Ausgabe 
8.8.1905 Erstes Blatt
 
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Brotpreife in Kietzen

Getreidepreise in Mannheim

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Unternehmer, Seife, welche jum Preise v. 40 Pi. v. Gtüd überall ah hnben m.. J|V 's

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Und wenn Sic denken, ich sei seht wegen meines üblen Unfalles von meiner Nabellust kuriert, so erwidere idj

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Tas Friedelsche Gasthaus macht von außen einen ganz einladenden Eindruck. Seine Architektur ist der ländlichen Gegend hübsch angepaßt. Und gern tauchte ich auch jetzt meine Feder wieder in rosa Tinte wie bei der Erinnerung an die 'AlsfelderKrone", aber die Feder sträubt sich dagegen. Es ist zwei Uhr soeben vorüber. Wir bestellen das Diner. Was lange währt, wird endlich gut, so trösten wir uns allgemach. Endlich kommt die Suppe. Sie ist nicht übel. Tas Zungenragout ist eßbar, die Kartoffeln dagegen un­genießbar, ebenso das Roastbeef, der Nachtisch, eine in einer Minute hergestellte Eierspeise, erträglich. Preis 2 Ml.! Ich erkundige mich nach dem vollen Pensionspreis: 3Vr Mk.! Nun ja, das ist das rechte Verhältnis! Wo sind die para­diesischen Zeiten geblieben, als, anno 1390, wie man uns erzählt, bei der Witwe Pfannsticl in Ulrichstein ein vor­treffliches Schlemmermahl, bestehend in Suppe, drei großen und guten Forellen, Kalbskotelett und Nachtisch, 1,25 Mk. kostete, und 5 Personen für eine den ganzen Tag währende Wageiifahrt von .Lauterbach nach Ulrichstein und zurück 12 Mark zahlten!

Und schon öffnet der Himmel seine Schleusen, nur schüch­tern zwar, als scheute er sich, wehrlosen Radlern die Fahrt noch mehr zu verderben. Tenn wer Pech haben soll, fällt auf schausten Wegen auf den Rücken, zerreißt sich vorn die Hose, verletzt sich die Seite und bricht sich die Nase; verliert die Luft und hat kein Loch im Schlauch; ißt mittag in einem weithin namhaft gemachten Restaurant, das fest aus eine glänzende Zukunst baut, und steht hungrig und ver­ärgert vom Tisch auf. Eine Weile nach dem nicht schlechten Kasse lassen wir uns, angesichts des jetzt munter zwischen dem FelSgcstein sich tummelnden prachtvollen Vogelsberger Vieh, dessen glänzende rotbraune Farbe sich so leuchtend von dem saftigen Grün abhebt und dessen feiste straffe Leiber dem Tier- und Schönheitsfreunde helle Freude machen, Milch geben. Entsetzt schauen wir uns an. Weiß ist sic zwar, aber von Milchgeschmack kaum eine Spur. Ter Herr Wirt glaubt wohl Sonntagsgäste, die vielleicht niemals wiederkehren, mit Abfällen abfpcisen zu können, um seine PeusionSgäste desto besser bewirten zu können. So wollen wir wenigstens in seinem Interesse annehmen.

Millionen Stück Doering's C-ulcn-Scife sind bis Ende 1904 zum Versand gelangt. Keine andere To,lette-«elle hat einen solchen Erfolg aufzumeisen' Dieser Verbrauch ist der beste Beweis für die Güte und die vorzügliche Wirkung des Fabrikats. Man weise minderwertige Rnch- ahmungeii zurück iiiid verlange nur Doering's Eulen«

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Hauch des Waldes lieben, denen jeder Baum, jede Pflanze, jeder FelSsteiu belebte Wesen sind, die ihre Wahrheit und Lcbensitotwendigkeit in sich selbst tragen, alle diese werden hier ihre rechte Freude und Erholung haben, und ihnen Shakespeares Wort:

und Verve, daß ich, obwohl ich gar nicht absteige, große Mühe habe, annähernd gleichen Schritt mit ihm zu halten. Hier begegnen uns auch die ersten Automobile. Also auch hier nichts mehr von der vielgepriesenen Meltabgeschiedeuheit, auch diese Gegend im Zeichen beS modernsten Vehikels.

