Wagen mit Holz geladen; den einen lenkte sein 12 Jahre alter Sohn. Als nun dessen Wagen an einen Stein stieß, fiel der Knabe durch den Ruck herunter, direkt vor die Rader. Ehe der unglückliche Vater zur Stelle war, war der schwerbeladene Wagen dem Knaben über Brust und Leib gegangen. Der Brust­korb war eingedrückt und nach einer Stunde starb der arme Junge.

Darmstadt, 6. Juli. Ihre Durchs, die Prinzessin Marie, sowie Prinz und Prinzessin Reinhard zu SolmS-Lich trafen gestern zum Besuch in WolfSfSgarten ein. (D. Zig.)

Bekanntmachung.

Im Anschluß an nufere Bekanntmachung vom 8. Marz d. Is., betreffend die Offenleannq des EntwnrsS des ^lnchtlinien- vlans für die Straße südwestlich deS veterinar-medr^inifchen Instituts von der Frankfurter Straße nach dem W«chlarer Weg und für die Straßen zwilchen Mittelweg und dem veterinär-medizinischen Institut, machen rotr noch bekannt, daß die nordwestliche Seite des Wetzlarer Weges, 0U des Flucht­linie,wlans, von der Bebauung ausgeschlossen ist.

Das bezügliche Ortsstatut liegt bis zum 1. August d. IS. bei uns zur Einsicht offen. Einwendungen sind bmnen der gleichen Frist bei Meid,nm des Ausschlusses bei uns vorzubrmgen.

Gießen, den 4. Juli 1905. ,

Großherzaglich" usterei Gießen.

Mecum.

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister wurde eingetragen:

1 Bezüglich der Firma Ph. Lotz in Gießen: Geschäft ist mit Wirkung vom 1. Juli d. I. auf Kaufmann Gustav Wallenfels zu Gießen übergegangen und wird unter der alten Firma weitergeführt. Die Passiva sind nicht übergegangen.

2. Bezüglich der Firma 2l. Grnnebaum zu Gießen: Geschäft ist am 1. Juli d. IS. auf Kaufmann Mar Grüne- banm zu Gießen übergegangen und wird unter der alten Firma weitergeführt.

Aktiva und Pafsiva sind nicht übergegangen. Die Prokura

Auf Grund einer Schrift: ,.lieber Kvltblül-wtnberkulose" und einer Probeverlosung über ,.Die aesuudbeitsiche Bedeutung der Reinhaltung ossenfsießeudw Gewässer" halnlitierte sich , der erste Assistent von Bros. Schottelivs am hygienischen Institut. Dr. med Emil Küster in der medizinischen Fakultät der Uni­versität Freiburg i. Br. als Privatdozent für Hygiene und Bakte­riologie. Küster (geb. 1877 zu Detzlarst erhielt ferne Vor­bildung auf dem Gymnasium seiner Vaterstadt und studierte in Gießen Medizin und Veterinärmedizin, später m München und Würchura. An teuerer Universität erhielt er 1901 die Appro­bation als Arzt und den Doktorgrad. Im Sommer 1901 und Winter 1902'03 beendete er in Gießen seine vetermärmed'um- schen Studien und erlangte im D^ember 1902 die Approbation als Tierarzt S-it 1. Januar 1903 ist er am hygienischen In­stitut der Universität Freiburg i. Br. als Assistent tätig.

Berlin, 6 Der Professor der Staatswissenschaften an der hiesigen Universität, Geh. Rat Dr. Adolf Wagner ist von der amerikanischen Universität Madison (Wisconsin) zum Ehrendoktor ernannt worden . r .

Breslau, 6. Juli. Eine vrm 600 Mademckern besuchte Studentenversammlung faßte mit großer Mehrheit eine Resolution, die anssvricht. daß die frue Studentenschaft m Breslau es ablehne, sich in m Kampf gegen konfessionelle Verbindungen einrinnifchen.

15b gegen 30 Stimmen abgelehnt. Das Hauö nahm in Nachsitzung den deutschen Handelsvertrag und Ermächtigungsgesetz zur Führung von Verhandlungen mit Schweiz und Bulgarien an.

Konstantinopel, 6. Juli. Ein amerikanisch-

VekarmtmMung.

Die diessäbrige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen wird, beginnend mit

Samstaa, den 1. Fnlr

im Jmpllokale - Schulgebäude, Nenstadt 61 für die nächsten 56 Wochen jeden SamStag, nachmittags 5 bis 6 Uhr, ao- gehalten werden. Jmpfvflichtig im laufenden Kaleiidermbr sind die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus früheren Fahren. , v . , ei. ,,. e 0. s_.

