Kunst und Wissenschaft.
— Sigrid Arnoldsou , die urcriWi'Wc bv
bekenn klick bei uns in Glesien in u'ckt besonders gutem Andenken siebt, wurde, wie "ns aus Weimar cieschrieb-en wird während der Travi-ata-Vorffeklung- nm Hoftheater zu Weimar zur Grosth. Sachs. K'ammersängcrin ernannt.
M ü n ch e n, 31. Mai. Die Versammlung der deutschen w e - selbschäft für Volksbäd^r wurde "durck Professor Lassar eröffnet. Der R e i ck s k a n 5 l c r sandte folgende Depesche: „In sieter reger Anteilnahme an den Besireln-ngen dr deutschen Gesellschaft für Volksbäder begleite ick die diesjährige Hauptver- sammlung mit den aufrichligsien Wünschen für die weiwre Entwicklung ibrer dankenswerten Tätigkeit". — Die silberne Ehren- Medaille d^r Gesellschaft erhielt der Erbauer des Müllbades, Professor H 0 ch e d e r - Münckcn.
— Der Aachener Verein zur Förderung der Arbeitsamkeit bewilligte 50000 Mark für das neue Institut für Eisenhüttenkunde an der technischen .Hochschule, ferner auf drei Jahre ie. 20 000 Mark zur Unterstützung der Handarbeit treibenden Klassen mit Lebensmitteln und Feuerungsmaterial. ,
Graz, 1. Juni. Gestern begannen die auf fünf Tage an- berauutten Veranstastt'naen der ^onlünstlcrversammlung des Allgemeinen Deutschen Mnsikvereins. lauter d<-n Gästen befinden fick Rickard Straus;, Max Schillings und Marsop. Während einer gestern nfrmb zu Ehren der Gäste gegebenen Theatervorstellung erhielt R i ch a r d S t r a u s; ein Telegramm aus München mit der Meldung, das; sein Vater gestorben sn. Strauß reiste sofort nach München ab.
München, 1. Juni. D.e 9. Internationale Kunstau s st e l l u n g im Glaspalast, und die Lcnbach -Ausstellung im Knnstaussiellungsgebäude am Königsplatz wurden heute durch den Prinzreg^nten in 5'ogcnwart aller Mitglieder des kömg- lichen Hauses feierlich eröffnet.
Kiristticke INackiri^ten. Evangelische Gemeinde.
Sonntag E rau di, den 4. Juni:
Kollekte für die evangelischen Glaubensgenossen im Ausland. (Änttfsbffitn.
In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Plärrer I>. Schlosser. Zu gleich Christenlehre für die Nenkonfirmierten der Matthälis-- gemeinde. Vormittags SV, Uhr: Psarrassistent Schulz. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Diarkusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser.
Am zweiten Pfingstseiertag findet im Hauptgottesdienst Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus» und Markusgemeinde gemeinsam statt. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
In der Iohanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrasststent Sattler. Zugleich Christenlehre für die Netckonfirinierten aus der Johannesgenwinde. Vormittag? 9V, Uhr: Repetent Waas. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeucke Pfarrassistent S ch u l z.
9lm ersten Pfingstseiertag Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde im Hauvtgottesdienst. An- ineldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
Katholische Gemeinde.
Samstag, den 3. Juni 1 905: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 4. Juni 1 905, 6. Sonntag n a ch O st e r n: Vormittags von 6‘/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. Vormittags um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. Vormittags um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe. Vormittags um 9 1, Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2l/j Uhr: Christenlehre; darauf Altdacht.
Der Rheinisch Westfälische Effektenmarkt!
M ü l h e i m a. d. Ruhr, 31. Mai 1905.
Der Kohlenkuxenmarkt lag auch heute äußerst still. Die Umsätze waren sehr geringfügig und Mc Kurse neigten werter z-ur Schwäche. Besonders tovren es Konstantin der Große, Ewald imb Graf Schwerin, welche niedriger angk-boten wurden. Behauptet lagen Mont Cenis, Lothringen, Königin Elisabeth imb Helene und Amalie. Von mittleren Werten blieben Johann Deimelsberg, Heinrich imb Gottessegen gesucht. — Der Kalikuxenmarkt zeigte geaen gestern ein15 größere Festigkeit und namentlich für schwere W rtt, worin ansehnliche Umsätze zu zum Teil wesentlich erhöhten Kursen getätigt wurden. Besonders hervorzubeben sind Wintershall. Wilhelmshall. Durbach, Karlsfund, Justus I., Habenzollern, Hedwigsburg und Mexandershall. Die kleinen Werte dagegen waren fast unverändert — Van Erz kur en nur Klöser- weide güuckt. Der übr-g- Markt blieb unverändert.
