Ausgabe 
1.7.1905 Erstes Blatt
 
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Ver<5uTfhiFe eS ycmdelke sch lürf eine fogen (mitte Sammelklasse vollständig. /Lassen Sie mich einmal Machen", meinte der Schulrnspektor.WaS ist ein Mi­nister? Wer weiß es?" Die eine Antwort kantete:Ein Minister ist eine Stadt." Die andere:Ein Minister ist ein Berg." Die dritte:Ein Minister ist ein Fluß." Da kam als Rettung aus dieser Wirrnis von einem vierten Biibele die Auskunft:A Minischter isch a Ma."Richtig, mein Sohn: ein Minister ist ein Mann. Run sage mal, wirst Du auch einmal ein Mann?"$a."Wirst Du auch einmal ein Minister?"Na, a Minischter isch a gescherter Ma'."Das genügt einstweilen vollständig", so wandte sich der Inspektor lächelnd zum Lehrer:wenn die Buben wissen, daß der Minister ein gescheiter Mann ist."

Jugend will sich nicht warnen lassen. Ludwig Thoma richtet im SimplizissimuS dieser Woche die folgende unpolitische Warnung an die Jugend:

Die Welt will Euch so schön bedünken, Weil Euch die junge Freiheit lacht; Ihr wollt in ihrem Schoß versinken. So hab ich auch einmal gedacht.

Den Weg, den ihr im Jugendprangen

Mit freudevollem Herzen zieht;

Auch ich bin einmal ihn gegangen, Obschon ich bester ihn vermied.

Die Blumen, die am Rande blühten, Ich hab nach ihnen mich gebückt, Und davor möcht ich Euch behüten Ich habe manche mir gepflückt.

Ich könnt Erich gute Warnung geben, Jedoch ich weiß, Ihr hört mich nicht, Man kennt die Rosen wie das Leben Nur, wenn man sich an ihnen st i ch t.

* Kleine Tageschronik. In Rheinzabern gossen die sieben- und elfjährigen Töchter des Maurers Kaufmann in Abwesenheit der Eltern Petroleum ins Herdfeuer. Tie Kanne explodierte. Beide Kinder starben infolge der schrecklichen Brandwunden. In Münster i. W. st ü r z t e der N e u b a u des Provinzial-Museums ein. Drei Arbeiter wurden verschüttet. Zwei sind tödlich verletzt. In der Nacht brach in der Kieler Oelmühle von Asmus Großfeuer aus. Der Kaiser sandte ein Detachement des KreuzersBerlin" so­fort zur Hilfeleistung. Auch Torpedoboot-Mannschaften trafen ein, sodaß die Fabrikgebäude gerettet werden konnten. Immerhin beträgt der Schaden GO 000 Mark. Mehrere Feuerwehrleute sind verletzt. In Wien wurde der Orientalist Professor David Heinrich Müller von einer Droschke überfahren und erlitt eine starke Wunde am Hintcrkopf. In Watkinsville in Georgia (Nordamerika) stürmte eine Schar Maskierter das Ge­fängnis und führte acht Neger und einen Weißen fort, welcher der Ermordung eines alten Farmerpaares angeklagt und der Ver­gewaltigung einer weißen Frau beschuldigt waren. Die, Ge­fangenen wurden in einer Reihe aufgestellt und dann nieder­geschossen. Acht von ihnen wurden getötet; einer stellte sich tot, worauf die Lyncher sich entfernten.

Zlniversttäts-Kachrichten.

Das P reßw es en hat sich in Deutschland als Lehr- g e g e n st a n d auf den Hochschulen nur sehr langsam Eingang verschaffen können. Wie dieKöln. Ztg/ mitteilt, hat jetzt ihr Redakteur Dr. Brunhuber eine Berufung erhalten, um überDas heutige Preßwesen" cm der Kölner Haudels-Hoch- chule Vorlesungen zu halten.

