Erstes Blatt
154t Jahrgang
Samstag 29. Oktober 1904
Ire Heutige Dummer umfaßt 16 Seiten
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Adresse für Depesch«U Anzeiger Gießer».
FerusprrchanIchlußNr 51
Die Einwendungen sind schriftlich (Papier in Akten- größe) abzufassen und zu begründen.
Büdingen, den 26. Oktober 1904.
Ter Graßherzogliche Feldbereinigungskommissär: Schnittspahn, Regierungschefsor.
ichnitteS obiger Feldbereinigung, nämlich: der allgemeine Meliorationsplan nebst ErlauterungSbericht und Prüfungsprotokoll
zur Einsicht der Beteiligten offen.
Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen
findet daselbst statt:
Dienstag, den 15. November 1904, vormittags von 91/2 bis 10 V2 Uhr, ich die beteiligten Grundbesitzer mit dem Anfügen ein-
daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen auSge. schloffen sind.
Zie Zwffchepfälle in der Nordsee.
Die Geestemünder Beschießung.
Die „Nordd. Allg. Ztg." bringt heute <m d^er Spitze des Mattes eine ersichtlich inspirierte Beschwichtigung wegen der englischen Atarmmeldungen. Man könne an den kriegerischen Auslassungen englischer Preßorgane ruhig Vorbeigehen. Es 'liege kein Anlaß vor, durch sensationell gefärbte Auszüge aus diesen Mättern die öffentliche Meinung mit dem Jestlande zu beunruhigen. Es dürfe mit der Möglichkeit gerechnet werden, daß, bevor noch die maritimen Zwangsmaßregeln Englands gegen die baltische Flotte a ngewendet werden, zwischen Ken Kabinetten von London und Petersburg eine Verständigung erfolgt Auch sind die Umstände des Falles nicht ungeeignet, den Gedanken einer schiedsrichterlichen Lösung der noch streitigen Punkte nahezulegen.
Von dem Geestemünder Zwischenfall also kein Mort! Das offiziöse W. T.-B. beschränkt sich auf folgende Meldung aus Geestemünde:__
GieheimAnzeiger
w General-Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
genossen. Psenninger gebürt zur Theatnfamilie des Grasen Trost, auch er ist in Amerika ein Nabob geworden, auch er hat da drüben jemand zu etwas gemacht, und dieser jemand ist Dr. Stemgräber, Lilis Bruder, der jetzt nach langer Abwesenheit mit fernem Freunde Pfenning er in die Heimat zurück- ^bkebrt ist. Lili ruft, auch ein Ehrengericht zusammen, dem sie praswrert, und in dieser ebrengerichtlicknen Versammlung legt sic das Bekenntms ab, daß Reinhard sie geküßt habe, und dieser erklärt, daß er mit List heimlich, und von jetzt an öffentlich der- lobt. ler. Dr. Stein gröber und Reinlmrd reichen sich die Hände: allem die Mitglieder der Alania, selbst Temelius, halten die Ehrerkafföre hierdurch niffnt für erledigt, da der Form erst daun Genüge, geschehen sei, wenn Steinaräbcr revoziert habe. Da legt Reinhard in ernstem Schweigen Band imb Mütze der Alania ab, denn innerlich gehört er nicht mehr seiner Verbindung mit ihren Aeußerlichkeiten und Formalitäten an, und diese Affäre hat ihm . den letzten Ruck gegeben. Mit einem KaffeeFränjrfwn, (in dem sich Lili, Rösch-en, Reinhard, Dr. Steingräber, Psenninger und schließlich auch Temelius beteiligen, endet das Stück, an. dessen Schluß Lili triumphierend anSruft: „Das war mein' Ehrengericht!"
Heber die Ausnahme, die der Novität im Wiener Bnr«> theater zuteil wurm', haben wir bereits gestern kurz berichtet. In Frankfurt hat das Stück auch nur geringen Beifall gesunden.
LeuiUeton.
