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31.10.1904 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt

Montag 31. Oktober 1904

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Die Heutige Wummer umfaßt 10 Seiten

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Der

184. Jahrgang

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Die Ruffen in Vigo erklären dos Gerücht, sie hätten einen Dampfer an der dänischen Küste beschaffen, auf das bestimmteste als unwahr.

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^ur Einsicht der Beteiligten offen.

Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen

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In Tanger sind, nach neuesten Meldungen (vgl. die heutige Wochenschau) gegenwärtig 2russischeGeschwader- d.ivisionen, zu denen 21 Schiffe gehören, darunter zehn Panzerschiffe, vier Kreuzer und sieben Torpedoboote, unter dem Kommando der Admirale Folkersohn und Enkwist ver­einigt.

Nach Meldungen aus Kiel ließ Admiral Roschdjest- wenski auf der Fahrt durch den Großen Belt zwei

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schloffen sind.

Die Einwendungen sind schriftlich (Papier in Akten­größe) abzusaffen und zu begründen.

Büdingen, den 26. Oktober 1904.

Der Großherzogliche Feldbereinigungskornmissär: Schnittspahn, Negierungsasseffor.

scharfe Schüsse auf einen nordwärts gehenden, bekannt gebliebenen Dampfer abseuern.

Dampfer, der nicht getroffen wurde, entkam.

Tie Kunst des Jahres. Deutsche Kunst-Aus­stellungen 190 4 nennt sich ein bei der Verlagsanftalt Fr. Bruckrnann A.-G. in München erschienener ftattlicbcr Ouartbmrd, der eine rechte Augenweide für jeden Kunstfreund darstellt. . Es ist erstaunlich, was darin um den Preis von 5 Mk. geboten wird: 250 «schön gedruckte Abbildungen, die eine Auslese der Gemälde und Skulpturen darstellen, die auf den heurigen deutschen Aus­stellungen vorgeführt wurden. So gibt das Merk einmal einen Gradmesser für den momentanen Stand der Kunst in allen Kultur­ländern, dann aber auch einen Ueberblick über- die fortschreitende Entwicklung des lebten Jahres. Und auch, darin liegt, wie wir meinen, ein Vorzug dieser Publikation, daß sie nur die Kunstwerke selber zum Beschauer sprechen läßt und somit zur Bildung eines selbständigen Urteil zwingt. Alle, die den Anblick der Originale entbehren mußten, werden in dem Bande einen Ersatz dafür er­blicken dürfen.

furt a. M. einige Lieder und die Arie der Gräfin ansFi­garos Hochzeit" zum Vortrag. Ich Haffe leider bis jetzt noch nicht das.Vergnügen gehabt, Frau Hensel-Schweitzer in der Oper, ihrem eigensten Gebiet, singen zu hören; ich will mich deshalb eines Urteils enthalten und vom heutigen Tage nur als Chronist berichten, daß die Künstlerin die Arie aus Figaros Hochzeit, die übrigens meiner Ansicht nach wie alle Torsi aus Opern nicht in den Konzertsaal gehört, mit einer vorzüglichen Aussprache und gilt geschulter Stimme von bisweilen fast zu starkem Ton für unfern Konzert­saal, mit reiner, klarer Intonation zu Gehör brachte, daß sie ferner drei Lieder,Das' erste «Veilchien" von Mendels­sohn, dies so anspruchslose Lied, für meinen Geschmack mit etwas z'u viel Pathos, ferner ..Ich liebe Dich" von Sekles und dieWidmung" von SchrnnNnn, ansprechend', letzteres sogar sehr schön, sang und vom Publikum' zu einer Zugabe, Don Hildach, wenn ich nicht irre, veranlaßt wurde, und in der sie ihr Bestes gab. Die Klavierbegleitung führte Herr Trantmann wie immer vollendet auSi

Alles in allem: ein schöner Mend, der eine gute Vor» ffcdentnng für die kommenden sein mag. -n-

deutsches Reich.

