Ausgabe 
7.8.1905 Zweites Blatt
 
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cingctroficn.

Kursbericht

Frankfurt a. UI., 6.

4 % Öesterr. Goldrente . . 101.60

für Kinder, Kranke,Genesende. Verhütet

u.beseitigtiDiarrhoe, Brechdurchfall, Darmkatarrh. |

Die Direktion.

4% 40/8 4% 30/

3°/0 Mexikaner . . 41 li'l.i Chinesen . . Electric. Set uckort . Nordd, Lloyd . .

Kroditsktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handolsges Oestorr. Staatsbahn . Lombardei; . . .

Gotthardbahn . . .

Laurahütte . , .

Booham .... Uarponer . . .

Stnatschatzscbeine . schwächer.

Ungar. Goldrente Italien. Rente , Portugieser I , Portugiesen. III

67.45

67.60

88.80

134.60

55.50

44.35

3Vao/o 3-Vd 3'/,°/° S°/o W/n

. 96 65 . 138 50 . 131.30 . 209 30

193 80 . 145.90 . 159 50 . 17100 . 14450 . 18 90

ist unbekannt.

Paris, 6. Äug. DerTenrvs" meldet aus Longlvy: Gerade als die Einigung zwischen den Gruben­arbeitern und den VergwcrkSdiret'toren nahe bevor« zustehen schien, zerstörten Ausständige aus Saulnes die Mineneisenbahn.

Paris, 7. Lug. Nach Washingtoner Privatmeldungen, konnte Witte sich mit den japanischen Delegierten Ko­ni u r a und T a k a h i r a, die einigermaßen deutsch sprechen, unterhalten. Die japanischen Militärattachces können mit den russischen ohne Beihilfe die Unterhaltung in! deutscher Sprache führen. Das Schriftstück, welches! die japanischen Bedingungen enthält, wird von Witte mit der Erklärung übernommen werden, daß seine prinzipielle Gegenäußcrung in den nächsten 24 Stunden schriftlich er­folgen werde. Für die Delegierten wurde in PortSmouth ein besonderer Sicherheitsdienst eingerichtet, weniger aus Besorgnis vor Gewaltakten gegen ihre Person, als aus Furcht, daß ihnen wichtige Dokumente gestohlen werden/ könnten.

G e n f, 6. Äug. Heute wurde der 1. internationale Kon­greß für Anatomie eröffnet. An diesem nahmen 260 Personen teil, darunter die Vertreter der großen Vereinig­ungen Deutschlands, Frankreichs, Englands, Amerikas und Italiens. ,

Warschau, 7. Äug. Eme Eifersuchtstragödie, hat sich auk dem der Gräfin Soltan gehörigen Gute Biltsche in der Provinz Wolhvnicn abgespielt. Der 18jährige Zögling Krasuski hatte sich in die Kousine der Gräfin, eine hervorragende Schönheit, verliebt. Auf einem Spaziergangs kam es zu einer Eifersuchtsszene. In höchster Erregung e r, ch o ß der junge Mann seinen Erzieher, den War« chauer Studenten Konopahki, richtete dann die Schußwaffe aus das junge Mädchen und beging Selbstmord. Die junge Gräfin trug schwere Verletzungen davon.

O y st e r b a h, 6. Äug. Als die V e r t r e t e r Japans und Rußlands heute zusammentrafen, reichten sie ein- ander die Hand: ebenso herzlich war die Begrüßung, als sie auScinandergingen. Die Japaner sprachen sich sehv befriedigt über das Zusammentreffen aus.

Wir ersuchen diejenigen Besitzer von Anteilscheinen der Gesellschaft Seltcrssprudcl Augusta Viktoria m. b. H. zu Selters a. L., welche die zur Wahrung ihrer Rechte benötigten gerichtlichen oder notariellen Sitten uns behufs Eintrag in das GcscllschaftSregister noch nicht vorgelegt Haven, dies umgehend zu tun. Diejenigen Käufer von An­teilen, welche über ihren Kauf noch keinen notariellen oder gerichtlichen Akt errichtet haben, wollen in ihrem eigenen Interesse dies gemeinschaftlich mit dem bctr. Verkäufer alsbald tun und uns diesen 2lkt zwecks Eintrags in daS GescllschaftS- registcr einsenden.

