154. Jahrgang
Donnerstag 31. März 1804
Erstes Blatt
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Deutsches Keich
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acht „Hohenzollern" lorb von Gaeta in See
fr. 77
Nt^etnt täglich [|ii ilget SonnlagL.
ttir B'ehener Anzeiger m:Mn tm Wechsel mit !»'hessischen Landwirt jr vj;ebener Kamillen- Mei viermal in der liJodje beigelegt.
Rlr iiionSbrud u. Ver- Uc bet Brüh l'schen tl l «rs.-Buch-u.Stein» tai(<ereL DL 8ange. Rjn/ä’ion, Trvedttton u.ch Trucferet:
81, ulflraße 7.
Rrksl« für Deveschen: c,nz>etger Bietzen.
rrschanickluß Ar 51.
Ausialiü.
Lond on, 30. Marz. In hiesigen diplomatischen Kreisen verlautet, baß nach Beendigung des ostasiatischen Krieges England mitRußlanb ein gleiches Abkommen wie mit Frankreich abschließen dürfte.
Paris, 30. März. (Kammer.) In der Kammer wurde das Budget für 1905 vorgelegt. Tie Ausgaben sind um 38 Millionen höher als im Budget für 1904. Tas Haus setzt die Besprechung der Interpellation über die Lage der Marine fort. Lockroy (radikal) protestiert gegen den neuerdings in die Marine gebrachten Geist und tadelt die Haltung Pelletans gegenüber den Offizieren. Im Verlaufe der Ausführungen speicht Lockroy jem lebhaftes Bedauern darüber aus, daß dieStärkedesGeschwäders herabgesetzt sei und das Flottenprogramm nicht zur Ausführung gelangte. Es seien keine neuen Schiffe vorhanden. Tie Flotte habe keine Kohlen und nicht genügend Mannschaften.) (Särmenbe Zwischenrufe links.) Ter Redner fragt, ob es ein einfacher Zufall fei, daß Deutschland Unterseeboote baue, die beu französischen burchaus ähnlich seien. Nach längerer Debatte, an ber auch ber Marineminister Pelle- tan teilnahm, führte ber Ministerpräsibent Co mb es aus, die Effektivbestünde könnten rn 24 Stunden vollzählig gemacht, die Rejervegesch-vader in acht Tagen mobil gemacht werden. Wenn die Kammer es beschieße, werde die Regierung einer außerparlamentarischen Untersuchung zustimmen, für die alle Schriftstücke, welche nicht dre nationale Verteidigung betreffen, zur Verfügung gestellt würden. Ter Ministerpräsident erklärt sich schließlich solidarisch mit dem Marineminister urtb stellte die Vertrauensfrage. Tie Tagesordnung Maujan, welche besagt, die Kammer habe das Vertrauen zu der Negierung, bay sie eine außerparlamentarische Untersuchung über die Lage der Marine und den Verteidigungszustand der Kolonien veranstalte, und gehe unter Ablehnung jedes Zusatzes zur Tagesordnung über, wird mit 318 gegen 256 Stimmen angenommen. Gauthier nennt das parlamentarische Regime korrupt unh verbrecherisch; Bertaux loUI handgreiflich gegen ihn werden; beide werden auseinandergebracht und Gauthier wird zur Ordnung gerufen. Nachdem das Haus noch die Marinekredite mit 398 gegen 18 Stimmen bewilligt hat, wird die Sitzung aufgehoben.
Wien, 30. März. Hier trafen angeblich zuverlässige Meldungen aus Odessa ein, daß dort eine Agitation zum Zwecke der Hervocrufung neuer Exzesse gegen die Juden an den Osterseiertagen in weiten Kreisen der Bevölkerung entfaltet werde. Tie Organisation lerte der antisemitische Ztedakteur Kruschewan.
So s i a, 30. Erz. Bei der Ortschaft Pschinig im Krcrfe Kumanowo wurde ein muselmanischer Feldhüter ermordet. Eine Ab'teilung dorthin entsandter türkischer Soldaten plünderte die Ortschaft, vergewaltigte Frauen und verstümmelte Männer. ..
