Ausgabe 
1.7.1905 Erstes Blatt
 
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Samstag 1. Ju» 190S

16S. Jahrgang

Erste- Blatt.

Mbrefle für Deves chatt «u-etgr- Vietze».

A»«lprscho chlnHNr 61

Neue Schreckenstaten.

J>m Petersburger Hasen, wo ein Polrzei- offizier ermordet wurde, erfolgten dieser Tage Massenverhaftu ngen von Arbeitern.

In Lodz verhafteten die Poktzei und die Truppen 247 Juden und 30 Christon unter der Beschilldiauwg, sie seren Mitglieder einer geheimen revolutionären Gesellschaft. 300 andere Personen sind beschuldigt, an den jüngsten Unruhen teilgenommen zu haben. <

Wie die letzten Nachrichten aus 3ent1 Kaukasus mel­den, wurden zwischen Armeniern und Tataren in den Di­strikten von Bachrwrachen und Vagonchaprit blutige Zu­sammenstöße hervorgerufen. Die Tataren, in einer Stärke von 7000 Mann, wollten Vagoirchapat und Aschtarok angreifen. Die Scharen der revolutionären Armenier schlu­gen die Tataren zurück und brachte ihnen große Ver­luste bei. Elf tatarische Ortschaften, die ftch an Plünderungen und Mafstrkres beteiligt hatten wurden zer­stört und ihre Bewohner hart bestraft. Nach dem General Alichanow ist aucS Prinz Louis Napoleon nach Eri­wan entsandt worden, um die Ordnung wiederherzustellen. Die revolutionäre Vereinigung der Mmenier erließ eme neue Proklamation, in der sie jeden Polizerbeamten, der Armenier entwaffnen will, mit dem Tode bedroht Der Gouverneur von Jelisawetpol, General Lutzau, hat fein Entlassungsgesuch eingereicht, werk er, wie es heißt, den von der Regierung erregten Bür­gerkrieg nicht unterstützen will. Viele Bewerfe sollen dafür vorliegen, daß die Panislamrsten mit der poli­tischen Polizei in Petersburg in Verbindung stehen.

Am 30 Juni wurde ein kaiserlicher Erlaß veröffentlicht, nach dem im ganzen Gouvernement Eriwan und m den Oertlichkeiten im Gebiet der Sewastopoler- und Nikolajewer- Stadthauptmannschaft der Kriegszustand verhängt wird.

Der Zar.

Petersburg, 30. Juni. Der Zar erhielt gestern nachmittag die erste Meldung von der Meuterer auf dem Potemkin" in Odessa, wodurch er in große Aufregung ver­seht wurde. Auch der übrigen Mitglieder der Zarenfamllie, sowie der Umgebung bemächtigte sich große Aufregung. Der Eindruck, den die Meldung auf den Zaren und ferne Um­gebung machte, war nm so größer, als alles darauf hm- ücutet, daß die Meuterei von den Revolutionären aus langer Hand vorbereitet ist.

geendet

Wir glauben nicht alles, was über die Greueltaten der < europäischen Soldaten bei der China-Erpedition erzählt wor- . den ist. Die sogen.Hunn en b riefe" z. B haben wir , nie ohne Mißtrauen gelesen. Es ist sicher, daß tn solchen Briefen viel Sucht zum Renommieren unterläuft, viele Räuberpistolen", die am Lagerfeuer berichtet und zum , größeren Teil gewiß erfunden wurden, viel Uebertrcibung und Mißverständnis, aus Unbildung und aus falschen Be­griffen von kriegerifcher Eisenfresserei. Auch in dem, was m der Hallenser Verhandlung vor Gericht bekundet wurde, wir haben über die Scheußlichkeiten, die da zur Aus­sage gelangten, absichtlich nichts unseren Lesern mitgeteilt, ; beruhte ganz gewiß das meiste auf Hörensagen oder ans Wahrnehmungen kritikloser Beobachter, die nicht als klassische < Zeugen gelten können. Aber es ist doch viel an beeidigten ; Aussagen übrig geblieben, was auch die Manneszucht mancher deutschen Soldaten in China im schlimmsten Licht , erscheinen läßt. . , '

