Ausgabe 
28.10.1904 Erstes Blatt
 
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Br. 254

Erschein« ,«glich außer Sonntag«.

Dem Dteßener Anzeiger werben im Wechsel mit dem «elfischen Landwirt die Gießener Zamitten« Höller viermal in der Woche beigelegt.

Notatton-druck u. Der« lag der B r ü h l 'scheu Univers.-Buch-u. Stein- bruderti. 9t Lang«,

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ttbrefie für Deveschenr Anzeiger Wietzen. Fernsprechanichluß 9h 51.

Erstes Blatt. 154. Jahrgang

Freitag Z8. Oktober 1904

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Amlz- und Anzeigeblatt für den Meis Gießen

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Die Heutige Kummer umfaßt 10 Seite«.

hier.

gegen

Scheinwerfer auf ihn richtete und ihn mit einem n Kugelregen überschüttete, ohne daß

und '6 LorpedobootSzerstürer von

agir

Schlachtschiff ^Ouccn* und neun

Torpedobootzerstörer sind dort abgegangen.

wozu lade,

Schlachtschiff /Dtoi Korfu eingetroffen.

rur Einsicht der Beteiligten offen.

Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen

schloffen sind.

Die Einwendungen sind schriftlich (Papier in Men- größe) abzufaffen und zu begründen.

Büdingen, den 26. Oktober 1904.

Ter Großherzogliche Feldbereinigungskormnissär:

Schnittspahn, RegierungSoffessor.

gegeben worden. Aber daS An halten der baltischen Flotte, das

die Russen wohl nicht ohne Widerstand geschehen lassen würden, käme ohne weiteres einer Kriegst- er Harun g gleich. Im Fall eines Angriffskrieges 'wird unweigerlich Frankreich an die Seite Rußlands gerufen! Der russisch-französische Bündnisvertrag macht jede freundschaftliche Vereinbarung zwischen Paris und London

fassung, daß man an Waynvorstellungert glauben Miß'; es gelüstet den Kater nach Hering! Ob Freund, ob Feind, das ist ganz gleichgiltig. Mes, was dem Geschwader au' hoher See begegnet, wird einfach angeknaltt, selbst ein finnischer Dampfer, der die russische Flagge extra hißt, wird mit einem wahrenKugelregen" überschüttet. Selbst im Nebel, wenn anders die Sinne nicht umnebelt sind, ist doch ein Heriugsboot nicht zu verwechseln mit einem Torpedoboot, das doch wahrlich anders armiert ist, als eine Fischerdschunke. Es liegt merkwürdig viel System in der Methode, mit der ba§ baltische Geschwader Schiffe anderer Nationen anrempelt! Das ist eine an Piraterie grenzende Gewalttätigkeit. Von einembeklagenswerten Versehen" kann in allen diesen Wiederholungsfällen nicht die Rede sein. Nur eine so hochgradig gesteigerte Nervosi­tät, die bis zur Gemeingefährlichkeit gediehen ist, recht­fertigt die entschiedensten GegenMaßregeln im Interesse der gesamten Schiffahrt der Neutralen. Die Aus­übung dieser Seepolizei, nötigenfalls' durch Anhalten der baltischen Flotte, wird jedenfalls vorläufig England über­nehmen. England allein hat in den zur Verfügung stehen­den zahlreichen Kriegsschiffen, die bereits zusammen gezogen sind, die wirffamen Mittel dazu.

Nun kommen wir zu der überaus wichtigen Frage: SteuertRußl and äufeinenZusam Men stoß Mit europäischen M'ächten hin? Zwar ist bis jetzt, ent­gegen einer Meldung derDaily Mail", den englischen Forderungen noch nicht die Form eines Ultimatums

findet daselbst statt:

Dienstag, den 15. November 1904, vormittag- von 9 */, bis 10 y2 Uhr, ich die beteiligten Grundbesitzer mit dem Ansügen ein- daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausge-

