Nr. ÄZ» Drittes Blatt. 1S4. Jahrgang Samstag 30. Januar 1804
Erscheint tüalich mll-Ausnahme des SonntogZ. /TI aX an;^ST.
Sie S-miIi«,bIAt-,» werden den- AMU |zK £/ || T /I I R-tatwnsdruck und Verlag der Brühl'sche«
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General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt fiir den Kreis Giehen.
Havelock und der Beglückungsschraube in der Westentasche, die weltbedeutenden Bretter hinaufgestiegenen Hetzer meinte, Otto der Unartige, den seine Frau Mama, eine ehemalige es müsse ihn das Mäuslein beißen ob dieser kuriosen Setzer
eine
haben in poetische folgendes
deren Augen Herr Meyer tagtäglich wacker gewirkt hat zum«weiblicher Setzerlehrling an den Ohren gezupft wurde, wenn Besten seiner Prioatkasie, natürlich gar keine Idee von einer Herr Pichler seine allzu kurzen Frackärmel zeigte, und wenn Ahnung haben. Otto mit dem Entlarvungsblasebalg im einer oder der andere der aus der Brühl'schen ^Druckerei auf
Deutsche Brüder I Weggenossen Auf der Bahn zur Einigkeit, Die aus uuser'm Blut entsprossen! Laßt uns wirken unverdrossen Für des Reiches Herrlichkeit!
Möge Loki grimmig schwingen Seines Hasses Feuerbrand, Seine Flamme soll nicht dringe« Und die Zwietracht wiederbringen In das deutsche Daterland!
Laßt uns alle Flecken hassen — Echtem Heldengeiste gleich —, Tie der Ehre Schild erblassen! ■ Dann wird Gott auch nicht verlasse» Unfern Steifer und das Reich.
Das Osfizierkorps in Lindau erwiderte: Treirdeutschen Gruß an den Ostseestrand Von den Alpen hinab in das Litauerland! In Treue zum Kaiser, in Liebe zum Reich Sind Norden und Süden aus ewig sich gleich.
Fum Kurischen Haff tönt sroh unser Ruf, Ten Herrscher zu feiern, des Ahne einst schuf Tort aus dem eisgesesselten Meer
Ruhm feinem Adler, stolz seinem Heer. Von Lindaus Gestaden raget ein Leu, Ein steinerner Wächter, kraftvoll und treu; Als erster grüßt er aus deutschem Land Zum Rhein, unser'm köstlichsten Pfand! Und der Löwe im Süden, der Adler im Nord Sind heimischer Grenze sicherer Hort.
Was mühvoll errungen in eiserner Zeit, Tas einige Deutschland, das schirmen wir heul'. Hurra dem Steifer 1
* Die reichsten Städte in Preußen. Kürzlich ging durch die Presse die Meldung, daß Eharlottenburg die reichste Stadt in Preußen sei. Diese Meldung ist unbegründet. Nach einer hochinteressanten Zusammenstellung im Finanzministerium betrug 1902 in den Stadtkreisen baß durchschnittliche, auf jeden Zensiten veranlagte Einkommen 2 741 Mark 40 Pfg., es ist 1903 auf 2 644 Mk. 10 Pfg. gesunken. Die höchste Stelle nimmt Bonn ein, hier hatte jeder Zensit 1903 ein Einkommen von 4 538 Mark 20 Pfg» (1902 betrug es 4 756 Mk. 58 Pfg.), es folgt Wies baden mit 4 270 Mk. 72 Pfg. (1902 4 209 Mk. 88 Pfg.), dann kommt erst Eharlottenburg mit 4142 Mk. 89 Pfg. (1902 4124 Mk. 95 Pfg.) Frankfurt a. M. kommt an vierter Stelle mit 4 026 All. 42 Pfg. (4114 Mk. 74 Pfg im Jahre 1902). Am niedrigsten steht Nixdorf mit 1474.84 Mk. (1458.42 All.), es folgt dann Oberhausen mit 1483.97 Mk. (1466.95 Mk.), Gelsenkirchen mit 1550.18 ML. (1 777.54 Mk.), Linden mit 1588.38 Mk. (1 591.20 Mk.), sowie Königshütte in Oberschlesien mit 1610.75 Mk. (gegen 1630.40 Mk.). Sehen wir uns nun die großen Städte an, so hatte der Berliner ein durchschnittliches Einkommen von 2 513.58 Mk., gegen 2 653.57 Mk. im Vorjahr, in Breslau stellte es sich auf 3 244.24 Mk. (3 296.62 Mk.), in Köln auf 2876.98 Mk. (2 984.96 Mk.), in Hannover auf 2 737.41 Mk. (2781.63 Mk.), in Magdeburg auf 2 706.11 Mk. (2 895.42 Mk.), in Kö nigsberg auf 3063.94 Mk. (3191.20 Mk.), in Altona 2108.98 Mk. (2150.43
Gedicht:
Was die Dichter einst gesungen Und der Michel oft versäumt, Hat das deutsche Schwert erzwungen, Hat das Kaiserreich errungen Herrlich, wie es nie geträumt.
