Ausgabe 
28.9.1904 Erstes Blatt
 
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<m Bord.

Bureau des Stadttheaters.

und

8. LöriliNch-sojiaker Parteitag.

Lp. Frankfurt a. M., 27. Sept.

Der 8. christlich-soziale Parteitag ist heute nachmittag tu Sachsenhausen zuscmrmengetretM. Die erste Ver.amm- lung, die Delegiertenversammkun g, war sehr Mrk besucht. Pfarrer Lic. Web er-M.'Wadbach sprach das Ern- qangsgebet. Zum 2. Vorfikenden hatte man gewählt Pfarrer Bernbeck-Obrrben. _

Der 1. Präsident der Partei, ReichstaMrbg. D. Stöcker

~ Personalien. S. K. H. der Großherzog Haden der Hebamme Regina von Ghil zu Mainz die Silberne Medaille de§ LudwigS-OrdenS mit der Inschrift .Für Der»! dienste" und der Hebamme Maria von Henpchen zn Mainz die Silberne Medaille desselben OrdenS mit der In­schriftFür fünfzigjährige treue Dienste" verliehen.

- Lieferungen für Deutsch - Ostafrika. Das Gouvernement von Deutsch-Ostafrika hat der Handelskammer ein Verzeichnis seines Bedarfes an Materialen aller Art, , Gerätschaften, Stoffen u. s. ro. für 1905 nebst LieferungS- ! bedingungen übersandt. Jntereffenten können im Sekretariat I der Handelskammer nähere Auskunft über die Ausschreibungen

Ans Stadt und Kaud.

Gießen, den 28. September 1904.

Port Arthur.

Petersburg, 27. Sept. Beim Generalstabe^cingetEne Meldungen besagen, daß dn am ^tag folgte Angriff dn Japaner auf Port Arthur unter schweren Verlusten derselben glänzend zurü ckgewrefen tourbe. ein einziges Fort sei den Javanern rn die Hände gefall em Vn gleicher Bericht ist dem Zaren von General

Einheimischer wurden gefährliche Verletzungen verhütet. Da in letzter Zeit schon einige mal Klagen über das Verhalten verschiedener Arbeiter zu hären waren, so wird dieses energische Einschreiten unserer Polizeibehörde doch etwas Ruhe in die besorgten Gemüter bringen.

j. Rieder-Bessingen, 27. Sept. Der Kaiser hatte dem hiesigen Kriegerverein eine prachtvolle Fahnenschleife gewidmet'anläßlich seine? 30 jährigen Stiftungsfestes. Die Schleife wurde dem Verein gelegentlich des Kirchweihfestes» am Sonntag von RegienmgSrat Dr. Wa g n er-Gießen über­reicht. Der BezirkSvorsihende deS Bezirks Lich, Förster Blei, sprach den Dank deS Vereins aus und brachte ein Hoch auf Kaiser und Großherzog auS. AuS dem Bezirk Lich waren.! ! mehrere Vereine anwesend. Die 11 noch lebenden Gründer des Vereins wurden dekoriert.

rb. Alsfeld, 28. Sept. (Drahtbericht.) Der Bruder unseres Landtagsabg. Rechtsanwalt Reh, Hosopernsanger in Dessau, ist heute früh dort gestorben.

Rendel, 27. Sept. Die unserem srü h er en lang­jährigen Geistlichen wegen Vergehens im Amte zu­erkannte Freiheitsstrafe wurde durch Gnadenbeweis Sr. Kgl. Hoh. deS GroßherzogS in Ansehung der Lage des Falles in eine Geldstrafe umgewandelt.

R. B. Darmstadt, 28. Sept. (Eigener D raht- bericht.) S. K. H. der Großherzog begab sich gestern von Schloß Hepligenberg zur Jagd aus Edelhirsche in die Großh. Forsten von Virnheim. Heute erteilte S. K. H.

(Ohne Gewähr.)

* Aus dem------ .