hörig, und „Diana", Eigentum der Jalutt-Geseslschaft. Und ge- sirandet. Eine Barkasse der Landesverwaltung ist gesunken. — Heber die auf den anderen Inseln angerickteten Verheerungen wurden Einzelheitm noch nicht e-meldet. — Nack einem tm Kapu- zinerkloster zu Königshofen lElsaß) eingetrostenm Telegramm wurde durch den Taifun auf Pouape die ganze Kavuziner- niederlassung zerstört. Die Missionare sind alle mvt dem Leben davon gekommen. .
* K l e i n e T a g e s ck r 0 n i k. Der Offiziersbnrsche S'-'uber' vom Jnfanterieremment in Mühlhausen lElsassi wurde tot aus einem Abtaufkanal gezogen. Der Sckädel war emaescklagen und der Rücken wies Sticke <ruf. eine Hand war abgeickmtten. Augenscheinlich liegt ein 'Verbrechen vor. Es ist ausgefallen daß gegen den Offiziersburschen in letzter Zeit feindselige Hand- lirngen begangen wurden. — In Hamburg wurden unter dem Verdacht eines achtfachen Kind es mord es zwei Schwestern, die Frauen Anna Schröder und Minna vmstenberger, verhaftet — Am 1. Juni wurd^ in Sutomore (Jsiricn) ein 25 Sell»'den anhaltend-? starkes Erdbeben versw-rt. Zahlreiche Häuser find beschädigt werden: au? den uml^eaen en Dörfern treffen gleichfalls Nackrickten ein. die über Schäden Mitteilung machen. — Am 1. Juni entglasten bei d-er Erfahrt des Versonenznges Nr. 366 in den Bahnhof Könitz tSchwarzburg- Nudolstadtt durck vorzeitige Weick-enurnsttllnng vier Personenwagen. Ein Schaffner, wurde gelötet. Der Verkehr war nur IV2 Stunde unterbrochen.
Kerichtssaal.
R. S. Leipzig,!. Juni. Der Viehhändler Julius Maier und Genosie hatte sich wegen Vergebens gegen tz 12 des N a h r u n g s» Mittelgesetzes vor dem Schwurgericht zu G i e st e n zu verantworten. Der Angeklagte fcuitte ein krankes schwarzgeschecktes Kalb, das kurze Zeit daraus, nach der Besitznahme, starb. Er schlachtete es trotzdem aus und verkaufte das ausgeschlachtete Kalb an leinen mitangeklaaten Genosten Schiss in Estenbach a. M. Schiff täuschte den dortigen Fleischbeschauer, indem er ihm ein gesundes, lebendiges Kalb vorsührte, das zwar auch schwarz, aber nur am Hinterteil wenig gefleckt war. Ter Fleischbeschauer verliest den Schlachtort einige Zeit, und diese benutzte Schiff um die Täuschung zu vollziehen, indem er das lebendige Kalb fortschaffte und dastir das ausgeschlachtete Kalb des Maier unterschob. Ter später wieder zurückkehrende Fleischbeschauer ließ sich auch täuschen, und drückte aus das Fleisch des untergeschobenen Kalbes den Fleischbe- schaustempel. Tie beiden Angeklagten wurden vom Schöffengericht zu Gießen zu je 8 Monaten Gelängnist verurteilt. Sie. legten Revision gegen das Urteil beim Reichsgericht ein, die jedoch vom 1. Strafsenat des Reichsgerichtes verworfen wurde.
Braunschweig, 31. Mai. Der wegen Kindesrnrß- handlung zu vier Monaten Gefängnis verurteilten Frau Major v. Stzdow Nmrde, nachdem sie zwei Drittel ihrer Strafe verbüßt hat, mit Rücksicht auf ihren leidend-n Zustand das letzte Drittel derselben auf dem Gnadenwege erlassen.
Vermiete».