Stadt und Land von Bord unseres Dampfers aus. Unsere Aerzte behandeln Kranke an Land, leiten die Transporte und helfen überall. Sie handeln nach Beratung mit den hiesigen Behörden unb werden vorzüglich unterstützt von einer an Bord befindlichen deutschen Dame. Wir rich?- teten auch für die besseren Klassen einen Mittagstisch an Bord ein, da warme Speisen an Land fehlen unb die Besser- gestellten keine Vorräte und Nahrungsmittel haben, weil diese an die Bedürftigen ausgegeben werden. Dringend nötig sind: warme Kleioung und Schuhzeug für alle Altersklassen, Kindermehl, Dachpappe, Türen und Beschlage. Das Hilfskomitee begann erst gestern notdürftig seine Tätigkeit; wir werden heute abend versuchen, in dieser Richtung fordernd mitzuwirken."
Gießener Stadtttzealer.
Fellner & Co.
Komödie in 3 "Akten von Viktor Böhme.
• Die nördlichste und südlichste Garnison. Die Offizierkorps in Memel und Lindau am Bodensee diesem Jahre zu Kaisers Geburtstag wiederum Grüße ausgetauscht. Alemel sandte nach Lindau
Der Araud von Aalesuud.
Ter Leiter der Hilssexpeoition der „Phönicia" telegraphiert: „Ter Zudraug Hilfsbedürftiger nimmt stetig zu. Zur Bewältigung desselben unb zur Sicherstellung der Verbindung mit dem Lande requirierten wir zwei Fischdampfer. Es wird dauernd von 9 bis 6 Uhr warmes Essen verabfolgt. Heute wurden 2350 Mittagsrationen verteilt. Wir geben außerdem große Mengen Brot und Kaffee mit. Viele Milchrationen an Kinder werden verteilt. Die Köche mußten 17 Stunden hintereinander kochen unb erbaten daher Hilfe von den Einwohnern. Warmes Essen wird durch Schwestern und Pfleger von der „Phönicia" verteilt, die seit heute durch Damen vom Lande unterstützt werden. Auffällig war bei den heute Verpflegten die Not an Kleidungsstücken, auch bei den besten Ständen. Unsere Vorräte werden daher stark beansprucht. Ter Andrang zu unseren Kleidermagazinen war zeitweise so stark, daß wir die Ordnung nur mit Mühe aufrechterhielten. Die Aerzte werden zunehmend beansprucht und von Leichtverletzten, auch häufig von Kranken konsultiert. Die Versicherungsbeamten, die aus Christiania eingetrofien f.nb, wohnen auf der „Phönicia". Sie schützen den Brandschaden aus 20 Millionen Kronen. Ter von uns in Angrif, genommene Bau der Volksküchen und Wohnungsstätten in den Ruinen schreitet fort. Inspektor Kirchheim lecket mit den Mannschafien der „Phvnicia" und eines Kriegs,chi.ses die Landarbeiten. Wir hoffen, daß die Bevölkerung dem Beispiel bald folgt. Tätig greift das gesamte Sch.fi, S- unb Hilfspersonal ein; sie sind sehr arbeitsfreudig trotz der ganz außerordentlichen Beanspruchnub- ^ämtttcye Arbeuen werden durch die kurzen Tage äußerst erschwert. >rav Barometer fällt rapide. Häufige kalte, schwere Regenböen. Wir dampfen weiter in den Südhafen hinein. Wir liegen vor zwei Ankern. An Bord alles wohl"