Das Frauen st udium an den deutschen Uni­versitäten. An den süddeutschen Universitäten,sind in diesem Sommer 137 Frauen rechtmäßig als Studenten immatrikuliert, 49 in Heidelberg, 44 in München, 34 in Freiburg, je 4 in. Er­langen und Tübingen, 2 in Würzburg: 75 von ihnen studieren Medizin, 37 Philosophie, 20 Mathematik oder Naturwissenschaften, 2 Staatswissenschaften, endlich je 1 evangelische Theologie, Juris­prudenz und Zahnheilkunde. Außerdem sind an den sämtlichen Universitäten (außer Königsberg, für das die Angaben, noch nicht vorliegen) 1011 Frauen als Hospitantinnen eingeschrieben, und zwar 365 in Berlin, 108 in Bonn, 87 in Breslau, 72 in Leipzig, 71 in Göttingen, je 44 in Heidelberg und Straßburg, 42 in Freiburg, 39 in Jena, 30 in Halle, 27 in München, 19 in Kiel 18 in Marburg, 15 i n Gießen, 13 in Tübingen, 10 in Rostock, 6 in Würzburg und 1 in Erlangen. In Greifswald und in Münster sind keine Frauen eingeschrieben. Insgesamt studieren also zurzeit 1138 Frauen an den deutschen Universitäten. Ueber

Vergebung von Bauarbeiten.

Die äußeren Anstreicherarbeiteu verschiedener Ge­bäude der neuen Kliniken und der psychiatrischen Klinik (4 Lose), sowie die Pflaster- und Chaussierungsarbeiten im Ge­biet der psychiatrischen Klinik werden hiermit unter Zugrunde­legung des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben.

Die Angebotsunterlagen können in unserem Amtslokal eingesehen, Angebotsformalien dorther gegen Selbstkostenpreis bezogen werden.

Offerten mit entsprechender Aufschrift sind bis zum Er­öffnungstermin Montag, den 10. Juli, vormittags 11 Uhr, einzureichen. Zuschlagsfrist 8 Tage.

Gießen, den 30. Juni 1905. B1/?

Großherzogliches Hochbauamt.

__________________I. V.: Heyer. _________________

Alsfeld (Station her Prch.-Scss. Wnbch).

Am 31. Juli findet der

4Mük-il.MeilimkI.S--:

in Verbindung mit dem

HW Prämiemrmrkt

auf den städtischen Markt-Anlagen (Lindenplatz) statt. Für diesen Markt stnd für die besten Pferde und Fohlen hessischer sowie nichthessischcr Züchter und Händler Prämien im Betrage von Mk. 1400 vor­gesehen: diese Prämiierung beginnt morgens 8 Uhr. Es können nur fehlerfreie Tiere prämiiert werden. Importierte Fohlen rangieren bei den Fohlen ihrer Altersklasten. Kreuzungsprodukte sind von jeder Prämie ausgeschlossen. Deck-, Geburts- bezw. Körscheine sind vorzuzeigen.

Anmeldungen zu diesem Markt sind an die Geschäftsstelle des Hessischen Landes-Pferdezucht-Bereins in Darmstadt, Neckar- praße 10, bis zum 26. Juli, ebenso Wünsche und Anfragen, ins­besondere wegen Stallungen, sind an das Markt-Komitee in Alsfeld bis zum gleichen Termin zu richten. Gleichzeitig findet eine

Verlosung -WE

von Fohlen, Zuchttieren, Maschinen rc. statt. Lose ä, 1/i Mark find zu haben bei der Lottcrie-Generalagentur Georg Kurtz jr. iu Alsfeld. Wiedervcrkäufer erhalten Rabatt. DV7

Zum Besuche dieses Marktes wird freundlichst eingcladen; alle Pferde« Züchter und -Verkäufer werden gebeten, den Markt zahlreich zu beschicken.

Alsfeld, im Juli 1905.

Der Stadtvorstand Alsfeld.

die näheren Fachstudien der als Hospitantinnen eingeschriebenen Frauen fehlen leider fast überall nähere Angaben.

