154. Jahrgang
Mittwochs». Marz 1904
Zweites Blatt
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen
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anb, an dem die Königin mit den Tarnen und Herren ihres Verwundeten durch weggut; fie werden zur vollen Gefolges teilnahm. Bei dem Tiner saß der Kaiser neben Genesung in das Lazarett nach Wrndhur übergeführt Werder Königinmutter Marguerita. Rechts von dieser zunächst den. Tie Strapazen des Tetachements find fortgesetzt groß, Admiral V. Hollmann und Marcl-esiue Villamarina, links der Gesundheitszustand aber befriedigend.
vom Kaiser Marchesa Villamarina, Major v. Senden und * .
PLe yeulige Nummer umfaßt 10 Seiten.
fahrt nach Messina statt.
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!" von Gerhart Haupt-I werde Recht" von Walter Bloem, und den Schluß r nfa i.tru'ifo m n rt 1P.nfffhip.f T.ii e Sck> ule der
brav.
.e.13 einigermaßen als Rautendelein
Rotationsdruck unb Verlag der BrühkNchen UnwersttatSdruckerei. R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulst?. R. Tel. 9tr. 5L Telegr.-Adr. r Anzeiger Greßau
nbet^,: ; 21^
Richoint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
ar „Gießener Sami!itnb!3tterM werden dem ulr -eigei viermal wöchentlich beigelegt. Der ^ts^che Landwirt erfcheint monatlich einmal.
Aer Hießener Hyeaterverein
im Minter 1903/04.
:nging folgende Zuschrift zu:
DOT lltetfe», teeno, fc kupfer, »ciünfl, Bin, )tun re., Men, 5 Scisicug, lilt ui ei achcu, Müja wW ätttt.
LonisBiM
Bekanntmachung.
Besetzung einer Schugmannsilelle.
ilm 1. Ntai l. IS. ist bei der unterzeichneten Behörde erew! Schutz man ns stelle mit einem AnfangSgehalt von IM'JIL, steigend jährlich um 30 Mk. bis zum Höchstgehalt v.aon 18JOO Mk., zu besetzen.
(^eignete Bewerber, die beim deutschen Reichsheer ooer o.nider deutschen Marine aktiv gedient haben und während aktiven Dienstzeit mindestens drei Jahre Unter» oWirr gewesen sind, wollen sich unter Vorlage selbstgeschriebener (SHWt. denen die Rtilitärpapiere, sowie FührungSzeugnisie a:m,ust). eßen sind, bis 2O. April l. IS. melden und sich vor- m:nila|)6 zwischen 10 und 12 Uhr vorstellen.
eßen, den 28. März 1904.
Großherzogluves Poizzeiamt Gießen.
Hechler.
bildete Moliöre's köstliches Lustsviel „Die Schule der Frauen" in Verbiridung mit oem schon in der Eröff- nungs - Vorstellung gegebenen Schauspiel „Die Ge-
Bekanntmachung.
D»r BläLchcnausschlag in Burkhardsfelden ist er» Itb Hill.
Ließen, den 29. März 1904.
Großherzvglichcs Kreisamt Gießen.
I. V.: Dr K r a n z b ü h l e r.
Dolttische Tagesschau.
Eine Fehde zwischen Profeffor anb Finanzminister.
Zwischen dem bekannten Leipziger Staatsrechtslehre». Professor Bin ding und dem sächsischen Finanzminister Dr. Rüger ist eine interessante Fehde ausgebrochen. Professor Binding hatte in einer Publikation über die sächsische Finanznot m scharf sarkastischer Form gegen die .Spars uchtt Front gemacht, die mit Maßregeln, die des Beigeschmacks des Lächerlichen nicht entbehrten, dem iächs. Staate eingeimpft werden sollten.
.Nur keine Knauserei l Nur kein kleiner Stil in finanzieller Verfolgung der Staaiszweckel Die Allüren einer armen Witwe in Geldnot stehen einem Staate in Geldklemme nicht an 1 Die Millionen, die durch unproduktive Bahnbauten hinausgeworien wurden, tann man nicht in Pfennigbeträgen wieder heremholen: dazu bedarf es einer gesunden Anregung und Kräftigung der großen Ermerbszweige unseres Volles.'