Nun gehts den Berg hinauf nach & erb ft e i n mit seinen schön erhaltenen alten Stadtmauern, dessen Bewohnerschaft, wie die bunten Heiligenbildchen an vielen Häusern zeigen, größten« teils katholisch zu sein scheint, und wieder hinab und wieder hinauf, und dann rechts, d. h. westlich hinab gen Ilbeshausen. Ein freundliches, vom Bache Altfell durchflossenes, lang- gestrecktes Dorf. Eine alte Frau, die einer Sau die rechten Lebentzpsade zu weisen im Begriff steht, fragen wir nach der Teufelsmühle. Keine Antwort. Da kommt ein kleines Mädchen angesprungen. Ich frage sie:Ist die Frau taub?", worauf das Mädchen freundlich erwidert:Nein, sie hört nur nicht!" Also die Alte hört zwar nicht, ober taub ist sie nicht. Jeden­falls ein ganz abnormer Fall! Den Weg nach der Teufels- wühle zeigt unS daö Mädchen. Ein ganz außerordentlich malerischer Bau von der schönsten Holzarchitektur, in seiner Art ein vollendetes Kunstwerk mit ivunderhübschen Tür-

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© e ft o r b e n. Herr Adam Diehl GasNvirt in Oberhörgern. K e b o r e n. Dem Herrn Julius Adler in Darmstadt eine Tochter. _____ __

Tie Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 7. August 1905. __________

Kunst und Wißen schatt

Das Vermögen der deutschen S ch i l l e r st i s t u n g beträgt jetzt 2 Millionen Mk., wozu eine Summe von 250 000 Mk. kommt, die der Schillerverband deutscher Frauen ihr aus Anlaß des 9. Mai überwies. Wie Generalsekretär Dr. Hans Hoffmann tmLi t. (5- ch o " mitteilt, gehören davon der Zentralkasse 600 000 Mk. Fast das Doppelte dieser Summo besitzt der Dresdener Zweigverein als Ergebms des Ertrags der großen Nationallotterie, die Ma,or Serre (Dresden) im'Jahre 1859 voranstallete. Weitere gronere Summen besitzen die Zweigvercme in Wien (150 000 Mk.), Weimar (64 000 Mk.s, die vereinigten badischen Stistungen (60 000 Mk. , Berlin (58 000 Mk.), Köln (56 000 Mk.), Breslau (40 000 Mk.), Stuttgart (33 000 Mk.). . - ,

Das neue Stadt theater in Nürnberg, das Um Gießener Stadtverordnete neulich angesehen haben, wird im Herbst dieses Jahres eröffnet. Erbauer des Haufes ist der Berliner Ar­chitekt Heinrich Sceling. Die Kosten des Baues selbst betragen 3 720 500 Mk. Außerdem hat der Magistrat zur Ausstattung der Bühne, sowie sür Schaffiing eine? Kostüm- und Bibliothekfundus einen Kredit von 300 800 Mk. bewilligt. Der Zuschauerraum, der außer dem Parkett drei Räiige enthält, wird 1422 Sitzplätze (aber keino Stehplätze) umsasseii.

