Niedrigste
— 11,6°
6.
®§ starben an:
1 1
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
WöchkuMejlkbttßcht der totsfällt in dtt Stadt Gießt»
25. Woche. Vom 18. bis 24. Juni 1905. Einwohnerzahl: angenommen zu 28 000 (infl. 1600 Mann Militär Sterblichkeitsziffer: 24,14
nach Abzug von 7 Ortsfremden: 11,14°/«..
Kinder
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'eifer ?0fon",t'D' wd eJJ sind gesperrt, SteEr dc'der wurden lCnb* Merzte und Hilfs, ^senbahn-UntzlüL tuchen Verhandlungen onalliberale Abgeordnete '5 '^Unglück enfflandene
1,1 ^hcr noch immer '°ch den bisherigen Er, llion betragen. Auch M an die Verunglückten
bedarf noch der Fest- "ge dürften sich nach 100 000 Mart pro] rtig mit den beteiligten einmaligen Absindungs. urch den Zusammenstoß. leitens 2 Millionen
Kerichtsfaat.
Thorn, 6. Sept. Der frühere Pionier-Oberleutnant Hellmut Wessel, der nach seiner von Italien erfolgten Auslieferung von der hiesigen Strafkammer wegen schwerer Urkundenfälschung in drei Fällen zu einem Jahre Geiängniß verurteilt worden war, ist nach Verbüßung der Reststrafe heute aus dem Gefängniß entlassen morden.
Leipzig, 6. Sept. Die Ferienkammer des Landgerichts Leipzig verurteilte den A r z t D r. W a l l h e r in Leipzig-Gohlis wegen Z w e i k a m v f e s 311 drei Monaten Festungshaft. Professor D r. Hirsch erhielt wegen Kartelltragens zwei Tage Festungshaft. Dr. Walther bewarb sich zu Anfang des vorigen Jahres um die Sand einer hiesigen jungenDame. Das horte ein Kollege, Tr. Backhaus, ging zu Dr. W. und warnte ihn vor einer Verbindung mit der Familie des Frl. S., die durch den Bankkrach ganz bedeutende Verluste erlitten habe. Das hinderte aber den Warner nicht, sich selbst um die junge Dame zu bewerben, die er im Herbste des vorigen Jahres auch heimführte. Tr. W. war natiirlich über die Handlungsweise seines Kollegen nicht erfreut. Er nannte ihn hinterlistig und unfein, wofür er vom ärztlichen Ehrenrat auch noch mit 300 Mark bestraft wurde. Als Dr. W. dann noch erfuhr, das; Dr. B. sich in schwer beleidigender Weise über ihn bei Bekannten ausgesprochen hatte, schickte er durch Professor Hirsch dem Dr. B. eine Forderung auf schwere Säbel ohne Bin den und Bandagen. Das Duell fand am 15. April statt. D r. W. wurde dabei erheblich a m K 0 p f e v e r l e t; t. Gegen Dr. B., der Unterarzt der Reserve ist, wird vor dem Kriegsgericht verhandelt werden.
□ Ein junger Gelehrter alsDieb bestraft. Der Assistent am chemischen Institut der W ü r z b u r g c r U n i v e r s i t ä t Dr. Runge wurde wegen Diebstahls eines PlatinsSchmelstregels zu 5 W 0 ch e n G e f ä n g n i ß verurteilt. Weitere in dem Institut vorgekommene Diebstähle bedürfen noch der Aufklärung.
Zusammen: Erwachsene: im vom
1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr
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Revision „ nMt, *
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Rot Ä*^tem
,n Rumänien ein.
ßin Mck blick auf den ostastatischen Krieg.
(Fortsetzung.)