Berlin, 30. Oft. Gestern unternahm der Kaiser einen Ausritt und hörte später die Vorträge des Staats­sekretärs des Reichsmarineamts und des Chefs deS Militär- kabinets. Die Kaiserin, Herzogin Cecilie zu Mecklenburg rmd der Kronprinz fuhren mit Sonderzug nach Berlin, von wo die Herzogin sich auf einige Tage nach Serrahn L M. begab.

Als späterer ständiger Sommeraufenthalt be5 Kronprinzlichen Paares ist Schloß Babelsberg bestimmt.

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Wom Kriegsschauplätze.

Petersburg, 30. Okt. Ein Telegramm des General­adjutanten Kuropatkin vom 29. Oktober an den Kaiser besagt: Am 29. Oktober liefen keine Me düngen über Kämpfe ein. Bei einer gewaltsamen Rekognoszierung, die eine Kavallerieabteilung am 28. Oktober unternahm, wurde nach einem Gefecht der abgesessenen Kavallerie, wobei auch Artillerie mit­wirkte, das Dorf Tschiantanhean von uns besetzt. Ter Gegner verließ Sandepu. Am 28. Oktober versuchten die Japaner, unsere Freiwilligen aus einem eine Werst _ von Tschanliapu gelegenen Dorfe zu vertreiben. Der Feind beschoß wähvend des ganzen Tages das Dorf mit heftigem Artilterie-

findet daselbst statt:

Dienstag, den 15. November 1904, vormittags von 9 y2 bis 10 */, Nhr, ich die beteiligten Grundbesitzer mit dem Ansügen ein- daß die Nichtecscheinenden mit Einwendungen ausge-

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Kekmnttmachung.

Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Borsdorf; hier den allgemeinen Meliorationsplan.

In der Zeit vom 1. November bis einschließlich 14. November 1904 liegen auf dein Amtszimmer Großh. Bürgermeisterei Vorsdorf die Arbeiten des I. Ab­schnittes obiger Feldbereinigung, nämlich:

der allgemeine Meliorationsplan nebst Erlänterungsbericht und Prüfungsprotokoll

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die Nachricht vom Auslaufen der britischen Flotte veranlaß­ten, daß man sich herffeilieK einen Bericht einzufordern.

Die englische Regierung hat die Entschädigungs­summe auf 20000 00 Rtiffek festgesetzt. Der Brud er des Zaren, Großfürst Michael, soll (!?) sich persönlich nach London begeben, um König Eduard die Ent­schuldigung des Zaren zu übermitteln. Am 30. Oktober empfing der Zar in längerer Audienz den englischen Bot­schafter Charles Hardinge.

Wie aus guter Quelle verlautet, hat gleich 'nach dem Eintreffen der Nachricht des Zwischenfalles ein Mitglied der Königlich englischenFamilie seinem Bankier den Auftrag ^gegeben, sofort alle seine Wert­papiere zu verkaufen. Jetzt hat dasselbe Mitglied de« Auftrag zum Rückkauf erteilt.

Die englische und die russische Negierung verhandeln jetzt mit mehreren Mächten einschließlich Deutschlands, Frankreichs, Spaniens und Italiens über die Zu­sammensetzung der internationalen Untersuchungs- komMission. Es verlautet, daß das Tribunal sich haupt­sächlich mit folgenden Fragen zu beschäftigen haben wird: ob irgend etwas geschah, was das Feuern rechtfertigte; ob die britische Fischerflotte etwas tat, was zum Feuern be­rechtigte; ob Grund für die Behauptung vorhanden ist, daß japanische Torpedoboote in jener Gegend waren.