Daß der Krieg keine Hochschule milder Sitten ist, daß die Erbitterung über die Grausamkeiten der chinesischen Boxer diesem Feldzug zuweilen eine besondere Schärfe geben mußte, daß Soldaten in Feindesland zu Ausschreit­ungen umsomehr neigen müssen, je mehr der Feind als barbarisch und wild gilt, daS alles bringen wir m Abzug. So schlecht, daß das Berliner PastorenblattDer Reichs­bote" nicht umhin kann,erschüttert und beschämt" zu sein über denFlecken auf der deutschen Ar- m e e". . r

Wie soll man sich nun erklären, daß sich auch bei unfein Truppen Leute gefunden haben, die chinesisches Pri­vateigentum raubten und am Zerstören und Verwüsten Freude fanden? Wenn nach dem Krieg von 1870/771 französische Stimmen auf diePrussiens" den Vorwurf dwsPendülen-Diebstahls" schleuderten, so konnte die öffentliche Meinung Deutschlands daran Vorbeigehen. Man erinn.ertc auf deutscher Seite daran ,wie die Franzosen zuweilen in Deutschland gehaust haben. Man denke nur an die barbarische Zerstörung des Heidelberger Schlosses, des Men ttviel und zahlreicher anderer grandioser deutscher Bauten. Alußerdem steht fest, daß jede Ausschreitung deut­scher Truppen auf französischem Boden mit unnachsichtlicher Strenge bestraft wurde, sobald sie zur Kenntnis der Vor­gesetzten ka.m. A la guerre comme a la guerre. Im Krieg

gründ.

Im englischen Unterhaus erklätte der Unterstaats­sekretär des Aeußeren Earl of PercN, der britische Konsul m! Odessa stehe mit den dortigen Behörden rn Verbindung, di« besttebt seien, alles zu tun, was in ihrer Macht stehe, um W dort ansässigen britischen Untertanen und die übrigen Ausländer zu schützen. An Boro der britischen Schiffe habe niemand wre man annehme, Schoden erlitten. Der Konsul habe die MittelluM erhalten, daß es den SchifsskaPitLnen freigestellt fei, ihre Schiffe, aus dem Hafen zu bringen, falls sie dies für erforderlich hatten, sollten. Außerdem sei der britische Botschafter m VeterMirK von der russischen Regierung benachrichtigt worden, daß em Teck des russischen Schwarzen Meer-Geschwaders nach Odessa beordert sei. Di« britische Regierung halte es für überflüssig, weitere Vorstellungen bet bet russv- fchm Regierung zu machen, die sicherlich alle erforderlichen Matz- -chn-.-' »IN schul'- b:5 Lebens und Eigentums, sowie zur! Wiederherstellung der Ordnung ergreifen werde

Uns scheint dieser englische Optimismus gefährlich. Viel­mehr halten wir es für eine Pflicht der Mächte, ein ge­meinsames Vorgehen zum Schutz ihrer Staats- angeböligen in Erwägung zu ziehen. Deutschland ist an der Frage ganz besonders interesiiett, sind doch gerade in den von der Revolution am meisten bedrohten Bezirken viele Deutsche ansäffig. So in Odessa 14000, fast die Hälfte aller chatt befindlichen Ausländer. Gewaltig wäre der Schaden, der Deuschlands Handel und Industrie taffen würde durch weiteres Umsichgreifen der Anarchie in Rußrgad, wie denn überhaupt die vomHandelsvertrag mit b?m östlichen Nachbar für die deutsche VolkSwittschast erhofften Segnungen in Frage gestellt erscheinen. In­folge der Unruhen ist jetzt für Lodz sämtlichen Rohstoff, iefercnten des Auslandes der Kredit abgesagt morden. Selbst hervorragende Firmen der Lodzer Industries werden von dieser Maßregel betroffen. Für eine Reihe vov Fabrikanten bedeutet dies den völligen Ruin.

