Ausgabe 
6.3.1905 Erstes Blatt
 
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Der uTöfer nrnrHc

Telephonischer KMS*sber6Clitt«

in

im 40. Lebensjahre.

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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Fastnacht

Fastnacht

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Wieseck) den 6» März 1905.

Ecke Süd-Anlage Frankfurter Strasse.

1219

105.50

68.10

68.40

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Die tieftranernde Gattin und Kinder.

7. März, statt.

8°/o Mexikaner 41/o%i Chinesen . Electric. Seb ackert Nordd. Lloyd . Kreditaktien .

Diskonto-Kommandii Darmstädter Bank Dresdener Bank . Beriner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn Lombarden . . Gotthar<ibahn . . Laurahütte ...

Bochum ...» Harpener . . .

Staatsschatzseheine

Oberlehrer.

int gen der Russen, die zur Verstärkung nach Mukden zurück- berufen waren, wurden ebenfalls geschlagen und erhielten den Befehl, nach Tieling zurückzugehen. Nach den letzten Be­richten verbrannten die Russen in Vorbereitung des Rück­zuges auf Mukden die auf dem dortigen Bahnhofe aufgespeicherten

Die Beerdigung findet Dienstag den Wieseck

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ehyermeistern kn Behörden ^ittelbeuticfie daß seine Mit. 'e verpflichtet sind, mq für gesetzliche idem Beschluß er. Btord) einberurene meister eine G- lebrrzenqung, ty* Bestreben, hti Vorschub nmüing geraten n Borger vuao

und (Seog W einde o!Z Wn- Stodtverordnelm- e§ Mfieldeutschen , 5roccf§ 1 en, rvcnn jener

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nachmittags 3 Uhr, in

1217

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Säuglinge denen die Muttermilch versagt ist, dient Kufeke's Kindermehl, mit oder ohne Milch, zur ausschließlichen Ernährung, da es die in der Muttermilch vorhandenen Nährstoffe im richtigen Verhältnisse enthält, von Kindern gern genommen und vollständig verdaut wird. Es besitzt ausreichende Mengen von Mineralstoffen zur Knochen- und Fleischbildung, von, Eiweißstoffen zur Bildung von Muskelsubstanz und fördert die Kräftezunahme in hervorragender Weise. Mit Kuieke's Kindermehl ernährte Kinder zeichnen sich durch gute geregelte Verdauung und prächtiges Ge­deihen aus. 8s8/6

4% Untrar. Goldrente . .

4<J/ Italien. Rente , .

4V2% Portugieser» , . .

30/ Portugiesen, . . .

1 % C. Türken . . . <

Türkenlose......

4°'o Grieoh. Monopol.-AnL 4*/. 0/ nuoaere A rcAntmer

. 3615 . 95.80 . 143 50 . 117.30 . 214 40 . 192 50 . 143.70 . 160.00 . 164 20 . 141.10 . 17.50 . 191.50 . 259.50 . 246.10 . 211.20

125.40

52.00

4610

T osües-Ausesge

Freunden und Bekannten teilen wir schmerzlich bewegt mit, dass unser lieber Vater, Schwiegervater und Grossvater

Landet und IZerketir. Volkswirtschaft.

Anleihen. Sowohl eine deutscheRcichsanleihewie eine Anleihe des Staates V r e u ß e n , eine sog.Kanalanleibe", ist bei der gegenwärtigen Geldflüssig keit in Sicht, da zumal das Reich sich auf die Tauer doch nickt mit Schatzcmweisungen be­helfen kann. Tie Börse nahm diese Aussichten nickt gerade günstig auf und setzte sowohl die Reick^sanleihe, wie die Zprozentigen Preußischen Kvnsols um 0,10 Proz. herunter. Daß etwas in Sicht ist, geht schon daraus hervor, daß an zuständigen Stellen mitgeteilt wurde, es sei noch sehr zweifelhaft, ob die Genehmig­ung des Etats so bald erfolgen werde, daß die gegenwärtige günstige Konjunktur anr Geldmarkt zur Begebung einer Anleihe benutzt werden konnte. Für den Fall, daß dies nicht möglich sei, würde das Reick, event. auch Preußen, erst im Herbst dieses Jahres an den Markt treten.