schnitzercicn. Diese Tür mit ihren sie kühn beladenden schrägen Seitenaufsätzen zeugt überhaupt van dem originellen künstlerischen Blicke de« Erbauers, und überaus graziös ist die geradezu kokette Jneinanderschachtelung der einzelnen Fachwerkteile des breiten Giebels. Ganz besonders schön macht sich das abgeblaßte Grauschwarz der Holzteile. Die Mühle gehört entschieden zil den schönsten Fachmerkbauten ganz Oberhessens. Von ihr geht eine ähnliche Sage, wie von einer Frankfurter Brücke. Ein Zimmermann soll vor mehr als 800 Jahren mit dem Teufel gewettet haben, daß er eben so schnell und eben so schön bauen könne wie der Satan. Der Zimmermann baute und baute am oberen Giebel' aber waS er baute, mißfiel ihm und den Leuten. Satan'aS aber machte einen seiner besten Beelzebubenstreiche. Eins zwei drei war sein Bauwerk in der Reih, und so schön war er, wie ihn noch nie ein Vogelsberger gesehen hatte. Er hatte also die Wette gewonnen. Den übermütigen Zimmermann aber, der sich vermessen hatte, Teufelskunststücke machen zu können, steckte er in einen Sack und in die Lüfte fuhr er mit ihm huckepack auf Nimmermiedersehn.

Wir entrinnen diesem von bösen Dämonen heimgesuchten Gefilde und nähern un6 dem viel gerühmten Hochwald hausen. Hinter unS liegt die weite Flur, die sich von Herbstein biß Grebenhain erstreckt und deren Mittelpunkt Ilbeshausen einnimmt, ein Hügelland von lachender Frucht barfeit, durchschnitten von breiter weißer Landstraße; vor unS eine steinreiche Gegend, wenigstens sehe ich auf den Feldern nichts als Steine, schwere große Felsensplitter. Dahinter ber prachtvolle Oberwald u\ majestätischer Ruhe und Erhabenheft

Immer wieder verlangen ?PS Hausfrauen und erfahrene, tüchtige Wäscherinnen das echte Tr. ThomPsonS Seifenpnlver, mit dem Schwan. Sie nnhcii eben aus Erfahrung, daß es bis auf den heutigen Tag kein helleres Waschmittel gibt. - UcberaH zu haben. 89 ,

Wald, um denprachtvollen, 25 Minuten von Hochwald­hausen entfernten Aussichtspunkt", die ,.Burg", zu suchen

Der Lohnkeklncr im Friedelschcn Gasthause hatte uns auf unser Fragen gesagt: den ersten Seitenweg links, den ersten Seitenweg rechts und dann geradeaus. Frauen, die wir unterwegs treffen, weisen uns aber gleich geradeaus. Jedenfalls ist der von uns auf der Fahrstraße eilige* schlagcnc Weg der erheblich weitere und weniger schöne. An Wegmarkierungen fchlt's im Walde jedenfalls noch sehr und die Wege selber lassen noch manches zu wünschen Übrig. Immerhin nimmt uns die Waldeinsamkeit gefangen. Hier kann man den Traum friedlichen Vergessens i pinnen, während das Bergwasser, der Schwarzfluß, eilig plaudernd über die Steine rauscht. Der Bach erzählt uns von Nvmphcn und Gnomen, von Rittern und Bauern, und von Mägden, die sich bcerensiichend im Walde verirrten, wie jener Kaiser lobesam. Und richtig, da kommt auch schon ein Mägdlein, lieblich und verführerisch, mit großen Töpfen voll von den schönsten Himbeeren, und auf ein freundliches Wort hin schüttet sie uns die Hände und die Mützen voll von den köstlichen roten Beeren.

Fürwahr, der Oberwald ist schön. Hier hat der der» einstige friedliche Hochwalbhäuscr Kurgast die gewünschte Ruhe für die abgespannten Nerven. Ruhe, wie sie schon SO?art Aurel ersehnte und wie sie immer schwerer zu beschaffen ist, und zwar in den namhaftesten Luftkurorten am aller­wenigsten. Jene friedliche Erholung, bei der man sich fern von der Not und den Interessen des Werktages mätynt. Hier balancieren wir wieder oben auf der schwanken Leiter der Gefühle. Wie der behäbig melancholische Berthold Auerbach den Schwarzwald pries als einzig schönzum fröhlichen Wandern in Hochsommerzeit, zum Rasten in heim­licher Einsamkeit", so dürfen wir den Oberwald preisen mit seinen poetischen Waldstratzen, seinen wundervollen Hoch- waldlviesen und seinen prächtigen Fcmsichten, wie man sie von der allerdings unbequem erreichbarenBurg", dieser seltsamen imposanten Anhäufung von Felsblöckeu in ab­geschiedener Waldwildnis, genießt.

