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1.2.1905 Erstes Blatt
 
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o- Bad-Nauheim, 31. Ian. Ein Fest schönster Ars feierte am 28. ds. Mts. die hiesige israelitische Ge-I mein de. Eine von Herrn Hermann Rosenthal-Newyork ge­stiftete Gesetzesrolle wurde eingeweiht. Provinzial-Nabbiner Dr. Hirschseld, den man zu diesem Zwecke geladen hatte,, hielt die Festpredigt. Er gedachte auch des Wiegenfestes unseres Kaisers und dabei des kranken kaiserlichen Prinzen, sowie der demnächstigen Vermählung unseres Landessürsten und betete für deren Heil und Wohlergehen. Nach der Predigt dankte der Vorstand namens der Gemeinde.

-i- Friedberg, 31. Jan. Der verstorbene Geheime Kirchenrat D. Diegel hat der Kleinkinderschule 300 Mk. testamentarisch vermacht. Die Stadt hat um Anschluß an das vom Staate für Bad-Nauheim geplante Wasserwerk zu Lauter bei Gcünberg nachgesucht.

gr. Romrod, 1. Febr. S. K. H. der Großherzog wird sich mit hoher Braut am Tage der Vermählung direkt hierher begeben. Unser Ort wird es sich daher nicht nehnien lassen, dem hohen Paare einen herzlichen Empfang zu bereiten. Es werden Ehrenpforten errichtet und die Straße bis zum Schloß mit Fahnen und Guirlanden geschmückt. Das Töchterchen des Verwalters Schiermann wird den Neu­vermählten ein in hessischen Farben gebundenes Bouquet bei der Einfahrt in die Stadt überreichen. Die Schuljugend steht Spalier. Das Schloß selbst ist aufs beste hergerichtet. Das Hoflager wird voraussichtlich auf 14 Tage hierher verlegt iverden.

lanmn vorgelegt; er sei über diefe Initiative erfreut gewesen, verhehle sich aber die großen Schwierigkeiten ihrer Verwirk­lichung nicht; ein endgiltiger Entwurf sei ihm nicht vorgelegt. Die Regierung freue sich über den Tribut, den die inter­nationale Wissenschaft der ruhmvollen Vergangenheit Italiens zolle, aber er beabsichtige in keiner Weise, die Rechte des Landes aus die Ausgrabungen, welche nach den italienischen Gesetzen ohne Aufgeben oder Beschränkung und Verletzung der nationalen Würde vorgenommen werden, aufzugeben. (Beifall.)

Budapest, 31. Ian. Der ehemalige Ministerpräsident Baron Ban ff y erklärte Folgendes über den deutsch- österreichischen Handelsvertrag: Der unter der Hand abgeschlossene Vertrag Oesterreichs mit Deutschland kann nicht einmal formell als Vertrag anerkannt werden, weil ein solcher von der Legislative angenommen sein muß. Es sei geradezu undenkbar, daß sich im Parlament eine Majorität finden werde, welche die Selbstständigkeit Ungarns aus diesem Gebiet preisgibt und sich bis zum Jahre 1917 binden ließe. Das Parlament werde sich nicht damit zufrieden geben, daß auf Umwegen und mit Benutzung von Schleichwegen die Nation gezwungen werde, entgegen ihrem Willen das selbst­herrliche Vorgehen der Regierung zu sanktionieren. Das Parlament werde auf keinen Fall das von Tisza getroffene Abkommen annehmen. Der Vertrag bilde überdies eine

eine größere bundesstaat- des Handelsverkehrs, stattfinden müsse. Kein freies

Philadelphia, 31. hielt bei einem Festessen im Rede, in der er betonte, daß liche Beaufsichtigung

speziell der Eisenbahnen

Volk werde auf die Dauer dulden, daß eine gewaltige Macht­stellung, geschaffen durch gewaltige Kapitalansammlung, sich in einer gesellschaftlichen Form vereinigt, die nicht irgendwie in der Regierung basiert. Der Präsident hob die Notwendig­keit hervor, die Befugnisse der bundesstaatlichen Regierung zu erweitern, um die großen Verkehrswege des Handels unter angemessenen und billigen Bedingungen für alle gleich offen zu halten, wobei er sich andererseits gegen em übereiltes und feindseliges Vorgehen aussprach. Die Machtvollkommenheit über die Tarife, speziell über die Refaktien, müsie in einer gemäßigten, fest bestimmten Form einem Gerichtshöfe zu­geteilt werden, um die Eisenbahnen und die Schiffahrt gleich­mäßig zu beschützen, indem man die großen und die kleinen