Diese Unglücksnachrichten für die Russen wurden noch verschärft durch die geradezu klägliche Art und Weise, wie sie anr 10 Augnft ihr doch immerhin noch ganz ansehnliches Port Arthur-Geschwader nutzlos opferten. Ihre Panzer „Poltawas „Ssewastvpol , „PeveswjetB „Pobjeda", „Retwisan" und „Zäsarewttsch , bte Kreuzer „Askold", „Diana", „Pallada" und „Nowik" nebst acht Torpedobooten verließen unter Admiral Witthöst den Hafen, um, koste es, was es wolle, durchzubrechen und sich mit dem Wladiwostok-Geschwader zu vereinigen, welches ihnen entgegengefahren war. Die Japaner gingen mit sechs, L-chlachtschisten, elf Kveuzern und 30 Torpedobooten auf die Russen los und zersprengten in etwa achtstündigem Gefecht die russische Flotte vollständig. Der T 0 d des Admirals W i t t h ö f t machte dae Russen ganz kopflos. Arg zerschossen flüchteten „Zäsarewitsch und „Rvwik" nach Kiautschou, „Askold" nach Schanghai, -Diana nach Saigon, die übrigen russischen Schiffe gingen nach Port Arthur zurück. Schade um die prächtigen ru,fischen Schiffe, die nun in Port Arthur hilstos im Hasen von den Japanern zerschossen wurden. Die in die fremden Häfen geflüchteten russftchen Schiffe tourb-en alsbald abgerüstet, blieben aber so wenigstens Rußland erhalten. Rur der Kreuzer „Rowik" unternahm es, die Vereinigung mit dem Wladiwostok-Geschwader zu suchen,, wurde ober in Korssakowsk (Sachalins am 21'. August von zwm japanischen Kreuzern eingeholt und auf den Strand gejagt. Em ruirt^ scher Torpedobootzerstörer, der „Reschitelnii", welcher sich. nach Tschifu geflüchtet hatte, wurde von den Japanern aus diesem Hafen gewaltsam entführt. Am 14. August wurde auch das Wladiwostok-Geschwader von seinem Schicksal erreicht. Der iaM- nische Admiral K a m i m u r a faßte die Russen in der Korcastraße Lei der Insel Tsuschima. Rach fünfstündigem Kampfe mutzten „Roffija" und „Gromvbov" die Flucht ergreifen, „9timr dagegen sank. Die Mannschaft wurde größtenteils von den Japanern gerettet. .
Inzwischen? war man auch zu Lande sich wieder weiter au1 ton Leib gerückt. Port Arthur war schon seit Mitte August ziemlich eng cingeschlossen, die Festung verfugte über drei Verteidigungslinien: die erste war dre Lmie der Hauptforts, die zweite der Drakonowij-Rücken im Osten, die dritte Wolfsberg, Uglowaja-Berg imd die Takuschanforts. Trotz großer Verluste gelang es den Japanern die Berge zu nehnien, welche sich von der schwächsten Stelle der russischen Verleid icnmgslinien erheben, nämlich im Norden, an der Stelle, wo die Bahn und die Kais rstraße auf einer kleinen Ebene , durch die Berge Wen. In täglichen Scharmützeln gewannen die Japaner ständig an Terrain und begannen gegen Ende des Monats mit dem Heran- bringen ihres schweren Geschützes. In der, nördlichen Mandschurei hatte General Kuropatkin bei Liauiang in einer trefflich vor-
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Summa: 13(7) 10(7) 2. ..... J 1(1)
Slum.: Tie in Klammern fleleljten ^eben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Strcuite kommen.
2:1 gefallen — die PankeeS machen nämlich ein , Buchgeschäft" aus dem „Schwiegersohn" ihres Präsidenten--
ländlich, sittlich I Einem deutschen Mädchen würde so etwas entschieden peinlich sein.