T^r Dampfer „Weimar" des Norddeutschen Lloyd berichtet vom . t b. Mts.: „Wir haben die ersten Tage von moraens bis abends 9 Uhr mickels Tender Hungrige an Bord gebracht, bis sich kein Hilfsbedürftiger mehr am Ufer befand Nachts verblieben namentlich grauen und Kinder an'Bord, da wir auf Wunsch der Staötbehörde nickt oarau binwirkten, daß Männer an Bord bckeoen. Obdachlose gibt cT eigentlich nicht, da die anliegenden Hofe alles au, genommen haben. Wir speisten ge^e.n UOJ uno mehr. Heute früh nahmen wir eine große Anzahl Waisen und Sieche auf und speisten heute bis nachmittags 3 Uhr annähernd 2500 Personen an Bord. Warme Speisen und Kleider wer- Anvon 7 Uhr früh bis 9 Uhr abends ausgegeben. Zwei Lender vermitteln während dieser Zeit den Verkehr mit bem Lande. Die Stadtapotheke und vier Gehufen versorgen
^)er Herr Kommissionsrat Fellner feiert sein 2V jähriges Geschäftsjubiläum. Er ist Besitzer einer großen Druckerei und Verleger eines patriotischen Blattes. Der Jubilämnstag rulgi ihm bem kgl. Kommissionsrat - in welchem fernen Lande außerhalb der durch den Grafen Posadowsky gemäss en oone spielt denn eigentlich das Stück?— den erblichen und seinem ältesten, immerhin noch jugendlichen Sohne en sonst bekanntlich nur ergrauten Aerzten zusallenden ean a ratstitel. Der Herr Regierungspräsident, Exzellenz, Bayern sind die,- Herren Exzellenzen - m höchst-
eteenec Person. Man wäre in dem Hause „Fellner u. Eo. ( Kellner u. Sohn" wäre wohl richtiger, denn einen Com- ncanon tonen w.r nur in der Person d-d j»nglmgSh°ft-n SanitätScatS kennen) wohl allgemein über die Maßen froh, wenn nickt der verlorene Sohn, der Maler, stift letzt atu München heimkehrte, und noch dazu als unerlaub ei Bräutigam! Otto der Schlimme hat seinen ganzen um aristokratischen Havelock voll Neuigkeiten. er wev XX Augenblicke ab, da er das väterliche Haus brtatt, das er doch Malens halber Jahre an« aeilisientlich qenneden hat, zwanzegmal, oder lagen >°n U-°cr, nn bei der Jubiläumsjahrcszahl 6u ble.ben, 25 mal bester Besche-d in der ganzen Offizin als Vater und Bruder. ja, der Tausendsassa l)at in seinem großen Mantel auch die Rute berest m'u den bösen Herrn Meyer damit durchzuwalken der Fall^ lang die ärgsten Betrügereien auf Geschäftsunkosten uediht bat, von denen die geschäftstüchtigen Chefs, unter
saal-Welt, angesichts der sich andere langweilten.