Elektrische Schnellbahn Düsseldorf Köln. Nach dem im preußischen Verkehrsministerium liegenden Projekt dieser Bahn, die von der Allg. Elektrizitätsgesellschaft gemeinsam mit den Sicmens-Schuckert-Werkcn gebaut werden soll, stellen sich die Kosten auf 21 Mill. Mk. wovon die Hälfte als Obligationen, die andere Hälfte als ?lktien auszugeben ist. Es ist eine Ge- ckwindigkeit von 80100 Km. bei einem 10 Minutenbetrieb vor­gesehen. Haltepunkte zwischen beiden Städten sind nicht beab- ickitigt. Tie Bahn soll als r--nsige Vollbahn gebaut werden.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 6. März. (Orig.-Telegr. desGießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpre is e. Weizen Mk. 18.5000.00, Lurbessiscker Mk. 18.5000.00, La Plata 9)tt.'18.5019.50, Kansas Mk. 18.5019.50, Roggen (hiesiger) Mark 14.5014.75, Gerste (Wetterauer) Mk. 18.0018.50, Franken- ielderMk.18,25-18,5O,HaserMk.l4.5O15.5O,Ä(aisNik.l2.5OOO.OO, Weizenmehl 0 Mk. 26.7527.25, 2. Qualität Mk. 24.75

bis 9)1 f. 25.25, 3. Qualität Mk. 22.7523.25, Roggemnebl 0 Mk. 22.0023.25,1. Qualität Mk. 19.5020.75, Weizenkleie Mk. 10.00 bis 9)1 f. 10.25, Roggenkleie Mk. 11.5000.00, Mcuskeime 9)1 k. 10.00 bis Mk. 10.50, Franken, Pfälzer, Ried 9)1?. 00.0000.00. Alles per 100 Kg. ab hier.

fc. Frankfurt a. M., 6. März. (Telegr. Qrig.-Bericht des Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt­preise. Zum Verkäme standen: 878 Ochsen, 227 aus Oest­reich, 76 Bullen, 20 aus Oestreich, 800 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 1 aus Oestreich, 236 Kälber, 241 Schafe und Hämmel, 1991 Schweine, 0 Ziegen, o Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1. Qualität 6973 Mk., 2. Qual. 6365 Mk., 3. Qual. 56609)1?.; Bullen l.Qual. 69 bis 71 Mk., 2. Qual. 5557 Mk.; Kühe 1. Qual. 6365Mk., 2.Quai. 5860 Mk., 3. Qual. 4749 Mk, 4. Qual. 3739 9)1k., 5. Qual. 0000 9)1?. ftnlbci: 1. Qual. 8082 Wg., Lebendgewicht 4850 Ps., 2. Qual. 7578 Pfg., Lebendgewicht 4547 Pig., 3. Qual. qO00 Pfg-, Schlachtgewicht 5860Pfg., Schafe: l.Qual. 7275, 2. Qual. 6670 Pfg., 3. Qual. 0000 Pfg.: Schweine 1. Qual. 6465 Pfg., Lebendgew. 51 Pfg., 2. Qual. 63- 00 Pfg., Lebendgewicht 5000 Pfg., 3. Qual. 5658 Pfg., Lebendgewicht 0000 Pfg. Geschäft bei Hornvieh flau, Ueberstand bedeutend, bei Klein­vieh nut. kein Neberstand._______

102.35

91.10

102.35

91.30

100.75

99.70

Grossh.

Wieseck, den 6. März 1905.