Handel und Mrkehr. Volkswirtschaft.

Zollchikanen. Zu den Spezialmiten einiger Länder ge­hören auch die Zoll-Chikanen. Groß ist darin von jeher Italien gewesen und es leistet darin trotz aller Proteste auch jetzt noch erkleckliches. Dann sind die russischen Zollmanöver auch über jeden Zweifel erhaben, was ihre Knifflichkeit anbelangt und was die Vereinigten Staaten in dieser Beziehung fertig bringen, auch harm­losen Reisenden gegenüber, mögen diese auch noch so gut accrediert sein, das überbietet selbst der Türkei Zollherrschaft. Geklagt über da? Zollwesen der Vereinigten Staaten wird immer. So ist auch der Deutschen Exportgärtnerisches Produkt nach Amerika von Jahr zu Jahr immer mehr zurückgegangen, wogegen der Import aus Amerika durch die schrankenlose freie Einfuhr und das jederzeit entgegenkommende Verhalten der Seeschiffahrt bedeutend gestiegen ist. Der Export nach Amerika kann nur gehoben werden, wenn der amerikanische Zoll auf ein Minimum zurückgesetzt wird.

Reichsbank. Am 12. Juli wird in Schmölln S.-A. eine von der Reichsbankstelle in Gera abhängige Reichsbank- nebenstelle mit Kasseneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden. ____________

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Ich halte e? für meine Pflicht, Ihnen die mir soeben zuge­gangene Anzeige aus Ems den 27. Juni zu übermitteln, welche lautet:

»EmS, den 27. Juni. Der Arzt Dr. Feiber in Holzappel, der vor neun Wochen mit sieben anderen Personen von einem tollwütigen Hunde gebissen und vor mehreren Wochen aus dem B e r l i n e r I n st i t u t e für Infektionskrankheiten zrr rückgekehrt war, ist unter Symptomen von Tollwut heute plötzlich g e st o r b e n."

Ich bemerke dabei, daß die Dr. med. Lntaud (Paris), Boucher (Jssy sur Seine) und Feliee Costa Neapel) schon eine große Anzahl von Fällen veröffentlicht haben, in welchen diejenigen Personen, welche sich, nachdem sie von angeblich wütenden Hunden gebissen worden, auf Pasteur-Instituten behandeln ließen, anToll- w u t" zu Grunde gingen, während andere, von denselben Hunden gebissenen Personen, welche sich ihre Bißwunden in natur­gemäßer Weise mit mildkühlem Wasser behandeln ließen, baldigst und völligst gesundeten. Vorsicht halber empsiehlt es sich, nach dem Biß vier bis fünf Dampfbäder in ebenso viel aufeinander­folgenden Tagen zu nehmen. Nach Dr. Lntaud sind diese selbst nach ausgebrochener Krankheit ein sicheres Heilmittel.

Gießen, den 30. Juni 1905.

Spohr, Oberst a. D.

Temperatur der Lahn und der Luft

am 1. Juli 1905.

Nach Reaumur gemessen mittags zwischen 12 und 1 Uhr. Wasser 20°, Luft 21° N.

M ü l le r'fche Bade- und Schwimmanstalt.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Boranssichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 2. Juli 1905: Meist trüb, vielfach Gewitter mit Regenfällen, etwas kühler.

Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

Ariginat-Draljtmkiüungcn.

Köln, 1. Juli. Auf freiem Felde wurde an einem fünf­jährigen Kinde ein Lustmord verübt. Das Kind wurde nut zerschmettertem Schädel ausgefunden. Die im Felde beschäftigten Arbeiter bemerkten den fliehenden Unhold und setzten ihm nach. Man konnte aber seiner trotz der von der Kriminalpolizei sofort aufgenommenen Verfolgung noch nicht habhaft werden.