Drei Strömungen gibt es unter den Naturschwärmern. Die einen werden durch den Schatten wohlgepflcgter Bäume in gartenartiger Gegend, durch den Duft und die Pracht von exotischen Blumen, andere von unermeßlichen schnee­bedeckten Riesen der Ollpenlandschaft anaczoaen. Beiden bietet der Oberwald keinen Reiz. Aber Die den würzigen

vermiete».

* Berlin, 7 Aug. Auf der Trabrennbahn Westend brach heute nacht Großscuer ans. ?lls die Löschzüge der Eharlottenburgcr Feuerwehr anrüclten, standen schuppen, Pftrde- ställc mit den Trabern der Rennbahn, die zweirädrigen nulkhs und die Futtervorräte in Hellen Flammen. Die Wehr schlenderte ununterbrochen Wassermcngen in daö ausgedehnte Feucrmeer: es schien ein vergeblicher Mampj. Die sengende Hitze, der atem- raubeude Qualm, da_> donnernd hcrabstilrzende Gebälk machten die Arbeit höchst gefahrvoll. Die edlen Traber, 30 bi« 40, aus den brennenden und ben Nachbarställcn, rissen sich von den Strängen los nnd jagten wre sinnlos auf die Löschmannschaften zu, durchbrachen du, Feuerwehrkordon, stürzten in völliger Dunkel­heit in ström en de ui Regen auf die Rennbahn und retteten sich durch Sprünge über die Barrieren auf den Rasen. Von den nachcilcnden Pserdcpflcgcrn erhielt einer sehr schwere Verletz- ringen Der Brand war nach drei stunden gelöscht. V e r b r a n n t ist ein großer Stall, zwei Schuppen, ^sech s R e.n n v fe rde, darunter bekannte Traber, zahlreiche Lulkys Die Entstehung des Brandes ist unbekannt: wahrscheinlich ist er durch Unvor­sichtigkeit beim Rauchen entstauben

* H ochwasser. Von einer W a s s e r k a t a st r o p h e wur­den infolge eines wolkenbruchartigen Regens das obere Trieb,sch- tal und das Saubachtal (figr. wachsen) heimgesucht. sellen- weise hat die Höhe der Wasuullut die von 1897 überschritten. Das

33(iliH|rhe Taqessriian.

Etn charakteristisches Zeichen für den Wohlstand Britisch- Südafrikas.

Für den Wohlstand, dessen sich ein Volk erfreut, sind auch seine Ausgaben zum Ankauf musikalischer Instrumente cm guter ftftadmesser. Tie Tatsache, daß Südafrika. jährlich zwischen 200 000 und 300000 Psd. _jm._ zum Anda»? musikalischer In­strumente verwenden kann, ist für sich allein schon em gutes Zeichen sür die gesunde ökonomische Lag dc§ Landes.

Im verflossenen ?-,* hat Süd-frika musikalische Instru­mente im Werte von ungefähr 21.0 000 Pfd. -ckerl. bezogen, doch geben diese Zahlen nur den Wert des Imports durch die Kap- kolonie. Im Jahre 1903, sür welches ausführlichere statistische Daten zur Verfügung stehen, belief sich irr Gesa mtuu Pott durch Natal und die Kaptolonie ans 299 318 Pfd. etcrl. Tie Höhe dieser Summe ist um so bemerkenswerter, wenn man sie m Vergleich zu den Ziffern vor etwa fünf oder sechs Jahren stellt, wo der jährliche Durchschnittswert etwas weniger als 40000 Psd. Sterl. oder noch nicht ganz ein Siebentel des Betrages von 1903 ausmachte. .,

