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standS gegen Vorgesetzte standrechtlich zum Tode vmirtcilt, atx-r vom Groß Herzog von Hessen begnadigt worden, ^-eme zwei jüngsten Kinder kamen nach dem Tode der Mutter vollständig unter seinen Einfluß und jo ist der 16jährige Sohn zusammen mit dem Vater verhastet morden, mährend der jüngste sofort in Fürsorgeerziehung kanr.
Kleine M t t t c i t v n ß e u a u v Hessen u n d den Nachbarstaaten. In Ehringshausen stürzte eine Frau von einem hochbeladenen Erntewagen so unglücklich ab, daß sie nach einigen Stunden starb. — In Großen-Buseck hat sich ein Nauchklub rü8kiuc Wolke- gegründet, der bereite 22 Mitglieder zählt.__
0 Marburg, 29. Juki. Anläßlich des gegenwärtig beer stattsindenden SOjährigen Stift nngSfe st eS der Burschenschaft ^Alemannra- durchzog heute nachmittag gegen 6 Uhr em pompöser studentischer Festzug die Straßen der Stadt. Den Zug eröffneten die Vorreiter m Wich«: eS folgten acht Fanfarenbläser in mittelalterlicher Tracht und ebenfalls zu Pferde. Dann kanien in vierspännigen Equipagen die Chargierten der .Alemannia- iind der Kartell- Verbindung .Franconia--Freiburg mit den Fahnen, bic gesamte Iägerkapelle, eine unabsehbare Reihe Alter Herren, teils m Wagen, teils zu Fuß, eine weitere Musikkapelle und schließlich die Aktiven der , Alemannia und der , Franc oma* (Frerdurg).
Frankfurt, 29. Juli. Aus einem Dorf des HunSnlck kam gestern, so schreibt die Kl. Pr., die Meldung von einem Verbrechen, die so grauenhafte Einzelheiten enthielt, daß man au em Kapitel auS einem Schauerroman denken mochte. ^In WindeSheim im Kreuznacher Kreis mar am 20. Zuli abends 11 Uhr ein HauS abgebrannt. Dabel^mar em gebrechlicher, geistesschwacher Mann, namenS Johann e t e p e r, um gekommen und man hatte ihn beerdigt und nicht weiter geforscht, wie e3 kam, daß der Unglückliche verbrannt ivar. Dum wußte zwar, daß der Büchsenmacher Stoffel, dem das HauS gehörte, ein roher, gewalttätiger Mensch mar, man wußte, daß er schon lange den Steuer, der als Schivager em MitbewohnungSrecht harte, gern loS geworden wäre, man wußte, daß er chn schon vorher in geradezu bestialischer .Weise mißhandelt hatte, aber niemand schritt zunächst cm. Hrst al§ man in dem Brandjchutt verkohlte Llncke und blut* besteckte Sagen und Sensen fand, wurde 'ctoffcll m U n£e r • suchung gezogen und samt seinem 16 Jahre alten Sohn nach Kreien ach ms Gefängnis abgejührt. Man behauptet, daß Staffel fernen Schwager mit emem Stricke an das Bett gebunden, chm bei lebendigem Leibe Arme und Berne abgesägt, die abgesagten Gliedmaßen unter dat> Bett geworfen und alsdann das Haus in Brand gesteckt har, um das Verbrechen zu verdecken. Wahlschein- Ucher scheint eS, daß Stoffel den Unglücklichen erst lot- geschlagen hat und der Lerche die Gliedmaßen abgetrennt hat, vielleicht um die Leichenteile einzeln beiseile zu schaffen. Ter Mörder war un ganzen Crt wegen seiner bmicrluiigen Natur unb seiner Roheit gefürchtet. Dlöglichermeise wagte deshalb auch zuerst niemand recht, dem Verdacht gegen ihn eine Zunge zu lechen. Vielleicht unterblieb auch deshalb em rechtzeitiges Einschreiten vor der Tat, denn die bösen Absichten Stoffels lagen klar zu Tage. Hatte er doch den hilflosen Menn nicht bloß schwer mißhandelt, sondern ihm auch mit einem Lämmer die Zähne emgeschlagen und ihn mit Erschießen^ bedroht. Der Mörder stammt aus Wendelsheim m Rhernheffen, wo er am 30. Juli 1847 geboren war. Er cmab sich frühzeitig dem Trunk und mißhandelte ferne brave und rechtschaffene Frau, bis sie 1897 durch den Tod erlöst wurde. Al§ Soldo: im siebziger Krieg war er wegen Wider-
Krnchtsjaal.
Gießen, 30. Juli. Ferienstimmung herrscht jetzt in unserem GericlNsgvbäude. In dieser Wocl>e perl-andelten Stras- kammcr und Schüft enaericht nur an einem läge, uno Die gcrichtSbarleit besaßt |id> nur mit den dringenden, als denen* jadx'n bezeichneten RechtSsällen. Trvbdem gibt eS genug zu tun, jpcnn es auch äußerlich nicht l-ervortritt. In den BureauS uird in den Schreibstuben müssen bic nicht beurlaubten Beamten ebenso eifrig arbeiten als sonst, denn die täglichen Eingänge, deren Zahl nicht klein ist, müssen erledigt werden. Wahrend der Ferien arbeiten in den Raumen m welchen sonst die Rechtspflege aeübt wird, fleißige Handwerler, Weiizbinder, Sä-remer usw.
Frankfurt, 29. Juli. Die Verhandlung gegen den Oberleutnant llarl Albert Ernst Witte »egen Meineids unb Mißhandlung vor bem H‘ricaSgerrcht sindet, wie zu envarten war, hinter verschlossenen Türen statt. Witte wurde gegen 9 Uhr von Oberleutnant vabedanl beS 81. Infanterieregiments aus der llntcrfuchung.>haft vorge,uhrt. Er trägt bic Uniform der Bezirksoftiziere mit Mutze, aber ohne Degen. Nach Llusrus der 32 Jengen beantragte der Anklagevertreter LrtiegSgenchtsrat Bergmann bcn Ausschluß der Oeffentlichkeit. Nach kurzer Beratung beschloß das Gericht im militärbicnftlidien Iitteresse für die ganze Tauer der Der- Handlung bic Oeftentlichkcit auSzuschlicßcn. Don den Zeugen werden die meisten auf den Nachmittag bestellt, darunter der ehemalige Leutnant Dilfe und sein ehemaliger Batarllonskomman. deur Major Fuä>S. Für morgen sind von der Derleidigung noch weitere Zeugen geladen. Zur Derl»andli.iig hatten sich eme Anzahl Zuschauer und auch auswärtige Bericlneritatter eing. iunD.il ~cr 'Zingcllagtc Oberleutnant Witte, d.r als Bezirksosfizicr m liegen bem Gerichte der 21. Division untersteht, wurde etwa zehn Minuten vor 9 Uhr per Droschke von bem UntcrsuchungsgesangniS in der Gutleutkaseme an bic Stätte gebracht, wo man über ihn k-utc und morgen zu Gericht sitzen wird. Außer ibpi beranben jid) in dem Wagen noch cm BegleiwNizicr und aus dem Bock ein MuSlctier. Cbcrlcutnant Witte, eine kraflige Ericheinung mit starkem blondem Schnurrbart, entflieg rasch dem Geführt, grüßte mit einem Lächeln einige Bekannte, bic vor der Eingangs- tür standen, und beeilte sich, in bic in ber trocücn Etage gelegenen Räumlichkeiten des Gerichts zu kommen. Er natzin nicht auf der Anklagebank Platz, wie cS die „gemeinen Soldaten tun müssen. Er setzte sich an den Tisch seines DertcidigerS, des Rechtsanwalts Richard Bruck. Der Zuschauerraum war gar bald bel’cBt. Die Sitzung eröffnete der Vorsitzende CbcrHlcutnant z. L. Reimers vom BczirkSkommando Hanau. Der Perhandlunysleiter >TriegsgerichtSrat VfB von Darmstadt verlas die Richterliste utid rrug wie üblich, ob der Angeklagte einen der Richter nxgcii ^c* sorgnis der Befangenheit ablehnen wolle, tbcrlcutnaut Witte verneinte, worauf die fHidxtcr vereidigt wurd'n; unter ilmcn besindei sich auch Kriegsg.nctN-rat Engel, zic Zeugen — an
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