Ausgabe 
28.7.1904 Erstes Blatt
 
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Rr. 175

Grßchetnt täglich außer Sonntag».

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem «elfischen Landwirt die Siebener Kamillen, blätter viermal in der Woche beigelegt.

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Kernsprechanschluß Nr. 51.

zeigenteil: HanS Beck.

vezugsprei-r matlich75 Bf., viertel-

ErfteS Blatt. 184. Jahrgang Dom>erstag 38. Juli 1904

GietzenerAnzeiger»

General-Ameiaer »ä-ä-

Derantwortlick für

Amts- und Anzeigeblatt filr den Kreis Gießen

Die heutige Kummer umfaßt 8 Seiten.

Amtliche Nachnchten über Viehseuchen.

In den Gemeinden Bruchenbrücken und Reichels heim, Kreis Friedberg, ist die Schweinepest (Schweme- seuche), erloschen.

Der russische Minister des Innern ermordet.

Wieder kommt aus Rußland, dessen schlimme Zustände au§ Anlaß des Königsberger Prozeßes wieder in aller Munde waren, die Nachricht von einem furchtbaren Attentat mit politischer Tendenz, die in Rußland, wo man ohnehin wegen des unglücklichen Krieges schon die Hände zu ringen beginnt, die größte Verwirrung Hervorrufen wird. Dieses entsetzliche Attentat konnte auch nicht zu ungelegenem Stunde kommen, da man jetzt in Rußland erst die ganze Tragweite der letzten verlorenen Schlachten erfahren haben wird.

Heute morgen um 12 Uhr meldet uns der Draht folgendes:

Petersburg, 28. Aalt. Der Minister des Innern, Plehwe, ist ans der Fahrt zum Warschauer Bahnhof durch eine Sprengbombe gelotet worden.

Wer wird der Attentäter sein und wo sind die Urheber der Mordtat zu suchen ? Alle Zeugnisie deß Königsberger Pro­zeßes scheinen da sprechen zu wollen. Werden die Feststellungen den Bekundungen des Privatdozenten Dr. Rost und der anderen wieder Recht geben, daß die Attentate und ihre Ursachen akademischen GharakterS und auf die harten Maßregeln gegen Studenten zurückzuführen seien? Die nächsten Nach­richten müßen darüber unterrichten. Wahrscheinlich werden die russischen Zustände durch dieses Ereignis nicht gebessert, im Gegenteil wohl durch noch härtere Anwendung der Knute verschärft.

3><r Krieg zwisSen Japan und Außlaad.

Neue Kampfe.

Me General Kuropatkrn an den Kaiser unterm 26. ds. meldet, erhielt er an demselben Tage eine Depesche von General Sarubajew, in der dieser die am 24. Juli in der Umgebung von Nandalin, Dafantschen und Thi antschiaissi stattgehabten Kämpfe eingehend schil­dert. Der Kampf begann um 5 Uhr früh. Das japanische Artilleriefeuer verstummte inn 9 Uhr abends, während das Gewehrfeuer bis in die späte Nacht dauerte. Nach Beendig­ung des Kampfes wurde festgestellt, daß 18 russische Bataillone nicht weniger als zwei japanische Di­visionen und eine erdrückende Anzahl Bat­terien gegenübergestanden hatten. Die Gesamtlänge der Stellungen betrug 16 Werst Unter diesen Umstanden hielt Surabajew, dessen Truppen sich auf allen Stellungen behauptet chatten, es nicht für angebracht, den Kampf am folgenden Tage fortzusetzen, sondern beschloß, nach Norden zurückzu gehen. Die Verluste sind noch nicht festgestellt, doch nimmt Sarubajew art, daß etwa 20 Offi­ziere und 600 Wann aus der Front ausgeschieden sind. Wie der General meldet, zeichneten sich besonders die sibi­rischen Regimenter aus, die den Hauptangriff der Japaner auszuhalten hatten. An Zentrum der russischen Stellungen kam es viermal zum Bajcmnettangriff, dem die Japaner

nicht stand hielten. Großen Kampfesruhm erwarben ins­besondere das Regiment Barnaul, sowie die Regimenter Tobulsk, TornAk und zwei Bataillone des Regiments Ssemi- palattns. Auch die Tätigkeit der russischen Batterien, die während 15% Stunden ununterbrochen dem Feuer aus­gesetzt waren, war hervorragend. Die Verluste der Japaner halte Sarubajew für bedeutender als die eigenen.