fand am Donnerstag abend eine überaus heftige regierungsfeindliche Demonstration statt. Als die Demon- sttantenNieder mit der Regierung!" riefen, sowie Hochrufe auf die Revolution ausbrachten, wandte sich ein Polizei- pristaw an den Führer einer Kosakenpatrouille mit der Aufforderung, die Menge au Sein anber^ttreiben. Dieser weigerte sich, der Aufforderung Folge zu leisten, mit der Motivierung, er lasse nicht auf das wehrlose Volk schießen. Die Demonstranten brachten Hochrufe auf den Kosakem-Ofsi- zier ans. Der Zug bewegte sich weiter, wobei die Ko­saken den Demonstranten voran ritten. In­folgedessen kam die Menge ungehindert bis zur Ecke der Olgiefska- und Chersonskastraße. Hier stürzten sich von allen Seiten berittene Gendarmen auf die Menge und die Kosaken. Letztere wurden fast sämtlich niedergemacht. Unter der Menge richteten die Gendarmen ein Blutbad an Die Zahl 6er Getöteten wird auf tausend, die der Verwundeten auf 2600 geschätzt. Die Truppen richteten Maschinengeschütze gegen die Demonsttanten, bte nur dusch die Flucht vor der gänzlichen Vernichtung bewahrt blrebgn.

Die Aufständischen haben im ganzen acht Schiffe verbrannt, ebenso den größten Teil des Ha fens, nachdem sie ihn geplündert hatten. In dir Stadt wurden zeitweilig Bomben geworfen. Die Bomben­würfe waren angeblich gegen die Konsulats geb äudk und Konsuln geplant, um das Ausland für die Nachgieblg- keit gegen die aufftändische Bewegung zu interessieren. Datz Gerücht, daß die Mannschaften des von Sewastopol kon^ menden Geschwaders meutern, ist wohl unrichtig.

Es wird weiter gemeutert.

Nach einer Meldung aus Kronstadt sollten dft Matrosen der Kaiserlichen Marine, die zurzeit keineg Schiffsdienst tun, anstelle der entlassenen Ar-, beiter zu Arbeiten verwendet werden. DieMatrosen weigerten sich, zu arbeiten. Als daraufhin Befehl gegeben wurde, den Matrosen wie allen übrigen Arbeitern Stunden- lohn zu zahlen, erklätten sie, sie seien Soldaten und keine Arbeiter; ihren Unterhalt könnten sie sich durch Arbeit er­werben, auch ohne der Kriegsmarine anzugehören, sie wollten auf den Schiffen verwandt ober entlassen werden. Ein höherer Marineoffizier, der beauftragt war, die -Matrosen aufzufordern, wllro>- nn. Steinwürfeu empfangen, unter denen er zuf ammenbrach. Die Truppen in Pcter- hof sind seit mehreren Tagen verstärkt.

Offenbar hatten trotz Verheimlichung die Matrosen Kennt­nis vou der Meuterei in Odeffa erhalten.

Ferner ist in Kronstadt der Ausstand auSgebrochen, an dem mehrere tausend 2lrbeiter beteiligt sind. Sie ver­langen Lohnerhöhung. Es kam zu Ruhestörungen; Truppen wurden herbeigerufen, doch ereigneten sich keine Zusammen­stöße mit der Polizei und dem Militär. Alle Branntwem- läden und Wirtshäuser sind geschloffen.

In Kischi new ist ein allgemeiner Streik ausge­brochen. Die Bäcker, Kutscher und Handelsangestellten ver­anstalten in den Straßen Kundgebungen. Kosaken durchziehen die Stadt; jeden Augenblick werden blutige Zwischenfälle er­wartet. Der Chef der Gendarmerie, General Gerulutzki. ist tot in feiner Wohnung aufgefunden worden.

Die Schwarze Meer-Sperre.

