Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 30. November.
„Großstadtluft" ging am gestrigen Abend über die Bühne Unseres Stadttheaters — „sibirische Lust" ging durch den Zuschauerraum! Verlangenden Blickes hingen die Augen der Zuschauer an den vorhandenen Oefen, aber kalt und öde starrten diese in das frierende Publikum hinein. Derjenige, der diese Unterlassungssünde auf dem Gewissen hat, wird nicht die Sympathien des Theaterpublikums haben. Die Direktion unseres Stadttheaters betrifft dies nicht. Einer für Viele.
Neueste Meldnnaen.
Berlin, 30. Nov. Zu der Affäre des Mechanikers Meibuhr in Jena, der am 15. November unter dem Verdacht des Verrats militärischer Geheimnisse verhaftet wurde, berichtet der Vorwärts, daß auch dessen Schwager Th. in Frankenhausen verhaftet wurde.. Th. soll der Mittäterschaft verdächtig sein. Nachdem man denselben seinem Schwager gegenübergestellt hatte, wurden beide nach dem Landgerichtsgefängnis Weimar überführt.
Stockholm, 30. Nov. Ein wertvoller Altertumsfund wurde in Westgothland gemacht. Zwei goldene Ketten, je 20 Zoll lang, im Werte von 20 000 Kronen, die zusammen 14 Pfund wogen, wurden bei Ausgrabungen gefunden.
London, 30. Nov. Die Lage der Weißen in Deutsch-Sndwestafrika wird, wie „Standart aus Kap
stadt meldet, in Teregrammen an der Grenze der Kolonien als sehr ernst geschildert- Ein Telegramm aus Upington meldet, daß die ausständigen Farbigen 50 holläudischr Ansiedler ermordeten. Die weßen Frauen und Kinder flüchteten nach der Kapkolouie, wo man Vorbereitungen trifft, die im größten Eleud Eintreffenden aufzunehmen. Mehrere Massenmetzeleien auf deutschem Gebiet sollen vorliegen.
Paris, 30. Nov. Die Gerüchte erhalten sich, wonach der deutsche Kronprinz in Cannes zum Besuch seiner Braut, der Herzogin Cecilie von Mecklenburg, erwartet wird. Das Erscheinen des zukünftigem deutschen Kaisers auf französischem Boden soll bereits eine Reihe von Vorsichtsmaßregeln veranlaßt haben.
Paris, 30. Nov. Kriegsminister Berteaux hat die Korpskommandeure durch ein Rundschreiben aufgefordert, alle Soldaten, welche nicht die nötige Widerstandsfähigkeit besitzen, und insbesondere diejenigen, die von der Schwindsucht bedroht erschienen, von den Acrzten genau untersuchen zu lassen und eventuell heimzuschicken. Die Zahl der zu Entlassenden wird auf 7000 geschätzt.
St. Louis, 29. Nov. Auf die Mitteilung des Ausstellungspräsidenten Francis an den deutschen Kaiser, daß Präsident Roosevelt bei dem Besuche der Ausstellung die deutsche Abteilung besichtigte, antwortete ihm der Kaiser: „Ich danke Ihnen für Ihr Telegrannn und bin erfreut, zu hören, daß die deutsche Ausstellung so erfolgreich gewesen ist und eine so liebenswürdige Anerkymung des Präsidenten Roosevelt gefunden hat. Ich bin überzeugt, daß dies ein
wertvolles Erinnerungszeichen sein wird für die gute Freundschaft zwischen dem amerikanischen und dem deutschen Volke."
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Vom Kriege.
Tschifu, 29. Nov. (Reuter.) Aus hier eingelaufenen Na'ch^ richten geht hervor, daß vom 24. bis 27. November bei Port Arthur heftig gekämpft wurde. Der Angriff hatte offene bar zunächst den Zweck, die Schanzen der Russen auf dem ganzen Glacis zu, nehmen, und richtete sich nickt gegen die einzelnen Forts. Die japanischen Stellungen bei Erlungtschan und Kik- wantschan sollten dadurch günstig gestaltet werden. Am 24. nachmittags. ging, nach vorhergehender Beschießung eine Abteilung d-r 11. japanischen Division gegen die Schanzen vor, durch welche •vr Zugang zu dem Südostforts von Kikwantschan gedeckt wird. Währenddessen nahm die Artillerie die Forts Erlungtschan und Antuschan unter Feuer. Fünfmal wurden die Japaner ab g e s ch l a g'e n. Dann trieben sie die Russen auS den S ch an z e n. .Diese wurden z e r st ö r t. Unter dem Schutze mitgebrachter Sandsäcke gruben sich'die Japaner in ihre neuen Stellungen ein. In der Nacht unternahmen die Russen Ausfälle, wurden aber nach einer japanischen Meldung zurück- g e s ch l a.g e n. Die Japaner haben eine noch stärkere Linie von Schanzen vor sich.
London, 30. Nov. „Daily Telegraph" meldet aus Tschifu von heute: Tie Japaner sollen bei dem Sturm um die Zugänge des Kikwanschanforts innerhalb einer Stunde 4000 Tote gehabt haben. Tie Japaner behaupten, die zwei Nordost^ forts und den dritten Teil der Festungswerke von Westkik^anschan genommen zu haben. Gegenwärtig wird heftig gekämpft mit Verlusten, die als übermäßig zugestanden werden. Aber die Japaner bestehen darauf, die Festung müsse innerhalb 20 Tagen fallen. In der Taubenbucht trafen am 29. November japanische Verstärkungen ein.
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