DaS Borrucken der Japaner.

Wie General KuropaMn dem Kaiser von gestern meldet, besetzten die Japaner am 25. Juli 2 Uhr nachmittags nach unbedeutender Kanonade und einem Gefecht mit den sich zurückziehenden russischen Abteilungen Taschitschiao. Etwa eine Division der feindlichen Infanterie ruckte etwas weiter nordwärts auf der großen Straße Taschitschiao- Haitscheng vor. Ein ausführlicher Bericht über die Kämpfe und Verluste vom 23. und 24. Juli ist noch nicht eingegangen. Zn der Richtung auf Ssiujan wurden am 25. Juli zwei japanische Bataillone, die im Tale des Huaho marschierten, von einer russischen FreiwiMgen^Abteilung be­schossen. Die japanische Kompagnie an der Spitze zerstreute sich in Unordnung und verlor gegen 50 Mann.

Bei den Kämpfen am 24. und 25. Juli, so meldet die raff. Telegr.-Agentur, befehligte der Kommune deur des 4. sibirischen Armeekorps, Generalleutnant Saru­bajew die Truppen mtfercr Südftwnt. Da sich wahrend des Kampfes herausstellte, daß die Japaner vom Dalin- und Fehanlinpaß aus in der Richtung aus Schimutschong-Hait- scheng vormarschierten, sah Sarubajew sich veranlaßt, gemäß den erteilten Anweisungen unseren Truppen den Befehl zum Rückzug nach dem Norden von Taschitschiao zu geben. Die Japaner zeigten keine Absicht, uns zu verfolgen. Der Rückzug der Truppen vollzog sich in voller Ordnung. Die japanischen Verluste vor Taschitschiao betragen 800 Mann.

Krankheit trab Wahnfimr unter den Russe«.

Dem Reuterschen Bureau wird aus General Kurokis Hauptquartier über Fusam vom 26.. gemeldet, daß allem Anscheine nach unter den Rußen stark Fieber und Dyssenterie herrscht. Die Meldung, daß am 19. Juli einige russische Kanonen erbeutet worden seien, ist falsch.

Ferner meldet eine allerdings recht unsichere Nachricht aus Petersburg: In der letzten Zeft sind viele russische Offiziere und Soldaten unter dem deprimierenden Eindrücke der fortwährenden Niederlagen, der großen seelischen und nervösen Nuftegungen, die von keinem einzigen Erfolge ge­krönt werden, dem Wahnsinn verfallen. Viele ruffssche Familien, deren Verwandte sich auf dem Kriegsschauplätze befinden, befürchten, wenn sie kerne Nachrichten erhalten, nicht owohl, daß ihre Verwandten tot sind, als vielmehr, daß sie zu den wahnsinnig Gewordenen gehören.

Nirttschwang.

Aus Niutschwang wird gemeldet: Gestern mittag wurde auf dem Zollhause die japanische Flagge gehißt. Der provisorische Stadtkommandant empfing um 12 1/t Uhr den ranzösischen Vizekonsul und nahm dessen Erklärung, daß die ntakt gebliebenen ruffsschen Regierungsgebäude fortan unter ranzösischem Schutze stünden, ad referendum entgegen. Der Einzug der Hatrptmaffe der japanischen Garnison, die vor­läufig nur zwei Schwadronen stark ist, wird stündlich er­wartet. Jeder japanische Reiter besitzt einen vorzüglichen Krimstecher und ein Armband mit eingelegtem Kompaß.

Russische Schiffe zerstört?

In Tschifv eingetroffene russische Flüchtlinge melden, daß der russische TorpedobootZzerstörer ^Leutnant Bura­

kow" und zwei andere russische Torpedoboots­zerstörer am 25. Juli von den Japanern durch Torpedo beschossen wurden und gänzlich verloren sein.

Die Beschlagnahme von Schiffen.