Verletzung des Gesetzes vom Jahre 1899, denn die Regierung habe ohne jede Ermächtigung sich die Freiheit genommen, einen Handelsvertrag mit Deutschland abzuschließen. Für eine solche Gesetzes-Verletzung müsse nicht nur Tisza, son­dern auch dec Minister des Aeußeren Gras Goluchowski in den An klage zu stand versetzt werden. Er werde einen diesbezüglichen Antrag im Abgeordnetenhause stellen.

" ' ' ' Jan. Präsident Roosevelt Union Leggue Klub eine

Alis piM niiü Km»-.

Gießen, den 1. Februar 1905.

** Beförderungen im Beurlaubten st ander Zu Lts. der Res.: Die Vizeseldwebel bezw. Vizewachtmeister: Cast ring ins (Soest), des Jnf.-Rgts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Heff.) Nr. 116, Koehler (Deutz), Marmier (Frankfurt a. M.), des 1. Gr. Hess. Jnf.-(Leibgarde-)Ngts. Nr. 115, Wittich (Deutz), May (Erbach), des Jnf.-Leib- Rgts. Großherzogin (3. Gr. Hess.) Nr. 117, Steinkopss (Deutz), Blümers (Mainz), des 1. Gr. Hess. Feldart.-Ngts. Nr. 25 (Gr. Art.-Korps), Nie hm (Mainz), des 2. Bad. Gren.-Rgts. Kaiser Wilhelm I. Nr. 110, v. Helmolt (Friedberg), des Dcag.-Rgts. Freiherr v. Manteuffel (Rhein.) Nr. 5, Andreae (Frankfurt a. M.), des 2. Gr. Heff. Drag.- Ngts. (Leib-Drag.-Rgts. Nr. 24, Arens (Mainz), de§ Feldart.-Rgts. Nr. 71 Groß-Komtur, Wertheimber (Frankfurt a. M.), des Großh. Hess. Train-Bats. Nr. 18; zu Oberlts.: die Lts. dec Res.: Welt des Jnf.-Leib- Rgts. Großherzogin (3. Gr. Hess.) Nr. 117 (II Berlin), Sehrt desselben Ngts. (I Darmstadt), Draudt des 1. Gr. Hess. Jnf.-(Leibgardc-)Rgts. Nr. 115 (I Darmstadt), Hirsch des Jnf.-Rgts. Kaiser Wilhelni (2. Gr. Heff.) Nr. 116 (Erbach), Weber des 4. Gr. Hess. Jnf.-Rgts. (Prinz Karl) Nr. 118 (Gießen), Dyckerh off (Otto) des 1. Gr. Hess. Drag.-Rgts. (Garde-Drag.-Rgtß.) Nr. 23 (Mainz); die Lts. der Landw.-Jns. 1. Aufgebots: Hellwig (1 Darmstadt), Lindenstruth (Erbach), Nie s, Volp(Friedberg), Wenzel, Oswald (Gießen), M ichel (Mainz), Schwörer (Gießen), Lt. der Landw.-Pioniere 1. Aufgebots; zum Haupt­mann: Eller, Oberlt. der Res. des 1. Nassau.Jns.-RgtS. Nr. 87 (Mainz).

** Beförderung. Assistenzarzt Dr. Schaaf in der Schutztruppe für Südwest-Afrika (früher Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm) wurde zum Oberarzt befördert.

** Konzert-Verein. Dr. Otto Neitzel, der neben Frau Emilie Herzog im Konzert am nächsten Sonntag mitwirken wird, ist ein bedeutender Pianist. Nicht aber, so schreibt man uns, in dem Sinne, daß die Steinweg's, Bech- slein'L und Jbach's vor ihm zittern, sondern ein hochgebildeter Musiker zugleich, der seine wissenschaftliche Bildung aus seine Kunst zu übertragen versteht. Trotzdem ist seine Technik nicht weniger glänzend, als die seiner kraftstrotzenden Rivalen, ihm gilt aber denn doch ein feinsinniger Vortrag mehr. Alles für das Werk, nichts für den Vortragenden, das ist die Devise Otto Neitzels. Zwei solche Künstlernaturen vereint inusizieren hören zu können, muß daher als hoher musikalischer Genuß bezeichnet werden.