Tie Herren linken uuo Pichler unb Fran Fischer waren verurteilt, ein paar Lehmsiguren Leben einzublase«, die an die blassen G^ acken aus bem Vorderhause in Sudermanns „Ehre" erinnern. So viel, d. h. so wenig als sich ans diesen, zumeist gedrechseltes Buchheutsch redenden Emporkömmlingen machen ließ, machten die beiden Herrn» reichlich daraus, während Frau Fischer sich Mühe zu geben schien, die unmöglich Mama Feckuer noch unmöglicher zu machen. Frl. Hohl unb Herr Sandorfs stellten ein ganz liebenswürdiges Paar hin. Herr T e l e k y war korrekt, Herr Achterberg munter wie immer. Tie beste Figur des Stuckes, die auch der Autor am lebensvollsten gestaltet hat, und die allein den Schluß zuläßt, daß in ihm die Gabe, Charaktere, Menschen darzustellen, schlummert, ist der Moses Waldkirch, der jüdische Agent, den eine unschuldig erlittene Gefängnisstrafe zum abgefeimten, raffinierten Schurken gemacht haben soll. Herr Haag bewährte sich bereits wieder- holt in' derartigen Rollen und bot auch gestern eine tvess- liche Charakterstudie. Während sonst nichts echt ist in dem Stücke, fein überzeugender Charakter uns ciitg.gentritt, findet der Autor hier Worte, die wie Empfindung anmuten, die wie Ueberzengung aus all bem widerspruchsvollen Theaterdeutsch hervorkkingen, das von Wesensarten nur den Schaum abschöpft, ohne den Geschmack irgend eines ehrlichen Gefühls auf der Zunge zurückzulassen. Mo,es Waldkmch beklagt den Untergang seiner Ehrlichkeit, und er vermöchte zu rühren, wenn statt der ihm uachgcsagten Brandstiftung eine verkannte edle Gesinnung ihn ins Unglück gestürzt hätte unb wenn seine spateren Missetaten ihn nicht als einen blutsaugerischen Hallunken, sondern als einen Verbrecher aus Not erscheinen ließen.
Tie Direktion unseres Theaters versprach uns vor Eröffnung der Saison leinen „Fellners & Co.", wohl aber Ibsens „Gespenster", Halbes „Jugend", den „Richter von Zalamew, '„(Sgmont", „Jungfrau von Orleans", Shakespeares „Wintermürchcu" und „Der Widerspenstigen Zähmung" 2C. n\ Bis Ostern läßt sich vielleicht noch manches ; von diesen Verheißungen erfüllen. " P. Wr
Vermischtes.
• Königsberg i. Pr., 29. Jan. Betreffs der Geheimbundangelegenheit erfährt die .Hartungsche Zeitung" folgendes: Die Wiederverhaftung des Friseurs Rowagrotzky erfolgte auf Beschluß des Strafsenates des Oberlandesgerichtes. Gegen die Verfügung der vierten Strafkammer des Landgerichtes, durch welche die Freilassung Nowagrotzkis und des Kassenrendanten Braun angeordnet worden war, hatte der erste Staatsanwalt schon am folgenden Tage, 17. Januar, Beschwerde erhoben. Dieser Beschwerde hat das Oberlandesgericht am 26. Januar in der Erwägung stattgegeben, daß beide Angeschuldigte der ihnen zur Last gelegten Handlungen nach wie vor dringend verdächtig seien, auch eine Kollusionsgefahr nach wie vor bestehe. Der Haftbefehl gegen Braun hat bisher noch nicht ausgeführt werden können, Braun war in der vorigen Woche nach Leipzig zum Krankenkassentage gereift und wurde m den ersten Tagen dieser Woche zurückerwartet. Da er bis heute nicht einge- ttoffen und sein Aufenthalt nicht zu ermitteln ist, besteht der Verdacht, daß er sich seiner Wlederoerhaftung durch Flucht ins Ausland entzogen hat.
• München , 29. Jan. In der Schlüterschen Maschinenfabrik an der Weißenburger Straße explodierte heute früh ein Benzol-Saugmotor. Ein Arbeiter wurde getötet, etn Ingenieur schwer, ein zweiter Arbeiter leicht verletzt.
• Stuttgart, 29. Jan. Der Geh. Kommerzienrat Merkel-Eßlingen hat der Stadt Eßlingen die Mittel zum Bau eines Volks bad es zur Verfügung gestellt. Mit dem Bau soll in diesem Frühjahr begonnen werden.
* Bern, 29. Jan. Der frühere Chefdes Telephon- wesens, Weißmüller in Chauxdefonds, der nach Unterschlagung von 42 000 Francs geflüchtet, ist m Kolmar verhaftet worden.
