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28.9.1904 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt sür den Kreis Elchen.

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154» Jahrgang

nuinn des 'teuxMxn xv blinaiu

Erscheint tLglich mH Ausnahme des Sonntags.

DieGietzener LamtNenblStter" werden dem »Azrzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der »Hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal.

gute Beschaffenheit ber Treppen, Wände, Decken mrd Türen; Lagerung von Abfallstoffen in einer Entfernung von miib* destens 10 Meter von Wohn räumen und Wasserbrunnen; Möglichkeit genügender Lustzusührung und Durchlüftung der Wohnungen;

Mit Gottes Hilfe ist alles möglich, Ferdinand."

Es mag fein . . . aber die Mensckx'n machen eS einem sehr schaver, die besten Vorsätze auszuführen."

(Fortsetzung folgt.)

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sehe, llmversttätSdruckeret. R. Lange. Dtetzen.

Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr.«» Tel. Nr. bl. Telegr.-2lür.i Anzeiger Gletz«.

e es möglich, iidlige Figur,

der Ihnen diese Prüfung auferlegt hat. (Lottes Wege sind nicht unsere Woge, mein lieber >»oh-n mir wissen nicht, lveshalb er uns diese dunklen Schmerzensweg-e führt, wir loissen nur dag er diese Wege zu unserem Heile ausenvahlt hat. TcShalb beugen wir uns demütig seinem Willen und hotten auf ihn er Wirdes lwhl machen und uns zum Lichte führen. Lassen Sie sich Ihre ^veele nicht durch die schweren Prüfungen verbittern, glauben Sie an den allgütigen, alhwijen (Stott und tun Sie srühlw-en, hoffenden Herzens Ihre Pflicht. Wollen Sie mir das verrpreckrcn, p-erdinarü»?"

Ich könnte es Ihnen versprechen", entgegnete Groller finster,aber ich bin nicht sicher, ob ich mein Versprechen hallen könnte."

Ker KuMarrd in Keutjch-Sübwestasrika.

Einer amtlichen Meldung aus Süblvcstafrika zu folge a,i0 r Osterhaus, der Kommandeur der 1 fteto* aElerte-Abtelluug, im Lazarett zu Waterderg an Herz- fchwache gestorben. Das ist, nach vielen jüngeren Dsfizreren, der ershe Stabsoffizier unserer Schutztrupoc, der in dem r^eldzuge gegen die Herero sein Leben lassen musste,

Tie Wohnung soll für eine Familie, bestehend ans den Eltern und mehr als zwei Kindern, mindestens Stube, Kammer und für sich abgeschlossene Küche (und natürlich die üblichen Nebenräumlichkeiteit) haben.

Es war selbstverständlich, datz der Landcswohnungsinspektor bei dm von ihm vorgenommenen Wohnungs-Besichtigungen diese Anforderungen nicht als Grundlage zur Beurteilung darüber benutzt hat, ob eine Wohnung zu beanstanden sei oder nicht. Tamit soll nicht gesagt sein, datz jene Anforderungen als zu loeitgchend zu erachten wären, aber eS must, luie schon bemertt, mit den nun einmal gegebenen Verhältnissen gerechnet werden, und es würde der Durchführung des Gesetzes mehr fänden als nützen, wollte man in diese Verhältnisse mit Schärfe eingreifen. Bei Besichtigung von Wohnungen in ländlichen Orten wunde in der Bcurtellung von Wohnungen noch milder verfahren als in den Städten. In allen Gemeinden, loo Besichtigungen vorgenommen wurden, fanden sich auch bei einer solchen müden Beurteilung Miststände in den kleinen Wohnungen in allen Erscl-einungsformen: Ueberfüllung, Fenchtigkcck, Diangsl an Lust und Licht, bauliä-e Mängel, wie

Politische Tagesschau.

Lonrad und Loebell.

