Amk-und Anzeizebla« für Öen Kreis Giehen
SEES
Die Heutige Kummer umfaßt 12 Seiten.
An-
GrunüLon, der nur
inmal bei allen Bemühungen auch
Welt einfacher Menschen aus dem ..Volks stt'ick" fprctficn, bei dem keine
' von Nur i gc-
London, 6. Jan. Das Neutersche Bnrcau m heute von der japanischen Armee bei Port Artb 80 russische Offiziere haben V Ehrenw
Königl. General komm ^ndn des 18. Armeekorps, von Eichhorn,
Gen «wallentn^n^ rrrS knmmo'ndierender Giert ernt.
Mr. «
Erscheint tSgttch außer Sonntag-.
Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Zamilien« blätter viermal in der Woche beigelegt
Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Unlvers.-Buch-u.Stem» dructeret. 9t Lange. Redaktion, ErvedUwn und Druckerei:
Schulstraße 7.
Adresse für Deveschen: Uozeiger Gießen.
FkrnsvrechanicliliißAr 51.
Volk mögen ans ein ein Anforderung aus tiefe Jabel aber, auch wenn schweife erzählen will,
Regiment ist am 1. 10. 03 nur ein Volksschullehrer als Einiährig-Freilvilliger ein getreten. Dieser wurde aus dienstlichen Gründen vom weiteren Unterricht der Referve-Ofsiziers- aspiranten ausgeschlossen. Die übrigen vier bei dem genannten Regiment am 1. 10. 03 eingestellte Volksschullehrer dienten nicht als Einjahrig-Freiwillige und kommen daher zur Ausbildung als Reserveoffiziere überhaupt nicht in Betracht. , Eine andere als rein sachliche Behandlung der gelegenheit ist bei diesem Truppenteil nicht erfolgt.
Hero, Monna Vanna nnb Stella ausgestellt.
** Stadtithe,ater. Gestern abend ging vor sehr zahlreichem Publikum Nullerl", ein Volksskück mit Gesang in ö Akten von Karl M orre, über unsere Bretter. Ter schlichte Ton, die
ilUnstsebnen erhoben wird. Die nur mispruchsloS und ohne Uni n eine Stimmung haben, einen
Festung ausmarschiert und gehen heute nach Dalny Eme japanische Abteilung ist gestern in die Stadt abgerückt, um die Ordnung aufrechten erhalt en: die Nichtkombattanten können nach freier Wahl in der Stadt bleiben Tie javanischen Matrosen sind beim Aufräumen der Minen im Hafen und mit dem Entfernen der bei der Hafeneinfahrt gesunkenen japanischen Schiffe beschäftigt. Es sind jeW alle Forts von den Japanern besetzt.
Tokio, 6. Jan. In einer besonderen Sitzung nahm das Abgeos'dnLtenhaus Resolutionen an, in denen der Kaiser zu dem Erfolg dieser Jahreskampagne, welche ibren Höhepunkt in dem Fall von Port Arthur fand, beglück w ü n s chi t und General N o g i, sowie der dritten Armee für diese glorreiche Tat gedankt wird.
Die baltische Flotte.
Das Gerücht, welches wissen wollte, daß das Flaggschiff des Admirals R o s ch d j e st w e u s k i gesunken sei, wird nun von der russ. Telegr.-Agent. als völlig unbegründet bezeichnet. Bei dem ganzen Gerücht handelte es sich anscheinend um eine Vörsenmache. Es war aber von dem offiziöses deutschen Telegraphenbureau ausgenommen und verbreitet worden!
Eine Begegnung Stoffels mit Wogt.
Ter Korrespondent des Reuterschen Bureaus vor Port Arthur meldet vom 5. d. M.: Um 11 Uhr vormittags trafen General Stössel und General Nogi in enter Hütte des Dorfes SHuischi zusammen und hatten, nachdem sie sich begrüßt batten, eine [ange Unterredung. Sie schuttelten sich dann die Hände, worauf General Stöffel zu Pferde stieg und nach Port Arthur zuruckkelwte. Einer Reutermeldrmg aus Tokio zufolge hat Gien erat Stössel fein Ehrenwort gegeben, an dem Kriege nicht mehr teilzunehmen: er kehrt über Nagasaki in die Heimat zurück.
