Ausgabe 
31.5.1904 Zweites Blatt
 
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Johanna Ehrnke, geb. Johannes Ehmke, 69 Jt

starben an:

Schwierig ist hier die

Beitritt zur Genossenschüft erklärten.

getroffen, die Fortsetzungen der dem Lande zu beiden Seiten

Die hiesige gemeinnützige auf heute eine Versammlung Anzahl der Anwesenden ihren

Wendungen für Bewachung der Wege 120 000 Mk., iuuegaoen uno Versicherung gegen Unfälle, 8000 Mk. für jede der zehn Firmen, 80 000 Mk, Allein die französischen türmen hätten danach für ihre Probefahrten nacht weniger als 1400 000 All. aufzubringen.

Niederlegung der Wälle vom MilitärsiskuS zur Verfügung gestellt wird. Indessen hofft man, daß insbesondere für den hier in Rede stehenden gemeinnützigen Zweck ein Gelände­abschnitt zu mäßigem Preise abgegeben werden wird.

Worms, 30. Mai. Der nationalliberale Verein des Wahlkreises Worms-Heppenheim-Wimpfen hielt gestern nachmittag im unteren großen Saale des Kasinos eine äußerst zahlreich besuchte Vertrauensmännerversammlung ab, worauf Reichstagsabgeordneter Freihcr Heyl zu Herrns­heim einen zweistündigen Vortrag über die Arbeiten des Reichstages und über die brennenden Tagesfragen hielt, unter denen begreiflicher Weise die hessische Wahlrechtsvorlage einen entsprechenden Raum einnahm. Die Darlegungen gipfelten in dem Vorschlag, daß der Regierungsentwurf in seiner vor­liegenden Form in Verbindung mit dem Antrag Gutfleisch abzulehnen sei und zwar wegen mangelnder Kautelen, ohne die zweifelsohne der Sozialdemokratie und dem Zentrum Vorschub geleistet werden würde. Landtagsabgeordneter Reinhart begründete seinen bekannten entgegengesetzten Stand­punkt, indem er u. a. die Vermehrung der Mandate und die dreijährige Staatsangehörigkeit für völlig ausreichende Kautelen gegen das direkte Wahlrecht erklärte. In ähnlichem Sinne, wenn auch nicht ganz so unbedingt, sprach sich Herr C. Weißheimer-Osthofen aus, während Herr Franz Best, gleichfalls aus Osthofen, sich völlig auf den Standpunkt des Freiherrn von Heyl stellte. In einer sich anschließenden Aus­einandersetzung zwischen dem Landtagsabgeordneten Reinhart und Redakteur Hans von Trützschler rechtfertigte dieser kurz das bisherige Verhalten derWorms. Z." in der Wahlrechts­angelegenheit. Das Gesamtergebnis der Versammlung läßt sich im Großen und Ganzen nach derWorms. Ztg." dahin zusammenfassen, daß die nationalliberalen Vertrauensmänner des Wahlkreises Worms-Heppenheim-Wimpfen übereinstimmend einverstanden sind mit dem vom Wormser Lokaloorstand vor Kurzem dem Landtagsabgeordneten Reinhart übermittelten Beschluß, wonach der Antrag Gutfleisch zu verwerfen sei. Einschließlich des Abgeordneten Reinhart erschien der Ver­sammlung die Einführung des Reichstagswahlrechtes in Heffen für nicht zulässig.

Frankfurt, 30. Mai. Die beiden Söhne eines in der Kronprinzenstraße wohnenden Weinhändlecs stießen gestern nachmtttag in der Wohnung beim Spielen gegen einen mit heißem Wasser gefüllten Kessel, so daß dieser umsiel und der Inhalt sich über die beiden Knaben ergoß. Der ältere, im Alter von 12 Jahren, erlitt schwere Verbrennungen an der Brust, am Rücken und den Armen, so daß er nach dem städtischen Krankenhaus verbracht werden mußte.

Mannheim, 30. Mai. Ein schreckliches Unglück er­eignete sich heute vormittag kurz nach 9 Uhr in der mechanischen Werkstatt von Andreas König, Dalbergstraße 6/8. Es geriet ein Schlosserlehrling, der erst an Ostern in die Lehre trat, in das Schwungrad, wodurch dem be­dauernswerten Jungen das Genick eingedrückt wurde und der Tod sofort eintrat.