England ist nur mit wenig über 40 Prozent an diesem wich­tigen Import beteiligt, der britische Anteil betrug 1903 nur 126 728 Psd. Sterl., worunter noch sur ctiua 20 000 Pfd. Sterl. ausländisches Fabrikat enthalten ist, das über britische Häsen verschisst >onrde. Deutschlands Anteil bezifferte sich in demselben Jahre ans 141 943 P,d. Sterl. oder 47 Prozent, der­jenige der Vereinigten Staaten auf 25 264 Pfd. Sterl. oder über 8 Prozent Von andern Ländern waren außerdem beteiligt, Bel­gien mit 2305 Pfd. Sterl., Holland mit 61.6 Pfd. Sterl.. Frank­reich mit 550 Pfd. Sterl. und mit noch geringeren Betragen Australien, Kanada, Oesterreich-Ungarn und Indien

Was Pianos anbelangt, so erfreuen sich besonder» deutsche Fabrikate einer großen Beliebtheit. Das Ge­schäft in Orgeln beherrscht leider noch immer Amerika. In den ersten vier Monaten dieses Jalires sind davon Nicht weniger als 1790 Stück im Wette von 28 000 Pfd. Sterl. von Ncwhork nach Südafrik» verschisst, genau so viel wie in den vollen Jahren vorher. Der Handel mit Ziehharmonikas, Mundharmonikas und derartigen Instrumenten. welche bei den Kaisern sehr beliebt sind, ist fast ausschließlich in deutschen Händen, wie überhaupt der Handel mft allen billigeren Jnstrumentensorten.

Wasser stieg innerhalb von fünf Minuten um em en Meter. Der Schaden ist beträchtlich. Menschen sind nickt umgekommen. In Oberbavern sind infolge eines heftigen Regens alte Gcbirgswasserläufe bedeutend gestiegen. Der Verkehr ist viel­fach unterbrochen. P a r t e n k i r ch en steht unter Daß er, und der Valmverkebr ist gestört. In Bad Tol z führt bic 31m: $roei Meter Hochwasser, in Lo isach^2,20 Meter^ In Bercktes gaben und Laufen ist die ^al^ach von 2,50 auf o "lCt-r gestiegen. Auf ber Zugspitze liegen Zentimeter N eu­ch n e e. Aehn liehe Nachrichten kommen auS N o rb t1 r o l. In

Innsbruck regnet es seit Samstag abend heftig,, m Den oberen Regionen fällt Schnee. Aus vielen Gegenden wird Hoch- wasser «rmeldct. Im -^schniptal ,it ->« Drucke n Jenbach der Fabrikskanal zerstört, sodaß die ^rke still stehen. Bei L e rm o o s hat der Wildbach die Straße weggerchen, sodaß die Post nach Reuttc ausgehaltcn ist. Auch tm Zill er* t a l sind Verkehrsstörungen eingetret-n. In Drcitlahner sind 140 Touristen eingeschneit. Auch in r? a l z b u r g ist Hoch­wasser eingetretcn: Teile der Stadt sind iiberia wemmt.