Wir befanden uns am 21. Oktober bei den Hornsriss-Fisch- gründen an der jütländischen Westküste. Vormittags pas­sierten fünf große russische Schiffe, abends neun weitere. Nördlich von uns befand sich ein großer Frackstdampfer. Um 8.15 Uhr wurden wir durch Scheinwerfe r beleuchtet: gleich darauf fielen die ersten Granaten in unserer Nähe. Ein russi- schesSchiff feuerte nach allenSeiten,bis80 Schüffe in der Minute. Gegen 9Vs Uhr kam der Frachtdampfer in unsere Nähe und lenkte das Feuer auf sich. Bei dem Licht des Schein­werfers konnten wir das Aufschlagen der Granaten dicht bei diesem Dampfer beobachten. Wir sahen dann südlich einen zweiten Schein­werfer und in der Nähe des uns beschießenden Schiffes Granaten ausschlagen. Wir blieben unbeschädigt. Nach 11 Uhr kam keine Granate mehr. Ein anderes Kriegsschiff be­schoß anscheinend das auf uns feuernde Schiff.

Ferner kommt aus Gesle in Schweden vom 27. Du. folgende Meldung:

Ter Kapitän des in Helsingborg beheimate­ten Dampfers ,,A l d e b a r a n", der gestern abend hier an­gekommen ist, berichtet: Am Freitag abend um 10 Uhr wurde der Aldebaran" im Skagerack von fremden Kriegsschiffen, Er­scheinend von russischen Kreuzern, verfolgt und mit einem Schein­werfer beleuchtet. Tann vermehrte ein Kriegsschiff seine Geschwin­digkeit, passierte denAldebaran" und feuerte e i n e n S ch u ß ab, der aber keinen Schaden anrichtete. TerAldebaran hißte jetzt die Flagge, hielt aber nicht an, worauf der Kreuzer wieder einen Scheinwerfer auf ibn richtete und ihn mit einem

zunichte. In Paris wird unter dem Druck der Befürchtung, an die Seite Rußlands gerissen zu werden, die Entwickelung! der Dinge mit großem! Unbehagen verfolgt. England wird eifrig davor gewarnt^ den Bogen zu Überspannen und zu viel von Rußland zu verlangen. Das'Echo de Paris" ver­sichert pathetisch:England würde ein Verbrechen begehen, wenn seine Flotte versuchen würde, der russischen den Weg zu verlegen. Der erste Kanonenschuß würde ganz Europa in Brand stecken." Hinter diesen 233 antun gen und Ratschlägen verbirgt sich nur schlecht die Besorgnis, möglicherweise Krieg führen zu müssen mit kolossalen Opfern, einen höchst unpopulären, widerwillig aufgezwungenen Krieg, bei dem nichts zu gewinnen ist. Rußland befindet sich "in der Lage des verzweifelten Spielers. Der ostasia­tische Krieg hat bisher einen Verlaus genommen, daß das Ansehen Rußlands auf lange Jahre hinaus erschüttert ist. In solcher Situation liegt, wie wir schon bei früherer Gelegenheit Ms'führten, die Versuchung nahe, sich nach Teilnehmern umzusehen, einmal w mit der Hülfe viel­leicht die Kriegslage günstiger zu gestalten, ferner, um das Odium der Mißerfolge noch durch einen anderen mi1> ttagen zu lassen. Frankreich kann sich nicht aus dem Streit femhalten, die Ereignisse sind stärker als die Personen. Ter erste Kanonenschuß der englischen Flotte auf das bal­tische Geschwader, Uvingt Frankreich, sein Bundesversprechen einzulösen.

Daß auch an unseren amtlichen Stellen die Verschärfung der Lage nicht verkannt wird, geht u. a. daraus hervor, daß an der Spitze der offi­ziösenNor dd. Alllg. Ztg." nichts wie an den vorher­gehenden Tagen, der Zuversicht auf friedliche Beilegung des Konflikts Ausdruck gegeben wird'. DieNordd. 'Allg. Ztg." begnügt sich damit, auf die Zuversicht der eng- liscben Ministerreden hinzutveisen. Bon der Geeste- münoer Affäre war indes den amtlichen Stellen bei !Ab- fassung dieser Notiz noch "nichts bekannt. Jetzt hat man die nächste Nummer des offiziösen Blattes abzuwarten.

