Ausgabe 
7.6.1905 Zweites Blatt
 
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Arbeitsnachweis der Stadt Gießen

Gartenstraße 2 (BürgermeisteretgebLude) Zimmer Nr. 14.

Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, -wischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeancher Art, Dienstboten nnd Lehrlinge«) unentgeltlich Arbeit -u vermitteln.

An den Werktagen von 8 feil 1 Uhr und von 8 feil 6 Uhr geöffnet.

ES können eingestellt werden:

1 landwirtschaftlicher Knecht, 1 Gärtner, 2 Schmiede, 1 Eisen­dreher, 1 Spengler, 10 Schreiner, 5 Lackierer (auswärts), 1 Schuh­macher, 7 Schneider, 1 Glaser, 2 Installateure, Erdarbeiter, drei jüngere Fabrikarbeiter, 1 Verkäuferin, 6 Dienstmädchen, Ö Lauf­frauen, 1 Kutscher, 2 Laüsmädchen.

ES suchen Arbeit: BT/6

1 Garten- od. Feldarbeiterin, 1 landwirtsch. Arbeiter, 1 Spengler, f Schmied, 1 Installateur, 1 Fabrikarbeiterin, Hausburschen, 1 Saitf- frau, 1 Lauimädchen, 1 jüngeres Dienstmädchen.________________

Kekanntmachung.

Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Stephanstraße zwischen Goethe- und Bismarckstraße von heute ab bis auf weiteres für den Fuhrverkehr ge­sperrt.

Gießen, den 5. Juni 1905.

Großh. Polizeiamt Gießen.

A_________________Herberg.__________________

Bekanntmachung.

Samstag, den 10. Juni 1905, vormittags 11 Uhr wird an Bürgermeistereigebäude die Grasnutzung von den Schneisen und Waldwegen deö Gießener Stadtwaldes öffentlich meist­bietend versteigert. B6/6

Gießen, den 5. Juni 1905.

Großherzo^li^e RüroeT-ineifferei Gießen.

________________I. 93.: Eurfchmann.___________________

Bekanntmachung,

die Umlagen der Stadt Gießen betreffend.

Die Stadt Gießen erhebt für das Rechnungsjahr 1905 an Umlagen 120 Prozent von der staatlichen Einkommensteuer und den doppelten Grundzahlen der Grund-, Gewerbe- und Kapital­rentensteuer.

Ferner kommen zür Erhebung:

1. von den Mitgliedern der evangelischen Kirchengemeinde 10 Prozent von der staatlichen Einkommensteuer und den doppelten Grundzahlen der Grund-, Gewerbe- und Kapitalrenteusteuer,

2. von den Mitgliedern der katholischen Kirchengemeinde dieselben Zuschläge.

Die Erhebung erfolgt in sechs Zielen, und zwar in den Mo­naten Mai, Juli, September, November 1905, Januar und Marz 1906.

Das Hebregister liegt vom 7. bis 15. Juni d. Js. am der Bürgermeisterei' Zimmer Nr. 15 zur Einsicht eines jeden Beteiligten offen.

Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis ge­bracht, daß Beschwerden gegen dasselbe nach Vorschrift des Artikel 96 der Städteordnung binnen 4 Wochen bei Großherzoglichem Kreis amt Gießen vorzubringen sind, und daß später vorgebrachte Reklamationen keine Berücksichtigung finden können.

Gleichzeitig wird bemerkt, daß die Bekanntmachung der Um- faflen durch Großherzogliches Kreisamt Gießen im Regierungsblatt unterm 2. ds. Mts. erfolgt ist, daß daher die Frist zur Vorbringung von Reklamationen, welche gegen Erhebung der Umlagen über- havpt gerichtet sind, von diesem Tage und für Reklamationen, welche gegen die Beitragspflicht oder das angenommene Beitrags- Verhältnis gerichtet sind, vom Ende der Offenlegungsfrist abläuft.

