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7.10.1905 Zweites Blatt
 
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Nr. 236 Zweites Blatt. 155. Jahrgang

Samstag 7. Oktober 1905

Erscheint tSgNch mit Ausnahme de« Sonntags.

DieStttzener LamMenblStter- werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der IHW4H Lüvdsirt" erscheint monatlich einmal.

Eichener Anzeiger

Rotationsdruck und Verlag der Brüblichen UniversitätSdruckerei. R. Lange, Greß«,

Redaktion, Expedition u.Druckerei: ®d)uHh.T, Tel. Nr. bl. Telegr^Ädr.» Anzeiger Gieße».

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

Die Kompottjchüffet des Arbeiters.

Wir veröffentlichen folgende Zuschrift an uns, obwohl wir ihr in manchen Einzelheiten nicht zustimmen:

Die Mitteilung derZukunst" von einer Bemerkung des Kaisers zur Sozialreform:Die Kompottschüssel des Arbeiters sei nun d o IP, ist bisher nicht demen­tiert worden. Daß bedeutet selbstverständlich nicht, daß eine kaiserliche Aeußerung so oder ähnlich gelautet hat, aber e8 wird immerhin nicht der Sinn, der Charakter der Aeußerung bestritten. Doch auch abgesehen von dem Fehlen eines Dementis besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, daß der Kaiser diese Auffassung zu erkennen gegeben hat. (? D. N.) Der Kaiser spricht in markanter Form aus, was sehr Viele denken. Es ist tatsächlich die Ansicht weiter Kreise, daß die Sozialreform in Deutschland zu ausschließlich und zu ein­seitig auf die Arbeiter zugeschnitten wird. Caprivi sagte als Reichskanzler, er frage sich bei jeder Maßregel, wie sie auf die Sozialdemokratie wirke. Aehnlich ist fast in allen ©to­bten der Sozialreform gefragt worden, wie sie auf das Los ber Arbeiter, und nur der Arbeiter, einwirke.

In Deutschland ist gewiß ein großes Maß ar­beiterfreundlicher Gesinnungen vorhanden. Die -lagen der Arbeiter über ihre gedrückte Lage, ihre Sorge um die Sicherstellnng von Weib und Kind haben empfäng­liche Herzen gefunden. Das Mitgefühl regte sich allenthalben, und es wurde ein Wetteifer entfaltet, woran ebenso sehr die Parteien wie die Regierung teilnahmen, durch die Arbeiter­schutzgesetzgebung Abhilfe zu schaffen. Daß nicht mit einem Schlage die Besserung herbeigeführt werden konnte, ist selbst­verständlich. Jedenfalls ist sehr viel geschehen, auch auf dem Gebiet der Reform der direkten Steuern. Unsere Industrie hat, auf die Gefahr hin, von den Jndustcieen anderer Länder überflügelt zu werden, die gewaltigen Kosten dieser Gesetzgebung auf sich nehmen müffen; der Mittel­stand hat eS neidlos mit angesehen, daß seine eigenen Röte die wahrlich nicht gering sind! zurück stehen mußten, daß dem Arbeiter und immer wieder dem Arbeiter geholfen wurde.