Sehr bemerkenswert ist folgender

Bericht Noschdjestwenskys

cm den Generalstab der russischen Marine:

Der erste derselben lautet: Die Affäre in der Nordsee wurde durch zwei Torbedoboote hervorgerufen, die ohne Lichter zu zeigen, im Schutze der Dunkelheit die an der Seite des Geschwaders fahrenden Schiffe angriffen. Das Geschwader ließ die Scheinweffer spielen und eröffnete das Feuer. Dabei zeigten fick einige kleine Dampfschiffe, die Fischdampfern ähnelten. Tas Geschwader suchte diese Dampfer zu schonen und stellte das Feuer ein, sobald die Torpedoboote aus dem Gesichts­kreis entschwunden waren. Tie englische Presse ist darüber em­pört, daß das am Ort des Zusammenstoßes vom Geschwader bis zum Morgen zurückgelaffene Torpedoboot den beschädigten Schiffen keine Hilfe geleistet habe. Beim Geschwader befand sich aber nicht ein einziges Torpedoboot und niemand wurde am Orte des Zusammenstoßes zurückgelassen. Folglich blieb bei den kleinen Dampfern dasjenige von den zwei Torpedobooten, das nicht in den Grund gebohrt wurde, sondern nur beschädigt war.

Wo diese Torpedoboote geblieben sind', darüber kann er keine yluskunfl geben. Sie Müssen sich unter der englischen Fischerflotte befunden haben, welche ihrerseits eines dieser nach der Unglücksnacht für ein russisches Torpedoboot an­gesehen haben soll. Ob sie entwischt sind, weiß er Vicht. Tie englischen Fischer haben Darüber noch nicht ausgesagt. Bei einem Interview in Bigo sagte Admiral Roschd­estwenski, daß die Älffäre bei Hüll rein zufällig ge­wesen wäre. In der fraglichen Nacht War oas Wetter ziemlich neblig. Gegen ein Uhr morgens erschienen plötz­lich zwei Fahrzeuge zwischen den beiden Divisionen, aus denen das russische Geschwader bestand; infolge des Nebels wurden die unbekannten Fahrzeuge irrtümlicherweise für apcmische Torpedoboote angesehen. Wir eröffneten sofort Feuer, weil die angeblichen Torpedoboote im Begriffe .schienen, Torpedos gegen uns zu lauzieren. Die Russen haben keine Fischer gesehen und haben auch nicht

Die Wvstcherheit in den europäUchen Kewäffern ist nachgerade eine für alle neutralen Nationen der Erde ungeheuerliche Gefahr geworden. AuS dem Bremischen Hafen Geestemünde kommt heute die Meldung, daß auch der dort soeben eingetroffene FischdampferSonntag" von der russischen Flotte bei Doggerbank 2 (?) Stunden lang

beschoffen, aber glücklicherweise nicht getroffen worden ist. Der Schiffsführer Kapitän Haehne berichtet:

27. Oktober folgende Meldung:

Ter Kapitän des in Stavanger beheimateten Dampfers S k a a t o" berichtet: Sein Schiff wurde Sonntag im Kanal von einem ruffischen Kriegsschiff beschossen. Als der Dampfer die norwegische Flagge hißte, hörte das Schreßen au f. Unmittelbar darauf passierten 18 Kriegsschiffe. Ter Dampfer traf Montag in London ein. . ..

Nach diesen absolut zuverlässigen Meldungen -- .die ouS Gefle und Drammen werden dstrch das vsflzlose deuffche Telegraphenbureau verbreitet, und die Geeste- münder Nachricht ist ebenso über jeden Zweifel erhaben muß man wahrlich an der geistigen Verfassung des rnsssi- schen Geschwaderchefs starke Zweifel hegen. Man denke sich: eine Flotte, bestimmt, in einem blutigen Kriege in fernem Weltteil einen entscheidenden Umschwung nach einer Kette von Mißerfolgen herbeizuführen, stürzt sich kurz hinten den Toren des Arlssayrtshafens auf ein paar Dutzend Herings­boote! Mau nahm an, daß die gelben Teufel eine regel­rechte Torpedoslottille in aller Heimlichkeit, viel­leicht in leeren Klavierkisten verpackt, nicht nur bis über die Kanonen von Helgoland, nein, fast bis in die Höhte deS Löwen selber, d. h. bis nach 6en Küsten von Jütland und Norwegen gehext haben, ober daß sie beabsichtigen, den Panzerkotossen mir Kausfabrteifchtssen zu Leibe zu ^ehen. DaS deutet auf eine so überreizte GemÜtsver-

