Ausgabe 
7.7.1905 Erstes Blatt
 
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Freitag 7. Juli 1905

Erstes Blatt.

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155. Jahrgang

die Stellung genommen, wobei ein Bataillon i et* panischer Infanterie vernichtet wurde. Die Japaner zogen sich zurück und wurden verfolgt. Als sie Verstärkungen erkalten hatten, wurde der .stumpf wieder ausgenommen, ohne daß die Japaner einen Vorteil errangen. Unsere Mteiluug schlug alle Angriffe ab und hielt die Stellung bis zum Abend, wo sie auf Befehl zuriickging. Die Japaner erlitten sehr hohe Verluste. Wir erbeuteten viel Munition und hatten viele Schwerverwundete, ein Zeichen dafür, daß die Japaner Dum­dumgeschosse gebrauchen.

Kämpfe in Korea.

Man meldet aus Korea, daß am Süddefilee bei C h a k h a tt die russischen Wteilungen mit Gewehr- und Artillcriefeuer em­pfangen wurden. Ein japanisches Bataillon ging zum Angriff über. . ,

Rußki Invalid" berichtet aus Korea: Bei P u r j e n g findet eine Schlacht statt. Verschiedene Anzeichen deuten darauf hin, daß mit Muratgewekren bewaffnete Reservetruppen der Japaner im Gefecht sind.

Me chriftziiiderBuch. iponüenz erfahren, Juli oder |päieü -gement. Lchriich i. d.lÄich.Anz. erb.

Hessischer Landtag.

Zweite Kammer.

R. B. Darmstadt, 6. Juli.

Nach Eröffnung der Sitzung um 9/2 Uhr erledigt die Kammer zunächst einige zur vorläufigen Beratung im Plenum gestellte Einträge der Abgg. Leun und Köhler. Die Vor­stellung der Gefangenenaufseher von Mainz, Darm­stadt und Gießen um Gewährung von Wohnungsvergütung soll ohne Ausschußberatung im Kammerplenum verhandelt werden.

Zur Beratung kommt nunmehr der Antrag Ulrich und Genossen, betreffend

die Veröffentlichung amtlicher Bekanntmachungen.

Der vierte Ausschuß hat sich wiederholt mit der 9(n* gclegenheit beschäftigt und einen höchst seltsamen Jnitiativ- Gesetzentwurf in Vorschlag gebracht, nach welchem bekanntlich das jetzige System der Amtsoerkündigungsblätter aufgehoben und an Stelle derselben für jeden Kreis auf Staatskosten ein amtliches Verkündigungsorgan geschaffen werden soll, das keinerlei redaktionellen Text enthalten und allen Blättern als Beilage überlassen werden soll, deren Verleger sich auf 5 Jahre gegen Zahlung der Druckkosten zum Bezug dieses Verkündigungsorgans ver­pflichten.

Abg. Adelung beanstandet die Zahlen, welche die Re­gierung durch die Kreisämter über die Höhe der Kosten fest- stellen ließ, die durch den ooni Ausschuß vorgelegten Gesetz­entwurf für die Staatskasse entstehen würden.