WaS ist das Ergebnis von alledem? Mit dürren Worten: die Unzufriedenheit ist größer als je zuvor. Der einzelne Arbeiter mag ehrlich zugeben, daß zur Verbesse­rung seiner Lage viel geschehen ist; die Gesamtheit wird e8 niemals zugeben. Jeder Fortschritt in der Arbeiter­schutzgesetzgebung ist durchgesetzt worden nicht mit der Unter­stützung derjenigen, denen der Fortschritt nützen sollte, sondern mit ihrer entschiedenen Gegnerschaft. WaS immer vor­geschlagen wurde, eS war nicht das Richtige, eS war nicht das, was die Arbeiter brauchen konnten.DaS sollen Wohl­taten sein? DaS ist eine Last!" So klang eS in vieltausend- stimmigem Chor. Rur die parlamentarischen Führer der Arbeiterschaft waren im Besitz deSallein echten Ringes"; sie einzig und allein hatten das richtige Rezept in der Tasche, dem Patienten eine unverwüstliche Gesundheit zu geben. Daß eS viele Wege nach Rom gibt, und daß eS schon etwas be­deutet, ein Ziel zu erreichen, auch wenn die Pfade dorthin nicht jedem zusagen, das ließ man nicht gelten. Entweder so, wie wir es wollen, oder garnicht. Die Arbeiterschutz­gesetzgebung ist gegen den Willen der Arbeiter erfolgt. Eine ganz ähnliche Bewegung sehen wir gegen die ArbePer- WohlfahrtSeinrichtungen mit rasch wachsender Stärke sich entfalten. Früher hieß eS:

Die Industriebetriebe können nur Gewinne einheimsen. Ob der Arbeiter in menschenwürdigen Behausungen^lebt, ob ihm das bescheidene Glück versagt bleibt, sich an einem G ä r t ch e n zu erfreuen, ob er Lebens mittel zu teuren Preisen kaufen muß, ob er sich die Erfrischung eines Bades, den Genuß eines guten Buches gönnen kann das alles ist den Unter­nehmern gleichgiltig 1"

Nun, diese Einrichtungen wurden begründet, mit sehr beträchtlichen Mitteln so nett und behaglich als nur möglich geschaffen, freigebige Stiftungen und außergewöhnliche Spenden brachten die Arbeiterkolonien auf einen so hohen Stand, daß mancher Bürger Gott danken würde, könnte er mit den Seinen in nur ähnlich freundlichen Verhältnissen leben. WaS wird jetzt gesagt? Diese Wohlfahrtseinrichtungen haben nur den einen Zweck, dem Unternehmen zn dienen, sie sind eine Schlinge für den Arbeiter, die chn an die Scholle feffelt und ihn verhindert, einen anderswo sich bietenden günstigeren Verdienst zu bekommen. Diese Einrichtungen müssen bekämpft werden I

Ist e§ ein Wunder, daß angesichts aller Anzeichen, daß es schlechterdings unmöglich ist, den Arbeitern es recht zu machen es sei denn, daß man den Führern Blankovollmacht erteilt, die allgemeine Glückseligkeit herzu- stellen, die sicher nur zu bald ebenso grimmige Opposition Hervorrufen würde ist es ein Wunder, daß im Bürger­tum, dem immer wiederTodfeindschaft" angesagt wird, die Neigung schwindet, noch mehr auf den Tisch hinzustellen, die Kompottschüssel" noch mehr zu füllen? Außer den Arbeitern gibt es im deutschen Vaterlande noch Millionen und abermals Millionen anderer Leute, die recht sehr nach der Hilfe der Allgemeinheit ver­langen, und denen die Sozialreform keineKompott­schüssel", allenfalls ein Schälchen mit Brot, hingesetzt hat! Im Mittelstand herrscht auch viel Not und Elend. Der kleine Handwerker, der Inhaber eines kleinen Ladens, der Kopfarbeiter in den verschiedensten Be­rufsarten usw., sie kämpfen vielfach einen weit härteren Kampf um § Dasein, als der Arbeiter, der am Schluß der Woche seinen Lohn in Empfang nimmt. Und wenn der Staat sich mehr nm diese Vernachlässig­ten bekümmert, so können die Arbeiter ja nur erfreut sein, daß die Gesetzgebung sie für eine Weile nicht durch Laten belästigt.«

Unlitische Tagesschau.

Verstimmung zwischen Karlsruhe und Berlin.

Zu dem Besuch des Prinzen Max von Baden beim Reichskanzler Fürsten Bülow in Baden-Baden er­fährt einer unserer Korrespondenten, daß er der Beseitigung einer neuerlichen Verstimmung zwischen den Höfen von Berlin und Karlsruhe gegolten haben soll. Ter'Grund zu den seit einigen Wochen bestehenden Meinungsverschieden­heiten, so schreibt er uns, lag auf militärischem Ge­biete. Vor den Manövern fand in Berlin die feierliche Weihen neuer Fahnen statt, wobei auch die Fahne eines badischen Truppenteils mitgeweiht wurde. Die Nagelung dieser Fahne soll abweichend von der preußischer Fahnen vorgenommen worden sein, nachdem hierüber Erörterungen zwischen Berlin und Karlsruhe geschtvebt hatten. De^r Groß- herzog von Baden war der Meinung gewesen, daß er allein die Fahnenweihe für seinen Kontingent vorzunchmcn be­rechtigt gewesen sei. Eine Folge dieser Meinungsverschie­denheiten war, daß der E r b g r o ß h e r z o g von Baden den Kaisermanöver n in letzter Stunde fern blieb, obwohl sein Kommen schon angesagt war und obwohl die badischen Truppen an den Herbstiibungen teilnahmen.

Die Zunahme der Anwälte und die großen Städte.

Ai an schreibt uns:

Es wurde kürzlich statistisch festgestellt, daß die Zahl der Richter in Deutschland sich in den letzten 22 Jahren um 25 Prozent vermehrt I tt. In derselben Zeit hat aber' die Zahl der Anwälte nt Deutschland in einem unver-- gleichlicl) größerem Maße zu^cnommen, nämlich um mehr als 80 Proz., also um über das dreifache. Seit der Einführung der freien Advokatur, also feit 26 Jahren, be­trägt die Vermehrung der Anwälte sogar über 90 Proz. Aehnlich wie bei den Richtern haben die beiden letzten Jahre etne stärkere Vermehrung auch bei den Anwälten gebrockt, als die vorangegangenen Jahre. Freilich ist auch hier die Zunahme bei den Anwälten relativ größer, nämlich 8,3 Proz., während sie bei den Richtern 3,6 Proz. betrug. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß die Vermehrung der Richterstellen eine dringende Notwendigkeit war, weil die Zahl der Richter der gesteigerten Arbeitslast nicht ent­sprach und auch heute noch nicht entspricht; die Anwälte aber könnten die auf ihren Stand entfallende Arbeit leisten, auch wenn sie sich in den nächsten zehn Jahren nicht um einen einzigen vermehrten. Daß, wahrend die Vermehrung der Zahl der Anwälte einige Jahre fast stagnierte, jetzt wieder eine rapide Zunahme zu konstatieren ist, erflärt sich einfach daraus, daß seit mehr als einem Jahrzehnt die Zahl der Studierenden der Jurisprudenz außer­ordentlich gewachsen ist; die Studien in Akzeß je drei Jahre dauern, so macht sich dieses Anschwellen der Studierenden bei den Assessoren und Anwälten erst seit einigen Jahren wieder geltend; in den nächsten Jahren wird es damit noch schlmuner werden, selbst wenn die Zahl der Studierenden wieder zurückgehen sollte. Ja größer aber die Zahl der Asiessoren wird, desto nrehr von ihnen müssen zur Anwaltschaft übergehen, weil die Justiz, die Verwal­tung und die städtischen Körperschaften doch nur einen begrenzten Teil der Assessoren verwenden können.

Die -starke Vermehrung und damit dieUeberfüllung der Anwaltschaft tritt schon ziemlich stark ber uns in Gießen, wie überhaupt in Hessen und besonders Ober­hessen das Städtchen Nidda zählt z. B. nicht weniger als drei Anwälte, am schärfsten aber in einer Anzahl großer Städte zutage- Berlin, München, Dresden, Leipzig, Hamburg, Köln, Frankfurt a. M. und Breslau zählen zusammen nicht weniger als 2401 An­wälte; da es rm deutschen Reiche 7863 Rechtsanwälte gibt, so haben also diese acht großen Städte mehr als 3 0 Prozent des gesamten Bestandes an Anwälten. In Berlin hat binnen 26 Jahren die Zahl der Lbrwülte sich von 141 auf 946 vermehrt; es hat also nahezu eine Bersieben- fachung stattgeftmdcn. No,h hat die moralische Qualität des Anwaltstandes durch die Hypertrophie in den Groß­städten verhältnismäßig toenig gelitten, aber wenn es mit dieser Ueberfüllung so weiter gehen sollte, wie besonders in den letzten Jcchren, bamt scheint Gefahr im Verzüge.

Keer und Ilotie.

Jung Deutschland zur See" ist der Titel eines vom Deutschen-Flottenverein herausgegebenen Albmns. Es enthält 10 in Kunstdruck ausgeführte Bilder unserer Kriegsschiffe, worunter sich von jeder Klasse ein Vertreter befindet. Aus der Innenseite des Umschlags befindet sich eine Liste der Kriegsschiffe, woraus alles Nähere über Größe, Bestückung, Panzerung und Besatzung re. zu ersehen ist. Das Ganze bildet ein vorzügliches Nachschlagewerk. (Deutscher Verlag, Berlin SW 11).

Alis Alaöl und Land.

Gießen, 7. Oktober 1905.

* Der Konzert-Verein ersucht un8 nochmals, da­rauf hinzuweisen, daß keine Verlosung der Sperrsitze stattfindet. Die Mitglieder sind vielmehr freundlichst ersucht, vom Montag, den 9. d. M. ab, laut dem bei Ernst Challier ausliegenden Plane, sich die gewünschten Plätze auszuwählen. Der erste Platz erhält die zwei ersten Reihen sowie die stets besonders begehrten Eckplätze mit drei daneben liegenden Plätzen.

** Aus dem Bureau des StadttHeaters. ES sei auch an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß morgen Sonntag, den 8. Oktober, die erste Wiederholung des Kaufmann von Venedig" stattfindet. Darstellung wie Ausstattung haben vor dem ausverkauften Hause der Er­öffnungsvorstellung so allgemeinen Beifall gefunden, daß auch die morgige Wiederholung sicherlich ein volles Haus finden wird. Es sei bei dieser Gelegenheit erwähnt, daß auch aus­wärtige Blätter, wie Frankfurter Zeitung, Frankfurter Generalanzeiger u. a. m., sehr anerkennende Berichte über die hiesige Eröffnungsvorstellung brachten.

" E i n kleinerRad unfall ereignete sich am Freitag mittag kurz nach 6 Uhr in der Plockstraße. Ein jugendlicher Radfahrer in Uniform stürzte vor dem Bach'schen HauS so unglücklich von seinem Rad, daß er sich nicht wieder erheben konnte und in den Bach'schen Laden getragen werden mußte. Später wurde er in einer Chaise in seine Wohnung verbracht.

* Zur Militärturnanstalt wurde für den Kursus vom 1. Oktober 1905 bis Ende Februar 1906 Leut­nant Heßler vom hiesigen Infanterieregiment zur Aus­bildung kommandiert.

ha. Allendorf a. d. Lahn, 7. Okt. Morgen, Sonn­tag, den 8. d. Mt§., nachmittags, wird Pfarrer Volp von Laubach im hiesigen Zweigverein des Evang. Bundes einen Vortrag halten.

Goßfelden, 5. Okt. Gestern nachmittag stürzte ein Dienstmädchen, das in einer Scheune zu tun hatte, so unglücklich von einer Leiter herab, daß eS sich am Kopfe unb, am Arme schwere Verletzungen zuzog. An dem Auf­kommen der Verrmglückten, die, wie es heißt, einen Schädel­bruch daoongetragen haben soll, wird gezweifelt. (H. Ldztg.)

4- Büdingen, 5. Okt. Gestern nachmittag blieben die Bewohner einiger Straßen ohne Trinkwasser. Es waren die WafferleitungSrohre, da, wo sie über die Pfeiler der alten Brücke am Marktplatz führen, gebrochen. DaS Aufsinden des RohrstrangeS war sehr schwer, da kein genauer SituationSplan von der Wafferleitung besteht. Glücklicher­weise konnte in der Nacht der Schaden hergestellt werden.

(B. A. Anz.)

W. Worms, 6. Okt. Aus Anlaß des heutigen 25- jährigenJubiläumsderSchutzmcrnnschaft fand im festlich geschmückten Rathaussaale ein Festakt statt, an welchem die Spitzen sämtlicher Behörden teilnahmen. S. K. H. der Großherzog hat aus diesem Anlaß dem Vor­stand der Polizeiverwaltung Worms, Poli^eikommissar Ludwig Bischoff den TitelPolizeiinspektor", dem Poliffei- sekretär Wilhelm Orth zu Worms und dem Polizerrevter- kommissär Johannes Greb zu Worms die Krone zum «Sil­bernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.

Marburg, 5. Okt. Gestern abend, bald nach Durch-, fahrt des Personenzuges Nr. 778, fanden Bahnbedienstete in Km. 58,8 zwischen den Stationen Schlierbach und Treysa einen Mann zwischen den Geleisen, der schwere Ver­letzungen im Gesicht aufwieS. Derselbe ist aller Wahr­scheinlichkeit nach von der Plattform eines Wagens des Personenzuges 778, auf der er sich unerlaubterweise auf» gehalten hat, herabgefallen und so zu Schaden ge­kommen. Er ist alsbald nach der Anstalt Hephata überführt worden, wo er jedoch heute verstorben ist. Der Ver­unglückte ist nach einer anderen Meldung der Lehrer a. D. OchS in Homberg a. d. E.)

ss Biedenkopf, 6. Sept. In dem nahen Dörfchen Eifa wurde gestern das zweijährige Söhnchen des Land­wirts Reibert durch einen infolge eines Windstoßes um» geworfenen Torflügel in Gegenwart seines Vaters er­schlagen. Der Tot trat sofort ein.

Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Märkte.

Gießen, 7. Okt. Marktbericht. Auf heutigem Wocbenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 1.101.15 Mk., Hühnereier 1 St. 8S Via. 2 Stck. 0000 Pfg., Gänseeier 1500 Pfg., Enteneier 67 Pfg Käse vr. Stck. 68 Pf., Käfematte2Stck. 56 Pfg. Erbsen vr. Liter SlPfg^ Linsen pr. Liter 82 Pfg., Tauben vr. Paar 0,800,90 Mk., Hühner pr.St. 1,001,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,801,80 Mk., Enten pr. Stück 1,802,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 6075 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfd. 7282 Pfa^. Kuh-und Rindfleisch pr. Pfund 7072 Pfg., Schweine- fieisch pr. Pfund 7686 Pfg., Schrveinefieffch, gesalzen, pr. Pfund 90 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 7080 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 5076 Pfg. Welsche per PfundKartoffeln pr. 100 Kg. 4,505,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 5,006,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepsel per Pfund 10 bis 25 Pfg., in Körben 00 Pfg., Nüsse 100 Stück 3540 Pfg., Zwetschen per Zentner 67 M., Birnen per Zentner 8 bis 10 Mk. Weißkraut 0,080.10 Mk* Marktzeit 82 Uhr.

Gießen, 6. Okt. Biehmarkt.- Bei dem am 3. und 4. Okt. d. Js. stattgehabten Markte waren aufgetrieben 1148 Stück Rindvieh, 715 Stück Schweine. Der nächste Markt findet am 24. und 25. Oktober statt; am letzteren Tage auch Krämermarkt.

Familien-Nachrichten.

Gestorben. Herr Karl Rohl, Hirzenhain.

Wetter

Bew. Himmel

Höchste Temperatur am 6. Oktober + 11,96 C.

Niedrigste6. 4- 6,19

Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

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