Aschaffenburg, 30. Mai. Ein Grabdenkmal für den verstorbenen Bürgermeister v. Medicus soll errichtet werden. Auf das Ausschreiben des Stadtmagistrats an die hiesigen Bildhauer und an verschiedene auswärtige Architekten sind Modelle und Zeichnungen über Grabdenkmäler in reichlicher Zahl eingelaufen. Zur Auswahl der besten Entwürfe wurde eine Kommission ernannt.

auch werden Veranstaltungen ehemaligen Römerbrücke auf des Flusses zu konstatteren.

g. Kastel, 29. Mai. Baugenossenschaft hatte einberufen, in welcher eine

Grund st ücksfrage, weil zur Bebauung in der Hauptsache nur das Gelände m Betracht kommt, welches infolge - der

Annu: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie vie der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Wöchentliche Wttflcht der Todesfälle m der Stadt Eießen.

17. Woche. Vom 17.23. April 1904.

Einwohnerzahl: angenommen zu 27 500 linkt. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 18,90

nach Abzug von 6 Ortsfremden: 7,56 °/cc.

Frisch eing'etrofleu:

Schwarze und rote Kirschen, sowie frische Apfelsinen. Cara Scfowaabj Hofdelikatessenhandlung. Telephon 265. 324 Seltersweg 23.

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des Deutschen Reiches ausgestellte Zeugnis der Reife für Prima. Inhaber eines Zeugnisses einer Oberrealschule haben außerdem den Nachweis zu erbringen, daß sie bereits bei Zulassung zur Apothekerlaufbahn in der lateinischen Sprache diejenigen Kenntnisse besessen haben, welche für die Versetzung nach der Obersekunda eines Realgymnasiums erforderlich sind. Dieser Nachweis ist durch ein auf Grund stattgehabter Prü­fung ausgestelltes Zeugnis eines Gymnasiums oder Real­gymnasiums zu führen. Zulaffung zur pharmazeutischen Prüfung ist bedingt durch den Nachweis einer nach bestandener pharmazeutischer Vorprüfung und vor Beginn des Universitäts­studiums in Apotheken des Deutschen Reiches zugebrachten Gehilfenzeit von mindestens einjähriger Dauer und eines durch ein Abgangszeugnis bescheinigten sachgemäßen Studiums von mindestens vier Halbjahren an einer Universität des Deutschen Reiches. Dem Besuch einer Universität steht der Besuch der Technischen Hochschulen zu Stuttgart, Karlsruhe, Darmstadt und Braunschweig gleich.

+ Kirch-Göns, 30. Mai. Unsere Haltestelle an der Main-Weser-Bahn besteht erst seit Dezember 1903 und seit 1. Mai ds. Js. halten jetzt mit Ausnahme eines Zuges alle Personenzüge, im ganzen 23, ein Zeichen, daß der Verkehr sehr gut ist. Die Straße nach dem Bahnhofe geht ihrer Vollendung entgegen. Die Gesamtkosten für Errichtung der Haltestelle und die Anlage der Straße belaufen sich auf etwa 15 000 Mk. Man hofft, daß in einigen Jahren auch eine Güteroerladestelle eingerichtet wird. Um die aus­geschriebene zweite Schul stelle haben sich zwölf Lehrer beworben.

c. Gleiberg, 29.Mai. Anläßlich seiner 40jährigen Betriebstätigkeit veranstaltete heute der Schuhmacher­meister Johs. Schäfer aus Kinzenbach mit seiner Kundschaft in Gleiberg ein Fest, welches bis zur späten Abendstunde bei Gastwirt Feuser mit Gesang rc. gefeiert wurde. Seinem Sohne übertrug er als Nachfolger von diesem Tage an sein Geschäft.