** Silberne Hochzeit feiern heute der Werkführer Ph. Eise und Gattin.

"Besitzwechsel. Die alte Post in der Walltorstraße, welche von den seitherigen Besitzern Stein und Mayer zu einer Wirtschaft atlsgebaut wurde, ist an den Gastwirt Simeth aus Wiesbaden für 102 500 Mk. verkauft worden. Heinrich Sch mall verkaufte sein Großer Steinweg 13 gelegenes Haus für 20000 Mk. an Pflastermeister Nickel. Polizeiwachtmeister Kasper erwarb das, dem Post- assistenten Andre in Grünbcrg gehörige Besitztum, Grün­bergerstraße 35, für 16 000 Mk.

** Der Kasfeehannes. Aus dem Kreise Heppen­heim schreibt man. Einzig in seiner Art dürste wohl der in unsereln Kreis überall unter dem Namen Kaffeehannes be­kannte Johannes Allmann aus Albersbach dastehen. Hannes ist ein großer Trinker von dem Herrn, aber nicht un Alkohol dessen größter Feind er ist sondern in Kaffee. Seit früher Jugend hat er sich dem braunen Trank ergeben und es allmählich dazu gebracht, daß er jetzt im Alter riesige Mengen Kaffee vertilgt. Wenn er es haben kann, sind ihm die Vertilgung von fünfzehn und mehr Liter täglich eine Kleinigkeit. Die Bohnen brauchen dabei durchaus nicht erster Qualität zu sein, vor allem aber muß der Trank eine hübsche braune Farbe haben, das Ueb- rige tut die Einbildung. Andere Nahrung braucht Hannes nur wenig. Arbeiten konnte dec Mann in seinem ganzen Leben soviel wie garmchts, denn, wie er selbst zu sagen pflegt, ist die .Kaffeckraft" zum Arbeiten nicht geeignet. Unsre Erde hat doch allerhand Kostgänger.

i. Klein-Linden, 31. Jan. Staatsanwalt HooL wellte' gestern den ganzen Nachmittag znr Untersuchung in Sachen deö Brandes hier. Viele Zeugen wurden ver­

k- Grünberg, 31. Jan. Em fast Hundechcchrigcr, Herr Stern-Jökel, wurde heute unter großer Beteiligung der Bevölkerung zur letzten Ruhe gebettet. Der Ver» , storbene konnte Ende Dezember seinen 99. Geburtstag feiern.

zeug erkennen ließen. Tas Admiralsschiff sowohl wie die anderen Schiffe eröffneten sofort das Feuer; ein zweites Torpedoboot wurde darauf in einer Entfernung von 15 Kabellängen entdeckt, wie auch einige Fischerboote. Man gab Befehl, auf die Torpedoboote zu schießen, aber dabei zu ver­meiden, daß Fischerboote getroffen würden. Tie letzteren jedoch veränderten fortwährend ihren Kurs. Die beiden Torpedoboote verschwanden hintereinander, während man auf das erstere vier Minuten, auf das zweite 10 Minuten lang feuerte.

In der Nachmittagssitzung wurde der Schifssleutnant Ellis vom Panzerschiff Imperator Alexander" und der Schiffsleutnant Schramtschenko vom PanzerschiffBorodino" vernommen. Ellis erklärte: Am 21. Oktober gegen Mitternacht seien alle Vorkehrungen für ein mögliches Gefecht getroffen worden; rechts vom Bug seines Schiffes habe er ein Torpedoboot wahr­genommen, das mit großer Schnelligkeit aus das vorderste Schiff des russischen Geschwaders zufuhr. Er habe darauf Feuer kom­mandiert und sah Geschosse rings um das Torpedoboot einschlagen, das wahrscheinlich beschädigt worden sei und sich nach links ent- ernt habe. Er habe dann mehrere Fischerboote gesehen; eines derselben habe sich neben demSuworow" befunden und kein Licht gezeigt. Er hatte den Eindruck, daß dasselbe Schaden ge­litten habe.