Der preust. Stautsanzeiger veröffentllchit jetzt die Er­nennung des bortr. Rats der Reichskanzlei v. Conra d zurrt Anterstaatssekretär im Landwirtschastsministeriiun, an Stelle des auf seinen Antrag in den ZruhLstpnp versetzten Unter- stiaatssekretars Sterneberg.

Die Ernennung des Herrn v. Conrad hat die Agrarier Preußens einigermaßen überrascht. Mag auch der Posten eines Untershaatssekretärs c-was höher sein als der eines Chefs der Reichskanzlei, so ist der letztere doch unzweifelhaft weit einflußreicher. Daß persönliche Gründe den Amts- wechsel veranlaßt hatten, ist nicht anzunehrneu. Das Ver- Hältnts des ReichMmz>lers zu dem Chef [einer Kanzlei war außerordentlich gut, ja, wenn man so sagen darf, sehr intim. Angesichts dieser Verhältnisse kommt dieDtsch Tageöztg." zu der Vermutung, daß Herr v. Conrad zum Landwirtschaftsminister ausersehen, und daß die Stellung, die er am L Oktober entnimmt, nur ein Durchgangsposten sei. Für diese Vermutung spricht viel, insbesondere auch die Tatsache, daß Herr v. Conrad dem LandwirtschastsministLrimn bereits angehört hat. Anderer­seits aber meint Wan, daß der künftige Landwirtschafts- Minister mehr unmittelbare Fühlung mit der prak- tis chen Landwirtschaft haben müsse, ats es bei Herrn v. Conrad der Fall ist. Man nennt sogar in einge weihten Kreisen den Namen eines bekannten, der Landwirtschaft sehr nahestehenden Abgeo ebneten, der ausersehen fein soll, eintretendenfalls der Nachfo lger d e s H e ern v o n Podbielski zu werden. AlleÄ das sind natürlich nur Vermutungen.

Jnbezug auf die Beschaffenheit der Wohnungen werden in dem BericlU folgen bt in der Gesetzgebung festgelegten v:, Wohnungen gestellt:

1. 120 Kbm. Luftraum sür Erlvachsene, 10 Kbm. Luftraum für Kinder, die zur Wohnung gehörigen Iiäume (Wohn- und Schlafzimmer) zusammengerechnet, 10 bezw. ö Kbm. Luftraum bei Berücksia-tigung der Schlafräume allein; Fenster, die eine Grübe von etwa ein Zehntel der Grund- fläcl-e des betr. Raumes haben und gut sckstiestbar sind; Einen Abort von guter Beschaffensa sür höchstens je zwei Familien;

vepacaturbedürstigc Wände, Decken und Treppen, schLeä-t schließende Fenster, ungenügende Abort Verhältnisse. Verhültnismätzig, d. h. in Ansehung der Zahl der vorhandenen und unter das Gesetz fallenden Wohnungen bezw. der Grütze des Ortes, zahlreich waren die vorgesundeneu wränget in Asche im, Alsfeld, Bensherm, Die­burg, Erbach, Grünberg^ Hirschhorn, Kllch-Brombach, Kost- ix*int, Neu-Zsenbuvg, ^Neckar-Vteinach, Oppenheim, Osthofen, Wald» Crlenback) und,Zell L O.

Tie BesäMsfeicheü der Wohnungen sei an einigen Beispielen naher beleuchtet (die beigcsetzton Mietspreise beziehen sich auf cm Jahr). Es ist dabei zu beachten, datz es sich nur umStich- Trobcu" handell und datz bei denselben nickst etwa gerade die chlcchtesten Wohnungen heransgesuckst rvovdcn sind.