Als eine schwere Gefährdung deS Staatswohles hatte Professor Binding deS weiteren die Absicht der sächsischen Regierung bezeichnet, dem Finanzminister ein Vetorecht gegen alle Forderungen der übrigen Ressortminister und so eine präponderierende Stellung emzuräumen. Diesen in der Parlamentsgeschichte nicht häufig erhörten Hieb suchte Dr. Rüger in der Zweiten Kammer nicht minder scharfkantig abzuwehren. Unter vielfacher Zustimmung führte er aus: Ein Mann von hoher wissenschaftlicher Bedeutung bezeichne seine Finanzpolitik als verfehlt; man wolle Stimmung gegen ihn machen. Von Geldklemme könne keine Rede sein. Sachsen könne allein seinen Verpflichtungen nachkommen. Aber er müsse sparen. Bei einer Staatsschuld von einer Milliarde könne er nicht warten, bis die Vesierung von selber komme. Der Betroffene, dem das Sparen unbequem sei, jammere; aber jeder nicht Betroffene freue sich, wenn andere darunter zu leiden hätten. Der Bauer, der den helligen Florian anflehe: „Behüt' mein HauS, zünd' and're anl* Der gute Mann lebe heute noch. (Große Heiterkeit.) Die Möglichkeit weiterer Etatsüberschreitungen müsse im Keime erstickt werden. Dem Volke noch größere Steuerlast aufzulegen, sei unmöglich. Er habe fremdes Geld zu verwalten, und kein Recht, zu dulden, daß auch nur kleine Beträge unnötig aufgewendet würden. Wer den Pfennig nicht ehre, sei des Talers nicht wert. Aber ein Finanzminister werde sich niemals einer besonderen
s ch w i st e r" von Goethe.
Als Gäste traten im „Strom" Herr Diegelmann aus Frankfurt a. SOu als Peter Toorn, in dem Bloem'schen Trama Herr Loehr aus Darmstadt als Rechtsamvalt Gebhard auf, und die letzte Vorstellung vermtttelte unS die Bekanntschaft mit der ausgezeichneten Naiven des Wiesbadener Hoftheaters, Frl. Leonie Taliansky, die als die Käthi von Alt-Heidelberg des Berliner Theaters einen bekannten Namen hat und nur für diese Saison Berlin mtt Wiesbaden vertauschte, um unter glänzenden Beding ungern im Sommer nach Berlin zurückzukehren. Nach Schluß der letzten Vorstellung folgten die Mitglieder des Stadttheaters und Frl. Talianskn einer Einladung des Ti)eaterdereins-Vorstandes und dessen Tanten zu eurem Glase Bier.
Der Bericht über die Tätigkeit des Theateroerems tm abgelaufenen Winter würde aber unvollständig sein, ohne die Erwähnung der hochherzigen Tat von Frl. Triesch, die einen freien Tag während ihrer vienvöchigen Gastspielreise opferte, um unter Verzicht auf jeglichen Verdienst hier eine Rezitation zum Besten des ThealerneubaueS zu halten. Der Ertrag belief sich auf über 660 Mk. Frl. Triesch hat sich damit an die Spitze aller derer gestellt, von denen man erwartet, daß sie eine Stiftung zu Gunsten emes neuen Theaters machen werden. Möge ihre Zahl eine große werden, und ihre Opferwiüigkeit der von Frl. Triesch betätigten nicht nachstehenl
vom Kaiser Marchesa Villamarina, Major v. Senden und Wammerberr Gras Zeno. Gegenüber den Majetäten saß Oberstmarschall Fürst au Fürstenberg zwisck-en der Herzogin v. Massimo und oer Gräfin Somaglia. Nach der Tafel verweilten die Majestäten längere Zeit im Gespräch auf Teck, während die Kapelle der,Lohenzollern" musizierte und u. a. eine Medidation von Bach und das Largo von Händel vortrug. Tarauf geleitete der Kaiser die Königin- Mutter auf dem Standartenboot an Land, wo eine Ehren- kampagnie Aufstellung genommen hatte. Ter Kaiser führte die Königinmutter zum Automobil, wo sich die Majestäten wiederholt auss herzlichste verabschiedeten. Tie Königinmutter trat alsbald die Rückreise nach Rom an. Ter Kaiser blieb dann an Bord. Morgen früh 7 Uhr findet die Ab-
am pla.
1 jahrelangen Bemühungen war die vom Theater- ve'. ai inige|trebte Bereinigung des Bad-Nauheimer Kur- mit dem Gießener Stadt-Theater im Januar 1903 i u,l ...,l worden, auch die Stadt Marburg hatte sich diesem Tu .undc angeschlossen, und endlich war in der Person bev; ..E.rregisieurs am Erfurter Stadttheater, Hermann uler, oer für den Tirektorposten in jeder Weise geeite scheinende Mann gefunden. Mit leicht begreiflicher _:.ig sah man, nad) der langen, zwischen seiner . -u.iti) dem Beginn seiner Tättgkeit liegenden Zett- spa-W der Eröfsnungsvorstellung entgegen, deren Pro» c, a rar, drei klassische Einakter, voll geeignet war, gute ^üfrju^en aus das von der kommenden Aera zu Er» w-aijjiti zu erwecken.
1.. Vorstand des Theatervereins hatte es für seine ■ it ■ i.; gehalten, für einen guten Besuch der Eröffnungs- vor Hi^tg zu sorgen, indem er die Mttglieder aufrorderte, Vonü i . Vergünstigung billigerer EintrtttSpreise zahlreichen Geb-üch> zu ^machen. Tie Vorstellung des „Zer - brr>o. neu Krugs" von Kleist, der „Geschwister" vonr. .^cithe und von „Wallensteins Lager" von Sch üh am 29. September fand denn auch unter starker Let'Z^mg der Mitglieder statt, ihr Verlauf ließ von den- .j^nben Vorstellungen das Merbeste cimarten, und biefc«! Wartung ist auch nicht getauscht worden.
der ersten eigentlichen Theatervereinsvorstellung am : - üttober gastierte bei fast ausvertaustein Hause — wod n, die enormen Kosten dieses Gastspiels einigermaßen einwurden Agnes Sorma w ‘
Kaiser Wilhelm in Italien.
Neapel, 29. März.
T« Kaiser hatte hier den AbtKruy von Monte- c.umi o zu einem Tiner im engsten Kreis an Bord der 5 T,e,rpllern" eingeladen. Ter Abt kam sofort nach Em- !j„ü 'der Einladung, von dem Pater Angelo begleitet. .1;tri' lj wurden die Herren in offizieller Form empfangen unTi i>uvrch das Spalier einer Ehremvache in einen Salon ge j.jrt, wo einige Sekuiiden später der Kaiser die Bene- diiiÜEc in überaus herzlicher Weise begrüßte. — Die Mahl- .Uiim sehr einfach. Außer den Personen des Gefolges .. i. vqu Fremden nur bei amerikanische Botschafter an- ■ Abt Krug saß zur Rechten des Kaisers. Die Uri litM'tung war äußerst lebhaft und drehte sich um die
e des Klosters unb die Kunstwerke in Monte- ca ho, daL der Kaiser bei seiner letzten Anwesenheit in Zl'Mn besuchte. Nach dem Tiner sprach der Niowarch läi.rae Zett mit dem Abt allein.
Gaeta, 29. Marz.
heulte vormittag lU/a Uhr traf hier die „Hohenzollern" ir-6l ieni Salut der Geschütze ein. Eine Vtertelstunde iikr Lim die Königin Marguerita im Automobll . .na .io wurde von den Behörden empfangen, und von der zal-igtttch h eibeige strömten Menge freudig begrüßt. Bei dem ■Jil'ju. n in den Hafen war die „Hohenzollern" von dem u indischen Gejchvader begleitet. Die Königin Mar- gu<-;2tia schcsste sich an Bord des Panzerschiffes „Re llm» bet:d: ttin. Nachdem die hohenzollern" mit dem beut» Rt.il er an Bord mit den Begleitschiffen nach schöner .. t: in Ischia vorüber in der gebttgeumkränzten Bucht ^ui'r.n icta emgetrosfen war, besuchte der Kaiser als- I) a.ilbo ie Königinmutter Marguerita auf dem Pc ...it." ijiiffe „Re Umberto". Dieses, die Forts und der u at. „Friedrich Karl" wechselten Salut. Die Marur- s..-h< ar; paradierten. Ter Kaiser geleitete sodann die Kö- ig- iter nach der „Hohenzollerri", wo ein Diner statt-
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HwiLokorero von den Ieutschen ves.hl.
