sF. G.-A.)
Schäferschen Diebstahl verhaftet.
r
4%
3=7
Portugiesen. HI
4°/6 äussere Argentiner
Tendenz: sehr schwach. Lombarden fest
Ungar. Goldrente Italien. Rente .
Litteratur 911, Versdichtungen Völkerkunde 26, qraphien 36, Technologie 58, Gesundheitslehre Wissenschaft 7,
3Va”/0 yio 3Vto/o 3°/n
3V2%
97.90
105.80
68.90
68.55
90.90
139.80
3% Mexikaner . A1lsr'/h Chinesen . Electric. Sehnckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . .
Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsgeg Oesterr. Staatsbahn Lombarden , . Gotthardbahn , , Laurahütte . . Bochum . . . H arpener . . .
Staatschatzscheine
. 267.50
. 254.00
. 291.40
. 100 40
nicht zu finden.
Mainz, 6. Sept. Unter dem Vorsitz des Abg. Molthan fand gestern eine zahlreich besuchte Zentrumsversamm lung statt, in welcher der neuernannte Generalsekretä der hessischen Zentrumspartei, Neuwiem, über den Straß burger Katholikentag berichtete. Der Vorsitzende berichtete dann über die bevorstehenden Landtagswahlen und den hessischen Katholikentag in Mainz. Für letzteren werden umfassende Vorbereitungen getroffen. Abg. Molthan beleuchtete dann die politische Lage in Hessen, indem er namentlich die Bekämpfung aller Gegner de§ direkten Wahl- rechts bei den nächsten Wahlen als oberstes Ziel setzte. Auch Abg. Prof. Schlenger beleuchtete die Taktik der Gegner des direkten Wahlrechts. Der neue Generalsekretär wird in der nächsten Zeit in einer größeren Zahl von Landgemeinden
1 % Unif. Türken . . , Türkenlose......
4% Griech. Monopol.-Anl.
das 5 Mill. Fr. aufgebracht haben soll, hofft man indes, drei Fortführung be3 Betriebes sichern zu können.
Der Uckermärker Tabak hat sicherlich seine Verehre^ die ihn zu schätzen wissen. In ihrer in Schwedt a. O. abgehaltcnm Aussichtsrats- und Vorstandssitzung stellte die Uckermärkische Tabak- Venvertungs-Genosscnschaft den zu erwartenden Iabresgewrnn auf etwa 53 000 Mk. fest, wobei der Wert der vorhandenen Tabakbestände zu Preisen eingesetzt wurde, die bei dem wirklichen Verkauf noch einen weiteren Nutzen mit Sicherheit erwarten lassen.
E r z - K u x e.
F e r n i e. Angebot 4800, Nachfrage 4750. Ausbeuten und Zu» büßen 1903: 225; 1904: 300.
Märkte.
e. Groß-Umstadt, 6. Sept Ter im Jahre 1904 inS Leben gerufene Pferde - und Fohlen markt wird in diesem Jahr am Donnerstag, den 21. Sept, abgehalten werden. Gleichzeitig findet der seit Jahren hier eingebürgerte Herbst-Fasel- u n d Z u ch t v i e h m a r k t statt. Die Anmeldefrist für Pferde und Fohlen läuft am 12. Sept, ab Der Markt ist für Züchter aus Starkenburg, für Händler ist er unbeschränkt.
H ö ch st a. M., 6. Sept. Der Arbeiter Narcis Kl a i b e r aus Nied und der in Kriftel wohnende Arbeiter Gustav Schröder hatten sich gestern abend solange in den Kneipen umhergetrieben, daß Schröder den letzten Zug versäumte. Auf den Vorschlag Klaibers ging er darum mit nach den Weiden am Mainüfer, um dort zu übernachten. Als Schröder nun ein geschlafen war, fiel Klaiber über ihn her und suchte ihn zu ermorden, indem er ihm eine 15—20 Zentimeter lange Schnittwunde am Halse und eine Stichwunde am Hinterkopfe beibrachte. Auf das Hilfegeschrei des Ueberfallenen eilten Leute herbei, worauf Klaiber davonlief. Gr wurde heute morgen verhaftet. Man glaubt, daß es sich um einen Raubmordversuch handelt, da K. wußte, daß Sch. noch 14 Mk. bei sich hatte. Die Verletzungen des Sch. sind nach dem Höchster Kreisblatt lebensgefährlich.
fc. Kassel, 6. Sept. In der Kastenalsgasse spielten Kinder mit einer aus dem 3. Stock herabhängenden Leine, an der Waren emvorgezogen wurden. Aus Scherz legte sich ein fünfjähriges Mädchen die Leine um den Hals, und ein Knabe zog es bis zum 2. Stock empor, da er nicht sehen konnte, was an der Leine hing. Das Mädchen fand dabei den Tod.
** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Auf dem Hauptbahnhof Frankfurt werden ant Fweitag, dem Tage der K'aiservarade, 70 Sonderzüge abfahven oder einlaufen. — Wie der ,,Ztg. f. d. Dilltal" mitgeteilt wird, ist der Feldhüter Friedrich Hof von Mandeln, welches am 9. Juli von einem wutverdächtigen Hunde gebissen wurde, an Tollwut erkrankt. Hof war seinerzeit trotz eifrigen Zuredens nicht zu bewegen, sich zum Zwecke der Schutzimpfung nach Berlin zu begeben. — Ein schöner Fund wurde in einer Familie zu Wetzlar gemacht. Beim Verspeisen einiger Austern sand man in einer von ihnen eine prächtige Perle. Der Fund dürfte einen nicht unansehnlichen Wert darstellen.
. 68.70 . 98.00 . 137 80 . 134.70 . 212.40 . 195.40 . 151.20 . 165 70 . 172.80 . 144 30 . 22.20
Kunst und Wissenschaft.
— Gerhart Hauptmann und der Münchener Theaterintendanturpvsten. Eine seltsame Meldung bringt, angeblich „aus verläßlicher Quelle", ein Wiener Blatt. Darnach habe noch bis vor kurzem zu denen, die den Ehrgeiz fühlten, Nachfolger Possarts zu werden, auch Gerhart Hauptmann gehört. Dein Dichter batte daran gelegen,, seine „ästhetischen und dramaturgischen Ideen" nun auch „in die Praxis" umzusetzen, und nur durch die energischen Vorstellungen seiner intimen Freunde sei er Von feinem Vorhaben wieder abgebracht worden. — Diese Nachricht klingt so unwahrscheinlich, daß wir ihr zunächst keinen Glauben schenken.
— InRiva (Südtirol) ist am 6. September der Schriftsteller Karl voUi Heigel gestorben. (Heigel, geb. 25. März 1835 in München, hat sich als Verfasser von tüchtigen, recht lesenswerten Romanen bekannt gemacht, in denen ein starkes Künstwissen und feines Kunstempfinden zu tage trat. Ihre Tendenz war öfter kulturkämpferischer Art. Er ist lange Zeit einer der Vertrauten des Königs Ludwigs II. gewesen und hat zahlreiche Dramen geschrieben für die vielbesprochenen Separat- Aufführungen vor Ludwig II. D. Red.)
Burg hatte sich viel Publikum angesammelt, welches den Fürsten mit lebhaften Hoch- und Hurrarufen begrüßte. Der Großherzog bleibt bis Somstag in Friedberg.
** Person alten. S .K. H. der Großherzog haben den Kreisamtsgehilfen bei dem Kreisamt Bensheim, Löffler, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner treu geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt. — Der Kreisamtsgehilfe bei dem Kreisamt Schotten, Wingefeld, wurde zum Kreisamtsgehilfen bei dem Kreisamt Bensheim, und der Bureau- gehülfe Rüffert aus Höchst i. O. zum Kreisamtsgehilfen bei dem Kreisamt Schotten ernannt.
•• Auf der Durchreise. Heute früh um 7.51 Uhr passierten I. K. Hoheiten der Kronprinz und die Kronprinzessin vonPreußen sowie Prinz Ei tel Fried ri ch von Preußen im Sonderzug auf der Reise von Berlin nach Homburg die hiesige Station. Den hohen Herrschaften wurde von der Bahnhofsrestauration ein vorher bestelltes Frühstück in den Wagen gereicht. Im fahrplanmäßigen Zug 8.02 Uhr befand sich S. K. H. Prinz Heinrich von Preußen auf der Reise von Kiel nach Homburg.
*• Die Kaisertage in Homburg und Koblenz. Der Kaiser und die Kaiserin werden am Sonntag, 10. d. M., 3y4 Uhr nachmittags von Homburg nach Koblenz Weiterreisen, wo die Ankunft um 6*/4 Uhr abends erfolgt. Das Kasserpaar und der Kronprinz werden im dortigen Schlosse Wohnung nehmen, dagegen wird die Kronprinzessin weder nach Homburg noch nach Koblenz kommen. Auch der Großherzog von Hessen kommt nicht nach Koblenz. Die Prinzen Eitel Friedrich und Adalbert werden beim Geheimrat Spaeser, Prinz Albrecht von Preußen im Hotel Bellevue und der Generalfeldmarschall Prinz Leopold von Bayern beim Kommerzienrat Oswald Wohnung nehmen. Heber die Abreise des Kaiserpaares von Koblenz, die für den 16. September geplant ist, sind definitive Bestimmungen noch nicht getroffen.
— Oeffentliche Lesehalle. Im August wurden 1655 Bände auSgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende
Zeitschriften 282, Jugendschriften 234, 29, Litteraturgeschichte 7, Länder- und
Kulturgeschichte 11, Geschichte und Bio- Kunstgeschichte 7, Naturwissenschaft und Seewesen 10, HauS- und Landwirtschaft 7, 8, Religion und Philosophie 6, Staats-
Sprachwissenschaft 6, Fremdsprachliche?
achter es a!5 ihre Pflicht, die Grund- und Hausbesitzer in ihren Forderungen nach gerechter Besteuerung nnd in ihren Bestrebungen nach zunehmender 'Entschuldung bezw. einer Gesundung des Jm» mobiliar-Kreditwesens nachdrücklich zu unterstützen: die Vereinigung hat die Pflege der Interessengemeinschaft zwischen städtischem und ländlichem Mittelstand als eine ihrer wichtigsten Aufgaben anzusehen/
Frankfurt, 6. Sept. Oskar Käser, der gestern verhaftete Einbrecher, scheint einen guten Magen zu haben. Bei seiner Visitation wurden ihm drei Trauringe, ein Brillantring, ein Klümpchen Gold und Geld im Betrage von 5—6 Mark, Silbergeld und Kupfergeld, abgenommen. Der Beamte legte alles in den .Hut des Einbrechers, der ge- esselt war. Als ihm der Beamte einen Augenblick den Rücken Zehrte, benutzte Käser den Moment und verschluckte eine ganze Anzahl dieser Gegenstände. Er muß das blitzschnell gemacht haben. Der Beamte war maßlos erstaunt, als er den Hut zur Hälfte leer fand. Käser aber lächelte sehr vergnügt. — Während seiner Flucht hat er schon einen Ring verschluckt. — Die Polizei hat Pfandscheine beschlagnahmt, welche hier verkauft worden sind und aus Gießen stammen. Es wurde festgestellt, daß dort aus dem Schäferschen Einbruch stammende Uhren und Ringe versetzt worden sind. — Heute vormittag nun wurde ein fünfter Verdächtiger beim
Reichsanleihe . . 100.80
do. ... 89.80
Konsole .... 100.80
do......89.70
Hessen .... 100.—
sprechen.
Wiesbaden, 6. Sept. Der deutsche Verband für das kaufmännische Unterrichtswesen hat heute morgen seinen diesjährigen Kongreß hier begonnen. Der Kongreß ist zahlreich besucht. Heute finden nur Ausschuß- Sitzungen statt. Der eigentliche Kongreß beginnt morgen.
Wiesbaden, 6. Sept. Auf der Chaussee nach Schlmrgen- dab wurde dem hiesigen „Generalanzeiger" zufolge durch das Automobil Nr. 1320 ein schwerer Unfall herbetgeN-IUt Ter mit zwei Herren und drei Damen besetzte Wagen fuhr direkt auf das Fuhrwerk eines Gemüsehändlers zu, das Pferd fcheute und rannte mit dem Wagen die steile Böschung tznunter. Der Wagen wurde zertrümmert und die Ladung vernichtet. Der Besitzer des Fuhrwerks und dessen Tochter trugen an Köpf und Armen schwere Verletzungen davon.. Auch das Pferd wurde nicht unerheblich verletzt. — Gestern nachmittag rannto em Auto- mobil in der Rheinstraße gegen einen Straßenb ahn fragen. Der Chauffeur blieb unverletzt, doch wurde das Automobil fo schwer beschädigt, daß es ßiira) ent Droschkenpferd fortgebracht werden mußte.