Konstantinopel, 30. Marz, kine durch ein Schriftstück bewiesen, das tuTgiiä) bei einem im Kampfr mit den Gendarmen getöteten Bandenchef gesunden wurde, sind die Komiteebanoen angewiesen, die griechischen Gr- meinben durch Mordtaten und Trohungen zum ueoertritt
Berlin, 30. Mär^. Tie ch.i Lie mit dem Kaiser an ne tu ®=tn und am Abend in Messina eingetrosfen.
5et Pariser „Matin" hatte eine Nachricht publiziert üb:= ine plötzliche Erkrankung Kaiser Wil- nct;---. Wie das „Berl. Tagebl." erfärht, ist in hiesigen ,(Lr. die es wissen müßten, von einer Erkrankung des - c i. :5 nicht das Mindeste bekannt.
- In Rom wird daS Gerücht verbreitet, ber Kaiser ha $ Cem Abt Krug ein Handschreiben an ben P, ;a übergeben, ber burch ben Abt ben Kaiser auf dcks leL b. K.fte für die Errichtung einer Nunziatur fn
i und die Erhebung der pr eu ß i s ch e n Ge s a n b t- 1 chjürr beim Vatikan zum Range einer Botschaft inlö-Ainert habe. Ter Kaiser fei bereit, den Wunsch bes üri; 3 zu begünstigen. TaSselbe Gerücht bezeichnet be- .mnem Abt Krug vlS künftigen Nuntius für Berlin, in: ^^errichteter Stelle werben diese Erzählungen jedoch n |iür glaubwürdig gehalten. — Freiherr von S c: :iilu n g, der seit Monaten mit vatikanischen Kreisen veiuÄullich unterhandelt, verläßt in ber nächsten Woche
viaÄr
- Tier Gesundheitszustand ber Kaiserin bat jüi.rr. den letzten Tagen derart gebessert, daß für die nclüste Zeit bereits Reisedispositionen getroffen werden toi im.'' Von einer Reise nach dem Mitte l meer ist ent ; Abstand genommen, dagegen wird die Kaiserin am. t liipril die jüngeren kaiserlichen Prinzen nach Plön zuvMiu steilen und im Anschluß daran ihrem Schwager, bet ti :»og von Schleswig-Holstein einen aus etwa vwr- berechneten Lxsuch im Schloß Grünholz ab- fi.it it. um später längeren Aufenthalt in Homburg v. LA«he zu nehmen.
i.üiegsminister v. Ei r e m inspizierte heute in H a m - ttinen nach Südwestafrika abgehenden Ver-
zur exarchistifchen Kirche zu zwingen. Nach ben bisherigen j Erhebungen über die Organisation biefer Propaganda er* erscheint ber bulgarische Metropolitan Gregonje kompro
Sydney, 30. März. Ter Dampfer bes Norddeutschen, Lloyb „Waldemar" meldet, daß Eingeborene von der Ere- miten-Gruppe bei Neu-Guinea einen Pflanzer er-, mordet und dessen Haus'geplündert haben. Eine^traf- expedition hat zwei Schuldige ergriffen und nach Her*, berlshöhe gebracht. Auch vermutet man, daß Ausflügler von Teutsch-Neuguinea dabei ermordet worden sind, dck man nur ein leeres Boot gefunden hat.
Kus Dtadl und Kund.
Gießen, den 31. März 1904.
** Personalien. S. K. H. der Großherzog haben der Krankenpflegerin des Alice-Frauen-Vereins für Kranken- iflege im t^roßherzogtum Hessen Elisabethe Hering zu Alzey das Tienstauszeichnungskreuz für Krankenpflege in Silber und dem Landgräflich Hess. Kastellan Gustav Hoß- selb in Kassel bas Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps bes Großmütigen verliehen.
L. U. Professor Dr. Brauns, zur Zeck Rektor bet Landes-Universität, hat einen Ruf an die Universität Riel* erhalten, dem er zum 1. Oktober Folge leisten wird.