Ministerialrat Best: Man habe an die Regierung das Ansinnen gestellt, ein vollständig neues System für die Ver­breitung der amtlichen Bekanntmachungen zu schaffen. Da war es für die Regierung eine Pflicht, in eine gewissen­hafte Prüfung der Sache einzutreten und sich namentlich ein klares Bild darüber zu schaffen, wie sich die finanzielle Wirkung des neuen Projektes gestalten würde. Ter fetzige Modus der Verbreitung der amtlichen Anzeigen kostet fast nichts, es würden nur wenige hundert Mark an einzelne Blätter dafür bezahlt. Die Kreisämter haben mm im Auftrag der Regierung mit Unterstützung der Amtsblattverleger eine Berechnung aufgestellt, wie sich die Kostenfrage bei Durchführung des Ausschuß­vorschlags gestalten würde. Aus den so zusammen-' getragenen Ziffern ergab sich, daß verschiedene Kreisämten ihre Aufgabe nicht richtig auffaßten. Die Regierung habe deshalb das gesamte Material noch einmal einer gründ­lichen Prüfung unterzogen und es hat sich daraus ergeben, daß sich die Kosten für das neue Projekt auf ungefähr 7 5000 Mark belaufen, aber auch sonst noch viele andere Schwierigkeiten entstehen würden." Jetzt konnten die amtlichen Anzeigen regelmäßig und pünktlich in den Amtsblättern erscheinen, weil sie an jedem ge- wünschtenWochentag zur Ausnahme gelangten. In Zukunft müßte damit gewartet werden, bis eine ent­sprechende Anzahl amtlicher Anzeigen beisammen sei. Der Regierung würde im Falle schleuniger Bekannt­machungen gar nichts anders übrig bleiben, als in den Tagesblättern gegen entsprechende Be­zahlung zu veröffentlichen, da ja das System der Amtsblätter in Wegfall kommen solle. Die Regierung glaube auch nicht, daß sich viele Zeitungen zu einem Abonnement auf diese neuen Amtsver­kündiger entschließen und die großen Summen cms- bringeu helfen würden, die für das neue System erforder­lich wären. (Sehr richtig! D. Red.) Die Regierung sehe sich deshalb nicht in der Lage, von ihrer ab­lehnenden Haltung dem Ansschußvorschlag gegenüber abzusehen.

Abg. Pennrich (auf der Journalistentribüne schwer, verständlich) spricht von Mängeln, die bei dem jetzigen System zu tage getreten seien, und glaubt an vielerlei Vorzüge, bie1 angeblich der Gesetzentwurf des Ausschuffes mit sich bringen würde. Dem Ausschuß, der sich einstimmig für die neue Regelung der Sache ausgesprochen habe, sei vor allem daran gelegen, hier im Hause eine möglichst prägnante Willens­meinung über die Frage des Amtsverkündigungswesens zum Ausdruck zu bringen. Auch die im vorigen Frühjahr statt­gehabte Versammlung der Zeitungsoerleger sprach sich ein^ mutig für die Form der Verbrestuua durch besondere

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I-r Krieg.

Die FriedenSbemlrhnngen.

Der Kommissar Japans für die Friedensverhand­lungen, Baron Komura, ist mit seinem Stabe am 6. d. M. vom Kaiser in Abschieds-Audienz empfangen worden. Darauf gab der Kaiser eine Frühstückstafel zu Ehren der Friedensunterhändler. Der Kaiser von Japan richtete an die Friedensbevollmächtigten eine Ansprache, die schließt:Wenn gemäß dem versöhnlichen Geiste unseres Gegners die Feindseligkeiten zu Ende geführt werden könnten, würde nichts erfreulicher sein, als ein solcher Abschluß. Dem* gemäß gaben wir der Anregung des Prasibented Roosevelt sofort statt. Wir betrauen Sie hierdurch mit der Mission, zu unterhandeln und den Frieden abzuschließen. Sie muffen sich mit aller Hingebung ihrer Aufgabe widmen und alle An­strengungen machen, daß die Wiederherstellung des Friedens auf dauerhafter Grundlage gesichert i|t."

Kein Waffenstillstand.

In Petersburg ist man überzeugt, daß ein Waffenstill­stand nicht zustande kommen wird. Die japanische Regierung hat der russischen mitgeteilt, daß ein solcher Waffenstillstand mir dann ftattfindeu könne, tociut die russischen Frredensunterbandler die Vorschläge, die als Basis für i#a Friedensverhandlungen dienen, angenommen haben werden.

Das Gefecht bei Sanvaitse.