Wir laden die hiesigen Einwohner, welche unpfpfltcrmne -nmoer haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein. daß alle in denselben vorgenommenen Jmvnmgen nnentgeit» lich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Jmvwng seines vflirbtiqen Kindes bis zum Jahresschluffe auf feine Kosten bewerkstelligen lasten, widrigenfalls ihm im Januar nach'len Jahres eine vierwöchentliche Frist zur Nachholung der Impfling unter Strafandrohung gesetzt wird. .

Außer den Pflichtigen werden auch Kmder, welche ,m laufenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft.

Alle in einem Termine geimpften Kinder muffen ,n dem 8 Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmal? erscheinen. . _ , -

Kinder deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränk­lichkeit beanspriicht wird, fönnen gleichfalls dem Jmpfarzte m den öffentlichen Terminen vorgestellt werden.

Die Impflinge mästen mit reiner Wäsche und rem gewaschenem Körper zur Impfung aebracht werden. ES wird nur an einem hl*«io mit Lymphe aus dem Landesimpfinstitut geimpft.

Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten 'icrdcbcn, dürfen nicht in die Termine gebracht werden.

Gießen, den 27. Juni 1905. B /

Grouyerz " Gießen.

I. V.: Curschmann.

6>riflittüf-I>r<i6lmefhitnnen.

Berlin, 6. Juli. Die Detitsch-Asialische Bank und mehrere mit ihr für asiatische Geschäfte verbundenen Banken und Bankhäuser, darunter die Bank für Handel und Industrie, haben von der zur Ausgabe gelangenden japanischen Anleihe, im Gesamtbeträge von 30 Millionen Pfund, ein Drittel mit 10 Millionen Pfund, übernommen. Die Anleihe wird mit 4/, Prozent für daß Jahr verzinst und ist durch Einnahmen auS dem Tabakmonopol in zweiter Stelle sichergestellt. Die Anleihe ist zu je einem Drittel von englischen, amerikanischen und obengenannten deutschen Firmen übernommen worden. Die Auflegung zur Subskription wird gleichzeitig in London, Newyork und verschiedenen deutschen Plätzen vom 11. bis zum 13. Juli erfolgen.

Berlin, 7. Juli. Infolge des Erlasses des Reichs­kanzlers wird an Stelle Jaurös in den für Sonntag einberufenen Volksversammlungen Reichstagsabgeordneter Fischer-Berlin sprechen. Der Vorwärts bringt heute an der Spitze seines Blattes einen Aufruf, in welchem zu zahlreicher Beteiligung an der Versammlung aufgeforbert wird, umenergischen Protest gegen die politische Maßregelung eines Mannes zu erheben, der für Völker­frieden und Völkerfreibeit mehr leiste als bte zünftigen Diplomaten beider Länder zusammen genommen."

Kiel, 7. Juli. Der Maschinistenanwärter Trompke, der bei dem Zusammenstöße de§ Torpedobootes 8 124 mit dem Dampfer »Worch" verwundet wurde, 11 seinen Verletzungen erlegen.

Emden, 7. Juli. Der Packmetster Körner des NachmittagSbadezugeS kam hier mit zerquetscht e m Ober­körper in dem geschlossenen Packwagen an. Der Unfall ist vermutlich durch Zuschlägen der Wagentür entstanden.

London, 6. Juli. Die Umlaufzeit der neuen ja- panischen Anleihe wurde auf zwanzig Jahre festgesetzt.

Wien, 7. Juli. Hoftat Prof. H. Nothnagel ist heute früh gestorben. (Der berühmte Pathologe war ge­boren am 28. September 1841. D. Red.)

Tokio, 6. Juli. (Keuler.) Der Kaiser richtete an

Die Anarchie in Rußland.

London, 6. Juli. Das Reutersche Bureau meldet auS Odessa von heute nb*nb: Die Polizei nimmt jede Nacht Hun­derte von Verhaftungen tmr, darunter hervorragende Bürger, Rechtsanwälte und andere Stcmdesversanen. Viele Leute werden aus b^t Stadt vertrieben ^je Vosizei finM fortwährend Bomben fast sämtlich in den iüdis heu Quartieren.

Petersburg, 6. ^ufi. Laut einem Bericht des Komman- dierend"n des Ddffsaer Militärbczsiks, 0'cueral Machanof's, wur­den während der Unruhen in der Nacht auf den 29. Juni getötet 49 Aufrührer, verwundet 74, ein Schutzmann wurde getötet, 8 Soldaten, 9 Dolizeiwachtmeister und 8 Schutzleute wur­den verwundet.