— Arno Holz, der Dichter der Komödie „T r a u m u l u s", die wir demnächst durch den Gießener Theaterverein kennen lernen sollen, erschien dieser Tage im Verein für Kunst zu Berlin zu einem Vortragsabend. Der Dichter las ausschließlich Stücke ans seinem jüngst erschienenen „Tafnis, ein lyrisches Porträt ans dem 17. Jahrhundert". Holz, der Ostpreuße, einst ein so pedantischer Verfechter des konsequenten Naturalismus, tritt in dem neuen Werk, beflissen in die Fußstapsen des alten schlesischen Meisters Opitz und bekundet ein starkes Auffassungsvermögen und Formtalent. Stofflich sind die Schäferlieder reckst derb. Am Ende des Buckes, da Tafnis als Greis auf seine fröhliche Jugend reuelvs zurückbtickt, offenbart sich eine freiere Anschauung. - So meldet heute ein Berliner Blatt. Nach Rezensionen hervorragender Kritiker wie Edgar Steiger und A. Tan- neyger scheint indes dieses neueste Buch von Arno Holz eine der köstlichsten Gaben deutscher Lyrik zu sein. UuS selbst ist es noch nicht zur Hand gekommen.
— „Im grünen Baum zurNachtigall", Otto Erich
Die Mitteilungen des Kapitäns Hähnel, daß der Fischdamvfer „Sonntag" von der russischen Flotte bei den Horusriff-Fisch«- gründen am 21. Oktober beschossen worden aber unbeschädigt ge- blreben ist, sind auch vor dem Hafenmeister, als der zuständigen Behörde, gemacht worden und werden in ausführlicher Form der Regier ung vorgelegt werden.
Weiter nichts? 2Vr Stunden lang ist ein friedliches deutsches Handelsschiff mit Granaten traktiert worden, und nur dem Ungeschick der russischen Artilleristen ist es zu verdanken, daß nicht Mut geflossen ist. Was gedenkt die deutsche Negierung demgegenüber zu tun? Was wird der deutsche Reichskanzler tun, um Genugtuung zu erlangen? Was wird die deutsche Regierung tun, um deutsche Schiffe vor ähnlichen Vorkommnissen in den europäischen und asiatischen Gewässern, die von der russischen Flotte durchquert werden, zu schützen? Wir zweifeln nicht daran, daß der Reichskanzler die Interessen des Reiches gehörig zu wahren wissen wird. Ernste Verwickelungen könnert umso leichter vermieden werden, als die russische Flotte offenbar nur in blinder Iapanerfurcht ihre frevelhaften Streiche verübt und wahrscheinlich nicht die Absicht gehabt hat, irgend welchen neutralen Mächten zu nahe zu treten. Eine genügende Entschuldigung von Seiten Rußlands muß der Reichskanzler unbedingt verlangen.
Eine engttsch-rnsstsche UntersuchnngSkommisfion.
Zum englisch-russischen Zwischenfall erfährt heute Reuters offiziöses englisches Bureau:
Tie britische und die russische Regierung haben ihre Bereitwilligkeit kundgegeben, im Prinzip den Vorschlag anzunehmen, daß die strittigen Punkte betreffend den Vorfall auf der Toggerbank einer Untersuchungskommission überwiesen werden und die russischen Schiffe unterdessen in Vigo verbleiben. In betreffs der Einzelheiten ist woch nichts festgesetzt worden, jedoch dürften die Artikel 9, 10 und 32 der Haager Konvention eine befriedigende Grundlage für das einzuschlagende Verfahren bieten. Dieser Vorschlag ist nicht von der britischen Regierung ausgegangen.
Also war's wohl die französische Negierung, die die Vermittlerin gespielt hat. Der französische Minister Delcasss versicherte nämlich nach Pariser Meldungen, die Angelegenheit sei auf dem besten Wege, rasch friedlich erledigt zu werden, und der französische und der russische Botschafter in London konferierten mit Lord Lansdowne. Pariser Finanzkreise erhielten aus London die Meldung, daß durch französische Intervention der Konffikt beigelegt werde.