* Kleine Tag eschroni k. Von se rn er Frau wurde au ossener Straße in Weingarten, der 28 Jahre alte Maurer Josef Dettinger erschossen. Tettinger, dem die Kugel ben Kops d-rchbohrte, war sofort tot. Seine Frau, deren erster Mann sich erhängt hat, wurde in Hast genommen. Wahrend eines Festumzuges, der von 20 katholischen M ä n n e r v e r e i n e n ber Provinz Sachsen in Erfurt veranstaltet wurde, kam es im Vorort Ilversgehofen zu peinlichen Ausschreitungen. Tic Sozialdemokraten versuchten den Zug zu sbeengen und beleidigten die am Umzüge tcilnchmciiden Geist­lichen Die gegen die Ruhestörer einschreitenbe Polizei wurde mit Steinen bedroht. Die Rädelsführer sind fcstgenommen. Der Tagelöhner Philipp Bcuttel aus Weinheim stand unter dem dringenden Verdacht, vor etwa 14 Tagen einen auf der Straße stehenden voll beladenen Erntewagen angezündet und verbrcnrnt zu haben. Aus Furcht vor Strafe warf er sich unter den Frankfurter Frühzug, dessen Räder ihn völlig zermalmten. In der Stadt Eger (im stomitat Heves) kam es bei einem Tanzfeste zwischen Bauernburschen und Soldaten zu einer Schlägerei. Die zur Herstellung der Ruhe ausgerückte Kompagnie Soldaten schoß, nack-dem sie auch angegriffen worden war, auf die Burschen. 7 wurden getötet, 18 tiertounbet. In Bancluse in Frankreich ist ein großer Waldbrand aus- gebrochen. Der Schaden ist sehr bedeutend. Nach einer Blatter- meldung teilte der Kapitänarzt des Häsens von N e w h o r k mit, der Koch eines aus Kolumbia eingctrosfencn ^amvfcrs sei am g el ben Fi c b e r g e st orb c n. So nimmt alw tue in New- Orleans ausgebrochene Epidemie besorgniserregende 2xusoc\yn» ung an,

NniverstlätS-ÄatüriAten.

In letzter Zeit sind der Universttät R o st o ck einige große Legate zngeslossen Professor Nasie fetzte ein 2egak voii 30 000 Mk. für daS IlniversitätökrankeiihanS a»iS, Fräulein Luifc Eichelberg em olckes von 15 000 Mk. lür die Universitätsklinik.

61eh. Regierungsrat Prof. Dr. Polhard in Lalle feierte, wie wir schon mitteilten, gestern sein 50iahriges Doktor- inbiläum AnS diesem Anlaß hat ihm die plnlosovlnsche .rnknllat ber he ss. LandcSuniversttät das D o k l o r b i v l o >n e r n c u er t.

ilrb itcrl eroigung.

Berlin, 7. Aug. Eine Kommission d e 8 A r b e i t- geber-Verban des für daS Baugewerbe in Rheinland-West­falen wird morgen b e i m M i n i st e r gegen den Aeqieru n s - p r ä f i d e n t e n in Düsseldorf v o r st c l l i g werden, der den Zu­zug aiisländischer Bauarbeiter untersagt hat.

Boch u m, 7. Aug. Tie Meldung, daß die bedeutendsten B a u f i r m e ii BochiiniS im Lohnkampse iiachgcg c b e n fiöttcn. wird von Arbeitgeberseite bestritten. Nur ein I -

Weizen 100 Kg. 18,00 '1lT IjWeißbrol 2 Kg 52 Wg.

Roggen (neuer) 100 Kg. 15,00-15.25 Mk. Schwarzbrot 2 Kg. 48 Pfg.

Märkte.

Gießen, 8. Aug. Marktbericht. Auf heutigem Wockemnarkt kosteten: Butter vr. Md. 1.15-1.25 Mk., Hühnereier 1 Et. 7-8 Mg. 2 Stck. 00OO Pfa., Gänseeicr 15OO Pfa., Enteneier 6< B'g-' Käse vr. Stck. 6-8 Pf., Käsematle 2Stck. 5-6Pfg. Erbsen vr.Liter 21 bfa., Pinien pr. Litei 32 Pfg., Taubenpr.Paar0,80- 0,90DIL, Hühner pr.Ct. 1 001,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,801,80 Mk., Enten vr. Sluck 1 802,20 Dir., Gänse vr. Psd. 5565Psg., Kartoffelil vr. 100 Kg. 7'508,00 DIL, Zwiebeln pr. Ztr. 8,0010,00 Mk., Milch per -.itcc 20 Psg., Aepsel per Zentner 0 bis 0 Mk., in Korben 00 Pfa Kirschen pr. Pid. 00-00 Pfg., Zwetfchen per Zentner 0.00 Mk. Birnen per Zentner 0 bi» 0.00 Mk. Weißkraut 0.10-0.15 Mk. Marktzeit 71 Uhr.