General Linewitsch meldet unter dem 5. Juli: Laut ergänzenden Nachrichten über das Gefecht bei Sanvaiffe begann der Kampf um 9 Uhr morgens. Eine unserer Kolonnen kam zu weit ab und erhielt den Befehl zum Anschluß an die Haupt- abteilunq, stieß dabei aber auf beträchtliche Hmdernyse, was iwn Angriff behinderte. Endlich griff die Wterlung energisch die japanische befestigte Stellung an. Um 7 Uyr abends wurde

Die weiteren Meutereien.

Konstantinopel, 6. Juli. Der hier im Hafen Liegende russ. große DampferImperator Nikolai", dessen Besatzung meuterte, war aus der fahrplanmäßigen Reise von Odessa nach Alexandrien begriffen. Plötzlich er­härte die Mannschaft ihrem Kapitän, daß sie gemeinsame Sache mit ihren Kameraden vvmKnjäs Potemkin" machen wollten. Gleichzeitig wurden die Fallreeps aufgezogen und der Zutritt an Bord verboten. Der russische Botschafter Sinowjew nebst Personal der Botschaft und dem Komman­danten und den Offizieren desImperator Nikolai" be­mühten sich, vergeblich, die meuternde Mannschaft zum Gehorsam zu bringen. Die Schiffsbesatzung Wilk den Dampfer zum Schwarzen Meer zurückführen, um zum Potemkin" zu stoßen oder nach Odessa zu steuern und zur Revolution überzugehen.

Odessa, 6. Juli. Auf dem Dampfer der russischen bonaugesellschaftBulgarien", der aus Ismail nach Odessa fuhr ujnd wegen der Odessaer Vorgänge nur bis Wikowo kam, wurde die Besatzung meuterisch und weigerte sich, zu arbeiten. Unter größten Schwierigkeiten kam das Schiff nach Ismail zurück, wo es zunächst verbleibt.

Petersburg, 6. Juli. Hier zirkuliert das Gerücht, daß an Bord zweier in Li bau befindlichen Panzer­schiffe unter den Matrosen neue Revolten ausge­brochen sind. Gleichzeitig teilt man den diesigen Blättern

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mit, daß während der letzten Unruhen in Libau 2000 Personen verwundet wurden.

Riga, 6. Juli. Die rai§ dem Wen den scheu Kreise ein- berusenen Reservisten, welche per Eisenbahn ans Pskow nach Riga transportiert wurden, revoltierten unter­wegs und beschlossen, sich unter keinen Umständen aus den Kriegsschauplatz schicken zu lassen. Als einer der Offiziere den revoltierenden Soldaten mit einem Revolver drohte, bemächtigte sich der Menge eine fürchterliche Wut. Die Soldaten zogen die Notbremse und als der Zug hielt, zwangen.sie alle Offiziere, den Zug zu ver­lassen. Der Maschinist, der mit dem Tode bedroht wurde, mußte den Zug weiterführen. Als der Zug mit roten Fahnen Igeschmuckt, auf dem Güterbahnhof Riga eintraf, demolierten pie Reservisten das Bahnhofsgebäuoe, schlu­gen die auf dem Bahnhof befindlichen Gendarmen nieder und schickten sich dann an, nach der Stadt zu marschieren und sie zu plündern. Die Bahnverwaltung hatte aber inzwischen telephonisch Militär erbeten und dieses traf bald ein. Während des nun folgenden Zusammenstoßes wurden 15 0 Personen v e r wu n det. Erst als Kosaken eintrafen, konnte die Ruhe wieder hergestellt werden. Eine Anzahl Reservisten wurde verhaftet.

Die Maßnahme» gegen die Meuterer.

Odessa, 6. Juli. DerGeorgi PobjedonoZzew" wurde von feinem bisherigen Ankerplatz im inneren Hafen durch die Lotsen in den Außenhafen überführt. Gleichzeitig liefen zum Schutze Odessas zwei Torpedoboote in den inneren Hafen, ein. Zwei meuterische Matrosen vomWecha" und ein Restaurations- besitzer wurden an Bord desPobjedonoszew". gebracht und ver­haftet. Sodann fuhr das Schwarze Meer-Geschwader mit dem Pobjedonoszew nach Sewastopol ab.