• 10087 Millionäre. Wie der ,Allg. Fl.-Z." au? Newyork geschrieben wird, gibt es im ganzen 10087 Menschenkinder, die als Millionäre und Multi-Millionäre bekannt sind, und die ein Gesamtoermögen in Höhe von 9000 Mill. Dollars — 38 250 Mill. Mark besitzen. Die Vereinigten Staaten können allein 5 027 Millionäre ihr eigen nennen, die anderen 5060 hausen zum großen Teile in Europa. Zu den amerikanischen Millionären zählt auch eine Rothaut, mit Namen Meloin Dempsey, der in Alaska wohnt. Im Jahre 1846 gab e§ in Newyork 1 025 reiche Leute, die je ein Vermögen von etwa 100 000 Dollars hatten und 23, die sich Millionäre nennen konnten. Heute zählt die Stadt Newyork 1300 Dollar-Millionäre und Multi-Millionäre. Wohl der reichste Mann in Australien ist Sir Jovice Clarke, der eine Ranch im sWerte von 150 Mill. Dollars — 637Vg Mill. Mark besitzt. Abe Benley ist der Multi-Millionär Süd- Afrikas, derselbe ist so reich, daß eS ihm gar nicht darauf ankam, der Heilsarmee dortselbst 80 Mill. Acker Land zu schenken. Sir Thomas Lipton mit seinen 25 Millionen erscheint klein gegenüber Multi-Millionären wie Earl Gros- -venor, der über 80 Mill. Dollar verfügt, und dem Herzog von Norfolk, der eine tägliche Einnahme aus seinem Vermögen von 7500 Dollars (31875 Mk.) hat. Eine inter- effante Tatsache ist, daß Rußland 49 Millionäre zählt, Japan dagegen nur einen einzigen, den Mikado selbst. Im ganzen soll eS im Reiche des Mikado nur 44 Personen geben, die je über ein Vermögen von 250 000 Dollars (etwas über eine Million Mark) verfügen. Der amerikanische Bundes-Senator Clarke, der dem »Standard Oil-König" Rockefeller mit seinen 500 Mill. Dollars gegenüber sehr „arm* ist, hat aber doch noch mehr als Japans reichste Leute zusammengenommen. Dafür gibt es in Japan aber auch keine armen Leute, tatsächlich scheint in keinem Lande der Welt des Landes Reichtum so unter dem Volke verteilt zu sein, wie im Reiche des Mikado. Bisher galt der Kaiser von Rußland als der reichste Mann der Welt; sein Vermögen wird in der Statistik auf 1200 Mill. Dollars (5100 Mill. Mark) geschätzt; wo bleibt aber der Schah von Persien, der es sich leisten kann, allein in seinem Turban einen Edelstein zu tragen, der einen Wert von 4 Mill. Dollars (17 Mill. Mark) repräsentiert.
• Großen Kinderreichtum hat das Pensylvanische Ehepaar Depp in Allentopen auszuweisen: 18 Jahre verheiratet, beide 42 Jahre alt, haben sie 23 Kinder, worunter 6 Zwillingspaare und 19 Söhne.
• Der Friedensschluß. Wie sich's der kleine Sepp vorstellt:
,,D' Japaner, die san viel zu gut, Han all's verschenkt wie Russen, Bloß a bißel „Zachalirtt Hams b'halten gegen d'Russen!*
* Kleine Tageschronik. Der ehemalige Mitinhaber finb Cl^s des Bankhauses Eduard Rocksch Rachf. in Dresden, der Geh. Kommerzienrat Viktor Hahn, der zur Zeit in der Landesgefängnisanstalt zu Bautzen eine Gefängnis- strafe von 4 Jahren veichüßt, hat sich entschlossen, den ihm vcm König Albert verliehenen Titel eines! Geh. Kommerziell rats abzulegen und auf die weitere Führung desselben, mich nach verbüßter Straftat zu verzichten. — In dem an die Ce- cilienkirche angrenzenden Nonnenkloster zu Rom entstand Feuer, welches erst gelöscht werden formte, nachdem das Dach eingestürzt und vier Zellen ausgebrannt waren. — In der Premiermine in Jvha nnesburg soll wieder ein Riesen- Diamant gefunden worden sein. Er soll 460 Karat wiegen und fehlerlos sein. — In Posen wurde unter dem Verdacht der Engelmacherei die Tapezierfrau Nowacka verhaftet. Sie wird beschuldigt, mehrere Pflege kinder vergiftet zu haben. — Zwischen Annen und Witten fuhr ein Automobil gegen einen Baum. Die drei Insassen wurden leicht, der Chauffeur tödlich verletzt und das Automobil total zertrümmert. — In Moskau erschoß sich in dem Chambre garnie der Alhambra der Freiwillige eines Dragonerregiments, Alexander Ch 0 tinski, nachdem er vorher die 23 jährige L y d i a M eher erschossen hatte. Chotinski ist ein Neffe des Ministers Witte.