* Die Verhaftung eines Knabenhändlers in Mainz. Eines Tages begegnete ein vornehm aussehender Herr in den mittleren Jahren in den Straßen Berlins zwei jungen Leuten, einem 19 jährigen Berliner Mechaniker und einem 18 jäbr. imigarischen Handlungsgehilfen Die be^en jungen Ln'tt müfim das Gefallen des ana^bsichen Dr. Phil. Ferres a-ckunden haben, denn er lud sie sogleich zu einem Imbiß ein. Hierbei eröffnete der „Dnktnr" den juua-en ^'nn-rn: sie könnten ihr Glück machen, wenn sie mit ihm eine Reise nach hm G"sild-n Spaniens unternehmen wollten. Sie würden dort glänzende .und dauernde St-ll- irngm erhalten. Die jungen Leute, etwas romantisch angelegt, ließen fick b-schwatzen ihre Stellungen aufzugeben und mit dem Herrn Doktor nack 'Spanien zu falwen, zumal der Herr Doktor alle Knsten für Resse, Verpflegung usw. bestreiten wollte. .In Wiesbaden machte der Doktor mit seinm Begleitern Statt'on, angeblich, um sich einige Z-is in der sckönen Bäderstadt zu erholen. Er kehrte aber nicht in ein.Hotel ein, sondern mietete fick eine Prnvatwnhnnng' mit zwei' dicht nebeneinander liegenden Zimmern. Der Doktor sttl'tbc an seine jugendlichen Begleiter nickt nur unsittliche Zumutungen, er forderte sie auch auf, auf d-n „Herrenfang" zu a»hen. Die jungen Leute wiesen diese Zumutungen mit Entrüstung zurück. Der „Doktor" verschwand und liest seine Begleiter ohne alle Geldmittel in WleKhgd^n. Die jungen Lmte meldeten nun den Vorfall der Polizei. gelang, den Herrn Doktor sogleich in Mainz zu verhaften. Sofort voraen-^mmen" Nacksmickunaeu ergaben, daß ber angebliche Doktor Ferres ein st-ellmrgsloser Kellner ist.
Halberstadt, 31. Mai. Zu der Entgleisung des Schnellzuges Nr. 132 auf dnn Bahnhof Heudeb-r-Dannstedt wird weiter amtlich g"meldet: S chw er v erl e tz t Max Haudner aus Braunschweig, Frau Stadtdirektor Dr. Willmann aus Vegesack b^i Br-men. sowie Frau Wiekcr aus Halberstadt. Unter den Leichtverletzten, die nach der Anlegung eines Notverbandes sofort die Fahrt fortsetzten, befinden sich die, Tochter der letzteren, Irma, sowie der Baumeister Ernst Gi^se in Halle a. S.
• Das Abenteuer einer Köchin. Eine hübsche yitncte Köchin aus dem Londoner Stadtteile Kensington, in dem der reichere Mittelstand wohnt, hatte kürzlich ein Erlebnis, worüber sie am Samstag im Polizeigerichte in Marlborough Street näheres mitteilte. Sie machte am 5. Mai aus der Straße die Bekanntschaft eines elegant gekleideten jungen Herrn, der eine Zusammenkunft mit ihr für den folgenden Nachnnttag verabredete. Der Herr kam zur verabredeten Zeit in einer zweispännigen eleganten Equipage angefuhren und fuhr mit dem jungen Mädchen nach Richmond, wo beide in einem feinen Hotel dinierten und reichlich Champagner tranken. Der junge Mann, der sich Hauptmann Horrocks nannte, steckte dann einen Diamantring, den die Köchin hatte, auf seine Hand, lieh ihr seinen eigenen, weniger wertvollen Ring dafür und versprach der Köchin, ihr am folgenden Montag einen viel feineren Diamantring zu schenkend Dann ging der Herr Hauptmann hinaus, an- geblich, um mit dem Kutscher zu sprechen, ließ sieh aber nicht mehr sehen. Das Diner und der Champagner blieben unbezahlt, ebenso die zweispännige Equipage, aber der Kutscher hatte noch die Freundlichkeit, die Köchin nach Kensington zurückzufahren. Der angebliche Hauptmann wurde einige Tage später auf dem Bahnhofe Charing Croß verhaftet. Er hatte seit dein 2. Mai im Hotel Viktoria als Hauptmann Horrocks gewohnt, war immer in Equipagen umhergefahren imb hatte Kleidungsstücke aus Kredit gekauft. Sein wirklicher Name ist Trevor, er soll aus guter Familie sein, bat aber schon wegen Betrügereien 3 */2 Jahre Zuchthaus verbüßt.