Suez, 27. Juli. Die von den Russen beschlagnahmten und hier eingetroffenen Dampfer ,£>o If atia" und ,For^ mofa* wurden heute freigelassen.

London, 27. Juli. Einer Lloyd-Meldung aus Perim vom 27. Juli zufolge passierte dort der britische Dampfer Eity of Agra". Dieser signalisierte, er sei von einem russischen Kriegsschiffe im Roten Meer auf 23 Grad nörd­licher Breite und 37 Grad östlicher Länge auf gehalten worden.

Suez, 27. Juli. Nach einer allgemeinen Anweisung sind alle nach Osten bestimmten deutschen Dampfer von dem hiesigen russischen Konsul mit Fr ei Pässen für das Rote Meer versehen für den Fall, daß sie mit russischen Kreuzern zusammentreffen.

Marokko.

Ein offiziöser Artikel desTempS" führt aus: Die Schwierigkeiten der französisch-spanischen Ver­handlungen betreffend Marokko sind darauf zuruitzn- führen, daß Spanien sofortige Zugeständnisse haben will, während Frankreich verlangt, daß eine Frist festgestellt werde, nach deren Ablauf die Mionsfreiheit Spaniens innerhalb der vereinbarten Grenzen sich bestätigen fomrteJ Frankreich setze die Verhandlungen mit Spanien in einer von der öffentlichen Meinung zweifellos gebilligten freund­schaftlichen Gesinnung fort, obwohl die sonstige Durchführ­ung des ftanzösisch-englischen Abkommens vom 8. April bezüglich Marokkos glatt befriedigend vor sdh gehe. Die finanzielle Aktion Frankreichs, die bekanntlich privat fei, habe ihren Anfang genommen. Der Sultan habe bereits einen Teil der Summe erhalten, welche durch eine Anleche der marokkanischen Regierung zur Verfügung gestellt tonrhe. Ebenso habe der Kontralldienst, durch welchen die französi­schen Schuldtitresbesitzer auf Grund der Zolleinnahmen sicher, gestellt werden, seine Tätigkeit begonnen. Leutnant Ben Sedira von der französischen Militännisfion sei zum Lom- man darrten der Artillerie in Tanger ernannt worden. Die städtische und die Gesandtschastspoffzei soll durch fran$i> stsche Polizeiagenten verstärkt werden.

Es ist durchaus verständlich, daß die Franzosen die Lage in Marokko als möglichst unbedenklich hinstellen mtb den Glauben erwecken wollen, daß die Entwicklung ihrer Schutzherrschast über Marokko sich, wenn auch in langsamer, so doch in ruhiger Weise vollzieht Bekanntlich übernimmt Frankreich die Verwaltung der maroMmischen Zolle, die als Garantie für die gewährten und noch zu gewährenden Darlehen dienen sollen. Mer die einheimische Bevölkerung will von den ftanzösischen Zollbeamten nichts wffsen. In Tanger mußte der Ausbau des dortigen Zollverwaltungs- gebäudes eingestellt werden, weil der Bandit Raisuli, desien unumschränkte Herrschaft bis zu den Toren der genannten Stadt reicht mit Repressalien die Stadt zu über^llen drohte. Aus Tetuan und einigen Häfen an der atlantischen Küste mußten Me ftanzösischen Zollbeamten flüchten, weil Me Bevölkerung sie zu ermorden drphte. Man befindet sich in Paris wohl in einem großen Jrrtrrm, wenn man glmrbt, daß man Marokko der europäischen Kultur friedlicher Weise erschließen könne.

Bisher ist es den Franzosen no^ wicht einmal ge­lungen, einen Polizeidienst tn Tanger, der für die Sicher-

Aus der Aestspiekstadt.

Walküre. __

Bayreuth, 27. Juk.