: gewußt, daß sie den Fischerfahrzeugen Scha­den zugefügt hatten. Die Fischerftottille hat ' sicherlich keineLichter gezeigt. Der Admiral fügte hinzu, daß er auf das tiefste' den Zwischensallr bedauere, und er zweifle nicht, daß die russische Regier­ung Entschädigungen bewilligen würde.

Roschdj'estwenskimeldet ferner noch:Das Geschädigte fremde Torpedoboot blieb bis zum Morgw bei den Fischern, welche es irrtüinlich für ein -russisches hielten und" empört waren, daß es den -Opfern keine Hilfe leistete. Es' war aber ein fr ew des', welches nicht wagte, sich fcu erkennen zu geben. Wenn unvorsichtigerweise Fischer in die Affäre hineingezogen worden sind, bitte er den Opfern das Beileid des Geschwaders auszudrücken. Nach der Sach­lage konnte aber kein Kriegsschiff selbst im tiefsten Friedeni anders handeln. Das Geschwader leistete den kleinen Dampfern keine Hilfe, da es sie im Verdachte hatte, daß sie Beihilfe leisteten, denn sie versuchten hartnäckig die Linie der Schiffe zu durchbrechen. Einige von ihnen^ zeigten gar keine Lichter, andere erst sehr spat.

Ein zweites Telegramm des Admirals meldet: DaS Geschwader stieß auf Hunderte von Fischern, denen es' immer die nötige Aufmerksamkeit schenkte, nur nicht alS unter den Fischern fremde Torpedoboote angetroffen wurden. Eins von den Torpedobooten ist verschwun­den, das andere ist nach den Aussagien der Fischer bis zum Morgen bei ihnen geblieben.

Dem englischen Minister des Äußern, Lord Lans- downe wurde ein cmsflihrlicher von Admiral Roschdjest? wenski Über den Angriff auf die Fischerflotte erstatteter Bericht mitgeteilt, der dasselbe sagt. Der Admiral äußert sein und der ganzen Flotte Bedauern darüber, daß irgend ein Fischerboot Schaden erlitten habe und Personen getütet worden sind.

Lord Lans'downe äußerte, er teile die außerordent­lich pessimistische Auffassung, die man anderswo hege, nicht, und erklärte, er hoffe, bald eine bestimmte, befriedigende Erklärrmg abgeben zu können, obschon eK augenblicklich unmöglich sei. Obschon keine ZeitgrenLe ge­stellt sei, werde um so gebieterischer die Notwendigkeit^ daß eine befriedigende Regelung erreicht werde, ehe die russische Flotte einen gewissen Kmkt * ßjuf der Ausretft erreiche. 1

Die PetersburgerNowosti" eröffnete eine Kollekte für die bei Hüll durch die Kollision Mit deM balttschert Geschwader verunglückten Fischer.

Ein Mitglied des englischen Kabinetts würbe aufge­fordert, sich bereit zu halten für den Falh daß ein Kw- binettsrat notwendig werden sollte, was zweifellos' der Fall fein wird, bevor die Regierung endgilttge Schritte tut.' Während Lord Lansdowne und der russische ©efanbte von Benckendorff in Lord Lansbow-Ms Wohnung eine Be­sprechung hatten, sprach der französische Botlcha.i- ter vor.

Aus London wird gemeldet, der fr an zöfische Bo t* schafter Eambön übermittelte dem englischen Minister oes Austvärttgen Lansdowne das Anerbieten der französischen Regierung, ihre guten Dienste zur Regelung des englisch-russischen Streit­falles zu bestätigen, falls man dieselben behufs prompter Lösung für nützlich halte.

Private Meldungen lauten:

Ter erste Lord der Admiralität, Selborne, soll bereits nach Pottsmouth abgereift fein, um die Mobilmachung der Flotte zu leiten. In allen Hafen, Docks und Arsenalen herrsche fieberhafte Tättgkeit. Ueberall 'mache sich begeiftette Stimmung und der Wunsch geltend, daß es zur Vernichtuna der rus­sischen Oftseeflotte kommen möge. Tie englische heimische Flotte hat sich auf ihrer Basis in Firth of Forth versammel.

In London steht fest, daß die Regierung im Falle einer un­befriedigenden Antwort Rußlands durch die V o lk s fti m m u n g zu Gewaltschritten gezwungen werden würde. Als unbefriedigend wird jede Antwott angesehen, welche nickst die sofottige Bestrafung der schuldigen russischen Offiziere zusichert Sämtliche Blätter und Parteien sind hierüber einig. Tie Zeit­ungen drücken ohne Ausnahme heftige Ungeduld über die Ver­zögerung der russischen Antwott aus und erklären, daß die Ojb- peflotte eventuell, durch die brittsche Flotte aufgehalten werden müßte. Falls es wahr fei, daß Admiral Roschdjeftwensky den Vorfall 'für unvermeidlich erklärt habe, müsse auf dessen Entlassung bestanden werden. Tie Ansicht, daß Cmglcmd es mit feinen Drohungen nicht ernst meine, sei ein sÄverer und gefährlicher Irrtum.

Slus englischen Marinekreisen wird mitgeteilt, die ruf* ische Regierung habe als Entschädigung für die Hinterbliebenen der Hüller Katasttophe 1 Million Rubel angeboten.

Die Offiziere des englischen Geschwaders, welches Venedig verlassen hat, erklärten, daß, falls Rußland vor Eintreffen der nlssischen Schiffe in Port Said keine Erklärung abgegeben wbe, sich das englische Geschwader der Durchfahtt der russischen schiffe durch den Suezkanal widersetzen würde.

In Gibraltar machte das englische Kanalge- chwader gefechtsklar. Es geht das Gerücht, die ganze Flotte ausgenommen das Schlachtschiff Cäsar", gehe west­wärts in See, um angeblich einen Scheinangriff gegen Gib­raltar anSzuführen. Einige Torpedoboote gingen nach Tanger ab. Die Tätigkeit im Arsenal wird eifrig fortgesetzt. Die Division der Mittelmeerflotte, welche in Gibraltar ermattet wird, besteht aussechs Schlachtschiffen, sämtlichen Panzer­kreuzern und zwanzig Torpedobootszerstörern.

In Malta sind der britische Kreuzer ^Baechante^ mit de»n Kontreadnciral Walker und das Schlachtschiff ^Atbemarle" mit dem Kontreadmiral Hamilton an Bord, ferner das

förmlichen Kugelregen überschüttete, ohne^ daß ein Schuß traf. Ter Kapitän desMdebaran tteß jetzt den Dampfer halten und flüchtete mit seiner Mann­schaft u n t e r T e ck. Das fremde Kttegsschisf verschwand darauf im Dunkeln. DerAldebaran" blieb unbeschädigt.

Endlich kommt ans Drammen in Norwegen vom

Gießen, den 24. Oktober 1904.

Betreffend: Den Termin zur Einsendung der Gemeinde­rechnungen.

Das Großherzogliche Kreisamt Gieße«

die «Arofth. Dürqorrn-istereteu deS ttreifeA

Wir ermatten sofortige Erledigung unserer Verfügung vom 15. Juli lf. Js. Kreisbiatt Nr. 92, soweit Sie noch damit im Rückstände sind, oder die Einreichung eines Fttstgesuchs.

________________Dr. B reihert.

Sekmmlmachung.

Bett.: Feldbereinigung in der Gemarkung Borsdorf; hier den allgemeinen Meliorationsplan.

In der Zeit vom 1. November bis einschließlich 14. November 1904 liegen auf dem Amtszimmer Großh. Bürgermeisterei Borsdorf die Arbeiten des I. Ab­schnittes obiger Feldbereinigung, nämlich:

der allgemeine Meliorationsplan nebst Erläuterungsbericht und Prüfungsprotokoll