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154. Jahrgang
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Amis- und MzeigehM für den Kreis Eichen
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Nr. 230
V-raetni «»glich auftet Sonntag*.
Dem ^tefeenex Anzeiger .werben im 'Ißcchlel mH bem hssfkschen Landwirt he Siebener SamUieit> Härte? viermal tn bei
Woche hetgelegL fftatfttton^bmd u. Tier- taq bei r fl b 1 'tchen UntvexV*iÖuct)-4i. Stens» bvuderti. 8L tzaag*.
Nrbattlon, 8?xi*bHU» »mb Tniderei;
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Mnzetger ELietzen. F-kx-niprechanschluyNx 51
.Genchtssaal"-. August Goetz. für den An- üetqentetl: HanS Beck.
Freitag 30. September 1004
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Ire ycutig« Kummer umfaßt 10 Seiten-
Gießen, den 29. September 1904.
Bctr.: Maßnahmen zmn Schutze der heimischen Vogelwelt. Das Grosihtttogliche Kreisami Giestnr an die Sroßh. Bürgermeistereien des Kreises.
Wir verweisen Sie auf die heutige Beilage des Gießener Anzeigers und enrpsehlen Ihnen, derselben möglichste Verbreitung zu verschaffen.
I. V.r Hechler.
Daiitilche Tagesschau.
Krankheiten in Südwestafrika.
Nach einer telegraphischen Mitteilung aus Swakopmund trat Major v. Glasenapp am 22. September krankheitshalber die Rückreise an.
Die gesundheitlichen Verhältniffe dort werden nachgerade zum Gegenstand ernstesterSorge. Unheimlich häufen ,< ich ja auch die Sterbefälle in den Lazaretten, zumeist an Typhus. Nun mag ja Unvorsichtigkeit bei Wassergenuß auf den Streifzügen in den wasserarmen Steppen zumeist die tätliche Erkrankung herbeiführen; das kann aber die Kolonialverwaltung nicht von der Verpflichtung entbinden, ungesäumt und vor allem eine Sanierung der Wasserverhältnisse an zu st reden. Es bleiben voraussichtlich auf längere Zeit größere Truppenkontingente in der Kolonie, denen ein regelrechter Ersatz für die infolge Ablaufs der Dienstzeit ausscheidenden Mannschaften von Deutschland aus zugcsührt werden wird. Ihnen allen ist der Typhus ein ne jährlicherer Feind als der Herero, und die Ge- ugtuung über militärische. Erfolge wird immer beeinträchtigt werden durch den Schmerz über den Verlust blühender Menschenleben an der tückischen Krankheit. Man hätte schon früher mit vorbeugenden Maßregeln gegen den Typhus sich so intensiv beschäftigen sollen, wie mit denen zur Verhütung der Rinderpest.
DeutHes Keich.
Berlin, 29. Sept. Der Kaiser nahm heute in R o - m,-.ten die «Vorträge des Ebefs des Marlnekabinetts, zv--l..?.rrn v. Senden-Bibran und des Staatssekretärs des N . .nnarineamts, v. Tirpitz, entgegen.
— Es heißt, daß der Ka i se r sich mit der Absicht trage, int November den Besuch des Königs Eduard von England während der Kieler Woche zu erwidern. Wenn dieser Plan zur Durchführung gelangt, wird sich der Kaiser an Bord des Linienschstsfes Kaiser Wilhelm II" einMsfen.
— Schippet bleibt. Das ist wenigstens' die einzige Schlußfolgerung, die man aus einem ArtiM der Chemnitzer Bolksst.imMe über den Fall Schippel ziehen kann. Der Artikel charakterisiert die Verhandlungen de§ Parteitages über Schippel so, daß daraus hervorgeht, Schippel halte Kchj moralisch nicht für verpflichtet, sein Mandat niederzulegen. Daß der Artikel Schsippels eigene Meinung wieder- gibt, ist anzunehmen, da die Ehemnitzer Volksstlmme sein Organ ist. ______
Ausland.