Leutnant Schramtschenko habe während der Fahrt ein geheimes Telegramm erhalten, in dem ihm die A n w e s e n e r t feindlicher Schiffe ange zeigt und er ausgefordert wurde, gegen einen Angriff auf der Hut zu sein. In der Nallit vom 21. Oktober sei er durch ein Trompetensignal geweckt worden, welches einen Angriff meldete. Er sah dann auf Steuerbordseite auf 15 Kaoellängen ein Fahrzeug, das er für ein Torpedoboot hielt, ferner sah er rechts vom Bug einen kleinen Dampfer, der sich in der Feuerlinie befand; Menschen erblickte er an Bord desselben nicht. Auch sah er vom Bord seines Schiffes auf 12 Kabellängen ein anderes Torpedoboot von der gleichen Große wie das erste, welches aber bald seinen Blicken entschwand. Wie lange das Feuer gedauert hat, kann der Zeuge nicht angeben, er meint aber, es werde 9 Minuten gedauert habm.

Anrversttäts-Nachrichten.

Dem Prrvatdozenten für Mineralogie an der Technische^ Hochschule und Kustos der mineralogisch-geologischen Abteilung am Großh. Naturalienkabinett zu Karlsruhe Dr. phil. Max Schwarzmann ist der Titelaußerordentl. Professor" verliehen worden. 1896 war er Assistent am mineralogischen Institut der Universität Gießen. Hier promovierte er. 1899 bestand er das chemische Verbandsexamen und 1900 das Examen für, das höhere Lehramt. In demselben Jahre habilitierte er sich in Gießen für das Fach der Mineralogie. Seit 1900 ist er Assistent am Großh. Naturalienkabinett in Karlsruhe.

Der Deutsche Universitätskalender, be­gründet von Prof. Dr. Ascherson, nach des Verfassers Tod mit amtlicher Unterstützung herausgegeben von Dr. Th. 'Scheffer und Tr G. Zieler. 1. Band: Tie reichsdeutschen Universitäten, 1,50 Mark. Verlag von K. G. Th. Scheffer tn Leipzig. Ter Deutsche Universitätskalender weist in seiner neuen Ausgabe eine Reihe beachtenswerter Neuerungen auf. Mit Dank ist die Vermehrung der statistischen Tabellen zu begrüßen. Die Uebersicht über die innerhalb des verflossenen Semesters erfolgten Habilitationen! und Todesfälle ist eine wertvolle Bereicherung des Kalenders.- An kleinen Neuerungen sei nod) erwähnt, daß diesmal die Privat­dozenten, die den Professortitel führen, besonders kenntlich ge­macht sind, ferner daß die Abkürzung der Vornamen letzt nach einem System erfolgt ist, das eine Mehrdeutigkeit ausschlreßt. Auch die Revision und Vermehrung der Geburtsdaten ist hervor zuheben. Revidiert und nach einem einheitlichen Schema gestalt^ find auch die jeder Universität voran geschickten Vorbemer bmgen. Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß die Akademischen Vereinigungen nicht mehr hinter jeder Universität gesondert angeführt, sondern am Schlüsse der beiden Verbände insgesamt vereinigt sind. __(

Kandel und SerKeyr. AMswirrschast.

Reichsbank. Wechsel aut Neu-Earsdorf bezw. Carsdorß bei Pegau werden von jetzt ab von der Reichsbank angekaust oder zum Einzug übernommen. Sie sind an die Reichsbanknebenstelle zu Pegau zu girieren. Desgleichen werden von jetzt ab Wechsel auf Bingerbrück angekaust; dieselben sind an die Reichsbantneüen- stelle in Bingen zu girieren.

Handelsverträge und die Börse. Dre Börse verhielt sich bis gestern gegenüber den Handelsverträgen ziemlich reserviert. Gestern aber wurde deren Bedeutung und Wirkung aus verschiedene wichtige Zweige unserer Industrie, namentlich für die Eisen-- und Textilindustrie, doch mehr in Betracht gezogen. Man befürchtete, daß die Erschwerung der Eiseneinfuhr nach Rußland für die oberschlesische Eisenindustrie voll nachteiligen Folgen sein werde. Infolgedessen trat am Effektenmarkt speziell für die ober- schlesischell Werte, eine Abschwächung ein. Auf dem Produkten- markt war die Zurückhaltung nod) größer, zumal soweit dabei Getreide in Betracht kommt. Die Ursache liegt darin, daß die Frist, die bis zur Einführung der neuen Tarife vorgesehen ist, als ausreick)elld für die Versorgung der Konkurrenz mit Getreide an­gesehen wird. Trotz alledem ist aber auch eine gewiße Befriedigung darüber gu beobachten, daß die Verträge nun doch znm Abschluß gebracht und damit stabile Zustände für eine Reihe von Jahren geschaffen sind. ____________

Kisenvayn-Zeituug.