Grün berg (1992 Einwohner): Wohnung, bestehend aus 1 grotzen e>tube und 1 kleinen Raum. Letzterer dient als Schlaf- raum für einen alten ^xotzvater, aber auch als AufbeloahrungS- ort für Gemüse. In der Stube schlafen die Eltern 3 Kin- bern. Tie Wälche sind scksteckst, die Umfassungswände sind durch lüä-ert. Miete 70 ML Wohnung, bestehend aus 2 Raumen. Beiv-ohner: Mutter, 1 erworbener Sohn, 1 Mädchen von 14 1 Bube von 12 Jahren. Küche aus dem Flur. Wohnung bestehend aus großer Stube, kleiner Kammer und Küche. 2 Eltern lurd ö blinder. Miete 54 Akk. Wohnung, bestehend cm3 1 Stube 1 Twistammer, Eltern und 2 Kinder. Miete: 48 ML Wohu^ ung, bestehend auS 2 gräbereit Mumen. Eltern und 3 Linder. Miete 60 ML (Tie dreti letzteren Familien sind auf 1 Abort angewiesen, der int Neben Hause liegt und auch noch einer dort loohnendeu Familie zur Benutzung dient.) LÄHnung, bestehend aus 1 grotzen und 1 Tlcinen Raum. 2 Eltern, 1 Mädchen von 15 ein Bude von 13 Jahren. Miete 78 ML Das Haus ist reparatui> bedürftig, Hausflur schleckst gepflastert und so niedrig, datz man )td) bücken mutz. Abort baufällig.

Hirschhorn (1994 Eimoohuer): In einem Hause findet sich am Ende des HausgangS ein Düngerl)aufen. An beiden Letten W Hausflurs liegen kleine Wohnungen, deren das ganze Haus sm-s enthält. Tie Jauche läuft durch den Hausflur auf die kratze, es rieckst abscheulich. Tie Wohnungen sind folgende-

Die spanische Justiz glaubt wieder, einent weitgreifcn- den Anarchisdenkornplott ans der Spur z,u sein. Wie er­innerlich, wurde vor einigen Wochen in Barcelona ein Tell des Justizgebäudes infolge Platzens ciner Dy- n arnitbo mb e zerstört. Die Bombe war eüiige Augen­blicke vor der Explosion von einem Polizisten auf der Haupt­straße aufgelesen und zur llntersuchung ins 0>erichlSgebäude geschafft worden. Die Polizei suchte den Werfertiger der Bombe unter den in Barcelona zahlreich vertretenen Miar- chishen, hatte dabei aber veimut Erfolg. ^Bor einigen Tagen nun erfuhr die Poliz>ei zu Madrid, daß ein gefährlicher Anarchist mit schlimmen Absichten aus Barcelona in Madrid eingetroffen fei. Er wurde tatsächlich in der Wohnung des Leiters deS anarchistischen Blattes entdeckt und verhaftet. In seinem Gepäck fand man uemi gesüllbeDyNiUnitpa trott en. Der Mann leugnete Leineswegs seine anarchistischen Äesittn- mrgen, sondernt gab ihnen üt pathetischen Wrndungett vor oem Richter Ausdruck. Später stellte sich, heraus, daß der sfiame des Werchafteben Ceseriuo Ell Scutta Cruz ist. Ob­wohl erst 28 Jahre tuü, hat er bereits mehrere jh?rler- prafen wegen Diebstahls und Körperverletzmtgen abgebüßL Sein Water ist ein ehrlicher Briefträger, seine Mutter gcistcs-- gestört. Gil hat einen gewalttätigen, jähzornigen Charak­ter, der auch im Zuchthause sich offenbarte, wo er sich in schlinrmster Weise gegen die Disziplin vergütg. Der bei ihm vorgefund-ene, aus den Namen Clemente Carles lautende Legllimatioltsschcin gehörte einem Zuchj!Hausgenossen. Auch dchfer wurde inzwischen festgenommen und nebst einem ^preßgenossen nach Madrid gebrachst. Er behauptet, Hand- lungsreisender zu sein und nichts mit dem 'Anarchismus Lu tun zu haben. Ceferino Gll stellt übrigens nicht in AL- rebe, daß er mit verbrecherischen Absichten nach Madrid gekommen sei Er hat ausdrücklich erklärt, er habe gemußt baß er dabei fernen Kopf aufs Spiel setze; er bedaure nur, seinen Plan nicht haben aus führen zu können. Er oll die Absicht gehabt haben, den M i n i st e r p r ä s i d e n - ten Maura zu töten. In Barcelotw hat man üt- zwtschen entdeckt, daß vor kurze ui in Marseille eine geheime iBersamnllung von Aitarchisten stattgeftutden, üt welcher neue Bombettattentate in Barcelona mib Madrid besckllossen wurden. 11

Die EifenbLha»KranrenkLffeu.