Die beispiellosen Vorgänge im Schwarzen Meer lenken die Aufmerksamkeit auf eine dem Gebiete der hohen Polittk an gehörende Frage, die für den kargen Rest von Rußlands Seewehr, die Schwarzmeer-Flotte, von Bedeutung ist. ES handelt sich um die D ardanellen-Frcrge. Vor Jahres­frist war es um sie einigermaßen krittsch bestellt. England machte Anstalten, diese Frage neu mrszurollen, indem e8 durch seinen Botschafter am Goldenen Horn dem Sultan eröffnen ließ, es würde die Durchfahrt von Schiffen der russischen Freiwilligenflotte durch die Dardanellen für eine« Bruch der Neutralität der Psörte halten. Seitdem haben die Dinge für Rußland eine auch bezüglich der Dardanellen! ungünstige Wendung genommen. Die Schwarzmeer-Flott« existiert nicht mehr in dem Sinne, daß sie noch einen die russische Polittz stützenden Machtfaktor darstellt. Bei den Dardanellen, diesem Ausfalltor in daN Mittelmeer, hat England jetzt das Heft in der Hund. Es ist ein sehr! hoch zu schätzender politischer Gewinn, den di- «enternden Marinemannschaften dem Todfeind ihres Vaterlandes vei> schafft haben. Denn der Sultan geht für absehbare #dt des Rückhalts an Rußland verlustig.

Fremdenschutz.

Die ruffische Regierung ist nicht in der Lage, Leben und Eigentum der in Rußland ansässigen Ausländer hinreichend zu schützen. Die Notwendigkeit, hier mit internationalen Schutzm aßregeln einzugreifen, rückt also in den Vorder^

Das SchrcLensregiment in Außland.

Die Greueln in Odeffa

neigen sich ihrem Ende zu. Der amerikanische Konsul in Odessa meldete dem Staatsdepartement in Washington, daß das Geschwader von Sewastopol in Odessa einge­troffen ist, und daß das KriegsschiffKnjaes Potem- fin" sich unmittelbar darauf, ohne einen Schuß avzu- geben, ergeben hat. Das Schießen in der Stadt hörte bald nach Ankunft des Geschwaders auIwmerchn ist die Furcht noch groß. Der öftere. Lloyd stellte den Dienst nach Odessa, bis auf weiteres ein. Nach Meldungen von Konstantinopel haben auch die französischen, italienischen und russischen Schiffahrtsgesellschaften ihre Fahrten ua0 Odessa unterbrochen. nrY ... ,

Den Truppen gelang es erst rnr spater Abendstunde, die Oberhand über die Aufständischen zu gewinnen.

Unter den zerstörten Schissen befinden sich der große DampferSaratow" der freiwilligen flotte und das MlitärtransportschiffTlMa".

Auf die Initiative der revolutionären Partei

gehts hart her. ~ ,

Aber bei dem Chinafeldzug liegt der Fall denn doch anders. Die Auffassung davon, was dem Feinde gegen­über erlaubt fei, ist dort bei einzelnen Mannschaften nicht nur, sondern zuweilen auch Bei ihren Vorgesetzten der­maßen verwirrt und verwildert gewesen, daß alle mil­dernden Umstände nicht ausreichen, manche der, dort vor- gekommenen Greuel zu beschönigen. Unter den vielen Frei­willigen, die sich nach China drängten, war ein sehr großer Teil wähl ' inlich von kriegerischem Patriotismus beseelt. Ander. ' ' oietteicht mit, weil ihre wirtschaftliche Lage

jcfie" ri ; ,r d'b Teilnahme an der Expedition verführe- riju, " . crn&t - glaubten,'sie konnten bei jeder Veränder­ung : 1 ' en; sie bedachten nicht, daß sie nicht nur

das 5rv$ - reu, sondern unter Umständen auch eine st rw auf sich laden konnten. Und ein Rest end-

ü toa- . ^ auch dabei, den von vornherein ein Hang nach Aoenteuern und zur Zügellosigkeit bestimmte, den Krieg mitzumachen. _ ..