** Liturgischer Gottesdienst. In dem am Karfreitag abend um 6 Uhr in ber Stadlkirche stattftndenden liturgischen Gottesdienst werden, wie üblich, der Eo. Kirchengesangverein und die Knabenchorschule mitwirken. Es werden dabei vor allem die wunderbar schönen Choräle aus ber Bach'schen Matthäuspassion nochmals gesungen werden, außerdem noch! eins der kleinen geistlichen Konzerte von Heinrich Schütz fÜrj eine Frauenstimme, dessen Vortrag Fräulein Ida Stammler' übernommen hat, und ber gewaltige Schlußchor auS ber
stärkungS-Transport. Tie aus Argentinien in ©üb- westafrika angekornmenen Pferbe finb noch ganz roh unb wild, also vorläufig nicht gebrauchsfähig. Sie müssen erst eingefahren werben. Man kann aber trotzdem annehmen, daß die allgemeine Offensive von ben bem Oberst Türr unterstellten Truppen unb bem Detachement von Estorff nach Ablauf ber ersten Aprilwoche beginnen wirb.
— In ber unter bem Vorsitz bes Vize-Oberzeremonien- Meisters Kammerherrn von dem Knesebeck abgehaltenen Sitzung des Zentralkomitees des Roten Kreuzes wurde darüber berichtet, daß — abgesehen von den schon früher nach bem südwe st afrikanischen Aufstandsgebiet entlaubten sechs Schwestern vom Roten Kreuz unb bem Lazarett für rund 100 Kranke — eine zweite umfangreiche Lazarett-Material-Sendung zu bem gleichen Zwecke dorthin verfrachtet werden soll. Weiteren Sendungen auch zu Gunsten verlvundeter oder erkrankter Ansiedler sind eingeleitet.
— Ter ehemalige braunschweigische Assessor Schotte- lius, ber vor einem halben Jahre an das Auswärtige Amt in Berlin berufen wurde, ist zum Richter am Gouvernements-Gericht in Windhoek ernannt worden.
— Ten „Berl. Pol. Nachr." zufolge wäre als sicher anzunehmen, daß dem Reichstage in seiner gegenwärtigen Tagung Handelsverträgenicht unterbreitet ivcr- öen. Wenn auch ber Handelsvertrag mit Italien vorläufig abgeschlosien sei, so sei doch anzunehmen, baß bie Regierungen an den Reichstag mit dieser Alaterie erst heran treten werde, wenn verschiedene solcher neuen Verträge ebenso weit gefördert seien.
— Tern Reichstage ging der Gesetzentwurf betr. Bekämpfung ber Reb laus zu.
— Ter „Reichsanz." verostenrlicht das Gesetz betr. vorläufige Regelung des Reichshaushalts für bie Monate April und Mai.
Karlsruhe, 30. März, lieber ben Gesundheit s- zustanb bes Großherzogs erstatteten die ihn be- handelliden Aerzte folgenden Bericht: Tas Befinden des Großherzogs hat sich solveit gebessert, baß in ber letzten Woche die üblichen Vorträge entgegengenommen unb Spaziergänge und Ausfahrten ziemlich regelmäß.g unternommen werden konnten. Tie Störungen der Verdauungsorgane sind nahezu verschwunden, der Kräslezustand ist dementjpcecheno b e j s er. Zeitweilig wurden Störungen durch einen Katarrh hervorgerufen, welcher bas rechte Mittelohr in Mitleidenschaft zog.
Vulitische Tagesschau.
Dor dem parlamentarische» Tribunal.
Tie Tage des französischen Marineministers Killet an sind gezählt, er wird bas von seinen politischen ' Lrgnccn jetzt in ber Teputiertenkcunmer veranstaltete Scher- MiPeaicht nicht lange überleben. Tieser Vorgang setzt die des französischen Regierungssystems wieder ein- ml in grelles Licht: man sieht, wie die Festigkeit ber 2:11 ng eines Ministers wesentlich bestimmt wirb burch '.juni't einflußreicher politischer Gruppen. Pelletan ist qüj ..’n ehrgeizigen Parteiführern schon zu lange im Amt, \ >ll unter allen Umständen fallen, uub deshalb wirb ti, chwerste Geschütz, ber Vorwurf lüberlicher Verwaltungs- niiilti ast, gegen ihn ins Feld geführt. Gewiß, ein idealer Lu reminijter ist Pelletan keineswegs, nach deutschen Be- griifei fehlt ihm überhaupt die Legitimation für dieses ül Tenn eine Tätigkeit als Berichterstatter ber Budget- icnii.i ||ion für ben Marineetat, wie sie Pelletan jahrelang , bt hat, befähigt boch Nicht zur Uebernahme der Ma- ■ -ineiorioaltung. Es liegt also in der Natur ber Sache, bccü stllletan in seinem Ressort am wenigsten als Autorität «Ur, aß bie Herren von der Admiralität unb Dom Seeossi- i.üJj.pö Frankreichs über den Minister spöttisch urteilen ui;) richt selten gegen seine Verfügungen Protest erheben.