Etz wird auch an dieser Stelle daraus hmgewiesen, daß bte Prospekte des Stadttheaters der gestrigen Auflage unseres! Blattes beilagen. Die Abonnementsbedingungen sind dieselben wie letztes Jahr. Die verehrl. Abonnenten werden nochmals ausdrücklich aufmerksam gemacht, daß die alten Plätze nur kurze Zeit 'reserviert werden können, weshalb baldige gefällige l Mitteilung bei Herrn Ernst CH al li er erwünscht wäre.

Nidda, 27. Sept. Während der Hauptversammlung deS Landes-Gewerbevereins waren fast alle Häuser der Stadt geschmückt und viele heitere Sinnsprüche waren daran angebracht worden. Einige dieser Sprüche seien

hier wiedergegeben:

Am Postgebäude steht:

Du dienst dem Reich ohn' Rasten Stets prompt und dienstbereit, Und schleppst gar süße Lasten Zur goldnen Weihnachtszelt.

Ein Spengler meint:

Wo Fleiß und Treu' geh'n ein und aus, Ta springt aus Blech noch Geld heraus!

erhalten. , ,, _ ,

- Hessisch-Thüringische StaatSlotterne. Bet der heirte fortgesetzten Ziehung der 6. Klaffe nnrrden folgende Gewinne gezogen: 50 000 Mk. auf Nr. 45374 (nach Eutin), 40 000 Mk. auf Nr. 17942 (nach Mainz), 10 000 Mk. auf Nr. 21035 31110, Gewinne von 5000 Mk. auf Nr. 14287 18706 77949, Gewinne von 2000 Mk. auf Nr. 2283 5161 13451 16479 19381 24585 37871 37659 39567 45360 45992 54967 56188 61639 65833 68175 72953 79139.

gab einen ... I

politischen Ueberblick

Das Jahr, welches hinter uns liegt, sagte er dabei u. a, ist von großer Mdeutung für die christlich-soziale Sache gewesen. Eine ganze Reche neuer Ortsgruppen ist standen, unsere Ideen sind weit ins Land geflogen und wir dürfen bekennen:-das christlich-soziale Panier weht, wo eS vor Jahr und Tag noch unbekannt war.Ehristllcki tft das Wort der Ewigkeit, sozial das Wort der Zeit, chrislltch-so^al das Losungswort der Zeit inr Lichte der ^9^'' sehen wir unsere Sache an, als eine Kombination der beiden größten Begriffe, die es in unseren Tagen gibt. Wir wollen nicht bloß die Stimmen zur Wahl, sondern die ganzen Menschen nrrt ihren unsterblichen Seelen, die uns ihre ganze Existenz schenken. Haben wir die Persönlichkeiten, so haben wir auch die Stimmen. Die christlich-soziale Partei tft in das veraangene Airb'eitsfahr mit einetn kleinen Fort-1 schritt getreten. Sie hat jetzt .zwei Abgeordnete im Reichß-1 tage, die in allen Fragen, die mit der chtistlich-sozialen Sache zu tun haben, ihr bestes getan haben. Es sind in der letzten Zeit mancherlei Erschjeinungen aufgetreten, die uns auf der christlich-sozialen Linie weiterbringen. Stöcker be­sprach als solche erfreulichen positiven Zeichen vor allem den nationalen Arbeiterkongreß in Frank­furt a. M. und wies auf die Sympathie mancher Männer der Regierung für die Forderungen des Kongresses hin. Weiter ist der soziale Beschluß der preußischen General­synode zu nennen, der durch die Bewilligung einer größeren I Summe auch eine Tat geworden ist usw. Tet Dresdener Parteitag der Sozialdemokratie, von dem sich diese Partei in Bremen durchaus noch nicht erholt hat, hat manchem Arbeiter die Augen geöffnet. Hat sich doch gezeigt, daß die Sozialdemokratie keine Freiheit kennt, daß sie immer nur fragt, ob es auch zu ihrem Programm stimmt und ob es ihr etwa Schaden bringen könnte. Der Ausspruch! Lassalles, den auch der alte Liebtztecht wiederholte, daß er, bewaffnet mit der ganzen Bildung des Jahrhunderts, den Gegnern entgegentreten wolle, kann heute nicht mehr gelten. Sie will will nicht mehr die Freiheit wissenschaftlicher Arbeit im Rationalökonomen und im sozialen Leben, son-

StSffel zugegaugen.

mehre Meldungen.