Dazu kam dann noch die entfesselte Rachsucht gegen die chinesischen Gesandtenmörder. Mancher einfache Soldat legte sich auf seine Art zurecht, was damals über die Nvtweiidig- teit der Vergeltung gesagt worden ist. Ihm fehlte die seine Unterscheidungsgabe für starke Redewendungen und be­sonnenes, maßvolles Handeln, und so ließ er siA.

auch durch das schlechte Beispiel, das von nichtdeutschen Truppen gegeben wurde, zu Taten hinreißen, die nicht, nur eines rechtschaffenen, ehrliebenden Soldaten, wie die Kriegs­artikel sagen, unwürdig, sondern abscheulich gewesen ^find.

Der Prozeß Knnert verlangt also eine Selbstprüsung. Mit der Verurteilung des Angellagten ist es nicht getan. Auch Gerichtssprüche geben schweren Fragen nicht immer die rechte Lösung. Im Gegenteil, sie verschärfen mitunter die peinlichen Eindrücke böser Ereignisse.

15» erieeiet teeli* außer Sonnraa*. Dem Siebener Anzeiger werben im ®ed)fet mit dem vesflichra Landwirt die Äetzraer fiainilkn. Mittet viermal in bet Woche beigelegt.

Rotationsdruck u, Ver­lag bet Vrühl'jchen tzatverß-Buch-u. 61eh>» druckest. HL Saaga.

EieMetAWWM

Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Die yeuLige Kummer umfaßt 16 Seiten.

Schandtaten in ßgina.

Der Prozeß gegen den sozialdemokratischen Reichstags- abgeordneten und ,/Vorwärts"-Redatteur Kunert h«t, wie wir kurz mitteilten, mit der Verurteilung des Angeklagten

Marskto.

Nach einer Meldung der offiziösenAgence HavaS^ au- Paris erteilte am Freitag im Minifterrat der Ministerpräsi^ dent Ronvier über den Stand der Unterhandlungen bec marokkanischen Frage Aufschluß, die in zufriedenstellendes Weise ihren Fortgang nähmen. ES heißt, Rouvier werd^ in kürzester Zeit eine neue Zusammenkunft mit dem deutsche^ Botschafter haben. Er wird ihm dem Vernehmen nach Schreiben überreichen, in welchem erklärt wird, daß Franks reich mit der Abhaltung der Marokkokonferenz einverstanden ist und gleichzeitig von Deutschland Er­klärung en über gewisse Piinkte fordett, über welche bei den vorhergegangenen Besprechungen bereits ein Einverständnis erzielt worden ist.

Der französisch-englische Vertrag von 1901 wurde in diesen Tagen von kundiger französischer Seite emecj eingehenden Durchsicht unterzogen. Hierbei stellte sich, rote, von verläßlicher Seite mitgeteilt wird, heraus, daß von den Vorteilen, die dieser Vertrag für Frankreich in AuS-, sicht nimmt, die scheinbar wettvollfien einer strengeren Prüf­ung nicht Stand halten, weil die darin Frankreich auf- erlegten Opfer in keinem Verhältnis zu den nur problematischen E r r u n g e n s ch a f t e n sieben.___

^ankrlichsBe-Ä^Berlin. .

Das Depesaienbiweau Herold teilt uns heute, aus Paris mitu Jaurös wird am 9. Juli n ach Berlin reifen tooer einen Vortrag über den Frieden halten wird. Die Reise erfolgt aus Grund einer Einladung der Berliner Sozialisten. Jaurös wird in dieser Versammlung bte enge Union zwischen dem.franzosischen und deut- schen Proletariat gegen jebe kriegerische Politik barlegetf und sich Wer die europäische Krisis äußern.

Das wnd für die lieben Berliner wiöder em Hauptspaß sein.

der M arokko-Krisis haben die temperamentvollen, mit großer Entschiedenheit die Wahrung des Friedens fordernd^ Auslassungen Jaurc.s', in derHumanito", eine gewisse Rolle gespielt JauröS war es auch, der die Tollheit Deleasfös, Deittsch- ?and ignorieren zu wollen, mit aller RücksstlMosigkeit Mcwftete und dadurch nicht unerheblich zum Sturz dieses Ministers beitrug. Die Wirkung einer engeren Verbindung der trank