Ä j jchwerien sich wiederholt Flaggos,iziere beim Parla- i Ti.ii der Maßregeln Pelletans, und der Minister war ge- ' Ti..i t dort unter Beibringung des Materials sein 23er- V^hti zu rechtsertigen, was ihm gelang. Zum Verdruß iMrüch der Beschwerdeführer, die nun erst recht qegen t oer. i mister agitierten unb bie Spanrrung zwischen biejem i .h:.j hem gesamten Seeoffizierkorps zu erhöhen trachteten. (Sic iiignete sich daß bei Geschavaderubungen große Schiffe 1:8i:n : ierungöunfähig wurden — man gab Pelletan bie (M3,, weil er in den letzten Jahren aus Sparsamkeits- v tilgten die regelmäßigen Flottenmanöver fortfallen । i;.j ipjro. Einen persönlick)en Rückhalt in der Marine hat \ im'h wohl nur noch an den SVerft- und Arsenalarbeitern, rjb.Lcn Gunsten er eine lebhafte soziale Fürsorge entfaltete.
' .-riefe Stütze kann seinen Sturz nicht aufhalten.
Ui die andere Seite ber Medaille: wer inszenierte i! ir: illjrt dem Vorstoß gegen Pelletan? ES ist der frühere bl fflirint.’minifter Lockron, und baß eS kein LLürdigerer i| Ti, m. J5 im Interesse Frankreichs bedauert werden. ES i. -ei a'j;jcfel)en baoon, baß Lockroy zur Leitung ber Marine- i siioitS nicht im mindesten berufener war als Pelletan. v.üu iwelchen Umständen aber vollzog sich bie Amtsnieder- h^iif Lockcoys ? Er mußte abdanken, well ihm arge Psllchi- v cx'r.ac -läffigung nachgewiesen werden konnte, dasselbe allo, n i; e: jetzt dem AUnister Pelletan zum Vorwurf macht. -I Ki.ifi) ist ja, daß Lockroys Rundreise durch die deutschen r : äsen, die er als Cxminister unternahm und deren । i. i ijfc er in einer Broschüre niederlegte, seinen Blick r m: i Lchwäck>en der französischen Marine geschärft hat. Dö:cilL lann et aber nicht die Berechtigung ableiten, über Plsilirn fo zu Gericht zu sitzen; wenn er es gleichlvohl
Ii; iiniD VON den Gegnern der Regierung mit Beifall über- h :(i wird, so ist das ein Beweis, daß man sich ber poli- . , Bünden Lockroys nicht mehr erinnern will. Frankreich bi ji s. ch nicht tounbem, wenn bas Ausland aus alledem cuiin; |.ür bie Republik wenig schmeichelhaften Schluß zieht. T; ir niämlich, baß es ber zuverlässigen Entwicklung, der , । ki Festigkeit ber Wehrmacht nicht förderlich sein kann, , vi j ,e sich zum Versuchsobjekt für bie „Tries" ehrgeiziger
,n ::x degradiert sieht. Was heute dem 9)iarinemini|ter P ii&iain pajstert, kann morgen bem Kriegsminister Andre ,u ; . ht jein; ber parlamenlarisckZe „Ltzohlfahrtsausschuß" । iw nicht Halt vor ben Institutionen, auf benen bie Wvhl- ;o. .. „ev Laubes ruht. (Vgl. Ausland.)
SchÜH'schen Matthäuspassion.