Petersburg, 6. Juli. Tas Geschwader in Sewastopol hat Befehl erhalten, eine Anzahl Offiziere und Mannschaften ab­zugeben, welche die Bemannung desPobjedonoszew" er- etzen sollen. Vier Torpedoboote erhielten den Auftrag, >enPotemkin" in den Grund zu bohren.

London, 6. Juli. TerMorning Leadcr" meldet au? Oixssa, daß 45 M a t r o s e n des SchlachtschiffesP o b j e d o n o s- zew" gestern in der dortigen Otchaknw-F stung erschossen wurden, weil sie es ablehnten, den Treueid noch einmal zu schwören. 17 Personen, welche im Besitz von Bomben ge­funden wurden, sind gestern aufgehängt worden. Das Stand- recht wird noch einen Monat in Kraft bleiben.

Sofia, 6. Juli. Die russischen Kriegsschiffe haben Warna wieder verlassen.

Arbeiterrevolte.

Petersburg, G. Juli. Aus dem Hafen Nikolajew wird gemeldet: Auf der Regiernngswerft wie der Vrivatwerft wurde der General st reik proklamiert. Zwffchen den Arbei­tern und dem herangezogenen Militär kam es zu heftigen Zu­sammenstößen, wobei es Tote sowie Verwundete gab. Durch die Explosion e i n e r B o m b e fanden vier Männer und zwei'Frauen ihren Tod. Ter Attentäter, ein Arbeiter, ist verhaftet. Infolge des Generalstreiks ist jeglicher Handel und Verkehr eingestellt worden. Patrouillen durchziehen die Straßen. Größere Unruhen werden erwartet.

Jekaterinoslaw, 6. Juli. In der Umgegend herrscht vielfach voller Aufruhr. Vor allem revoltieren die Ar­beiter in dem Gruben- und Fabrikz-entrumKaiwojrog" deS jeka- terinoslawschen Gouvernements im alexandrowschen Bezirk. Die Arbeiter zerstörten in den Kohlengruben und Eisen­werken, so auch auf dem größten, dem Brjansker Etablissement, viele Maschineneinrichtungen und zündeten die Gebäude an. Da das hiesige Militär nach Odessa abberusen war, hatten die Arbeiter freie Hand. Das Simferopolsche Infanterieregiment sowie ein halbes Regiment Dragoner wurden aus Odessa eilends zurückberufen. Die Einwohner des alexandrowschen Bezirks, aus dem ein gwßer Teil der Matrosen desPotemkin" stammt, scheinen ihre Solidarität mit diesen zeigen zu wollen. Auch auf den Südwestbnhn-Stationen Razdielnain und Wesolyjkut sind Un­ruhen ausgebrochen.

Petersburg, 6. Juli. In offiziösen K'reisen sucht man dem Ausstand in den Pntilowwerken jede Bedeutung ab­zusprechen. Man erllärt, daß die die Werke bewachenden Truppen gar nicht mit scharfen Pattonen versehen seien. Von den 14 000 Arbeitern der Putilow-Werke seien nur 1000 aus­ständig.

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Die heutige Kummer umfaßt 10 Seite«.

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Die Anarchie in Rntzland.

Der Potemkin.

Feodosia, 6. Juli. Auf Anordnung der Behörden verließen die Einwohner die Stadt. Nur die Truppen und die Beamtenschaft blieben zurück. Heute morgen näherte sich ein Boot desPotemkin" der Küste. ES wurde durch Jnfanteriefeuer empfangen. Zwei Mann wurden getötet, sieben Mann warfen sich ins Meer, wurden aber gerettet. Das Torpedoboot, das denPotemkin" begleitet, feuerte einen Schuß auf die Stadt. Der Panzer entfernte sich um Mittag von dem Hafen und setzte in einiger Entfernung die Kreuzfahrten fort. Der von dem Torpedoboote abgegebene Schuß ist über die Stadt hinweggeflogen. Die Stadt wurde in den Kriegs­zustand erklärt.