Petersburg, 29. Sept. Das „Journalde St. Peters- bourg" gibt einen Artikel der „Moskowskija Mjedomosti" wieder, der sich auf den englisch-tibetanischen Vertrag bezieht. In diesem Mtikel wird ausgeführt, der Vertrag müsse, sowohl was China als was Tibet, besonders aber was Rußland anbetreffe, fürnullundnich- tig angesehen werden. Rußland könne und dürfe diesen Vertrag nicht anerkennen, weit er in offenbarem Wider- spruche mit den im englischsen Parlamente abgegebenen Erl'turungen stehe und mit dem englisch-russischen lieber-- einkonunen, nach dessen Bestimmungen England sich 1903/04 amtlich verpflichtet habe, keinerlei Aenderungen in dem politisch nr Status quo Tibets vorzunehmen. In dem Arti^l tottb schließlich betont, der Text des englisch-tibetanischen Vertrages zeuge von einer mala fides unb Ungeniertheit der englischen Negierung.
W a s h i n g t o n, 29. Sept. Ein Streitum ein Ge - sch.enk des deutschen Kaisers ist unter den Offizieren des amerikanischen Linienschjisfes' „Keasarge" entbrannt. Der ehemalige Kommandant des Schlachtschiffes „ü.-asarge", Homphill, beansprucht die ihm im Jahre 1903 vom Kaiser Wilhelm in Mel überreichte Punschbowle als persönliches Eigentum. Das Offt- zierlorps des „Keasarge" behauptet aber, der Kaiser habe die Bowle dem S chi ffe geschenkt. Die Angelegen- hcU liegt dem Marineamt zur Entscheidung vor.
r Krieg zwischen Japan und Außland.
Aus der Mandschurei.
Mulden, 29. Sept. Tie Japaner marschieren auf der Sanzen Front vor. Sre werden durch die Kosaken Aiischt- und Smnssonows stark aufgehalten und znrückge- drängt. Angeblich gut unterrichtete Chinesen erzählen, daß hauptlsächlüh Frauen und minder ans den umliegenden Dörfern nutffi'utiü1 ife in ich Mn Den ziehcnr, wo zur Zeit noch keine Anzeichen vm Beunruhigung hervortreten, und der Handel feinen ruhigen Cano geht. Ter Pelzhandel blüht sogar.
n , 29 pl. Ans Lsinminting wird gemeldet, daß na;u b lhin gelangten Nachrichten der Vormarsch der Japaner (ui 1 ID. ii in vollem Eange ist, und daß Kuropa lkin doch v , t i m 11 a it de sein werde, dort Wi d e r sta n d zu leisten. Die Labßi<.>, daß große Mengen Vorräte von Hsinminling nach
Tienlmg gvftl-ickt würden, sei bezeickmend für die Rückzugs- plLne der Rnssem Alle Kulis, die bis vor kurzem an der mmidschurssa^n Bahn arbeiteten, werden zurückaeschickt. An 200 Passieren jeden Tag durch Hsimninting. Falls dre Russen Mukden räumen, wollen sie den chinesischen Grmvornenr Tschangnn mit nach Norden nehmen, um die Kontrolle über die chinesische Bevölkerung zu behalten.
Petersburg, 29. Sept. Tie unter dem Befehl Gripen- bergs stehende neue zweite Armee wird auf die Stärke von 250 000 Mann gebraürt werden. Sie wird aus dem zweiten, dritten, vierten, a-chten, sechszehnten dem sechsten sibirischen und dem Linewitsch'schon Armeekorps, sowie sämtlichen Schützen- brigadcu bestehen.
Port Arthur.
London, 29. Sept. Aus Torio wird gemeldet: In Japan mack)t sich zum erstenmal (?) seit Beginn des Krieges Unmut über das Fehl sch lag en der Angriffe auf Port Arthur geltend. Einige Blätter raten dem General Nogi Selbstmord durch Darakiri zu begehen. Man glaubt jetzt, daß Port Arthur noch zwei bis drei Monate aushalten kann. — Nogi erhielt diese Woche 10 bis 12 000 Mann Infanterie als Verstärkring und mehrere neue Belagerungsgeschütze. Tie zurückgekehrten Verwundeten berichten, die Russen leisteten geradezu wahnsinnigen Widerstand.
Deutschlands Neutralität und der Zar.