Nach Petersburger Depeschen wird zunächst in Vigo eine vorläufige Untersuchung gehalten werden, und die beschuldigten Offiziere werden vorläufig dort bleiben. Der dortige Marinekommandant erhielt von der spanischen Re­gierung die Anweisung, daß das ruffische Geschwader zum Verbleib in Vigo ermächtigt sei. Der Kommandant des eng­lischen KreuzersLancaster" ist am 29. Oktober in Vigo eingetroffen. Er hatte eine Besprechung mit dem russischen Admiral Noschdjestwensky und setzte noch am Abend seine Reise fort. Fünf andere englische Fahrzeuge kreuzen vor den Ciesinseln.

Beethoven, ja auch Brahms stehenden Künstler,die Ver­schmelzung deutscher Geisteselemente mit dem natürlichen Klanggesühl des Italieners", zeigt auch das Trio. Un­schwer verständlich im Aufbau und der Entwicklung seiner Thema des Einleitungssatzes an bis zu dem Prestoso, von Thema des Emleitungssatzes an bis zu dem" Prestosa, von einem sprudelnden Humor in dem Scherzo, ist es durchaus originell gehalten, wenn man auch manchmal, so namentlich in den Rhythmen, cm Schumannsche Werke erinnert wird. Sehr geschickt ist die Behandlung der Instrumente, deren Klangfarbe wunderbar zur Geltung kommt; ich erinnere namentlich an das schöne Thema für die Geige auf der G-Seite. Am wenigsten gelungen scheint mir, soweit man nach einmaligem Hören ohne Kenntnis der Partitur urteilen kann, der Schlußsatz; er fällt für meinen Geschmack nach dem prächtigen Scherzo ab'. Jedenfalls ist es ein dankens­wertes Verdienst der Künstler, uns mit dem Werke bekannt gemacht zu haben, das es wagen darf, auf einem Programm mit Brahms und Beethoven zusammen zu stehen.

Die Violoncellsonate von Brahms war ein Genuß für jeden Verehrer Brahmsscher Kunst. Das gegenüber dcml Bossischen Trio fast herbe, aber so tief innerliche, zu Herzen gehende Werk bot Herrn Hcgar eine dankbare Aufgabe, die er in gewohnter vornehmer, technisch einwandfreier! Weise löste. Den Klavierpart führte Herr Trautmann aus; das sagt wohl alles.

Ten Schluß des instrumentalen Teils wie des ganzen Konzertes bildete Beethovens herrlichesHarfempiartett" op. 74, gespielt von den Herren R e b n e r, Lorenz, N a t - ter er und He gar. lieber das Werk, dessen Schönheiten nicht auszuschöpsen sind, bedarf es keiner Worte, die Wieder­gabe namentlich des wunderbaren Lldagios und des Schluß­satzes waren vorzüglich, während mir das Zusammen­spiel in den beiden anderen Sätzen, namentlich dem Eiu- leitungssaü, des rechten Klangs imb der Wärme zu ent­behren schien.

Zv'ifckr i! diesen drei Pfeilern de§ Konzerts brachte die Opern säug in Frau Hensel-Schweitzer aus Frank-

-Aus- milie, Trin chter, iÖlöig den lisa- dcm geb. ftarl eine es- jckm «Pi.

Konzert des Kießener Konzertvereins.

Gieß en, 31. Okt.

Der Konzertverein eröffnete gestern die musikalische Saison mit einem Kammermusikabend vor leidlich besetztem Hause. Ob als Ouvertüre zu der int Rahmen der zehn Konzerte verheißenen Darbietungen der neuen Konzert­vereinigung ein Orchesterkonzert nicht geeigneter gewesen wäre, darüber mag man verschiedener Meinung, fein, -"ach der musikstillen Sommerzeit gleich mit so fernen Lecker- isbsen zu kommen, wie ihn dieses Programm bot, ohne vor­her beim Publikum durch ein Orchesterkonzert die musi­kalische Aufnahmefähigkeit und Stimmung geweckt zu haben, setzt jedenfalls musikalisch gut geschulte Hörer voraus; wenn der Verein von dieser Voraussetzung ausgehen durste, ist es 'das Verdienst der T r a u t m a n n s ch e n Kammer- musi t'v e r ein i gun g nicht zum kleinsten Teile, die in mehrjähriger treuer Arbeit den Boden beackert und das Verständnis und die Freude an diesem schönsten Ztvetg der Musik, der Kammermusik, mächtig gefördert hat. Von diesem Gesichtspunkt ans gebührte ihr wohl auch der erste Tag. ,,,

Tas Programm des Abends führte von Bossi über Brahms zu Beethoven. Enrico Bossi, von den Neuitalie- nern, Bussini, Mertucci u. a., Namen, die der italienischen Musilkunst wieder einen ehrenvollen Platz verschafft und guten Klang haben, wohl einer der bedeutendsten, ift in Deutschland'noch toeni bekanngt. Einige seiner Chorwerke sind mit gutem Erfolg mifgesührt worden; derKunstwart" hat warm für ihn geworben; das große Publikum kennt ihn kaum. Daß er es verdient, gekannt zu sein, hat wohl die von dem uns Gießenern liebgewohnten Trio Rebner-Hegar- Traut mann vollendet, mit sichtbarer Freude gespielte Wiedergabe seines Klaviertrios op. 107 bewiesen. Die von seinem Chorwerke gerühmten Vorzüge, die sinnliche Klang­fülle der Melodienreichtum, namentlich aber, bei dem auf den Schultern unserer deutschen Meister Schumann,

Nr. 5856

außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Zamillen« Hättet viermal in der

Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der BrÜhl'schen Untverl^Bucb-u. Stein­druckerei. 8t Lang«. Redaktion, TrvedMom und Druckerei:

Gchukyraße 7, Adreffe für Depeschen:

Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. bl.

ogen lahme r und : freie ictiicb San-

Die Zwischenfälle in der Wordsee.

Wegen des deutschen DampfersSonntag", der bekanntlich von der russischen Flotte beschossen wurde, ist seitens der deutschen Negierung die Untersuchung eingeleitet worden. Ein Bericht des Kapitäns liegt der zuständigen Stelle zurzieit noch nicht vor. Sein JUHalt wird die Unterlage flir die zu ergreifenden diplomatischen^ Maßnahmen sein, die so wird jetzt endlich halb- offiziös' verkündet sicherlich den deutschen JUteressew gerecht, sich "aber sonst, wie schon der im Vergleich Hulk viel leichtere "Fall bedingt, in ruhigen Bahnen bewegen! werden.

Wie vorauszusehen war, sind die englischen Chau­vinisten enttäuscht über das englisch-russische Ueber- einkommen.'Standard" und dieMoruing Post" greifen Balfour und die Regierung deswegen an und erklären es für eine Demütigung Englands, daß es von seiner Forderung, der sofortigen Bestrafung der schuldigen Offi­ziere, zurMgegangen und die eigenhändige summarische Mstrafung aus der Hand gegeben habe. Hiernach er­scheine der von England erhobene Lärm und das enorme Aufgebot von Machtmitteln lächerlich.

Die oppositionellen Blätter Londons drücken ihre Be­friedigung darüber aus, daß der Mobilmachungs­befehl noch nicht zurückgezogen ist. Diejenigen russischen Schiffe, welche an der Beschießung der Fischer­flotte beteiligt sind, wurden bis jetzt noch nicht namhaft, gemacht.

DasEcho de Paris" Meldet a!us Peter sbur g : Wir waren tatsächlich zwei Finger breit vom Kriege ; wir haben die Katastrophe nur dank der Entschlossenheit Lambsdorffs, den der Zar unterstützte, und dem ge­schickten Eingreifen Frankreichs vermieden. Drei Tage lang hatte man auf der Admiralität Lambsdorff nicht nur Älus- kunft verweigert, sondern auch abgelehnt, um Auskunft m drahten. Erst ein bestimmter Befehl des Kaisers und

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Amts- und »nzeigeblatt für den Kreis Gietzen W-Z