London, 6. Juli. DaS Reuiersche Bureau meldet aus Odessa: Der Agent der russischen Handelsschiffahrts-Gesell- schaft erhielt die Nachricht, daß derPotemkin" den der Gesellschaft gehörenden DampferGroßfürst Alexius" gestern aufgebracht habe. DerAlexiuS" brachte Vieh von Feodosia nach Sebastopol. Als er in der Nähe von Feodosia vomKnjäs Potemkin" angehalten wurde, wurde ihm das Vieh, Lebensrnittel und Geld abge­nommen.

Feodosia, 6. Juli. DerKnjäs Potemkin" wird defehligt von einer aus sieben Personen bestehenden, ge­wählten Kommission, an deren Spitze der Lotse der Reserve der Kriegsmarine Alexejew steht. Die Namen der anderen sind unbekannt. Die Wachen werden ganz regelmäßig besetzt. Die Kanonen befinden sich in ausgezeichnetem Zu stand; Munition ist vollzählig vorhanden, selbst die Uebungsmunition. Die gesamte Besatzung besteht aus 7 50, die des Tor­pedoboots aus 15 Mann. Offiziere sind nicht an Bord. Es geht das Gerücht, daß unter den Matrosen mehrere des Dienstgrades entkleidete Fähnriche in einem Ver­hältnis, wie Arretierte, sich befinden.

Sofia, 6. Juli. Das bulgarische SchulschiffNa­deschda", das gestern in Varna eingetroffen ist, begegnete 30 Meilen südlich von Sebastopol demKnjäs Potemkin" und wechselte mit ihm Salutschüsse. Laut Aussagen der Mannschaft desNadeschda" befinden sich an Bord des Potemkin" außer den Meuterern noch ungefähr zwei­hundert Zivilpersonen, darunter auch Frauen.

London, 6. Juli. Das Neutcrsche Bureau meldet aus Odessa von Mitternacht: Es verlautet (11), daß der Potemkin" in der Nähe von Feodosia in die Luft ge- tvrengt worden ist.

Konstantinopel, 6. Juli. Gerüchtweise verlautet, / die Meuternden desPotemkin" zwei frühere eng­lische Marineoffiziere an Bord hätten.

Petersburg, 6. Jnli. Nach Meldungen aus ,Se- .ivastopol glaubt man bortselbst, daß derPotemkin" bestrebt sei, nach Baku zu gelangen.

Petersburg, 6. Juli. Admiral Tschuchnin wird, da sich Admiral Krieger als zu unentschlossen erwiesen hat, jetzt selbst mit dem Geschwader auslaufen um denPotemkin" zur Rückkehr zu zwingen, weil man von ihm Brandschatzungen imgeschützter Häfen fürchtet.

Aus Odeffa

Ziegen heute folgende Meldungen vor:

Die Stadt ist wie ausgestorben, nur hin und wreoer begegnet man einzelnen Personen. Das Hafenviertel bietet einen schrecklichen Älublick. Mle Gebäude sind demoliert, der Schiffsverkehr stockt, man bemerkt einige halbverbrunnte Schiffe. Alle Straßen, die zmn Hufen führen, sind gesperrt, nur mit polizeilicher Erlaubniskarte passierbar und zwar auch dcmu nur bis 9 Uhr abends. Auf den Straßen von Odessa ist der Verkehr nur bis 7 Uhr abends gestattet. Militär bewacht Tag und Nacht die ausländischen Konsulate, die Staatsgebäude und Banken.

DieDaily Mail" meldet aus Odessa: Der Gesamt- /chaden, den die Stadt währen der Unruhen erlitten Hat, wird auf 50 Millionen Rubel geschätzt.