Ausgabe 
6.2.1905 Erstes Blatt
 
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worben.

nicht zu

seine Generalversammlung ab.

den Erfolg des deutschen Ausstandes ans.

Te8egphonischeip Kursbericht.

Tendenz : fest.

87t"/o 3Vn Wo 3°/n SV2o/o 37,%

. 33.40

. 92.25 . 140 50 . 114.50 . 213 30 . 192.70 . 144.20 . 162.80 . 166 20 . 139 20 . 17.10 . 191.50 . 258.50 . 241.20 . 212.50

In unserem kleinen Land- des Grobherzoglichen Paares Donnerstag kommen täglich

Eichberg gebracht worden.

? Alzey, 5. Febr. Wiederum fand in einem katho­lischen Pfarrhause ein verwegener Einbruch zwar in Planig. Während der Pfarrer sich am Morgen zur Abhaltung des Gottesdienstes in der Kirche befand, drang der Einbrecher in seine Wohn- und Schlafzimmer, erbrach ein verschlosienes Gefach eines Schreibtisches und entnahm daraus einen größeren Baarbetrag. Die Kreuznacher Polizei ermittelte alsbald den Dieb, ein aus dem Zuchthaus in

Ausland.

London, 4. Febr. Arthur Lee, Unterstaats-Sekretär des Ministeriums der Marine, hat in einer öffentlichen Versammlung eine gegen Deutschland gerichtete Rede gehalten, in welcher er sagte, England müsse jetzt mit einer gewissen Besorgnis, obwohl nicht mit Angst nach der Nordsee blicken, da der Feind in dieser Richtung zu suchen sei. Deshalb sei die englische Flotte | unlängst reorganisiert und eine neue Marinestation an der englischen Qstkuste geschaffen worden. Sollte unglücklicher­weise der Krieg erklärt werden, dann würde England dem Feinde einen derartigen schweren Schlag bereiten, daß die Entscheidung sofort erfolgen müßte. Die englische Flotte würde diesen Schlag aussühren, bevor der Feind Beit hätte, in den Zeitungen zu lesen, daß der Krieg überhaupt ausgebrochen sei. (Sollte wirklich ein englischer Staatsmann solchen Unsinn geredet haben? Wir glaubens vorläufig noch nicht. T. Red. d. Gieß. Anz.)

Paris, 4. Febr. Zwei neue Bomben sind diese Nacht entdeckt worden. Sie wurden nach dem Gemeinde- .labOratorium gebracht. Man glaubt indes, daß es sich .um schlechte Scherze handelt.

. 102.40 . 90.65 . 102.40 . 90.50 . 00.00 . 99.70

. 101.90

100.90 . 100.20 , 105.65 . 65.60 . 65.70

* 131*40 . 52.00

Aus HtM und Land.

Gießen, den 6. Februar 1905. I

** In denFamil ienblättern" beginnen wir heute mit dem Abdruck eines neuen Romans, der, da er russische Politik und Kultur behandelt, gegenwärtig von besonderem Interesse sein wird. Er ist betiteltReue Bahnen" und stammt von dem bekannten und gediegenen Schriftsteller Jakob Ahrenberg, der sich in dem vorliegenden Werk nicht damit begnügt hat, den Faden der Geschicke seiner Romanhelden möglichst kunstvoll zu verschlingen, sondern der uns eine Fülle interessanten, blühenden Lebens zeigt und uns aufs wärmste packt und unterhält.

Die Sitzungen des Schwurgerichts ber| Provinz Oberhessen für das I. Vierteljahr 1905 werden am 6 März 1905, vormittags 9 x/2 Uhr, im hiesigen Justiz- ^'ebciude unter dem Vorsitze des Landgerichtsrats Koch ihren Anfang nehmen.

" Stadttheater. Der bekannte SchwankReif- Reiflingen", von G. v. Moser, sand gestern abend in unserem Stadttheater ein zahlreiches und dankbares Publikum. Den Schwadroneur und Leutnant Relf v. Retflmgen, der in

»0/0 Mexikaner . . 4V2q/o Chinesen . . Electric. Schuckort . Nord-V Lloyd . . Kreditaktien . - .

Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handolsgcs. Oesterr. Staahbahn . Lombarden . . . Gotthardbalm . . . Laurahütto . . . . Bochum . . « » . llarponor .... Staatsschatzscheine .