Tb-rbin. 27. ®pt. wr. r-r.M) Dau Sa Kalen Wick) aemelbet, daß in der RE wom 25. auf den 26. I aus der Richtung vom Ka p Ani v a K an o n en donner gepört wurde, der wabrsLeinsick von einer Seeschlacht herrübrte

Shangbai, 27. Sept ^Reuter.) Berichte ausJrnt Ruch- Westen von Sckantunp melden, daß die Boxer vifen Zettel verteilen, genau wie vor dem Ausbruche des Auistandesnn ^abre 1900 in welchen sie als den Zeitpunkt für die Vernichtung der Fremden den 17. Oktober festsetzten.

Rom, 27. Sept Ein ttasiemscher Oberst will eme Ma - schine zur Durckschneidung der Stacheldradt- zäune erfunden baden, welche es emmen Soldaten er­möglicht, in wenigen Minuten Tausende von Tmpten zu durcv- schneiden. Der Oberst bat seine Erfindung wwohl der russischen als auch der japanischen Reaieruna auaeboten^^

nähme folgender

Erklärnn g:

Ter ckrifflich-foziale Parteitag sprüht angesichts des Auf- standes in Südwestafrika, der schwere Opfer an Gut urw Blut erfordert, sich babht aus, daß das nationale Interesse eme | strenge Bestrafung der ausständigen Führer und völlige Unter­werfung der Herero erfordert. Der Parteitag protesftett gegen dte nicht vereinzelten Falle von Mrßhandlimgen und falsche Behand­lung Eingeborener. Ebenso verurteilt er., die rohen Ausbrüche | brutaler Verachtung der evangelischen Mpsivnsarbnt und bostt, I daß die Arbeit der Barmen er Million ans der schweren Dnmsuwung neu gestärkt hervorgeben werde. Rur eine Kolmualpolttck m christlichem Sinne und in sozialem Geist verbürgt eure dauerndes Gedeihen unserer Kolonien".

Diese Erklärung wurde einmütig angenommen. Aus Antrag Hufendiek-Ravensburg bezeugte der Parteitag ferner seine Sympathie für ein '

Heimstättengesetz

I für das ganze Deutsche Reich.

Schwurgericht.

(th.) Gießen, 28. September.

Tie gestrige Verhandlung gegen Kloß und.Genossen weaen aemenllamen Straßenraubes und K o r p e r v er letznn« verfiel, nottocm sie bis abends 10 Ufr <^^7? der Vertagung. Tie $cd*ntblintg soll bnite n^M'ttaa um 4 lwr fortgesetzt werden. Eden dre Mm^m erfolgen. Zuerst tvird als Vertreter der Anklage NenchtSassefssr vetzel sprechen und dann Verteidiger RechtsaE Leun und RechEw. Kaufmann. Die Derchandlung dürstt c Minna

Di- heutige D-rhandlimg gegen die uErehclMe Mrnna Goerlach von Eberstadt wegen K'Nd-Smvrds wu<de IE rend der Vernehmung der MgeAagten nM offintlrch vrwgenE

^skllt^Ti^Anklage vertritt Staatsanw. Reust. Verteidiger ist Rcchtsanw. Klarenam.________ ______, ... i,.-.

München, 27. Sept. Der Arbeiter Huber und seine Frau, die beschuldigt werden, die Kellnerin Falch er- morbet zu haben, wurden in Wittenberg verhaftet.

Kerichtssaal.