bereiteten Stellung Halt gemacht und erwartete so seinen Gegner. Die Japaner ließen sich ebenfalls Zeit und holten alle möglichen Verstärkungen Üferan, bis sie zum entscheidenden Schlage ausholten. Am 30. Martz begann endlich der Angriff. Lange schwankte die Wageschale unentschieden hin und her. Erst als es dem General Kirroki am dritten Schlachttage gelang, den Taitsiho zu überschreiten und bei Jentai den Russen in die Flanke zu fallen, geriet das russische Zentrum und der linke Flügel ins Wanken und wurde von den Generalen Oku und Nodzu zurückaeworfen. Der Widerstand der Russen, der sich unter Kuropatftns persönlicher Führung hauptsächlich gegen ben General Kuroki richtete, vermochte an der Entscheidung nichts mehr zu ändern. Am 4. September wurde Liaujang von den Japanern besetzt. Beide Heere hatten furchtbare Verluste erlitten, wenngleich hie Schätzungen zweifellos vieles zu hoch angenommen haben. Denn alles in ollem werden kaum mehr als 300 000 Mann im Kämpfe gewesen fein. Das ganze im Felde befindliche japanische Heer wurde damals nur auf 365 000 Mann geschätzt, die aber meist zur Deckimg der Etappenstraßen Verwendung finden mußten. Indessen hatten die Japaner inzwischen begonnen, durch Ausdehnung der Dienstzeit der Reservisten ihre Arviee wiederum um 200 000 Mann zu erhöhen. Mer auch die Russen schickten Armeekorps auf Armeekorps nach Ostasien und wenn man bedenkt, daß diese immense Leistung mir auf einem einzigen Schienenpaare bewerkstelligt werden mußte, dann muß man den russischen Ingenieuren alle Hochachtung zollen. Die Niederlage der Russen Bei Liaujang war feine so entscheidende gewesen, daß die Russen an eine Räumung Mukdens dachten. Sie verschanzten sich vielmehr vor Mullin genau wie die Japaner dies nun bei Liaujang taten und es hatte ganz den Anschein, als ob die beiden Heere hier, einander beobachtend, liegen bleiben würden. Nur die Vorpostengefechte erinnerten eine ganze Weile allein an die Kriegszeiten. Jetzt Begannen aBer mit einem Male die Nachrichten aus Port Arthur recht trübe zu lauten, das Geschick der Festung schien besiegelt und Kaiser Nikolaus wollte sich wohl nicht dem Vorwurf aussetzen, zur Unterstützung seiner bedrängten Helden in Port Arthur nicht alles getan zu'haben, was möglich toar. General Kvropatkin erhielt sonach den Auftrag zu einer energischen Offensive. Die Japaner buben diesen Auftrag allem Anschein nach eher er- fahoen, als Kuropatkin selbst. Sie waren so merkwürdig gut orientiert, und bereiteten den Russen, als diese am 8. Oktober den Schaho überschritten und auf Jentei anmarschierten, einen so warmen Empfang, daß die mit so großem Trara verkündete russische Offensive jämmerlich 'zusammenbrach. Nach fechstagigem beiden Ringen, bei dem die Russen ganz furchtbare Verluste betten — man spricht von 45 000 Mann, mußten die Russen über den Schaho zurückgehcn. Die nächste Folge dieser Schlachten und Unglücksfälle auf russischer Seite war eine Umgestaltung des Kommandos, General Kuropatkin wurde an stelle des Statthalters Alexejew zum Höchstkommandierenden zu Lande und zu Wasser in Ostasien ernannt. Außerdem wurde eine zweite und dritte