Gießen, den 6. Juni 1905. B6/6

Großherzogin ^'ra^rm'Merei Gießen.

I. 93.: Curschmann.________________

Bekanntmachung.

Das 1. Ziel Gemeindesteuer ist innerhalb 8 Tagen bei Vermeidung des Beitreibungsverfahrens zur hiesigen Stadt­kasse zu bezahlen. , ®7/e

Gießen, den 7. Juni 1905.

Der Stadtrechner: Doepfer.

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Mittwoch, den 14. Juni d. Js., wird das Heugras von den fiskalischen Wiesen in den Gemarkungen Garbenteich, Leihgestern, Schisfenberg und Watzenborn, sowie das Gras von den Schneisen und Mähplatten in der Forstwartei Baum­garten auf dem Rathause zu Watzenborn versteigert. Die Versteigerung beginnt vormittags 9 Uhr. Nach dieser Versteigerung kommen 210 Stück leere Dungsäcke, sowie nach­stehendes Holz, von dem die Abfuhrscheine nicht eingelöst wurden, nämlich 1 Kiefern-Stamm von 0,59 trn. Inhalt sowie im Franzenwald 4 rm. Kiefern-Knüppel und 50 Eiche- Wellen zum Ausgebot.

Nähere Auskunft erteilen Förster Schlag zu Baumgarten, Güterausseher Mack zu Hausen, sowie wegen des Holzes nn Franzenwald Forstwart Menges zu Großenlinden.

Gießen, den 6. Juni 1905.

Großherzogliche Oberförsterei Schiffeuberg.

Heyer.

Arbeitsvergebung.

Die nachstehenden bei der Erbauung zweier Verwaltungs­gebäude zu Bad-Nauheim vorkommenden Arbeiten des In­neren Ausbaues" sollen auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 im Wege des öffentlichen Wettbewerbs vergeben werden.

1. Glaserarbeiten: 2 Lose zu je ca. 19,00 qm Fenster im Kellergeschoß und je ca. 150,00 qm Fenster im Erd-, Ober- und Dachgeschoß.

2. Rolladenlieferung: 2 Lose zu je ca. 150,00 qm Rolladen für Erd-, Ober- und Dachgeschoß.

3. Weißbinderarbeit im Innern: 2 Lose zu je ca. 770,00 qm, glatten Wand- und Deckenputz, ca. 280 qm Rapputz im Kellergeschoß mnd je ca. 2660,00 qm Wand- und Deckenputz im Erd-, Ober- und Dachgeschoß u. s. w.

Angebotsunterlagen sind in unseren Amtsräumen (Zander­straße) einzusehen. Bedingungen und Arbeitsbeschreibungen werden zum Selbstkostenpreis abgegeben.

Der Zuschlag kann bei jeder der Arbeiten nach Losen getrennt oder für mehrere Lose gemeinsam erteilt werden.

Die Angebote sind verschlossen und portofrei mit ent­sprechender Aufschrift versehen an die unterzeichnete Behörde bis spätestens 28. Juni vormittags 10 Uhr einzusenden, worauf deren Eröffnung im Beisein etwa erschienener Bewerber erfolgt. Zuschlagsfrist 14 Tage.

Bad-Nauheim, den 8. Juni 1905. B/6

Baubehörde für die Neubauten in Bad-Nauheim Jost.

Wirtschafts-Vergebung.

Der Betrieb der Wirtschaft in der Festhalle zum 50^ jährigen Bestehen der beiden hiesigen Freiwilligen Feuerwehren soll an einen kautionsfähigen, tüchtigen Wirt verpachtet werden.

Die Halle saßt ca. 2 000 Personen, der Betrieb besteht in Wein, Bier, warme und kalte Speisen, Kaffee, auch findet ein Festessen statt.

Bedingungen rc. sind bei dem unterzeichneten Vorsitzenden einzuholen und Offerten bis zum 15. Juni daselbst einzureichen.

Gießen, Juni 1905.

Der Wirtschaftsausschuß. Emil Fischbach.

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