D i e neue Fundordnung für das preußisch-hessischL Staatsbahngebiet ist jetzt erlaffen, Danach werden im Ganzen neun Fmldbureaus eingerick)tet, n. a. eines in Frankfurt a. Al. für die Bezirke Frarlkfurt a. AI, Kaffel und Mainz. Die Statlonen versuchen, den Eigentümer sofort zll ermitteln. Gelurgt das mcht, so werden die gefundenen Gegeilställde in halbmonatlichen Zwischen­räumen, je am 20. und 5. d. Al. an das Fundbureau geschickt. Geld über 50 Mark und geldwerte Papiere übernimmt eine be­sonders bezeichnete Kasse. Lebensmittel ohne besonderen Wert sind an den Abliefernden zurück zu geben. Leicht verderbliche Gegen­stände werden verkauft, ebenso Tiere, deren Verderben zll besorgen ist. Auf allen Stationen sind Atusler für Verlust-Anzelgen un- entgeltkd) zur Verfügung zll stellen. Die gefundenen Gegenstände »oerden gegen 50 Pfg. Gebühr nachgejchickt. Zllr Unterwelsunz des Publikums wird eine Belehrung in den Warteraumen und Vorhallen angeschlagen. z . _.

Tic Grvtzh. Handels!. Darmstadt beffirwortet m einer Ern- gäbe an die 2. Hess. Kammer den Antrag der Llbgg. Häusel und Ge­nossen betr. die Erbauung einer normalspungen Rebeiwahn von Höchst i. O. im Anschluß an die H<mptbahn^Frankfurt-Stuttgart über Neustadt und vorerst nur bis Hain stadt (Landesgrenzg Bayern) mlf Kosten des Staates.

Landwlttschajt.

Saatkartoffelbezug. Zn diesem Frühjahr Mrd von! den durch den Hessischen Landwirtschaftsrat errichttten ^aatbau- stellen auch Saatgut verschiedener neuer und ertragreichster Star* toffelsorten, sowie Zuckerrübensamen, welcher von im vergangenen Jahr gekürt en Feldern entstammt, zum Verkauf gebracht Der Ankauf dieses Saatgutes wird ebenso wie derjenige des Getreldc» durch die enffpreckMde Einrichtimg deä Hessischen Landwirtschchts- rateö vermittelt. Es ist beabsichtigt, in diesem Jahre noch nettere Kulturpflanzen bei den einzelnen ^aatbaustellen anzukvren. sosern die Felder den vvrfäwiftsmäßigen Bedillgungell entsprechen.

Hei, ist das eine Lust,

so über die spiegelblanke Fläche zu gleiten! Rur soll man auch die Vorsicht nicht außer Acht lasse,l. Wmtersreuden silld Wintergesahren, und bic stärkste Gefahr ,st uun doch die Erkältung. Nun, eine Schachtel Fay's achte Sode^ler läßt sich bequem im Muff, im Kleid, oder un Paletot m er­bringen, und wer bie kleinen Dinger wahrend l cv tej.

vergnügens lutscht, wird kaum Gefahr lausen, lieb euaiun. Vorbeugen ist eben besser, als heilen, ftmj ö sind natürlich erst recht, wenn Erkaltungen befampU sollen eben immer und überall unentbehrlich, lleberall k P- v. Sch. erhältlich.

Schiffer mit gletchem Maß meffe.

Der Kcreg.

Die neueste Schlacht bei Sandepu

in der Mcmdsch,u.rei iv-irb von beroen (selten f oi wenig z-w- verlässig geschildert, daß man noch keinen rechten Ueber- blick über den Ausgang hat. Tie I^apaner behaupten, die Russen hätten sehr große Verlnste erlitten, und die sagen das Nämliche von ihren Feinden. Tie heutigen Depeschen lauten:

Loudon, 31. Jan. Tie japanische Gesandtschaft veröffent­licht einen Bericht des Marschalls Oyama vom 31. Zanuar, welcher besagt, daß feit dem 25. Januar in den Rich­tungen von Litajenten, Chenchiepao und Heikotai nicht weniger als 1200 getötete Russen im Felde zurückgelassen wurden.