Hamm i. W., 1. Juli. Bei Löchter wurde der Versuch gemacht, einen Personenzug durch Ueberlegen einer eisernen Schwelle zur E n t g l e i s u n g zu bringen. Aus den Bahnwärter, der die Tat rechtzeitig entdeckte, wurden Revolv er sch üsse abgegeben. Die Täter entkamen.

Beuthen (Oberschl.), 1. Juli. Der bei dem Grafen Tiele- Winkler eingestellte Förster Waloschek schoß auf zwei Berg- l e u t e, die ihn angriffen. Einer wurde getötet, der andere verletzt.

Mannheim, 1. Juli. Das hiesige Schwurgericht ver­urteilte heute den -schreiner Georg Becker aus Heidelberg,

Einladung

zu der Samstag, den 8. Juli l. I., abends 8/2 Nhr, im Saale der Herberge zur Heimat dahier stattfindenden

Generalversammlung.

Tagesordnung.

1. Mitteilungen.

2. Vorlage der Bilanz und Jahresrechnung pro 1904 und Beschlußfassung über Verteilung des Reingewinns; im Anschluß hieran: Erstattung des Rechenschaftsberichts.

3. Wahl von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgtiedern.

Die Rechnung pro 1904 liegt 8 Tage lang zur Einsicht der Genossen, Johannesstraße 5, offen.

Gießen, den 30. Juni 1905.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Baugenossenschaft des evangel. Arbeitervereins zu Gießen, eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.

L. Heyligenstaedt. DV7

Gießener Turnerschaft.

Wir ersuchen unsere verehr!. Mitglieder, an dem heute abend in der Turnhalle des Turnvereins stattsindenden Fest- Kommers zur Feier des 20jährigen Bestehens des Gießener Radfahrer-Vereins 1885 zahreich teilzunehmen. v1/?

Der Ausschuß der Siebener Tnrnerfchaft.

Fr. Helm.

ff I

Heinrich

Total-Ausverkauf in Schuhwaren'

wegen Geschäftsaufgabe. /

Da ich die Preise seither schon bedeutend herabgesetzt hatte,! gewähre von heute noch /

20 Prozent Rabatt.

Rur solide Waren von bestem Material.

welcher am 4. März d. I. da§ Dienstmädchen Susarvm^ Senges etnt'orbet hatte, znm Tode.

Waldenburg, 1. Juli. 9.Uf der Chaussee bei Altwasser« wurde der Schlaffer Wocichowskh von einem Automobiv überfahren und sofort getötet.

Stockholm, 30. Juni. Die ZeitungVort Land^ erklärt,-! sie könne den Hauptinhalt der von der Negierung dem UntmtSV ausschnß vorgelegten Bedingungen mitteilen. Nur zwei von den aufgestellten Bedingungen seien von Bedeutung, nämlich 'erstens die Schaffung einer neutralen Zone an der Grenze, zweitens, daß eine Garantie gegeben werden solle, daß Norwegen! bei dem Erzttansport über Narvik keinen Exportzoll erhebe^ Das Svenska-Telegramm-Bvran erfährt von zuverlässiger Seite, daß die Mitteilung mit Mißtrauen ausgenommen werden müsse,, da sich dieselbe ohne Zweifel ouf bloße Gerüchte gründe. j

Paris, 1. Juli. DerPetit Parffien" meldet aus Peters­burg: Die Zahl der Opfer in Odessa beläuft sich auf 2000 Darunter wurden 50 Soldaten getötetund5Offiziere und 600 Mann verwundet.

Paris, 1. Juli. Aus Clermont Ferrand wird gemeldet, während eines Ausfluges mit einem Automobil, das dev Familie Rothschild gehörte, schlug der Wagen bei einer scharfe« Kürve um. Von den vier Insassen wurden zwei, ein Arzt und seine Frau auf der Stelle getötet, die beiden anderen schwer verletzt. Der Wagen fuhr mit einer Geschwindigkeit von 7Q Kilometern.