§ Butzbach, 29. Mai. In der am Ende der Weiseler Sttaße gelegenen kleinen Kirche wurde während des Gottes­dienstes der interessante historische Wendelin sch rein ge­zeigt, welcher vormals die Reliquien St. Wendelins enthielt. Letzterer, einer Königsfamilie in England entstammend, soll einer alten Ueberlieferung zufolge als Einsiedler in Deutsch­land, dann als Abt des Klosters Thaley segensreich gewirkt haben und dort gestorben sein. Da sein Grab wiederholt auf unerklärte Weise offen gefunden worden war, fuhr man die Gebeine mit einem von Stieren bespannten Wagen in der Richtung nach Wendelins Klause in Deutschland; unweit der oben erwähnten Kirche brach ein Rad, was die begleitenden Mönche veranlaßt habe, die Reliquien bei der Hospitalkirche zu bestatten. Diese Legende ist auf der einen Seite des heute geöffneten kunstvollen Schrankes hübsch illustriert; auch an­dere sind darauf gemalt.

rm. Burg-Gräfenrode, 26. Mai. In würdiger Weise brachte man heute dem hiesigen Ortsgeiftlichen, Geh. Kirchenrat v. Kalb Henn, der am 25. ds. Mts. in Hirschhorn sein 50 jähriges Amtsjubiläum gefeiert hatte, eine Nachehrung dar. Um 9 Uhr morgens begrüßten die Schulkinder unter Lehrer Vetter den Jubilar mit Choral­gesang; Herr Vetter hielt eine Ansprache, mit einem Hoch auf den Jubilar schließend. Herzlichst dankte der Jubilar. Auch die Kirche war durch die Schulkinder in anmutiger Weise mit Tannen-Guirlanden und Blumen geschmückt worden, so daß sie einen weihevollen Eindruck machte. In der Predigt dankte der Jubilar in bewegten Worten für die ihm von der Gemeinde hier und in Hirschhorn zuteilgewordenen Ehrungen und Aufmerksamkeiten, in der Hoffnung, auch ferner noch in der Gemeinde wirken zu können. Am Abend erschien der Kriegerverein im Pfarrhofe, durch zwei Liederoorträge den Jubilar begrüßend. Sein Dankcswort schloß der Jubilar mit einem Hoch auf den Großherzog.

+ Gedern, 30. Mai. Se. Durchl. der Fürst zu Stolberg-Wernigerode weilt gegenwärtig auf hiesigem Schlosse und gedenkt 6 Wochen hier zu bleiben.

g. Mittelgründau, 29. Mai. In der Nacht vom 27. auf 28. ds. Mts. wurde auf der hiesigen Haltestelle ein frecher Ernbruchsdiebstahl verübt. Die Diebe waren durch das Fenster, das sie nach dem Eindrücken einer Scheibe geöffnet hatten, in das Dienstzimmer gelangt. Hier durch­wühlten sie alle Schubladen und erbrachen eine eiserne Kassette gewaltsam mit Hülfe einer Axt. Sie erbeuteten jedoch nur ca. 13 Mk. und eine dem Haltestelleverwalter gehörige Kiste mit Zigarren. Außerdem nahmen sie noch zwei Regenschirme mit. In derselben Nacht wurde, anscheinend von den­selben Dieben, in das Haltestellegebäude zu Lieblos eingebrochen. Hier mußten die Diebe jedoch mit leeren Händen abziehen. Von den Tätern fehlt jede Spur. Bei dem in verflossener Nacht niedergegangenen schweren Gewitter schlug der Blitz in die Scheuer der Fr. Neininger Wtw. ohne jedoch zu zünden. Das Gebäude wurde aber durch die Gewalt des Blitzstrahls fast vollständig demoliert.

Offenbach, 28. Mai. Flußbaubeamte aus Hessen und Preußen veranstalteten vorgestern nachmittag von Seligen­stadt aus eine Strombereisung auf dem Maine biH nach Frankfurt. In ihrer Begleitung befand sich Ministerial­rat Soldan aus Darmstadt. Hervorragendes Interesse bean­spruchten nach derO. Ztg." bei dieser Gelegenheit die Ueberceste einer Römerbrücke, welche bei Klein-Krotzen­burg den Mainstrom rechtwinklig durchquerte und zwischen demRömerbrunnen" und demRömerkastell" bei Groß- Krotzenburg das jenseittge Mainufer erreichte. Diese römische Verbindungsstraße dürste auf 6 bis 8 Land- und Strom­pfeilern geruht haben. Die meisten derselben wurden im Herbste 1903 gehoben. Elf dieser interessanten Pfähle werden demnächst nach der Saalburg verbracht, während der Rest verschiedenen Museen einoerleibt wird. Die drei neuerdings entdeckten Pfeiler sollen in Kürze ebenfalls gehoben werden;

* betreffend. I» te Ergebnisse altun9 für das )er von Großh. ' M Bestreitung ,m Rechnungs- Ministerium des Bestreitung bet en bes Kreises Achten. 6. lungen. 8. Kon-

Kinder

Zusammen: Erwachsene: im vorn 1. Lebensjahr: 2.15. Jahr

Nuiversttäts-Hlachrichteu.