Die heutige Walkürenanfführung dürfte z-u bent gehören, was an dieser Stätte vorbildlicher muftkdramauscher Leistuncien bisher geboten wurde. Das Publikum war beim auch hingerissen von dem Geschmlten und Gehörten, und we-mr es schon nach den einzelnen Aktschlüssen ftiner Begeisterung tn lauten, lauganhalteuden Beifallsbezeugungen Ausdruck gab, so steigerten sich dieselben am Schluffe zum nickst endenwollendeu Jubel und zu unaufhörlichen Hervorrufen, namentlich für den genialen Leiter des Ganzen, den unvergleichlichen Dr. ^Dans Richter, welchen jedoch nach den strengen Sitten des HanseS selbstredend keine s?olge gegeben tmirde. .Die GrWartigken, Ein­heitlichkeit. Geschlossenheit und Individualität der Konzeption wird eben in derWalküre" von jedermann empfunden und ist nwyl mit die Ursache, daß dieses Musikdrama die meiste Popularttät unter den Ringdramen geniesst, und deshalb auch die unmittel­barste und stärkste Wirkung ausübt, eine Wirkung, die beriemgen intRheingold" noch überlegen ist .

Im ersten Akt haben sich blühendste drchtensche Kraft trnd glutvollste musikalische Empfindung zusammerrgetan, um em wahrhaft klassisches Muster des musikdramatischen Stils zu schaffen. Er stellt an die drei Ausführendeu die höchsten An- ford'rungen. Frau Wittich, glS Siegelinde, war einfach ym- reiscnd und irrrübertrcfffi(f> in Spiel und Gesang. ^>r. v. B art), dessen imponierende Gestalt und imgemem ausgiebige, baritonal gefärbte Tenorstimme ihn für die Darstellung des Siegmund wie geschaffen erscheinen taffen, befriedigte tvett- gehende Wünsche hinsichtlich der Verkörperung seiner Stelle; doch will es uns bebiinten, daß ihm vorläufig die dra- nt ü t i f cf) e n Akzente besser gelingen, als die l y r i s cb Stell n, und daß er soivohl in gesanglichkr wie darstellerischer Hinsjö i seine bedeutende Leistung noch zu steigern vermag. Die fcim- Taktwidrigkeit im Liebe-gesang wie die etwas zu offene Bildung einiger Vokale, wollen wir als neb'nsächlich nur im Virstl-ergel-en streifen. Großartig war der stimmgewaltige .Verr n ü vser in der Wiedergabe des trotzig finstern Hunding. Bertrams Wotan erhob sich heute zu jener Größe, wie wir sie gestern an ihm aewünscht haben: furchtbar im Zorn, stolz und hoheitSvoll Im Kampf mit seinen niedrigen Gescksicken

ergreifendem Ausdruck der natürlichen Liebe beim Abschied von fernem herrlichen Kinde. Die große Stimme offenbarte am Schluffe noch machtvolle Fülle; mit dem neuerdings merk­baren Tonansatz von unten können wir uns nicht befreunden. Die Hüterin der Heiligkeit des Ehebundes Fricka kann größer und überzengeirder nicht dargestellt werden, als es durch Frau Reuß-Bclce an diesem Llbend geschelien fft. Frau Gul- branison offenbarte wieder als Bri'mhrlde namentlich im dritten Aufzug alle jene leuchtenden Vorzüge, welche sie feit ihrer ersten Mitwirkung bei den Bühnenfestfpielen im Jahre 1896 zu einer der allerersten Vertreterin dieser Partie stempeln. Das Wettevgebraus des WallürenensembleS vereinte mit mächtiger Tonfülle janckMnde Sicherheit und war von hiureißcndfr Wirk­ung. Wir bezweifeln, daß sonst noch irgendwo in dieser Voll­endung _gel#jrt werden kann, was der Bühnenleitnng Meister­schaft hier uns vor Augen imd Ohren führt. Das Orchester war über alles Lob erhaben und die dekorative Ausstattung nnveMeichlich.

So vereinigte sich alles, um den zlveitrn Tag der ersten Ringaufführung zu einer großen musikdramatischen Tat zu stem­peln, deren tiefe Eindrücke jedem Festspielgaft unvergeßlich sein werden.