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung Lu Hessen für Dienstag den 7. Februar 1905: Trüb, windig bis starkwmdrg, auf den Hohen stürmisch. Regensälle, besonders im Gebiet des Vogelsbergs und des Odenwaldes.

Näheres durch die 5»ienener Wetterkarte. _

Keer und Illotte.

Koblenz, 5. Febr. Hüssener wurde heute nach­mittag durch einen Gendarmen in Zivil nach Weichsel- m ü nde abgeführt.

Mann verloren.

Vom Bergarberterstrerk.

Essen, 6. Febr. Wegen Kohle nm an gels hat btc Aktiengesellschaft Phönix auch den Avbeitern auf dev Eisenhütte in Bergeborbeck gekündigt.

B o ch u m, 6. Febr. In einer großen B e r s a m m l u n der Aus ständigen erklärte Abg. Sachse, es sei un-, zutreffend, daß der christliche Gewerkverein gewillt sess den Streik zu beendigen. In der Konferenz der Siebener- Kommission wurde beschlossen, die für ein Notgesctz von! den früheren 14 Forderungen verbliebenen 10 auf 4 zvi vermindern. Mit diesen will die Kommission beim Bergbau- Verein vorstellig werden. Falls der Verein mtety dieses Vorschlag ablehnt, wird am Donnerstag eine Rebierckon-, ferenz den Vorschlag einbringen, im Streik auszuharren.: Ter Arbeitervertreter Effcrttz hat an den $cicrj-* kauzler telegraphiert, er möge, falls das No gesetz ab gelehnt wird, den Landtag ans los em Die Formulierung und Veröffentlichung der vier denen Forderungen soll in den irächften Tagen erfolgen

Der Krieg.

Vom Kriegsschauplatz.

Petersburg, 5. Febr. Ein Telegramm des Generaladin- tanten K u ro vat kins an den Kaiser meldet, bau Ngcv- richten über Gefechte am 4. Februar nicht eingegangen.Bad. Die Vorfälle auf dem Kriegsschauplatz beschränken sich am Be-I nnnihigungen der Javaner durch russische Freiwillige, auf gcgen- ieitige§ Beschießen mit Artillcrieseuer, sowie am eilige '.'lus- sübrmig voil Befestigungsarbeiten und Verstärkung der^bewer Zeitigen Stellungen. In einem Telegramm vom <ycbruaT berichtet Generaladjutant Kurofxckkiu: Auf der russischen Ihnen I Flcnike warfen die in der Richtung nach Saosvr und Ehangt- schan ausgesandten Kolonnen die Vor truppen des Gegnern zurück. Deii Japanern gelang cs beim Rückzüge nicht ihre Toten mit zu ne hm en. Die russische Kolenne fand beim Vorrücken 49 japanische Leichen. Die Verluste gut russischer Seite sind unbedeutend. Bei der gestrigen Ehmahme des Torfes Schantaiikhonan wurde Generalmajor Do m - brows ki mn Bein verwundet, blstb aber bei der Front., Tie Temperatur ist morgens 24 Grad Kälte.

Paris, 4. Febr. WiePetit Parssien" aus Petersburg meldet, lauten die vom Kriegsschmiplatze eintreffenben Nachrichten immer noch ungünstig. Nach Ansicht der Generalstabs-Dfsiziere ist die Niederlage von Sande pu äußerst ernst ge- meicu.Nuß" undNowoje Dremja" verurteilen in längeren Artikeln das Verhalten Kuropatkins imb werfen ihm vor, den Angriss Griepenbergs im Zentrum nicht unterstützt zu l-aben. Hierdurch seien 13 000 Menich - n unnütz geopfert worden.

Stössel.

Colombo, 4. Febr. General Stössel ist heute hier aNge- kommen. Er bemerkte einem Berichterstatter gegenüber, dal; die Mitteilungen der europäischen Presse, nach denen die llcbcrqabc von Port Arthur mrgerecht fertigt gewesen sei, unrichtig men. Tic Besatzung hätte sich vielmehr nicht einen Angen- blick länger halten können.