*• Di e Theaterneubaufrage hat sich — so wird: uns heute mitgetedt — über Nacht ^u einer Theater-! abreißsrage entwickelt. Nachdem die Herren Gedrüderf Schwan als die Besitzer des Gießener FestfaalS, in welchem, das Theater spielt, schon im vergangenen Herbst mit einem i Polizeibefehl (,zur Beseitigung deS gefahrbringenden^ Zustands im Gießener Festsaaf usw.) bedacht waren, tft| diesem jetzt ein zweiter, betr. .Feuersicherheit im^ Stadttheater" gefolgt, wie der erste vom Herrn Oberbürgermeister Mecum und ebenso wie jener ohne vorherige Anhörung der städtischen Theater- kommission oder des TheatervereinS erlassen. Da auch diesmal nur der Echwan'sche Saal einen Polizeibefeh^ erhielt, also vermutet werden muß, daß eS lediglich beffenj Benutzung als Theatersaal ist, was ihn der fortwährendecks polizeilichen Aufmerkfamkeck auösetzt, und da die von den' Besitzern verlangten Aufwendungen sehr bedeutend sind, soi haben die Besitzer beschlossen, den Bühn en raum ab zu- reißen, refp. zu einer Vergrößerung des SaaleS zu verwenden, falls nicht der neue Polizeibefehl zurückgenommen wirb. Herr Oberbürgermeister Mecum scheint hierzu aber nicht bereit zu sein, denn er hat bereits angeordnet, daß die der Stadt gehörigen Dekorationen auS dem Kulissenraum entfernt werden. Der Abbruch soll unmittel-. dar nach den Feiertagen erfolgen. Der Vorstand deS, TheatervereinS ist bereits gestern abend zusammengetreten,, um über Mittel und Wege zu beraten, roie der drohenden Gefahr, daß wir in den nächsten Wintern daS THeaterj entb ehren müssen, begegnet werden kann. Die Besitzer deS Theatersaales haben ihre Opferwilligkeck durch dereckwtlligeS Eingehen auf die Wünsche des Theatervereins oft bewiesen^ wenn ihnen, angesichts deS geplanten Neubaues, die jetzt verlangten Opfer zu groß erscheinen, wer kann eS ihnen übel- nehmen? Aber vielleicht wären sie trotzdem noch zu größeren Leistungen bereit gewesen, wenn man hier so verfahren hätte, wie es z. B. in der Reichshauptstadt geschieht, wo die Vertreter des Polizeipräsidiums und der Berliner Theater- desitzer schon feit Wochen gemeinsame Beratung pflegen- wie die Feuersicherheit der Theater verbesiert werden kaum Darüber dürste wohl allgemeine Einigkeck bestehen, daß eine solche Schädigung der städtischen Znteresien, wie sie bie Siftirung ber Theatervorstellungen bedeuten würde, unter allen Umständen vermieden werden muß. Alle vom Dor- jland des TheatervereinS in dieser Richtung zu unternehmenden Schritte werden in der Stadtverordneten-Versammlung stch^v die wärmste Unterstützung finben/ — Soweit die ßufärift an uns. Trotz deS überraschenden DorgehenS ^eS Oberbürgermeisters möchten wir vorläuftg noch glauben, baß für die nächste Spielzeit der bestehende Zustand sich im wesentlichen wird aufrecht erhalten lassen — im Interesse bet Konsolidierung deS neuen künstlerischen Unternehmens, aller Daran materiell Beteiligten und aller Gießener Theaterfreunde. ,,
"Von der Kanalisation. Heber btt geplante Anlage ber Klärbecken hören wir, daß mit deren Hecstellima schleunigst begonnen werden soll, sobald die Enteignung beS bafür ersorberlichen Gelänbes, bas bekanntlich hinter ThromS Fabrik am Heßler liegt, soweit gebieten fern wird, daß dessen Ucbcnveiiung an bie Stabt ausgesprochen iverben kann. Projektiert finb 4 Klärbecken, jeber 40 Nieter lang, in bei eol)le 4 Meter, an ben oberen Kanten 4,50 Meter Breil Die Tiefe der Klärbecken ist am Einfluß des zu klärender»
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Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis


