Ausgabe 
30.12.1904 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

uns an die Zeit, wo auch unsere Gemeinde noch zu dem Großherziogtum! Hessen gehörte. Wie der Lehren bei der Eröfsnunqsfeier nach bemHinterländer Anzeiger mitterlte, habe dieses neue SchulhauS in seiner Entstehung schon ein Menschenalter erlebt. Es habe ein alter Wer dazu das erste Baukapital geliesert, indem ihm auf Ver- fügunp, der Negierung zu 'Darmstadt von seinem Gehalt ein in Mzug gebracht wurde, den die tyemeuibc zum

Baufonds verwa-cht habe. .

I! M a r b u r g, 2V. Dez. Gestern wurde hrer em Mann v e r h a j t e t, der sich als Gc h e ilm p o l izi st auSgab und

^^D^ Kampf um die preußische Volksschule wirft seine I Impfung ist vollitandlg schmerzlos.

namentlich kann aber Schul lasten den Etat d helb tft da unterha bat daran Ter Lehr Lande der

angeblich den Naubinrörder L>udde fangen wollte. Er> ,suchte" besonders in den Wirtschaften und verstmib es dabei meisterlich, die Wirte unter allerhand Verwenden um bare Darlehen und um btc Zeche prellen. 3ci Feststellung seiner Person ergab es ftch, daß man es mit einem Kuts cher ans H otm b e r a a. O b m zu tun^hatte.

c(t 30 Meter hoher Turm erbaut, der jetzt schon 14 Meter hoch ist; er soll gleichzeitig als Wasser- und Uhrturm dienen. Ter jetzige nordöstliche Flügel wird vollständig: umgebaut; in ihm werden Post, Gepäckhalle, das Ersten- zimmer u»nd andere Räume untergebracht. Mit dem Ab­bruch des jetzigen Mittelbaues ist bereits , begonnen, die Vorhalle ist schon nicderaelegt. Hier wird ein großer Durchgang zwischen der Main-Weset-Bahn und den ~bei> hessischen Bahnen hergestellt, welcher 50 Meter lang und 17 Meter breit sein wird. Ter Gesamtumbau durste nicht vor Herbst nächsten Jahres fertiagestellt sein.

Impfung gegen Tollwut. Ter Frankfurter Polizeibericht giebt folgendes zur Kenntnis: Es wird von Personen, welche von tollen oder tollwutverdächtigen liieren gebissen wurden, vielfach das Institut für Infektionskrankheiten zu Berlin ausgesucht, ohne genügende Leibwäsche zum Wechseln mitzubringen und körper­lich rein zu sein. Es ist dieses zur Ausnahme unbedingt er­forderlich. Die zu impfenden Personen haben sich nach dem Instituts-Neubau in Berlin Nr. 39 Nordufer-Föhrerstraße zu J begeben, und es ist zweckmäßig, ihre Reise so einzurichten, daß sie tunlichst vor 3 Uhr nachmittags eintrefsen. Die

Dermifd)6cs*

* Kammerhcrr und Rivale. Seit einiger Zeit weiß man. daß die Tätigkeit des Obcrhosmeisters der Zhnserm, Frn- lierrn v Mirbach, sich nur auf die Regelung des Kcnnm er Herrn- dienstes' beschränkt, d. Herl v. Mrbach bestrmmt, wer von

den Kammerherren Dienst bet der Kawerin tun soll. Tie ,/pr. Korr" erfährt hierzu noch: Bekanntlich bat Fretherr v. Mirbach nach' den ^Enthüllungen sein Amt als Leiter des Kcckinctts und Berivalter der Schatulle der Kaiserin ntedn-gelegt, und zu seinem Nachfolger wurde Kammcrherr Dr. w Behr

Zwischen den beiden Herren Herr cht eme erbitterte Rwalitat Frcilierr v. Mirbach will sich nickt ganz ^bsiwen lassen und kämpft energisch um seine Stellung am Hose, auv der Tr. v. Beh ihn angeblich zu verdrängen sucht. Es beisit, b-h, wenn n syker- bach zum Beispiel in der Kanzlei emen Befehl erteilt, »on von Behr das Gegenteil anordnct, und seine Anordnungen auch auZgeführt werden Die Sache soll soweit gediehen sein, d-tz da? Oberhvfmarschallamt des Kaisers als Schiedsgericht mtgcrufnt wnvde, und dieses soll sich auf die Seite des -t.r v ^ehr gestellt haben Auf den eiidgiltigen Ausgang dieier Fehde bars man also wohl mit Recht gespannt fern , ,

* Eine ganze Familie ermordet! Gene furchtbare Tat ist, wie bereits kurz gemeldet, am zweiten Weihnachtstagc abcichs in Nordhausen begangen worden. Ter 38 Jahre alte Kaufmann Otto Härte!, in Stellung bei der Ionischen Tief, bührgcsellschast in Nordhausen, hat, ähnlich wie Rech rn Maul- hach, seine Frau und zwei Kinder in entsetzlicher Weise ermordet und dann si» sel bst b a i Scb en genommen Nachdem das Ehepaar Härtel nachmittags noch imKrvstaN-Palast" gewesen nxir, Härte man ^ends «- der Härteksck>en Wohnung furchtbares Sckreien^ bic Nachbarn imhrnen an, daß die .Kinder gezückstigt würden, ^ruh gegen 9 Uhr, als mehrere Leute vergeblich Einlaß in die Hartestche Wohnung ge­sucht hatten, begab sich die Frau des Hauswirts Drcsler m btc erste Etage, um nach Zusehen. Sie sah schon vom ^ur aus em ftinb mit durchschnittener Kehle m der Küche am Boden hegen. Tie sofort herbeiqerufenen Polizeibeamten fanden dann m der Klicke sämtliche Mitglieder der Familie Härtel, a l l e m t t d u r ch- schnittener Kehle, vor Wahrscheinlich bat einem er­regten Auftritt Härtel zunächst die Frau, dann die beiden der (Mädchen von zehn und zwölf Jahren) und ,chlteßltchstch selbst getötet. Die Hürtelsclxm Eheleute lebten nicht glucklw) zusam­men, und man gibt darin namentlich der schuld ^ ^)tertn dürfte auch die Urfacbc zu der entsetzlrchen Mordtat hegen. Mtt einem großen Brotmesser hat -Härtel der Frau die Kehle bis zur Wirbels auledu rchschnttten. ^er Anblick ist entsetzlich. Danach hat er die beiden mit den Nacht­hemden bekleidetett Kinder ebenfalls buchstäblich ab- geschlachtet Die Kucke, in welcher sich der Vorgang wahrend der Abendmahlzeit abgespielt hat, schwimmt geradezu tm Mute. Hausbewohner wollen die Rufe eines Ktndes vernommen Qavcn. Mama, arme Mama" undWas hast du mit Mama gemacht?

Mama ist tot". Eine Mitbewohnerin will deutltch gehört Wtberu wie der Vater zu einem Kinde gesagt l>abcn soll: 'Komm doch nur her, es tut ja nickt weh." In der Schlafstube steht noch der geschmückte Weihnackstsbaum. . ~

* Ein Raubmord. In Marietlle wurde dte ^zran eines Nachtwächters, eine Deutsck^ namens An na Marte Nödl, ermordet aufgefunden. Tie Ertnordete ist aus Hubertus­mühl in Bauern gebürtig und war 71 Jahre alt E» wird an- > genommen, daß bic Frau, die sich allem in ihrn Belwwung befand, ein Geräusch gehört und auf den Hof hmmlsgegangen üt Hier wurde sie von den Mördern erwürgt, denn hier sand fte ihr Mann, als er gegen Mitternacht nach.Hause kam Der Mörder ist dann in das Haus gedrungen, hat die verichiedeiien Behälter erbrochen und das gesamte Ersparnis der alten ^eule, 300 Fr in Gold geraubt. Zwei Italiener, namens Garom, Vater und Sohii, sind als der Tat verdächtig verhaftet worden.

* E i n Eisenbahnunglück in Italien. Auf der Linie Neapel-Rom stießen in der Nähe von Eeprano zwei Eisen bahn z üge zusammen. Außer den Personen, dre leickte Quetschungen Esten, wurden 40 verletzt, darunter sechs schwer. Das Unglück scheint aus eine Vennmderung der Fahrgeschwindigkeit eines von Neapel kommenden Zuges,, der schließlich wegen eines Defektes halten mußte, zurückusuhren sein Der von Roccasco kommende Zug, der mit 14 Minuten Zeituntersckned folgte, holte den Neapeler Zug em und stieß mit großer Heftigkeit mit ihm zusammen. Obgleich ba-> J3erionai bes Ncapclcr ZngcS bas Laltefignal gab, konnte ber anbere 3119 nicht halten, bn er sich aerobe in einer Knrvr ^smib. Die Regierung hat eine Kommission znr Untersnchnng be3 Ersenbahn-

SM -Z-'L-MS-sM-'M' MM-M hinter den^u in mideren Staaten zurücMiebcn. anderen Weg alS den, den Lehrberuf anstehend i nw: )

Präsident Graf E r b a ck - Fürstenau Miesst sick dem. Wimsck Aufbesserung der materiellen und sozialen Stellung des Frhrn. v. Hehl auf frühere Ue^weisuug der X>orlagen Lehrenden. Wer will e.s den Eltern verdanken, Ywm\

ans der zweiten Kammer an. Eine wirkliche Remedur iwrb'Jwr I ... e ^hne lieber dem in beiden Beziehungen größere Kamm er n ickt" uiellr' eEst'würden^ Es fnJa erne ^ortmTc Ahnden ein so" be-

NM SsF-

weiteren Artikel des Gesetzes werden ohne Debatte aiigeuommen. hodeutet einen scknlpolitischen Fortschritt. Dessen mögen- Bei der Vorlage über die Verlängerung der Ge tungs- diejenigen Liberalen eingedeii? sein, die durch die im dauer des Gesetzes über die Gemeindeumlagen ^mvromißantrag gezeichnetenRich^^Ainien" ihr ^chulideal vom 30. März 1901 spricht Ä < r- I alauben. ES braucht keineSlv'§ erst das Niorgen-

Sor^traqtn5 Ä te? Iu^Emtwmf "ber i?ot bc? Zukun.stSstaateS artfMgchcn, damit den Bolksschnl-

ÄeuÄi minbefkni brri Monato vor S-Auü drr Kammer- Ein ern gegcbrn nvrvr. wa4 rlm-m gclmhrt.

tagimq dem Hause zugehe, damit fick dieses Zufalls om- -----T Z T

gehend nnt den mannitzfachen schwierigen tyragen des Entwurf.' Aus Stadt und Kand.

Finanzministe'r Dr. Gnautb erwidert, daß dieser Wunsck Gießen, 30. Dezember 1904.

febr b-rcchtigt sei und bie Regierung ihr möglichstes bafnr nn ^Personalien. Se. Kgl. Hoheit ber Gro s; Herz o g "^Bei bei Vorlage über bic Neubauten in Bab-Nauheim ^hen mittelst Allerhöchster Entschlietzung vom 21. Dezember /ragt Frbr. t>. Setil bie Regierung, ob e? crforbcrlrch mar, » geruht, ben nachstehenben Kammerherren bas Hof- daß sotialbemokratische Abgeorbnete beizweiten Kammer Mer . st. Ehren reichen für 25 Jahre zu verleihen: bem

riättn3mu6ten,I1^Sud>U^,Unb:TniheltmlCwtb lhrankcnkasseu- OberstaNmeister Moritz Riebescl Frhrn. zu Eisenbach Exz., mitaliebcrn" Erleichterungen bei Benutzung ber Heilquellen ge-tzrm Obersten n. D. Karl v. Grolman, dem Forstmeister währt würben. Er habe bar Vertrauen snr Regierung bau man Pschg^ v. Eschm ege zu OebiSfclbc, bem Kgl. preuß. st- nicht erst um eUvaS zu ersuchen brauckua. D. Felix v. I ° e b e n - K °n i e c p o l S k t m

er auch gegen den Zusatz stimmen, denn es komme darm mcÄ daS (Jstav Frhrn. Schenck zu Schwcni oberq. Am gebührendeVertrauen zur Regierung zimi Ausdruck 23. Dezember wurde der Finanzakzesfist Karl Uhrig autz

M liSb die Regierung bereits lan<te vor Einbringung dickes männischen Vereins zur Bewrechung und Aufstellung Antrags mit dieser Frage beschäftigt und (^mhtelungen über . der selbständigen Kaufleute für das demnächst

die weitere Aufnahme Unbemittelter habe cmstellen lasten Em " Eiende Kaufmannsgericht waren gestern abend

ÄS» Ä!..'«

img für die Regierung bilden. . . folgt. Man einigte sich dahm, einen Grossisten, rtnen ^ctdi

Die Forderungen für Dad-Nauh eim werden ^inen Fabrikanten und einen israelitischen Kaufmann

daraus bewilligt, e^uso einige^Ynnc^rllrgen nach ^en L Vorschlag zu bringen und als geeignete Vertreter hierfür HochwastcrsLlauchs"zwischen°Lifcichach unb Bürgel erläutert " bie Herren Carl Schlüter, August Noll, Oq. Gmil Mühl ^ Kommerzienrat Oehler-Offenbach bic bieSbczüglichen Der-nd gj)orj§ Straub in Firma Eolbenberg unb MarcuS zu hältnisse bes Näheren. . emofeblen. Bei ber Diskussion Über bas Gesetz selbst stellten

Zh*.mRI "ÄS. Äd,»". M, <-» m MM MM

schließt das Haus einstimmig k e i u e F o l g e zu geben. Bezüg-1 berauS, weshalb der Kaufmännische Verein^ bet der hwslgen

cxer Kamps um Die prenBijajc ^ons^nic iv-il।l n rti -n. t-:py

Schatten voraus. Auf dem gegenwärtig in der Reichshaupt- b. Leihgestern, 29. Dez. Eme alte Unsitte M hier, stadt versammelten sozialdemokratischen Partei- daß beim Wechseln der Dienstboten am 3. WeihnachtS- tag für Preußen wurden die alten Forderungen t>er fagC die Jugend mit Peitschenknallen auf ber BolksschuNehrer: Beseitigung der geistlichen Schulaufsicht Ztr e ein h erzieht. Dabei traf diesmal eine Peitsche und materielle Aufbesserung' mit einem Nachdruck verfochten, 9{ngc eines jungen Mannes so, daß dieser ohnmächtig

der die Lehrer vermutlich glauben machen soll bei ber ^Q§ u e arg verletzt wurde. Er mußte sofort den

SSW W k,

L K Bk mm w

Abgeordnete den bekannten Schulkompromißantrag unter- der verschiedensten Berufszweige gemeldet. Der vor einigen schrieben haben. Sind doch auch die Volksschullehrer keines- Tagen von der , Kl. Presse * gegebenen Anregung, daß stch wegs einig in der Ablehnung dieses Antrages. Selbst auf die Aussicht hin, diesen Posten zu erhalten, noch em alte, fortschrittlich gesinnte Pädagogen können nicht finden, weiter Tierarzt hier niederlasten möge, müssen unter solchen daß der Antrag eine Uebertreibung des konfessionellen umftänben doch Bedenken gegenübertreten, umsomehr, als der Prinzips, eine Auslieferrmq der Schule an bie Kirche be- , ( - Tierarzt schon sehr lange am Platze ansässiq ist unb deute. Mau erweist vielleicht am wemmten den Lehrern ' )mb jn ber UmqeqCnb vollständig beherrscht.