________ ___________________ zeiyenteil: Hans Beck.

feuer. Die Freiwilligen behaupteten jedoch unter unbedeutenden. Verlusten das Dorf. Eine feindliche Abteilung, die aus zwei Kompagnien mit zwei Maschinengewehren und zwei Eska- drons bestand, versuchte unsere Vorhutabteilung aus dem Dorfe Tain, sechs Werft südlich vom Uaßfulinpaß, zu verdrängen, wurde aber zurückgefchlagen. In der Nacht zum 29. Oktober unternahmen die Freiwilligen eine Rekognoszierung nach dem Berge mit dem Götzentempel, zwei Werft südlich von Jansintuu. Die Freiwilligen besetzten die untere Schanzenreihe, wurden aber durch ein starkes Gewehrfeuer aus den oberen Schanzen befckwssen. Die ganze Abteilung zog sich, indem sie das Feuer erwiderte, auf ihre Stellungen zurück. Freiwillige, die das Dorf Fynsin, eine Werst südlich von Liuziatun besetzt hielten, wurden in der Nacht von überlege-nen feindlichen Streitkräften angegriffen und zogen sich nach Liudziatun zurück. Bei Tages­anbruch gingen die^ Freiwilligen zum Angriff über und be* setzten das Dorf Fynsin wiederum, das von den Japanern eingeäschert war.

Port Arthur.

Shanghai, 29. Okt. Nach Meldungen, die hier aus Tokis eingetroffen sind, wollen die Javaner anfangs November einen starken Sturm auf Port Arthur versuchen, um die Festung dem Mikado als Geburtstagsgeschenk zu präsentieren.

Tokio, 29. Okt. Aus Daln vhier eingelaufene Berichte be­sagen, daß die Beschießung Port Arthurs am 26. l. M. in der Stadt großen Schaden angerichtet hat; zahlreiche Häuser seien ein Raub der Flammen getvorden. Die Geschütze aus dem von den Russen besetzten Fort Kikiwan wurden von den Japanern um Schweigen gebracht. Das dortige Pulvermagazin wurde durch japanische Granaten zur Ex­plosion gebracht.

Neber die russische Mobilmachung

im Westen des Reiches wird berichtet: Die für Ostasien be­stimmten Reservisten aus Rrffisch-Polen sind in Czentvchau zu­sammen gezogen. Ihre Zahl »eträgt gegen 60 0 0 0. Bei dieser Massenzusammenziehung von Menschen steigen die Preise von Lebensmitteln außerordentlich. Ein Pftmd Brot kostet bereits 15 Kopeken. Die Kasemements und Logis reichen nicht aus, die Re«servisten zir beherbergen, weshalb eine große Anzahl aNabcndlich nach Haüse fährt, um am nächsten Morgen wieder zu erscheinen. Die Warschau-Wiener Bahn rnuß den Leutm freie Fahrt gewähren. In Czentochau find, seit die RegimeMer dort eingezogen sind, die Destillen geschlossen. Vielen der Leute wurde ihr Sold vorenthalten.

DerN. Fr. Pr." wird aus Lemberg vom 30. d. M. gemeldet: Gestern sind in Brodt), Tamopol, Podwolochska, Lubaczow, Buczacz und in anderen westlichen galizischen Grenzorten zahl­reiche russische Militär flüchtlinge em getroffen. Inj Buczacz hat der Vezirkshauptmann den russischen Deserteuren aufgetragen, binnen 48 Stunden die Stadt zu verlassen.

Petersburg, 30. Okt. Die Abreise des Kaisers zur Besichtigung der mobilisierten Truppen ist für Ende dieser Woche in Aussicht genommen. Dem Vernehmen nach passiert der Kaffer Anfang November alten Stils Tschugujew im Gouvernement Char­kow, wo die für die zweite Mandschureiarmee bestimmte 10. valleriedivision steht.

General Baron Kaulbars, Chef des Mffitärbezirks Odessa, soll, wie verlautet, zum Chef der ersten Mandschurei- a r m e e ernant werden.