Berlin, 29. Sept. Tie Deutschlands Neutralität verdächtigenden zumeist auch von Teutschland feindseliger Seite ausgehenden abgescl)mackten Ausstreuungen über angebliche Vermittlungsprojekte werden nun auch von autorisierter russischer 'L-telle scharf abgefertigt. Tas „Journal d-e oaint Petersburg" veröffentlicht folgende Note: „Alle Ver- nrittlungsanerbietungeu zeigen gegenwärtig lediglich den Wunsch, daß man haben möchte, Japan vor den bereits für die Zukunfl geahnten Katastrophen zu bewahren. Tie Worte des Kaisers aus Anlaß der Bildung der zweiten mandschurischen Armee sind ein Beweis, daß dec Zar die feste Absicht hegt, dem Kriege seinen einzig möglichen Abschluß zu geben und zwar dilrch einen entscheidenden Sieg, davongetraaen über einen anmaßenden Feind, der sich nicht gescheut hat, beim Beginn der Feindseligkeiten sich des Verrates zu bedienen."
Ein japanisches Notstandsgesetz.
Tokio, 29. Sept. Eine Notstandsverordnung, durch die das Aushebungsgesetz abgeändert wird, wird heute veröffentlicht. Nach derselben wird die T i e n st z e t t d e r R e s e r v i st e n zwcüer Klasse von fünf auf zehn Jahre ausgedehnt und die Unterscheidung zwischen der ersten und der zwecken Klasse aufgehoben. Tie Ixeservisten werden ihrer Ticnstzeit mit 37 Jahren enthoben. TLe durch diese Abänderung herbeigesührte Bermchr- rmg der Armee maclK eine Neuordnung der Tivisionsorganisa- tion notwendig. T-er Plan für ‘brefe ist rwch nicht bekanntqegeben.
London, 29. Sept. Tas Rentersä^e Bureau meldet aus Tokio, in Regierungsrreisen werde erttärt, daß die neuen Aushebungsbestimmungen es ermöglichert, die Anzahl der in der Front stehenden Truppen um ungefähr 200000 Mann zu erhöhen
Eia Amazonenkorps
von 53 fliit bewaffneten und gedrillten Frauen gibt cS, wie sibi- rrfche Zeitungen berichten, in der Stadt Nikolsk-Ussurisk, in der man auf einen Einfall der Japaner gefaßt ist. Tie Frauen fönnen reden Augenblick ihre Platze in der Front einnehmen: sie stehen unter dem Oberbefehl von Nadeschda Trestsckww, der pwau eines hohen Eisenbahnbeamten. Die schönen Kriegerinnen üben dreinral wöck-entlich in Kosakenuniform, Iteiten und Feuern vom Sattel aus; fie machen auch Scheinangriffe. Bei einem falschen Alarnr, der in der Nacht zum 3. August geschlagen wurde, traten aNe bis auf drei an, und innerhalb einer halben Stunde waren sie fertig ausgerüstet im Sattel. Viele der Amazonen und unverheiratet; unter diesen befindet sich ein Frl. Lioskow, dre beste Nerterin in Sibirien. TuS Korps hat ein eigenes Loekretarlat^ eine Aerztin und einen Tolmetsäner. Ter Komman- )ant der etabt, General Kolinbakin, erklärte bei der eiTteit Be- ichtrgung des Korps, die Mitglieder müßten irgend ein Abzeichen tragen, und das nächste SNal trugen alle — Strumpfbänder am linken Arm. Tre Damen tragen ihr Haar kurz ab- ge;chnitten. Tie Unverheirateten wollen Jungfrauen bleiben, bis der letzige Krieg vorüber ist.
Em weiblicher Spion.