In einem Bericht über die englisch-russischen Verhandlungen teilt ferner Reuter mit:. Nach dem Empfang der englischen Note sandte die russische Regierung dringende Telegramme nach verschiedenen Häfen, wo Roschdjestwenskys Schiffe einlaufen könnten, um ausführliche Aufklärungen zu fordern. Am Dienstag telegraphierte Kaiser Nikolaus sein Bedauern und Mitleid mit den Opfern. Gleichzeitig wurde das britische Aus- toartige Amt auf die wiederholten britischen Forderungen hin benachrichtigt, daß weitere Schritte unmöglich seien, bevor amtliche Aufklärungen voriägen. Tie russische Regierung sprach ebenfalls ihr Bedauern über den Vorfall aus. , Bei der Formulierung der britischen Forderungen wurde deutlich zu erkennen gegeben, daß, falls nicht hinsichtlich der Forderung auf die Bestrafung der Offiziere Genugtuung gegeben werde, der baltischen Flotte nicht gestattet werden würde, über Tanger hinaus zu gehen. Die ruffische Regierung antwortete, sie könne die Offiziere, ohne sie gehött zu haben, nicht verurteilen, daß dies die Rechte des Kaisers beeinträchtige. Tie britische Regierung konnte sich von den Fischern keine Bestätigung für die Erklärung des russischen 9ldmi- rals verschaffen, daß sich zwei Torpedoboote unter den Fischerboten befunden hätten. Ta die russische Negierung crflärte, sie könne, bis die ganze Angelegenheit gründlich aufgeklärt sei, ihr Verhalten nur auf den Bericht des russischen Admirals gründen, geriet die Angelegenheit ins Stockem Tas Kabinett beriet die Frage, wie ein Ausweg aus diesem Engpässe zu finden sei. Man benutzte nun die engen Beziehungen des französischen Botschafters zu der britischen Regierung und der russischen Botschaft, um eine unparteiische Untersuchung der Tatbestände zu fordern.
.....Der englische Premierminister Balfour fi'lhrte in einer Rede, die er am Freitag in Southampton' hielt, u. a. folgendes aus:
Insoweit ich die Zukunft beurteilen kann, wird die beklagenswerte Tragödie vom letzten Freitag nicht enden mit einem der großen nationalenKämpfe, die, obwohl sie von Zeit zu Zeit notwendig sind, immer hinter sich bedauernswerte Spuren zurücklaffen und den Fortschritt der Menschheit und der Zivili- satwn unvermeidlich aufhalten. Ein Krieg zwischen Großmächten hat immer Gefahren für die neutralen Mächte mit sich gebracht. Aber wer hätte bis zum letzten Montag je gedacht, daß unter dresen Gefahren sich auch he befand, daß Neutrale, während
sie ihrem medüchen Berufe nachgehen, beschossen und in den Grund gebohrt werden! Zwei verschiedene Tarswlbmgen sind über den Vorfall gegeben worden und es hat sich so ergeben daß die Angelegenheit einer unparteiischen interna*, tionalen Enquote unterzogen werden soll. Man kann sich unmöglich denken, welche der beiden Darstellungen absolut wahr ist. Ich hoffe, daß die russischen Vertreter bei dieser Untersuchung zn.geben werden, daß wir unsere Pflicht als Neutrale erfüllen. Tie Idee, daß die Fischerflotte sich auf Feindseligkeiten eingelassen oder daß ein Angriff durch Torpedoboote stattgefunden hätte, kann nur mit Lächeln ausgenommen werden. Im Verlaufe seiner Rede bemerkte Premierminister Balfour bezüglich der Schiedsgerichtsfrage, beide Parteien würden die Entscheidung eines besonderen Gerichtshofes, der gemäß der Haager Konvention zu bilden sei, annehmen. Die mss. Regierung habe das Versprechen gegeben, die Angelegenheit zu untersuchen und befohlen, daß der in Betracht kommende Teil! des Baltischen Geschwaders in Vigo z u r ü ck b e h a l t en werde. Tie für den Zwischenfall verantwortlichen Offiziere würden nicht nach dem fernen Osten gehen. Tie Schuldige n würden abgeurteilt und gebührend bestraft werden. Auch habe Rußland Befehle gegeben, um die Wiederholung eines solchen Falles zu verhüten. Tie russische Flotte befand sich 30 Meilen außerhalb der Route, die sie hätte verfolgen müssen. Es ist absurd anzunehmen, daß der Kommandant der angeblichen