Kaiser Wilhelm als Warner.
Wie der Wiener Berichterstatter der „Times" erfährt, soll (?) her deutsche Kaiser wenige Tage vor dem Ausbruch des Krieges den Zaren drahtlich gebeten haben, den Krieg mit Japan durch Zurückweisung der japanischen Forderungen nicht zu überstürzen, weil Japan nach seinen (des Kaisers) Auskünften viel besser vum Kriege vorbereitet sei als Rußland Der Zar soll erwidert haben, die japanischen Bedingungen seien nicht verworfen worden, jedenfalls aber seien Maßregeln getroffen worden, um den Triumvh der russischen Waffen zu sichern.
9teidn
Berlin, 6. Ian. Als Antwort auf die Glückwunsch- adreffe der Berliner Stadtverordnetenversammlung zum Jahreswechsel hat der Kaiser nachstehendes Dankschreiben an bic Stadtverordneten gerichtet:
»Ich rinbe die Glückwünsche der Stadtverordneten meiner Hauvt- und Residenzstadt beim Eintritt in ein neues Jahr gern entgegengenommen und bin durch die in der Adresse erneut zum Ausdruck gelangte ireudige Teilnahme der Berliner Bnrgerichast an der glückverheißenden Verlobung meines nlteften Lohne s, des Kronprinzen Kaiserliche und Königliche Hoheit angenehm berührt worden. Indem ich den Stadtverordneten bestens danke, wünsche ich der gesamten Berliner Einwohnerschaft zum neuen Jahre Gottes Schutz und seinen reichen Segen."
— Der Kaiser nahm gestern abend an einem Diner beim Staatsminister Frhr. v. Hammerstein teil. — Wie wir der ^Kreuzztg." entnehmen, waren zu diesem Diner auch der Ministerpräsident Graf v. Bülow und der Finanzminister Frhr. v. Rbeinbaben erschienen. Ferner nahmen daran die Oberpräsidenten der preußischen Provinzen teil, die am Vormittag im Ministerium des Innern zu einer Konferenz zur Erörterung schwebender Verwaltungsfragen versammelt gewesen waren.
' Prinz Ludwig von Bayern, der älteste Sohn des Prinzregenten, vollendet am 7. d. Mts. sein 60. Lebensjahr.
ganze Anzahl von Ordensverleihungen an Offiziere der englischen Marine wird im heutigen „Netchsanzeiger" veröffentlicht. Man kann wohl aus den Buszeichnungen, deren besondere Veranlassung nicht bekannt ist, den Schluß ziehen, daß mindestens die amtlichen Ve- ztebungen zwischen Berlin und London nichts 311 wünschen lassen.
~~ dem Geschenk der preußischen Städte für die Hochzeit des Kronprinzen wird auf die Stadt Berlin ungefähr der Betrag von 70000 Mk. kommen.
Die Beratungen über den deutschen österreichi- ,chen Handelsvertrag nehmen, wie der „Bürs.-Eour." hört, einen derart glatten Verlaus, daß die Aussicht auf den Abschluß des Vertrages fast bis zur Gewißheit gediegen ist.
Die Taufk 0 st en fnr Umänderung des Namens Jnowrazlaw in Hohensalza betragen, wie der Mitarbeiter eines polnischen Blattes ausgerechnet hat, rund 150 000 Mk. Die Summe wird verausgabt für neue Stempel, Fonuulare, Attfschriften, Tafeln usw. für zahlreiche staatliche sowie koinmimate Behörden, viele Dutzende von Schitlen in der Stadt und Kreise Hohensalza usw. Betroffen werden vor allem die Gerichts-, Polizei-, Eisenbahn-, Post- und Steuer- behörden.
Ans Stuöt und Lanö.
Gießen, 7. Januar 1905.
^Personalien. S. K. H. der Großherzog haben dem Pfarrer Jost zu Nieder-Flörsheim die evangelische Pfarrstelle zu Mettenheim übertragen. — Ernannt wurden der Gerichtsvollzieher in Langen, Kapp, zum Gerichtsvollzieher in Darmstadt II, der Gerichtsvollzieher in Schotten, Dietrich, zum Gerichtsvollzieher in Neinheim. — Der Aktuariatsafsistent bei dem Amtsgericht Offenbach, Mai, wurde auf sein Nachfuchen aus dem Amte entlaffen. — In den Ruhestand versetzt wurden der Aktuariatsafsistent bei dem Amtsgericht Reinheim, Block, aus sein Nachfuchen und der Weichensteller in der Heff.-Preuß. Eisenbahngemeinschast Sera zu Mainz.
** Der Ortsgewerbeverein hielt am Donnerstag dem 5. Januar feine 1. Monatsverfammlung im Restaurant Feidel ab. Der Vorsitzende, Kommerzienrat Heyligen- itaedt, begrüßte die Erschienenen und teilte mit, daß im Reichstag demnächst ein Antrag eingebracht würde, welcher bezwecke, daß der § 129 der Gewerbeordnung schon jetzt dahin abgeändert werden solle, daß künftig nur denjenigen Handwerksmeistern, welche zur Führung des Meistertitels be- rechtigt sind, das Anlernen von Lehrlingen gestattet sein soll. Die Frage des sogen. Befähigungsnachweises sei somit ein- für allemal beseitigt, denn die berechtigte Führung des Meistertitels sei ja ein Befähigungsnachweis. Die anwesenden Mitglieder stellten sich ganz auf den Standpunkt unseres Reichstagsabgeordneten unb unterstützten in lebhafter Aussprache die fragliche Angelegenheit. Die UebergangSzeit für die Bestimmungen der Gewerbeordnung sei mit nahezu vier Jahren lang genug, um nicht noch bis 1907 warten zu müssen, bis die nachsichtigen Bestimmungen ihr Ende erreicht hätten. Es hat dieser Abend wiederum gezeigt, wie sehr notwendig eine Besprechung einschlägiger Fragen im Handwerk ist und wie sehr die Handwerksmeister gerade diese Diskussionsabende des Ortsgewerbevereins vor allen anderen Gelegenheiten in erster Linie beachten, bezw. besuchen sollten.
Promenadenkonzert findet morgen Sonntag um y.jlS Uhr in der Südanlage mit folgendem Programm statt: 1. Ouvertüre z. Op. „Stradella" von Flotow. 2. Valse bleue von MargiS. 3. Finale aus Mda* von Verdi. 4. Armeemarsch 205 von Voigt.
” Fräulein Riza Baj 0 r, die am kommenden Mittwoch im Theaterverein als Medea auftritt, wird folgenden Tages die gleiche Rolle auch in Marburg spielen. In den Schaufenstern der Herren Challier, FreeS und Hochstätter sind Bilder der Künstlerin in den Rollen der Mcdea, Sappho,
monathef) 75$L,Dierteh jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 60 Pf.; durch tüePostMk. 2.—Vierteljahr!. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige« ’ür die Tc 2dr*immer 's vormittags j 'chr.
Zc'*erwrets:
auswärts '9 j’j.
Verantwortt'ch für den poUt und 1J -em. Teil: P. Witiko; für »Stadt und Land* und „Gerichtssaal": August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck.
Kirche und Schule.
— .In Nr. 24 der „Hess. Schulbl.", des Organs des Kath L.-B. tm Großherzogtum Helsen, lesen wir folgende „Berich ttgung":
„Die in Nr. 20 der Hess. Schulbl. vom 15. 10. 04 Seite 239 unter „c. Worms" gebrachte Mitteilung, daß am 1. 10 04 bei dem Infanterieregiment Nr. 118 (nicht 117) fünf Volks- schullehrer als Einjährig-Freiwillige eingetreten, diriel.ben aber sämtlich, nachdem sie ein halbes Jahr an dem' OssizierS-Unterricht teilgenomiueu, ans letzterem ver- toiren seien, lveil der Unterricht für sie aussichtslos fei, entspricht nicht den Tatsachen. Bei dem genannten
;cbcn, nicht mchr an dem Kri,e tieil&unc 1) mc~n. Hie regulären russischen Truppen siitd aus der
Va!iÜl"che Tagesschau.