Tokio, 31. Jan. (Reuter.) Man glaubt, daß der Verlust von Heikotai die russische Stellung schwächt und wahr­scheinlich eine wesentliche Frontänderung für diesen Teil des Kampfgebietes notwendig macht. Tie Verteidigungswerke von Hei- kotai sind sehr stark. Tie Japaner halten jetzt die russischen Derfchanzungen fest. Da der Erdboden gefroren ist, ist es tat­sächlich unmöglich, neue Verteidigungswerke zu errichten.

F u s a n, 31. Jan. Ein Telegramm von General Oku vom Sonntag abend 7 Uhr meldet: Zwei japanische Divisionen griffen Pihoroski an und zwangen vier russische Divisionen den Hunfluß zu überschreiten, wobei die Japaner 600 Ge- f a n g e n e machten. Die Russen leisteten am anderen Ufer des Hunflusses Widerstand. Mehrere russische Divisionen begannen unterdessen den Angriff gegen Sandepu im Osten, wurden aber nach einem Verlust von 400 Mann zurückgeschlagen. Die Japaner bombardierten die gesamte russische Linie. Me Russen leisteten nur schwachen Widerstand und legten keine große Tatkraft an den Tag.

Petersburg, 31. Jan. Ein Telegramm des Generals Kuropatkin vom 29. Januar meldet: Die japanischen Verluste sind sehr erheblich; viele wurden durch die Ba­jonette und Säbel niedergemacht. Tie Gesamtz-ahl der Gefangenen steht iwch nicht fest; nach vorläufigen Meldungen beträgt sie mehr als 300. Unsere Verluste bei den an der Front stehenden Abteilungen betrugen gestern 5 Offiziere und 50 Mann. Tie ja­panische Offensive zeugt von Unentschlossenheit. Me Haltung der Truppen ist ausgezeichnet.

Petersburg, 31. Jan. Ein weiteres Telegramm des .Generals Kuropatkin von gestern besagt: Unsere Truppen auf dem rechten Flügel halten eine in den letzten Kämpfen genommene Ortschaft besetzt. Die Japaner versucksten zweimal, Baitaitse wieder zu erobern, wurden aber z u r ü ck g e s chl a g e n. Unsere Artillerie beschoß mit Erfolg Sandepu, wo sich viele japanische Truppen befinden. In der Nacht waren 20 Grad Kälte. General Gripenberg meldet vom 30. Januar! In Ergänzung des Telegramms vom 29. Januar, daß der Feind am 28. Januar abends 7 Uhr den Angriff auf eine auf unserem rechten Flüyel stehende Mteilung erneuert habe. Bis Mitternacht seien vier Angriffe zurückgewiesen worden.

Tie Fortnahme eines englischen Tampsers durch Japan!

Tokio, 31. Jan. ('meuter? Tie Japaner nahmen den englischen DantpferWyefield", der mit Konterbande nach Wladi­wostok beladen war, auf der Höhe von Jesso weg.

Die HuÜkommission.

Paris, 31. Jan. Der rujm^e Botschaftsrat Nekljudow Märt, mit Rücksicht auf die Wichtigkeit, die der englische Kom­missar O'Beirne der Rolle des armierten russischen Hilfskreuzers Kamschatka" bei dem Zwischenfalle in der Nordsee znschreibe, sei die russische Regierung, die volle Klarheit über den Zwischen- ja[( w schaffen wünsche, bereit, den Schiffsleutnant Walrond von der ,Kamsclmtka" Aussagen vor der Kommission madjen zu lassen, (i-r werde noch vor den bret anderen, bereits zitierten Offizieren md)einen Fournier erklärt sich damit einverstanden. Neklludow bemerkt da der Eid nad) dem russischen Gesetz eine rein religiöse Zeremonie sei, würden die russisdM Zeugen auf rhre Ehre id,IUILumant Wallrand v-m derKamschatka" etfiärte daraus tn feiner Aussage, dass er am Morgen des 21. Oktober eine Kanonade horte und Torpedoboote in bet tentfcuiung von 10 Äabellängon sah, sowie dasj die Kam ckMlka nach Austaipch buu drahtlosen Telegrammen mit dem lldnnralssthfff sich mit icm Geschwader wieder vereinigte. - ,.cc ..a ~

Kapnan Ela do vom ruisiscyen PanzerschiffKliaS >^uwarow 1agte aus, daß er gegen 1 Uhr morgens am 22. Oktober em Schiff bemerkte, welches die Scheinwerfer als Torpedo fahr-