* Der Wirbelsturm auf bnt Karolinen., Nach einem arntticken Telegramm bat am 20. April ein Taifun in dem östli^en Teil.- b'w Karolinen, imb zwar auf oen Inseln Ronape Mo^il. Pjngelap und Kufai aroste Verwüsttmaen angerickttt. Auf ber Insel Vonape sind 18 Farbige bei bleiern Ereignis um* gekommen-. 1 Meiste und 300 Farbige wurden verletzt.. Die Däiis'-r sind sämtlich, die Frncytbäume me.ikmteils zerstört worden. Die Motorschuner „Pouape", der Land.soerwaltnng ge-
Großherzogspaar nach dem Berliner Aufenthalt einige Zeit zum Besuch des Prinzen Heinrich nach Schloß Hemmelmark sich begeben wird. Gestern nachmittag stattete das Großherzogspaar den Fürstlich Erbach-Schönber g'schen Herrschaften auf Schloß Schönberg einen Besuch ab, wovon sie gestern abend wieder hierher zurückkehrten.
Offenbach, 1. Jnni. Es steht nach der Off. Ztg. >etzt fest, daß die ersten Angaben der Frau Lotz, sic habe Den Mord an der Rosa Lückert in Gemeinschaft mit ihrem Bruder Augulst Brückner aus Ludwigshafen begangen, erdichtet waren und daß ihr spateres Geständnis, das Verbrechen allein verübt zu haben, auf Richtigkeit beruhte. Der Bruder hat sich nämlich selbst der Polizei in Ludwigshafen gestellt und dort nachgewiesen, daß er sowohl am 27. Mai wie auch am 28., dem Tage des Mordes, in verschiedenen Orten der Pfalz herumgezogen ist, wo er Verpflegung erhalten hat, und seine Angaben sind von den Verpsleaestationen bestätigt worden. — Tie Frage, was die Frau Lotz zu ihrer ftirchtbaren Tat, die sie sorgfältig vorbereitet hatte, veranlaßt haben mag, scheint sich jetzt ebenfalls aufzuklären. Die Mörderin hat aller Wahrscheinlichkeit nach ein un eh eliches Kind, das sie irgendwo in Pflege gegeben hat und für das sie allmonatlich einen Betrag. zahlen mußte. Um das Geld dafür aufzubringen, sah sie sich genötigt, nach und nach eine Reihe von Gegenständen, darunter sogar ihren Ehering, zu versetzen oder zu verkaufen; auch ist es nachgewiesen, daß sie bei Einkäufen auf dem Markt oder in Frankfurt, die sie für andere besorgte, kleine Preisaufschläge machte. Um nun mit einem Schlage eine größere Geldsumme in die Hände zu bekommen, hat sie offenbar den Mordplan entworfen, und sie rechnete damit, die gesamte Einkassierungssumme von etwa 500 Mark zu erbeuten. Daß sie nur 87 Mark bei ihrem Opfer vorsand, lag daran, daß Rosa Lückert die Goldstücke, die sie eingenommen hatte, stets ihrem unten auf der Straße wartenden Onkel einhändiate.
Mainz, 1. Juni. Eine hier stattgehabte Vorstauds- fitzung der Kollekteure der hessischen Lotterie beschloß eine Eingabe an die Landstände um wesentliche Erhöhung der in oem Lotterievertrage zwischen Hessen und Preußen vorgesehenen Entschädigungssumme von 500 000Mk.
Frankfurt, 1. Juni. Gestern abend hielten hier die Schweinernetzger eine sehr stark besuchte V.rsarnrnliaiq zur Aussprache über die gegenwärtige Geschäftslage. Die Sckwetue- preise sind in den letzten Monaten wieder a^nz austerordenttich in die Höhe gegangen. Von 117 Mark per 100 Kilo im Dezember sind sie mif 136 Mark im Monat Mai, also um fast 20 Mark gestiegen. Dabei erfolgt in der Reg-l b's ^um H^bst eine weitere Steigerung, so daß in diesem Jahre die höchsten jemals b-a gerne jenen Schweinepreise erwartet werden. Man sah sich in- fofgebeffen gezwungen, diePreise auch für S ch w e i n e f l e r sch um fünf Pfg. zu erhöhen, ebenso für Wurstwaren dementsprechend. Allgemein hiwrschi die Ansicht var. daß unter allen Umständen auch auf die Abschaffung des Zehnpfennig-Verkaufs hiugewirkt werden müsse, wenn die gewerblichen Verhältnisse eine Besserung erfahren sollen.
Israelitische NeligionSgesellschaft.
(fcoftf'-.bknff.
Sabbath^eieram 3. Juni 1905. Freitag abend 8.00.