Teutsch-amerikanischer Gelehrtenaustausch.
Von gut unterrichteter Seite wird bestätigt, daß der Kaiser beim Neujahrsemps-ang des diplomatischen Korps dem amerikanischen Botschafter Tower crllgemein gehaltene Vorschläge über eine Befestigung der guten Beziehungen zwischen Deutschland und der Union gemacht hat. Während der Ausstellung in St. Louis haben bereits deutsche Gelehrte Vorlesungen dort gehalten, was bei den Amerikanern lebhafte Anerkennunc fand. Es kann daher angenommen werden, daß die Anregung des Kaisers, künftighin Vertreten der amerikanischen Wissenschaft in Deutschland, und deutsche Professoren in der Union mit Vorlesungen zu betrauen, nicht nur be. uns, sondern auch jenseits des Ozeans mit Freuden begrüßt werden wird. Um das hierfür Notwendige zu veranlassen, werden sich zunächst die Facheninisterien beider Länder in Verbindung setzen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß der Gedanke des Kaisers ein durchaus gesunder und zeitgemäßer ist, denn die Gelehrten als Repräsentanten der geistigen Kultur eines Landes sind vornehmlich daz-u berufen, bestehenden Vorurteilen über andere Völker im eigenen Lande wirksam durch AufNärung entgegenzutreten. Es erschiene daher Nnünschenswert, wenn> sich dieser geistige Verkehr auch mit anderen Ländern einrichten ließe. Für die englifche und deutsche Nation würde es z. B. von großem Vorteil fein, wenn ein ähnlicher Aus- tausch in geiziger Beziehung stattfände wie in Amerika. Vermutlich würde der Deutschenhaß in England allmählich ebenso schwinden wie bei und die Anglophobie. Vorläufig steht von Englnad aus der Besuch eines Großindustriellen zu erwarten, dem später englische Kaufleute folgen füllen Es ist möglich, dast sich hieraus Günstiges entwickelt und sich ein dauernder Verieyr herausbildet. Sir Thomas Barkley wird übrigens gegen Mitte Februar in Berlin erwartet.
Ausland.
Paris, 6 Jan. Die indirekten Steuern von 1904 ergeben einen Ueberschuß von 145 Millionen Francs über den Voranschlag, aber eine Vermindenmg nm sechs Mistionm g^gen 1903. Das budgetäre Gleichgewicht ist dank der vorsichtigen ?iuf- stellung des. Etats gewahrt, doch weist das Ergebnis von 1904 eine deutliche Verlangsamung in der Entwickelung der Einnahmen auf.
Warschau, 6 Jan. In der lebten Zeit machen sich die politischen Attentate wieder sehr bemerkbar Es vergeht fast fein Tag, an dem nicht Schutzleute Kosaken oder politische Spione ermordet aufaefimden werden. Die Töter verschwinden spurlos. Der Generaigouvemeur von Warschau, Gfenerof Tschertkow, veröffentlicht eine Erklärung, worin er bie, Bevölkerung vor regierungsfeindlichen Demonstrationen auf den Straßen warnt. Dns Militär b~be Befehl bekommen, aus die Demonstranten z-u schießen. Die Erklärung des Gseneralgou- verneurs hat in der Bevölkerung tiefgehende Erbitterung hervorgerufen.
Petersburg 6. Jan. Heute fand eine Sitzung des .-1 inisterkomitees statt, in welcher die Beratung der Fragen betr. die Rechtssicherheit gemäß d'.nn Erlasse des Kaisers vom 25 Dezember zu Ende geführt wurde. Daraus wurde über die Maßregeln zum Schutze des Loses der Arbeiter in Fabriken und Werkstätten beraten. Am 10. Januar soll eine. ^iftung stattfinden, in der über die Frage der Beteiligung von Vertretern der Semstwos an Regierungsrngelegenheiten und über die Abschaffung der für b f e Bresse bestehenden Beschrä n l tilgen beraten werden wird.