**»** -* «*""

S51S SÄSifS SWS ' .?' Ni-'m -». k

Kmnpromißantrag endlich eine Grundlage geschaffen ist für sichtsrat unser^ Spar - und Leihkasse h t s^^ den Erlaß eines neuen Schulunterhaltungsgeseßes. Dieses (Generalversammlung fecftfjlojfen, öcr 1L

Gesetz ist aber unbestreitbar eine dringendere Notwendig- wieder einen Zl^chusi bon 200 ^2?. M llewahren. - keit, als die Unterlassung jeglicher Konzession an das gleichen hat auch die piefige

Prinzip der Konfessionsschule. Wenn man schon von Zu« I Lokal-Gewerbeverein einen namhaften Zuschuß i 1 1 kiestandnisseu spricht, so erkenne man gerechterweise an, daß gestellt. . ffrKffnuna

auch die preußischen Konservativen zu solchen, und von )-l H er m a n n st e i n, 27.Tez. Tre Cross g ihrem Standpunkt aus ziemlich weitgehenden, sich bereit unseres neuen Schulhmusles, in der Weih

fhiben fteßen^Nicht um bas konfessionelle ober simultane nachtswoche seiner Bestimmung übergeben würbe, erinnert Prinzip dreht sich die Not ber Zeit. soweit Volksschullehrer > nn*u bcm

in Betracht kommen, sondern um dte Besoldunjg, btc an den Landschulen unzulänglich ist. Hier eine Aufbefserung nur platz greifen, wenn die anderweit verteilt, d. h. in der Hauptsache aus ?r politischen Gemeinde übernommen sind. Des- t baldige Zustandekommen eines Volksschul­tun ag c s c tz e S notwendig. Der Staat selbst fem geringeres Interesse, als die Lehrerschaft, er mangel ist in Preußen, dem klassischen Schulen, io grob, tmc wohl in keinem anderen

den Kronprinzen.

Ter Schulkampf.

Aus preußischen Lehrerkreiscn wird un

Unglücks eingesetzt. .. ,,

* Prag 29 Dez. Jn der GageUntere Schlotzittege wur­den auf der Meinseite kürzlich die Arbeiten der neuen Ka­nalisation beendet. Infolge der bedeutenden Erdbewegung dürste das angrenzende Erdreich gesunken sein, wodurch die Gas- roh rleitung beschädigt wurde. Das ausstrornende Gas, das im Laufe der Nackt und des nächsten Vormittags in eine Reibe Häuser dieser Gasse drang, hat das Leben der dort wohnen­den Leute in hohem Maße gefälwdct. Bis jetzt wurden 32 Ver­gil tungsfälle, darunter zwei schwere, feftgeftellt. Dle,Po- lizei und die Aerzte sind in voller Tätigkeit, um weiteren Unfällen vorzubeugen. , r .

* Kleine Tages chronik. Ter Gutsbegtzerswhn Alfons Thiel aus Köckendorf (Schlesien) wurde verhaftet unter dem Verdacht, eine Dienstmagd seines Vaters, Mit der er inttmen Verkehr hatte, ermordet zu haben. Der Polizeimeister vonBerdjaresk (Sickrußland) und sein Gehilfe wurden ver­haftet und sollen vor ein Kriegsgericht gestellt lverden. Der Gehilfe hatte ein junges Mädchen aus guter <yamthc unter bem Vorwand, daß sie sich mit politischen Angelegenheiten liefatzt habe, verhaften und ins Gefängnis werfen lafsen, wo er ste 1','rqewaltigte. ______________________

Hisenvahn-Zeitung,

Es wird uns mitgeteilt, daß das Ministerium der öffentt lichcn Arbeiten die Einstellung von Leick,en tr ansPort­io a g c n bei verschiedenen Direktionen der Eisenbahnverwaltung genehmigt hat. Ein Wagen wird in Frankfurt a. M. beheimatet und ist dem Betriebe übergeben. Mträge wegen Benutzung für den in Frankfurt eingestellten Wagcri sind an die Eilgut-Abferng^ ungsstelle .Hauvtbehnbof zu ricktm