Samstag vormittag 8.00. Nachmittags 4.00. Sabbathausgang 9.30. — Wachengottesdienst: morgens 6.30, abends 9.30 Uhr.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
?ro-anssichtliche Witternna in Rosien für Samstag' den 3. Juni 1905: Teils trüb, vielfach Gewitterregen, am Tage kühler und windig.
Näheres bureb die Giesiener Wetterkarte.
Märkte.
ke. Frankfurt a. M., 2. Juni. lTetear. Oria.-Bericht des „Gieß. Anz."O Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- v reife. Zum Verkaufe standen: 29 Ockfen, 0 aus Oesterreich 0 Butten, 00 aus Oesterreich, 37 Kühe, Ferfen, Stiere und Rinder, 0 aus Oester., 634 Kälber, 7.3 Schafe u. .sck'mmel, 702 Schweine. Bezahlt wurde für lOOPsd.Schlachtaewickt: Ockfen 1.Qualität 72 bis 74 Mk., 2. Qual. 66—68 V!k, 3. Qual. 60—64 Ml.; Büsten 1. Qual. 6.3—63, 2. Qual. 00—00 • Kühe 1. Qualität 68-70 Mk., 2. Qual. 60—62 Mk., 3. Qual. 50—52 Mk., 4. Qual. 42—44 Mk., 5. Qual. 00—00 Btt. Kälber 1. Qual. 83—85 Pfg., Lebendaewicht 49—51 Pfg., 2. Qualität 77—82 Pfg., Kebendaewickt 46-48 Pfg., Schlackigem. 60—60 Pfg.: Schafe: 1. Qual. 72—75 Pfg., 2. Qual. 6—70 Pfg. Gefchäft: mittelmäßig, Ueberstand u'ibedentend: bei chweineu gedrückt, kein Ueberstand, bei Kälber gut, kein Ueberstand.
fc. Frankfurt a. M., 31. Mai. Heu- und Strohmarkt. Heu kostete heute Mk. 3.00-3.40, Stroh Mk. 2.4O bi« ^f. 2.65. Astes per 50 Kilo. Tendenz: in Heu sehr flau, in Stroh fest.
Limburg a. b. 5., 31. Mai. Frncktm a r k t. Durch fchnittsvreife pro Psalter. Roter A^ei^en 15.30 Mk., weißer Wetten 00.00 Mk., Korn Mk. 12.20, Gerste 00.00 Mk., Hafer 8.00 Mk, Saathafer 0.00 Mk., Erb len OOP R'k.. Kavtaüeln 0.00 Mk.
Petersburg, 2. Juni. Hier zirkuliert das Gerücht, daß in Zarskoje-Selo ein Militär-Putsch ausge- brachen sei. Der Kosaken-General K0wale w, der wegen Mißhandlting eines Regimentsarztes vor ein Kriegsgericht gestestt werden sollte, Hat sich erschossen.
Warschau, 2. Juni. In Lodz dauern die anar» chisiiscken Zi,stände an. Ein Arbeiterhausen versuchte einen Genossen zu befreien. Das Militär gab eine Salve ab, wobei 70 Personen verwundet wurden. In der Fabrik von Scheibler wird der Besitzer mit dem Beamtenpersonal von Arbeitern belagert.
Das Attentat in Paris.
Bari?, 1. J^ni. D^r Leiter des ^tpstivinstituteZ Mvquül erklärte einem Berichterstatter: „Wir kennen ffanz bestimmt den Urheber des Attentates. Das Verbrechen ist in jeder Weise spanischen Ursprunges. Ich erhielt am 26. Mai die Aufgabe, fünf Anarchisten zu verhaften. Vier wurden festgenommen, und zwar der Spanier VaNino, Navarro und Pallaeios und der Engländer Harvey, der fünfte entwischte. Ich habe seit heute morgen den Beweis, daß der letztere der Attentäter ist und daß die vier Verhafteten die Helfershelfer sind. Vallino, der kürzlich in Spanien in contumaciam zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, legte ein umfassendes Geständnis ab. Wir haben Ursache zu glauben, daß noch andereMitschuldige existieren." Der größte Teil der Bombenladung drang dem getöteten Pferde des Wrassters in den Bauch; diesem Umstande verdanken zweifellos zahllose Personen ihr Leben. — König Alfons und Loubet trafen bald nach 6 Uhr wieder ein; sie wurden von dem Ministerpräsidenten Rouvier und den Ministern Bienvenu, Martin und Etienne am Bahnhofe empfangen. Auf dem ganzen Wege nach dem Ministerium des Auswärtigen wurden dem Könige und dem Präsidenten Kundgebungen Weitet.
Paris, 2. Juni. Die erste Glückwunschadresse erhielt König Alfons von Kaiser Wilhelm. Der König telegraplsterte dies sofort nach Madrid seiner Mutter. Glückwunschtelegramme der Minister, des diplomatischen Korps' und der Stadtvertrettmg folgten. Der König beantwortete einen Glückwunsch mit den Worten: „Meine Feuertaufe habe ich mir allerdings anders gedacht. Bedauere, daß Personen verletzt wurden." — Mit besonderer Schärfe wird die unglaubliche Fahrlässigkeit der Polizei verurteilt, die, obschon gewarnt und übet die Anwesenheit der anarchistischen Meuchelmörder unterrichtet, nicht umfassende Vorsichtsmaßregeln zum Schutze der Sicherheit des Königs getroffen \)at. Die Verletzten sind Carlier, Redakteur der stenographischen Kammerberichte, zwei ganz junge Mädchen, die an den Beinen verwundet wurden, ferner der Fleischer Lucien, der eine schwere Ve^ letzung davontrug, ein Kürassier und zwei Polizisten.
Die Seeschlacht.
Petersburg, 2. Juni. General Line mit sch telegra^ phiert vom 30. Mai: Wie General Kasbek unter dem 30. Mar 10 Uhr vormittags berichtet, isi der Torpedoboatszerstörer Grozny nachdem er während des Kampfes in der Nacht vom Geschwader getrennt wurde in Wladiwostok eingetroffen. Der Kommandant bericktet: „Grozntz und das Torpedoboot Bjedowy, auf dem sich Admiral Roschdjeslweuski mit seinem Stabe befand, nahmen den Kurs nordwärts. Nördlich von der Insel Dayelette stteßen unsere Torpedoboote auf zwei große japanische Torvedojäger, die sofort den Kamps begannen; während desselben sah man den Bjedowy infolge einer Explosion sinken. Den G r 0 z n Y selbst brachten die japanischen Torpedojäger zum Sinken." (Diese Nachricht rst unklar.)
Tokio, 1. Juwi. Ta die Notwendigkeit, die früheren japanischen Verluste zu verheimlichen, nicht mehr besteht, gibt die Admiralität den Verlust des Sckchachtsckiffes Jaschima vor Port Arthur im Mai 1904 sowie die übrigen bisher zurückgehaltenen Verluste bekannt. Die Liste ist folgende: Die Jaschima ist auf eine Mine am 15 Mai 1004 bei der Dlokade vor Port Arthur geraten, der TorpedobootsKersivrer Akatsuki gleichfalls vor Pott Arthur am 17. Mai, das Kanonenboot Aschima gesunken infolge eines Zusammenstoßes, als er mit dw Landarmee vor Liautung zusammerrwirkte, nm 17. Mai: der Torpedobootsz-erslürer Hvatori stieß auf eine Mine und sank arp 3. September während der Blokade vor Port Arthur: das Kanonenboot Atajo stieß auf einen Felsen und sank am 6. Nov. bei der Blokade vor Pott Attuhr; der Kreuz-er Takasago stieß auf eine Mine und sank am 12. Dez gleichfalls vor Port Arthur.
Schwächliche Kinder 11. Erwachsene» denen man sofort ansieht, daß ihre Entwicklung gestört ist, werden, wenn sie sick eutfckließen, eine Zeitlang das bhitbilbenbe Nähr- imd Kräftigungsmittel Biofon zri trinken, sehr rafck den wohltätigen Einfluß im Allgemeinbefinden und im WuSfehen wahrnehmen. Es enthält wie fein anderes Präparat in bester komentrirtester und leicht verdaulickster Form die wichtigsten LebenS- und Aufbaustoffe und darf nicht mit Haferpräparaten, Hämatogenen u. f. w. verweckst elt werden.
Biofon ist fertig zum Gebrauch in den Apotheken, guten Drogerien u. f. w. das hatte Kilo drei Mark erhältlich und lefe man, um sich von deut Wert des Präparates zu überzeugen, die Berichte der medizimfehen Zeitungen, Professoren, Aerzte, Nrankeit- biiufer u. V w. und beachte seinen billigen Preis gegenüber anders»' ähnliche»» Präparate»». b7/*