Tie Beerdigung findet statt: Mittwoch den 8. März, nachm. 2 Uhr, vom Sterbehause aus.

Herr David Simon

im vollendeten 71. Lebensjahre gestern sanft verschieden ist.

Reicheanleihe do.

Konsole do . .

Hessen Oberhossen

Kun» und Wisscns<staft.

Die Expedition des Dr. Charcot, der lange Seit als verschollen galt, ist, wie ein aus Buenos Aires em- aetroffenes Telegramm meldet- in Porto Ma dr in am Gosto Nuevo (patagoniscke Ostküste) aufgefunden worden. Alle Mitglieder der Erpedition sind wohlauf, doch glaubt man daß das ErpeditionsschiffFrancais" nickt mehr aktumsfahig ist. Es sind Hilfsschiffe abgesandt worden. Bemerkenswert ist, daß Frau Charcot kürzlich einen Scheidungsantrag gegen ihren verschollenen Gatten eingereicyt hat. Ter Prozeß ist noch m der Schwebe Charcot richtete aus Port Madrm an dieAgence Havas" in Paris ein Telegramm, in welchem er ausführt, daß die Ueberwinterung auf der Insel Wandel ihm gestattete, sämtliche wissenschaftliche Arbeiten unter guten Umstanden aus- zusühren Tie Frage der Bismarck st raße ist aufgehellt. Wir haben das Alexanderland als vorhanden er­sann t, aber des Eises halber unzugänglich gefunden. Dann haben wir mehrere unbekannte Punkte des Gra ha ml an des erkundet und erforscht. Trotz der Strandung, die ein ernstliches Leck des Schisses herbeiführte, konnten wir die Fahrt an der von uns erkundeten Küste fortsetzen und die äußeren Umrisse des Palmen-Arckllvels feststellen. An Bord ist alles wohl.

Ter Erfinder der drahtlosen Telegraphie, Marconr, maM bekannt, daß er einen verbesserten Avvarat er­funden hat. Bisher war es nur möglich, 24 Worte m der Minute drahtlos zu übermitteln. Ter neue Apparat aber er­möglicht die sichere Uebermittelung von 100 Worten in der Minute.

Hlniversiräts-Pachrichlen.

Der Göttinger Studentenausschuß hatte be­schlossen, die einzige im Ausschüsse vertretene katholische KorporationWinfridia" aus dem Ausschüsse a u s z u - schließen. Ter Rektor hat diesem Beschlüsse wegen eines Form­fehlers die Bestätigung versagt. Bei der erneuten Be­ratung der Angelegenheit wurde Vertagung bis zum nächsten Semester beschlossen. , .

Ten 50. Geburtstag begeht heute (am 6. Marz) in Heidelberg der außerordentliche Professor der Mathematik Tr. Karl Koehler, und am 10. d. M. wird dort der weit­bekannte Vertreter der Journalistik, außerordentlicher Professor Tr. Adolf Koch 50 Jahre alt. Kock studierte an bett Uiuberntaten Leipzig und Heidelberg, promovierte dort 1880, fungierte dann als Mitarbeiter am Urkundenbuck der Universität und als ständiger Hilfsarbeiter an der Universitätsbibliothek, habilitierte sich 1884 als Privatdozent der Geschichte und erhielt 1888 den Titel eines außerordentlichen Professors. Der journalistischen Praxis widmete er sick zunächst als Chefredakteur eines Heidelberger Lokalblattes: darnach machte er im Auftrage desBerl. Lok.-Anz." eine Reste um die Welt und ließ sick auf zwei Jahre als Mitarbeiter erster deutscher Zeitungen in Paris nieder. Nach Heidelberg zurück- gekehrt, wirkte er, neben seinem Lehramt, als Korrespondent der Köln. Ztg.". Ein ihm von der badischen Negierung gebotener formeller2elyrauftrag" für Journalistik ist an dem Widerspruch der Mehrzahl der Ordinarien in der dortigen philosophischen Fakultät, welchen diese Neuerung unsympathisch war, gescheitert.

Zu engerem ZusammenschlußderStudenten- f(haften sämtlicher deutschen akademischen Bildungsanstalten wurde eine Vertreterkonferenz nach Eisenach auf den 11. ms 13. März ein berufen, um die Frage der konfessionellen Ver­bindungen zur Beratung zu bringen.

In Heidelberg promovierte am 3. d. M. die erste Dame zum Tr. med. Es ist das Fräulein M. Kanne­gießer aus Barmen, die seit Ostern 1903 an der Ruperta- Earosa studierte._______________________«

lieh gefallene Schnee schnell schmilzt, niedergegcmMr. Im! liegende Frage die Ansichten auseinandergingen; es sei wohl zu! schützen bestehende Division abzuschn eiden, Etschtal ist kein Schnee mehr prtn<rrtf>Tt ivtfi iirfv mit Spt hnrftAr -iKptt föerfw» Trrvth hnS PfiPTs I Wnfbptr iirTHrfiitopfrtnfrPTt ftrpfifp pt f rfii Y ir rr f i p irrt

" Kleine Tagesckroni.k. Der Lütteninspertor D r U n a e r von der Paulshütte m R o s d z i n (Oberscklefien) ist auf dem Wege zur Hütte von dem entlaßenen Arbeiter Wadowski überfallen und durch Messerstiche sehr s ckwe r v e r l e tz t worden.

Tsdes-Anzciae.

Heute morgen 8 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden mein ge­liebter Gatte, unser treusorgender Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel

Scrr Philipp Bohrbach

Vorräte.

Tokio, 5. März. Amtlich. Marschall O Y a m a meldet, daß in der Gegend von Hsinking eine javanische Mteilung vor. einigen Tagen die Russen auf ihre Stellungen 15 Meilen- udöstlick von Fushan und 15 Meilen südlich davon zurück- warf und daß dort ein Gefecht jetzt im Gange ist. ^Jn der Gegend am Schaho wiederholten sick die Angriffe der Russen in der Nacht vom 3. März; sie wurden sämtlich zu­rück g e s chl a g e n. In dem westlich der Eisenbahn gelegenen1 Teile des Kriegsschauplatzes fahren die Japaner mit ihren hef­tigen Angriffen fort. Sie haben gegenwärtig das Gebiet besetzt/ welckes sich von dem fünf Meilen westlich von Schahopu gelegenen^ Wutschentzing bis zu dem ackt Meilen nordwestlich von letzterem gelegenen Sufiiyrl erstreckt. Aul dem reckten Hunhmifer rüdten, unsere Truvven, nachdem sie den Feind allmählich zurückgedrängt hatten, nordwärts vor und durchbrachen die Verteidig­ungslinie des Feindes, 'bie sich von Tschantan nach H s u f a n g t i i erstreckte. Darauf wurde die Verfolgung des Feindes fortgesetzt. Tieselbe erreicht bereits die Linie, welche sich von Wotzuvu, 15 Meilen südwestlich von Mukden, nach Tatzupu, 13 Meilen westlich von Muldm und Lamuho, drei Meilen^nörd- lick von Tatzupu erstreckt. Tre Verlustedes Feindes wahrend der letzten Tage sind beträcktlicb, ebenso unsere Beute. Beides ist jedoch noch nicht festzustellen gewesen. In unsere Hände ist unter anderem das feindliche Bekleidungsmagazin gefallen.

Mukden. 5. März. Hier trafen jetzt Flüchtlinge von Hsin- mintmg und der Gegend nvrdlick vom Hmrho ein. Tie Ja­va n e r. die gestern am Schlüsse der Schlacht auf dem Westhügel gefangen genommen wurden, waren so er», schöpft, daß sie nickt mehr gehen und sich nicht mehr wach halten konnten. Sie liegen unter ihrer Bewachung da wie Tote. Ihr Zustand ist ein beredtes Zeugnis für die entsetzliche Anstteng-- img, denen die japanischen Truppen durch Nogis außerordentliches, Vorrückerr unterworfen wurden. Man glaubt, daß eine feind­liche Truppenmacht von furchtbarer Stärke auf Tie l in g marschiert imd daß möglicherweise die Verbindung^ mit China ab geschnitten wird. Hier in Mukden herrscht überall lebhafte Bewegung. *

London, 5. März. Earl ob Eaw'dov wurde zunt ersten Lord der 'Admiralität ernannt. Ein Sonntagsblatt will erfahren haben, daß König Eduard seine Reisen a ch dem Kontinent aufgegeben habe. Tas hänge möglicherweise mit hem drohenden Minister- wechsel zusammen. Tie fetzige Regierung wünsche noch den" Vertrag m i t D e u t s ch l a n d fertigzustellen.

Ron:, 5. März. Heute wurde eine noch von dem zu-^ ruckgetretenen Ministerpräsidenten Giolitti unterzeichnete Verfügung veröffentlicht, nach der ein Bureau errichtet wird, das alle mit der Gründung des internationalen Land­wirts chafts in stitutes zusammenhängenden Angelegen­heiten bearbeiten soll. Gleichzeitig wird ein Generalkomitee eingesetzt, welches dem Minister Vorschläge für das Pro­gramm in dieser Angelegenheit, der für den Mai geplanten Konferenz, machen und die Regierung bei den vorbereitenden Arbeiten für die Konferenz unterstützen soll.

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th. Gießen, 3. März. Eine für das Ga stwirt gew e rb c interessante Entscheidung fällte gestern die Gießen er Strafkammer. Ein Gastwirt in Alsfeld hatte während des vom Kreisamt feftgesttztcn sonntäglichen Ladenschlusses her, Kauf­leute eine Flasche Bier über die Straße verkauft und war deswegen wegen Vergehens gegen die Gewerbeordnung und gegen die Bestimmungen wegen der Sonntagsruhe im Handels­gewerbe mit einem Strafbefehl bedacht word-en, wogegen er die schöffengericktliche Entscheidung anrief. Tas Alsfelder Schöffen­gericht hob den Strafbefehl auf und erkannte auf kostenlose Frei­sprechung des Wirtes, mit der Begründung, daß die Abgabe einer oder mehrerer Flaschen Bier über die Straße zum alsbaldigen -Genuß als Ausübung des dem Wirt gestatteten Schankgewerbes anzusehen sei und daher, da das Gastwirtsgewerbe nicht unter -die Bestimmungen über die Sonntagsruhe falle, nid<t verwehrt werden könne. Im Gegensatz zu dieser Entscheidung, erkannte die Strafkammer auf Verurteilung mit folgender Begründung: Tie .Tätigkeit des Wirtes zerfalle erstens in eine solche des Ausschanks von Getränken zum Genuß auf der Stelle innerhalb der Wirt- fckast und zweitens in einen Verkauf von Getränken über die Straße zum alsbaldigen Ge-nuß, dem sogenannten Gassen-Aus- schank, dessen Zulässigkeit sick ganz nack den örtlichen Gewohn­heiten richtet und nur Insoweit als Ausüben des Schankgewerbes zu betrachten ist imh daher nicht unter die Beschränkung der,Be­stimmungen über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe fällt. Tie Gewohnheit in Südderttscklland, wozu auch Hessen im vor­liegenden Fall zu rechnen sei, faßt den Verkauf von Bier, welches der Wirt bei seiner Abgabe direkt aus dem Faß laufen läßt,, nicht als Kleinhandel auf. Tas Bereithalten von Bier in verschlossenen Flaschen zur Mgabe über die Straße während der Ruhezeit für das Handelsgewerbe an Sonntagen resp. dessen Verkauf ist demnach eine verbotene Ausübung des Handelsgewcrbes. Der Vorsitzende der Kammer, Landgerichtsdirektor Tr. G ü n g e r i ck, bemerkte nach der Urteilsverkündung: es sei ja richtig, daß über die vor-

gknrltc Meldungen.

Vom Kriege.

Tokio, 5. März. (Reuter.) Marsckall Ohama fährt in der Durchführung großer umfassender Bewegu^1- gen um beide russische Flanken herum fort. Seine Front bildet jetzt eine große halbkreisförmige Basis am Sckaho. Sein rechter Arm reicht bis zu einem Punkt östlich von Fushan, der linke bis zu einer Stelle westlich von Mukden. Er zieht jetzt die große U m f a s s u n g s l i n i e stetig enger. Kmro- p a t f i n mackt verzweifelte Anstrengungen, das Bor­rücken der Japaner aufzuhalten, indem er die Angriffe gegen seine Flanken bekämpft imb gegen die Japaner in ihrem Zentrum vorgeht. , , ,

London, 5. März. T>er Korrespondent des Reuterscken Bureaus in dem Hauptguartiec des Generals Kuroki meldet vom 4. März: Tie Japaner unterhalten gegen die befestigten Stellungen des linken russisckm Flügels eine furchtbare Be­schießung mit schweren Belagerungsgeschützen: es scbemt un­möglich, daß die Befestigungen den gewaltigen Geschossen lange widerstehen können. Eine, zweite Depesche meldet: .Die Ja­paner errangen jenseits den Hun ho einen be­merkenswerten Sieg, indem sie zwei kürzlich aus Europa eingetroffene Tivisionen des sechzehnten Korps in einzelnen Stellungen schlugen. .Bei dem Kampfe kam es zu großen Verlusten. Tie Japaner erbeuteten erheblichen ^N iVtl dnv a n g, 5. März. (Reuter.) T-er F a l l M u k d e n s wird hier als nahe bevorstehend angesehen. Gestern ge­lang es Nogi, eine aus vier Sotnien Kosaken und 26 Ge-

ien vnd M m Wtte bvs x vHvügi» ifyrct (t M D Mde in bet w to Schmidts tnem am NoM -b in ferne» :rsuch vor. nbad) faßte ß

des OberbuP lotil dos Oktrci

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erwarten, daß sich mit der vorlica ttden Sache noch das Ober-«Mukden zurückzugelangen strebte; er scklug sie und zwang sie landesgerickst beschäftigen würde; damit würde dann wenigstens I zum Rückzug nack Tieling. Andere vorgeschobene Abteil- für das Großherzogtum Hessen in der Frage ein einheitliches Reckt geschaffen w-rdm wo?, i-rckt wünschen sei.

nett f; Jitwe d° - in e-"

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J 9 affe heißen, verdanken ihren,

schönen Teint nur der an Milde MvrrhnlinSflifß. . 7 , und Feinheit unerreichten 1 UVUUöViiü« v/1

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Kirck licke Dackrickten« Cvangelifche Gemeinde.

Montag den 6. 9)!ärz, abends 8 Uhr, Bibelstunde im Konfirmandensaal der Lukasgemein d e, LiebiMraße 56. Text: Epbef. 2, 1 ff. Pfarrer Euler.

Eingesandt.

Gießen, 6. März 1905.

Es ist kaum glaublich, daß es in Gießen Hausbesitzer geben soll, die der zur Vertilgung der Schnaken abgeordnetem bereits seit mehreren Tagen eifrig tätigen Komllsion den Eintritt in ibreKeller verweigern. Sollte sich dies bewahrheiten, so wäre es höchste Zeit zum Erlaß einer Polizeiverordnung, welche die Widerstrebenden zu dem zwingt, was sie im öffentlichen Interesse nicht freiwillig gestatten.

Ein alter Gießener.

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