Handel und WerKeljr. Dolkswirrschaft

Neue Russische Eisenbahnanleihen. Wir haben bereits mitgeteih, daß die russische Regierung die Emission einer neuen Anleihe der Moskau-Woronesch-Bahn m Höhe von 11293 000 Rubel genehmigt hat, desgleichen eine solche von 10 814 G00 Rubel der Moskau Mibdau-Rvbinsk-Eisenbahn. Nun fragt es sich, ob diese Anleihen auch in Deutschland uphr- gebracht werden sollen, luie die früheren Emissionen der beiden Gesellschaften. Die Besitzer dieser Titres haben infolge des Krieges, der die Einnahmen znrückgehen ließ, keine guten Er­fahrungen gemacht, denn der Kurs ist seit der Einission cd. 9 .Pro), zurückgegangen. ..

Reichsbank-Diskont. In der letzten Sitzung des Zentralausschusses der Reicksbank wurde bekanntlich mitgeteilt, daß eine TiSkontermäßigung von den Ultimoansprnchen und den Januarrückflüssen abhängig sei. Nun geht auS den bisherigen Mitteilungen der Börse hervor, daß die s>lnsprücke für den Ultuno sich innerhalb bescheidener Grenzen hielten. Die Rückfluss zu Januar dürften aller Voraussicht nach reichlich ansfallen. ES fragt sich nur, in wieweit der Geldmarkt von Neu-Emislionen, cv der neuen russischen Anleihe, in Anspruch genommen wird. Wir denken nicht allzusehr. Wttd der Diskont herabgesetck, so dürfte aller Voraussicht nach wieder ein, Satz von 4 Prozent in kraft treten, der in weiteren Geschäftskreisen beliebte Normallatz.

lieb des Antrags Häusel auf Ueberdackung beim Empfangs- Behörde anfraqcn und die zu erwartende Antwort noch oe- gd»ube am Bahnhof Wiebelsbach-Heubach wgt ^'nanzminiiter geben wird

Dr. Gnauth Unterstützung »u. . ** ® e i den Erweiterungsbauten des hiesigen

M «»> äf»«-t«ub<s Ift jelt ber ne«ei ®,ld

Möglichst beschleunigt werden, beamt er bis Ostern 19O.r

Jjviuilujf Ql/Uyrb|UJUlL bezogen werden kann. Er soll enthalten: ben Wartesaal

Das Hochzeitsgeschenk sur den Kronprinzen. 3. und 4. Klasse, einen Wartcraum für Frauen, bas Sta­

cks hat pinined Auneben erreat baß eine AnAabl Itionsbureau, Räume für den StationsvorstQnb, dre Äfststen- preuß?fch-7Ht°bt7L mr^dcr Stiftung be^nonJten. bas Zugpersvnal unb für bic An-

Stäbter-ge beschlossenen Hochscstsangebmbes ber pr^ d« -n F ugel nach bcr Stabt M to cb^

Stabte für ben Kronprinzen nicht beteiligen will.

Diese Stäbte haben sich zusammengetan, um ihrerseits bem Thronerben eine gemeinsame Hochzeitsgabe barzubringcn. Roch anbete St ab te haben nun aber bie Beteiligung an einem besonbereu Hochzeitsgeschenk ü b e r h au p t ab-, gelehnt. Es fei hestgestellt, baß bies lebiglich mit Rück­sicht auf bie Steuerlast bieser Kommunen geschehen ist. So hat bie Stabtverorbnetenversammlung in Hagen bie Beteiligung mit ber ausbrücklichen Begtünbung abgelehnt, baß bie Stadt«Mgesichts bev 240 Prozent Zuschläge zu ben Staatssteuern und bcr ungünstigen Aussichten ber künftigen Entwicklung der Stcuerverhältnissebie in an­gemessenen Grenzen bleibenbe Beteiligung an ber von ber Provinz bem hohen Paare barzubringenoen Hochzeitsgabe für ausreichenb erachte unb bie Beteiligung an bem beab­sichtigten Geschenk bet preußischen Stäbte bähet ablehne."

Breslaus Stadtverordnete bewilligten in einet ge­heimen Sitzung 30 000 Mk. zu einem Hochzeitsgeschenk für