Unter staatlichem Schutze und mit siaallicher Beihilfe rst rm Bereiche des Preußisch-Hessischen Eisenbahn^ Verba ndesund der MichSeiserrbahnett eine Eisenbahner- Krankenkasse begründet, die alle Beamten und HilfSbe<mn- ten mit Einschluß ihrer Familien umfaßt, tne rtach dem Krankenverftcherungsgesetze nicht versicherungspftichllg sind und betten auch sonsi nicht freie ärztlich^ Behandlung in Krankheitsfällen von ber EisenbahnverwEung gewährt wirb. -Wie hier midgeteilt wird, hat die Leitung btefer Eisen- bahttverbandskrankenkasse die Absicht kundgegeben, die Be­handlung der Mitglieder der Verbands krau kenkasse den Bahn- und Vahrckassenärzten zu übertragen, und zwar zu den Honoraren, die an die Eisenbahnbetriebskrankenkassen gezahlt werdett, die auf Grund des Krankenversicheruttgs- gejetzes errichtet sind. Gegen dieses Vorgehen ist von den Aerzten Einspruch erhoben worden. Der Eüt.spruch bezreht sich auf zweierlei, einmal daraus, daß du- Be­handlung der Mitglieder der «Verbandsküsse und der Fa- nvllien dieser zutn Monopol der Bahn- mtd Bahnkassett-j ärzte gemacht werden sollte, sodantt, daß von der .Ver­bandskasse Honorare angeboten lverden, die weit unter der Norm sind. Im Gegensätze wird von den Aerzterr freie Arztwahl und Bezahlung der ärztlichen Leist- u n gen ttach der Gebührcnordnung gefordert. Auch wird verlangt, daß nur die Beamten und Hilssbeamteu mit einem Einkommen unter 2000 Mk., wenn sie unverheiratet, und

Die Berufung des Geh. Regierungsrats v. Lo e b e ll an seine Stelle wird vott derDtsch, Tagesztg." mit dem Be­merken begründe^daß er ein ebenso tüchtiger Beamter wte trefflichier Mann si^st", sür feine neue Stellung wie tzeschassen, daß er zwar ein frommer konservativer Partei­mann gewesen ist, nicht aber einAgrarier in unferm Sinn e."

Daraus folgt also, daß sich der Kanzler einen ent- schiedenetiRuck nach rechts" gibll Während Geheimrat v. Conrad als ein umgänglicher Manu von gemäßigt kottser- vaitver Anschauung sich erwiesen hat. repräsentiert Herr v. Loebell die feudalste Nuance preußischen Junkertums, wie sein parlamentarisches ^Auftreten in ber kurzen Zeit seiner Zugehörigkeit Auch Reichstag erkennen ließ. Es überrascht deshalb vorn Grafen Bülow, der zu sehr Weltmann ift, um Junker sein zu können, daß er gerade Herrn v. Loebell zum Mann feines besonderen Ber- rrauens erwählt. Die hervorragende BeamtentüchttgkLtt des neuen Chefs der Reichskanzlei soll nicht in Zweifel gezogen werden, aber ch dieser Stellung spielt W Repräsezitativc eine Rolle.