Mandschurei-Armee gebildet. Man wollte auf diese Weise die Unterstellung allzugroßer Truppenmassen unter einen Führer allein vermeiden. Zum Chef der bisher von Kuropatkin befehligten ersten Armee wurde General Linewitsch, zu dem der zweiten Armee General Gripenberg und zu demjenigen der dritten Baron Kaulbars ernannt. Somit war Kuropatkin endlich hie nötige Willensfreiheit gegeben. Der Statthalter wurde sogar nach Petersburg berufen und zunächst durch Ernennung zum Mitglieds des Staatsrats kaltgestellt. Die nun wieder eintretende mehrwöchige Pause benutzten beide Gegner zur Verstärkung ihrer Stellungen.
Vor Port Arthur hatten die Japaner aber unterdessen wertvolle Erfolge erzielt. Am 23. September hatten sie die Lünette Kuropatkin erobert, welche zwei Kilometer vor der naupt- verteidigungslinie lag, und damit zugleich das Wasserreservoir besetzt, welches Port Arthur mit Trinkwasser versorgte. Nun begann die eifrige Tätigkeit mit den Laufgräben, während em oft tagelang unterhaltenes Bombardement die Stadt in Schutt und Trümmer legte. F-euerbrande legten die Häuser in Asche und die imglücklichen Bewohner Mußten in bombensicheren Erdhöhlen ihre Zuflucht suchen. Der Hunger rückte ein, Typhus und Cholera fielen auch noch über die Einwohner her.
(Schluß folgt.)
Arbeiterbewegung.
Dresden, 6. Sept. Nachdem heute zwischen den Arbeitern und der Direktion der Aktiengesellschaft Dachmaschinensabrik und Eisengießerei vorm. SeidelLNaumann eine Einigung erzielt wurde, roirb morgen der gesamte Fabrikbetrieb wieder ausgenommen.
Winterthur (Schweiz), 6. Sept. Bei der Gießerei Rio r schach bestand seit mehreren Wochen wegen Lohn- und Organisationsfragen ein Streik. Wiederholte Vermittlungsversuche durch den Regierungsrat Mächler schefterten an dem beiderseitigen Widerstand. Der Firma gelang es, aus Elsaß neue Arbeitskräfte zu gewinnen. Zwischen diesen und den Streikenden gab es schon in den letzten Tagen kleineve Zusammenstöße. Da der Stteik aussichtslos schien, herrschte große Erbitterung unter den Arbeitern. Die Ärbeiterunion veranstaltete gestern abend einen großen Demonstrationszug vor der Fabrik und Wirtschaft „Zur Traube",- wo die Streikbrecher logierten. Trotz Wmahnens der Führer und ttotz des Widerstandes der Kantons- und Ortspolizei wurde die Gießerei g e st ü r m t und zum größten Teil zerstört. Auch drangen die Demonstranten in die Wirtschaft „Zur Traube" ein, zerstörten Fenster und Türen, sowie das Mobiliar. Die Insassen mußten flüchten. Ter Auftuhr dauerte bis nachts ein Uhr. Durch Generalmarsch wurde nachts elf Uhr in St. Gallen das diensttuende Landwehrbataillon durch das Militärdepartement aufgeboten. Mit dem Nachtzug wurden zwei Kompagnien nach Rorschach befördert. Dev Chef des Polizeidepartements, Landammann Mächler, reiste sofort nach Rorschach, wo große Aufregung herrscht. Die Unter» . suchung wurde sofort eingeleitet. Es erfolgten mehrere Ver- . Haftungen. Der Schaden ist sehr bedeutend. — Wie der „Neuen Zür. Ztg." aus Rorschach gemeldet wird, /ollen die Urheber : der Unruhen italienische A n a r chisten sein.____________________
Der Rheinisch Westfälische Effettenmartt.
Mülheim tu d. Ruhr, 6. September 1905.
Dev Verkehr am Kohlenkuxenmarkte blieb auch heitte belanglos. Die Kurse sind kaum verändert. Nachfrage bcfteöt ür Augusta Viktoria zu stark erhöhten Preisen, ohne daß ent- prechend Angebot vorliegt. Ferner sind Freie Vogel und Unt verhasst' mehr begehrt. — Die Tendenz des Kalikuxewq Marktes ist für einige Ausbeutewerte als fest zu bezeichnen. Unter anderen konnten Burbach ihren Kurs um ca. 1000 ML erhöben. Ebenso liegen Carlsfund sehr fest um ca. 250 ML höher Von Mittelwerten Jobannashall etwas anziehend. Dop leichten Werten fanden in Königshall größere Umsätze zu stark "teigenben Preisen statt. Albrechtshall, Emilienhall, Hattorf, Hedwig, Neue Vereinigung und Ravensberg zu zum Teil gebesserten Preisen gehandelt. — Auf dem Erzkuxenmarkte bleibeuf Apfelbaumerzug, Callerstollen und Concordia Erz gefragt, Bi^ toria Erz gaben dagegen wesentlich im Kurse nach.___________
AmM aus i'tn Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde.
Getraute.
Matthäusgemeinde. Den 17. Aug. Heinrich Karl Otter, ein Witwer, Schaffner zu Gießen, und Elisabeth Horst, Tochter deL verstarb. Weichenstellers Konrad Horst zu Niedergemünden. — Den 19. Aua. Jakob Bauer, Installateur zu Neustadt a. d. Hardt, und Sophie'Altvater, Tochter des Bautechnikers Friedrich Jakob Altvater zu Gießen. — Ten 20. August. Ludwig Steinhäuser, Kaufmann zu Gießen, und Else Henriette Karoline Wilhelmine Margarete Katharine Seuling. Tochter des Archiietten Louis Seuling zu Gtiefcen. — Markusgemeinde. Den 17. Aug. Johannes Weitzel, Bahnarbeiter zu Gießen, und Anna Margarete Schmitt, Tochter des verstorb. Landwirts Philipp Schmitt IL zu Zwing en berg. — Lukasgemeinde. Den 19. Aug. Adolf Louis Trümpert, Großh. Gerichtsaffeffor in Butzbach, und Auguste Margarete Ida Hedwig Köhler, Tochter des Großh. Forstmeisters Adam Köhler zu Gießen. — Den 20. Aug. Karl Wilhelm Masur, Schuhmacher, und Karoline Geelhaar, Tochter des verstorbenen Müllers Andreas Geelhaar.
Getaufte.