Einem Telegramme des Gouverneurs Leutwein vom 28. d. M. zufolge meldete Major v. Glasenapp am 24. März aus Onjatu, daß der Gegner von Owikokorero auf Okatumba, mit größeren Trupps auch auf Okatjogoama abgezogen fei. Owikokoreo wurde von Glasenapp besetzt.
Dadurch hat sich die Gefechtslage im Zentrum unseres südwestafrikanlschen Schutzgebietes wesentlich geändert, und zwar offenbar sehr zu unseren Gunsten. Tie Hereros haben eine sehr starke Stellung verlassen und sich in die sicheren Onjatiberge zurückgezogen.
Wie eine Berliner Blatt zu melden weiß, ließ Ober- leutnant v. Winkler die Gräber der Gefallenen mit aus landesüblichen großen Feldsteinen zusammengefügten Schutzhügeln überdachen. Tie Herero-Hauptmacht steht wahrscheinlich jetzt an der Straße Otjosasu-^Okatumba, nordöstlich von Okahandja. Zhr Rückzug von Owikokorero scheint durch die am 13. Marz erlittenen schaueren Verluste veranlaßt worden zu sein. TaS Detachement Glasenapp sperrte die nach Nordosten führenden Straßen über Owi- kolorero und Okanjatu. Bei unserem Fühlunghalten mit den Herero macht sich unser Mangel an Pferden auf das empfindlichste bemerkbar.
Demnach ntuß die in das Gefecht am 13. d. M. verwickelt getoefene Vortruppe sehr nachdrücklichen Widerstand geleistet haben, obwohl fte schließlich angesichts der Ueber- zahl des Gegners zum Rückzug gezwungen war. Tie Vermutung, unsere Truppen könnten vielleicht, nachdem sie in einen Hmterhalt geraten, so überraschend von den Herero angegriffen worden sein, daß sie, ohne überhaupt an eine regelrechte Abwehr des Ueber falls zu denken, nur auf schleunige Rettung bedacht sein mußten, ist schon jetzt als hinsällig zu bezeichnen.
Durch den Abmarsch der Herero nach Okatumba ist die am oberen Swakop stehende Abteilung des Feindes, bei der sich der Häuptling Samuel Maharero befinden soll, verstärkt worden. Me die Dinge jedoch liegen, bedeutet dies nicht unter allen Umständen auch eine Verstärkung der feindlichen Position. Da feit dem 16. b. M. auch Major v. Cltorff zur ^Hauptabteilung in Okahandja gestoßen ist und in diesen Tagen ein neuer Pferdetransport in Swakop- mund eintrifft, wird Gouverneur Leutwein wohl schon in nächster Zeit im stände sein, einen entscheidenden Schlag gegen die östlich von Okahandja stehenden Herero zu führen. Die Kolonne des Majors v. Glasenapp wird der Wasserverhältnisse wegen wohl an ihrem jetzigen Standorte verbleiben, der auch für die Sperrung der beiden im Telegramm genannten Straßen günstig gelegen ist. Allerdings hat sich die Situation insofern toieder etwas kompliziert, als nach weiteren Nachrichten nicht alle Herero von Owi- kvkorero nach Süden gezogen sind; ein nicht unerheblicher Teil von ihnen hat sich vielmehr in direkt westlicher Richtung nad) Okatjangeama gewandt, um sich, und ihre Habe in Sicherheit zu bringen.