Selters-Sprudel Augusta Viktoria

G. m. b. H.

Selters a. d. Lahn.

Anernst Offizielle Schlusskurse.

- - - . 68 55

1 % Unif. Türken . . . Türkenlose......

49<J Griech. Monopol.-Anl.

101.25

90.20

101.35

90.40

100.85

99.50

in WilhelmShöhe eingctroffen.

Ruppertsecken (Pfalz), 7. Äug. Der Tagelöhner Wilhelm hat seiner 18jährigen D t i c f t o.ch t c r den Hals durch geschnitten. Dieselbe war sofort tot. Darauf schnitt er sich selbst den Hals durch. Das Motiv der Tat

. 262.50

. 249.40

. 220 25

. 100.90

Kus Slsdi und Amid.

G i e ß en, 7. August.

** Auszeichnungen. Dem Eisenbahnstationsein- nehmcr a. D. Fcußner zu Gießen wurde der königl. preuß. Kronenorden 4. Klasse, dem pensionierten Eisenbahn­lokomotivführer Ferdinand Schul zu Friedberg und dem pensionierten Eisenbahnweichcnstellcr Adam Vingel zu Ebcrstadt im Kreise Gießen, bisher zu Groß-Karben, das Allgemeine Ehrenzeichen vom König von Preußen verliehen.

Ein falsches Gerücht. DieDarmst. Zig." schreibt:Wie wir mit Sicherheit erfahren, ist die Rachrich, daß der Groß Herzog die Zusamenkunft des deut­schen Kaisers und dcS Kaisers von Rußland ver­mittelt habe, vollständig aus der Luft gegriffen.

* Gustav Landmann. Heute, am 7. August sind, so schreibt man unS, 30 Jahre vergangen, seit der damalige erste evangelische Stadtpfarrer Gustav Landmann zur ewigen Ruhe eingegangen ist. Sein Andenken zu ehren hat vor Jahren der Stadtvorstand einer Straße zwischen Grünbcrgcr- und Licherstraße den NamenLandmannstraße" beigclegt.

Reiohnanleihe do.

Konsole .

do. , , Hessen Oberhesson

4l/,% äussere Argentiner

Tendenz:

Kriginar-Draktmeldungen.

Berlin, 7. August. Ucber eine angeblich geplante Reform der Abgangsprüfungen an unseren höheren Lehranstalten sind verschiedene Gerüchte im Umlauf, die ich dahin verdichtet haben, daß die Unterrichtsverwaltung beabsichtigt, in den oberen Klasicn den Unterricht in ge­wißer Hinsicht fakultativ zu gestalten und das Abiturienten-Examen dann auf die obligatorischen Fächer zu beschränken. An maßgebender Stelle werden diese Gerüchte als ein Niederschlag der Debatten bezeichnet, die bei der Beratung des KultusctatS im Landtage stattgefunden haben und in denen eine größere Bewegungsfreiheit für die Schüler der oberen Klassen der höheren Lehranstalten ge­fordert worden war. Das Ministerium steht diesen Forderungen keineswegs schroff gegenüber. Es wird aber nicht beabsichtigt, eine wesentliche Aenderung in den grundlegenden Be­stimmungen über das Abiturienten-Examen eintreten zu laßen.

Kassek, 7. Aug. Tie Kaiserin ist von Kabinen

Hande: und Kerker. AoUswlNschair.

100 Kg. ab hier. ......

fei Frankfurt a. M., 7. Aug. (Tclegr. Orag.-Berlcht des Gieß. An»/). Amtliche Notierungen der heutigen Vie hm ar ft- preise. Zum Verkaufe standen: 115 Ochsen, 184^nit§ Ocn» reich, 7 Bullen, 3 aus Oestreich, 658 Kühe, Fersen, stiere und Rinder 0 aus Oestreich, 133 Kälber, 000 Schafe und Hammel, 1489 Schweine, 0 Ziegen, o Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für lOOPsund Schlachtgewicht: Lchscnl. Qualität 7o-8OMk., 2. Qual 6870 Mk., 3. Qual. 6466Mk.; Bullen l.Qual. 63 bis 65 Mk., 2. Qual. 6063 Mk.; Kühe 1. Qual. 7072 Mk., 2.Qual. 64-66 Mk., 3. Qual. 5052 Mk, 4. Qual. 4749 Mk., 5. QUal. OO-OOMk. Kälber: l.Qual. 83-87Psq., Lebendgewicht 4o-48 Pf., 2. Qual. 7580 Pfg., Lebendgewicht 4447 Psg., 3. Qual 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 60-63Psg., Schafe: l.Qual. 72-74, 2. Qual. 6-1-66 Pfg., 3. Qual. 0000 Pfg.: Schweine 1. Qual. 73OO Pfg., Lebendgew. 74.50 Pfg., 2. Qual. 73 Pfg., Lebendgewicht 57.0000 Pfg., 3. Qual. 6668 Pfg., Lebendgewicht 0000 Psg. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh gut/ kein Ueberstand.

Oertel fuhr fort:

Wie der Riese Anthäus stark war, so lange er mit den Füßen die Erde berührte, so wird Deutschland stark sein, so lange das deutsche Volk gegründet ist auf den deutschen Acker. Eine andere Quelle der Kraft ist die deutsche Art. Sie bekundet sich. in Tracht, Mundart, Häuslichkeit, Wohnung, Frömmigkeit. Leider sicht man, das; viele Dauern die einfach schmucken Bauernhäuier verachten und nach Schema F sich moderne Bauten, errichten. Vleiben wir auch beim Bauen bei der deutschen heimischen Art. In der Volkstracht steckt noch deutsches Wesen, deutsche Ueberliefer- ung, darum muß sie erhalten werden. Es ist ein auffälliges Zeichen, das; da, wo' (mc Volkstracht noch herrscht, auch da? deutsche Wesen noch kräftig ist. Unsere Sprache ist die schönste und reichste der Welt, sie wird leider verunziert, verhunzt durch französische, englische, lateinische Brocken und sieht wie ein bunter Bettelrock aus. Dahinter steckt das Protzentum unechter Bildung. Haltet fest an der reinen deutschen Sprache, haltet fest an der Mundart, in ihr lebt die urwiichsige Volks­sprache, sie ist der ewig sprudelnde Dorn unserer Sprache: die Mundarten sind die Baumeister der Muttersprache. Die innere Art, der deutsche Geist ist schlicht, ernst, treu und wahr. Ernst ist der Grundzug deutschen Wesens, der Deutsche verachtet den Schein und die Pose. Schon der Römer Taeitus rühmt deutsche Art und hält sie den Römern als ein Muster vor. Das deutsche Familienleben ist ein Kraftguell des Volkes, und selbst ein Bismarck schöpfte in schweren Stunden neue Kraft im Kreise seiner Familie. Das deutsche Wesen verlangt Treue zum Fürsten, zum Kaiser. Die Fürstentreue ist dem deutschen Volke angeboren und wenn einst der Heerruf ertönt, dann werden auch die jetzt Verführten folgen. Der Deutsche vermeidet byzantinische Wedelei, er ist mannhaft, ausrichtig, wahrhaft auch den Fürsten gegenüber. Der Deutsche ist treu seinem Gott, die deutschem Stämme wurden die Träger des Christentums, die christlichen Feste, Weihnachten, Osten:, Pfingsten sind deutscher Art. Der deutsche Bauer muß fromm sein, oder er wird nichts fein, denn er geht bei seinem Herrn in Kost. ,2er deutsche Hammer and Pflug müssen geschützt iverden von Kaiser, gesegnet von Gott, llnd wenn un§ aucb noch schwere Aufgaben, auch in politischer Beziehung, nach außen bevorstehen, so wird cs für die deutschen Bauern allezeit heißen:Mit Gott für Kaiser und Waterlan d." , ,

Richt cndcnwollendcr, lebhafter Beifall und Hochrufe wurden dem Redner für seine begeisterten, patriotischen Worten zuteil. Die Zuhörerschaft, die während des Regens wacker ausgehalten hatte, zählte etwa 1500 Mann, auch Kreisrat Dr. Melior-Msfeld befand sich darunter.

Es sprachen noch die Landtagsabg. Hirschel über Gc- nossenschaftsgeist und Bundestreue und Köhler-Langs­dorf über die Verschmelzung des Hess. Bauernbundes mit dem Bund der Landwirte.

taasabgeordneten Korell der Versammlung voraestellt und mit brausenden Hochrufen begrüßt. Kopf an Kopf gedrängt stand die Menge im Garten, um dem gewandten Redner zu lauschen. Er führte aus:

Ich hin gern zu dmr treuen Hessenvolke gekommen, iw freue mich über die gesegneten Fluren und Gaue, über die schönen Orte. Doch die Zeit ist trübe, weite Kreue urneres .Vaterlandes haben eine schlechte Ernte zu erwarten durch Miß­wuchs, Hagel und Unwetter: wolkeuschwer ist auch der politische Himmel, daS Säbclrasseln jenseits der Vogesen hat zwar wieder aufgehört, doch der Reid unserer englischen Vettern gönnt uns die Weltstclliing nickt, die wir uns mühsam emmnm haben. Der Besuch in der Ostsee ist gewii; kein freundschaftlicher art, man will uns zeigen, was für ein gefährlicher Fcmd England ist Dagegen haben wir nur das Gefühl absoluter Wurstigkeit und Gelassenheit. Sic sollen die 11 eber-eilgilng gewinnen, daß wir den Krieg nicht wollen, aber auch nicht furchten und un^ nicht in die Ecke drücken-lassen. Das tonnen wir, wenn tujr un» ber alten deutschen Kraft bewusst fein wollen und -'die Quelle deuticker Kraft ist der deutsch: Ache und die deutsche Art . Der Acker ist das Fundament der wirtschaftlichen Kraft, er schafft m ledem Jahre neue Werte, unser tägliches Brot. Wenn der deutsche Acker und der Bauernstand die nötige Pflege und Beachtung erhalt, wird er unser Volk ernähren. Der große Volksfrennd Friedrich ^,i st vergleicht das allgemeine Wirtschaftsleben mit einem Gebäude: der Grundstock, das Fundament, ist die Landwirtschaft, er tragt das Stockwerk des Handwerks, dann das Stockwerk der Industrie und endlich des Handels. Sie alle müssen brechen, wenn die Landwirtschaft fällt. Künstliche Stützen des Gebäudes find die Handelsverträge. Der Acker ist auch die Quelle der politischen und körperlichen Kraft. Untere Seit braucht cm starkes Geschlecht; Feinde drohen von außen und innen. Wer soll denn das Vater­land retten? Ta muß die Landwirtschaft helfen. Vergleicht man die Aushebungszifser zwischen Berlin und Ostpreußen, wie gewaltig ist bann die Kraft des Bauernstandes, er liefert unS die tüchtigen Soldaten, in ihm liegt die Volkskraft. Das lehe ich ja auch hier, hier die reckenhaften Gestalten, die roten Wangen, die Frische des Körpers, dort das entnervt: Geschleckt der 0-roß- stadt Würde ihm nickt das Land sortgfi"t neue Kräfte, neues Blut zufenden, das Geschleckt würde voll tändig veröden, ver­kümmern, darum ist der Acker hie Grundlage der Volkskraft. (Lebhafter langanhaltender Beifall.)

Untcrbeffen hatte ein strömender Regen emge.etzt, und Dr. Oertel wollte seine Rede auf kurze Zeit unter­brechen; aber die begeisterten Zuhörer baten einstimmig um Fortsetzung und hielten Kopf an Kopf gedrängt aus.

Damit wurde auch anerkannt da? segensreiche Wirken de§ Mannes auf dem Gebiet der inneren Mission. Was Land­mann als schlichter, herzendringender Prediger, als über-- zeugungstrcuer guter Mensch ohne Furcht und Tadel gewesen, ein Vorbild edelster, humanster und bis zur äußersten Grenze selbstlosester Gesinnung, was er so in den 20 Jahren seines hiesigen Wirkens an Armen und Kranken getan, daS lebt mit herzlichem Dank fort in Allen, die ihn gekannt haben. Weil untere raschlebige Zeit oft schnell vergißt, auch oft sich selbst zuschreibt, was andere vor langen Jahren vorbereitend und grundlegend gewirkt haben, deshalb werde heute Gustav Landmanns Gedächtnis erneuert. Zwei Marmorkreuze be­zeichnen auf dem alten Friedhof die Stätte, wo er mit seiner Gattin der Auferstehung entgegenbarrt. Hebet sein Leben und Wirken gilt der Spruch, der auf Justus FeuerbornS (} 1656) Grabstein in der al'.-n Friedhofskapelle steht:Ein treuer Diener seines HeylandS Jesu Ehristi".

** Freie Turnerschaft Gießen. Am gestrigen Sonntag veranstaltete, wie uns geschrieben wird, die Freie Turnerschaft ihr diesjähriges Sommerfest. Um' 3 Uhr war Abmarsch vom Brandvlatz, an dem sich der Gesangverein Eintracht"-Gicßen mit Fahne und auch Turngenossen aus Heuchelheim und Ockershausen beteiligten. Bald nach der Ankunft des Zuges entwickelte sich auf dem Festplatze lPuwerniühle) ein reges Treiben. Das Fest war gut be­sucht. Turnerische Aufführungen, Bretzelverteilung, Kinder­spiele mit Preisverteilung, Preisschießen, sowie Tanzver­gnügen wurden veranstaltet. Beim Eintritt der Dunkelheit wurde der Festplatz durch Lampions schön beleuchtet. Tie Aufstellung der Pyramiden sand außerordentlichen Beifall. Ten Schluß bildete eine Fackelpolonaise.

Warnung vor gefährlichen Spielen. Ein Junge, der ungelöschten Kalk in eine Flasche füllte und Wasser dazu goß, erlitt durch die hierdurch herbeigeführte Explosion schwere Verletzungen. Wir machen alle Eltern auf die in der heutigen Nr. unseres Blattes enthaltene Bekannt, machung des Großh. Polizeiamts aufmerksam, die eine ent­sprechende Warnung enthält.

4/b% Oesterr. Silberrento . 101.35

~ 98.00

Märkte.

sth.) Gießen, 5. Aug. cVi ehmarktberickt.^ Der dies- wöckige Viehmarkt hatte einen Vorrat von ca. 1100 eturt Groß­vieh. 250 Kälbern und 600 Schweinen. Diesmal war die Kund­schaft von Rhein, Main, Mosel und Sieg reckt zahlreich an den Markt gekommen, um den Bedarf zu decken. Beim Vormarkt war die schwarzbunte Milckware wieder sehr knapp, weshalb die Käufer für Kühe auf den eigentlichen Markt angewiesen waren Infolgedessen war auch das Geschäft in dieser Gattung Vieh reckt gut und die für gute Ware schon hohen Preise vom letzten Markt frogen noch etwa? an. Auch die Nachfrage nach etten Rindern war besonders stark; schwere junge Tiere waren ür Frankfurt, Mainz und die Badeorte gesucht, so daß, da das 9(ngc5ot die Nachfrage nicht deckte, hohe Preise angelegt werden mußten. Ta schlachtreife Ware in jungen Kühen nicht mn Markt war, wurden ältere fette Tiere für die Orte an der Lahn willig angekauft. DaS lbe r g e s ch ä ft war weniger gut. Es fehlten diesmal die Käufer dafür vom Main und Rhein, doch lag Bedarf für die Badeorte in der Nähe vor, so daß die knappen Preise des letzten Marktes sich wenigstens behaiipten konnten. DaS Geschäft in Gcmgvieh, in welchem ca. 30 Paar in teilweise prächtigen Gespannen aufgefahren waren, ließ sich diesmal sehr gut an. Käufer aus dem Moselgebiet erwarben über die Hälfte des Vorrats, während der Rest, weniger schwere Paare, nach der Sieg abgingen. Das Geschäft in Schweinen machte sich wieder nur langsam, die Tiere waren sehr hoch im Preise, so daß die Reflektanten im Kauf sich zurück hielten; dock konnte der Heinere Vorrat geräumt werden. Gehandelt wurden: Kühe frischmelkend und tragend per Stück 1. Qual. 400 bis 475 Mark besonders schwere Ware bis 525 Mk., 2. Qual. 325 bis 380 Mk., 3. Qual. 260 bis 300 Mk. Verkauft wurden pro Zentner Schlachtgewicht: junge fette Rinder 1. Qual. 71 bis 73 Mk, 2. Qual. 68 bis 70 Mk., Kälber 1. Qual, über 50 Pfund Schlachtgewicht 7072 Mk., 2. Qual. 6366 Mk., 3 Qual. 5659 Mk. Gaugochsen wurden verkauft daS Paar 1 Sorte 850950 Mk., 2. Sorte 750800 Mk., 3. Sorte GaO bis 700 Mk Die Preise für Schweine blieben die des letzten Marktes. Nachdem auch in Oesterreich die Preise für schlacht­reife fette Ochsen, durch die starke Nachfrage aus Deutschland bedingt, in die Höhe gegangen sind, mußte sich der unternehm» ungsüchtige Viehhandel nach einem anderen Produktion?gebiet umtun, um den mitteldeutschen Fleisckmarkt mit Schlachtvieh zu versorgen, fyür das Gießener Schlachthaus bestimmt, traf in dieser Woche der erste Transvort sogenannten Weidviehe» von der deutsch-dänischen Grenze ein, welches unsern heimischen Metzgern pro Zentner Schlachtgewicht, Rinder zu 72 Mk., Ochsen zu 75 Mk, al-gegeben wevdeu konnte. .

fc. Frankfurt a. M., 7. Aug. (Orig.-Telegr. de?65ietien. An,.") AunliebeNotiei-imgen der heutigen Frnchtniarklpreise. Weizen Mk. 00.0000.00, Kurbessiscker Mk. 00.0000.00, La Vlata SW. 18.0018.75, Kansas Mk. 00.00-00.00, Roggen < hiesiger) Mark 14.5014.75, Gerste (Metterauer) Mk. 00.0000.00, Franken- felder Mk.00,0000,00, Hafer Mk. 14.5016.00, MaiZ Mk. 12.5013.50 Weizenmehl 0 Mk. 26.75-27.75, 2. Qualität Mk. 24.7o bis Mk. 25.25, 3. Qualität Mk. 22.o023.00, Noggemnehl 0 Mk.22.7523.25,1. Qualität Mk. 20.2520.7o, Weizenkleie Mk. 10.00 bis Mk. 10.50, Nogaenkleie Mk. 11.50-12.00, Maiskeime Mk. 10.50 bis Mk. 11.00, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.0000.00. Alles per

otal-Ausverkauf

Hermann Katz, Mäusburg 5

Tetepta M.

Mein gesamtes Warenlager wird, um schnellstens zu räumen ausserordentiscls SsiSSäg ausverkauft. c7.

N ESTLES Kinder.

I mehl.