3000 ML., wenn sie verheiratet sind, in die Versicherung einbe^ogcn werden sollen. Die ^3crL Pol. Nachr.^ melden zu inefer Angelegenheit:

Bei den zwecks Anstellung von Kassenärzten durch den Kassenvorstand geftlhrtcn üLrhandlungen waren ver- schiedenarllge Forderungen seitens der Aerzte erhoben worden. Diese haben dem Hanplvorstande der Kasse Anlaß gegeben, eine Besprechung ber Vertreter der Aerzte ans den in Betracht kommenden Gebieten in Berlin herbeizn- führen. Die Besprechung hat stattgefunden, es ist nach dem Verlauf der Verhmrdlungen zu erwarten, daß eine Verständigung erzielt werden wird, da bei ber in Rede stehenden Einrichtung iveber der Honorierung ber Aerzte nach der Eiilzelleistpng unter Amvendung der Gebühren­ordnung für Aerzte noch der freien Arztwahl grmtdsätzliche Bedenken entgegensiehen. Auch herrschte Einverständnis darüber, daß die höheren Beamten bei dieser Einrichtung überhaupt nicht in Frage kommen.

Damuh hat sich die Leitung der Verbandskasse über» -eugt, daß ft.e auf falschem Wege war, als sie nur die Dahn- und BahnkassenürLste gegerr mindere Honorare als Verbandskassenärßte cur stellen wollte,Grundsätzlich' will fte freie Arztwahl und Bezahlung der Leistungen nach der Gebührenordnung zpgestehen. Jlr demgrundsätzlich" liegt eine gewrsse Verllausulierung. Die Leitung der Verbands­kasse täte am besten, wenn sie chren falschen Schritt offen eumeftanbe und ohne Rückhalt die ftvic Arztwahl bei Be­zahlung nach der Gebührenordnung einführte, llirterläßt sie dies, so muß sie auf einen scharfen Widerstand der Aerzte auf der ganzen Linie gefaßt fein.

*

Ein Anarchistenkomplott.

Aer King.

Kriminal-Roman von O. Elfter.

Nachdruck verboten.

(Fottsetzung.)

Was haben Sie?"

Ihre Hand, Herr Groller... ich bitte Sie drum. .

Wenn Ihnen so viel daran liegt da haben Sie meine Hmw." . . .

Mit leidenschaftlicher Hast ergriff das Mädchen seine Hand und clje_ er es verhinderir konnte, pcetzte sie ihre Lippen in glühen- dein Kutz darauf.

Was tun Sie, Mädchen?"

Ta fob_ sie ihn groß unb ernst an.Ich wollte Ihnen ^weisen, datz ich nicht die Meinung der Menschen teile, welche -^le ciucy Verbreck)ens für fähig halten."

Ich baiitc Ihnen. Aber twtzdem tvollen Sie mich ver- lafleu?"

Ich mutz. Ich darf nicht bleiben." . . .

Sie dürfen nickfl?!"

Sie schüttelte das Haupt.

Wer verbietet es Ihnen?"

Fragen Sie nicht. Herr Groller ... ich darf nicht bleiben.

Hab<a <s>ic Tank für Ihre Güte und leben Sie wohl." . . .

Nvci? einmal erhob sie die Hand ivie zum Abschiedsgrutz gegen ihn, und immer toieber sah er den roten Stein wie einen Llut^ivopsen an ihrem Finger leuchten.

Er tvollte sie zurückhalten, doch rasch ivtn sie aus dem Zimiuer vee,chwunden und l-atte die Türe sest hinter sich zu-

,,-ellsames Frauenzimmer", munneltc er.Na metnetweaen mag >ic huaii, wohin sie will Ich brauche jetzt niemanden Mchl . . . niemanden." . . .

Er trat an das F-custer und blickte auf den sonneir-

mit bem Gegner, fonbern als Opfer der tückischen Seuche, welche die Reihen unserer braven Sol- £arsn r Ostcrhaus gehörte früher betnj

inwnt Prmzregent Luitpold von Bayern Magbeb. Nr. 4) an und war seinerzeit Hauptmann im osta,tattschen J-elbartillerie-Regiment unter Major Hof7- monm Er ist 1880 Leutnant, 1890 Oberleutnant 1893 Hauptmann und 1903 Major geworben.