„Ein kleitier, zarter Mann, bartlos mit lockigem Haare, tMe er nicht ödbei und Revolver im Gürtel, nickst hohe Stiefel, Offiziersblnse und Soldatenmütze, man möchte ihn für ein Weib halten" — so beschreibt ein KriegSkrrespoiident Alexandra Jvanowna oder, wie sie si-b nennt, Alexmrder Jvanowitsch, jene tapfere Frau, der der Oberkommandierende selbst das Groß- lreuz auf die Brust Heftete, und von bereu Taten die Presse >er ganzen Erde voll ist. LQexandra war Studentin einer ibmfd^en Hochschule, und alv der Krieg ausbrach, entschloß sie ich kurz, iljre K'ennttlisse der ostasiatischen Sprache wieder in »en Dienst ihres Vaterlandes zu stellen, wie sie das schon lualireub t>?0 Boxeraufstandes getan hat. Merdiugs war auch starke Aben- teurerluft im Spiele, als sie die schwierigen Spionendieiiste zu leiften sieh anbot, bei denen sie ein Tntzvwdmal ihr Leben riskierte. Bisher ist sie, welche die Stellungen der Japaner stets am genauesten ergründet hat, von dem Spwneiischicksal erspart geblieben.
„Wippchen" über den .Krieg.
Mit dem Buch: „Wippchen's russisch-japanischer Krieg und unbere Beitrage Wippens zur Geschickste des 20. Jahrhun- berts von Julips Stettenheim, (Verlag Tr. jur. Genick er, Berlin W. 16., Fasanenstr. 39) ist die humoristisch- atinsche Krlcgs-Lltcratur um ein originelles Werkchen bereichert vorden. ^ic bekannte Kriegsberickstcrstattnng Wippcheii'S bewährte ich nie luftiger als in dem gegenwärtigen Krieg. Tie Satire,
mit der Russen und Japaner in bas grellste Licht gestellt wer-
oen, ist jcUrf unb drollig zugleich. Ter Leser ernennt an,
pab Iner der Wahrheit die Ehre gegeben wird, aber er lackst zu-
■riei-cij über die verdrehte Form, welche Stettenheim seiner welt- WstMteu chgnv .gegeben hat. Ter Preis des Buches ist 1.50 Nck.
Kolouialpost.
Jamburg, 29. Scpt. Der Dampfer „Hans W> o e r - Jnanu" geht a m 17. Oktober wiederum mit «einer Gcbirgs- oatterie, 18() Mann und 100 Pferden und der Damchfer „Gertrud Wo ermann" am 2. Novemßer mit 300 , ? 3UU Pferden nach dem Kriogsschauplatz in Süd-
^0. l! ..'.genannter Dampfer befindet sich äugen- blicklich mit 3 i.( ivundeten Ofsiäieren und 8 Mann aus der t-ieimrctfe nach ocutMand.
Ans Stadl und Land.
Gießen, den 30. September 1904.
Wir laden zum Abonnement auf den
Gießener Anzeiger
für das kstzte Viertel dieses Jahres ein. Einer Darlegung seines Programms oder Anpreisung seines Inhaltes bedarf es nicht. Er ist anerkanntermaßen die größte, von keiner Partei abhängige, für die Versöhnung der Gegensätze zwischen Stadt und Land eintretende, die be- rechtigterr Juteressen von Industrie und Landwirtschaft nach Mdglichteit fördernde Provinzzeitung.
Die beiden Romane in dem Feuilleton unseres Hauptblaites von
Otto Elftem: Der Ning
und in der Unterhaltungs-Beilage „Gießener Familien- blätter" von der allgemein beliebten Schriftstellerin
M. v. Eschftruth: §lus Liebe fesseln bereits in hohem Maße einen großen Teil unserer bisherigen Leser.
Der Gießener Anzeiger iit ein reichhaltiges und doch billiges Blatt, das an Gediegenheit von keiner Zeitung Hessens und der Nachbarstaaten übertroffen wird.
Für unsere Abonennten haben wir eine sehr genaue Wandkarte von Hessen herstellen lassen, die zum Preise von nur Mk. 1.00 zur Ausgabe gelangt.
Wir laden zum Abonnement für das letzte Vierteljahr ein mit dem Bemerken, daß unsere sämtlichen Zeitungsträger, Zweigstellen, Vertreter und alle Postanstalten schon jetzt Bestellungen entgegennehmen.
** Der sehr beliebte Taschenfahrplan unserer Druckerei liegt heute der Stadtauflage unseres Blattes bei. Die Zweigstellen :c. erhalten denselben Anfang der kommenden Woche durch unsere Vertreter.
** Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse wurden folgende Gewinne gezogen: 150 000 Mk. auf Nr. 78718, 50 000 Mk. auf Nr. 30465, 20 000 Mk. auf Nr. 89553, 1OOOO Mk. auf Nr. 34764, Gewinne von 5000 Mk. aus Nr. 6679 16081 11877 28499 31455 45461, Gewinne von 2000 Mk. auf Nr. 3347 4932 4967 13379 19788 21396 29309 32335 35277 41588 62842 65304 67017 67274 74254 77060 80412 89628 89637 92530. (Ohne Gewähr.)
** Ein Arbeiter bei der Kanalisation verschüttet. An Her Gabelung der Grünberger- und Licher- straße ereignete sich heute vormittag gegen 11 Uhr der erste ernste Unfall, der sich bisher bei den Kanalisationsarbeiten! ereignete. Bei der 4 Meter tiefen Ausschach^lilg dort sollren die letzten Maßregeln zur Eirtdännnung der Erdmassen erfolgen, wobei 4 Arbeiter an der Stelle beschäftigt waren. 3 konnten sich noch rasch der Gefahr entziehen, 2 davon mit kleineren «Verletzungen; der vierte wurde von den ein stürzen den Erdmassen verschüttet und nach beinahe einftünM.gem -Ausschachten der El.de tot herausbefördert. Ihm war das Gesicht eingedrückt worden; der Tod war durch Erstickung erfolgt. Während der Grabungen umstmlden den Unfallort zahlreiche Zuschauer. Tie Kriminalpolizei machte an Ort Und Stelle F-eftstellungen. Der Verunglückte ist der' 29 Jahre alte Karl Jünger aus Lich Er hinterläßt eine Frau und 2 Kinder und sah der Geburt eines dritten Kindes entgegen.
Aus dem Bureau des Stadttheaters. Es wird darauf hingewiesen, daß die Eröffnungsvorstellung am Dienstag den 4. Oktober außer Monnement stattfindet. Es gelangt, wie schon erwähnt, Ludwig F-uldas dramatisches Märchen „Der Talisman" zur Aufführtmg, dem ein szenischer Prolog vorausgeht. Tie erste Abonnementsvor- stellung findet Freitag den 7. Oktober statt und bringt Gustav Freytags „Journalisten". Die verehrl. vorjährigen Won- nenten werden auch an dieser Stelle daran erinnert, möglichst bald — soweit dies noch nicht geschehen — ihre Abonnements zu erneuern, damtt bei der starken Nachfrage im Vorverkauf disponiert werden kann.
** Gelände-Verkauf. Stadtverordneter Wilhelm Löber verkaufte ca. 3200 Quadratmeter Baugelände in der Nähe der Kempsschen Besitzung an der Marburgerstraße gelegen zum Preise von 6 Nik. pro Quadratmeter an die Baufirma Büttner und Damm, welche davon sofort ca. 900 Quadratmeter an den Bildhalier Schm all zum Preise von je 7 Mk. pro Quadratmeter abtraten. Herr Schwall will ein Wohnhaus mit Werkflätte errichten, dessen Herstellung er an die Firma Büttner und Damm übertragen hat.
** Ein neunundueuuzigjähriger, in unserer Stadt lebender alter Obcnchesse begeht morgen, am 1. Oktober, in Rüstigkett seinen Geburtstag. Es ist unser Mitbürger, der Grotzh. Mometer 1. Klasse Georg Euler, der seir mehr ^als 6 Jahrzehnwn hier seinen Wohnsitz hat und am 1. Oktober 1905 hoffentlich in gleicher Frische und E>esulw- heit seinen 100. Geburtstag feiern wird. Die „Frkf. Ztg." hat ihn etwas voreilig schon am 1. Oktober dieses Jahres 100 Jahre alt werden lassen.
** Jubiläum der Gerichtsvollzieher. Außer den in der Notiz in Nr. 127 unseres Blattes genannten drei Gerichtsvollziehern begehen noch die Gerichtsvollzieher Born in Gießen und Bruchmann in Vilbel ihr 25 jähriges Dienstjubilüultt.