Frankfurt, 6. Sept. Die Generalversammlung bet deutschen Mittelstandsoereinigung nahm über die Entlastung des Haus- und Grundbesttzes folgende Resolution an:
.Die wirtschaftliche Grnvve der Haus- und Grundbesitzer m Stadt nnd Land, welche an sich nnd m Ansehung 'brer engen Begehungen zum nnttelstandlichen Erwerbsleben znrn Mittelstand zu rechnen ist, leidet unter drückender steuerlicher Belastung und durch' Ichnittlich zu hoher Verschuldung; die Mittelstandsvereinigung er-
40/0 _______________
3% Portu(ries°r I
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7. 6^*6«-!
3tei§.
>e (paarweise): Leopold, Nidda, ehttnk
Irbeitsschläge
S. Michel, Gießen, 2, 6I5ge(pa«n»eil#j i rf, Gießen, 2., A. M oe, einzeln: z., 2L Frensdorf, Gie^ ae, einzeln: ja. Frensdorf Gießen, 5 - ckstadi, t. Preis. 2bans U-, ^Kns Konr. Kerner,.
arweift.
Hofmann,
Wer, AU" Vst, ü&SsS
31/, % Oberhessen . . . —.— 4% Oestorr. Goldrento . . 101.75 4l/s% Oestorr. Silberrente . 101.30
Nniverstläls-Hlacsirichlen.
hc. Darmstadt, 6. Sept. Dem Privatdozenten für Geodäsie und astronomische Ortsbestimmung an der Technischen Hochschule zu Darmstadt, Dr. phil. Paul Gast aus Wiesbaden, wurde die Abhaltung der Vorlesung ^Praktische Geometrie für die Studierenden der Architektur und des Maschinenbaues" bis auf weiteres übertragen.
— In Rohrbach bei Heidelberg starb nach langem Leiden der ordentliche Professor der alttestamentlichen Theologie an der Berliner Universität Dr. Friedrich Baethgen.
10 Bände. Nach auswärts kamen 31 Bände.
** Tie Onckensche Bibliothek. Soeben erhalten wir die Nachricht, daß die hinterlassene wertvolle und umfangreiche Bibliothek unseres jüngst verstorbenen verehrten Mitbürgers, des Geh. Rat Professor Dr. Oncken, käuflich in den Besitz der hiesigen I'. Rickerschen Universitätsbuchhandlung übergegangen ist. Auf die wertvolle und interessante Bibliothek später noch einmal zurückzukonrmen, behalten wir uns vor.
•• Bibliothek und Archiv deS Klosters Arnsburg. Gegenwärtig weilt in Laubach, wie uns von dort geschrieben wird, auf längere Zeit der Unioersitätsbibliothekar Dr. Ebel ans Gießen. Er beschäftigt sich mit dem Studium des gräflichen Archivs zum Zwecke der Bearbeitung von „Kloster Arnsburgs in dem Sammelwerke „Die historischen Kunstdenkmäler Hessens-, in welchem er, gemeinschaftlich mit Prof. Dr. Sauer, den Kreis Gießen übernommen hat. Bekanntlich sind aus Kloster Arnsburg die dortige Bibliothek und das Archiv seinerzeit in das Laubacher Schloß verbracht worden.
Darmstadt, 6. Sept. Der sozialdemokratische Parteivorstand hat in seinem Bericht für den Parteitag in Jena die Taktik der Genossen in Mainz und Darmstadt bei den Stadtverordnetenwahlen im Herbste getadelt unb „die Kompromisse mit den Gegnern bedenklich« genannt. Der Reickstagsabg. Cramer hat nun an den Parteivorstand ein Schreiben gerichtet, in welchem er be st reitet, daß die Darmstädter Genossen außer dem Spott auch noch den Schaden gehabt hätten. Bei der vorletzten Wahl hätten sie auf Grund desselben Kompromisses zwei Kandidaten durchgebracht, auch bei den letzten Wahlen habe ihre Stimmenzahl zugenommen. Für eine rein sozialdemokratische Liste sei in Darmstadt die nötige Anzahl Kandidaten
Telephonischer Kursbericht,
Frankfurt » H., 7. Septbr. 1905.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Boranssichtlichc Witterung in Hessen für Freitag, beft 8. September 1905: Wolkig, kühler, stellenweise Gewitter.
Näheres durch bie Gießener Wetterkarte.
Kriqinat-Dralitmeldnngen.
B erlin, 7. Sept. Der „Verl. Lok.-Anz." meldet au« Dar* es-Salaam: Die M i s s i 0 n s fta t i 0 n Massassi itnirbe nach Mzug der Missionare von Mba unb Mursel mit Hilfe treuer Wavao gehalten, wobei 28 Rebellen getötet wurden. Die Aufständischen, die Vieh aus der Station Kilossa geraubt hatten, wurden von dem Oberarzte Brunn mit nur zehn Soldaten geschlagen. Das Vieh wurde zurückerobert; 50 Feinde wurden getötet. , . ~
Kassel, 7. Sept. In der Segeltuchweberer Fröhlich und Wolff streiken 150 Weber wegen Entlassung eines Arbeiters.
Hamburg, 7. Sept. Eine Versammlung der aus^ ständigen Glasergesellen beschloß den Generalstreik.
Hamburg, 6. Sept. Bei einem auf Raboisen wohn» haften, kürzlich aus der sittenpolizeilichen Kontrolle entlassenen Frauenzimmer, welche wegen Brechdurchfalls in das Eppendorfer Krankenhaus übergeführt wurde, ergab die bakteriologische Untersuchung, daß es sich um Cholera handelt. Sämtliche Personen, mit welchen die Erkrankte während der letzten Tage in Berührung gekommen war, wurden unter ärztliche Kontrolle gestellt, ihre Wohnungen desinfiziert und alle Vorsichtsmaßregeln getroffen. Die Ermittelung über einen Zusammenhang mit den bereits gemeldeten Erkrankungen sind noch nicht abgeschlossen. Weitere verdächtige Erkrankungen sind nicht vorgekommen.
Paris, 7. Sept. Nach einer Meldung, die der „Matin" aus Newhork erhält, befindet sich unter den Passagieren des in Newtwrk eingetroffenen Dampfers „Kaiser Wilhelm" Herr Flint, welcher von der russischen Regierung mit dem Ankauf von K'riegsschiffen beauftragt sein und über den Verkauf der argentinischen Kriegsflotte an Rußland verhandeln soll.
Wien, 6. Sept. Die Gesamtzahl der in Galizien' biSher beobachteten Cholerafälle beträgt sieben, von denen drei tödlich und drei mit Genesung verliefen unb ein Kranker noch in Behandlung ist.
Budapest, 7. Sept. Infolge eines Wortwechsels zwischen' dem Gutsbesitzer Alexander I e s z e n s k v und seinem Pächter, einem früheren Offizier namens Ludwig Müller, fand ein Siäbelduell statt. Müller wurde an Kops, Hals und.am Bauch verwundet. Auf das Halt der Sekundanton ging Müller dennoch auf Jeszensky los und verwundete ihn durch einen Hieb auf den Kopf schwer. Gegen Müller wird Strafanzeige erstattet.
Petersburg, 7. Sept- Durch einen kaiserlichen Erlaß wurden Kontreadmiral Neboaatow und die Kapitäne, welche die Panzerschiffe „Imperator Nikolai I", „Admiral Ssen- jawin" und „Oleneral-Admiral Apraxin" befehligten, unter Verlust des Dienstgrades und unter Anwendung der Bestimmungen des Marine-Strafgesetzbuches ans dem Dienste entfernt. Auf den Bericht über die U'eberaabe der genannten Panzerschiffe unb des Panzerschiffes „O r el" schrieb der K'aiser den Befehl, alle anderen Offiziere dieser Schiffe bei ihrer Rückkehr nach Rußland v 0 r G e r i ch t zu stellen. Betreffs des Kommandanten deS „Orel" soll die Ausführung des Befehles aufgeschoben werden, bis ein genauer Bericht emgeaangeit ist über die Umstände, unter denen der Kapitän den Befehl über den ,.Ovel" von dem schwerverwundeten Kapitän, der vorher das Schiff befehligte, übernahmt
Baku, 7. Sept. In Bala'ch'anh sanden nacht? heftige Straßenkämpfe statt. Unter den (Getöteten beftnbat sich viele Russen und einige Deutsche. In Balachanv und Bibi-Bybad stehen die Häuser in hellen Flammen. Die Reservoire von Rothschild sind niedergebrannt. Das Zeughaus wird von Tataren gestürmt.
Athen, 6. Sept. lHavas.) Wegen einer hier erfolgten" Beschlagnahme von vier Koffern, in denen sich kleine Bomben befanden, war eine Untersuchung eingeleitet. In ihrem Verlanw wurden in dem Keller einer kleinen armenischen Kirche zahlreiche Bomben, Gewehre und wichtige Schriftstücke entdeckt. Es' handelt sich um eine große revolutionäre Vereinigung von Armeniern, deren Ziel es ist, ein Einschreiten der Mächte zu gunsten ber Armenier herb ei zu führen. Man glaubt, daß noch andere Niederlagen bestehen. Eine Anzahl von Ver- Haftungen wurde vvrgenommen
Tanger, 7. Sept. Ein Beamter der französi^ scheu Telegraphengesel'lschäft wurde gestern früh, als er am Meeresstrande mit der Ausbesserung eines schadhaften Stückes eines Kabels beschäftigt war, von Leuten des Angorastammes angefallen, die ihn mißhandelten und ihm die Kleider vom Le.be rissen und ihm sein Maultier und sein bischen Geld, das er bei sich trug, raubten.
Tiflis, 6. Sept. Der Gouverneur in Elisabetpol be- richtete, daß Einwohner des Torfes Minkond von herum- ziehenden Tataren nieder gemacht wurden. Auch andere Dörfer würden von ihnen belagert. Der Gouverneur erbat die Entsendung von Truppen, um die Ruhe wiederherzustellen.
Kerichtssaak.
# öanau, 6. Sept. Vor dem Schöffengericht hatte sich gestern ber sozialdemokratische Stabtoerorbnete Hoch wegen Beleibigung von elf bürgerlichen Mitgliebern ber Stadtverordneten Versammlung zu verantworten. Die Anklage gründet sich auf die in einer Sitzung des Stadtverordneten- kollegiums ausgestellte Behauptung Hochs, die betreffenden Stadtverordneten hätten bei einer Vorlage wider besseres Wissen abge-> stimmt, ferner auf zwei nach der Vermutung der Kläger von Hoch verfaßten Artikel der Frankfurter „Volksstimme", in denen die gleiche Beleidigung enthalten war. Die Debatte in der Stadtverordnetenversammlung, wobei die beleidigenden Aeußerungen gefallen sind, betraf eine Vorlage über den Bau von Arbeiterwohnungen. Hoch gab zu, die betreffende Aeußerung in der Stadtverordnetenversammlung getan zu haben. Er sei von der Wahrheit seiner Worte überzeugt und habe sich als Stadtverordneter zu ber Aeußerung verpflichtet gehalten. Dagegen bestreitet er, bie in Frage stehenben Artikel der „Volksstimme" verfaßt zu haben. Jlsstizrath Uth, der juristische Beistand der elf Stadtverordneten, beantragte Vertagung der Verhandlung und Ladung des verantwortlichen Redakteurs der „Volksstimme", eventuell Ladung des gesamten Personals dieses Blattes. Das Gericht beschloß Ber- tagung der Verhandlung auf unbestimmte Zeit und Zurückgabe ber Akten an die Staatsanwaltschaft zur Feststellung über den Urheber der inkriminierten Artikel. (H. Z.)
Lande: lind Verkesir. Uolkswirtschaft.
Deutsche Rei'ch'sbank. Der in den ersten Tagen des September erhoffte Rückfluß ist nicht eingetreten: cs find sogar zu Beginn des Monats weitere erhebliche Ansprückto an die Bank herangetreten, sodaß dec Status ziemlich ungünstig gegenüber dem Voriahr sich stellt und die Notenreserv'e niebrtger als damals ist Aller Voraussicht nach wird noch zu Schluß dwser Woche oder zu Anfang der nächsten eine Einberufung des Zentral- aussck'usses stattfinden, und diesem dürfte die Diskonterhöhung um ein volles Prozent in Vorschlag gebracht werden.
Raffinerie Say und Cronier. Es bestätigt sich, daß die Raffinerie für große Spekulationen, die Croniers als Präsident der Gesellschaft unternommen hat, aufkommen muß. Die Verluste hieraus werden auf etwa 20 Mill. Fr. geschätzt. Durch die bereits erwähnte Bildung eines Garantieshndikats,
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Hießen.
ließen, 7. Cyt. waren zirka 300 worden. Dos präch» i Morgen viel Küfer , Platz gelockt. Dei ch war der Antrieb ß, unb das hierbei auch der Vorsitzende ller vom Neuhof, is h gut. Um 8V2 Uhr ) von 10 Uhr an ent» nzerr der Feuerwehr« •[ iarktbesucher und eii ler Art. Die Resten- ; e. Um 12 Uhr mittags ttvatbesitz besindliihw || eiter und im Geschirr, funden hatten. Ähr- torfafyren zweier er k8 einen Gren«-. । onknrren; ein v für rä| xm W. Uhr wurden )tL Die Prämiier-!