Berlin, 27. Sept. Vom Ende Juni bis Ende September laufenden Jahres wurde nach der ,,Berl. Bollsüg." die ge­richtliche Aburteilung von 42 militärischen Vor­gesetzten wegen Mißhandlung und vorschriftswidriger Behandllmg von Untergebenen bekannt. An Strafen wurden ausgesprochen IV« Jal-re Zuchthaus, 9 Jahre 5 Monate 15 -Loge Gefängnis, 9 Monate 26 Tage mittlerer Arrest!, 2 Mvnate 11 Tage gelinder Arrest, 2 Monate Festungshaft, 1 Monat 25 Tage Stu­benarrest, 8 Tage Kammerarrest, 8 Degradationen^ 1 Versetzung. in die zweite Klaffe des Soldatenstandes, 1 Ausstoßung aus dem Heere. Ter Freiheitsentzug beträgt im ganzen 12 Jahre, 3 .bco- nate, 25 Tage. Unter den Verurteillcn befinden sich o Offiziere.,

Berlin, 27. Sept. Tas Schwurgericht verurteilte pen; Bankier Fritz Meyer unter Zubilligung mildernder Um- Umstände wegen einfarben Bankrotts und cmeS Ja lies eure,' Vergehens gegen den § 9 des Depotgesetzes (rechtswidriges Ver­fügen über Depots) zu einem Jahr und e i n e m l.'c o n a t Gefängnis, wovon drei Mvnate als verbüßt erachtet wer­den. Tas Landgericht 2 verhandelte gegen die frühere K a m - ! m e r fr a u , unverehelichte dlnna Milewsky, der verstorbenerr Vrinzessin Amalie von Schleswig-Holstein, welche beschuldigt lmrd, ix'T Prinzessin in Kairo zahlreiche S ch m n ck s a ch e n g e st o l) l e n zu haben. Ter Gerichtshof beschloß gemäß d?m^Anträge cxs Verteidigers, verzog E r n st G ün t hc r von edH e s wi g- H o l st ei n über eine Reih' von Punkten zu v e rn c h m e n, und gemäß dem Anträge des Staatsanwalts, die ^lngeklagte als ftua>t- verdächtia in Urrtersuchuirgshaft zu nehmen.

Presse errhynert. Er ftclite fest, daß sowvyl bte eigentllche chptst- Nch-sozlale Presse, al« mich die dar Partei freundliche Presse ün tluncfmtcn ist. In Bezug auf den

Wahlkreis Wetzlar-Altenkirchen nahm man folgende Erklärung an:Der christlich-soziale i Parteitag nimmt den Wahlkreis Wetzlar--AltenkirchM für die christlich-soziale Partei inl Anspruch und erwartet, daß die Rrforurpartei und die lonservatwe Parier cnrf die Aufstellnnfi eigener Kandidaturen verzichtet." -zEme längere Besprechung verursachte die Frage der Kon sunt- vereine und der Mittclstandsbewegung. Man einigte sich auf folgende Erklärung: -

Tie christüch-soziale Partei erkennt an bte Wcchttglett und Notwendigkeit der gegenwärtigen

Mittelstandsbewegung.^

I Sie hat schon seit Jahren die Bestrebungen zum -schütze der Land-- wirtsämft, vüe auch diejenigen für die Organisation des Hand- Werls nach Kräften unterstützt und 1mlt die ^dfllung etnc- selbstäuhigen kmlfmännisckmn und gewerblichen Mittelstands im I Interesse der DolVwohlfahrt für durckmus notwendig. Sie er­blickt in einer einseitig großkapitalistrichen Entwrcklimg des.Er­werbslebens, insliesondere in der Ausdehnung von Wlnenhauiern eine ernste Gefahr ftlr das wirtschaftliche Y^cdeihen des gesamten Volles. Tie christlich-soziale Partei wird deslwlb alle gesetz­lichen Maßregeln unterstützen, , welche zum schütze unseres ge­samten Mittelstandes notwendig sind."

Den r . w

Aufstand in Deutsch-Südwesta frrka brachte Pfarrer Fritsch-Rrrppertsburg zur Sprache. Er trat einerseits für die kräftigste Unterdrückimg des >Äuf-' standes und Bestrafung der Rädelsführer ein, bedauerte aber andererseits, daß doch viele Mißgriffe vorge^m- men sind. Unerhört seien aber die Angriffe gewrffer Kreise auf die Mission, die fv roh und brutal waren, wie kaum je. Haben es doch dies« Leute fertig bekommen, Mllsron und Schwarzwcrsserfteber auf eine Stufe zu stellen. Solchier Sachlage gegenüber muffe der christlich-soziale Parteitag ein dculliches Wort reden. Er bitte um einstimmige An­

der Buchdrucker:

Was sich beqiebt in Ost und West, Zn Land und Meer hier wird's gepreßt. Doch klug dünkt mich der Zeidmgsmann, Ter auch über manches schweigen kann.

Ein Forstmann zieht einen Vergleich zwischen der guten

Audienzen. . m

R. B. Darmstadt, 27. Sept. Der Gesetzgebung^ auSschuß der zweiten Kammer unterzog heute in Gegen­wart zweier Regierungsvertreter, des Oberreg^erungsratS Hölzinger und de§ ÖbermedizinalratS Dr. Lorenz, den Gesetzentwurf über die staatliche Schla chtviehv ersiche- rung einer neuen, eingehenden Erörterung. ES herrschte j auf beiden Seiten daS feste Bestreben vor, eine Verständigung zunächst über die Hauptdifferenzpunkte herbeizuführen, doch kam eS heute noch zu keinerlei bestimmten Verein­barungen. Die weiteren Beratrmgen sollen am 4., 5. und 6. Oktober stattfinden. Am 4. Oktober wird auch der vierte Ausschuß der Kammer (PetitionSauSschuß) ferne Beratungen fortsetzen. Für die allgemeine deutsche Gartenbau-Ausstellung, die im nächsten Jahre unter dem Protektorat deS GroßherzogS in Darmstadt statt- findet, ist die Zeit vom 24. August bis 3. September fest­gesetzt ivorden. - In der gestrigen Generalversammlung der hiesigen Volksbank wurde der Antrag, das benach­barte Grundstück in der Hügelftraße 16 zwecks Erweiterung der Geschäftsräume für den Preis t)ono51 500 Mk. anzu­kaufen, einstimmig angenommen. DaS neue prächtige PalaiS der Reichsbank an der Eafinostraße, das anstelle deS alten Gebäudes in Zukunft die Geschäftsräume und bte Wohnung deS Reichsbankvorstandes und feines Stellvertreters aufnehmen wird, ist jetzt so weit fertig gestellt, daß die offizielle Nebernahme deS Gebäudes auf den 12. Oktober b. IS. festgesetzt werden konnte. Die Einweihung soll nut einem Festakt geschehen, an welchem auch der Groß Herzog rmd die Spitzen der Behörden teilnehmen werden. Dw Kosten deS monumentalen BarnverkS belaufen sich auf ecu

alten und der Jetztzeit:

Einst rannte mich im dunklen Tann Am Jaqdspieß mancher Eber an, Jetzt sitz' ich hinter'm Schreibtisch hier Hub fang die Sau mit Loschpapier l Ein Verschönerungsrat besingt sein Metier: Dtein Werk ist ernst und nicht zilm Spässen, Wer au mir kommt, muß Haare lassen; Ten Kahlkopf und das Milchgesicht Kennt man in diesen Hallen nicht.

X. Hartmannshain, 27. Sept. Heute tvurden zwei Italiener und ein Arbeiter aus dem Odenwald, die am hiesigen Bahnbau tätig waren, durch die Gendarmerie m Grebenhain verhaftet und ins Gefängnis nach Schotten abgeführt. Sie hatten gestern abend emen hier wohnenden Schachtmeister auf offener Straße überfallen und mit Schlagringen mißhandelt. Nur durch das Dazwischentreten

280 000 Mk. .

Frankfurt, 27. Sept. Der Aerztliche Verein' hielt gestern im Hürsaale der Dr. Senckenbergischen Mttur- forschenden Gesellschaft eine Versammlung ab, bte sich mit der Frage der Errichtung einer medizinischen Akademie in Frankfurt beschäftigte. Nach längerer Erörterung wurde mit 140 gegen 4 Stimmen eme Erklärung angenommen, die an Magistrat und Stadtverordnete gerichtet werden soll. Sie spricht sich entschieden gegen den Plan I Mademie in Verbindung mit der Erweiterung deS Städtischen Krankenhauses ait§, empfiehlt dagegen die AuSgestaltimg der anderen hiesigen Krankenhäuser.