Budapest, 1. Juli. Der Feldarbeiter-Ausstatrdi fft noch nicht beigelegt. Nur im Dombrowarer Bezirk haben die Schnitter die Arbeit wieder ausgenommen. In anderen Teilen des Komitats kam es zu blutigen Zusammenstößen mit Gendarmen. Viele Schnitter wurden verwundet und verhaftet. In Kessi Pußta bedrohten Feldarbeiter die Gendarmen. Diese gaben Feuer und töteten zwei Arbeiter. 17 wurden verletzt. Da die einzelnen Prißten weit von einander liegen, sind authentische Nachrichten schwer erhältlich.

Petersburg, 1. Juli. Aus hohen Beamtenkreisen tommt die Mitteilung, in Libau hätten die meuternden Kriegs­schiff e die Stadt beschossen.

Warschau, 1. Juli. Auf einer Brücke der Warschau-) Wiener Bahn wurde von streikenden Sosnowieer Arbeitern ein Dynamit-Attentat versucht. Der Anschlag mißlang, die' Brücke wurde nur schwach beschädigt. Der Wiener Kurierzug hatte zwei Stunden Verspätung. In Lodz erhielten viele Ver-, hafteten den Befehl, heute die Stadt zu verlassen. Ein Arbeit«/ wurde neuerdings niedergeschossen.

K a l i s ch , 1. Juli. In Schadeck wurden bei einer Bauern- Hochzeit 34 Personen durch denaturierten Alkohol vergiftet. Drei sind gestorben, die übrigen liegen hoffnungslos dar­nieder.

Kursk, 1. Juli. Auf dem hiesigen Bahnhof befahl gestern abend ein Offizier, der sich 'm einem aus Kiew eingetrofsewen Zug befand, die Festnahme eines betrunkenen Soldaten. Als der! Soldat darauf dem Offizier unverschämte Antworten gab, zog dieser den Säbel und stieß denSoldatennieder. Die Volksmenge, die sich während dieses Vorfalles angesammelt, hatte, stürzte sich auf den Offizier, dem eS gelang, in feinen1 Wagen zu flüchten. Dieser wurde mit Steinen bombardiert,/ während der Offizier mehrere Revolverschüsse abgab. Nur mit großer Mühe gelang es, seine Familie auS dem Wagen zu retten. Die Menge begoß den Wagen mit Petroleum und legte Feuer an.. Der Offizier kam in den Flammen um. Der Gouver­neur und der Kvmmandant der Garnison eilten sofort herbei. Eine Dragonerschwadron zerstreute die Menge.

Od - ssa, 30. Juni. Bei der Beerdigung des getötetem Matrosen Omeltschuk, die durch ungefähr zehn Kvme-' raden erfolgte, fanden politische Kundg ebun gen statt. Bei der Rückkehr von der Beerdigung wurden die Matrosen vev-- haftet. Das PanzerschiffFürst Potemkin" feuerte darauf »weif blinde Schüsse ab, dann einen scharfen Schuß, der beim Ank-' schlagen abprallend, ein Privatgebäude traf und darin Verwüst-: ungen anrichtete. Daraufhin wurden die Matrosen wieder frei­gelassen. Die Zugänge zum Hafen sind durch Truppen abge-j sperrt. Die Feuersbrunst im Hafen ist erloschen; einige Küsten-' fahrzeuge sind teilweise verbrannt, die ausländischen Schiff sind unversehrt. Das Zollamt ist geschlossen und der Hafen-' verkehr eingestellt. Das Geschäftsleben in der Stabt ist volle, ständig gestört. i>

Newyork, 30. Juni. John D. Rockefell er stellte t>rt/ Unterrichtsverwaltung 10 Millionen Dollar, zahlbar am 1. Oft.', 1905, zur Förderung des höheren Unterrichts in den Vereinigten! Staaten zur Verfügung.

Newbury (Newhampshire), 1'. Juli. Staatssekretär Hay, fft heute nacht 12.25 Uhr grstorben. (Der am«ikanische Staatsmann weilte bekanntlich vor kurzem noch zur Kur üti1 Nauheim. D. Red.) j

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