Washington 5. Jan. sR-uter Der Ausschuß des Se- nats fiir. ausuuirtige Angelegenheiten b'svrach heute die Frage der Sch iedsgerichtsverträge zwischen dm Vereinig- ten Ltaaten und Europa. Es kam zu keinem Einverständnis.
Erstes Blatt. LSS. Jahrgang SamStag 7. Jannar
iehenerAmeiaer
General-Anzeiger
Ser Krieg.
Grin Telegramm meldete uns gestern von sehr bedeutungsvollen Beschlüssen der russischen leitenden Stellen wegen der Fortführung des Krieges. Ein englisches Blatt machte darü'ber unkontrollierbare Mitteilungen, die heute von keiner Seite bestätigt werden. Indes kommt das Verlangen nach einem Siege in Ostasien heute auch in vielen russischen Zeitungen zum Ausdruck. Die .,Petrsb. Ztg." schreibt: „Tie Zukunft verlangt einen Sieg unsererseits. Wer sich für besiegt erklären muß, verliert Achtung, Glauben und Kredit." Aber das Blatt fügt hinzu, daß es unter Sieg nicht die Vernichtung des Gegners verstehe. Es will also nur noch einen Sieg, um das Prestige Rußlands zu retten, nicht die völlige Niederwerfimg des Gegners. Tas ist bezeichnend. Nach einem vollgültigen Liege verlangt das russische Volk aus einem anderen Gfe» biete, auf dem der inneren Politik. Und diesen zu ge- > binnen, rüstet es sich mit allen Kräften. Des Zaren Reformmanifest gostügt nicht. Was Rußland will, hat die große^ Semstwo-Versammlung in Petersburg in ihrem elf- punktigen Programm formuliert, haben die Stadtverordneten in Moskau T,.’ib Petersburg und später die Adelsver- sammlungen zechlreicher Gouverrwments, andere Stadtverordneten, die Rechtsanwälte und Ingenieure in Resolutionen und Adressen zusmimengefaßt: eine frei gewählte Vertretung des Balkes Zur Kontrolle der Verwaltung. Und für die Bewilligung dieser Forderung ist dem Zaren nicht einmal eine lange Frist ^gemessen. Immer noch stehen sich gleich beachtet gegeniiber die Ratschläge eines Pob- jedouoszew und Murawiew einerseits, und andererseits die eines Mirski und Witt. Wird Kuropatkin geschlagen — und wer möchte ihm bei einer neuen Aktion den S^g prophezeien? — so gewinnt das Gespenst der Revolution in R u ß l a <N d Fleisch und Bein.
Welchen Umfang die Bewegung gegen den Zarismus U'nd gegen den verhaßten Krieg genommen hat, geht aus einer Resolution hervor, die von den A e l t e st e n. der Bauern gemein den des Gouvernements Moskau beschlossen wurde. Die Bauern erklären darin, sie würden bei der nächsten Mobilisation ihre Söhne gewaltsam verhindern, dem Befehl, nach dem Kriegsschauplatz abzugehen, Folge zu leisten. Die Regierung, heißt es weiter, olle sie lieber hier als Rebellen erschießen, aber nicht zwecklos hin schlacht en lassen.
200 000 Mann von jetzt bis Ende Februar nach Ostasien zu senden, wie der „Standard" prophezeit, ist technisch un- mö-glich, selbst wenn in Rußland zurzeit soviel mobilisierte Truppen verfügbar wären.
Port Arthur
Tokio, 6. Jan. (Reuter.) Laut Mitteilung der Ma- rineverwaltuna wurden durch die Japaner vor der Kapitulation Port Arthurs die russischen Torpedoboote „Gaidamak" inib „Possadmk" und dreiPorpedoboots- z er stör er zum Sinket gebracht. D?r Krenzer „Vaian" liegt schwer beschädigt an der Südseite des Osthasens. DaS Kanonenboot „Bobr" wurde durch japanisches Granatfeuer zerstört.