(n.) Marburg, 29. Mai. Dem Marburger Landgerichts- direktor I e ß ist die Stelle des Universitätsrichters an der dortigen Universität nebenamttich übertragen worden und zwar als Nach­folger des bisherigen Universitätsrichters Staatsanwallschastsrat Ganslandt.

Landwirtschaft.

X Friedberg, 30. Mai. Bei der gestrigen Hauptver- sammlung des Oberhessischen Obstbauvereins wurde mit allge­meiner Zufriedenheit die äußerst günstigen Aussichten auf eine reiche Obsternte in allen Teilen Oberhessens betont; von fach­männischer Sette erwartet man ein Obstjahr wie 1893; Zwetschen, Pflaumen, Birnen und Aepsel haben sehr gut angesetzt. Professor Reichest von der Obstbauschule Friedberg schätzt den Wert der Kirschenernte auf ca. 150 000 Mark. Die großen Kirschbaum­anlagen . bei Rosbach und Ockstadt versprechen eine reiche Ernte.

(b.) Gründerg. 28. Mai. Auf dem heutigen Wochen­markt wurden verkauft: 72 Zentner Kartoffeln, ü Zentner 2,402,50 Mark. Butter kostet ä Pfund 90 Pfg. Eier 5 Pfg. das Stück.

)( Vom oberen Vogelsberge, 30. Mai. Die seit­herige günstige Witterung hat den Pflanzenwuchs ungemein ge­fördert. Tie Wiesen haben einen reichen Grasansatz; die Som- merftucht zeigt Aehren von vielversprecherrder Länge; eine ebenso schöne Entwicklung zeigen die Hackfrüchte. Seit langer Zeit tragen die Obstbäume, besonders die Birne, keinen so reichen Fruchtansach, wie in diesem Jahre. Wenn der Himmel günstig ist, steht ein gutes Erntejahr bevor.

Kornhäuser. Auf Grund eines mündlichen Berichtes der Herren Caron und Rcxerodt wurde in der letzten Vorstandssitzung der Landwirtschaftskammer für den Reg.-Bezirk Kassel beschlossen, an den Herrn Minister eine dringende Ein­gabe zu richten, daß über die Gestaltung der Verhältnisse, der Kornhäuser in Hessen in kürzester Zett Klarhett ge­schaffen werden möge, da andernfalls die Erfolge des genoffen- schastlichen Getteideverkaufs infolge der Unmöglichkeit, die nöti­gen Dispositionen rechtzeitig treffen zu können, stark herabgedrückt würden. Auch den hessischen Abgeordneten soll die Angelegen­heit unterbreitet werden. Hinsichtlich des Hanauer Kornhauses «ist, wie wir kürzlich melden konnten, Klarhett insofern vorhanden, als es käuflich an die Kornhausgenossenschaft übergehen wird.

eins. Die oer hiermit baraui welche bereits

eit bei Herrn getauscht werben

!r Konzertvereins. I >ie Sperrsihkarten1 1 Uhr daselbi;'

vermischter.

* Breslau, 29. Mai. Bei dem heutigen Zweirad-Stunden- rennen um den großen Preis von Breslau ereignete sich ein schwerer Unglücksfall. Ein Kellner überstieg, in beiden Händen Bier tragend, die Schranke, und wurde von dem Schrtttmacher- Motorrad des Rennfahrers Robl erfaßt, überfahren und schwer verletzt. Robl wollte ausweichen, kam zu Fall, und wurde am Bein verletzt. Der Führer des Motorrads verstauchte sich den Oberarm. Das Rennen um den Preis von Breslau siel aus.

* Ludwigsburg, 30. Mai. Heute nacht wurde die Wirtsfrau Grabherrzum Hirsch" hinter dem Schenktisch durch einen Sttch in den Unterleib ermordet.

Der Schwerverbrecher.Haben Sie vor Ihrer Hinrichtung noch einen Wunsch?"Ja, i' möcht no' so lang leb'n, bis der bayrische Landtag g'schlossen wird!" (Wenn man die endlosen Berichte in den bayrischen Blättern liest, kann man diesen Scherz derMünchener Jugend" gut verstehen. Die Red.)