Mh «w wes*» Blatt schließt: M mag deS^llb l

Voch^5mnol Mt'brrt^cvrbcn, daß Zwischen ^nglnndmchDmtsch- ES «wnMgen Zweckonichfim fraw Osten fern ^reft

n2» keim Ursache znm e>treti vorhanden ist. Wenn amtajc Mächte die Reurralltät brechen, so haben daS nur die I Ädcyfömttwit M bekl^i.

Russische Vorkehrungen.

Bstvm, 37. Sept. Der Dampfer der Freiwill'genftotte Savtton^ beyann den Transport der Reserven des kmikasr-

rg, 27. Sept. Admiral RoschdiestwensTv übev- tete in Lustadt außer dem und Ole< noch

die KveuI-er ..Ebemchum" undJfumttit^. 1t!5.

^to^te Baltische Geschwader wnd nunnnchr sicher nam dem ZkriegsschmMatz abgelmi. J

Petersburg, 27. Sept. Tre neu 5N bildende zweite Mandschurische Armee wird 150 000 Mann Dfi mamftMten foUnt Irnntli* b.-r mrrfnT Die M-Mfimmq ist bmtbct. '7>d cE

MrmntS fnn dir Kmyrnt«rtion ber Lriivvrn ff (SWbffl beginn^ »»nftantiitoStT. 27. Si'bt Tie nnMdfe S w a r- e Meer-Flotte, bestebrod mi? 8 Ttmserftbtfien, 3 fiYcn? rn erfter ftlrfic und iAcifa ToNievokwoten. hat von

Sebaftovol mit veifi.-aeltcrDrbre v er ta ff en. Trei ~mnbfer einer rufiisstien vandelsgeselllck-aft -.M^eor" '^"knr nnd ..Fimina^ mit Woffen imb fi^Hen fttr die Flotte an Bord, hoben hrrpifÄ /rnt W Sevt die Tordanelleu pcwiert. .

27. Sevt. (9teutcr.) Ta« SE der FrMmlliqen- flotte ..M-kmi fftomwrnb" bnffierte am 26. «ebt e5 twrb fich jimätftft n«h Kreta und dann na»Saft qrben. roo es weitere Fnftruktwnen abwarten wird. Mrte bte Sanbeßfla^e und batte weder Waffen noch Mumtron

Vern sie will unter allen Umständen nut ihr Programm anfvechterhalten, ob es auch gleä'chl überholt ist. Wer sich ! dagegen aufbäumt, der wirb boylottiert und beschimpft. I Tie Sozialdemokratie hat ja überhaupt die Bildung gleich--! sam exkommuniziert: Bebel warnte ja sogar vor den Aka­demikern und rief die Genossen auf, sich einen Akademiker I stets zweimal anzusehen. ... Es kommt nun viel, ja alles I auf die Arbeit an, die wir in dieser Zeit zu tun habem Wir wollen und werden sie tun mit einem Herzen voller Hoffnung. Wir wollen die christlichen .Meise organisieren, daß die Lebensmächte des Evangeliums im öffentlichen Leben wieder mehr zur Geltung kommen. Tie soziale ist tyie brennende Frage der Gegenwart. Darauf wollen wir das evangelische lebendige Ehristentum besonders' anwenden. Aber wir brauchen es auch für die Politik. Wien.n sich | jetzt Konservative und Raiionattiberale zusammengefuTiden haben in der Schulfrage, was ist das anders, als ein1 verständiges Zurückgchen auf das, was man im Christen­tum gemeinsam hat. Wenn dieses Zusammengehen und ErrtaegQrkommen seit 50 Jahren geübt worden wäre, so -brauchte mau heute nicht zu Hagen darüber, daß Zentrum Trumpf sei M^mn die katholische Kirche so stark ist, daß man vieffack Furcht hat vor ihr, so liegt das daran, daß sie ciniq und frei ist und sich stark um das onentllche Leb^n, um öffentliche Meinung und. Preftc bekümmert

Der Parteitag nahm dann einen Zeraht des Lre.

Mumm-Berlin über die christlich-soziale