Ter Wilhelmshavener Stabsarzt Wiemann ist auf dem Kriegsschauplätze eingetroffen. Gr fand den Zu stand der
in der „Versunkenen Glock e^ mann. Es folgte am 17. diovember als zweite Vorstellung Paul Heyse's vielumstrittenes Drama „Maria v o n M a g- da la", dessen Titelrolle durch unsere $eroine Frl. Hohl glänzend dargestellt wurde. Tie notwendigen Dekorationen (Panorama von Jerusalem, die nötigen Zimmer, Häuser usw.) hatte der Verein im Falcksck)en Atelier in Berlin malen lassen. Am 27. dtovember folgten als 3. Vorstellung „Tie Kreuzelfcheiber" von L. Anzengruber; die Rolle des Steinklovferhanns wurde von Herrn Arthur- Bau er aus Frankfurt a. M. mit gewohnter Meisterschaft gespielt. Mtt dem größten Schlager der Saison, mit Beyerlein's „Zapfenstreich" wurden die Mitglieder in der vierten Vorstellung am 15. Dezember bekannt gemacht. Als fünfte Vorstellung am 6. Januar folgte sodann das mtt Sehnsucht erwartete Gastspiel von Frl. Irene Triesch., die in einer ihrer anerkannt besten Rollen als Hedda Gabler in Ibsens gleichnamigem Schau- g-1 auftrat. In der sechsten Vorstellung am 22. Januar
len die Mitglieder Gelegenhett/ sich über das neue Trama mann Sudermann's „Ter Sturmgeselle Sokra» t es", über das allerorts schon sovier geschrieben war, selbständig ein Urteil zu bttden.
Die drei letzten Vorstellungen (7., 8. und 9.) fanden zum Benefiz der Direktion statt, die von den Mitgliedern eingezahlten, wie Üblich sehr niedrig gehaltenen Abonne- mentsgewer wurden ebenso wie die Einnahmen aus der Tageskafse an die Direktion abgesuhrt, die dafür auch sämtliche Kosten übernehmen mußte.
Leider blieben die Einnabmen hinter den Erwartungen zurück, während die Vorstellungen selbst die Anspruchs- vollstcn befriedigen mußten.
Je zur einmaligen Aufführung gelangten „Der Strom" von Aiax Halbe, als wettere Novität „Es
Nach Mitteilung eines kolonialpolitischen Berichterstatters werden die deutschen Streitkräfte in Südwest- afrika in parlamentarischen Kreisen noch nicht für ausreichend gehalten, da man die Kopfzahl der He- reros bedeutend unterschätzt zu haben scheint. Man spricht deshalb von der Au s sen d un g we i t e r er 1200 M a nn Schutztruppen nebst dazu gehörigen Pferden und Geschützen, dock ist hierüber noch feine end- gUtige Entscheidung getroffen. Sollte die Verstärkung dennoch ausgesandt iveroen, so würde die Oberleitung über die mehr als U<X) Mann starken Druppenkräfte in Südwestafrika alle, --ahrscheinlichkeit nach in die Hände deS GeneralleuttiantS v. Trotha gelegt werden.
Die Kaiserin empfing in Schloß Bellevue im Berliner Tiergarten im Veifein des Gouverneurs v. Hahnke und des Kommandanten von Höpsner ein weiteres Kommando von Offizieren, welches behufs Ueberttitts zm: Schutztruppe von Südlvestafrika die Ausreise an treten wird. Gin Ausmarsch nach Südwestafrika von Berlin aus erfolgte gestern abend, unter dem Befehl der Hauptleute und Batterie-Chefs Stahl und Rembe. Bon der Schutztruppe traten 165 Artilleristen und 85 Kavalleristen die Reise an. Die Artilleristen bilden zwei Feldbatterien mit je sechs Geschützen, die schon Anfang voriger Woche von Jüterbog nach Hamburg gebracht wurden. Die in Ostpreußen zu diesem Zwecke gekauften Pferde befinden sich in Hamburg
wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß b S3..rcau der Grobherzoglichen Bezirkskasse Gießen II. sich v MToonnerStag, den 3I.März1VV4 an Sentenberg- ü.naf c Rr. 7 befindet.
tiiic6 en, den 29. März 1904.
Dec Großherzogliche Kontrollbeamte der Lokalkasiestellen des Bezirks Gießen.
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