MatthäuSgemeinde. Den 17. August. Dem Kutscher August Velke eine Tochter, Auguste, geboren den 20. Juni. Den 18. August. Dem Kalkulator Richard Wagner ein Sohn, Friedrich Otto, geboren den 8. September. Ten 20. August. Dem Bäcker Heinrich Mombergcr eine Tochter, Elisabeth Ernstine, geboren dsr 5. Juni. Denselben. Dem Taglöhner Peter Theis ein Sohn, Wilhelm Albert, geboren den 26. Juni. Denselben. Dem Schuhmacher Adam Döbus ein Sohn, Friedrich Johannes Adam, geboren bett 27. Juli. Den 27. August. Dem Schneidermeister Johannes Eckett eine Tochter, Anna Verona Johanna, geboren den 6. August. Denselben. Dem Taglöhner Florenz Goffelmeyer eine Tochter, Martha Margarethe, geboren den 4. Juni. Den 28. August. Dem Arbeiter Albert Schmidt ein Sohn, Albert Michael, geboren den 1. Juni. — Markusgemeinde. Den 20. August. Dem Schriftsetzer Karl Heinrich Noll ein Sohn, Willy Peter Berthold Heinrich, geboren den 17. Juni. Denselben. Dem Gastwirt Karl Loth ein Sohn, Ernst Ludwig, geboten den 17. Mai. Denselben. Dem Packmeister Johannes Stehling eine Tochter, Emilie Mari«, geboren den 21. März. Ten 27. August. Dem Taglöhner Otto Rausch ein Sohn, August, geboren den 30. Juni. — Lukasgemeinde. Den 20. August. Dem Weichensteller Eberhard Schmidt ein Sohn, Helmut Wilhelm Eberhard, geboren den 26. Juli. Denselben. Dem Hilfstelegraphisten Karl Geitz ein Sohn, Erich Heinrich Konrad Karl, geboren den 28. Juli. Denselben. Dem Sattler Johann Georg Giesecke eine Tochter, Emma Luise, geboren den 17. Juli. — JohanneSgemeinde. Dem Gärtner Karl Göbel eine Tochter, Marie Auguste Gertrude, geboren den 6. August. Denselben. Dem Buchhalter Adolf Hahn eine Tochter, Käthe Luise Henriette Johanna, geboren den 4. April. Denselben. Dem Großh. Staatsanwalt Fritz Hoo? eine Tochter, Auguste Minna Lisa Else Hildegard, geboren den 22. Juni. Den 27. August. Dem Mechaniker Heinrich Fritzler ein Sohn, Friedrich, geboren den 27. Juli.
Beerdigte.
Matthäusgemeinde. Den 18. Aug. Theodor Wilhet» Enz, Sohn des Eisendrehers Karl Enz, 1 Jahr alt, starb bat 10. Ang. — Markusgemeinde. Den 22. Aug. Anna Helene Müller, Tochter des Anstreichers Jakob Müller, 4 Jahre alt, starb den 22. Aug. — Den 23. Aug. Karoline Habenicht, Renttere, ledig, 80 Jahre alt, starb den 20. Äug. — Den 24. Aug. Dorothea Hörig, geb. Klos, Ehefrau des Schreiners Otto Hörig, 34 Jahre alt, starb den 22. Aug. — Lina Elise Achenbach, geborene Wagner, Ehefrau des Müllers Christian Achenbach, 28 Jähre alt, starb den 21. Aug. — Den 30. Aug. Wilhelm Schweitzer, Sohn des Taglöhners Heinrich Schweitzer, 1 Jahr alt, starb den 28. Juli. — L uka s- gemeinde. Den 5. Aug. Gustav Fresenius, Oberamtsrichter i. P., 75 Jahre alt, starb den 2. Aug. — Den 15. Aug. Rudolf Spich, Apotheker, 43 Jahre alt, starb den 12. Aug. — Den 17. Aug. Karl Georgi, Kaufmann, 52 Jahre alt, starb den 14. Aug. — Den 26. Aug. Elisabeth Seth, Tochter des Fuhrmanns Ludwig Sech, 15 Jahre alt, starb den 24. Aug. — Johannesgemeinde. Den 27. Aug. Karl Malkomesius, Metzger, 74 Jahre alt, starb bett 24. August.
cm Jlorenze Fcrresl, bi! ygamic in Untersuchung de Vierzigerin, die niil , > Eisenbahnbeamten; zu« ner hat, kennt aber nur antrag glaubt annehm i 16mo( geheiratet fut. 85, verlieh ihren jta einem Monat
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