Sp-rt.

Radsport. Zu der Zuverlässigkeits-Motor-Zweiradfahrt Frankfurt a. M.Hannover haben sich bisher 120 Fahrer ge­meldet. Tie ersten Fahrer werden zu vieren am Samstag den 4. Juni morgens um 5 Uhr den Start verlassen und kurz vor 6 Uhr die Kontrollstation Gießen (Restaurant Kaltwasser) passieren. Tie folgenden Fahrer werden in Pausen von 4 zu 4 Minuten abgelassen werden und bei Kaltwasser zwischen 68 Uhr vor­beifahren.

Rudersport. Sett einigen Tagen sehen wir den Altmeister des Rudersports, den bekanntlich bereits zweimal sieggekrönten Meister von Deuffchland, Albert Rübsamen, fleißig im Skiff auf der Lahn trainieren. Zu bewundern ist bei dem bewährten Kämpen, der in den letzten Jahren kein Ruder mehr in der Hand batte, die vorzügliche Form und Technik, sowie dessen ausgezeichnete Wasserarbett. Bei sehr schönem leichten Ruder nimmt das Boot sehr guten Fortgang. Ob Rübsamen heuer an dem Kamps um die Meisterschaft in Deutschland auf dem Mainzer Wasser teilnimmt, ist noch nicht entschieden, die Absicht scheint er aber nach seinem ernstlichen Training zu haben.

Darmstadt, 30. Mai. Unter dem Protettorat S. K. H. des Großherzogs von Hessen häll die Darmstädter Lawn- Tennis-Vereinigung in den Tagen vom 10. bis 13. Juni ihr erstes offenes Turnier ab. In den früheren Jahren hat die Vereinigung wohl auch schon Turniere abgehalten, doch waren sie nur interner Natur. Es ist deshalb mit Freude zu begrüßen, daß nun in Darmstadt ein offenes Turnier stattfindet, und es verspricht nach den bis jetzt in Aussicht stehenden Meldungen sehr interessant zu werden.

Ein kostspieliges Vergnügen sind die Auto­mobil-Wettfahrten, wie sie jetzt wieder um den Gordon Bennet-Pokal veranstaltet werden. Der Direktor einer der ersten französischen Motorwagenfabriken hat kürzlich erklärt, er hoffe, daß die jetzige Wettfahrt die letzte sein werde. Abgesehen von den Aus­gaben müßten sie fünfzig ober sechzig ihrer besten Leute fortschicken, die für die Wagen unterwegs zu sorgen hätten. Die Unglücksfälle während der Fahrt ParisMadrid hätten außerdem bewirkt, daß die Wettfahrt mehr Schaden als Stutzen brachte, da Leute, die kaufen wollten, durch die anscheinende Gefährlichkeit des Sports adgeschreckt wurden. Die Industrie brauche solche Schaustellungen nicht mehr. Die Kosten der Probefahrten, die zur Auswahl der französischen Wettbewerber um den Gordon Bennet-Cup in dem Ardennenbezirk stattfinden, stellen sich nach der Schätzung eines Sachverständigen wie folgt: Treißg Rennwagen, die besonders für die Wettfahrt gebaut, für andere Zwecke ganz unbrauchbar und deshalb nachher ganz unverkäuflich sind, je 40 000 Mk., zusammen 1 200 000 Mk.; Aus-

Beerdigte. Matthäusgemeinde. Den 19. Mai. Ludwig Kliffmüller, Schuhmacher, ein Witwer, 78 Jahre alt, starb den 19. Mai. Lukasgemeinde Den 20. Mai. Karoline Bundt, Witwe des Rittergutsbesitzers , Jahre alt, starb den 18. Mai. 23. Elisa- bethe Walther, Witwe des Schmiedes Philipp Walther, 71 Jahre alt, starb den 23. Mai. 24. Katharine Mäht, geb. Pfeiffer, Ehe­frau des Schaffners i. P. Johannes Mahr, 54 Jahre alt, starb den 24. Mai. Johannesgemeinde. Den 23. Mai. Luise Labroisse, Tochter des verstorbenen Kaufmanns Louis Labroiffe, 73 Jahre alt, starb den 21. Mai.

Auszug aus Le« Kirchenbücher» der Statt Kießeu.

Evangelische Gemeinde.