Gcrichtssaat.

th. G i e ß e n , 5. Febr. Wegen n i ch t e r f o l g t e r S t euer­er k l ä r u n g im Jahre 1900/01 und wegen zu germger Angabe des Einkommens im Jal>re 1901/02 verurteilte unsere S t r al - kammer den Kaufmann Nathan N. zu 3392 Mk. und denen Bruder Moses R. zu 3680 Mk. Geldstrafe. Beide Angeklagten betrieben in Friedberg gemeinsam cm Getreidegeschast und hatten nachweisbar ein Betriebskapital von 22a0 000 wovon sie kaum 5 Prozen: als Verdienst ihrer Steuererklärung zu Grunde legten. Tie Veranlagungs-Kommissioil hatte idwu | feit Jahren ein Misstrauen gegen die Richtigkeit der Zahlen der! Selbsteinschätzuna und veranlagte d-cher wesentlich höhere Betrage, was die Angeklagten sich auch ruhig gefallen ließen. Nur als sie 1902 mit einem doppelt so hohen Einkommen veranlagt worden waren, als sie selbst angegeben hatten,, erhoben sie da gegen Einspruch. Infolgedessen sollten sie im Lause des Verfahrens vor der Landeskommission ihre 5)andelsbücher vorleqen, dessen sie sich aber weigerten. Tie Steuerbehörde wurde hierdurch m > ihrem Verdacht bestär i't, daß die Gebr. R. wissentlich ^falsche Angaben machten, und übergab die Angelegenheit der Staats­anwaltschaft zur Untersuchung. Inzwischen hatte,i sich die Gebr. R. separiert: jeder machte für eigene Rechnung Geschäfte, und als man die Bücher mit Beschlag belegte, um die Sache genau prüfen zu können, war das Kassabuch und das Lagerbuch von srüher nickt mehr zu finden: eine Bilanz soll angeblich nicht gezogen worden sein. Bei der Urteilsfindung war man daher allein auf ein sogenanntes Jnventurbuch auf Sachverständigenurteile ufw. angeiviesen, und ferner wurde der nachgewiesene Vermögens­zuwachs seit der Trenming der Brüder herangezogen, um die zu wenig gezahlte Steuer in den beiden Jahren, die als noch nicht verjährt in Frage kamen, festzustcllen, wobei allerdings die Angellagten Wohl noch recht billig davon gekommen sein mögen. Beide Angeklagte wollten die Ungehörigkeit ihres Tuns auf einen Verwandten, der Buchhalter im Geschäft war, abwälzen, | womit sie allerdings vor der Strafkammer kein Glück hatten. ---

spende. M

** Der Geflügel- und Vogelzucht-Verein für Gießen und Umgegend hielt gestern nachmittag imLöwen" Der Verein zählt 183 Mit-

Roichsanleihe do.

Konsols . do . .

Hessen Oberhossen

glichet gegen 184 im Vorjahr, j. Romrod, 5. Febr.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Montag, den 6. Februar, abends 8 Uhr, Bibel stunde ,m Konfinnandensaal der Lukasgcmeinde, Liebigstraße 56. ^.ext: Ephei, I 17. Plärrer E u l e r.

seinem Sommerurlaub in allerlei fremde Angelegenheiten ver­wickelt wird, in denen er weniger selbst handelt als vielmehr mit dem reichen Wortschatz seiner blütenreichen Sprache herumstöbert, spielte Herr Andreas mit viel Munterkeit und Frische. Daß Moser den sidelen Leutnant der jungen Schivägetin feines Gastgebers am Ende in die Arme führt, bleibt etwas unmotiviert, da in den vorangehenden Akten von dieser so entscheidenden Liebesregung des jungen Helden nicht viel die Rede ist. Aber er muß doch schließlich nnter- gebracht werden, wie auch Bertha, des Försters möchtet lein, einen Mann bekommen muß, und so bekräftigt das Stück die weise Ueberzeugung von der Notwendigkeit und Glückseligkeit der Eheschließung mit einem Tanz, woran die unverehelichte Tante Sybilla freilich noch kräftiger als die anderen sich be­teiligt. Die Darsteller und Darstellerinnen machten ihre Sache gut; Frl. Ruf, die man am liebsten sieht, wenn munteres Geplauder von ihren Lippen fließt und die gestern abend auch zum ersten Mal eine Probe ihrer GesangeSkiinst ablegen konnte, erhielt auL dem Zuschauerkreis eine schöne Lranz-

Kirchberg entivichener Verbrecher. Der Einbrecher war abends in das Pfarrhaus eingeschlichen und hatte sich bis zmn anderen Morgen in einem Holzbehälter verborgen gehalten. Der Einbrecher wurde in das Gefängnis nach Mainz eingeliefert.