' Ueber die wissenschaftlrchen Unt'eruehm- ungen der historischen Kommission für Hessen und Nassau orientiert der siebente Jahirsbericht. Es ergibt sich daraus, daß der Bearbeiter des Fuldaer Urkundenbumes, Prof. Tangl-Berlin, trotz anderweitiger Behinderung, unter Bei­hilfe deS Dr. E. Stengel-Berlin das Mamiskript für den ersten Band abgeschlossen unb Sorge getragen hat, daß der unterbrochene Druck fortgesetzt werden kann. Die hessischen LandtaaS- akten sind von Dr. Ollagan Marburg für die Periode Philipps des Großmütigen nahezu beendigt; es bleibt aber noch eine Reihe von Nachträgen em^usügen, die sich speziell bci der Ordnung des Kansnnger Stiftsarchivs gefunden haben; doch wird der Druck des zweiten Bandes im Laufe des nächsten Berichtsjtchres (1904 1905) beginnen können. In der Abteilung der Chroniken von Hessen und Waldeck hat Prof.'inar -Marburg mit der Drucklegung der beiden Clironiken Gerstenbergs begonnen, Dr. JürgtMs di» Bearbeitung des Briefbuches von Klüppel fertig geftelp rtnt> die Chronik fast vollendet. Die Bearbeitung der Landgrafenregesten hat Dr. t^rotesend-Marburg übernommen und

die Urkunden der hessischen Archive fe 1308 registriert, sodaß er nun zur Bearbeitung des auswärtigen Materials übergehen kann. Der Bearbeiter des hessischen Ortslexikons, Archiv- direktor Reimer, bat wegen seiner Nebersiedelung nack Koblenz Me Arbeit medergelegt und seine Sammlung der Kommission über­lassen: ein neuer Bearbeiter hat sich noch nickt gefunden. Vom> Ilrkundenbuck der Wetterauer Re-ichSstädte wird m allernächster Zeit der erste Band des Friedberger Urkunden­buchs ersckemeu in der *9earbeitima des inzwischen nack Danzig versetzten Dr. Foltz (Register von DcrfckV Ms Bearbeiter des Wetzlarer Nrkundenbncks ist im November 1903 Dr. Wiese-Gießeu eingetreten; mit der Leitung dieser "Abteilung wurden für den verstorbenen Prof. Höhlbaum Gießen btc Professoren Haupt-Gießen und v. d. Rogg Marburg bis auf weiteres betraut. Vom hessischn Trachtenbuch ist im abgelaufenen »sabr Lieferung 3 herausgegeben morben; die absckckießende vierte int Oktober dieses Jahres erschinen. .Für das

Philipps des Großmütigen ist das Material fast! voustarwrg gesannnelt; man hofft das S^rrf zum 400iährigcn GebnrMag (13. November d. I.) herausgeben zu können. Zu den recht erheblichen Kosten hat der Laude^usschuß in Kassel

Beitrag von 2000 Mk. bewilligt. Für die HerauSaabe von ^^^^lichen OiicHen zur Geschickte des geistigen und kirchlichen r.ebens tn Hessen und Waldeck Txtt der im vergangenen Jahre clngesetzte AuKschuß, bestehend aus den Herren Haupt. Kücb, ^^^utrapp, einen ausführlichen Plan vorgelegt, d^nnznfistge mit der Ausarbeitung des ersten Seite Re. Köhler-Gießen be traut wurde. Neu angeregt ist endlich die Herausgabe von Quellen zur Gesckücküe der Landschaft an der Werra: ein darüber eingelaufener Antrag mürbe angenommen intb Dr. Huvskens mit per Beack>eiftnig zimäckft der ArcknM' der KlSster jener Landschaft beauftragt. (Boss. Ztg.)

'-'Das Geburtshaus van Charles Dickens in ^ESmonttz wurde am Fn'itzm voriger Noch" alö Dickens« Museum eröffnet. In diesem fraufe luarbe der Tqeiner am 7. Februar 1812 geboren. Bis vor etwa ehtrnt befand sich das HauS im Besitz einer Miß Pearee, imd) beren Tob es verkauft werden sollte. Diese CMcgenbcit 1Knutzten die Bc> börden von Portchuoutb und cnwrben im Sommer dos vorigen Jahres für 23 000 Mk iw öffentlicher Auktion hos eS alS Dickens-Mus'u>n auszugesbilte«.