K onftantino vel, 7. Juli. Die Mannschaften der Sta­tionsschisse der russischen Botschaft .,si>ftlils" und . ^"vorereh" meuterten, c5 herrscht keine Disziplin. Die russischen Han- delssch'sse in Konstantinopel befinden. sich in dem nteicbcn Fall.

L v ck, 7. Juli. Durch eine >'n einer belebten Straßenkreuz­ung Bielystoks aevwrfw" Bombe wurden zwei Volizei- meistergebilf^n, zwei Volize.iossi?iere. wei Schutzleute und zwei Frauen schwer verwundet Mil'tär vnb Polizei sverrten die Hauptstraßen ab. Das Militär schoß aus das Geratewohl. Die Kavallerie verwundete 100 und tötete etwa 50 Ter­tönen. namentlich im Ji>d'Nviert''l und zwir wüst Unbetestigte. Der Pelizeimeist^r legte fein Awt nieder. Die Revolutionäre er- zwinaen den allgemeinen Ausstand.

Petersburg, 7. Juli, Noch im Lause des Monats wird eine Kundgebung des Zaren betr. die Einberufung der Volksvertreter erfüllten. Infolge Ausstandes warten hier 14 Dampfer mit über 5000 Tons Löschung.

Odessa, 7. Juli. Wegen der Brandschäden im Hasen müssen die sisetreidee''tn'N'teure ihre Onx'rationen e i n s ch r ä n k e n. Die Komlad"ngen f^mmeu nur teilweise nach dem Auslande. Viele Kommissionsgeschäfte find in dw fchwier-gL'' Lage gekommen. Die K'ohlendamnfer warten 'M Hafen auf Gelegenheit, ihre Ladung zu lösehen. Die Asseknranmesellsch"fteu weigern sich, die geforderten Entschäd'-''ngen, die sich insgesamt auf IV2 Mill. Rubel belaufen, zu zahlen. .

Petersburg, 7. Juli. In Bessarabien smd große agrarische Unruhen ausgebrochen. Die reiche Stadt Orj.-jew steht in Brand. In dem Städtchen Pere- zowka sind große Unruhen ausgebrochen. Die Bauern plünderten das Ghtt des Moldau'schen Millionärs Grossul und die Besitzung Tolstois bei Wesolyjkut. Beide Landsitze liegen nahe bei Odessa. Aus Charkow werden zahlreiche Fälle von Fahnenflucht gemeldet. Die Deserteure wurden jadoch meistens wieder eingebracht.

Landwirtschaft.

Nürnberg, 6. Juli. Tie Generrloersammlung her Land­wirtschaftlichen Zentral - Tarl ehenskasse für Deutschland (Raiffeifen-Verbcmdl auf her 6698 Aktien vertreten waren, genehmigte nach lebhafter Erörterung den Mk. 455,000 Fehlbetrag' aufweifenden Abschluß für 1904 unter Annahme eines Antrages, welcher die Verbandsleitung beauftragt, Makmabmen zu treffen, wodurch die durch Nichtzahlung einer Dividende bei vielen Vereinen eintretenbe Schädigung möglichst ausgeglichen werde lieber diese Hilfsaktion ist her nächstjährigen Generalversammlung Vericbt zu erstatten. Die Generaloersammlmm bat nach vorgängiger Ablehnung eines Vertagungsantrages den Antrag der Verbands­leitung, den Sitz her Zentralkaffe von Neuwied wegzuverlegen, mit 8648 gegen 2696 Stimmen abgelehnt. Es waren 4263 Stnnmen, d. i. die Hälfte der Aktienzahl, für Annahme des Antrages eror-. derlich gewesen.__________________________

Haudel und Verkehr. Dolkswirtschast.

Märkte.

ko. F r a n k f u r t a. M., 7. Juli. ^Orig.-Telegr. des ,Gteß. Am.^0 Viehmarkt. 3um Verkaufe standen 702 Kälber, 78 Schafe u. Hammel, 295 Schweine. Kälber 1. Qual. 8790 Pf,. Lebendgewicht 5254 Pfg., 2. Qual. 8084 Pfg., Lebendgewicht 49-51 Pfg., Schlachtgewicht 62-66 Pfg. Schafe 1. Qualität Schlachtgewicht 0000 Pfg., 2. Qualität 00-00 Vfg. Schweine 1. Qualität 69-00 Pfg., Lebendgewicht 54.00 Pfg., 2. Qual. 68-00 Pfg., Lebendgewicht 53-00 Pfg., 3. Qualität 6264 Pfg., Lebendgewicht 0000 Pfg. Geschäft gut, kein lieber» stand. __________