Kleine Mit-teilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der Gesangverein Liederkranz Gießen erhielt auf ein an das Großherzogl. Paar gerichtetes Glück­wunschtelegramm gleichfalls eine Drahtantwort. Auf Ein-1 ladung der Ortsgruppe Hungen des deutschen Flotteuver- eins hielt Eisenbahnsekretär Blum-Ossenbach im Gasthof zur > Traube in Hungen einen Vortrag über dieSeeinteressen Deutschlands und seine Kriegsflotte". An den Vortrag schlossen sich Vorführungen von Lichtbildern aus dem See­leben und den deutschen Kolonien. Dem Krieger-Verein zu Geiß-Riddn wurde vom Kaiser eine Fahnen-Schleife verliehen. Auf der Fahrt von Kassel nach Münden erschoß sich in einem Wagen zweiter Klasse die Tochter ! eines Forstbeamten. Als der Zug in Münden hielt, gab sie noch schwache Lebenszeichen. Das Motiv des Selbstmordes ist unbekannt.

Tie Viehhändler Julius und Gustav M. von Gamvacy wurvcm von der Strafkammer wegen Verfehlung klcaen das N a h r u it e 3 m i 11 e I g ef c ß, jeher m eine Gefängnisstrafe von acht Monaten und Verlust ber bürgerlichen Ehr ent e ckste auf die Tauer von 5 Jahren verurteilt. Ate er urteilten faxten Ctn

Kalb geschlachtet, welches allerdings vom Flepchbeschauir in Uanv bad) mit dem Gefnudheitsstempel vcriehen worden war, nach Osfenbacb an einen Metzger zum Verkauf gefiudot. 3J ® bad) muß jedoch alles von auSwärtv e.ngeiuhrte Fleisch zur Nachkontrolle nach dem ftedtischen Schlacht Hause verbracht worden, und dabei stellte sich bei dem betreffenden Kalb herauv, dag sein Fleisch als menschliche Nahrung ungeeignet, ist liesundheitv- schädlich war. Ter Direktor des Schlachthauses m ^ffenbach,. welcher das Tier dem Abdecker Überwegen liess erklärte vor Gericht, daß zweifellos das Tier hochgradig er fr au tt war, ehu es geschlachtet wurde, und daß er des glaubens sei, daß m deut betreffenden Fall eine sogenannte Noticblachtung von den An-- geklagten vorgenommen worden sei. Dieser ^achverstandige wap mit dem Kreistierarzt von Friedberg der Aeinung, die Ange­klagten hätten sehen können und müssen, dast das -Lier, als )ic es ausgeschlachtet hatten, als menschliche Nahrung ungeeignet, kvar. Beide Angeklagte wurden wegen der Hohe der mannten' Strafe sofort nt Hast genommen.

morgen beginnen.

Rarnur, 4. Febr. Ein Dpnarnitattentat aus ote Wohnung eines Grubenarbeiters ist in Aisernout verübt worben. Als die Explosion erfolgte, entstaub im Hause eine Panik. Eine Mauer würbe zertrümmert. Personen kamen

A nrr/f-zx uurl I an alle sind darüber einig, daß es J&A' I ZLO Ulia gUV Gesundheits- und Schon«

heitspflege der Haut nid)t§ iTIQtxifA -na

besseres gibt als die llvllllbvllve b /16

Mneste Meldungen.

Ganncg, 6. Fcbr. Herzogin Geeilte von Meck- CI.I iuiyu»i(cn6utg ift noch Florenz abgereist wo der Kronprinz ch statt und am Mittwoch eintrisft. Wie verlautet, wird da? Brautpaar in Italien einen dreiwöchentlichen Aufenthalt nehmen, ss-rer Kronprinz betritt also nicht französischen Boden. D. R.)

Vom Kriege.