Torpedoboote zu dem Angriffe auf die Ruffen eine Stellung inmitten der Fischerflottille gewählt haben sollte. Nein, es war kein japanisches Schiff da: das nächste war 14 000 Seemeilen von jener Stätte entfernt. Tie von dem russischen , Admiral erzählte.Geschichte ist ein reines Phantasiegebilde; das wird sich klar wie der Tag aus der Enguste ergeben, zu der Kaiser Nikolaus bereitwillig seine Zustimmung gab. Tie russische Negierung hat sich keinen Augenblick den Ernst der. Krise verhehlt; sie hat immer getan, was sie konnte, um die Krise abzuschwächen. Aber die russische Diplomatie ist langsam in ihren Bewegungen. Ich glaube sagen zu können, daß Schwierigkeiten bestanden haben, die überwunden worden sind. Edr Krieg wird ohne Unehre für uns vermieden toerben. Man farat sich keinen Augenblick denken, daß längs der ganzen Handelsstraße» von St. Petersburg bis Wladiwostok ein Admiral einer tmberen! Macht nach solchen Ereignissen sollte vorbeifahren können, ohne gestellt, ohne interpelliett, ohne bestraft zu werden. Ist das eine Situation, die ein neutrales Land, wie England, ertragen könnteH Ter Handel der zivilisierten Länder muß seinen Fortgang nehmens ohne. daß ihm Hindernisse in den Weg gelegt werden. NiemaA hat irgend jemand an die Möglichkeit eines solchen tragische«! Ereignisses gedacht. Sonst wäre ja eine kriegführende Flott« eine Geißel, gegen welche die Neuttalen sich verbünden müßten; und man müßte auf jede Flotte, die ihre Pflichten so auffaßte wie der . ruffische Admiral, Jagd machen und sie vernichten. Ich freue mich, daß auch die russische Negierung diese Auffassung, der Sachlage teilt, und daß sie, in einer von den zivilisierten Ns«, Honen durchaus gebilligten Weise verfahrend, dabei ist, Befehle zu geben, behufs Verhinderung der Wiederholung dieses ttagisc^t Ereigniffes. Rußland sprach, sobald es von der Angelegenheit erfuhr, sofort sein tiefes Bedauern aus. Kaiser Nikolcms tele* rgaphierte in diesem Sinne an König Eduard. Die russische Negierung versprach auch reichlichste Entschädigungen. Sie bar ferner angeordnet, daß der an dieser Affäre beteiligte Teil berj baltischen Flotte in Vigo zurückgehalten werde, und daß die ber*' antwortlich en Offiziere, sow e diejenigen, die Zeugen der Vor-; gange gewesen sind, nicht nach Ostasien geben sollen.
Untersuchung wird vorgenommen. Die russische sowie die englische Regierung sind übereingekommen, einer internationalen Kommission, wie sie von der Haager Konvention vorgesehen ist, die Aufgabe, anzuverttauen, die TaHachen festzustellen, irnb alle Perionen, die dieses Tribunal schuldig finden wird, werden Der* urteilt und angemessen bestraft werden. Die russische Regierung hat bei dieser Affäre bewiesen, daß sie wünscht, Wahrheft und Gerechtigkeit sollen obwalten!
Mit der Einsetzung eines Schüedsgericksts hatte Angelegenheit vorläufig also ihren bedrohlichen Eyaratten verloren. Diese Angelegenheit, das ist M betonen. Denärni bis das baltische Geschwader am Ort seiner VestirrrrnunG eingettofsen ist, können ähnliche Vorkomnrniffe, bei der souveränen , Auffassung, die der russische Mmiral Roschdjest- wenski über den Umfang seiner Machtbefutmis hat, jeden! Augenblick sich wiederholen. Daß von Petersburg ans ernste Anweisungen ergangen sind, um die Tatewkust W Geschwaderchefs' zu dämpfen und ihn W größerer Vorsicht zu ermahnen, verkündet hier der englische Premie-rminister, Nur steht noch eine dasselbe sagende russische oMiöfe Erklärung aus. Der Mmiral, ein M heftigen Entfchwffett' neigender, im Jähzorn aufbrausender Herr, handE „nach bestem Wissen", befiehlt Kanonade und Granatenwurf auf verdächtige Schiffe und setzt nach vollbrachter Tack die Fahrt fort, „ohne sich Gedanken xu machen", wie et« russischer Offizier mit unbewußter Satire sagte. Wird sich feint solche Draufgänger-Natur durch die Ereignisse ändvrn? wollen's im eigensten, int deutschen Interesse hoffen.
in einem Bienilk der Sttldent Reinhard Dühring, Mitglied der Verbindimg Mania, von feinem besten Freunde, dem cand. Phil. Eberhard Temelius, wegen seiner Liebelei mit Lili Steingräber aufgezogen. Dühring vergißt sich, und in einer teils gereisten, teils gehobenen Stimmung läßt er sich zu dem Bekenntnisse hin- reißen, daß er und Lili sich wiederholt geküßt hätten. Dr. Stein- gröber, Lilis Bruder, nennt Reinhard einen unverschämten, dummen Jungen, eine Forderung aus Pistolen ist die Folge. Im zweiten Akte findet die Verhandlung vor dem Ehrengericht der Alania statt; die ehrengerichtlickM Sitzung bildet eine eindrucksvolle, charakteristische Szene, in der das typisch Studentische in markanten Einzelzügen sckwrf beleuchtet wird. Reinhard muß sich mit dem Bruder des Mädchens, das er innig liebt, von dem er aufrichtig wiedergeliebt wird, auf Tod und Leben sMeßen; das geht ipm gegen das Gefühl, allein schließlich bezwingt er sich und fügt sich dem Spruch des Ehrengerichts, und jetzt, da der bisher ahnungslose Dnnelius erfährt, daß Reinhard und Lili sich wirklich heimlich lieben, erkennt er erst, was er mit seinem harmlosen Vierulk angerichtet habe; aber daß Reinhard trotz alledem Lilis Bruder vor die Pistole fordern müsse, erscheint Temelius vom korrekt sttrdentischen Standpunkte ans als selbstverständlich. Ter dritte Akt bringt die unblutige Lösung. Frau Wirtin hat eine Tochter Röschen, und diese verrät an Lili, was sich im grünen Baum zur Nachtigall ereignet. Lili erscheint und ist fest entschlossen, den Konflikt auf, ihre Art zu lösen; sie findet in dein
- - —v einen vernünftigen Bundes-
Nr. 255
««glich
außer Sonntag».
Dem Greßener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfifchen Landwirt die Gießener Kamillen« »lütter vrermal in der Woche beigelegt.
Rotattonfibvud tu Verlag der BrÜ h l'ichen Untverl.-Buch-n. Stein- druckeret. 0t Lange.
Hartlebens neues Bühnenwerk, dessen Uraufführung am Donnerstag im Wiener Burgtheater stattsand, wird vorn Dichter alö ein S t u d e n t e n stü ck in drei Akten bezeichnet. TaS Wkrtsbai's zum grünen Baum zur Nachtigall in Cospeda janonen, oen zronsmr aur iyre Art bei Jena ist der Ort der Handlung. Bei einer „Erkneipe" wird I amerikanischen Ingenieur Pfenninger
veLngOpreß», monaknch7ü viertel- jübrlich Mt. 2JO; durch Avhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.— viertel- jährl. aukfchl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für dre TageSnumm« bi« vormUtag« 10 Uhr. ZetlenpreiS: lokal 12 Pf.
auswärts 20 Pfg. verantwortlich füt den po(tL und allgem. Teil. P. Wittko: für ,Stadt und ßemb* und »GerichtSfaatt: August Goetz; für den An-
Gießen, am 28. Oktober 1904.
58etr.: Die Lohnbefchäftiqung von Kindern im Haushalte, sowie in der Landwirtschaft und deren Nebenbetrieben.
Tie Eroßh. Kreisschulkommission Gießen
an die Schulvorstände des Kreises.
Im Auftrage Großh. Ministeriums des Innern kaffen wir Ihnen demnächst die in rubr. Betreff zu beantwortenden Fragebogen zugehen, und zwar für jede Schulklasse zwei. Den einen davon hat der betreffende Lehrer als Konzept auszufüllen und zu Ihren Akten zu geben; der andere ist nach ordnungsmäßiger Ausfüllung am 16. November l. Js. ^ünktlich an uns einzusenden.
________________Dr. Breidert.
Gießen, den 28. Oktober 1904.
Betr.: Vogelschutz.
Die Großh. KckeisBnlkommission Gießen
an die Schulvorstände des Kreises.
Auf unserer Kanzlei liegt für jede Schulklaffe der Volksschulen des Kreises ein Exemplar der im Auftrage des Kgl. preußischen Ministeriums für Landwittschaft, Domänen und Forsten herausgegebenen „Anleitung zur Ausübung des Schutzes der heimischen Vogelwelt" zum Abholen bereit. Wir ersuchen Sie, die Lehrer hiervon in Kenntnis zu setzen.
Tr. Breidert.
Bekanntmachung.
Vetr.: Feldbereinigung in der Gemarkung BorSdorf; hier den allgemeinen MeliorationSplan.
In der Zeit vom 1. November bis einschließlich 14. November 1904 liegen auf dein Amtszimmer Großh. Bürgermeisterei BorSdorf die Arbeiten des I. Ab-