Zeitungsfalz-Gräftn, bei seiner Rückkehr ins Elternhaus be- , grüßt wie ein Eisheiliger den Rosenstock, Otto, das frevle Kind, bringt aber auch eine Braut mit. In den hinter dichter I Bretterwand wohl verschanzten Kohlköpfen seiner Familie malt sich diese natürlich als eine Kammerzofe unb Proletarier- chwester, m Wahrheit aber ist sie eine veritable Komtesse mit verständigem und ohne unverständigen Ahnenstolz und einem geldsackschweren Papiergrafen als Oheim, Vormund und Erb- chaftsvollstrecker. Und die Kammerzofe, die niemanden etwas angeht und deren Verlobung wir mit dem gleichen Interesse aufnehmen wie die Geschichte von der so anspruchsvollen als unsichtbaren Familie des bösen Herrn Meyer, ist die Schwester des genialen Notensetzmaschinen-Ersinders und Metteurs en pages Taubenschlag, dessen Erfindung Herr Moses Waldkirch, des bösen Herrn Meyer feindlicher Freund, em klein bischen gestohlen hat und den Otto der Unartige natürlich auch entlarvt mit seinem unfehlbaren Westentaschenkodak. Otto der Maler kann nicht nur den Teufel an die Wand malen, sondern auch an den Hörnern unb unterkriegen, daß es eine Art hat. Otto der Umsichtige kommt unb sieht und siegt, er ist allgegenwärtig unb ollwissenb.
Wenn man aber nur wüßte, was der Herr Autor mit bieser „Komöbie" gewollt hat! Witzig ist sie nicht, geistreich auch nicht Jbcen sucht man vergebens barm unb Menschen begegnet man auch nicht. Von Charakterzeichnung kaum eine Spur. Also er wollte wohl nur ferne Hörer unterhalten, ivahrscheinlich wohl angenehm unterhalten. Hat er bas getan? Es hatte wirklich den Anschein, als habe sich der größere Teil des Publikums ganz gut unterhalten. Und es wurde ja auch ganz nett gespielt. Die Figuren, die da oben auf der Bühne mit mehr ooer weniger Erfolg gute Miene -um bösen Spiele machten, zerrten komische Atomente an spärlichen haaren herbei. Viele Zuschauer waren schon froh, wenn ein paar Leute tollpatschige Verbeugungen machten, wenn Herr Conradi als Faktor Sträuchle mit seinem Bäuchte wackelte unb bazu sächselte, wenn bie gnädig,re Komtesse ein paar banale Wahrheiten hübsch verzuckert den protzigen Parvenüs ins Gesicht hmemfrozselte, wenn em
Gestern hatten wir in unserem Stadttheater beinahe Premiere. All. cdings nur bemühe; in Wiesbaden unb Koblenz soll der Firma Fellner u. Co. bereits eine gewisse Krediteröffnung zu teil geworben sein, aber m das große Handelsregister der deutschen Bühnengenoffenschaften ist sie noch nicht leingetraaen worben unb wirb sie auch schwerlich je eingetragen werden/ „Komödie" nennt der Herr Verfasser seine Schreib- tischarbeit. Man denkt bei diesem pretentwsen Worte an Moliöre, oder auch an Hauptmanns „Biberpelz unb Kollegen Crampton". Unb man bekommt für einen Diamanten
Keer und Motte.
— Das „Militärwochenblatt" meldet: v. Alten, Major unb Abteilungskommanbeur des Feldartillerie-Regi- ments Nr. 72, wurde zur Teilnahme an der Reorganisation der mazedockifchen Gendarmerie kommandiert.
— Hauptmann v. Gr olman von der 9. Kompagnie deS 4. Garderegiments z. F., der Kompagniechef des wegen Mißhandlung von Untergebenen zu 8 Jahren Gefängnis und Degradation verurteilten Unteroffiziers Breidenbach, ist in das in Gnesen garnisonierende 6. Pommersche Infanterie-Regiment Nr. 49 versetzt worden.