London, 6 Febr.Daily Telegraph" meldet ans Tokm tom Sebntar:' In der Schlacht bei Deikontar^ wd 24 japanische Offiziere gefallest, zehn schwer ver. mundet, darunter G euer atm ajor Ta habe imb 17 « verwundet worden. Admiral Togo hatte eine AudlenZt bnm Kaiser Er begibt sich nunmehr zur flotte zurück. Ge­neral M a t i u m ur a, der die Japaner bet dem Kampfe um den 203 Meterhügel bei Port Arthur befehligte, i|t an einer Oe=ftori.en^ , ^.z Petersburg b->

richtet, ist die Zurückberufung K' ur o pat ft n un ^lnzitz beschlossen. Dieselbe soll aus Gesundhecksruchrchten erfol§en ^ der General an Blutandrang nach dem ÄVfc teibet, Echo bc Paris" berichtet aus Petersburg: Unter zahlreiche^ über den Konflikt zwischen Kuropatkrn und Gricpen« berg in' der Stadt umlaufenen Gerüchtetst bervorzuhebnu wonach Griepenberg dem Generalltab mckgeteilt haben datz mebrere Gefechtsstellungen eingenommen batte, von Kuro- L a 111 h aber u ick t rechtzeitig 11 nterstutzt worden sn und fi* mfolgedesseu zuriickziehen mußte, .hierdurch chubc man 10 00V

4% Oesterr. Goldreiito . . 41 /6 % Oesterr. Silberrento 4% linear. Goldrenta , . 40/ Italien. Rente . . . 4V2% Portugieser , , . "0/ Portugiesen.....

1 % C. Türken . . .

Türken! oso......

4°/q Griech. Monopol.-Anl. 4l/i % äussere Argontinor

Märkte. v .

fc. Frankfurt a. M., 6. Febr. (Telegr. Ong-Aerccht des

Am."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- vreise. ^inn Verkäme standen: 384 Ochsen, 254 ans Ceft- rcicb 44 Bullen, 3 ans Oestreich, 688 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 2 aus Oestreich, 273 Kälber, 222 Schafe imb Hamme, 1652 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflainrner. Bezahlt würbe für 100Pfund Schlachtgewicht Ochscnl. Qnalttat 70--71 Mss o Qual. 7000 Mk., 3. Qual. 5860Mk.; Bullen l.Qual. 63 bi§, 65 Wil. 2. Qual. 6061 Alk.; Kühe 1. Qual. 6668 Mk., 2.Qua . 5961'^ 3. Qual. 4951 Mk, 4. Qual. 3941 Mk., 5. Qual, 00-00 Atk.'Äälbei: l. Qual. 81-83Psg., Lebendgewicht 72-76 Pf., 9 Qual 7680 Pfg., Lebendgewicht 6062 Pfg., 3. Qual. 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 00-00 Psg., Schafe: l.Qual. 66-67 9 rlI01 54-j6 Pfg., 3. Qual. 00-00 Pfg.: Schweine 1. Qitak 6061 Pfg., Ledendgew. 48 Pfg., 2. Qual. 59-00 Pfg., Lebendgewicht 47-00 Psg., 3. Qual. 5355 Pfg., Lebendgewicht 0000 Pfg. Geschäft bei Hornvieh nüttelmäßig, Ueberstand bedeutend, bei, Kleinvieh gut, kein Ueberstand. ,

I le. Frankfurt a. M., 6. Febr. <Qng.-Telegr. desGießen, «in. "1 Amtliche Nolierunaeu der heutigen Fruchtmarktpreis e.- SUetien <"it 1K.5000.00, Kurhessischer Mik. 18.5000.00, La Plata Mk. 18.50-19.50, SantnS Alk. 18.50-19.50,Jioflgcn lhtestger). Mark 14.5014.75, Gerste (Metterauer) Mk. 18.0018.50 ^ranken-, leider Alk. 18,2518,50,Ha!erMk.l4.5015.50,MaisMk. 12.o000.00/ Weizewnebl 0 Mk. 20.75-27.25, ,2. Qualität Mk. 24.7o, bis Alk. 25.25, 3. Qualität Mk. 22.75-2325 Roggenmebl 0 <n;F 22.00-23.25,1. Qualität Mk. 19.50-20.75, Weizenklete Mk. 10.00 bi§ Mk. 10.25, Roagenkleie TiL 11.50-00.0O, Maisketme Mk 10.00 bis Mk. 10.50, Fraukett, Psälzer, Ried 9)lt.00.00-00.00. Alles per WO Ka. ab hier.

landarmen eine ?InM Schulkinder undStreikende. Die Flüchtigen wurden von der Gendarmerie bi« an btc Haustüren verfolgt.