Dem Reichstage werden alsbald nach feinem Mebei> nifamm en tritt «Vorlagen wegen neuer Eienbabn- bauten in Südwestaftika zugehen, die trotz des Kriegesl gegen die Aufständrschien in Angriff genommen werden sollen.

Akk Jaykksöertcht dcs OroßVcrzöglich^cMchta sLundeswoynungLlnspeLtors.

IL

v " o Mittwoch 28. September 1804

Giehener Anzeiger

büslcr jufammengciogenen Augenbrauen unt> fest iuiammcnocrniticncn Lippen.

PUÄlch überjlo« seine Wangen eine dunkle Röte. Ein L>err f"mei?üf iUS twn 5,01 UI* zu dem Em-

_.i,"2cr 'Harrer!- flüsterte dieser.Natürlich - der Pfaffe ffebört su dem armen Sünder", fuhr er mit einem bösen men. segen.Cin^lÜ,nl ^0Tt un^ dann dem Besuch ent-

2. Ka pitel.

Pfarrer Vollmar, ein luiirbigcr, weitzhiaariger Geistlicher mit gesund gerötetem Antlitz aus dem die grotzeu, klaren, blauen Jugcn sreundlrch und mild hervorsahen, begrüßte den Guts- bcsrtzer mit herzlichem Handschlag.

in ber arten fceimat, mein lieber Ferdü L1^miet bewegter Stimme.Meinen Glücttvnnsch ^ ^e chon auf schriftlichem Wege erhalten, jetzt will ich benplbm auch mündlich auSspreci/eu und die tz-rzlichften Grütze von niemer Frau und meinen Töchtern bringen."

Ich banre Ihnen", entgegnete Groller mürrischWollen

«^srurCoder fürchten Sie, die Schnalle eines gezeich­neten McnsckMl zu betreten?"

n-. ^Jlcht des Pfarrers nahm einen ernsten Ausdruck an. . Groller rasch in das Zimmer, blieb dann vor dem

jungen Mann stehen und reiche ihm mit herzliche Bewegung beide Hande hm.

FerdtUano Groller, Solm meines alten Jrcundcs", sprack» n mit ferner tiefen, weichen stimme, die jedem zum Herzen drang, die schon manchen iinglücklichn aujgerichtet und getröstet, so ntaiüDcd starre, trotzige Herz zu inniger Reue bekehrt,Ferdinand Groller Sie haben schweres ertragen und ich verstehe, wenn

Bitterkeit im Herzen empfinden. Aber Sic durjen nicht un- gerecht gegnt Ihre alten greunde sein, uie nie an ^ijncn ge- Äiu-cifelt iwii. eie dürfen nich ungerecht gegen die Welt sein, »velch noch dem äugeren ou>eiii urteilt, uno vor allein, e»ie dürfen nid)t mit dem allaütigen uno allioeiscn Gott hadern,

BerUn. 27. Sept. Wie dieNordd. «Mg. Ztg." erfährt, der LErektor des KupserstichabmettS in Tresden Prosalsor

fum Lrrel hiesigen KupscrftichkabincttS ernannt worden iiiii) wiro sein Amt am 1. Januar ül>ernehmen.

HauptmannsF lorian Geher", der vor acht Jahren zum ev)icnmalc nur der Bühne erschien, ist für die am 1b. Oktober in Berlin in Aussicht genommene Reuaussührung mehreren Aendcrungen unterzogen worden. TaS Vorspiel )ällt ganj fort, in den siufi Akten des Trxrmas, dem die grobe Anzahl der darin vorivmmenden Ger.altcn mehr aiü fiebrig Unruhe gab, sind Kürzungen vorgeiwmmen, auch ist die Fülle der Geiuttten eingei.oiänfl iweben eine für die