Arbeiter in den Ausstand.

Dl. - Gladbach 7. Ang. Sämtliche S p e di t io n 8 f ii h r - eute sind hier ohne Kündigimg wegen Lolmstreits in den Aus« land getreten, sodaß der Güterverkehr vollständig ruht-

Reichenbach in Boigtl., 7. Aug. Heute ist die Aus- p e rr n n g der 2000 Arbeiter der Boigtländl'chen C t r 1 ck g n m - f ä r b c r e i als Folge des Glauchan-Dleraner ^ärverstreiks erfolgt.

Meerane i. Sa., 7. Aug. Drei stark bjmtcbtc -l e r 111 - a r b e i t e r - V c rs a m ni l u n g e n beschäftigen )ich heute mit oct Aussperrung. Es wurde ben Arbeitern anheimgegeben, durch ihre 9lrbeilcrouoid)üfic mit oder ohne DcrboubSucrlvcicr neue Vcrhaub- hmacn auzubahnen. In einer Resolution würbe bic .lnncht aus­gesprochen, baß ber Ausspernrng ber Weber ruhig entgegengetehen nierbe Die allgemeine Stnnnnma ist für bie 9lnstialniie bes Kampfes.

hrttannffdicn Regierung zu tun, und auf diese fallt

Run, wir sehen nicht, daß bic englische Regierung bisher irgendwelchen Einfluß anSgeübt f 'ittc, bic Kapregicrung darüber zu beleben, welchen verstimmenden Eindruck diese Unterstützung unserer Feinde m Deutsch­land notwendig Hervorrufen muß. Im (Gegenteil, ^ax. Mitchell erwähnt inbezug aus die Behandlung der Herero ansdrücklich derengsten Fühlung mit der Regierung rn London"!

Im Gegenteil!"

Ihnen:

Wir stehen im Begriff, daS Lokal mit Protest zu ver­lassen. alS wir eine ivnndcrllche Prozession nahen sehen. Wie Hamlet und Pvlonius können wir darüber disputieren, ob's Wiesel, Walfische ober Kamele sinb, bie ba nahen. Beim Himmel, es sieht aus, wie ein Kamel." Und ist'S anch.Es ging ein Mann im Oberland, führt ein Kam« am Halfterband. Und aus ihm und um cS, und auf dem eine klapprige, alte grüne Karre ziehenden Schimmel Reine und große Assen, die bald auf dem Rücken ber bciben großen Tiere, batb auf ber Lanbsttaßc toN sich sagen. Ein wahr hastcS ländliches Fest für bie Leute ringsumher, bie dem seltsamen Aufzuge folgen ober ihm entgegcneilcn. tfamcl unb Pftrb und Affen zeigen ihre verschiedenen kleinen Kunststücke, bie Führer kriegen von benUmstehenbeii ihren LboluS und während sie nach der einen Seite weitcrzieh rabcln wir nach ber anberen fort, lnnein in den Ob

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Erlemcnm, bat die Tarifvettrage anerkannt. Er beschäftigt dreißig Mann von fünfzehnhundert Ausgesperrten, bic m Bochum in Be-

Ef sen 7 Aug. Im hiesigen Jnbristriebczirk sind nach Angabe her Sechserkommissioti bisher 11 823 Llr b c i 1 e t ansgesve r r t. Morgen treten bei sechzehn Bauunternehmern Essens sämtliche

Die Natlir

In ihrem Wachstum schwellt nicht Zehnen Und MuSkcln. Mit dem Tempel selbst erweitert Geist unb Seele,

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' Kg.Schlachtgew. 83-87 Pf.

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