In Schlesien

ist die Zahl der ausständigen Arbeiter gleichfalls, und zwar um mehr als 4000 Arbeiter zurückgegangen. Die Zahl der Ausständigen soll sich nur noch auf 23 Prozent aller Arbeiter belaufen.

Eharlcroi, 5. Febr. Die Versammlung der Berg­arbeiter beschloß mit starker Majorität den allgemeinen Au § stand für die vier KohlenbasjinS. Der Ausstand soll

siädtchen ist seit der Ankunft reges Leben eingekehrt. Seit _

viel Fremde hierher, um das hohe Paar zu sehen. DaS Groß herzogliche Paar unternimmt täglich Spaziergänge in die umliegenden Wälder. Heute vormittag 11 llhr er­schien der Großherzog mit Gemahlin zum Gottesdienst. Das Gotteshaus war überfüllt. Besonders zahlreich waren Leute au§ ^Alsfeld gekommen. Pfarrer Kehr predigte über Matthäus 2528. Der gemischte Kirchenchor sang unter] der Leitung deS Lehrers Gremm.Wer unter brm Schutz des Höchsten steht". Darnach ließ Lehrer Hamann die 1. Schul­klasse singen:Wenn ich ihn nur habe." Rach beendigtem Gottesdienst begab sich daS hohe Paar nach dem Schlöffe zurück. Ein zahlreiches Publikum begrüßte die hohen Hcrr- jchaftcn sehr lebhaft. Heute nachmittag unternahmen diese einen Spaziergang in den Wald in derRichtiing nach Qbcr- rot>. Das ganze Städtchen prangt noch im Festschmuck, an jedem üause hängen Kränze, Fahnen und Guirlanden.

? N i e d e r - W e i s c l, 5. Febr. Am Samstag ereignete sich hier cin schlverer Unglücksfastl. Ein junger Bursche K. >L, der in die Werkstätte des Sc-u'.bmachers L. Hauser kam. bemerkte dort .ein in der Ecke f.essendes Flobertgemerr, bc: er, in ter Meinung, es s"i uick't ge­laden, ergriff, um auf den mit ibnr befreundeten .vauo- werksmeister im Scherz z u zielen. J-.l diese'.n Augen­blick ging aber das geladene Gewehr los, und die Schooss ladun'g traf den L. Häuser so unglücklich ins Auge, daß I er abends schon seinen Verletzungen erlag.

fc. Mainz, 6. Febr. (Telegramm.) Der Zeug­hauptmann Kühnemund, der wegen bedeutender Unter­schlagungen seit 9 Monaten in Untersuchungshaft sich befindet, I ift soeben wegen Gcisteskrankh eit nach der Irrenanstalt

Schaden.

Tas internationale Beraarbeitcrkomitee

hat am Samstag in ber englischen Hafenstadt Dover emc Sitzung abgehalten, an ber Vertreter von Englanb, Deutsch­land, Frankreich und Belgien teiknahlnen. Die englischen Ab-. gesanbten kündigten an, baß eine Zusammenkunft der Btit- glieder der britischen Grubenarbeiter-Vereinigung am 13. Februar stattfinden solle und daß bas Erckutiv- Komitee vorschlagen würde, die Untcrstützungen, die den deutschen Grubenarbeitern bereits gewährt worden sind, durch neue wesentlich zu erhöhe n. Die französischen Vertreter teilten mit, daß die französischen Gmbenarbeiter beschlossen hätten, Ucberstunden arbeit zu verweigern, um auf diese Weise zu verhüten, daß fran­zösische Kohle nach Deutschland gehe. Die Hafenarbeiter m den nördlichen Häfen Frankreichs würden die Sendung von Kohlen nach Deutschland überwachen. Dem deutschen Streik­komitee sei mitgeteilt worden, daß die französischen Ar­beiter ebenfalls beschlossen hätten, Geldsummen für die Ausständigen in Deutschland zu f am mein. Die deutschen Delegierten sprachen sich hoffimmgS voll über