Getraute. Markusgemeinde. Den 22. Mai. Rudolf Peter Johannes Rietze, Architekt in Elberfeld, und Else Regine Franziska Steinhäuser. Tochter des Buchbindermeisters und Schreib­materialienhändlers Konrad Steinhäuser zu Gießen. Lukas­gemeinde. Den 21. Mai. Otto Paul Hoffmann, Kaiser!. Land­richter in Zabern, und Elisabeth Schäcker, Tochter des verstorbenen Steuerrats Jakob Wilhelm Schäcker zu Gießen. 25. Friedrich Karl Hermann Werner, Großh. Lehramtsaffeffor zu Laubach, und Johanna Krauße, Tochter des Musikdirektors Karl Krauße zu Gießen. Johannesgemeinde. Den 22. Mai. Gottlieb Daniel Keßler, Lagerist in Offenbach a. M., und Karoline Laura Gerndt, Tochter des verstorbenen Stations-Assistenten Julius Adolf Gerndt zu Gießen.

Getaufte. Matthäusgemeinde. Den 21. Mai. Dem Schreinermeister Karl Beil eine Tochter Irma Minna, geb. den 7. April. 22. Dem Taglöhner Georg Prinz ein Sohn Wilhelm, geb. den 21. April. Dem Taglöhner Philipp Spuck eine Tochter Anna Marie, geb. den 21. Mär§. Dem Bureaugehilfen Heinrich Arnold eine Tochter Elly Elisabeths Auguste, geb. den 7. April. Dem Heizer Karl Hupfeld ein Sohn Werner Philipp Wilhelm, geb. den 5. Febr. Dem Portier zu Friedberg Hugo Herbert ein Sohn Hugo Wilhelm Fritz Karl, geb. den 9. Mai. 23. Dem Fabrik­arbeiter Karl Strack ein Sohn Heinrich, geb. den 5. Mai. 24. Dem Fabrikanten Karl Georgi ein Sohn Hermann Ludwig Eduard, geb. den 20. Febr. Markusgemeinde. Den 22. Mai. Dem Schuhmacher Wilhelm Schmidt ein Sohn Friedrich Wilhelm, geb. den 19. März. Dem Glaser Theodor Schäfer eine Tochter Else Anna, geb. den 23. April. Dem Lokomotivhilfs- Heizer Karl Hoelk ein Sohu Rudolf, geb. den 27. April. 23. Dem Korbmacher Johann Georg Althaus ein Sohn Friedrich, geb. den 4. Mai. Dem Drechsler Wilhelm Walther ein Sohn Heinrich Georg, geb. den 3. April. 25. Dem Restauratenr Wilhelm Dreher eine Tochter Ella Auguste Lisette Karoline Frieda, geb. den 13. April. Lukasgemeinde. Den 23. Mai. Dem Former August Müller eine Tochter Elisabetha Eleonora Margareta, geb. den 10. April. Johannesgemeinde. Den 22. Mai. Dem Dachdecker Theodor Rohrbach ein Sohn Georg Heinrich, geb. den 19. April. Dem Bäckermeister Heinrich Muller ein Sohn Adolf, geb. den 6. April. Dem Spenglermeister Georg Dahmer ein Sohn Richard, geb. den 9. April. Dem Dr. phil. Wilhelm Orth eine Tochter Mathilde Elisabeth Luise, geb. den 25. März. Dem städtischen Straßenwärter Kaspar Becker eine Tochter Luise Katharine, geb. den 18. März. Dem Brauer Wilhelm Rent­meister ein Sohn Karl Wilhelm Ludwig, geb. den 19. März. 23. Dem Taglöhner Konrad Schneider eine Tochter Anna Juliane, geb. den 5. Mai.

10. Juni abenb; vorauszuschicken

im Publikum ein j mg der National-

Man wird baji bachten können, i iangverein be- tag den 19. ftur, !rt zum Beste-: i Steycrmark, Landeskirche, zu i der von Hessen :

, hm i| die schon so viele ! ihrer neuen Sira: 4 wn Glocken beh^ | rem hat geglaubi, echnet nun aus bii I i Gemeindegliedri. den 24. Juli g-- | ährigen Stiftung- mit Hilfe hiesig Zesuchern des Kor Mgeld wird sch

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lerichtsräte von w. vom GouvM üs Mainz bezw. ?- versetzt.

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